Kater zuckt und putzt sich wie verrückt!

  • Ersteller des Themas Heike
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Heike

Guest
Hallo zusammen! Ich brauche mal Eure Ratschläge!
Unser Kater (1 1/2 Jahre) hat seit einigen Tagen so eigenartige "Putzattacken". Er fängt plötzlich an, ganz hektisch zu werden und sich wie verrückt an immer wieder unterschiedlichen Stellen zu lecken und währenddessen zuckt ihm immer wieder die Haut am ganzen Körper. Ich mache mir langsam Sorgen! Diese Attacken hat er so 3 - 5
mal am Tag (zumindest was wir mitbekommen), das dauert dann immer so ein paar Minuten und dann ist's wieder gut. Den restlichen Tag ist alles absolut ruhig. Wir haben ihn schon eingehend beguckt: Fell durchstöbert, in die Ohren geleuchtet und die K... aus dem Klo'chen gewühlt und mit Taschenlampe eingehend untersucht! Absolut keine Würmer, Ohrmilben o.ä. Letzte Woche war er bei der 1. Auffrischungsimpfung. 2 Tage später fing das an. Obwohl dieses komische Fellzucken macht er eigentlich schon seit Babyzeiten. Wenn er diese 5 Minuten hat, dann rennt er auch wie ein blöder durch die Gegend, springt und putzt sich. Es sieht irgendwie aus, als würde ihn tierisch was jucken! Ist aber nichts zu sehen!
Noch zur Info: Er ist Hauskater (kann in den eingezäunten Minigarten), wir haben keine Pflanzen an denen er nascht o.ä., auch ist er insgesamt essentechnisch mäkelig - nur Eukanuba Trockenfutter und ein gaaaanz bissi Naßfutter von Miamor (und das alles seit Monaten). Seine Schwester ist absolut i.O. Er eigentlich auch - aber...

Hat irgendjemand eine Idee, muß ich mir Sorgen machen, oder hat er nur einfach einen Tick??? :(
 

Heike

Guest
Hallo Nala,

hab ich auch schon im Kopf gehabt, aber müßten wir dann nicht auch irgendwas merken??? oder insbesondere auch Lea? Die hängen den ganzen Tag und die Nacht zusammen rum. Außerdem schlafen beide bei uns im Bett :oops:
Wie erkennt man denn Flöhe???
 
Aiur

Aiur

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Ich würde auch tippen das es Flöhe sind...
Stell ihn mal auf eine weisse Unterlage und Kämm oder "schubber" ihn...

Wenn scharze Punkte runterfallen, die sich in Wasser rot auflösen kannst du davon ausgehen das er Flöhe hat...

An dunklen oder getigerten Tieren sieht man die schwarzen Viecher ja kaum, sie sind so klein...
Die besten Chancen hättest du am Kopf, besonders hinter den Ohren und am Schwanzansatz...

aber wie gesagt, alle meine 3 Katzen waren verfloht, aber ausser bei meinem weissen Odin habe ich nie einen zu Gesicht bekommen...
Wenn die Flöhe beissen juckt es, Katz' zuckt mit dem Fell und versucht den Juckreiz dann mit ablecken zu befriedigen...

Wir selbst haben nie flöhe bemerkt, weder an uns noch an Möbeln/Sofas etc...
Ich sah nur eines Tage so ein schwarzes Kerlchen hinter Odins Ohr rumklettern und beim Kämmen habe ich dann auch bei Frajo welche gefunden...

Zum Glück kann man Flöhe gut behandeln, bei Frontline/Advantage und Co. würde ich aber aufpassen, wenn ihr kleine Kinder habt...
Es ist giftig (wie alle Flohmittel) und die Katzen dürfen nach der Behandlung 24 Stunden nicht angefasst werden. (Falls es wirklich Flöhe sind)
 

Heike

Guest
Hallo Aiur,
habe eben gleich mal meine Fellnase wie verrückt über einigen weißen Blättern Papier wie verrückt geschubbert und dann noch gebürstet. Kam absolut nichts raus - weder was schwarzes und als ich Papier naß gemacht habe, wurde auch nichts rot! Kann ich davon ausgehen, daß er keine Flöhe hat????
Manchmal denke ich, der hat irgendwie ne Allergie oder so. Habt Ihr das schon mal gehört - aber wenn, wovon dann denn?
Ist auch so komisch, weil es bei ihm immer nur so ein ganz paar Mal am Tag vorkommt. 23,5 Stunden am Tag ist Ruhe! Er schläft selig tagsüber in allen möglichen Ecken und Lagen und die ganze Nacht auf meinem Bauch oder zwischen den Beinen auf der Decke...
 

engelsstaub

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Hmmm....Dieses Zucken und putzen kenne ich von meinem Kater auch.
Es wird vermutet, dass es an "den Nerven" liegt. Es wurde auch der Verdacht auf Epilepsie ausgesprochen.
Sag mal....zuckt es besonders am Rücken und sieht es so aus, als ob es "rollt", wellenartig" zuckt?
 

