Kann eine Rassekatzen ohne Stammbaum reinrassig sein?

Diskutiere Kann eine Rassekatzen ohne Stammbaum reinrassig sein? im Grundsatzdiskussionen Forum im Bereich Katzenzucht; Ja, firstich denke schon .......
Bolle

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Sporsel

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Also, wenn ich jetzt zwei Stammbaumkatzen habe (unterschiedliche Rassen) und meinen eigenen Verein (mit ein paar Bekannten) gründe, einen Wurf produziere .... dann hab ich nach meiner Satzung Rassekatzen XY?
Einfach so? Gibt keinen ... sagen wir "Oberverein", der das kontrolliert?
Den Gedanken finde ich sehr gruselig ....
 
Sporsel

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Gut, aber ich meinte: Rasse Perser, mit Nase als Merkmal.
 
AngiKr

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Also, wenn ich jetzt zwei Stammbaumkatzen habe (unterschiedliche Rassen) und meinen eigenen Verein (mit ein paar Bekannten) gründe, einen Wurf produziere .... dann hab ich nach meiner Satzung Rassekatzen XY?
Einfach so? Gibt keinen ... sagen wir "Oberverein", der das kontrolliert?
Den Gedanken finde ich sehr gruselig ....
Ja, das ginge. Du würdest nur vermutlich in keinem anderen Verein eine Anerkennung finden, nicht auf Ausstellungen gehen können, keine Richter zum richten finden usw.

Und vermutlich sehr viele Anfeindungen über Dich ergehen lassen müssen. Es gibt ja hier- und da mal "Auswüchse" eine neue "Rasse" kreieren zu wollen.

Ja, das ist ziemlich gruselig.
 
Mietzie

Mietzie

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Aber warum dieses geradzu zwanghafte "ich habe auch eine Rassekatze" ????
Diese Frage ist sehr wichtig. Ich denke, dass in nahezu jeder Rassekatzendiskussion unterschwellig auch Wertigkeit ein Riesenthema ist. Und dass aus diesem Grund in Nullkommanix Emotionen hochkommen. Zum einen, weil ich davon überzeugt bin, dass "echte" Rassekatzen, die aufgrund ihrer Papiere, Auszeichnungen, Stammbäume überhaupt keinen Zweifel an ihrem Status lassen, nicht nur aufgrund ihrer Linien, Gesundheit etc. als immer wieder "echt" und "einzig echt" kategorisiert werden. Ich bin überzeugt, dass Besitzer solcher Katzen auch aus eigenem, persönlichen Interesse sehr großen Wert auf diese Differenzierung legen. Echte Rassekatzen stellen aufgrund ihres hohen Anschaffungspreises allein schon eine "Randgruppe" dar, die für wenige - jedenfalls nicht die breite Masse - erschwinglich ist. Soziologisch gesehen bewegen wir uns damit in einer Schicht, einem Milieu, welches sich abhebt von der Masse. Psychosozial reden wir vom Selbstkonzept, dem Selbstbild, welches ich von mir habe - und der Bewertung von außen, welches mein Selbstbewusstsein prägt. Ich denke, dass Rassekatzen - sind es nun "echte" Rassen oder die, die so aussehen - heute auch für Halter den Zweck erfüllen müssen, sich gesellschaftlich zu positionieren, sich abzugrenzen und somit Statussymbole sind. Vielleicht waren sie das - auf ihre Art - auch schon immer.

Im Gegenzug denke ich, dass zum einen eben auch Faktoren wie (Minder-)Wertigkeit, Neid, Zugehörigkeitswunsch und Status ursächlich sind für die Argumentation von Nicht-Rassekatzenhaltern. Aber auch der Wunsch nach Akzeptanz und Gleichberechtigung.

Sicher liegt Rassekatzenhaltern das Wohl ihrer Tiere genau so am Herzen wie das der Haus- und Hofkatzenhalter. Wenn jedoch die Anzahl "echter Rassekatzen" bestimmt wird durch Definitionen, Stammbäume und Papiere - von welcher Anzahl sprechen wir dann eigentlich? Und ist es nicht prozentual die logische Schlussfolgerung, dass, rechnet man auf 100 Hauskatzen fünf "echte Rassekatzen", 95 übrig bleiben in der Statistik für alle Art von Krankheiten? Dann ist mir das auch klar mit der höheren Anfälligkeit - sind ja xmal mehr.

