Masterfoods läßt per einstweiliger Verfügung "Schwarzbuch Katzenfutter" verbieten!

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Barbarossa

Barbarossa

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Masterfoods läßt per einstweiliger Verfügung "Schwarzbuch Katzenfutter" verbieten!

Hallo,

einige von euch interessiert das Thema ja bestimmt ebenfalls sehr. Deshalb habe ich mir gerne die Mühe gemacht, einen Artikel aus dem heutigen Handelsblatt abzutippen.

Ein Schelm, der böses dabei denkt, wenn Masterfoods (Whiskas, Sheba) ein Buch über die Produktion von Katzenfutter verbietet... :? :? :?

Der Autor Hans-Ulrich Grimm hat übrigens auch das Buch "Die Suppe lügt" verfaßt. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

So, ich hoffe die Zsolnay-Anwälte zwingen Masterfoods in die Knie!!!! Zumal Masterfoods garantiert nicht der einzige Hersteller ist, der sich vor diesem Buch fürchten muss...


Handelsblatt, Montag, 05.03.07

Der Tierfutterkonzern Masterfoods geht gegen den Zsolnay Verlag vor

Kampf ums Schwarzbuch

„Katzen würden Mäuse kaufen“ – das ist natürlich Blödsinn, denn Katzen kaufen bekanntlich Whiskas. Wenn sie denn könnten. Davon ist zumindest Masterfoods überzeugt, Deutschlands größter Tierfutter-Hersteller, der nicht nur Whiskas sondern auch Marken wie Pedigree, Chappi, Sheba oder Frolic vertreibt. Und weil dem so ist, zieht das Unternehmen nun andere Saiten auf und gegen den Zsolnay Verlag zu Felde.

Die Österreicher hatten in diesen Tagen „Katzen
würden Mäuse kaufen. Schwarzbuch Tierfutter“ auf den Markt bringen wollen, aus der Feder des Publizisten und ehemaligen „Spiegel“-Redakteurs Hans-Ulrich Grimm. Nun aber wurden ausgelieferte Exemplare der ersten 6000-er Auflage zurückbeordert, jegliche Werbung gestoppt. Der Grund: Masterfoods hat die Kampagne per einstweiliger Verfügung verhindert.

Tatsächlich will Grimm in seinem Buch mit der Vorstellung aufräumen, für Deutschlands Haustiere sei das beste gerade gut genug. Aus Schlachtabfällen und Kadavern werde in Tierkörperbeseitigungsanlagen Tiermehl gewonnen, als Rohstoff für die großen Hersteller von Heimtiernahrung. Erst Aromen, Geschmacksverstärker, Konservierungs- und Farbstoffe sowie andere Zutaten aus der Kunstnahrungshexenküche machten daraus ein Menü für Haus- und Nutztiere. Schockierende Fakten, recherchiert bis ins Detail: die „kriminellen Machenschaften“ der „Tierfutter-Mafia“, ihre „fetten Gewinne“ und die „Verlierer“: „Tier und Mensch“ – das ist der Tenor, mit dem Zsolnay Lesern das Schmökern schmackhaft machen wollte. Der Verlag steht zu den Enthüllungen: „Hunde und Katzen bekommen Diabetes, Herzkrankheiten und Krebs, Schweine haben Darmprobleme, und unter Rindern breiten sich gefährliche Bakterien aus, die auch den Menschen befallen können.“

208 Seiten umfasst das Schwarzbuch Tierfutter, dessen Cover mit einer lilafarbenen Bordüre an einen Whiskas-Napf erinnert, - offenbar 208 Seiten zu viel für den Futterhersteller Masterfoods, dem schon die paar Sätze aus der Werbung reichten. Die Aussagen seien falsch und geschäftsschädigend heißt es in der Verdener Firmenzentrale. Man verarbeite ausschließlich „Materialien von gesunden Schlachttieren, die laut amtlicher Fleischbeschau für die menschliche Ernährung tauglich sind.“

Die Heimtierbranche boomt; in etwa jedem dritten Haushalt lebt ein Tier. Rund 2,1 Mrd. Euro geben Deutschlands Tierfreunde jährlich für industriell hergestelltes Futter aus. Gleichzeitig verschärfen zunehmend No-Name-Produkte den Kampf um den Kunden. Das spürt auch der zum Mars-Konzern gehörende Branchenprimus Masterfoods, der bereits eine Umstrukturierung samt Stellenabbau hinter sich hat. Ist die Empfindlichkeit deshalb gewachsen? „Nein“, sagt Masterfoods-Sprecherin Margrit Kolbe-Hopp. „Wir behalten uns grundsätzlich vor, gegen verleumderische Behauptungen vorzugehen. Bei uns ist Qualität oberstes Gebot“.

