Katze im Alter

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Irina Starker

Irina Starker

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Hallo liebe Katzenfreunde
ich bin neu hier und versuche meinen ersten Beitrag zu schreiben, gleich mit meinen Sorgen wegen meiner heißgeliebten Nele, sie wurde im März 17 Jahre
Seit ca. einem halben Jahr beobachte ich meine Nele mit Argusaugen, also noch vielmehr als die Jahre zuvor.
Es ist das Thema: alte Katze, geht es ihr gut, was kann ich noch für sie tun, wie merke ich, ganz konkret, wenn es garnicht mehr geht usw.usf.
Also: Nele lebte bis vor 2 Jahren mit ihrer Schwester Naila seit deren 12. Lebenswoche bei mir. Vor 2 Jahren mußte ich ganz plötzlich am Wochenende in der Tierklinik
Naila einschläfern lassen. Ich kam mit der nun toten Naila im Arm nachts wieder nach Hause und gab Nele Gelegenheit, ihrer Schwester zu beschnüffeln.
Am Morgen begruben wir dann Naila. Nele brauchte gut 6 Monate, um das zu verarbeiten. Zum Anfang wich sie mir aus
Dann suchte sie den Kontakt, der seitdem immer enger wurde und auch noch wird. Ich habe das Gefühl, als ob sie körperlich immer nur ganz eng bei mir sein will.
Als ihre Schwester noch lebte, hat sie sich nicht so verhalten, diesen Part hatte ihre Schwester abonniert.
Vor etwa 4 Jahren ging es Naila so schlecht, dass der TA sagte, da hilft nur noch einschläfern. Ich suchte und fand auf die schnelle eine wunderbare TA-tin, deren Ausbildung
neben dem Vet-Studium mit Dr. Titel auch eine mehrjährige intensive Ausbildung zur Tierheilpraktikerin beinhaltet. Diese Kombination empfinde ich als optimal.
Mit ihrer Hilfe und steten Betreuung erholte sich Naila und wir hatten noch 2 schöne Jahre. Auch Nele hat sie in der
"Mangel", bis jetzt und ohne diese Ärztin wäre wahrscheinlich Nele auch schon nicht mehr da.
Aber auch mit der besten Ärztin kann die Katze irgendwann nicht mehr weiter.
Eine Main Coone sollte 6-8 kg wiegen, Nele wog zu ihren besten Zeiten 5kg, z.Zt. nur noch 4,1kg. Sie ist stark untergewichtig, trotz des dichten Felles sieht man die eingefallenen
Flanken. Fässt man sie an, spürt man nur Haut und Knochen. Das springen klappt natürlich auch nicht mehr wie früher, ich habe ihr Aufstiegshilfen in der Wohnung gebaut, die sie auch nutzt. Immer öfter hebe ich sie hoch und wieder runter.Fressen ist ein Riesenproblem. Sie frisst viel zu wenig, Nassfutter bekommt sie 3 x täglich erwärmt und es steht zusätzlich auf einer Warmhalteplatte, damit es weiter handwarm ist und duftet. Trockenfutter ist auch immer da. Das Futter steht erhöht, damit sie sich nicht bücken muß beim Fressen Futterumstellung uf ein gutes Futter habe ich vor 4 Jahren probiert, hat nicht geklappt. Also bekommt sie weiter das Sch-Futter Gourmet Perle, aber bitte nur mit Soße. Anderes will sie nicht.Sie frisst auch keinerlei Leckerli,Gehacktes, Huhn, Leber, Leberwurst...….. was üblicherweise alle Katzen gern verschlingen, nichts. Kaffeesahne, Butter ab und zu mal ganz wenig. Das Langhaarfell sieht sehr struppig aus. Ich kann nur mit der Babybürste und nur am Kopf, Hals, Brust und ein wenig am vorderen Rücken ran. Das hilft aber nicht gegen die Fellknoten, ich bin nur immerzu am rausschneiden, damit keine Filzplatten entstehen. (Das liebt sie nicht).
