Lymphom - Kleine Chemo, große Chemo?

Diskutiere Lymphom - Kleine Chemo, große Chemo? im Krebserkrankungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Liebe Katzenfreunde, heute wurde bei unserer Babsi (12 Jahre) nach Abtasten und folgendem Ultraschall ein Lymphom mit hoher Sicherheit...

blah

Registriert seit
19.06.2018
Beiträge
6
Gefällt mir
0
Liebe Katzenfreunde,


heute wurde bei unserer Babsi (12 Jahre) nach Abtasten und folgendem Ultraschall ein Lymphom mit hoher Sicherheit diagnostiziert.



Laut Tierärztin könnte entweder durch die Gabe von Tabletten die Lebenszeit um 2 - 3 Monate verlängert werden ("Kleine Chemo"), oder durch eine
"große Chemo" (Infusionen, etc.) ev. auch noch ein paar Monate länger. Ohne Behandlung meinte sie, es wären noch maximal 2 Monate.



So schwer eine Entscheidung fällt, gibt es für mich vor allem eine wichtige Frage.



Wie stark sind die Auswirkungen der Chemo auf die Lebensqualität?


Keinesfalls möchte ich unsere Katze unnötig leiden lassen. Bisher macht sie trotz deutlichem Gewichtsverlust einen sehr guten Eindruck (etwas ruhiger als sonst, frisst wenig, es ist zur Zeit aber auch sehr heiß). Hat jemand eventuell Erfahrungen gemacht?
Laut Tierärztin vertragen Katzen offenbar die Chemo teilweise besser als der Mensch. Es würde sich um eine Chemo nach modifiziertem Cotter-Protokoll handeln (in dieses Thema (und auch in dieses Forum) lese ich mich gerade ein).



Ich bin über jede Antwort von Herzen Dankbar.


Liebe Grüße
 
19.06.2018
#1

Anzeige

Gast

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.

Bejo

Gast
Hallo blah,

Ich kann dir keine praktischen Erfahrungswerte mitgeben. Aber beim lesen deines Post hat mich folgendes Zitat aufmerksam werden lassen:

heute wurde bei unserer Babsi (12 Jahre) nach Abtasten und folgendem Ultraschall ein Lymphom mit hoher Sicherheit diagnostiziert.
Ganz ehrlich, mich wundert, dass der Verdacht eines Lymphons nach nur abtasten und US mit hoher Sicherheit diagnostiziert wurde. Zur sicheren Diagnostik braucht es eine Feinnadelbiopsie... ev. auch eine Gewebsbiopsie. Dies auch um die Art des Lymphoms zu ermitteln... sofern es eines ist.

Laut Tierärztin könnte entweder durch die Gabe von Tabletten die Lebenszeit um 2 - 3 Monate verlängert werden ("Kleine Chemo"), oder durch eine "große Chemo" (Infusionen, etc.) ev. auch noch ein paar Monate länger. Ohne Behandlung meinte sie, es wären noch maximal 2 Monate.
Die Art der Chemobehandlung erfolgt dann nach Typisierung... und nach Abklärung wie weit das Lymphom sich schon im Körper ausgebreitet hat.

Hier kannst du näheres dazu lesen http://https://www.google.ch/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.med.vetmed.uni-muenchen.de/einrichtungen/onko/leistungen/infotier__rzte/lymphombesiinfo.pdf&ved=2ahUKEwjvqZvP1eHbAhVSKVAKHYrLAaoQFjADegQIABAB&usg=AOvVaw1UmmXFuSe7MQvM0aTpzGPg

Ich würde dir zu deiner Entscheidungsfindung eine Zweitmeinung vorschlagen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Julchen94

Julchen94

Moderator
Registriert seit
07.10.2015
Beiträge
12.229
Gefällt mir
247
Ich würde auch eine zweite Meinung einholen.