Tatsächlich ist das Schwarzbuch für die Branche starker Tobak und Autor Grimm nicht irgendwer. Seit Jahren nimmt er Ernährungsgewohnheiten und Lebensmittelproduktion publizistisch aufs Korn, von Bio bis zu den Zusatzstoffen. Seine Bücher wurden Bestseller. Deutschlands wohl berühmtester Gastrokritiker Wolfgang Siebeck („Die Zeit“) urteilte: „Grimm ist ein Journalist von der investigativen Sorte, und was er gründlich untersucht, das sind die Produkte der Nahrungsmittelindustrie, über die wir uns alle och viel zu viele Illusionen machen.“ Ob dieser Ritterschlag hilft?

Auch der Verlag Zsolnay hat inzwischen Juristen eingeschaltet. „Wir gehen davon aus“, heißt es in der Wiener Zentrale, „dass das, was in Grimms Buch steht, stimmt.“ Erscheinungstag offen.
_______________________________________________________________

Dazu noch einige Erläuterungen, was denn alles ins Katzenfutter darf:
Zitat Foodwatch:

"... Schlachtabfälle der BSE-Risikokategorie 3 und das daraus hergestellte Tiermehl dürfen keinesfalls in die menschliche Nahrung gelangen, weder direkt noch über die Fütterung landwirtschaftlicher Nutztiere. Kategorie 3-Abfälle sind beispielsweise Häute, Hufe und Hörner sowie Schwarten, Innereien und Knochen mit Fleischresten. Daraus darf lediglich Hunde- oder Katzenfutter hergestellt werden. ..."

Der vollständige Link dazu:
http://foodwatch.de/kampagnen__themen/fleisch/tiermehl_schmuggel/strafanzeige/index_ger.html

Und was sonst noch an ekligen Zutaten enthalten ist, aber möglichst keiner wissen soll:

http://www.animal-touch.ch/images/Ernaehrungsbedingte_Erkrankungen.pdf

Ich erspare mir jeden weiteren Kommentar!!!
 
05.03.2007
#1

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Gast

jessimbf

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Das ist doch typisch, da erzählt endlich mal jemand die Wahrheit und schwupp wird dem der Gar ausgemacht. *kopfschüttel*
 

rettungsbunny

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hat man irgendeine chance das buch zu kriegen????
das will ich haben.

und wenn ich eine unterschriften aktion für den verlag starten muss :twisted:

ja ich bin ein schelm und denke böses wenn masterfood sich gezwungen fühlt gegen so ein buch zu gehen. hätten die ein reines gewissen, bräuchten sie keine angst zu zeigen.
 

Noci

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Das Buch möchte ich lesen! So viel zum Thema Pressefreiheit... Ja, da will man mal wieder die Wahrheit totschweigen...

Zu http://www.animal-touch.ch/images/Er...krankungen.pdf

Was soll ich denn DANN noch meinem Tier füttern??? ::?

Viele Grüße,
Tanja

P. S.: Vielen Dank für´s Abtippen!!!
 

Nickl

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Hi,

Masterfood schneidet sich doch mit dieser Aktion ins eigene Fleisch. Das Buch wird jetzt so heiss diskutiert, dass es nun jeder haben will und sich jeder Gedanken macht, was da wohl drinsteht, was nun unbedingt verheimlicht werden soll.

Werbung für das Buch braucht der Verlag in Zukunft wohl keine mehr machen, wenn die einstweilige Verfügung aufgehoben werden sollte.

Hoffentlich gewinnt der Verlag und das Buch darf wieder auf den Markt.

lg
Silvia
 
Mel1980

Mel1980

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Hi,

Masterfood schneidet sich doch mit dieser Aktion ins eigene Fleisch. Das Buch wird jetzt so heiss diskutiert, dass es nun jeder haben will und sich jeder Gedanken macht, was da wohl drinsteht, was nun unbedingt verheimlicht werden soll.
Das habe ich auch schon gedacht, wenn die das jetzt nicht gemacht hätten, dann hätte wahrscheinlich die Hälfte von Leuten überhaupt nichts von dem Buch gewusst. Eigentlich ist das eine prima Werbung für das Buch. Jetzt muss es nur noch erscheinen ;-)
 

Jessi & Konrad

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Man, man...ich habe mir gerade mal diesen zweiten Link angesehen und den Text gelesen....da wird einen ja speiübel!:|

Ich hoffe auch, dass das Buch erscheinen darf und frage mich warum bis jetzt noch kein Buch auf dem Markt ist, wo die Futtersorten genannt werden, die man bedenkenlos füttern kann.

Danke für die Info!
 

Willihase

Gast
Das Buch würde ich auch gerne lesen!!!

Schade nur, dass die Deklarationspflichten die Unternehmen nicht schon von Haus aus verpflichten, viel genauer anzugeben, was da in dem Tierfutter so drin steckt!

