Kohlehydratstoffwechsel

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Katzenfan

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Kohlehydratstoffwechsel

Mäuse als Beute von Katzen sind nicht gerade als laufende Glucosespeicher bekannt - in der Nahrung, an die Katzen sich im Verlauf der Evolution angepasst haben, finden sie kaum Kohlehydrate (Zucker).

Aber wie alle anderen Warmblüter müssen auch sie einen Glucosespiegel im Blut aufrechterhalten, um den Zellen, vor allem Erythrozyten und Nervenzellen, Glucose zur Energieversorgung zu liefern. Außerdem kann ein Organismus Aminosäuren (AS), aus
denen die Proteine aufgebaut sind, kaum speichern. Deshalb werden bestimme Aminosäuren, die sogenannten glucogenenen AS, der aufgenommenen Proteine in der Leber zu Glucose verstoffwechselt. Diese Glucose kann ins Blut abgegeben oder in Form von Glycogen (sogenannte tierische Stärke) in der Leber gespeichert werden. Aus dem Glycogen wird bei Bedarf Glucose wieder abgespalten.

Katzen waren anscheinend in ihrer Entwicklungsgeschichte nie dem Zwang ausgesetzt, Proteine sparen zu müssen. Die Enzyme, die Proteine zur Energiegewinnung verstoffwechseln und die Glucoseneubildung aus Proteinen ermöglichen, arbeiten stets mit hoher Intensität.

Kohlehydrate (KH) sind zusammengesetzte Moleküle. Sie müssen in ihre Grundbausteine, die Einfachzucker, zerlegt - verdaut - werden, um vom Organismus aufgenommen werden zu können. Das geschieht enzymatisch. Im Darm sind spezielle Transporter vorhanden, um die Resorption zu erleichtern. Katzen benötigen im Futter keine Kohlehydrate als Glucosequelle, sofern die Proteinzufuhr für die ständige Gluconeogenese genügt. Sie können sie aber verarbeiten, wenn auch weniger gut wie zum Beispiel Hunde. Sie produzieren noch alle benötigten Enzyme im Pankreas (Pankreasamylase, Maltase und Sacharase), auch wenn bei ihnen (wie auch beim Hund) die Speichel-Amylase fehlt.

Deshalb - und weil Kohlehydrate aus Pflanzen ein guter Energielieferant sind und dabei deutlich billiger als Proteine, findet man sie in fast jedem kommerziellen Futter.
 
26.12.2007
#1

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Gast

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Santino

Santino

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Das versteh ich jetz nicht so ganz, sorry.
Auf der einen Seite steht, dass Katzen keine pflanzlichen Kohlehydrate brauchen, da sie bei Bedarf die Glucose aus den Proteinen (die im Fleisch enthalten sind) gewinnen.
Zum Schluss steht dann, dass aus diesem Grund pflanzliche Kohlehydrate dem Futter zugesetzt werden. Das wäre doch dann eigentlich nicht nötig? Also doch nur als billiger Füllstoff, damit man sich hochwertige Proteine sparen kann?
::? Oder steh ich jetzt auf dem Schlauch???
 

cockatiel

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:roll:
Und gerade deswegen ist es so schwer ein gutes Futter für eine Katze mit Diabetes zu finden....
Trockenfutter ist fast unmöglich und beim Nassfutter muss man auch gut hingucken. Aber da ist es weitaus einfacher ein mögliches Futter zu finden als bei Leckerchen, die bei vielen Katzen zur Messung des Blutzuckers nötig sind (zwecks Ablenkung).
 

Anfänger

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Und gerade deswegen ist es so schwer ein gutes Futter für eine Katze mit Diabetes zu finden....
Trockenfutter ist fast unmöglich und beim Nassfutter muss man auch gut hingucken. Aber da ist es weitaus einfacher ein mögliches Futter zu finden als bei Leckerchen, die bei vielen Katzen zur Messung des Blutzuckers nötig sind (zwecks Ablenkung).
Wie wärs mit Trockenfleisch? Oder ist das bereits durchgefallen?
 