Manchmal hat sie Gleichgewichtsprobleme, nicht sehr doll, aber ich sehe es.
Manchmal starrt sie Minutenlang eine Wand an, manchmal sitzt sie im Kaklo - 4bis 6 Min. - hat zuvor ihre Grube gescharrt, aber dann sitzt sie dort und starrt mit leerem Blick und nicht passiert. Spreche ich sie dann ruhig mit ihrem Namen an ist es als ob sie aufwacht.
Manchmal, wenn sie mich nicht sieht, miaut sie einige Male laut (als ob sie mich ruft oder nicht weiß wo sie ist). Dann gehe ich zu ihr, spreche sie an. nehme sie auf den Arm.....
Meine Kinder mit ihren Familien und meine Mutter leben alle verstreut in Deutschland und daher bin ich jeden Monat zwischen 2,3 Tage bis 1 Woche weg. Nicht immer kann ich sie mitnehmen, dann bleibt sie zu Hause bei meinem Lebensgefährten. Bei einer Woche Abwesenheit von mir nimmt sie ab und es ist sehr schwer, das wieder aufzubauen. In letzter Zeit hat sie gar nicht mehr zugenommen, wenn ich wieder zu Hause bin. Statt dessen nimmt sie ab und steht momentan bei 4,1kg als Main Coone. Ich hab schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich mal einen halben Tag weg bin. Jedesmal wenn es frisches Nassfutter gibt, bringe ich den Teller direkt zu ihr hin, stupse meinen Finger rein, dann leck sie diesen auch ab. 3-4, dann ist Schluß und ich bringe den Teller an ihren Futterpatz. Für "ihre Verhältnisse" frisst sie seit einer Woche viel - 130-140 g am Tag. Dafür wird ihre Trinkmenge immer weniger trotz 5 verteilten Wassernäpfe (ich weiß das so genau, weil ich das alles täglich auswiege) Sie schläft unheimlich viel, an manchen Tage wecke ich sie am Nachmittag auf, trage sie durch die Wohnung,rede mit ihr, streicheln...… Wenn sie wach ist, läuft sie mir hinterher wie ein junger Hund, sie will mich immer sehen und ganz ganz nah bei mir sein. Komme ich mit den Auto nach Hause, erkennt sie mein Auto an dessen Geräusch, steht hinter der Tür, miaut und wartet. An guten Tagen schaut sie wach und interessiert in die Gegend, an schlechten Tagen nur schlafen und ein griesgrämiger Gesichtsausdruck. Die schlechten Tage werden langsam immer mehr.
Sie bekommt seit Jahren täglich eine Schmerztablette Onsior gegen die Schmerzen in der hinteren Wirbelsäule (Arthrose) und eine homöopathischen Tropfenmischung 3x täglich als Unterstützung. 2 x jährlich lasse ich ein geriatrisches Blutbild machen, es gab mal hier und da kleinere Probleme, aber nichts wirklich ernstes und das wurde alles in den Griff bekommen. Die Zähne, Augen Ohren sind top.
Aber ich sehe, dass sie immer weniger wird und die vielen kleinen Einzelheiten, die ich schilderte bereiten mir sehr viele Sorgen. Ich will nicht das sie leidet und ich habe Angst, dass ich es nicht merke. Aber auch Angst, dass ich sie zu früh einschläfern lasse. Ich will nicht dass es ihr so geht wir ihrer Schwester, die ich urplötzlich einschläfern lassen musste. Ich dreh mich da im Kreis mittlerweile.
Wie merkt man es denn, wenn das Tier nicht mehr möchte, kann?
Entschuldigung, dass ich soviel schreibe, aber ich mußte mir das alles mal von der Seele reden.