Aber so langsam komme ich mehr und mehr dazu, mich jetzt doch endlich ganz intensiv mit dem Barfen auseinander zu setzen. Auch da kann ich nicht alle Risiken ausschließen (wer weiß, was in dem Fleisch so steckt?!::? ), aber etwas genauer weiß man dann schon, was man den Katzen füttert.

Liebe Grüße,
Kirsten::w
 

Mio

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::j::j::j looool,
na wenn Masterfoods selbst nicht die beste Werbung für das Buch gemacht hat !? hihihi...

*auch haben will*!!!
 

Paucelnik

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Habe gerade nachgesehen, das Buch kann man nicht kaufen. Aber ich habe bereits Auszüge daraus gelesen.

In der österreichischen Zeitschrift "Die ganze Woche" kam eine Serie davon. Leider habe ich nur den ersten Teil gelesen, mittlerweile sollte es aber 3 geben. Mal sehen, ob ich die Zeitung noch irgendwo auftreibe bzw. ob in den neuen Ausgaben noch diese Serie drin ist!
 

Buddycat

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Danke für den Link, Volker ::w
 

Mio

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Also zu den Gerüchten. Dort werden Dinge verneint, die aber schon vorgekommen sind. Also wirkt das auf mich nicht überzeugend.
 
Barbarossa

Barbarossa

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Volker,

wenn die ÖHTV eine Stellungnahme zu Katzenfutter abgibt, kann ich auch einen Pharmariesen zur Homöopathie befragen :lol: :lol: :lol:.


Komisch. Unter anderem wird bei der "Aufklärung der 10 Gerüchte :wink:" die die Verarbeitung von Abfällen vehement ins Reich der Lügen geschickt! Das ist aber nicht verboten, es ist legal! Siehe Futtermittelverordnung sowie Foodwatch und Schlachtabfälle/Gammelfleisch der Kategorie 3. Sollen sich die Tiernahrungshersteller doch endlich zu ihren Lieferanten bekennen und mit offenen Karten spielen! Aber nein, es immer nur die Rede von besten Zutaten...
 

Katzenfan

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wenn die ÖHTV eine Stellungnahme zu Katzenfutter abgibt, kann ich auch einen Pharmariesen zur Homöopathie befragen......
Hallo Barbarossa,
im Prinzip hast du natürlich Recht, dennoch sollte man beide Seiten hören..:wink:
Unter anderem wird bei der "Aufklärung der 10 Gerüchte " die die Verarbeitung von Abfällen vehement ins Reich der Lügen geschickt!
..ich kann weder die Aussagen in dem Buch noch die Stellungnahme des ÖHTV richtig bewerten. Beide verfolgen ihre eigenen Interessen und zum Sachverhalt fehlt mir, wie wohl den meisten, das Hintergrundwissen. Ich persönlich kenne weder die Rezepturen noch die genauen Herstellungsprozesse bei Masterfoods oder anderen Tierfutterherstellern..

Selbstverständlich wollen alle Produzenten von Nahrungsmitteln in erster Linie Geld verdienen und es ist auch klar das der Verbraucher in vielen Dingen, sagen wir mal vorsichtig, getäuscht wird.

Werbung und Werbeaussagen haben in den meisten Fällen wenig mit der Wahrheit zu tun. "Die glückliche Kuh auf der Milchpackung, die freilaufenden Hühner auf der Eierverpackung oder die eigenständige Herstellung eines Produktes nach Omas Rezeptes" Warum sollte es also im Bereich Tiernahrung anders sein, als bei menschlichen Nahrungsmitteln?
 

Mio

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Ich habe hier einen Link zu einem Tierfutterskandal. Ist zwar nicht ganz aktuell und nicht ganz das passende Beispiel, aber es zeigt, dass man durchaus vorsichtig sein sollte. War ursprünglich ein Spiegel Artikel.
"Auf die Idee käme niemand"


Tierfutter aus Klärschlamm und giftigen Kadavern wird zur Gefahr für die menschliche Ernährung. Unter dem Preisdruck auf dem Fleischmarkt setzen Landwirte auf Massenhaltung mit Billigstfutter und Antibiotika. Die Brüsseler Verbraucherschützer lassen die Geschäftemacher gewähren.

Im Minutentakt donnern Lastwagen mit Containern durch die malerische Dorfstraße im niederbayerischen Plattling. Ihre Fracht kippen sie am Ortsrand in Fallschächte, die Schlünde führen ins Innere einer Tierkörperbeseitigungsanlage.

"Stinkfabrik" nennen die Einheimischen das Unternehmen, das Abfälle aus Schlachthöfen, Tierarztpraxen und Tierversuchslabors in Viehfutter verwandelt. Neuerdings erst wird der penetrante süßsäuerliche Geruch, der jahrelang über dem Ort waberte, durch eine dicke Schicht Heidegras gemildert, das die Abluftkanäle bedeckt.

