Kitty - Epilepsie

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Hope75

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Hallo liebe Katzenfreunde!


Wir sind am verzweifeln. Unsere kleine Kitty ist erst 1 Jahr und 4 Monate. Wohnungskatze, geimpft, kastriert. Total aufgweckt, verspielt und noch nie irgendwie krank.

Am Sonntag fing sie plötzlich an zu speicheln. Sie bekam große, schwarze Augen, stand ganz still und ihr liefen richtige Sabberfäden aus dem Mund. Nach 10 Sekunden war alles wieder normal. Sie hat gespielt, gefressen, geschmust. Alles wie immer. Das ist vielleicht so vier mal passiert. Wir haben gedacht, dass sie was mit den Zähnen hat und wollten gleich am Montag morgen zum Tierarzt.



In der Nacht bekam sie dann plötzlich Krämpfe. Es fing wieder mit dem starken Speicheln an, dann zuckte sie, kippte um und krampfe am ganzen Körper. Es war grauenhaft, wir dachten sie stirbt uns. Danach war sie eine Minute neben der Spur, stand dann auf und hat viel gefressen. Wir blieben dann natürlich bei ihr. Als sie zwei Stunden später wieder krampfte, haben wir sofort in der Tierklinik angerufen (eine Stunde entfernt). Sie sagten uns, dass sie nichts weiter machen könnten außer Blut abnehmen. Wir sollten ihr den Fahrstress ersparen
und am Montag zu unserem Tierarzt gehen (den und alle anderen Notfallärzte bei uns haben wir in der Nacht nicht erreicht!!). Bis dahin hatte sie dann noch weitere Anfälle, mal nur mit Speicheln, mal mit den schlimmen Krämpfen.


Beim Tierarzt wurde sie untersucht, Blut abgenommen, hatte dort keinen Anfall. Alles sah gut aus. Am nächsten Tag sollten wir wieder kommen. Über den Tag verteilt immer wieder Anfälle, in der Nacht "nur" zwei. Wir dachten schon, die kleine Maus hätte es überstanden. Aber am Dienstag Morgen ging es plötzlich wieder los. Anfälle (mal leichtere, mal schlimmere) in immer kürzeren Abständen. Den letzten nach nur 15 Minuten! Zwischendurch hat sie immer unglaublich viel gefressen. Sie hatte schon einen ganz dicken Bauch und sichtlich Bauchschmerzen. Sind sofort zum Tierarzt, der zum Glück schon eher da war. Dort bekam sie Diazepam. Blutwerte waren alle in Ordnung. Sind dann sofort in die Tierklinik gefahren. Dort Untersuchungen, MRT, alles ohne Befund. Fip und Toxoplasmose sei laut MRT unwahrscheinlich, heute kommt der genaue Befund. Kein Tumor. Vergiftung schließen sie aus. Laut allen Untersuchungen müsste sie komplett gesund sein. Sie sagen, es wäre Epilepsie. Dort krampft sie jetzt nicht mehr, hängt am Tropf und bekommt die höchste Dosis Diazepam. Wird auf Luminaletten eingestellt und sobald sie wieder von alleine frisst (liegt jetzt nur, weil unser armer, kleiner Schatz regelrecht zugedröhnt wurde), sollen wir sie nach Hause holen. Tabletten geben und alles wird wieder gut.


Das alles ging unglaublich schnell. Samstag war noch alles in Ordnung, Sonntag das Speicheln, Montag Krämpfe und seit Dienstag in der Tierklinik. Wir fühlen uns so elend, weil wir sie dort nicht gleich hingebracht haben. Kann das wirklich "nur" Epilepsie sein? Lese seit Tagen alles mögliche im Internet. Da gibt es natürlich auch schlimme Geschichten, aber nie so plötzlich und schlimm wie bei unserer Kitty. Wir dachten an eine Vergiftung, aber die Tierklinik sagt, da wären die Symptome anders. Würde man eine Vergiftung an den Blutwerten erkennen? Wir wüssten aber auch gar nicht, woran sie sich vergiftet haben soll. Haben Orchideen, aber in den Raum kommt sie nur mit unserer Aufsicht. Rattengift/Schneckengift haben wir alles nicht. Putzmittel haben wir nur wenige und die sind alle weggeschlossen. Es hat sich nichts verändert, nicht neues gekauft, keine Futterumstellung. Wir sind so verzweifelt.