Vielleicht kann sich mal jemand das alles durchlesen und mir seine Meinung schreiben.
Bis dann.
Irina
 
11.06.2019
#1

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Guest

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
weirdo

weirdo

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Liebe Irina,

Du hast mein Mitgefühl. Ich habe hier auch zwei Senioren Coonies. Goethe wiegt nur noch etwa 6kg (zu seinen besten Zeiten waren es fast 9kg) und Schiller hat auch keine 8kg mehr. Schiller ruft uns auch und mit Goethe geht es permanent bergab.

Ich kann dir nicht helfen, aber wisse, dass du nicht allein bist.

Liebe Grüße aus Bremen
Sarah
 
Rosi

Rosi

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Liebe Irina, herzlich willkommen im Forum. ::wgelb

Deine Nele ist eben schon ein altes Mädchen. Da läuft alles viel gemächlicher ab und wenn es an einem Tag gut läuft, dann muss man sich am nächsten von den Aktivitäten ausruhen. Das finde ich alles nicht bedenklich. Auch die Gewichtsabnahme kann man bei vielen alten Katzen beobachten. Sie sind nicht mehr so aktiv und nehmen deshalb auch nicht mehr soviel Futter auf. Sie wirken mager, was sicher auch darauf zurückzuführen ist, dass die Muskulator abnimmt. Bei alten Menschen, die nicht mehr so aktiv sind, ist das ebenso. Das Fell wirkt struppig, weil sie es nicht mehr in dem Ausmaß wie früher putzen können. Wenn sie minutenlang abwesend erscheint, das könnte eine Form von Demenz sein, so etwas können Katzen auch bekommen. Manche muss man regelrecht daran erinnern, dass sie fressen müssen oder ihnen sogar zeigen, wo ihr Futter ist.

Du sagst, ihre Werte sind soweit in Ordnung und wenn sie ihre wachen Tage hat, dann folgt sie Dir auf Schritt und Tritt. Das klingt mir nicht nach einer Katze, die nicht mehr möchte. Sie ist einfach nur alt und schläft eben sehr viel mehr, die aktiven Zeiten werden weniger.

Vielleicht hilft Dir dieser Thread ein wenig bei der Einschätzung https://www.netzkatzen.de/threads/der-letzte-gang-wie-kann-ich-den-nahenden-tod-meiner-katze-erkennen.168089/
Eine plötzliche Verschlechterung wie z.B. einen Schlaganfall kann man allerdings nicht voraussehen, damit muss man leben.
 
Irina Starker

Irina Starker

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Hallo liebe Sarah und Rosi
lieben Dank für Eure aufmunternden Worte, den Thread habe ich mir kurz angeschaut und werde mich damit noch näher befassen. Aber ich denke, dass dieser hilfreich sein wird.
Diese Woche bin ich 400 km von zu Hause weg, um meinem alleinerziehendem Sohn mit den 2 Kindern wieder in der Kita-und Hortschließzeit wegen Ferien zu helfen. Nele ist zu Hause geblieben und ich hoffe, dass sie nicht wieder weiter abnimmt, weil ich nicht da bin.
Anfang Juli ist wieder ein Blutbild fällig, mal sehen, wie das Ergebnis ist.
Ich war heute mit meinen Enkeln auf einem Bauernhof, Erdbeeren pflücken. Dort liefen uns vier ganz niedliche Katzenwelpen vor die Füße, geschätzte 6-8 Wochen alt. Meine Enkel spielten ganz lieb mit den Kitten und ich erinnerte mich wieder mal, wie das war, als meine Beiden noch so jung waren. Leider werden ja die Tiere sehr schnell groß. Und mein 5-jähriger Enkel sagte: Oma wenn Du nächste Mal kommst, bringst Du Nele mit und dann fahren wir hierher und alle Katzen spielen zusammen. Kindermund.

Zwischendurch überlegte ich, ob ich Nele eine zweite Katze zur Gesellschaft anbiete. Sie lebte ja immerhin 15 Jahre mit ihrer Schwester bei mir. Aber so wie Nele sich nach dem Tod ihrer Schwester entwickelte, glaube ich , dass sie sich im Alter als Einzelkatze mit alleiniger Aufmerksamkeit wohler fühlt.

Sarah: wie alt ist den Dein Goethe und wie geht es ihm jetzt?

Liebe Grüße
Irina
 
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