Ab und zu verliert ein Lkw unterwegs etwas von seiner Ladung, "fällt schon mal ein Fetzen auf die Straße", wie die Wirtin vom Imbiss nahe der Autobahnabfahrt berichtet. Manchem ihrer Kunden "vergeht da die Lust aufs Schnitzel".

Die Menschen in Plattling haben vor Augen und in der Nase, was letzten Endes auf deutschen Tellern landet. Dem durchschnittlichen Esser hingegen ist es kaum bewusst: Am Anfang der Nahrungskette, die zum Menschen führt, stehen Tierkadaver. Schweinen und Hühnern ihre toten Artgenossen in Form von Tier- und Blutmehl vorzusetzen - das ist für
Landwirte eine bequeme Möglichkeit, die Ausgaben für Aufzucht und Mast zu senken. Nur Wiederkäuer dürfen nicht mit Tiermehl gefüttert werden.

Unter dem Preisdruck, dem die Bauern auf dem Fleischmarkt ausgesetzt sind, macht manch ein Landwirt die Sauerei mit: Damit Fleisch und Wurst immer billiger angeboten werden können, pferchen Agrarunternehmer immer mehr Vieh in immer größere Ställe - da können Tierschützer noch so laut wettern.

So sind Nahrungsmittel vom Bauernhof immer seltener "ein schönes Stück Natur", wie einst ein Werbespruch verhieß. Seit langem schon greifen Landwirte zu Chemikalien und Zusatzstoffen, um ihre Kosten zu drosseln. Weil die Massentierhaltung die Ausbreitung von Seuchen begünstigt, werden dem Futter vorsorglich Antibiotika beigemengt. Die so genannten Leistungsförderer sorgen dafür, dass das Schlachtgewicht schneller
erreicht wird.

Der "größte Posten in der Kalkulation der Mäster" aber, weiß der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften, ist das Tierfutter. Deshalb schlage "Kreativität bei der Auswahl der Rohstoffe" stark zu Buche.

Schon die übliche Prozedur, Tiermehl zu produzieren, ist geeignet, den Genuss von Steaks und Schinken zu vergällen.

Es knackt und kracht in der Knochenmühle, wenn ein ausgedienter Zuchtstier durch das Mahlwerk gedreht wird. Mit einem gewaltigen Blubb platzen die gegorenen Gedärme einer Kuh. Die aufgedunsenen Leiber von Ziegen und Schafen werden in dem Riesentrichter zerschreddert.

Die "Karkassen" und die "Konfiskate", wie Schlachtabfälle im Fachjargon heißen, werden bei einem Druck von 3 bar auf 133 Grad erhitzt und mindestens 20 Minuten lang im Sterilisator verkocht. Anschließend wird der braune Brei in einem Vakuumtrockner bei über 100 Grad vier Stunden lang gedörrt, die Trockenschmelzmasse schließlich durch eine
Schneckenpresse gedreht und zu Futterpellets gepresst.

Was früher der Schinder oder Abdecker war, ist heute der Betreiber einer Tierkörperbeseitigungsanstalt, abgekürzt TBA, amtlich ein "Verarbeitungsbetrieb nach Artikel 4 Abs. 1 der Richtlinie 90/667/EWG". 43 solcher Fabriken, die Tierleichen zu Tierfutter recyceln, gibt es in Deutschland. Moderne Anlagen wie die vergangenes Jahr eröffnete TBA im mecklenburgischen Malchin sind die Ausnahme.

Ursprünglich waren Abdeckereien "mal sehr vernünftige Einrichtungen", wie der ehemalige "Herta"-Wurstfabrikant und heutige Biobauer Karl Ludwig Schweisfurth urteilt: Es sollte "eben nichts verkommen". Ethische und ästhetische Bedenken gegen die Wiederverwertung toter Tiere wurden hingenommen: "Man kann das meinetwegen unappetitlich finden", räumt der Plattlinger TBA-Betriebsleiter Bernd Schillinger ein.

Mittlerweile ist das Tiermehl jedoch zum Gesundheitsrisiko für den menschlichen Fleischesser geworden. Denn die in den Bottichen verkochten Kadaver sind nicht nur reich an nahrhaften Proteinen, sondern auch an Giften: Die Laborratten der Pharma-Industrie, denen Krebs erzeugende Chemikalien gespritzt wurden, enden ebenso in der Tierkörperverwertung wie überfahrene Hasen und tote Zootiere.

Bisweilen wird der Brei aus zerschredderten Tierleichen verbotenerweise mit Abwässern aus dem Schlachthof oder aus Toiletten gestreckt. Blut, Federn, Borsten, Sägespäne, Bodenbakterien, Pilze, Rübenschnitzel, Kartoffelabfälle, Kakaoschalen und stinkende Molke dürfen hingegen völlig legal untergerührt werden. Zur Deklaration der Inhaltsstoffe ist
kein Tiermehlhersteller verpflichtet.

