Katze hat Hunger, frisst aber nicht

  • Ersteller des Themas Katerina
  • Erstellungsdatum

Katerina

Registriert seit
10.11.2007
Beiträge
156
Gefällt mir
0
Dann will ich euch mal auf den neuesten Stand bringen.

Vorab: Am Samstag rief die alte Tierärztin an, weil sie noch Medikamente für Klärchen bestellt hatte. (Das hatte mir aber zu lange gedauert, deshalb hatte ich sie schon im Internet bestellt gehabt.) Ich fragte sie, warum sie nicht geröntgt habe vor der Zahn-Op. (Die Frage beantwortete mir hinterher der Neue, der meinte, viele Praxen hätten kein spezielles Röntgengerät für die Zähne, weil es sehr teuer sei.) Dazu, dass nach kurzer Zeit schon wieder Zähne entzündet seien, meinte sie, das sei halt so und werde auch immer wiederkommen. Man könne nur Antibiotika geben, was man aber nicht tun solle, weil sonst "die Leber noch mehr kaputt" gehe. Mit anderen Worten, wenn ich bei ihr gebleiben wäre, wäre Klärchen wohl bald verhungert.
Ich konfrontierte sie dann noch damit, dass Klärchen ganz normale Nierenwerte habe, die nicht auf CNI hindeuteten, worauf sie meinte, die seien nur deshalb normal, weil sie seit einem Jahr Medikamente bekommt ...
Das Gespräch war mir nicht gerade angenehm, weil sie so eine Supernette ist. Aber hinterher dachte ich, es ist gut, dass sie angerufen hat, dann kann sie sich jetzt wenigstens denken, warum wir nicht mehr kommen.

Nun aber zu Klärchen. Als ich gestern Abend zum Abholen kam, wollte man sie mir eigentlich nicht mitgeben.
Begründung: Wir sind hier alle Fans von ihr, die behalten wir. ::bg
Jedenfalls hat sie die Op super überstanden und durfte gestern Abend auch gleich fressen. Sie hat alle Zähne gezogen bekommen bis auf die vier Eckzähne. Er hat zudem ein paar Wurzelreste entfernt, die sicher auch schmerzhaft waren.
Ich habe auch ein Schmerzmittel bekommen (Metacam), das ich ihr aber erst geben will, wenn ich das Gefühl habe, dass sie tatsächlich Schmerzen hat, da ich keine Nebenwirkungen riskieren will. Jetzt ist erstmal weiteres Päppeln angesagt, was nicht so schwierig sein dürfte, da sie jetzt frisst. Und Warten auf das Ergebnis der Biopsie.

Liebe Grüße
Katerina
 
Zuletzt bearbeitet:
chilli 1

chilli 1

Moderator
Registriert seit
17.06.2013
Beiträge
5.278
Gefällt mir
0
Hallo Katarina,


fein, dass Klärchen alles gut überstanden hat, die bösen Störenfriede entfernt wurden und die Maus mit ihren verbleibenden Eckzähnen wieder kraftvoll zubeißen kann.

Ich denke, wenn Klärchen frisst, dürften sich die Schmerzen zumindest in Grenzen halten.

Gute Besserung der Maus,
für das Ergebnis der Biopsie werden Daumen und Pfötchen gedrückt,


Liz



.
 
romulus

romulus

Registriert seit
09.04.2007
Beiträge
16.424
Gefällt mir
25
Sehr gut, jetzt hat sie diese Tortur überstanden und wird schmerzfrei sein, wenn die OP-Schmerzen vorbei sind.
Ich würde ihr trotzdem für ein paar Tage Metacam geben (wichtig: die Flasche vorher gut schütteln!), denn wir alle wissen, dass Katzen Schmerzen meist nicht zeigen und so viele Zähne zu ziehen tut schon arg weh.

Alles Gute weiterhin für Euch - und ich bin froh über den TA-Wechsel!
 