Und noch etwas. Ich bin bekennendes ausführendes Organ einer kleinen Schwarzzucht, die ein anderer vermutlich begonnen hat. Die Optik meiner Mina war vielleicht der Anlass, sie zu verpaaren, vielleicht auch mit dem Hintergedanken, ein paar Euro für ihre Kinder in den Kleinanzeigen herauszuschlagen. In dem Moment, als ich mich gegen eine Kastration und "Leerung" entschieden habe, wurde auch ich zum Vermehrer. Das sind nicht immer die Anonymen, die Bösen, die Korrupten, die Asozialen oder die Dummen - ich selbst bin einer von ihnen.

Ich hatte andere Maßstäbe bei dieser Entscheidung. "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will." Das einzige, was ich vor der Geburt habe machen lassen, war eine Blutgruppenbestimmung von Mina. Für alles andere danke ich dem lieben Gott. Niemals wäre ich auf die Idee gekommen, diese Familie nicht entstehen zu lassen. Weil es schon zu viele gibt, weil die Tierheime voll sind? Glaubt irgendjemand von euch, dass diese Aspekte mich in meinem Handeln beeinflusst hätten...? Ganz sicher nicht. Und ich bin täglich im Netz unterwegs.
 

feuerzahn

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Am Interessanten an diesen Diskussionen finde ich aber immer, wie wichtig es es gerade den Mix-Katzen Besitzern, dass ihre Katze eben auch eine Rassekatze ist .... genau das, was beim Kauf ja noch gar nicht soooooo wichtig war (da stand doch oft vielmehr der Preis im Vordergrund) ... aber ganz plötzlich muss das Tier jetzt durch eine Rassebezeichnung aufgewertet werden.

Es sind nicht die Züchter und auch nicht die Rassekatzen-Besitzer, die alle anderen Katzen abwerten ... NEIN - es sind doch diese Mix-Katzen Besitzer, die dann auf einmal peinlich berührt sind, sich angegriffen fühlen und uns Arroganz und Überheblichkeit unterstellen!

Aber warum dieses geradzu zwanghafte "ich habe auch eine Rassekatze" ????
Ich habe keine Rassekatze, und ich will auch gar keine. Mir genügen meine drei Verrückten. Rein zufällig hat Lotta langes Fell und einen Perservater.
Ich habe mir bisher keine einzige Katze, die ich besitze, selbst ausgesucht. Sie haben mich ausgesucht. Keiner der drei (bzw. fünf, wenn man die Sternchen mitzählt) hat es nötig, durch eine Rassebezeichnung aufgewertet zu werden. Hätte ich eine Rassekatze gewollt, hätte ich mir eine zugelegt, statt nächtelang Ernie mit der Flasche zu füttern oder Matti zu zähmen. Wäre mit Sicherheit einfacher gewesen, aber ich wollte es so, wie es gekommen ist.

Angegriffen fühle ich mich nur, wenn man mir meine Katzen auf irgendeine Art und Weise "madig machen" möchte. Das tue ich bei "Euch" Rassekatzenbesitzern nämlich auch nicht.
Dieses "Ihr" und "Wir" kommt übrigens nicht von mir.
 
ysieben

ysieben

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:grübel:Mal sehen, ob ichs so ungefähr zusammen bekomm:

"Kann eine Rassekatze ohne Stammbaum reinrassig sein?"

Eindeutig NEIN, da ohne Stammbaum keine Rassekatze!!!!

Frage ich aber: "Kann eine Katze reinrassig sein, wenn sie zwar keinen Stammbaum hat, die Elterntiere aber durch Stammbaum über 4 Generationen ihre Reinrassigkeit nachweisen können?"

Ja, aber ich kann den Begriff Rassekatze nicht verwenden und ich kann die Katze nicht als reinrassig verkaufen und wenn ich mit dieser Katze vermehre/züchte (ist ja alles nur hypothetisch), dann ist für die Nachkommen nicht mal mehr der Begriff reinrassig richtig, da ich ja nicht mehr lückenlos nachweisen kann.....