In die Fleischmühle kommen auch Küken aus dem so genannten Muser: Die Maschine dient eigentlich der Obstverarbeitung, wird aber auch zum Zerquetschen der frisch geschlüpften männlichen Küken verwendet, die sich naturgemäß nicht zum Eierlegen eignen, mithin keinen Gewinn abwerfen.

Den TBA-Betreibern, weiß die bei Kiel lebende Tierärztin Anita Idel, sei "ziemlich egal, was reinkommt". Entscheidend sei, "dass nichts Infektiöses herauskommt". Das Tierkörperbeseitigungsgesetz schreibt in dieser Hinsicht lediglich vor, dass "die Gesundheit von Mensch und Tier nicht durch Erreger übertragbarer Krankheiten oder toxische Stoffe
gefährdet" werden darf. Sicher ist das allerdings nicht.

Zu Viehfutter verarbeitet werden auch Haustiere, die zu Lebzeiten mit Medikamenten gepäppelt worden waren und in deren Leichen die Gifte "Eutha 77" und "T 61" gespeichert sind, mit denen sie eingeschläfert wurden. Hersteller Hoechst schließt nicht aus, dass ein Großteil der T-61-Jahresproduktion von 5000 Litern im Tiermehl landet. Auch an der
Schweinepest verendete oder zwecks Seuchenprophylaxe getötete Tiere finden via TBA zurück in den Nahrungskreislauf.

Medikamentenrückstände, behauptet der Futtermittelexperte Uwe Petersen vom Bundeslandwirtschaftsministerium, würden "durch die Hitzebehandlung zerstört oder in jedem Falle sehr stark verdünnt". Was freilich passiert, wenn aus Kostengründen die Pampe nicht ausreichend erhitzt wird, zeigte sich in Großbritannien an der Ausbreitung von BSE: Die
schwammartige Gehirnschädigung der Rinder konnte um sich greifen, weil britische Tierfutterhersteller seit Anfang der achtziger Jahre bei der Verarbeitung der Kadaver von Scrapie-kranken Schafen die Prozesstemperatur auf 80 Grad gesenkt hatten.

Was dort zunächst profitabler Pfusch war, wurde nun EU-weit legalisiert. Die Agrarminister beschlossen vergangenes Jahr, die strengen Vorschriften zu lockern: Schlachtabfälle und Tierkadaver müssen nun nur noch auf 80 Grad erhitzt werden.

Dieses Verfahren hilft der Futtermittelbranche zwar, Energiekosten zu sparen. Sie verbessert aber auch die Überlebenschancen von Salmonellen und Kolibakterien; selbst den gefährlichen Botulismus- und Tetanustoxinen machen erst höhere Temperaturen den Garaus.

Die neue Vorschrift passt sich geschmeidig der laxen Praxis an. In mehreren EU-Mitgliedsstaaten, kritisiert Oskar Riedinger, Lehrbeauftragter für Tierkörperverwertung an der Universität Stuttgart- Hohenheim, "produzieren immer noch Anlagen, von denen man seit 20 Jahren weiß, dass sie nicht ordnungsgemäß sterilisieren können".

Zu Tiermehl verkocht werden auch Pottwale, die bisweilen in der Nordsee stranden. Die Kadaver der Meeressäuger sind teilweise voller Schadstoffe wie DDT, Chlorparaffine und PCB. Sie müssten deshalb als Sondermüll entsorgt werden, forderte Greenpeace-Chemieexperte Manfred Krautter: "Niemand käme auf die Idee, hoch belasteten Klärschlamm als Futtermittelrohstoff einzusetzen." Da irrte der Kritiker: Den Einfall hatten windige Unternehmer schon lange.

Französische Tierfutterhersteller haben, wie im vergangenen Sommer bekannt wurde, jahrelang Fleischmehl mit Klärschlamm aus den werkseigenen Anlagen vermischt. Durch die Enthüllung im Nachbarland kam auch die Plattlinger Stinkfabrik ins Gerede.

Dort war ebenfalls Klärschlamm in die Abkochmaschinen geleitet worden - "bakterielle Biomasse", wie der Gewässerschutzbeauftragte des Betriebs die Zutat verharmloste. Der Vorfall zeigt, dass sich gleichsam aus Scheiße Gold machen lässt: Seit das Werk vor ein paar Jahren privatisiert wurde, wirft es Millionengewinne ab.

Der Schlamm-Mix war jahrelang von der zuständigen Aufsichtsbehörde geduldet worden. Die Bezirksregierung in Landshut hatte 1992 die Genehmigung erteilt und dabei ein kurz zuvor erlassenes EU-Verbot "wohl übersehen", so die amtliche Erklärung.

