Katzennachwuchs

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eule

Gast
Hallo,
wie richtet man am besten ein nest für eine trächtige katze
ein?
und stellt es ein problem dar wenn noch ein zweites weibchen im haushalt
ist.Die zwei kennen sich noch nicht so lange,aber es kommt eigentlich zu überhaupt keinen kampfhandlungen ausser ein bischen durch haus jagen.
mfg ralf
 
18.04.2003
#1

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ceolbeatha

ceolbeatha

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Hallo Ralf,

hier ein paar Infos für Dich:

Trächtigkeit: Wichtig ist die gehaltvolle Ernährung, wobei das Angebot nach Bedarf (Appetit der Katze, Größe des zu erwartenden Wurfes) erfolgen soll, jedoch gegen Ende der Trächtigkeit nicht mehr als 50% über der Normalmenge liegen sollte. Nicht Quantität sondern Qualität des Futters kommt dem Wurf zugute!
Licht und Sauerstoff sind für die optimale Entwicklung des Nachwuchses ebenso wichtig. Die gewohnte Bewegung tut der Katze weiterhin gut. Sie sollte einerseits nicht zu ruhig gehalten werden, um die Muskulatur nicht zu schwächen, andererseits aber unbedingt an zu gewagten Sprüngen und Tobereien gehindert werden (das sieht die Katze meist anders!). Absolut zu vermeiden sind alle Streßsituationen: Reisen, Streitigkeiten mit Mitkatzen. Grundsätzlich sollen keinerlei Medikamente ohne tierärztliche Anweisung gegeben werden!
Es empfiehlt sich, die trächtige Katze regelmäßig zu wiegen. Allerdings ist von der Zunahme nicht unbedingt ein Rückschluß auf die zu erwartende Anzahl der Jungtiere möglich. Eher gilt folgende Faustregel: Erwartet die Katze 6 oder mehr Jungtiere, kann sie sich meist ab der 7.Woche nicht mehr ohne Hilfe im Genitalbereich säubern und muß dabei unterstützt werden. Ab der 7.Woche sind die Bewegungen der Föten durch die Bauchdecke gut zu fühlen, gelegentlich auch regelrechte Spielstunden zu beobachten.

Gegen Ende der Trächtigkeit, rechtzeitig vor dem errechneten Termin, sind nun einige Vorbereitungen für das große Ereignis zu treffen:
Um zu vermeiden, daß die Katze an einem aus menschlicher Sicht ungeeigneten Platz wirft, sollte sollte man ihr an einem ruhigen Platz der Wohnung, an dem sie später werfen soll, eine Wurfkiste bereitstellen. Gut geeignet ist dafür ein Wäschekorb, ein Kennel (der später den Deckel aufgesetzt bekommt, Mütter lieben Höhlen) oder ein stabiler Karton in ausreichender Größe. Die Wurfkiste wird mit einer festen Unterlage (Schaumstoft) und sauberen Tüchern ausgestattet. Nicht geeignet sind Frotteetücher, da die Jungtiere ihre Krallen anfangs nicht einziehen können und in den Schlingen hängen bleiben!
Eine Erstgebärende sollte rechtzeitig an die Wurfkiste gewöhnt werden. Die ausgiebigen Schmusezeiten mit der Katze sollten auch genutzt werden, um die oft festsitzenden Verkrustungen an den Zitzen vorsichtig zu entfernen. Eine kritische Zeit der Trächtigkeit besteht um den 10. Tag vor dem errechneten Geburtstermin herum. Die meisten Komplikationen, wie z.B.Fehlgeburten, ereignen sich zu diesem Zeitpunkt. Eine Fehlgeburt verläuft wie eine normale Geburt, ist jedoch meist von starken Blutungen begleitet. Die zu früh geborenen Welpen sind nicht lebensfähig, selbst wenn sie ein ausreichendes Gewicht von 70-75 g aufweisen.
Etwa ab dem 60. Tag sollte die Katze nachts nicht mehr ohne Aufsicht bleiben. Spätestens jetzt ist auch der Tierarzt von dem bevorstehenden Ereignis zu informieren. Angesichts einer Wochenendgeburt muß die tierärztuche Versorgung geklärt werden. Dann beginnt die nervenaufreibende Zeit des Wartens. Die Katze liegt schnurrend in der Kiste, solange man daneben sitzt und ihr Bäuchlein streichelt.
Erste konkrete Anzeichen der bevorstehenden Geburt lassen hoffen, daß die Sache nun bald in Gang kommen könnte: 1-2Tage vor der Geburt (manchmal allerdings auch schon Tage vorher) schwellen die Milchleisten und Kolostralmilch tritt auf Druck aus. Die Bänder im Beckenbereich erschlaffen, so daß die Katze an den Flanken wie eingefallen wirkt. Als Folge zeigen sich oft erste leichte Schleimabsonderungen. Die Tragzeit der Katze liegt zwischen dem 63. und 70. Tag, vom ersten der Tag der Verpaarung an gerechnet.
Es besteht kein Grund zur Beunruhigung solange sich die Katze wohlfühlt, gesund wirkt und die Föten sich bewegen.
Ein Hilfsmittel zur Ermittlung einer bevorstehenden Geburt besteht in der Tatsache, daß etwa 24 Stunden vorher die Körpertemperatur um ein Grad absinkt (normal 38,60). Allerdings bleibt auszuprobieren, ob die Katze sich die fortlaufenden Messungen gefallen läßt.
Geburt Dem viel geäußerten Spruch ”Das macht die Natur ganz allein!” sollte nicht unkritisch gefolgt werden. Sicherlich- im Normalfall bewältigt eine Katze die Geburt völlig selbständig, so daß sich die menschliche Hilfe auf guten Zuspruch beschränken kann. Dennoch sind bei den komplexen Abläufen einer Geburt so viele Komplikationen denkbar, daß man diesen nicht unvorbereitet begegnen sollte.
1. Phase: Senkungs- oder Eröffnungswehen:
Sie erweitern die Geburtswege und schieben die Ungeborenen abwechselnd aus den beiden Hörnern in Richtung Geburtskanal. Bei Erstgebärenden kann diese Phase mehrere Stunden dauern. Sie beginnt oft unbemerkt mit einer Art Schluckauf einem dabei angestrengten Blick. Die Katze liegt ausdauernd und schnurrend bei verstärkter Atmung in der Wurfkiste. Der Raum sollte eine Mindesttemperatur von 22 Grad aufweisen, um ein Auskühlen der Neugeborenen zu vermeiden, die ihre Körpertemperatur während der ersten Tage nach der Geburt noch nicht selbständig regulieren können. Die ersten angedeuteten Wehen gehen bald über in deutlichere Kontraktionen der Hinterleibsmuskeln, die zunächst in größeren Abständen, dann immer häufiger auftreten und von einzelnen Wehen in ganze Wehenseden übergehen. Da die Katze nun Druck im Beckenbereich spürt, läuft sie oft zwischen Wurfkiste und Toilette hin und her (man muß ein Auge darauf haben, daß nicht ein Welpe auf der Toilette geboren wird und in die Streu fällt!), leckt After und Vagina und lockert damit das Gewebe. Besonders nervöse Katzen sind nur mühsam in der Kiste zu halten. Bewegung zwischen den Wehen tut jedoch vielen Katzen gut (Entkrampfung) und regt Überdies die Wehentätigkeit an. Ansonsten hilft hier nur gutes Zureden, Geduld und fortwährende Versuche, die Katze für die Wurfkiste zu begeistern, denn nun kann jederzeit mit dem Erscheinen eines Welpen gerechnet werden.