SabineSabine

SabineSabine

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Hallo Volker, ::w

diese Informationen sind interessant, würdest du uns bitte auch die Quelle dieser Infos nennen oder einstellen, dankeschön! ::w
Das versteh ich jetz nicht so ganz, sorry.
Auf der einen Seite steht, dass Katzen keine pflanzlichen Kohlehydrate brauchen, da sie bei Bedarf die Glucose aus den Proteinen (die im Fleisch enthalten sind) gewinnen.
Zum Schluss steht dann, dass aus diesem Grund pflanzliche Kohlehydrate dem Futter zugesetzt werden. Das wäre doch dann eigentlich nicht nötig? Also doch nur als billiger Füllstoff, damit man sich hochwertige Proteine sparen kann?
::? Oder steh ich jetzt auf dem Schlauch???
Ich sehe es so: die Katze kann auch aus Kohlehydraten pflanzlichen Ursprungs Glucose gewinnen, es muss aber entsprechend "bearbeitet" werden, so wie die Maus die Kohlenhydrate in ihrem Magen auch "verarbeitet". Das übernimmt der Tierfuttermittelhersteller. Die Katze muss also nicht mehr das Protein mit den AS in der Leber in Glucose "umwandeln", sondern bekommt eine bereits "vorverdaute" Kohlehydratmasse als Ersatz, der dann über die Bauchspeicheldrüse zu Glucose "verarbeitet" wird.

Und ich sehe es auch so, dass ob der "günstigeren" Grundprodukte mehr und mehr pflanzliche Kohlenhydrate verarbeitet werden.

Nun frage ich mich aber, was in einem Organismus passiert, der darauf "trainiert" ist, Glucose aus Proteinen zu gewinnen, wenn er das auf einmal nicht mehr "kann" bzw. muss und gleichzeitig einen andere Art der Glucoseaufnahme vom Körper "gefordert" wird......:|

Ich wüsste zu gerne, ob es Langzeitstudien darüber gibt, wie sich diese "Ersatzgabe" auf den Organismus einer Katze auswirkt -- wobei wir dann schon wieder bei Tierversuchen wären....:?
 

Katzenfan

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Das versteh ich jetz nicht so ganz, sorry.???
..es ist auch nicht einfach über das Thema vollständige Informationen zu bekommen.

Also doch nur als billiger Füllstoff, damit man sich hochwertige Proteine sparen kann?
Den Schluss könnte man ziehen aber ich halte das so für zu pauschal gehalten. Dazu müsste man die genauen Mengenangaben vergleichen und auswerten...

Gutes Katzenfutter enthält in seiner richtigen Zusammensetzung Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate, Mineralstoffe, Vitamine und Wasser.

Kohlenhydrate oder Saccharide sind ein Energielieferant und nehmen unter anderem auch Einfluss auf die Magen und Darmfunktion der Katze. Nach der Nahrungsaufnahme wird diese erst im Darm in ihre Einzelbestandteile zerlegt, bevor sie im Körper verwertet werden kann. Kohlenhydrate werden vorwiegend zu Glucose (eine Zuckerart) abgebaut, die dann aus dem Darm resorbiert wird, und ins Blut gelangt. Glucose ist der Hauptenergielieferant für die einzelnen Zellen und damit für den gesamten Organismus. Um diese Energie in die Zelle zu bekommen, wird das Hormon Insulin benötigt.

Wilde Katzen, welche sich alleine von ihrer Jagd ernähren, nehmen aber nur sehr geringe Mengen an Kohlehydraten auf, weshalb es letztlich auch nicht gänzlich geklärt ist ob Kohlehydrate überhaupt und in welchen Mengen für Katzen wirklich nötig sind.