Lieg ich da ungefähr richtig????:unknw:
 
AngiKr

AngiKr

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Diese Frage ist sehr wichtig. Ich denke, dass in nahezu jeder Rassekatzendiskussion unterschwellig auch Wertigkeit ein Riesenthema ist. Und dass aus diesem Grund in Nullkommanix Emotionen hochkommen. Zum einen, weil ich davon überzeugt bin, dass "echte" Rassekatzen, die aufgrund ihrer Papiere, Auszeichnungen, Stammbäume überhaupt keinen Zweifel an ihrem Status lassen, nicht nur aufgrund ihrer Linien, Gesundheit etc. als immer wieder "echt" und "einzig echt" kategorisiert werden. Ich bin überzeugt, dass Besitzer solcher Katzen auch aus eigenem, persönlichen Interesse sehr großen Wert auf diese Differenzierung legen. Echte Rassekatzen stellen aufgrund ihres hohen Anschaffungspreises allein schon eine "Randgruppe" dar, die für wenige - jedenfalls nicht die breite Masse - erschwinglich ist. Soziologisch gesehen bewegen wir uns damit in einer Schicht, einem Milieu, welches sich abhebt von der Masse. Psychosozial reden wir vom Selbstkonzept, dem Selbstbild, welches ich von mir habe - und der Bewertung von außen, welches mein Selbstbewusstsein prägt. Ich denke, dass Rassekatzen - sind es nun "echte" Rassen oder die, die so aussehen - heute auch für Halter den Zweck erfüllen müssen, sich gesellschaftlich zu positionieren, sich abzugrenzen und somit Statussymbole sind. Vielleicht waren sie das - auf ihre Art - auch schon immer.

Im Gegenzug denke ich, dass zum einen eben auch Faktoren wie (Minder-)Wertigkeit, Neid, Zugehörigkeitswunsch und Status ursächlich sind für die Argumentation von Nicht-Rassekatzenhaltern. Aber auch der Wunsch nach Akzeptanz und Gleichberechtigung.

Sicher liegt Rassekatzenhaltern das Wohl ihrer Tiere genau so am Herzen wie das der Haus- und Hofkatzenhalter. Wenn jedoch die Anzahl "echter Rassekatzen" bestimmt wird durch Definitionen, Stammbäume und Papiere - von welcher Anzahl sprechen wir dann eigentlich? Und ist es nicht prozentual die logische Schlussfolgerung, dass, rechnet man auf 100 Hauskatzen fünf "echte Rassekatzen", 95 übrig bleiben in der Statistik für alle Art von Krankheiten? Dann ist mir das auch klar mit der höheren Anfälligkeit - sind ja xmal mehr.

Und noch etwas. Ich bin bekennendes ausführendes Organ einer kleinen Schwarzzucht, die ein anderer vermutlich begonnen hat. Die Optik meiner Mina war vielleicht der Anlass, sie zu verpaaren, vielleicht auch mit dem Hintergedanken, ein paar Euro für ihre Kinder in den Kleinanzeigen herauszuschlagen. In dem Moment, als ich mich gegen eine Kastration und "Leerung" entschieden habe, wurde auch ich zum Vermehrer. Das sind nicht immer die Anonymen, die Bösen, die Korrupten, die Asozialen oder die Dummen - ich selbst bin einer von ihnen.

Ich hatte andere Maßstäbe bei dieser Entscheidung. "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will." Das einzige, was ich vor der Geburt habe machen lassen, war eine Blutgruppenbestimmung von Mina. Für alles andere danke ich dem lieben Gott. Niemals wäre ich auf die Idee gekommen, diese Familie nicht entstehen zu lassen. Weil es schon zu viele gibt, weil die Tierheime voll sind? Glaubt irgendjemand von euch, dass diese Aspekte mich in meinem Handeln beeinflusst hätten...? Ganz sicher nicht. Und ich bin täglich im Netz unterwegs.
Das fett- gedruckte stimmt haargenau. Ich bin vollkommen ohne Selbstbewusstsein und um mich in einer Schicht aufzuhalten, der ich sonst nie angehören würde, brauche ich meine Rassekatzen, die unbedingt reinrassig sein müssen. Daher hängen die Stammbäume auch im Flur und in Kopie in der Küche und über dem Klo an den Wänden. Jawoll!
*Ironieaus*