Wenn das Lymphom - wenn es denn eines ist - nicht heilbar ist und die Chemo nur eine kurzfristige Lebensverlängerung bringt würde ich es nicht machen.
Dann würde ich lieber die noch verbleibende Zeit genießen, wer weiß wie es ihm mit der Chemo geht. Dann hat er unter Umständen mehr Zeit, aber nur noch wenig Lebensqualität.
 

blah

Registriert seit
19.06.2018
Beiträge
6
Gefällt mir
0
Lieben Dank für eure auch noch so schnellen Antworten!



Die Tierärztin war sich nicht zu 100% sicher, dass es sich um ein Lymphom handelt, jedoch "sehr sicher". Sie meinte jedoch, es könne auch eine Entzündung sein, hielt das aber für unwahrscheinlich (Darmabschnitte vergrößert und wenige kleine und eine größere Raumforderung waren im US zu erkennen).


Die Tierärztin und eine (offenbar onkologisch erfahrene) Kollegin tendierten eher zur "kleinen Chemo" und meinten, falls es wirklich nur eine Entzündung wäre, würde die Medikation sich auch dafür eignen (wohl wegen der Gabe von Prednison - das Chemotherapeutikum wäre damit im besten Fall unnötig gewesen. In der Humanmedizin gäbe es sowas wahrscheinlich nicht, aber wenn niedrig dosiert und an sich eher gut verträglich wäre das Risiko wohl zugunsten einer früheren Behandlung tragbar? Ich weiß nicht, ob die TÄ das so sieht, würde aber zumindest Sinn ergeben - für sinnvolle Fragen war ich gestern nicht wirklich in der Lage).

Sollten wir jedoch die "große Chemo" wünschen, müsste zuerst durch eine OP eine Gewebsprobe genommen werden.


Eine Feinnadelbiopsie hatte die TÄ nicht erwähnt. Beim Menschen macht man das soweit ich weiß ungern, da man vermutet, dass dadurch eher solide Tumore zum streuen angeregt werden. Aber bei einem Lymphom dürfte das ev. nicht entscheidend sein, da ohnehin Lymphzellen recht zügig durch fast den ganzen Körper wandern, oder?


Wird eine Feinnadelbiopsie ohne (Voll-)narkose durchgeführt (auch wenn das böse Gewebe gastrointestinal liegt)?



Im Moment tendieren wir eher zur "kleinen Chemo" (zumindest mal sehen, ob gut verträglich), aber ev. kann man parallel eine Feinnadelbiopsie durchführen und eine histologische Typisierung machen? Und dann falls die Typisierung eine andere Behandlung / anderes Therapeutikum nahelegt die Behandlung umstellen?

Das sind Fragen die ich heute auf jeden Fall der Tierärztin stellen werde.
Ich werde auch darum bitten, dass die TÄ mir Blutbild und US-Ergebnisse via E-Mail schickt, damit würde ich (ev. ohne mitgebrachter Katze) mir eine Zweitmeinung bei einer Tierklinik holen (ich hoffe die TÄ nimmt mir das nicht übel, aber ich schätze sie sehr und auch als professionell ein). Kann man überhaupt eine Zweitmeinung anhand von Untersuchungsergebnissen bekommen, ohne dass man die Katze mit schleppt? Autofahren ist leider purer Stress für sie.



Sofern man nicht von einer "kleinen Chemo" auf eine "große Chemo" umstellen kann, sobald die Histologie bestimmt ist, stellt sich mir die Frage;

Wie unterschiedlich effektiv sind die verschiedenen Chemo-Medikamente in Bezug auf den möglichen histologischen Befund?



Ich danke euch sehr für eure Antworten, es tut wirklich gut und es ist wunderbar, dass es Euch und diese Community gibt.
 

blah

Registriert seit
19.06.2018
Beiträge
6
Gefällt mir
0
Ein kurzes Update zum heutigen TA-Besuch:


Nach 20 - 30 Minuten Gespräche über Für und Wider einer kleinen Chemo (Cyklophosphamid + Kortison) zu einer großen Chemo (Kotter / COP), kam der Gedanke, dass man in dieser Zeit auch einfach eine erste Sitzung "große Chemo" machen könnte, um zumindest die Verträglichkeit festzustellen. Das wurde dann auch gemacht.