Katerina

Registriert seit
10.11.2007
Beiträge
156
Gefällt mir
0
Ich würde ihr trotzdem für ein paar Tage Metacam geben (wichtig: die Flasche vorher gut schütteln!), denn wir alle wissen, dass Katzen Schmerzen meist nicht zeigen und so viele Zähne zu ziehen tut schon arg weh.
Natürlich hast du recht, aber ich zögere trotzdem noch. Dass sie frisst zeigt mir, dass es ihr zumindest deutlich besser geht als noch vor ein paar Tagen, wo wir sie ja teilweise zwangsfüttern mussten.
Außerdem war der neue Tierarzt ja selbst wegen dem Cortison-Depotpräparat vor einer Wochen gegen Schmerzmittel. Als ich ihn gestern darauf ansprach, meinte er, das müsse ja inzwischen langsam abgebaut sein. Hinterher ist mir eingefallen, dass er wahrscheinlich dachte (er kann sich ja nicht alles merken), dass sie das Sechs-Wochen-Depot nicht erst vor einer Woche gekriegt hat.

Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst beim Zähneziehen nie Schmerzen anschließend hatte, dass ich das etwas sportlich sehe. Ich bilde mir ein, dass ich sehen würde, wenn sie so viele Schmerzen wie bisher (oder sogar mehr) hätte. Sie hat ja teilweise gar nicht gefressen, mit der Pfote über Mäulchen gestrichen oder den Kopf beim Kauen schief gehalten.
Solange sie tut, was sie heute tut (nur schlafen und fressen), versuche ich es ohne. Kann ja auch sein, dass noch sein Schmerzmittel von gestern wirkt. Aber sobald sie weniger frisst oder eine der anderen Auffälligkeiten zeigt, ändere ich sicher meine Meinung.

Liebe Grüße
Katerina
 

Katerina

Registriert seit
10.11.2007
Beiträge
156
Gefällt mir
0
Ich wollte euch gern mal wieder auf den neuesten Stand bringen, was meine Lieben betrifft.
Der Tierarztwechsel hat Klärchen wirklich das Leben gerettet.
Sie hatte beim letzten Tierarztbesuch (zum Krallenschneiden) noch einmal zugenommen und ist jetzt wieder eine fitte, durchaus noch bewegliche Zwanzigjährige, die auch wieder zum Schmusen kommt und den Balkon liebt.
Morgens bekommt sie ihr Schilddrüsenpillchen, abends Semintra.
Leider scheint sie irgendwo im Internet was von Intervallfasten gelesen zu haben :roll:, jedenfalls setzt sie ab und zu mal ein, zwei Tage nahezu komplett aus mit dem Fressen. Dann baggert sie aber wieder ordentlich. Sie hat tatsächlich einen Tumor im Mäulchen, der aber harmlos sein soll. Er scheint sie auch nicht groß zu stören, jedenfalls zeigt sie beim Fressen keine Auffälligkeiten wie noch zu der Zeit, als sie wohl schreckliche Zahnschmerzen hatte.

Liebe Grüße
Katerina
 
Saabiene

Saabiene

Registriert seit
30.08.2008
Beiträge
1.396
Gefällt mir
0
Ich habe gerade bei meiner ca. 9jährigen Suki sehr gute Erfahrungen bei sehr starken Entzündungen im Zahnfleischbereich mit Globuli Petroleum 5 ch gemacht.

Je 2 Globuli morgens und abends ins Nassfutter und die Entzündungen sind nach 8 Wochen verschwunden.
 

Katerina

Registriert seit
10.11.2007
Beiträge
156
Gefällt mir
0
Dankeschön für den Hinweis!
 

Katerina

Registriert seit
10.11.2007
Beiträge
156
Gefällt mir
0
Ich wollte mal berichten, wie es mit Klärchen weiterging.

(Das mit der Entzündung im Mäulchen war übrigens nur noch eine Folge der Zahnbehandlung gewesen.)
Es ging ihr gut, bis auf das "Intervallfasten" alle paar Wochen, das aber seltener wurde. Vor etwa vier Wochen fing sie dann aber wieder an, nicht zu fressen, und es gab sich auch nicht. Sie lief nur noch unruhig durch die Wohnung, schlief praktisch gar nicht mehr, aß nur winzige Portionen (so im Teelöffelbereich) und konnte plötzlich auch nicht mehr aus dem Wasserhahn trinken, was sie vorher bevorzugt getan hatte. Bei dem Versuch wurde sie immer komplett nass, weil sie einfach nicht mehr wusste, wie es geht.
Wir waren mehrfach beim Tierarzt, sie wurde auch geröntgt. Klärchen nahm natürlich immer weiter ab und war wirklich nur noch Fell und Knochen. Wir unternahmen dann noch einen Versuch mit Metacam für den Fall, dass doch irgendwo ein Schmerzherd ist und mit zwei Tagen Päppeln mit Hills Restorative Care. Außerdem hatte die Ärztin mir Mirtazapin mitgegeben, ein Antidepressivum.
Wieder hin letzte Woche Mittwoch. Die Tierärztin meinte, es sei Zeit, sie einschläfern zu lassen und wir machten einen Termin für Montag aus.

