Macht eine Zweitkatze Sinn

Diskutiere Macht eine Zweitkatze Sinn im Mehrkatzenhaushalt Forum im Bereich Katzen allgemein; Hallo, ich habe mich gerade erst angemeldet und brauche dringend Input. Ich habe seid einem Jahr, eine 3 jährige, sehr ängstliche Katze. Ich habe...

joann

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Hallo,
ich habe mich gerade erst angemeldet und brauche dringend Input.
Ich habe seid einem Jahr, eine 3 jährige, sehr ängstliche Katze.
Ich habe sie aus einem Mehrkatzenhaushalt übernommen. Dort lebte sie seid ihrer Geburt und wurde immer gemobbt. Sie war das Opfer der Gruppe.
Sie lebte
quasi nur „oben“ und war permanent gestresst. Als sie zu mir kam, war sie ein dünnes, ängstliches Püppchen, ohne Selbstbewusstsein.
Da hat sich einiges getan. Sie ist kaum noch versteckt und bewegt sich völlig frei im Haus, sie hat zugenommen und vertraut den Menschen hier. Ihr Selbstbewusstsein ist viel besser geworden.
Sie darf in den gesicherten Garten und ist sogar vorsichtig interessiert am Nachbarskater, der manchmal vorbei läuft.
Ich bin kein Fan von Einzelhaltung.
Ich spiele mit dem Gedanken, sie nochmal zu vergesellschaften.
Sie ist ja auch noch jung. Soll sie den Rest ihres Lebens in Einzelhaft leben?
Hat hier jemand Erfahrung mit Mobbingopfern?
Mir sagte mal jemand, dass solche Katzen immer Opfer bleiben.
Vielleicht kann hier jemand seine Erfahrungen teilen?
Ist es möglich ein eine ängstliche Katze, die immer gemobbt wurde, glücklich zu vergesellschaften?
Liebe Grüße Joann
 
17.12.2021
#1

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Nula

Nula

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hallo und willkommen

ich denke das deiner katze (wie heißt sie eigentlich?) einer passenden zweitkatze gut tuen wird.
da sie sich ja scheinbar "die butter vom brot" nehmen lässt ist es aber wirklich wichtig das die zweite gut zu ihr passt, sehr sozial und nicht dominant ist.
 
Pat

Pat

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Ist es möglich ein eine ängstliche Katze, die immer gemobbt wurde, glücklich zu vergesellschaften?
Mit Geduld, einer gut sozialisierten Katze und viel Einfühlungsvermögen und guten geplanten Vorbereitungen kann es durchaus gelingen.

Ich würde dir aber zunächst bereits im Vorfeld raten, bei deiner Katze mit der bekannten Vorgeschichte, dringend raten, sie bereits jetzt schon mit "Zylkene 75" zu unterstützen und auf einen Neuzugang vorzubereiten...... sie hat ja bereits ein Zusammenleben mit Katzen kennen gelernt und braucht nun nur noch ein gutes Selbstbewusstsein erlangen und Unterstützung, das ein Zusammenleben mit "ihres Gleichen" auch durchaus harmonisch und schön sein kann.

Zylkene für Hund und Katze gegen Stress und Angst | Tierarzt Dr. Hölter (drhoelter.de)
 

joann

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Hallo Nula,
lieben Dank für deine schnelle Antwort.
Sie heißt Emily. Ich muss dazu sagen, dass sie zusammen mit einer weiteren Katze, aus diesem Haushalt geholt habe. Leider wurde sie von ihr, auch bei mir gemobbt und lebst monatelang nur im Keller. Über ein halbes Jahr habe ich um die Beiden gekämpft, inklusive mehrer Katzentherapeuten. Es hat nichts genutzt. Ich musste mich von einer Katze trennen. Das war furchtbar.
Dann habe ich Emily erstmal als Einzelkatze gehalten. Und sie hat sich ganz toll entwickelt. Nun denke ich immer mehr darüber nach, eine Freundin für sie zu holen. Ich habe nur solche Angst, dass Emily wieder das Opfer wird.
 