Wie oben bereits erwähnt, benötigen Katzen im Futter zwar keine Kohlehydrate als Glucosequelle zumindest solange die Proteinzufuhr für die ständige Gluconeogenese genügt. Sie können aufgeschlossene Kohlehydrate dennoch gut verarbeiten Die Verdauungskapazität für Kohlenhydrate, ausser für Cellulose, bei der Katze ist sehr hoch. So beträgt die scheinbare Verdaulichkeit der Stärke z.B. aus grob zerkleinerten Mais- bzw. Weizenkörnern > 80 %, durch Kochen kann diese auf > 90 % ansteigen.

Wenn man sich über Kohlehydrathe (zum Beispiel Getreide) in der Katzenernährung unterhält muss man zwei unterschiedliche "Arten" berücksichtigen:

- das rohe und unverarbeitete Getreide das in diesem Zustand von der Katze nicht genutzt werden kann

- das durch Vorbehandlung in der Herstellung, aufgeschlossene Getreide das dem Aufschluss im Beutetier (Maus - als Bestandteil dessen Verdauung) entspricht.

Zu den gut verdaulichen Kohlehydrate, die sich auch im Katzenfutter wiederfinden, zählen u.a. aufgeschlossener Mais, gekochter Reis und aufgeschlossener Weizen.

Eine Sondergruppe der Kohlenhydraten sind die Ballaststoffe. Zum einen erfolgt durch Ballaststoffe ein verlängertes Sättigungsgefühl und zum anderen tragen sie durch ihren Rohfaseranteil, also die in ihnen enthaltenen unverdaulichen Ballaststoffe, zu einer guten Darmfunktion insbesondere für die Regulierung der Futterpassage im Dickdarm bei.

Nach meinen Recherchen komme ich zu folgendem Schluss:

- stimmt die Proteinzufuhr im Katzenfutter benötigen Katzen im Futter keine Kohlehydrate als Glucosequelle

- leicht verdauliche aufgeschlossene Kohlenhydrate können durchaus genutzt werden und entsprechen dem Mageninhalt von Beutetieren (halbverdaute Pflanzenteile bei Mäusen, Vögeln)

- nicht aufgeschlossene Stärke bzw. Stärke in zu großer Menge überfordert die begrenzte Anzahl von Enzymen im Körper der Katze, welche Kohlenhydrate abbauen können. Reicht die Anzahl nicht aus, so können nicht alle Kohlenhydrate verdaut werden und lösen eventuell Durchfall aus.

- schwerverdauliche Nahrungskomponenten tierischer oder pflanzlicher Herkunft (Rohfasern/Ballaststoffe) sorgen in einem ausgewogenem Maße für eine gute Verdauungsarbeit und zu einem verlängerten Sättigungsgefühl (Vermeidung von Übergewicht)

- aufgeschlossene Vollkorn-Getreide (zum Beipiel Gerste und Hafer) im Katzenfutter sind nicht grundsätzlich schlecht - es hängt von der Menge ab.
 

Phoebelein

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Also erst mal es gibt keine pflanzlichen und tiersiche Glucose. Glucose ist Glusose und hat immer die gleiche chemische Struktur.

es kann Glucose aus glucoplastischen Aminosäuren gewonnen werden ja mit Hilfe der Transaminase.
Und Glucose kann mit Hilfe der ß Oxidation aus Glycerin gewonnen werden.

Somit kann Glucose auf drei Wege in dem (Katzen) Körper gelangen. Einmal durch Polysacharide, die dann in Zweifachzucker (Sacharide ) gespalten werden un dann wiederum in Monosacharide ( Glucose, Mannose, Lactose).