Heike

Guest
Ach Du großer Gott, jetzt wird mir aber langsam mulmig...
Ja, so sieht's eigentlich genau aus! Die ganze Haut am Rücken
zieht sich zusammen und es sieht aus als wenn die Haut rollt.

Hatten auch schon an 'die Nerven' gedacht, weil er dabei dann
immer ganz kirre ist. Kommt mir vor, als wenn er einen "Tick"
hat. Oft schüttelt er auch ein Pfötchen dabei so aus (als wenn's
naß ist oder so). Ist ganz eigenartig. Meist geht's am Morgen oder
in den frühen Abendstunden los. Als es vorhin wieder war, saß er
dann auf dem Tisch und ich habe mich über ihn gebeugt und ihn
ganz festgehalten und dabei am Köpfchen gekrault. Dann war's
auch gleich vorbei.

Aber hat man bei Epilepsie nicht eher Krämpfe?
 

engelsstaub

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Ich will Dir keine Angst machen!!! Epilepsie ist leider umfangreicher, als man denkt. Es gibt verschiedene Arten von Anfällen, die nicht zwangsweise beinhalten, dass der Körper zuckt etc.
Hier ist es kurz und sehr toll beschrieben:

http://www.handicap-katzen.de/chronerkr/epilep.htm

Hast Du schon einmal von dem Feline Hyperesthesia Syndrome
(FHS) gehört? Ganz typisch ist dabei das Skin rippling/rolling. Es kann durch Probleme im Wirbesäulenbereich, Hüfte etc. ausgelöst werden. Bei nervlichen Ursachen wirds wieder schwierig.
Problematisch ist eben den/die Auslöser zu finden *seufts*. Der Artikel ist auch prima geschrieben:

http://www.petplace.com/articles/artShow.asp?artID=1991

Bitte keine Panik. Mir kam das nur so bekannt vor und bei meinem Kater wird auch derzeit Ursachenforschung betrieben.

Aber Du hattest von "weißen Dingern" im Kot geschrieben...vielleicht ist das die Ursache?!
 

Heike

Guest
Jetzt ist mir endgültig übel! Habe grade mal Deine Website-Tips gelesen und habe das Gefühl, daß das passen könnte mit der Epilepsie! Ich werde
ihn jetzt den Rest des Wochenendes nicht mehr aus den Augen lassen
und auf jede Regung achten.
Montag geht auf jeden Fall gleich mal ne Kotprobe zur TÄ und ein intensives Gespräch steht auch an.
Habe auch grade gelesen, daß solche Anfälle durch Impfungen ausgelöst werden können - toll, genau die Auffrischung hatte er letzten Dienstag!
Drückt mir bitte, bitte die Daumen, daß es vielleicht "nur" irgendwelche Parasiten sind...
Liebe Grüße und danke erst einmal!
 

engelsstaub

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Bitte nicht in Panik verfallen! Du kannst den Tierarzt ja darauf ansprechen und schauen, was er dazu sagt. Jetzt panisch auf jeden Mucks vom Tier zu achten wäre falsch. Das merkt Dein Süßer doch und es würde ihn irritieren. Das wollen wir ja nicht :wink:
Ich wollte nur aufzeigen, was es alles gibt. Es ist ja nicht gesagt, dass etwas davon zutrifft. ich denke nur, dass man schon schauen muss und oft brauchen die TÄ genau solche Informationen, damit sie effektiv agieren können.
 

Fellini

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Hallo Heike,

hat deine Katze während dieser "Anwandlungen" sehr erweiterte Pupillen? Bei meiner Fellini wurde Epilepsie festgestellt und sie wird seit noch nicht so langer Zeit medikamentös behandelt. Sie hatte aber verschiedene Arten von Anfällen, auch große, also gefährliche sozusagen.