Für Babsi war es eine Tortur. Ich habe sie noch nie zitternd und schnurrend erlebt, mir ist das Herz gebrochen. Nach der Chemo daheim machte sie einen recht guten Eindruck, wollte sogar die Transportbox nicht verlassen, so dass sie dort noch eine ganze Zeit lag und Streicheleinheiten genoss. Nun ist sie draußen (Freigängerin), und "woigelt" sich im Dreck einer naheliegenden Baustelle :-).

Wir warten nun erst einmal ab, wie sie die erste Chemo verträgt.
Laut TA kann man von der "großen" auf die "kleine" Chemo wechseln, jedoch anders herum eher nicht (da zur Chemo Kortison gegeben wird, wovon offenbar recht stark der Erfolg der Chemo abhängt, wohingegen eine vorherige Behandlung mit Kortison / Kortikosteroiden eine folgende Chemo negativ beeinflussen würde).


Es sind noch eine ganze Menge Fragen offen, die Hälfte der Fragen sind mir heute natürlich nicht in den Sinn gekommen...


Ich wünsche allseits einen schönen Abend :-)
 
Zuletzt bearbeitet:

Bejo

Gast
Ich wünsche Babsi, dass dieser und weitere Entscheide zugunsten ihrer Lebesqualität und nicht zur Lebensquantität getroffen werden und drücke ihr dafür fest die Daumen.
 

blah

Registriert seit
19.06.2018
Beiträge
6
Gefällt mir
0
Ich wünsche Babsi, dass dieser und weitere Entscheide zugunsten ihrer Lebesqualität und nicht zur Lebensquantität getroffen werden und drücke ihr dafür fest die Daumen.

Das ist ebenso meine / unsere Priorität.
Ich hoffe auch sehr, dass es die richtige Entscheidung war. Wenn Babsi die Chemo nicht mindestens gut bis sehr gut verträgt, findet keine Weitere "große Chemo" statt.
Ob dann eine "kleine Chemo" Sinn macht, darüber kann ich jetzt noch nicht nachdenken.
Es ist ein beschissenes Abwiegen zwischen verdienten Chancen, verdientem leidarmen Lebensabend und egoistischen Hoffnungen. Noch glaube ich, den letzten Punkt ignoriert zu haben.



Vorausgesetzt, sie verträgt die Chemo gut, bleibt immer noch das Problem mit dem Transport... Es sind zwar nicht einmal 10 Minuten Autofahrt bis zum Tierarzt, aber das ist schon wirklich belastend für sie. Vor Ort macht die TÄ keine Chemo. Das nächste mal gehen wir zur Fuß oder versuchen es mit dem Fahrrad.
 
Julchen94

Julchen94

Moderator
Registriert seit
07.10.2015
Beiträge
12.229
Gefällt mir
247
Jeder muss das für sich selbst entscheiden.

Es geht ganz klar Lebensqualität vor Lebensquantität.
Bei einer Heilung würde ich mir das auch überlegen, bei einer kurzen Lebensverlängerung würde ich das glaube ich nicht machen.
Ich war aber auch noch nie in einer solchen Situation.
Ich hatte erst eine Katze mit Krebs, 7 Jahre alt.

Ihm war nichts von der Krankheit anzumerken, gar nichts.

48 Std. nach der Diagnose war er schon tot.
 

Nikita88

Registriert seit
07.03.2018
Beiträge
17
Gefällt mir
0
Hallo das tut mir unendlich leid, dass zuhören.. bei meinem kater mogli wurde auch malignes lymphom diagnostiziert und zwar am 6.3. dieses jahres. Aber es war schon im endstadium, also 4.stadium.. der arzt gab ihm da noch tage, vielleicht ein paar wochen. hast du schon mal was von heilpilzen und cbd öl, sowie löwenzahnwurzel gehört? Eine Chemo wäre für mich niemals in frage gekommen..