Wenn von diesen drei Einfachzuckern nicht genügend vorhanden ist um die Glykolyse aufrecht zu erhalten wird Glucose aus den glucoplastischen Aminosäuren gewonnen mit Hilfe der Transaminase oder mit Hilfe der ß Oxidation aus Glycerin.
(Dieses vorgehen nennt man auch Gluconeogenese (Glucoseneubildung))
Allerdinges bevor dieses geschieht werden die Glucosespeicher im Körper angegriffen, die sind aber sehr begrenzt.

das soweit zum Stoffwechsel.....:|
 

Kitty Pride

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aufgeschlossene Vollkorn-Getreide (zum Beipiel Gerste und Hafer) im Katzenfutter sind nicht grundsätzlich schlecht - es hängt von der Menge ab.
Wobei die Frage ist wie hoch diese Menge sein darf.
Was mich in diesem Zusammenhang interessieren würde wäre das Verhalten dieser Getreide auf den pH-Wert einer Katze. Es heißt ja immer Kohlenhydrate wirken sich basisch auf den Urin aus und können so zur Ausflockung von Kristallen führen.
Wieviel Getreide ist also ok?
 

Anfänger

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Wobei die Frage ist wie hoch diese Menge sein darf.
Was mich in diesem Zusammenhang interessieren würde wäre das Verhalten dieser Getreide auf den pH-Wert einer Katze. Es heißt ja immer Kohlenhydrate wirken sich basisch auf den Urin aus und können so zur Ausflockung von Kristallen führen.
Wieviel Getreide ist also ok?
Zudem enthält Getreide viel pflanzliches Protein.
Cats are obligate (strict) carnivores and are very different from dogs in their nutritional needs. What does it mean to be an ‘obligate carnivore’? It means that your cat was built by Mother Nature to get her nutritional needs met by the consumption of a large amount of animal-based proteins (meat) and derives much less nutritional support from plant-based proteins (grains). It means that cats lack specific metabolic (enzymatic) pathways and cannot utilize plant proteins as efficiently as animal proteins.

It is very important to remember that not all proteins are created equal.

Proteins derived from animal tissues have a complete amino acid profile. (Amino acids are the building blocks of proteins.) Plant-based proteins do not contain the full compliment of the critical amino acids required by an obligate carnivore. The quality and composition of a protein is also referred to as its biological value.

The protein in dry food, which is often heavily plant-based, is not equal in quality to the protein in canned food, which is meat-based. The protein in dry food, therefore, earns a lower biological value score.

Another important issue with regard to the protein contained in a dry food is that it has been cooked at very high temperatures for a long period of time. This extensive cooking required to dry the product significantly decreases the biological value of the protein sources.
Quelle: www.catinfo.org

Desweiteren setzten größere Mengen an Kohlenhydraten die Verdaulichkeit von Proteinen herab und der fekale pH-Wert sinkt durch die unvollständige Kohlenhydratverdauung.
Zudem sind Katzen auf einen gleichmäßigen Glucosespiegel im Blut angewiesen, aufgrund ihres Glucogenese.
Quelle: http://www.catinfo.org/zorans_article.pdf
 

Katzenfan

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Wobei die Frage ist wie hoch diese Menge sein darf.....Wieviel Getreide ist also ok?
Eine gute Frage...
Der Verhaltensforscher Paul Leyhausen sprach davon, das eine durchschnittliche Bauernhofkatze pro Tag 1 - 2 Dutzend Mäuse fangen kann. Da eine Maus pro Tag ca. 10 g Getreide zu sich nimmt wären das bei 15 Mäusen schon 150g Getreide die sich in aufgeschlossener Form (vorverdaut) im Magen/Darm einer Tages-Maus-Ration befindet..
 
SabineSabine

SabineSabine

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::w...wenn die Maus zu dem Zeitpunkt gefressen wird, wo sie das komplette Getreide noch im Magen/Darm hat -- heißt sie war den ganzen Tag nicht aufm Klo ::bg ;-)
 

Katzenfan

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::w...wenn die Maus zu dem Zeitpunkt gefressen wird, wo sie das komplette Getreide noch im Magen/Darm hat -- heißt sie war den ganzen Tag nicht aufm Klo ::bg ;-)
...::bg ..ok.