Die Verhaltensweise, die du beschreibst, klingt eher nicht nach bedrohlichen Anfällen, die das Gehirn schädigen. Gehirn schädigend sind nur die grand mals, wenn die Katze besinnungslos (meistens) auf der Seite liegt, mit den Beinen sehr stark strampelt, Schaum vor dem Mäulchen hat und danach vollkommen orientierungslos ist.

Daher brauchst du dir jetzt keine Riesensorgen zu machen.

Wenn es aber so weitergeht, rate ich dir, die Katze neurologisch untersuchen zu lassen. Eine gute Klinik zieht das zügig durch und du hast die Ergebnisse innerhalb kurzer Zeit. So war das bei uns. Bei leichten Epilepsien kann man sogar mit Homöopathie helfen, bei den schweren Arten nur mit Chemie.

Wünsch dir und deiner Katze, dass ihr bald wisst, was sie hat! Und alles Gute!

Und beobachte sie gut, das ist ganz wichtig. Würde mir auch genau aufschreiben, wann sie was genau hat oder macht, im Fall der neurol. Untersuchung musst du eine ganz genaue Beschreibung der Anfälle machen.

Viele liebe Grüße
 

Fellini

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Hallo Heike,
schreibe einfach noch einmal weiter ....

beim Hyperestesia Syndrom muss man soweit ich weiss, keine Psychopharmaka geben (diese im Link-Artikel aufgeführten sind riesen Chemiekeulen, und zwar humanmedizinische). Ich weiss nicht, welches Datum der Artikel hat, aber zwischenzeitlich gibt es immer neue Erkenntnisse, dass gerade Katzen auf viele humanmedizinische Präparate ganz anders als Menschen reagieren. Wäre es das oben genannte Syndrom, würde ich dann eher zum Heilpraktiker raten oder einem TA, der auch mit natürlichen Heilmitteln arbeitet.

/@ Wibke/ ich möchte dir nicht zu nahe treten, wenn ich mich einfach in deine aufgeführten Links und Beiträge "einklinke". Mache ich nur, weil ich mich in der ganzen letzten Zeit mit diesen Themen beschäftigt habe und inzwischen Infos aus allen möglichen Richtungen gesammelt habe, vor allem aber aus der neurologischen Klinik./

Viele liebe Grüße
 

engelsstaub

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Hallo Heidi!

Ich habe nichts dagegen...dafür ist ein Forum doch da! :wink: Außerdem bin ich immer interessiert an Informationen bezüglich des Themas.
Ich hatte erst einmal nichts weiter dazu geschrieben. Tarzan wird ebenfalls homöopathisch behandelt. Ich wollte nur nicht mit Informationen um mich werfen, sondern einfach aufzeigen, dass so etwas viele Ursachen haben kann bzw. dass es dafür eventuell einen "Namen" gibt.
Das war so meine Intention dabei. :D
 

katsi

Guest
Hallo liebe Heike,
mein Kater hatte genau das, was Du beschreibst auch, und zwar auch nach einer Impfung plus traumatisierend abgelaufenem TA-Besuch!
Hektisches Putzen, sich ins Fell beissen, eher hektisch springen als ruhig laufen, auch bei bewegungslosem Sitzen wellenartige Zuckungen unter dem Rückenfell...
Alles schien mir im Endeffekt für "Feline Hyperästhesie"/"Rolling skin syndrome" zu sprechen. Man streitet sich da, ob es eine neurologische oder psychische Störung ist. Auf tierpsychologischen Rat hin habe ich den Feliway-Pheromonstecker ausprobiert, der brachte eine drastische Besserung. Das Zucken wurde sofort seltener.
Aus noch anderen Gründen kriegt der Kater zur Zeit ein Antidepressivum namens Peritol (die TA will dessen appetitsteigernde Wirkung ausnutzen) - der positive Nebeneffekt davon war, dass alle Reste dieses sich über Monate hinziehenden Zuckens damit verschwunden sind. Dieses Peritol wirkt auch juckreizstillend, in Fällen wo der Juckreiz nervös bedingt ist.

Als "Test" für die Feline Hyperästhesie habe ich gelesen: streicht man der Katze sanft über den Rücken oder stupst sie mit dem Finger sanft in die Taillengegend, löst das sofort das wellenartige Zucken über den ganzen Rücken aus.
Sollte dein TA nichts über das Syndrom wissen, wechsle ihn .... es ist in D.-land noch nicht überall bekannt.
 

engelsstaub

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Der Stecker ist eine gute Idee, Katsi. ich hatte auch überlegt ihn zu holen, damit sich Tarzan eventuell noch ein bischen wohler fühlt. Dein Posting hat die Überlegung verstärkt und ich werde ihn wohl auch ausprobieren.
 