Bei mogli hat dies gut angeschlagen und er konnte mit guter lebensqualität noch etwas länger leben. Und wenn wir denn krebs früher diagnostiziert bekommen hätten (war über jahre immer wiedermal beim arzt mit ihm und nie wurde was gefunden und dann auf einmal diese horrordiagnose), wäre er vielleicht sogar wieder gesund geworden oder hätte zumindest noch etwas länger bei uns sein können. Die vom pilz institut haben auf jedenfall gemeint sie hätten lymphome schon geheilt, wenn es ganz am anfang ist.. die hoffnung stirbt zuletzt..

Ich musste meinen mogli leider am 19.6. gehen lassen... :herz:

Ich wünsche dir alles erdenklich gute und viel kraft auch deiner katze

Herzliche grüsse und fühl dich umarmt

Die pilze könnte man bestimmt auch unterstützend zur chemo geben, sowie cbd öl
 
Zuletzt bearbeitet:
Julchen94

Julchen94

Moderator
Registriert seit
07.10.2015
Beiträge
12.229
Gefällt mir
247
@ Nikita: Das tut mir sehr leid. Es sind schon so viele gegangen in diesem Jahr.
 

Nikita88

Registriert seit
07.03.2018
Beiträge
17
Gefällt mir
0
@Julchen94 vielen Dank ::l ja es schmerzt so sehr, er war für mich mein seelenfreund.. kann es noch kaum fassen, dass er nicht mehr hier bei mir ist.. aber ich spüre ihn irgendwie immernoch und er gibt mir kraft das zu überstehen und irgendwann sehen wir uns wieder :)
 
Julchen94

Julchen94

Moderator
Registriert seit
07.10.2015
Beiträge
12.229
Gefällt mir
247
Es tut auch höllisch weh. Habe das auch gerade hinter mir.

Irgendwann sehen wir sie bestimmt wieder...
 

Nikita88

Registriert seit
07.03.2018
Beiträge
17
Gefällt mir
0
Mein herzliches Beileid.. früher oder später muss man da durch, leider :( Ja ganz bestimmt, sie werden uns dann laut miauend begrüssen und Mogli wird wieder seinen speziellen Katzensprung machen :)
Was hatte deine Katze oder Kater denn?
 

Bejo

Gast
Ich sehe, du überlegst im Sinne von Babsis Lebensqualität und finde auch, dass sie erstmal eine Chance verdient hat... um dann Schritt für Schritt weiterzugehen.

Gleichzeitig zu lesen, dass die verabreichte grosse Chemo eine grosse Tortur für sie war ist leider nicht so schön.

Wie geht es ihr denn aktuell... hat sie die grosse Chemo gut vetragen?

Edit; ich persönlich hätte trotzdem vor einer Behandlung eine klarere Diagnostik gewollt.
 
Zuletzt bearbeitet:
dobalou2000

dobalou2000

Registriert seit
12.02.2006
Beiträge
1.766
Gefällt mir
9
Meine 16jährige Lissy ist am 6.6.2018 gestorben.
Nach überwiegend guten 15 Monaten.

Im März 2017 wurde ein Intestinales LYmphom, nach
Sonographie, Feinnadelbiopsie und Untersuchung der Probe
Durch einen Pathologen festgestellt.

Eine Chemotherapie kam für mich nicht in Frage.

(Die Beschreibung von der Reaktion deiner Katze bei der Chemo
Hat mich zweifeln lassen,ob das der Weg ist)


Ich habe mich für eine Behandlung mit Depot Cortison entschieden.
Es ging ihr und auch mir damit gut.
Ab und an flammte die Pankreatitis wieder auf, die schon seit Jahren unser
BEgleiter war .
Ich war mir bewusst, dass ich irgendwann entscheiden musste,wann unser gemeinsamer Weg zu Ende ist.
Aber bis dahin sollte es möglichst stressfrei sein.