Dann nehmen wir die 2 Dutzend (24 Mäuse) ergibt mit Mausverstopfung 240 Gramm und mit schöner Verdauung sind vielleicht noch 120 Gramm vorhanden. Ich denke es geht jetzt auch gar nicht um eine genaue Gewichtsangabe sondern um die Verhältnisse...
 
SabineSabine

SabineSabine

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...::bg ..ok.

Dann nehmen wir die 2 Dutzend (24 Mäuse) ergibt mit Mausverstopfung 240 Gramm und mit schöner Verdauung sind vielleicht noch 120 Gramm vorhanden. Ich denke es geht jetzt auch gar nicht um eine genaue Gewichtsangabe sondern um die Verhältnisse...
::w::bg klaro, fiel mir nur spontan so ein ::bg
es geht um den Grundsatz, wieviel Getreide/bzw.Kohlehydrate nimmt die Katze originär zu sich,
also wieviel an richtig dosierter/angereicherter "Substanz" pflanzlicher Herkunft wäre im Industriefutter angemessen,
weil auch in der Natur so vorgesehen...:wink:

Wenn eine Maus so ca.20-50 Gramm wiegt,
http://de.wikipedia.org/wiki/Feldmaus

und wir vom Mittelmaß ausgehen, also ca.35 Gramm,
ist ein durchschnittlicher Gehalt von 6 Gramm pflanzlichem Inhalt des Magen/Darmtraktes eigentlich ein Sechstel.....
ist jetzt nur die Frage, ob die 35 Gramm Maus brutto(mit Darminhalt) oder netto (ohne Darminhalt) sind,
denn bei Netto ist es ein Siebtel -- und zwar im "feuchten Zustand", ca. 70 % Feuchtigkeit hat eine Maus....;-)

wenn ich mir dann den Getreideanteil z.B. bei Grau anschaue, kommt das hin, 4% trocken entspricht ca 16% feucht....
 
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Anfänger

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Eine gute Frage...
Der Verhaltensforscher Paul Leyhausen sprach davon, das eine durchschnittliche Bauernhofkatze pro Tag 1 - 2 Dutzend Mäuse fangen kann. Da eine Maus pro Tag ca. 10 g Getreide zu sich nimmt wären das bei 15 Mäusen schon 150g Getreide die sich in aufgeschlossener Form (vorverdaut) im Magen/Darm einer Tages-Maus-Ration befindet..
Ähm Volker, eine Hausmaus wiegt 20-25g. Du glaubst nicht im Ernst, dass eine solche Maus 10g Getreide enthält 8O
Im Übrigen sind Hausmäuse keine Getreidefresser, sondern sie leben omnivor, sprich sie fressen auch viele Insekten (=gut verdauliches Protein). Viele Mausarten sind gar reine Insektenfresser.
Getreide gehört auch eher bedingt zur Ernährung, Mäuse ernähren sich wildlebend eher von Kleinsämereien wie Grassamen, Nüssen und Wurzeln.

Um vielleicht mal einen kleinen Vergleich zu geben:
Die bis zu 115g schweren Rennmäuse benötigen 10g Futter pro Tag, wobei dieses hauptsächlich aus fettarmen Sämereien, Hirse und Trockengemüse besteht.
Selbst wenn eine solche Rennmaus in der Natur 15-20g fressen würde, so nimmt die Katze diese Menge nicht direkt auf. Kleinnager haben einen sehr schnellen Stoffwechsel, folglich wird die Nahrung sehr schnell verarbeitet.
 
SabineSabine

SabineSabine

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..sind Hausmäuse keine Getreidefresser, sondern sie leben omnivor, sprich sie fressen auch viele Insekten (=gut verdauliches Protein). Viele Mausarten sind gar reine Insektenfresser.
Getreide gehört auch eher bedingt zur Ernährung, Mäuse ernähren sich wildlebend eher von Kleinsämereien wie Grassamen, Nüssen und Wurzeln.