Heike

Guest
Hallo Katsi,

hatte Probleme mit dem PC, darum erst heute wieder dabei! Ich hoffe, Du antwortest mir dennoch...

Habe mit Interesse Dein Posting gelesen. Wenn ich ehrlich bin, hört sich das genauso wie bei uns an! Habe heute mit der TÄ telefoniert. Die meinte spontan, es seien wohl Flöhe. Als ich sagte, daß ich den Test gemacht habe, wußte sie auch nicht recht weiter. Auf dieses 'Rolling-Skin-Syndrom' ist sie überhaupt nicht eingegangen. Es kam mir vor, als hätte sie überhaupt keine Ahnung wovon ich spreche...
Ich weiß jetzt überhaupt nicht mehr weiter. Wir haben in der Nähe nur noch einen anderen TA, aber der hat keinen guten Ruf. Habe von Freunden einen TA empfohlen bekommen, der sich wohl super in die Psyche der Tiere versetzen kann - aber der ist über 30km entfernt. Simba dorthin zu schaffen wäre die Hölle für uns alle. Autofahren ist das Trauma schlechthin! Ich denke, ich rufe den mal an - vielleicht kommt der ja nach Hause?!?!

Was mich aber noch brennend interessiert, ist dieser Pheromon-Stecker von dem Du schreibst. Was genau bewirkt der denn und wie funktioniert das und vor allen Dingen - wo bekomme ich sowas denn?????? Kann ich den auch anwenden - ohne ärztliche Empfehlung???

Ich wäre Dir unendlich dankbar, wenn Du mir ein wenig weiterhelfen könntest.

Liebe Grüße
 

katsi

Guest
Hallo Heike,
ja, das ist nicht selten, dass Tierärzte nicht soviel drüber wissen. Selbst wenn man mit den englischen Begriffen "Feline Hyperesthesia" und "Rolling skin syndrome" (auch "Rippling skin syndrome") googelt, findet man noch überschaubar viel.
Woher es kommt, ist nicht geklärt. Was ich mir (ohne Garantie auf Richtigkeit) angelesen habe, sind z.B. folgende mögliche Ursachen:
- durch Impfen aus dem Gleichgewicht geratenes Immunsystem
- neurovegetative (Angst-)Störung, verhaltenspsychologisch behandelbar
- neurologische Störung, durch Psychopharmaka behandelbar
- orthopädisches Problem.

Gerade weil die TÄ wenig wissen, bleibt nur Ausprobieren. Diese Pheromon-Vernebler (Feliway) sind umstritten, sie sind auf keinen Fall schädlich, aber manche sagen (oder erleben auch), sie sind unwirksam.
Das Prinzip ist: die Substanz enthält Gesichtspheromone der Katze, die ihr, wenn sie sie irgendwo riecht, suggerieren, es sei eine geborgene vertraute Umgebung. Vgl.
http://www.vetpharm.unizh.ch/tpp/00000000/V0464-XX.HTM

Ich kann nicht beurteilen, wie wissenschaftlich dieser Ansatz ist. Ich kann nur eines sagen: vom ersten Tag der "Stecker-Installation" an hat es eine positive Veränderung gegeben, und bis heute schläft der Kater ausschliesslich auf einem Liegeplatz direkt unter dem Vernebler - auf diesem Platz war er früher bei weitem nicht so oft zu finden.
"Vernebler" heisst es zwar, aber er riecht für Menschennasen nach gar nichts. Es ist eine Lösung, in der eine Art "Docht" steckt, der über eine Steckdose leicht erhitzt wird. Größe: wie ein Nachtlicht. Bekommen habe ich ihn rezeptfrei über www.tiershop.de, aber man kriegt ihn auch anderswo, und auch über TA-Praxen.
(Achtung: Feliway nehmen, nicht Felifriend, das ist für was andres).
Ich selber habe den Tip von einer Verhaltensmedizinerin, siehe Diskussion in ihrem Forum:
www.ethovet.at

Ausserdem wurden mir von meiner eigenen TÄ empfohlen:
- "Relaxan" - Tabletten (enthalten nur eine Vitaminmischung plus Calcium plus die Aminosäure L-Tryptophan -- auch im Internet frei erhältlich).
- Selgian (urspr. für Hunde, von ihr erfolgreich bei Angststörungen bei Katzen eingesetzt)
http://www.vetpharm.unizh.ch/TAK/05000000/00054775.01
(Aber wer Dir das verschreibt, sollte das Syndrom kennen, und andere Krankheiten davon abgrenzen und ausschliessen können).