Der Leiter des Instituts für Umweltmedizin an der Universität Freiburg, Professor Franz Daschner, warnt vor möglichen Schadstoffbelastungen des Fleisches von Tieren, die mit Klärschlamm-Fleischmehl gefüttert wurden: Schwermetalle, Bakterien oder Dioxine könnten sich darin befinden. "Klärschlamm-Rückstände", so Daschner, "können praktisch jedes
organische System vom Gehirn bis zum Herzen, bis zum Muskel, bis zu den Nerven schädigen".

Schon heute befürchtet jeder zweite Deutsche, dass Fleisch krank macht. Besorgt ist auch der Deutsche Bauernverband (DBV) - vor allem ums eigene Image: "Das Vertrauen der Verbraucher in die deutsche Landwirtschaft", erklärt das DBV-Präsidium, sei durch die Affären um verunreinigtes Futter "in Mitleidenschaft gezogen" worden. Die Hersteller von
Tiernahrung müssten ihre "Kontrollen verstärken".

Die Attackierten weisen den Vorwurf zurück und reichen die Schuld weiter: "Die Zulieferer sind unsere Achillesferse", klagt Alexander Döring vom EU-Dachverband der Mischfutterindustrie.

Als eine Schwachstelle im System haben sich die Fettschmelzer erwiesen, die diverse Grundsubstanzen für kalorienreiche Kost liefern, wie sie vor allem das Federvieh braucht. "Im Geflügelfutter steckt besonders viel Fett, weil für die schnelle Mast reichlich Energie nötig ist", erläutert Peter Radewahn, Geschäftsführer des Bundesverbandes der
Mischfutterhersteller.

Als billige Energiespender bieten sich die Abfälle aus Frittenbuden an. 100 000 Tonnen Altfette aus deutschen Großküchen und Backstuben fallen jährlich auf diese Weise an. Ein Teil wandert nach Holland und Belgien, wo die größten europäischen Fettschmelzen stehen.

Fett ist Fett, sagt sich manch ein Panscher, und auch Hydraulik-Öl sättigt Hühnermägen. Der Fettschmelzer Jean Thill von der belgischen Firma Fogra soll seine Fettlieferungen mit Schmiermitteln aus Automotoren gestreckt haben.

Die Fetthändler haben sich nicht von ungefähr in der Nähe des Hafens von Rotterdam angesiedelt. Abfall- und Reinigungsfirmen, die Containerschiffe und Frachter ausfegen, verkaufen das ölhaltige Spülwasser an die Fettsammler, die damit ihre ranzige Ware verlängern. Der Einfachheit halber verkochen manche Fettschmelzer Plastikbehälter
gleich mit.

Die EU lässt die Futtermittelhersteller weitgehend unbehelligt gewähren.
Die amtlichen Kontrolleure schaffen pro Jahr gerade mal 18 000 Stichproben. Dabei werden in der EU von 3700 Unternehmen jährlich 120 Millionen Tonnen Mischfutter hergestellt; allein die 526 deutschen Produzenten bringen 19 Millionen Tonnen auf den Markt.

Mit chemischen Analysen lassen sich zudem nur Schadstoffe aufspüren, nach denen gezielt gesucht wird - und Transformatorenöl war bisher im Tierfutter nicht vermutet worden. "Man kann ja nicht auf alle scheußlichen Substanzen untersuchen", sagt die Tiermedizinerin Idel.

Deutsche Lobbyisten verweisen gern darauf, dass sich Agrarskandaledurchweg im Ausland ereigneten. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Auch in Deutschland haben sich Tierärzte immer wieder zu Komplizen von Kälbermästern gemacht und die Fleischproduktion durch Hormon-Missbrauch kräftig gesteigert. Auch dioxinverseuchtes Hühnerfutter ist in der
Bundesrepublik in den Handel gekommen: Zwei brandenburgische Trockenwerke wurden im vergangenen Herbst vorübergehend geschlossen, weil sie zur Herstellung von Grünmehl giftigen Bauschutt und Plastikmüll verbrannt hatten; mit dem Rauch waren Dioxine ins Futter gelangt.

Und: Auf kriminellen Umwegen importierte Billigware wird auch in Deutschland verarbeitet. Im vorigen Sommer, auf dem Höhepunkt des belgischen Dioxinskandals, wurden in Gießen 3000 Schweine aus dem Nachbarland geschlachtet. So wurden Tiere, für die in Belgien ein
Schlacht- und in Deutschland ein Handelsverbot bestand, die mithin legal nicht zu vermarkten waren, durch einen Stempel vom Schlachthof zu deutschen Koteletts.

"Radikale Änderungen" bei der Überwachung der Lebensmittelsicherheit in Europa hat der seit September 1999 amtierende EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, der Ire David Byrne, angekündigt. 60 Prozent der Unionsbürger, besagt eine EU-Statistik, machen sich Sorgen, ob Agrarprodukte ohne Risiken verzehrt werden können.