Um vielleicht mal einen kleinen Vergleich zu geben:
Die bis zu 115g schweren Rennmäuse benötigen 10g Futter pro Tag, wobei dieses hauptsächlich aus fettarmen Sämereien, Hirse und Trockengemüse besteht.
Selbst wenn eine solche Rennmaus in der Natur 15-20g fressen würde, so nimmt die Katze diese Menge nicht direkt auf. Kleinnager haben einen sehr schnellen Stoffwechsel, folglich wird die Nahrung sehr schnell verarbeitet.
::wklar, die Mäuse fressen auch andere Dinge als Getreide, vor allem wenn keins dort wächst, wo sie "ansässig sind".
Ich denke mal das variiert erheblich je nach Standort und wie einfach sie an welche Nahrung gelangen...

Es stellt sich für mich vor allem die Frage, wieviel an pflanzlichem ist noch o.k. und ab wann wird es "katzenuntypisch"....
Allerdings werden in den gängigen Futtermitteln ja pflanzliche Nahrungsmittel als "Ausgangsprodukt" für Bestandteile hergenommen, die die Katze sonst aus den tierischen Bestandteilen der Maus zieht, und das find ich nicht wirklich prickelnd .....:?
 

Anfänger

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Es stellt sich für mich vor allem die Frage, wieviel an pflanzlichem ist noch o.k. und ab wann wird es "katzenuntypisch"....
Ich denke das kann man schwer beantworten.
Fakt ist offensichtlich, dass die Katze ohne Kohlenhydrate sehr gut leben kann. Aufgrund der eher mageren Verdaulichkeit von Pflanzenprodukten können diese allerdings gut als Ballaststoffe eingesetzt werden.
Größere Mengen an Kohlenhydraten führen zu erheblichen Veränderungen im Stofwechsel, deren Folgen teilweise nicht absehbar sind.
Desweiteren treten Kohlenhydrate in Form von Getreide mit anderen Stoffgruppen wie pflanzlichen Proteinen auf, die ernährungsphysiologisch als eher ungünstig zu betrachten sind.

Meine Schlussfolgerung:
Pflanzliche Stoffe ja, allerdings im Rahmen von 5-10% als Ballaststoffe.
 

Phoebelein

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Zudem sind Katzen auf einen gleichmäßigen Glucosespiegel im Blut angewiesen, aufgrund ihres Glucogenese.
Quelle: http://www.catinfo.org/zorans_article.pdf
genau Katzen haben immer eine gleichbleibende Gluconeogenese aus glucoplastischen Aminosäuren. Auch wenn man denen z.b ein proteinarmes Futter gibt die Katze verstoffwechselt trotzdem den gleichen % Satz von Protein in Glucose. Dieser Meachanismus ist immer gleich und bleibt auch beim Proteinarmes, proteinreichens und Kohlenhydratreiches Futter gleich.
Weshalb die Katzen immer eine bestimmt Mindestmenge an Protein benötigt.

deshalb kommt die Katze auch ohne extra Kohlenhydrate im Futter aus...
 

Katzenfan

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Im Übrigen sind Hausmäuse keine Getreidefresser, sondern sie leben omnivor, sprich sie fressen auch viele Insekten (=gut verdauliches Protein). Viele Mausarten sind gar reine Insektenfresser.
Getreide gehört auch eher bedingt zur Ernährung, Mäuse ernähren sich wildlebend eher von Kleinsämereien wie Grassamen, Nüssen und Wurzeln.
Die Gattung der Mäuse i.e.S. (Mus) ist weltweit verbreitet. Es gibt etwa 20 Arten. Alle Arten sind sich im Aussehen und ihrer Lebensweise so ähnlich, dass es schwierig ist, sie auseinander zu halten. Hausmäuse bevorzugen Getreide und Getreideprodukte auch wenn sie als Allesfresser gelten. Du kannst ja mal einem Landwirt erzählen das er in seinem Getreidespeicher gar keine Angst vor Mäusen haben muss...