Jeder Tierhalter muss entscheiden welchen Weg er gehen möchte.
Immer im Sinne der Katze.

Ich wünsch eine gute Zeit mit eurer Maus.

LG Doro und die Jungs
 
Zuletzt bearbeitet:

blah

Registriert seit
19.06.2018
Beiträge
6
Gefällt mir
0
Lieben Dank für eure Antworten!


Babsi geht es soweit offenbar recht gut und sie scheint soweit die Chemo ganz gut verkraftet zu haben (will aber noch morgen abwarten, ob dem wirklich so ist). Gestern hatten wir Panik, weil sie nichts gefressen hatte (wir hofften noch, sie wäre wie ab und zu zur Nachbarin gegangen und hätte sich dort ihren "Restaurantbesuch" gegönnt, dem war aber nicht so).
Heute hat sie gekochtes, lauwarmes Hühnchenfilet an einem ihrer Lieblingsplätze bekommen, die Schüssel war sehr schnell leer!


Sie macht einen schon etwas ruhigeren Eindruck, ist ansonsten aber munter. Schmust, putzt sich und reagiert auch wie immer sehr schlau (allein schon ihr schlauer Blick).
Ich hoffe, dass sie später auch wieder schön frisst, dann würde ich sagen, hätte sie die Chemo soweit gut überstanden (sie macht weiterhin nicht den Eindruck als ob sie Schmerzen hätte oder ihr generell unwohl wäre, aber das zeigen Katzen ja auch nicht unbedingt so schnell bzw. direkt).



Nikita, mein aufrichtiges Beileid um deinen Mogli. Ich wünsche dir / euch gerade jetzt alle Kraft der Welt!


Auf den Heilpilz-Thread hier bin ich gestoßen. CBD, etc. sind mir bekannt. Danke auch für den Tipp mit der Löwenzahnwurzel, das kannte ich noch nicht! Das ganze Thema Ernährung und "Alternativmedizin" steht in den kommenden Tagen an, bis dahin gibt es vor allem frisch gekochten Fisch und Huhn, zumindest so lange wie sie es nicht abweist.


Julchen, das tut mir sehr leid, dass euch der Krebs so heimtückisch erwischt hat.
Krebs ist ein verdammtes A*schloch...


Inzwischen habe ich leider auch schon einige vierbeinige Familienmitglieder über die Jahre verloren. Nie ist es einfacher, nie werde ich sie vergessen, immer werden sie mich im Herzen begleiten und immer werde ich Dankbar für die Zeit mit ihnen sein.
Und ja, irgendwann sieht man sich bestimmt wieder.


dobalou, auch dir mein aufrichtiges Beileid. Vielen Dank für deine Worte.

Bitte zweifle nicht an deiner Entscheidung, das ist einfach eine beschissene Wahl bei der man vorher glaube ich einfach nicht wirklich wissen kann, was richtig und falsch ist. Jeder "Fall" ist anders. Und Stress vermeiden war ganz sicher nicht falsch.


Ich habe keine Ahnung ob es bei uns wirklich die richtige Entscheidung war, in der Situation erschien es zwischen allen scheiß Optionen als noch der beste Kompromiss (und "beste" ist eigentlich total unpassend). In der Familie war die Entscheidung umstritten, für jede Möglichkeit gab es eine Meinung. Wir standen schon im Behandlungsraum und wussten immer noch nicht, was wir nun tun sollten und diskutierten erst eine halbe Ewigkeit. In der Zeit hätte man genau so die Chemo machen können um zumindest zu wissen, ob es Babsi verträgt, so machten wir es dann auch. Alles was jetzt kommt, wäre im Vergleich zur reinen Kortisonbehandlung ein mehr an Stress. Wenn Babsi auch die kommenden Tage die gestrige Chemo gut verträgt, versuchen wir einen Transport zu Fuß bzw. mit dem Fahrrad. V. a. das Autofahren mag sie seit gut 10 Jahren gar nicht mehr (max ein mal im Jahr für die standard TA-Besuche ist das ok, nicht aber wöchentlich). Ich glaube, sie weiß, dass man ihr gutes will, wenn das aber auch dann mit dem Transport ein Fiasko wäre, bleibt soweit ich bisher denke nur, die Chemo (falls wirklich gut vertragen) zu Hause zu machen (was die Tierärztin nicht will, aber hier findet sich vielleicht ein Weg). Darüber will ich jetzt aber noch nicht wirklich nachdenken, jetzt heißt es erst mal abwarten.