Doch bis vor kurzem haben Politiker die Warnungen vor Gesundheitsgefahren als hysterisch verketzert und die regelmäßig wiederkehrenden Nahrungsmittelskandale verharmlost. Dioxin im Hühnerschenkel, wiegelte der deutsche Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke ab, sei doch nur ein "Betriebsunfall". Die Ignoranz gegenüber möglichen Spätfolgen erklärt sich Angelika Michel-Drees, Referentin bei der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) in Bonn, mit der simplen Logik, dass nicht schade, wovon "man nicht auf der Stelle tot umfällt".

Erst in jüngster Zeit beginnen Politiker, das Thema Lebensmittelqualität ernst zu nehmen. EU-Verbraucherschützer Byrne jedenfalls kündigt die Schaffung einer neuen Lebensmittelbehörde an, der die Kontrolle der Nahrungsmittelkette "vom Acker bis zum Teller" obliegen soll. Was am dringlichsten geboten wäre, eine Positivliste der für Tierfutter
zugelassenen Inhaltsstoffe, kann Byrne indes nicht durchsetzen.

Auch sonst darf er an Symptomen herumdoktern, aber das Übel nicht an der Wurzel packen. Denn die Risiken, die der Verbraucherkommissar eindämmen will, haben ihre Ursachen nicht zuletzt in der EU-Agrarpolitik. Die Schockerserie von BSE bis Dioxin sei deshalb nur "die Spitze eines Eisbergs", fürchtet Lutz Ribbe von der Stiftung Euronatur. Derlei Gefahren werde es geben, "solange die industrielle Fleischproduktion nicht gestoppt wird".

Die Produktionsbedingungen führen auch dazu, dass immer mehr Pharma-Produkte ins Tierfutter gemischt werden - als so genannte Wachstumsförderer. Früher brauchten Schweine etwa ein Jahr, bis sie ihr Schlachtgewicht erreicht hatten. Spezialfutter bringt sie heute in etwa drei Monaten auf 80 Kilo.

Gebräuchliche Wachstumsförderer sind Carbadox und Olaquindox - Mittel, die im Verdacht stehen, Krebs zu erregen beziehungsweise das Erbgut zu schädigen. Jedes Jahr werden in der EU rund 1600 Tonnen Antibiotika prophylaktisch an Schlachttiere verfüttert, etwa ein Fünftel der gesamten Antibiotikaproduktion.

Auch im Fleisch, das der Mensch verzehrt, sind noch "Reste von Antibiotika", weiß der Mikrobiologe Wolfgang Witte vom Robert-Koch- Institut in Wernigerode.

Als so genannte Leistungsförderer sollen Antibiotika die Mikroflora des Darms für eine bessere Futter- und vor allem Eiweißverwertung stabilisieren. So können die Futtermengen reduziert und Kosten gesenkt werden.

Die verschwenderischen Antibiotika-Gaben rotten die Bakterien jedoch nicht völlig aus, sondern machen sie nur widerstandsfähiger gegen die Arzneien - mit gefährlichen Folgen auch für die Menschen. In Hongkong starb im vergangenen Jahr eine Frau an einer Bakterieninfektion, weil die resistenten Erreger mit Antibiotika nicht zu behandeln waren.

Immerhin: Seit vergangenem Jahr dürfen auf Grund einer EU-Verordnung zwei der vielen gebräuchlichen Antibiotika, Virginiamycin und Zink-Bacitracin, nicht mehr als Tierfutterzusatz verwendet werden. Die beiden Hersteller klagten, erfolglos, vor dem Europäischen Gerichtshof.

Ein Verbot von Antibiotika, hatte zuvor der Geschäftsführer des Bundesverbands für Tiergesundheit, Martin Schneidereit, getönt, "wäre wissenschaftlich nicht gerechtfertigt". Hinter der Organisation steckt nicht, wie der Name vermuten lässt, eine Tierschützergruppe, sondern der Wirtschaftsverband der veterinär-pharmazeutischen Industrie.

Abhilfe verspricht sich "Zeit"-Feinschmecker Wolfram Siebeck nur noch von einem Fleischboykott - das sei das einzige Mittel, "um gewissenlose Geschäftemacher und gleichgültige Agrarier zur Räson zu bringen".

Siebeck setzt darauf, dass der Verbraucher "endlich seine Illusionen aufgibt und sich klarmacht, dass das, was er täglich isst, ein ziemlicher Dreck ist". Doch die Konsumenten geben sich in Meinungsumfragen zwar gesundheits- und qualitätsbewusst, im Supermarkt
aber greifen sie zur Billigstware.

Eier aus Legebatterien haben in Deutschland einen Marktanteil von 75 Prozent, echte Bio-Eier bringen es gerade mal auf 0,7 Prozent. Fleisch aus kontrolliert art- und umweltgerechter Tierhaltung ist im Handel lediglich mit 2 Prozent vertreten.