Wir kamen nach Hause und Klärchen fing an zu fressen. Nach zwei Tagen wusste sie wieder, wie man aus dem Wasserhahn trinkt. Freitags habe ich da angerufen, ihnen gesagt, dass Klärchen sich entschieden hat, im April einundzwanzig zu werden und dass die Ärztin nicht zu kommen braucht. Und seit zwei Tagen schläft sie auch wieder und verdöst den halben Tag, wie es sich gehört.

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass sie noch mal die Kurve kriegt.
Habt ihr sowas schon mal erlebt? Bei einer richtig alten Katze?
Ich hab aber wieder mal gemerkt, dass ich mich auf mein Gefühl doch verlassen kann. Ich habe vollkommen eingesehen, dass sie in einem Zustand war, dass man sie hätte einschläfern sollen. Aber gleichzeitig hatte ich wegen ihrer extremen Unruhe einfach nicht den Eindruck, dass sie wirklich gehen will.
 
Zuletzt bearbeitet:
Brummi

Brummi

Registriert seit
12.08.2012
Beiträge
3.374
Gefällt mir
148
Ich kann dazu leide nichts schreiben,
aber ich finde es so schön, dass Klärchen sich entschieden hat, noch ein Weilchen zu bleiben. ::bussi


-
 

Katerina

Registriert seit
10.11.2007
Beiträge
156
Gefällt mir
0
Wir auch!
Die ersten Tage waren die meisten Äußerungen zwischen meinem Mann und mir: "Sie frisst!" - "Sie trinkt wieder wie früher!" - "Sie schläft!"
Natürlich ist mir bewusst, dass wir uns glücklich schätzen können, dass sie so lange bei uns war. (Seit sie vier war.) Und dass sie uns irgendwann verlassen wird. Aber erst, wenn es wirklich so weit ist.


Liebe Grüße
Katerina
 
Tatjana462

Tatjana462

Registriert seit
27.07.2012
Beiträge
6.102
Gefällt mir
87
Wie schön, dass sich alles so positiv entwickelt hatte und Ihr sie bei Euch behalten habt. Manchmal spricht vieles fürs Einschläfern, aber die Samtpfote zeigt uns dann, dass es noch nicht so weit ist.

Weiterhin alles Gute für Klärchen. ::l::l::l
 

Katerina

Registriert seit
10.11.2007
Beiträge
156
Gefällt mir
0
Dankeschön!
Da wir nicht genau wissen, was ihr geholfen hat, werde ich der Tierärztin vorschlagen, die Medikamente, die sie nimmt, genauso beizubehalten.
Sprich Thyronorm für die Schilddrüse, Semintra fürs Herz, Amodip für den Blutdruck, Metacam und Mirtazapin. Sie ist die zweitälteste Katze (es gibt noch eine Einundzwanzigjährige) in einer großen Praxis mit sieben Tierärzten. Ich bin der Meinung, da muss man nicht mehr groß über Spätfolgen von Medikamenten nachdenken, sondern ihr alles geben, was ihr offensichtlich gut tut.
Zurzeit frisst sie immer noch am liebsten das Restorative Care von Hill's. Ich weiß, dass das für die Nieren nicht das Allerbeste ist. Aber mir ist es jetzt erstmal am wichtigsten, dass sie wieder zunimmt.
Und wenn eine über hundertjährige Omi sich partout Schwarzwälder Kirschtorte wünscht, würde ich ihr auch nicht unbedingt erzählen, dass das Gift für ihren Cholesterinspiegel ist, sondern würde ihr die Torte geben. :wink:

Liebe Grüße
Katerina
 
Tatjana462

Tatjana462

Registriert seit
27.07.2012
Beiträge
6.102
Gefällt mir
87
Hallo Katerina, das sehe ich alles wie Du...Hauptsache es geht ihr gut und sie hat keine Schmerzen. Das ist wichtig für Klärchens Lebensqualität. ::w
Und wenn eine über hundertjährige Omi sich partout Schwarzwälder Kirschtorte wünscht, würde ich ihr auch nicht unbedingt erzählen, dass das Gift für ihren Cholesterinspiegel ist, sondern würde ihr die Torte geben.
Über diesen Satz musste ich schmunzeln. :lol::lol:
 

Katerina

Registriert seit
10.11.2007
Beiträge
156
Gefällt mir
0
So, nun zum nächsten - und leider auch letzten - Kapitel, was Klärchen betrifft. Ich habe dazu auch noch eine Frage.