P.S.: Mir hat noch genützt: Mal Buch darüber führen, wann und wie die Zuck-Anfälle auftreten. Wenn sie unabhängig von Ruhe und Aufregung auftreten, würde ich sie anders bewerten , als wenn sie vor allem auftreten, wenn die Katze Stress hat. Bei meinem Kater waren die Zuckungen in sehr entspannten Situationen nicht da, aber extrem in Momenten, wo Angstmachendes und Neues zusammenkam. So kam ich auf die "psychologische" Interpretation, aber es gibt eben auch andere Ursachen!
 

Heike

Guest
Hallo Katsi,

ich danke Dir für Deine superschnelle Antwort! Bin im Moment wirklich sehr ratlos. Aber Deine Tips für bzgl. der Websites sind super. Habe eben direkt beim Tiershop den Zerstäuber bestellt.
Alles andere verwirrt mich im Moment noch total - wenn ich ehrlich bin. Ich habe einfach das Gefühl, schnell was tun zu müssen, damit sich der Kleine nicht mehr quält- weiß aber nicht wirklich was.

Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, daß es nichts organisches ist. Er kommt uns irgendwie total unruhig vor im Moment und auch sehr anhänglich, was er sonst eigentlich gar nicht so sehr ist. Heute hatte er eine Attacke direkt bei meiner Heimkehr von der Arbeit. Die beiden waren heute nach 4 Wochen das erste Mal wieder allein. Und vorhin ging's los, als ich ihn angesprochen habe - im Garten. Ich habe wirklich das Gefühl, daß es irgendwie mit der Impfung und/oder dem TA Besuch zu tun hat.

Ich versuche morgen mit dem anderne TA Kontakt aufzunehmen und hoffe, der kommt vielleicht zu uns nach Hause - eine andere Lösung weiß ich im Moment nicht.

Habt alle auch jedenfall schon mal ganz, ganz herzlich Dank für Eure Ratschläge.

Liebe Grüße
 

Keks

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Ich habe das Gefühl, wir reden über 2 verschiedene Dinge, die aber beide auf meine Bailey zutreffen.

Das "rolling skin syndrome", bei dem immer wieder der Rücken zuckt hat sie von Anfang an, und zwar fast ständig, auch wenn sie nur ruhig sitzt. Whisky hat das erst später bekommen und hat es auch nur manchmal. Mein TA hat das als nicht bedenklich, sondern einfach als eher harmlosen "Tick" eingestuft, deshalb muss ich gestehen, dass ich mich auch noch nicht näher im Internet informiert habe. Ich muss aber auch sagen, dass ich nicht - sofern nicht unbedingt notwendig - auf Medikamente oder gar Psychopharmaka zurückgreifen würde, sofern das Wohlbefinden der Katze nicht beeinträchtigt wird. Dieses Zucken des Rückens scheinen übrigens sehr viele Katzen zu haben.

Die zweite Art des Zuckens hatte Bailey nur einmal, im Alter von gut 3 Monaten, aber sie hat mich damit ganz schön in Panik gebracht. Ich bin abends nachhause gekommen, sie ist mir nicht entgegengekommen wie sonst, sondern wie eine Wilde herumgerannt, hat sich dazwischen immer wieder hingesetzt und sich völlig hektisch geputzt. Auch als ich sie rausgelassen habe. Sie hat nicht mal gespielt, was bei ihr wirklich höchste Alarmstufe war, denn sie wollte in dem Alter wirklich jede wache Minute spielen. Meine erste Vermutung waren auch Parasiten, sprich Flöhe oder Ohrmilben, allerdings konnte ich nichts dergleichen entdecken. Glücklicherweise hatte ich an diesem Abend ohnehin einen Impftermin beim TA und hab ihm das geschildert. In der Praxis war sie natürlich wie immer ganz normal. Na super. Er hat sie genau auf Parasiten untersucht, auch die Ohren ganz genau angeschaut, konnte aber nichts finden und wusste keine Erklärung. Kaum zuhause, fing das Ganze wieder an, sprich wieder in völliger Panik herumrennen und sich putzen, nicht stillsitzen können... Auch Whisky hat sie völlig entgeistert angeschaut und kannte sich gar nicht mehr aus. Eine zeitlang hatte ich sie bei mir auf dem Schoß (wäre in dem Alter im Normalzustand auch nicht möglich gewesen), konnte aber beim Streicheln nicht feststellen, dass ihr irgendwas weh getan hätte.