2.Phase: Preßwehen:
Wenn ein Welpe vor dem Geburtskanal liegt, gehen die Eröffnungswehen in die weitaus kräftigeren Preßwehen über, die in Serien kommen. Damit geschieht die eigentliche Austreibung der Föten. Jetzt platzt im Mutterleib die “äußere Fruchthülle und das Fruchtwasser tritt aus. Bald darauf zeigt sich am Scheidenausgang die innere Fruchthülle mit dem darin befindlichen Jungtier. Viele Katzen liegen während der Austreibungsphase und stützen sich an den Seiten der Wurfkiste ab.
Manche Katzen nehmen die Hockstellung ein, eine recht günstige Haltung für die Austreibung. Im Normalfall wird das Jungtier in der Fruchthülle innerhalb von 1~3O Minuten nach Einsetzen der Preßwehen geboren. Dabei kann es passieren, daß sich der bereits sichtbar gewordene Teil immer wieder zurückzieht, um dann bei der folgenden Wehenserie wieder zum Vorschein zu kommen. Beim Austritt des ersten Welpen aus der Vagina kann die Katze große Schmerzen haben und schreien, nicht selten auch zubeißen. Sie muß unbedingt gehindert werden, vor Schmerz in das noch halb feststeckende Baby hineinzubeißen! Es ist ohne Belang, ob das Jungtier in Kopflage oder Steißlage (Schwanz und Hinterbeine zuerst) geboren wird. Nicht immer bleibt die Fruchthülle bei der Austreibung intakt. Wenn sie nicht schon unter der Geburt aufgerissen ist, wird die Mutter sie öffnen und das klitschnasse Neugeborene durch emsiges Putzen versorgen, zunächst im Kopfbereich. Danach beginnt sie, die Plazenta aufzunehmen und die Nabelschnur durchzutrennen (es empfiehlt sich bei einer unerfahrenen Katze, Daumen und Zeigefinger zwischen Bauchdecke des Jungtieres und Zähne der Mutter zu halten, damit nicht zu kurz abgenabelt wird!).
Ein gesundes, kräftiges Jungtier beginnt nach dieser Prozedur trotz seiner Winzigkeit laut zu schreien und macht sich mit schaukelnden Suchbewegungen des Kopfes auf den Weg zur Zitze. Wenn die Geschwisterchen geboren werden, hängt es meist schon fest daran.
Die Geburt des folgenden Welpen kann unterschiedlich lange auf sich warten lassen. Manche Katzen bekommen ihre Welpen so schnell nacheinander, daß die einzelnen kaum zu versorgen sind, bei anderen setzen die Wehen für einige Zeit ganz aus und die Jungtiere kommen in größeren, unregelmäßigen Abständen( 1-2 Stunden). Hin und wieder scheint die Geburt bereits beendet, am folgenden Tag findet sich aber ein weiteres Kitten in der Wurfkiste, gesund und munter hoffentlich.
Wenn die Geburt abgeschlossen ist, alle Nachgeburten eingeschlossen, die Mutter erschöpft, aber schnurrend in der Kiste liegt, wäre eine kleine Stärkung wohl angebracht, nicht unbedingt für die Geburtshelfer sondern für die Katze: Catmilk mit Traubenzucker und Eigelb.