Es war ja unglaublich, dass sie Ende Oktober noch mal die Kurve gekriegt hatte. In den vier Monaten seitdem habe ich angefangen, sie ab und zu mal als "Benjamina Button" zu bezeichnen. Kennt ihr den Film mit Brad Pitt, wo er einen alten Greis spielt, der sich über die Jahre und Jahrzehnte in einen jungen Mann und schließlich in einen Säugling verwandelt? So ging es uns mit Klärchen.
Sie wurde immer fitter und eroberte sich Sachen zurück, die sie seit sehr langer Zeit nicht mehr gemacht hatte, unternahm zum Beispiel waghalsige Klettertouren in hoher Höhe und ähnliches. Auch am letzten Mittwoch war sie supergut drauf. Und wir waren uns absolut sicher, dass sie im April ihren 21. feiern würde. (Und im nächsten Jahr ihren 22..)

Um halb sieben Uhr morgens am Donnerstag habe ich sie bewegungsunfähig im Katzenklo gefunden und habe sie in ein Körbchen mit Decke gesteckt. Etwa eine halbe bis eine Stunde später begab sie sich dann auf Wanderschaft, ganz langsam durch die ganze Wohnung, mit erheblicher Gangunsicherheit und immer wieder Wegdösen im Stehen. Um acht machte der Tierarzt auf, ich rief kurz an, dann haben wir sie eingepackt und sind hingefahren. Tierärztin hat noch Blutdruck und Temperatur gemessen (alles normal), aber wir waren uns schnell einig, dass das kein Zustand ist und dass wir nicht noch mal ein Wunder wie vor vier Monaten erwarten können. Wir haben sie also dort einschläfern lassen. Ich habe von allen Katzen Fotos gemacht, nachdem sie gestorben waren. (Das hilft mir vor allem in den ersten Tagen zu begreifen, was passiert ist.) Sie ist die einzige, die auf den Bildern absolut lebendig aussieht und auf dem allerersten, als sie noch auf meinem Schoß liegt, so, als würde sie gerade glücklich und voller Inbrunst kuscheln.

Ich bin ganz sicher, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Dafür war ihr Zustand einfach zu dramatisch. Allerdings bin ich jemand, der Dinge gern ganz genau weiß. Also: Hat jemand von euch eine Erklärung dafür, was da genau passiert
ist? Ich hatte einmal einen Kater, Tim, bei dem es genauso war. Ich hatte das damals für eine Art Schlaganfall gehalten und der damalige Tierarzt hat mir nicht widersprochen. Die Tierärztin jetzt meinte, Schlaganfall gäbe es bei Tieren nicht und sprach von "allgemeiner Schwäche". Klar, sie konnte auch nur mutmaßen, aber hat jemand von euch eine einleuchtendere Begründung? Nennt man das Organversagen oder sowas? (Schließlich war sie herz-, nieren- und schilddrüsenmäßig nicht fit und bekam Medikamente.) Oder hat jemand von euch schon mal so eine dramatische Entwicklung erlebt und wie hat der Tierarzt das dann genannt?

Vielen Dank schon mal fürs Durchlesen!
(Ich hätte auch gern ein Foto von ihr eingestellt, aber ich hab das so lange schon nicht mehr gemacht, dass ich mich da erst wieder einarbeiten müsste. Stellt euch einstweilen eine dreifarbige Katze vor, die wie eine Britisch Kurzhaar gebaut ist.)

Viele Grüße
Katerina
 

Ähnliche Themen


Schlagworte

,

katze hat hunger frisst aber nicht

,

katze hat hunger aber frisst nicht

,
Katze hat Hunger und ist fit, frisst aber nicht
, katze kortison hunger, katze hat hunger, katze hat hunger aber frisst nur wenig, asthma katzen, katzenfolter, netzkatzen, omep mut katze, katze daumenkralle, katzenlinks, semintra katze frisst nicht, katze hungerte, semintra morgens oder abends, benebac für katzen
Top Unten