@Bejo: Danke für deine Worte, auch für deinen kritischen Blick, es tat gut zu lesen, dass die Entscheidung, oder auch nur die Absicht (zumindest teilweise) nachvollziehbar war.


Diagnostik hätte Biopsie bedeutet, Biopsie wiederum Narkose. Narkose + "Biopsie-OP" wollten wir Babsi nicht zumuten. Was ist weniger schlimm für das Wohlbefinden, die Narkose oder die Chemo? Ich weiß es nicht. Narkose ist erst mal für das "subjektive Empfinden" eher scheiße. Chemo - wie man sie vom Menschen kennt - wäre wohl in jedem Fall noch negativer für das Wohlbefinden (und auch über längere Zeit). Der Mensch kann sich jedoch für eine Chemo entscheiden und weiß was auf ihn zu kommt, weshalb dann auf "maximale Chance" hoch dosiert wird. Beim Tier wird (ev. genau deswegen) offenbar niedrig dosiert und es findet sich sehr oft die Behauptung, dass die Nebenwirkungen und auch die Auswirkungen auf das Wohlbefinden vergleichsweise gering sind.
Ich habe keine Ahnung ob das stimmt, bzw. wie sehr, deshalb habe ich als erstes hier diesen Thread zu genau dieser Frage erstellt. Das war die entscheidende Frage. Tierärzte mögen nach vergleichsweise "einfachen" Kriterien gehen, ob es dem Tier gut geht (körperliche Verfassung bzw. frisst usw., verhält sich normal / routiniert, etc.). Ob und wie die Katze aber innerlich leidet, sieht wohl eher der Besitzer (bzw. "das Personal" :wink:).
Und ich weiß nicht sicher, was in Babsi vorgeht. Sie ist sehr schlau, sie weiß natürlich, das etwas nicht stimmt. Schmerzen hat sie glaube und hoffe ich nicht... Sie genießt Zuneigung etwas mehr als sonst, ob das ist weil die letzten zwei Tage sehr stressig waren, oder sie auf ihre Art die Situation versteht, wüsste ich wirklich gern.





Ich danke euch sehr für eure Antworten und entschuldige mich für diesen "Roman", so gut das schreiben aber auch tat (und Entschuldigung für das Fluchen. aber sorry: SCHEIß KREBS).


Ich wünsche Euch einen schönen Abend.
 
Zuletzt bearbeitet:
Julchen94

Julchen94

Moderator
Registriert seit
07.10.2015
Beiträge
12.229
Gefällt mir
247
Krebs ist wirklich sch...
Ich habe meinen Kater damals aufmachen lassen.
Man konnte weder im Ultraschall noch beim Röntgen etwas erkennen. Er ist von jetzt auf gleich zusammen gebrochen.
Die Leber war voller Krebs und bis zu dem Tag hatte er nicht mal einen Schnupfen. Seine Mama hat ihn noch geputzt als er tot war, danach hat sie aufgehört zu suchen. Sie war eine Streunerkatze und schon 15 Jahre alt als er gestorben ist.
Es war furchtbar...
 

blah

Registriert seit
19.06.2018
Beiträge
6
Gefällt mir
0
Hallo Julchen, deine Geschichte habe ich glaube gestern hier im Forum gelesen und schon da tat mir das im Herzen weh...