Die erste Zeit nach der Geburt:
Wenn die Jungtiere alle ihre Zitze gefunden und sich daran festgesaugt haben, die Mutter sich gründlich geputzt hat, die Tücher ausgewechselt sind und im Wurfzimmer Ruhe eingekehrt ist, beginnt für alle, Menschen und Katzen, eine spannende und aufregende Zeit. Was allerdings die kleinen Hauptakteure betrifft, so tut sich zunächst enttäuschend wenig: Schlafen, Trinken, Trinken, Schlafen, vielleicht ein bißchen Raufen. Wichtig ist vor allem, daß alle Neugeborenen genügend Kolostralmilch aufnehmen, die nur in den ersten Tagen fließt und besonders reich an Antikörpern ist. Sollte ein einzelnes Jungtier etwas trinkfaul sein, muß man es aus diesem Grund immer wieder an die Zitze ansetzen und zum Trinken anhalten. Tägliches wiegen bietet die beste Kontrolle, ob sich alle Jungtiere optimal entwickeln. Sie sollten ihr Geburtsgewicht in der ersten Woche verdoppeln und in den folgenden Wochen jeweils etwa 100 g zunehmen. Die Katzenmutter muß während der ersten Tage nach der Geburt gut beobachtet werden. Stärkere Blutungen etwa, erhöhte Temperatur, apathisches Verhalten sind Alarmzeichen, die eventuell auf eine Gebärmutterenzündung hindeuten. In dem Fall sollte schnell reagiert werden. Einem eventueller Milchstau kann, rechtzeitig entdeckt, meist durch Massieren oder Kühlen begegnet werden. Auf regelmäßigen Stuhlgang ist zu achten. Häufig sind Katzen nach einer Geburt verstopft. Die Pflege des Nachwuchses regelt die Katzenmutter selbständig. Der Pflegetrieb wird erst durch das Mütterlichkeitshormon ausgelöst.

So, das wars erstmal :lol:

Viele Grüße
Marion
 

Kathy

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Hallo!
Zu Marions ausführlichem Bericht kann ich nur ein wenig zufügen:
Ich kann aus eigener Erfahrung berichten oder besser gesagt nicht berichten, da ich alles verschlafen habe :twisted: !
Meine Cleo bekam ihre 3 Babys ohne Hilfe unter dem Bett und ich habe nichts mitbekommen!!!
Wichtig ist, daß alle Versteckmöglichkeiten ausgeschlossen werden. Biete mehrere Geburtskisten an, die für dich gut erreichbar sind. Bei Cleo war es so, daß sie die Decken aus ihrer eigendlich favorisierten Kiste unter meinem Kopfteil verteilt hat... das war in der Nacht von Karfreitag auf Ostersamstag vor 11 Jahren, fällt mir gerade ein...Die Tierärztin damals hat sich mit dem Termin total verschätzt!
Was das Futter angeht, so wird empfohlen Kitten-Futter wegen der hohen Nährstoffkonzentration zu geben, auch während der Säuge-Zeit!
Was nun die andere Katze angeht kann ich dir auch nur aus meiner Erfahrung berichten: Neuzugang Cleo und meine Peewee haben sich bis zur Geburt der Babys überhaupt nicht verstanden. Danach war alles in Butter und Cleo hatte sogar ein super Kindermädchen! Wenn es bei dir auch so sein sollte mußt du nur aufpassen, daß die andere Katze sich nicht die Babys holt... Peewee hat sie immer weggeschleppt und sogar versucht zu säugen...und ich durfte sie dann immer zur Mama bringen damit sie ihre Milch bekommen!
Jetzt habe ich zwar mehr davon erzählt wie es bei mir war, aber vielleicht ist auch etwas hilfreiches dabei...ich hätte noch einen endloslangen Text mit Anekdoten schreiben können, aber will ja nicht übertreiben!
 

Katzenfan

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..Beitrag ausgebuddelt und als Wichtig gepinnt..
 

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:lol: den hab ich schon sehr lange hier in meinen Abo`s,hoffentlich wird er oft gelesen.
Das hat Ceolbeatha ganz toll zusammengefaßt,danke dafür nochmal::w
 
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