Du glaubst nicht im Ernst, dass eine solche Maus 10g Getreide enthält
Ehrlich gesprochen habe ich keine Ahnung wieviel eine Maus frißt, die Aussage kam von Paul Leyhausen den man leider nicht mehr fragen kann...
 

Katzenfan

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Fakt ist offensichtlich, dass die Katze ohne Kohlenhydrate sehr gut leben kann..
Ist das so? Mal abgesehen davon das sie keine Kohlenhydrate benötigen um den Glucosespiegel im Blut aufrechtzuerhalten.

Größere Mengen an Kohlenhydraten führen zu erheblichen Veränderungen im Stofwechsel
Was sind für dich größere Mengen? Wieviel Gramm oder % im Katzenfutter?
 

Katzenfan

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Fakt ist offensichtlich, dass die Katze ohne Kohlenhydrate sehr gut leben kann..
Kannst du mir dann bitte einmal erklären warum im Zusammenhang mit Diabetis auch immer wieder Kohlenhydrate erwähnt werden?

Bis vor kurzer Zeit beschränkten sich die klassischen Diäten für diabetische Katzen auf eine Reduzierung des Fettanteils und einen hohen Faser- und Kohlenhydratgehalt.

Neuere Erkenntnisse weisen jedoch darauf hin, dass Diäten mit erhöhtem Proteingehalt und geringem Stärkeanteil eine bessere Kontrolle der Glykämie ermöglichen und die Wahrscheinlichkeit einer Remission erhöhen (Bennet, 2001; Franck, 2001)

Auch die Art der Kohlenhydratquelle ist von Bedeutung: Weniger stark raffiniertes Getreide und Getreidearten mit niedrigem glykämischen Index wie Gerste und Mais lösen eine schwächere postprandiale Glykämie aus als beispielsweise Reis (Sunvold, 1998).

Klinische Versuche mit diabetischen Katzen, die kohlenhydratarme aber proteinreiche Diäten erhalten, zeigen gegenüber der traditionellen Behandlungsweise eine bessere Kontrolle der Glykämie, eine Reduzierung der Insulindosierung und eine höhere Remissionsrate (60 gegenüber 10% der Katzen) (Bennet, 2001; Frank, 2001).

Diese neuartigen Diäten stimulieren die Insulinsensibilität so wirksam, dass die Insulindosierung und die Glykämie in der Einleitungsphase aufgrund des Hypoglykämierisikos sehr eng überwacht werden müssen.

Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich die Extruder-Technologie erheblich weiterentwickelt, so dass heute Trockenfuttermittel mit einem Kohlenhydratanteil von unter 20 % und einem Proteingehalt von über 45% der Trockenmasse hergestellt werden können.

Es ist also heute möglich, ein Trockenfutter zu formulieren, dass die postprandiale Glykämie reduziert. Ein ad libitum dargereichtes Trockenfutter fördert die katzengerechte Aufnahme zahlreicher kleiner, über den Tag verteilter Rationen. Diese Verteilung der Mahlzeiten unterstützt die Kontrolle der postprandialen Glykämie zusätzlich.

Die jüngsten Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass das diätetische Behandlungsmanagement für Diabetes bei der Katze durch die Anwendung von Diäten mit erhöhtem Proteingehalt (> 45% in der TM) und mäßigem Stärkeanteil (< 20% in der TM) erheblich verbessert werden kann (Verringerung der Insulindosierung, Steigerung der Remissionshäufigkeit).

Die Grundlage für diese Diäten bildet Getreide mit niedrigem glykämischen Index. Der hohe Arginingehalt (> 2,5% TM) stimuliert die endogene Insulinsekretion. Mucilagene wie Psyllium tragen aufgrund ihrer Viskosität zur Kontrolle der postprandialen Glykämie bei. Die mäßige Energiedichte dieser Futtermittel und die L-Carnitin-Supplementierung tragen ebenfalls zur Optimierung des Ernährungszustandes und der Insulinsensibilität bei.
 
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Kohlehydratstoffwechsel

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