Nula

Nula

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oje
das ist ja wirklich blöd gelaufen.
hast du emely damals mal vom ta auf den kopf stellen lassen?
 

joann

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Danke Pat,
auch für deine Antwort.
Zylkene habe ich sogar noch im Haus.
Damit könnte ich schon jetzt starten.
Ich stelle mir die Frage: Sollte die potentielle Freundin auch eher ängstlich, zurückhaltend sein, oder besser selbstsicher und aufgeschlossen.
Emily könnte von ihr lernen, aber auch überfordert sein.
 

joann

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oje
das i
st ja wirklich blöd gelaufen.
hast du emely damals mal vom ta auf den kopf stellen lassen?
Ich war mit ihr beim Tierarzt. Aber wirklich auf den Kopf gestellt wurde sie nicht.
Zähne waren in Ordnung, sie ist geimpft, entwurmt und munter.
Meinst du, es könnte noch eine organische Ursache hinter der Tatsache stecken, dass sie immer das Opfer ist?
 
Nula

Nula

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Meinst du, es könnte noch eine organische Ursache hinter der Tatsache stecken, dass sie immer das Opfer ist?
es wäre zumindest nicht selten das das eib auslöser ist.

ich würde sie bevor du ihr eine freundin suchst einmal gründlich auf den kopf stellen lassen (inklusieve großen blutbild), dann bist du da auf der richtigen seite.


Sollte die potentielle Freundin auch eher ängstlich, zurückhaltend sein, oder besser selbstsicher und aufgeschlossen.
Emily könnte von ihr lernen, aber auch überfordert sein.
schüchtern ja (aber kein muss), ängstlich ehr nicht.
selbstsicher und aufgeschlossen ja, aber dabei nicht dominant.
 
Fania

Fania

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Ich habe selbst keine Erfahrung mit so ängstlichen Katzen wie du sie beschreibst, aber ich habe (bin im Katzenschutz aktiv) vor ca einem halben Jahr Catsitting gemacht in einem Haushalt in dem ein älterer Kater schon seit Jahren lebt, und ein jüngerer, total scheuer und verängstiger Kater in einem Zimmer lebte, der erst vor Kurzem eingefangen wurde. Anfangs habe ich ihn, wenn ich zum Füttern kam, überhaupt nicht gesehen, er lag immer unter einer Decke (ich sah nur einen Hubbel im Bett) und merkte nur daran dass am nächsten Tag das Schüsselchen leer war, dass er gefressen hatte.
In der zweiten Woche habe ich die Decke mal ganz leicht angehoben, drunter geschaut und ihn dann wieder zugedeckt. Immer wenn ich gefüttert habe, habe ich mit ihm (dem Knubbel) gesprochen, hab halt irgendetwas unsinniges erzählt, es hörte mich außer ihm ja keiner.
In den letzten Tagen erwischte ich ihn schon mal, wie er auf dem Kissen in dem Bett saß, er verschwand aber wieder blitzschnell wenn ich rein kam.
Inzwischen, so erzählte man mir, lässt er sich anfassen und streicheln und akzeptiert auch den Zweitkater, der schon lange im Haushalt lebt. Ob sie jetzt dicke Freunde sind, weiß ich nicht, müsste mal nachfragen

Lass ihr noch ein wenig Zeit, sie hat ja schon große Fortschritte gemacht. Wenn du an eine Vergesellschaftung denkst, kannst du evtl mit einer Gittertür arbeiten, die du ganz einfach selbst bauen kannst.
Hol dir eine passende billige Tür im Baumarkt, lass dort gleich ein viereckiges "Fenster" rein sägen und tackere ein Stück feinen Maschendraht (gibts auch im Baumarkt) über das Fenster.
So können sich die zwei Katzen kennenlernen und du kannst ganz sicher irgendwann die Tür öffnen ohne dass sich die zwei angiften.
 

joann

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Ok, ich muss im Januar ohnehin zum Tierarzt, zwecks Impfung, da könnte ich direkt einen kompletten Check Up machen.
Auf die Idee bin ich bisher nicht gekommen.
Einen Versuch ist es wert.
Dann sollte ich sicher eine ganz langsame Zusammenführung planen, mit Gittertür. Ich habe nur solche Sorge, dass Emily direkt wieder im Keller verschwindet.
Das macht sie auch heute noch sobald es klingelt. Schwups, sitzt sie im Keller.
Meine Besucher würden nicht glauben, dass ich eine Katze habe, wenn hier nicht die Kratzmöbel stehen würden.
Das Gute ist, bleibt der Besuch über mehrere Tage, treibt die Neugier sie doch irgendwann nach oben.
Das lässt mich hoffen, dass es bei einer zweiten Katze auch so wäre.
 