Alles Gute für dich und auch für seine Mama.
 
Thema:

Lymphom - Kleine Chemo, große Chemo?

Lymphom - Kleine Chemo, große Chemo? - Ähnliche Themen

  • So plötzlich alles zu Ende! Mediastinales Lymphom und Leukose positiv

    So plötzlich alles zu Ende! Mediastinales Lymphom und Leukose positiv: Hallo miteinander Nachdem ich einige Einträge gelesen habe und sehr gerührt und positiv überrascht war, wie einfühlsam und warmherzig hier...
  • Malignes Lymphom und Freigang

    Malignes Lymphom und Freigang: Hallo Ihr Lieben, Das ist mein erster Beitrag. Leider aus einem traurigen Grund. Bei meinem bald 8 jährigen Katerchen Mogli (hat nächsten...
  • Sehr großes Lymphom im Magen: 1. Chemo mit einem überforderten Frauchen

    Sehr großes Lymphom im Magen: 1. Chemo mit einem überforderten Frauchen: Hallo zusammen, kurze Vorgeschichte: Ende letzten Jahres hat sich herausgestellt, dass Krümel (gerade 8 Jahre alt geworden) eine Arthrose in der...
  • Lymphom Auf Knochen - kann das sein ?

    Lymphom Auf Knochen - kann das sein ?: Hallo ! Ich war heute mit meiner Katze (Kater, knapp 3 Jahre) in einer Tierklinik weil diese seit einiger Zeit hinkt. Der Tierarzt hat nach einer...
  • Lissy, im April 15,meine älteste hat Dünndarmtumor,Lymphom

    Lissy, im April 15,meine älteste hat Dünndarmtumor,Lymphom: Letzten DIenstag hat Lissy aufgehört mit Fressen. Auch grummelte und fauchte sie beim Anfassen des Bauches. Nachdem auch der Mittwochmorgen das...
  • Lissy, im April 15,meine älteste hat Dünndarmtumor,Lymphom - Ähnliche Themen

  • So plötzlich alles zu Ende! Mediastinales Lymphom und Leukose positiv

    So plötzlich alles zu Ende! Mediastinales Lymphom und Leukose positiv: Hallo miteinander Nachdem ich einige Einträge gelesen habe und sehr gerührt und positiv überrascht war, wie einfühlsam und warmherzig hier...
  • Malignes Lymphom und Freigang

    Malignes Lymphom und Freigang: Hallo Ihr Lieben, Das ist mein erster Beitrag. Leider aus einem traurigen Grund. Bei meinem bald 8 jährigen Katerchen Mogli (hat nächsten...
  • Sehr großes Lymphom im Magen: 1. Chemo mit einem überforderten Frauchen

    Sehr großes Lymphom im Magen: 1. Chemo mit einem überforderten Frauchen: Hallo zusammen, kurze Vorgeschichte: Ende letzten Jahres hat sich herausgestellt, dass Krümel (gerade 8 Jahre alt geworden) eine Arthrose in der...
  • Lymphom Auf Knochen - kann das sein ?

    Lymphom Auf Knochen - kann das sein ?: Hallo ! Ich war heute mit meiner Katze (Kater, knapp 3 Jahre) in einer Tierklinik weil diese seit einiger Zeit hinkt. Der Tierarzt hat nach einer...
  • Lissy, im April 15,meine älteste hat Dünndarmtumor,Lymphom

    Lissy, im April 15,meine älteste hat Dünndarmtumor,Lymphom: Letzten DIenstag hat Lissy aufgehört mit Fressen. Auch grummelte und fauchte sie beim Anfassen des Bauches. Nachdem auch der Mittwochmorgen das...
  • Schlagworte

    grosse chemo

    ,

    intestinales lymphom katze

    ,

    chemo daheim

    ,
    kleine chemo
    Top Unten