Link-Tip > Vakzine-assoziierte Fibrosarkome bei der Katze

Diskutiere Link-Tip > Vakzine-assoziierte Fibrosarkome bei der Katze im Krebserkrankungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Vakzine-assoziierte Fibrosarkome bei der Katze Dr. Martin Kessler - Tierklinik Hofheim Auzüge aus dem Artikel Seit mehr als 10 Jahren gibt es...

Katzenfan

Registriert seit
16.03.2002
Beiträge
27.923
Gefällt mir
4
Vakzine-assoziierte Fibrosarkome bei der Katze
Dr. Martin Kessler - Tierklinik Hofheim

Auzüge aus dem Artikel

Seit mehr als 10 Jahren gibt es Hinweise, dass es bei Katzen zur Entstehung subkutaner Weichteilsarkome an typischen Injektionsorten (Interskapularregion, Brustwand, Gliedmaße) kommen kann. Inzwischen ist in der veterinärmedizinischen Wissenschaft eine lebhafte Diskussion über die Ätiologie, Pathogenese und Prävention dieser Neoplasien entstanden, in deren Folge Art und Häufigkeit von Impfungen sowie deren Applikationsort hinterfragt werden. Allerdings hat dieses Thema auch in die
popularwissenschaftliche Literatur und sogar in die Boulevardpresse Einzug gehalten und wird dort mitunter sehr emotional diskutiert.

Die Häufigkeit einer Tumorentstehung wird zwischen 1 pro 1.000 und 1 pro 10.000 Katzen angegeben. Bezogen auf die gesamte Katzenpopulation wurde für das Jahr 1991 die absolute Zahl der erkrankten Tiere in den USA auf 22.000 geschätzt. In Deutschland konnten vom Autor für das Jahr 2000 aus dem Einsendematerial an 5 pathologischen Institutionen mehr als 1.500 Sarkome in Impflokalisationen ermittelt werden.

Bezogen auf die geschätzte Katzenpopulation in Deutschland bedeutet dies eine geschätzte Inzidenz von 1 Fall pro 1.000 Katzen im Alter von über 8 Jahren. Vakzine-assoziierte Fibrosarkome haben heute einen Anteil von über 40 % an den kutanen Tumoren der Katze und sind damit der häufigste Hauttumor dieser Spezies.

In den USA hat sich die „Vakzine-associated feline sarcoma task force (VAFSTF)“ der American Veterinary Medical Association die Erforschung dieser Erkrankung zur Aufgabe gemacht und Richtlinien und Empfehlungen zur Risikominimierung publiziert.

Allerdings sind diese Richtinien nicht unumstritten. So wird von der VAFSTF gefordert, Vakzinierungen gegen FeLV und Tollwut subkutan an der linken bzw. rechten Hintergliedmaße distal vom Kniegelenk zu applizieren, da eine Gliedmaßenamputation im Falle einer Tumorentstehung kurativ wäre. Neben grundsätzlichen Bedenken wird auch die praktische Durchführbarkeit dieser Empfehlung angezweifelt.

Quelle:
http://tierklinik-hofheim.de/downloads/download_3.pdf
 
19.09.2007
#1

Anzeige

Gast

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.

Katzenfan

Registriert seit
16.03.2002
Beiträge
27.923
Gefällt mir
4
So wird von der VAFSTF gefordert, Vakzinierungen gegen FeLV und Tollwut subkutan an der linken bzw. rechten Hintergliedmaße distal vom Kniegelenk zu applizieren, da eine Gliedmaßenamputation im Falle einer Tumorentstehung kurativ wäre. Neben grundsätzlichen Bedenken wird auch die praktische Durchführbarkeit dieser Empfehlung angezweifelt.
Die Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin über Parenterale Injektionen

Parenterale Injektionen bei Katzen sollten wegen der Gefahr von impfassozierten Fibrosarkomen NICHT in die Nackenfalte erfolgen, sondern an der seitlichen Bauchwand oder an der distalen Hintergliedmasse

Quelle:
Impfempfehlungen 1/2007
http://www.dkv.unibe.ch/content/kleintierklinik/innere_medizin/e2032/e2996/e3252/ImpfempfehlungenSVK_ger.pdf
 
Thema:

Link-Tip > Vakzine-assoziierte Fibrosarkome bei der Katze

Schlagworte

vakzine-assoziierten fibrosarkom

,

dr martin kessler fibrosarkom

,

dr kessler fibrosarcom

Top Unten