joann

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Ich habe selbst keine Erfahrung mit so ängstlichen Katzen wie du sie beschreibst, aber ich habe (bin im Katzenschutz aktiv) vor ca einem halben Jahr Catsitting gemacht in einem Haushalt in dem ein älterer Kater schon seit Jahren lebt, und ein jüngerer, total scheuer und verängstiger Kater in einem Zimmer lebte, der erst vor Kurzem eingefangen wurde. Anfangs habe ich ihn, wenn ich zum Füttern kam, überhaupt nicht gesehen, er lag immer unter einer Decke (ich sah nur einen Hubbel im Bett) und merkte nur daran dass am nächsten Tag das Schüsselchen leer war, dass er gefressen hatte.
In der zweiten Woche habe ich die Decke mal ganz leicht angehoben, drunter geschaut und ihn dann wieder zugedeckt. Immer wenn ich gefüttert habe, habe ich mit ihm (dem Knubbel) gesprochen, hab halt irgendetwas unsinniges erzählt, es hörte mich außer ihm ja keiner.
In den letzten Tagen erwischte ich ihn schon mal, wie er auf dem Kissen in dem Bett saß, er verschwand aber wieder blitzschnell wenn ich rein kam.
Inzwischen, so erzählte man mir, lässt er sich anfassen und streicheln und akzeptiert auch den Zweitkater, der schon lange im Haushalt lebt. Ob sie jetzt dicke Freunde sind, weiß ich nicht, müsste mal nachfragen

Lass ihr noch ein wenig Zeit, sie hat ja schon große Fortschritte gemacht. Wenn du an eine Vergesellschaftung denkst, kannst du evtl mit einer Gittertür arbeiten, die du ganz einfach selbst bauen kannst.
Hol dir eine passende billige Tür im Baumarkt, lass dort gleich ein viereckiges "Fenster" rein sägen und tackere ein Stück feinen Maschendraht (gibts auch im Baumarkt) über das Fenster.
So können sich die zwei Katzen kennenlernen und du kannst ganz sicher irgendwann die Tür öffnen ohne dass sich die zwei angiften.
Lieben Dank für deine lange Rückmeldung.
Eine Zusammenführung würde ich auf jeden Fall mit Gittertür machen.
Mein Sohn ist Gott sei Dank, ein riesiger Tierfreund und weiß gut mit Katzen umzugehen. Selbst Emily läuft ihm hinterher, wie ein Hund. Ich würde die neue Katze zunächst in seinem großen Zimmer unterbringen. Dort wäre sie nicht allein und ich kann zunächst die Tür komplett schließen und später die Gittertür einbauen.
Ist nur die Frage, ob Emily nicht eifersüchtig werden würde. Sie hat einen starken Bezug zu meinem Sohn.
Ihr merkt, der Plan steht eigentlich. Ich bin nur so unsicher und denke in jede Richtung. Ich möchte eigentlich nie wieder solch eine Entscheidung treffen müssen und ein Tier abgeben. Wenn Emily doch nur sprechen könnte.:ROFLMAO:
 

joann

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Ach so, liebe Fania, weil du schreibst lass ihr Zeit. Meine Sorge ist, dass sie ihr Sozialverhalten verlernt, wenn sie zu lange allein ist. Sie ist jetzt ungefähr ein halbes Jahr allein.
Sie sieht zwar ab und zu den Nachbarskater am Zaun und ist interessanterweise auch vorsichtig, aber interessiert, nur er zeigt so gar kein Interesse an ihr. Also von sozialen Kontakt kann man da nicht sprechen. Wie schnell verlernen Katzen ihr Sozialverhalten, frage ich mich?
 
Nula

Nula

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Ist nur die Frage, ob Emily nicht eifersüchtig werden würde.
da machen wir uns mal nix vor, emely wird (anfangs) nicht begeistert sein wenn da ein "dahergelaufenes" katzentier bei euch einzieht.
(wärest du ja auch nicht wenn jetzt plötzlich, total überraschens ne fremde bei dir einziehen würde und alles waa deins ist plötzlich euer wäre!)

ich finde deine planung liest sich gut.
du wirst sicherlich geduld haben müssen aber das wird schon klappen.
wichtig ist das du die zweitkatze aus einer seriösen quelle holst die dieee auch zurücknehmen würden wenn es nicht klappen sollte (was ich bei einer guten wahl der zweitkatze nicht glaube).
 
Thema:

Macht eine Zweitkatze Sinn

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