Am Abend hat sie relativ lange geschlafen, da war Ruhe, ich dachte schon es sei überstanden, als sie aber wieder lebendiger wurde, ging's wieder los. Am nächsten Morgen war das Verhalten abgeschwächt, bis zum Abend war sie wieder wie immer. Es hat also ziemlich genau 24 Stunden gedauert.


Meine Vermutungen waren:

- Parasiten, konnte wie gesagt ausgeschlossen werden

- Allergie, weil ich zum ersten Mal Nutro Choice Trockenfutter gefüttert habe (das beide aber kaum angerührt haben) - der TA hat das aber eher ausgeschlossen, das sei sehr selten. Später habe ich das auch ausgeschlossen, das TroFu wurde zwar nicht geliebt, aber doch gefressen und die Symptome sind nicht mehr aufgetreten.

- Probleme mit dem Verdauungstrakt, ich hab mir irgendwie vorgestellt, durch das Zucken soll der Stuhlgang weiterbefördert werden oder so. Ich hab mehr Malzpaste als sonst gegeben. Sie war auch mal ganz normal auf dem Klo, aber es hat sich nicht gebessert.

Später hab ich irgenwo im Internet von ähnlichen Symptomen und Problemen mit der Wirbelsäule gelesen. Mir fiel auch ein, dass sie einen Tag (oder waren es 2 Tage?) zuvor etwa aus knapp 2 m Höhe vom Baum gefallen ist - zwar auf die Füße, aber auf abschüssigen Boden und ist hinterher noch ein kleines Stück den Abhang runtergerollt. Erst habe ich diese Theorie verworfen, weil ich sie unmittelbar danach sehr genau beobachtet habe und sie wie immer war. Kein Humpeln, kein Anzeichen von Schmerz, selbes Spielverhalten, genauso schnelles Laufen wie immer, auch beim Streicheln kein Anzeichen von Schmerzempfindlichkeit.

Heute jedoch erscheint mir das als die wahrscheinlichste Begründung, zumal auch später mein TA - dem ich beim nächsten Termin von der ominösen Heilung und meiner Vermutung berichtet habe - gemeint hat, Schmerz trete tatsächlich oft erst einen Tag später richtig arg auf. Und was mich am meisten in dieser These bestätigt: Diese Zuckungen und das hektische Putzen sind nur aufgetreten, wenn sie sich bewegt hat. Als sie ruhig auf meinem Schoß gelegen ist oder auf dem Kratzbaum geschlafen hat, war sie ganz normal. Da könnte es gut sein, dass die Bewegung ihr Schmerzen verursacht hat.

Was tatsächlich Schuld war, werde ich wohl nie erfahren und hoffentlich auch nie erfahren müssen.

******

Es klingt für mich allerdings nicht so, als ob das bei dir der Fall sein könnte, bei dir tritt es ja wirklich nur sporadisch, sprich wenige Male am Tag, auf. Da wäre meine erste Vermutung auch Parasiten.

Es gibt glaube ich auch Katzen, die bei Unzufriedenheit (z.B. Über-/Unterforderung) mit übertriebenem Putzen reagieren. Ich glaube, dafür gäbe es sogar eine Bachblüte. Wobei ich "ein paar Mal pro Tag" noch nicht als übertriebenes Putzverhalten einstufen würde.

Mehr fällt mir im Augenblick auch nicht ein.
 

katsi

Guest
Ich stimme Dir zu, dass wenige Male pro Tag dieses hektischen Putzverhaltens nicht behandlungsbedürftig sind. Heikes Fall kenne ich nicht. Aber bei meinem Kater war es ein schreckliches Bild: er konnte über Stunden gar nicht mehr stillsitzen oder ruhig gehen, es war absolut einem Anfall ähnlich. Nicht einmal gerade laufen war möglich, er sprang buchstäblich im Kreis und hat jämmerlich miaut! Die Putzbewegungen waren eher ein krampfhaftes Beissen ins Fell, im Sekundenabstand, wie unter Zwang. Wer das einmal gesehen hat, möchte der Katze einfach nur schnell helfen. Meine TÄ hat es auch "live" gesehen und als behandlungsbedürftig eingestuft.
 

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