Von der Tierklinik fühlen wir uns schlecht behandelt. Melden sich nie, obwohl sie es sagen. Ständig müssen wir hinterher telefonieren. Eine Ärztin (nicht die bei der Aufnahme) wollte uns Kitty am Mittwoch wieder mitgeben mit der Antwort "es kann schon vorkommen, dass eine Katze EINMAL krampft." Sie war dann total geschockt, wo wir ihr sagten, dass sie viertelstündlich krampfte. Erklären uns nicht wirklich, was sie überhaupt mit Kitty machen. Alles müssen wir hundertfach hinterfragen. Von uns kam die Idee mit den Luminaletten. Von ihnen kam da nichts. Das kann doch alles nicht sein?!? Eigentlich hat die Klinik total gute Bewertungen. Und wir haben hier keine andere in der Nähe. Uns geht auch langsam das Geld aus, es ist zum verzweifeln. Habt ihr irgendwelche Tipps/Ratschläge?


Sie konnte übrigens noch normal aufs Katzenklo. Kein urinieren/koten beim Anfall. Kein Durchfall. Aber am Sonntag hat sie ihr Geschäft einmal in eine Ecke gemacht. Das hatte sie noch nie vorher. Von Anfang an geht sie immer aufs Katzenklo. Die Anfälle dauern nicht lange. Etwa eine Minute.
 
ChicadelaPalma

ChicadelaPalma

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Herzlich Willkommen im Forum.::wgelb


Die arme kleine Kitty. Wo wohnt ihr denn?
Vielleicht kann jemand hier eine andere Praxis oder Klinik empfehlen.


Epilepsie kann verschiedene Ursachen haben. Gab es einen Befund?


Eine Minute finde ich ganz schön lange.
 

waldi

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wenn organisch alles ausgeschlossen wurde, scheint es tatsächlich Epilepsie zu sein. Grad der große Hunger nach so einem Anfall ist m.W. nach typisch. Obwohl es auch anders sein kann.
Ich habe schon oft Berichte gelesen, wo die Katzen mit diesen Luminaletten gut eingestellt waren und man damit leben konnte - ja auch mußte.
Vl. würde es auch Sinn machen, die MRT-Bilder noch einem anderen TA zu zeigen, wenn Du mit dieser Klinik sowieso nicht zufrieden bist und somit ja auch das Vertrauen fehlt, das man bei so einer schweren Erkrankung ja unbedingt haben sollte.
Ich finde es unmöglich von den TÄ, einen da so alleine zu lassen!


habe grade mal bei FB geschaut, da gäbe es u.a. diese Gruppe:


https://www.facebook.com/katzenepilepsie/


vl. findest Du dort Hilfe


Lg
Waldi
 

Hope75

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Wir wohnen in der Nähe von Dresden. Vielleicht habt ihr recht und wir sollten nochmal Tierarzt oder Tierklinik wechseln.


Einen Befund gibt es nicht. Alles bei ihr schaut super aus. Deswegen tippen die Ärzte auf primäre Epilepsie. Hatten aber noch nie einen so plötzlichen und heftigen Fall :-(



Sie haben jetzt ihre Dosis runtergesetzt, weil sie ja schon nicht mehr von alleine essen/aufstehen konnte. Aber da fingen sofort die Anfälle wieder an :-(


Und wegen der Dauer der Anfälle hatte der Tierarzt gesagt, dass die Anfälle eigentlich zu kurz sind für eine primäre Epilepsie.
 