Ob die neue Lebensmittelbehörde, die der Brüsseler Verbraucherkommissar Byrne einrichten will, die Gesundheit der Menschen in Europa besser schützen kann, ist zweifelhaft. Eingriffe in ihre Souveränität lassen sich die Mitgliedsstaaten kaum gefallen. Selbst die Kommission kann sich bisweilen kaum Respekt verschaffen.

Unlängst verschickten die Brüsseler Aufseher einen Fragebogen an alle Mitgliedsländer, in dem detailliert Auskunft erbeten wurde über die Einhaltung des Verbots, Klärschlamm zu Tierfutter zu verarbeiten.

Lediglich 4 der 15 EU-Staaten hielten es für angebracht, auch nur fristgerecht zu reagieren. NORBERT F. PÖTZL http://www.spiegel.de/
http://www.maulkorbzwang.de/ernaehrung/tierverwertung.htm
 

SuddenSacrifice

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Hm also gleich das erste Gerücht mit den Suchtmitteln finde ich schon ein starkes Stück wenn ich an Zuckersüchtige Katzen denke... Würde mich aber nicht wundern wenn der Autor aber wirklich etwas in seinem Buch zwecks Auflage übertreibt...
 

Katzenfan

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Hallo zusammen,

bei den Informationen die in diesem Thread geschrieben sind bzw. bei den Inhalten der Links muss man aufpassen. Viele Dinge sind mittlerweile überaltet bzw. gesetzlich anderes geregelt.

Das seit 1939 geltende Tierkörperbeseitigungsgesetz wurde zwischenzeitlich aufgehoben bzw. abgelöst. Neue rechtliche Grundlage ist das Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz (TierNebG) vom 28.01.2004.

Das TierNebG führt die harmonisierten Rechtsvorstellungen der EU, die Verordnung (EG) 1774/2002 mit Hygienevorschriften für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte, in das deutsche Recht ein.

Statt wie bisher in Tierkörper, Tierkörperteile und Erzeugnisse werden Tierische Nebenprodukte jetzt in 3 Hygienekategorien eingeteilt. Für das Material jeder Kategorie werden bestimmte Verarbeitungs- bzw. Beseitigungsmöglichkeiten festgelegt, die von der Verwertung in Tierfutter über Vergärung in Biogasanlagen bis zur Deponierung und „thermischen Verwertung“ reichen.

Den höchsten Gefährdungsgrad besitzen Tierische Nebenprodukte der Kategorie 1. Darunter fallen TSE-verdächtige oder wegen TSE getötete Tiere genauso wie Heimtiere, Zoo- und Zirkustiere, Versuchstiere, auch Wildtiere, soweit sie einer auf Mensch und Tier übertragbaren Krankheit verdächtig sind und Erzeugnisse von Tieren, denen verbotene Stoffe verabreicht wurden oder bei denen Rückstände von Umweltgiften gefunden wurden.

Ferner finden wir hier das bei der Schlachtung und Zerlegung von Rindern, Schafen und Ziegen sicher gestellte Spezifizierte Risikomaterial (SRM) und Küchen- und Speiseabfälle aus Beförderungsmitteln im grenzüberschreitenden Verkehr.

Dieses Material der Kategorie 1 muss zwingend beseitigt werden, sei es nach vorheriger Drucksterilisation (Zerkleinerung auf max. 5 cm Kantenlänge, Erhitzung auf mindestens 133°C und mindestens 20 min bei 3 bar Druck) oder direkt verbrannt. Es besteht auch die Möglichkeit der Deponierung nach vorheriger Drucksterilisation
 
Barbarossa

Barbarossa

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..ich kann weder die Aussagen in dem Buch noch die Stellungnahme des ÖHTV richtig bewerten. Beide verfolgen ihre eigenen Interessen und zum Sachverhalt fehlt mir, wie wohl den meisten, das Hintergrundwissen. Ich persönlich kenne weder die Rezepturen noch die genauen Herstellungsprozesse bei Masterfoods oder anderen Tierfutterherstellern.

...

Werbung und Werbeaussagen haben in den meisten Fällen wenig mit der Wahrheit zu tun. "Die glückliche Kuh auf der Milchpackung, die freilaufenden Hühner auf der Eierverpackung oder die eigenständige Herstellung eines Produktes nach Omas Rezeptes" Warum sollte es also im Bereich Tiernahrung anders sein, als bei menschlichen Nahrungsmitteln?
Ich bitte dich. Eigentlich solltest du als Betreiber eines Katzenforums glücklich für jegliche Aufklärung sein, diese forcieren und nicht unterschwellig pro Industrie argumentieren.

Dass Werbeaussagen nichts taugen, diese Info benötigen m. E. allerdings die wenigsten hier.
 
Thema:

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