Julchen94

Julchen94

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Ich würde auch empfehlen, eine andere Klinik zu suchen. Da gibt es doch bestimmt etwas bei Euch in der Nähe?!::w
 
ChicadelaPalma

ChicadelaPalma

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Auch ich würde auf jeden Fall eine zweite Meinung einholen wenn es die Finanzen zulassen. Sicherlich kann man auch um Ratenzahlung bitten.


Bitte halte uns auf dem Laufenden.


Und schicke doch mal ein Foto von deiner Kitty.::l
 
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ChicadelaPalma

ChicadelaPalma

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So ein hübsches Tigerchen.


Ich hoffe auf bessere Nachrichten::?


Bei menschen machen die Medis auch völlig müde und schlapp. Aber sicherlich auf jeden Fall besser als ein weiterer Anfall.



Hast du mal in diese Gruppe die Waldi gefunden hat geschaut?


Die besten Tipps habe ich immer von selbst Betroffenen bekommen.
 

Hope75

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Leider war es keine Epilepsie...


Wir haben unsere kleine Maus am Freitag Abend nach Hause geholt, total benebelt. Am Samstag lag sie nur, hat nicht gefressen/getrunken, zu fertig um ihr Köpfchen zu heben. Blut im Urin. Die Tabletten (Luminaletten, Antibiotika, Kortison) haben wir ihr nicht gegeben, das hätte sie nur gequält. Wir dachten, sie übersteht die Nacht nicht.



Am Sonntag guckt sie uns plötzlich an und mauzt. Trinkt und frisst ein bisschen, ist wieder anwesend. Immer noch Blut im Urin. Keine Krämpfe.



Montag wurde es noch besser, wieder gut gegessen und getrunken, sogar aufgestanden und ein paar Schritte durch die Wohnung geschwankt. Kein Blut/Urin/Kot. Tierarzt angerufen, der vermutet Blasenentzündung. Schmerzmittel und Antibiotika gegeben.



Dienstag fit genug für den Tierarzt. Der stellt eine unglaublich große, volle Blase fest. Drückt sie aus und raus kommen Unmengen Blut und Schleim:-( Ihre Blase hat sich einfach zersetzt. Der Tierarzt weiß nicht warum, denkt aber dass das die Ursache für die Krämpfe war.


Sie war noch so tapfer und hat sich da raus gekämpft. Wurde stündlich fitter. Aber ihre Blase war nicht mehr zu heilen. Der Tierarzt kann sich nicht erklären, warum sie keine schlimmen Schmerzen hatte und sogar gefressen/getrunken hat. Aber so hatten wir wenigstens noch ein paar schöne Stunden mit ihr. Gestern Abend mussten wir sie dann erlösen :-(


Wir vermissen sie schrecklich!
 
Julchen94

Julchen94

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Das tut mir sehr leid, die Diagnose war hoffnungslos.

Die arme kleine Maus, nun hat sie keine Schmerzen mehr.

Es ist schrecklich, wie schnell das manchmal geht.
Auf einmal muss man Abschied nehmen und sie sind nicht mehr da.

Machs gut kleine Maus, und hab eine schöne Zeit im Regenbogenland bei unseren Sternchen. Du wirst sehr vermisst, und die Erinnerung an Dich wird für immer im Herzen bleiben...

 
ChicadelaPalma

ChicadelaPalma

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Wie furchtbar. Ich hatte so auf ein gutes Ende gehofft.


Aber gut dass sie sich nicht mehr quälen muss.


Mein ganz herzliches Beileid::l
 

waldi

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es tut mir so unendlich leid, die Maus war noch so jung....
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft jetzt.....::knuddel::knuddel::knuddel
 

Hope75

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Danke für euer Mitgefühl. Knuddelt eure kleinen vierbeinigen Familienmitglieder von mir, ich hoffe das sie euch noch ganz lange begleiten und glücklich machen werden!


Und ich hoffe meiner Kittymaus geht es gut, wo auch immer sie gerade ist.
 

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