Wie überheblich muss man sein, um mit so einem Bild sein eigenes Tun zu rechtertigen? Oder doch mangelndes Selbstbewusstsein?
Hast nicht gerade Du Dich ganz furchtbar darüber aufgeregt, dass Du mit der Entscheidung die Kitten bekommen zu lassen in eine Schublade gestopft wurdest? Das man Dir nicht glauben würde?
Hattest Du JE eine Rassekatze? Nein? Nein, vermutlich nicht. Denn dann hättest Du Dich nicht nur mit der Rasse, sondern auch mit dem Schindluder, dass drum herum mit den Tieren betrieben wird befasst.
 

feuerzahn

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Das fett- gedruckte stimmt haargenau. Ich bin vollkommen ohne Selbstbewusstsein und um mich in einer Schicht aufzuhalten, der ich sonst nie angehören würde, brauche ich meine Rassekatzen, die unbedingt reinrassig sein müssen. Daher hängen die Stammbäume auch im Flur und in Kopie in der Küche und über dem Klo an den Wänden. Jawoll!
*Ironieaus*
Herrlich, jetzt habe ich zum allerersten Mal in diesem Thread gelacht :D
Danke dafür!
Ist es bei dir eigentlich auch so, dass du Leute zu Dir einlädst, nur damit sie deine Katzen mal sehen und dich als vollwertigen, dazugehörigen Menschen ansehen?:lol:

EDIT: Mir fällt gerade ein, dass Deine Miezen ja auch draussen unterwegs sind. Wohl auch nur, damit jeder sieht, wie schön die sind, was? :P

Spaß beiseite, aber ich glaube eher weniger, dass hier irgendjemand seine Katzen als Statussymbol hält. Denn mal ehrlich: Die meisten sind doch Wohnungskatzen, und so viel Besuch bekommen wir doch alle gar nicht, als dass unser Selbstwertgefühl dadurch aufgewertet werden könnte, oder?
 
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AngiKr

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Herrlich, jetzt habe ich zum allerersten Mal in diesem Thread gelacht :D
Danke dafür!
Ist es bei dir eigentlich auch so, dass du Leute zu Dir einlädst, nur damit sie deine Katzen mal sehen und dich als vollwertigen, dazugehörigen Menschen ansehen?:lol:

EDIT: Mir fällt gerade ein, dass Deine Miezen ja auch draussen unterwegs sind. Wohl auch nur, damit jeder sieht, wie schön die sind, was? :P

Spaß beiseite, aber ich glaube eher weniger, dass hier irgendjemand seine Katzen als Statussymbol hält. Denn mal ehrlich: Die meisten sind doch Wohnungskatzen, und so viel Besuch bekommen wir doch alle gar nicht, als dass unser Selbstwertgefühl dadurch aufgewertet werden könnte, oder?
Was meinst Du was hier los ist wenn die draußen sind... ich könnte Eintritt nehmen. ENDLICH reden Menschen mit mir, die mich vorher gar nicht wahrgenommen haben. :wink:
 

feuerzahn

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Was meinst Du was hier los ist wenn die draußen sind... ich könnte Eintritt nehmen. ENDLICH reden Menschen mit mir, die mich vorher gar nicht wahrgenommen haben. :wink:
Schöner Mist, und ich hab nur ein Mixkätzchen, und das ist auch noch Wohnungskatze.
Ich werde jetzt aber dafür sorgen, dass sie möglichst viel aus dem Fenster schaut, aus dem zur Straße. Hier auf dem Land sieht das jeder der vorbeigeht sofort und weiß dann, was für ein wohlhabender Mensch ich bin.:wink:
 
Minibocki

Minibocki

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Das fett- gedruckte stimmt haargenau. Ich bin vollkommen ohne Selbstbewusstsein und um mich in einer Schicht aufzuhalten, der ich sonst nie angehören würde, brauche ich meine Rassekatzen, die unbedingt reinrassig sein müssen. Daher hängen die Stammbäume auch im Flur und in Kopie in der Küche und über dem Klo an den Wänden. Jawoll!
*Ironieaus*
Wie jetzt - nur IN der Wohnung? ::? :lol: :lol:

Am Arbeitsplatz gehören die auch noch hin - natürlich beglaubigte Ausfertigungen ::bg ::bg ::bg
 
blacky93

blacky93

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Sagen wir mal so, ich könnte mir Rassekatzen die mir gefallen, tatsächlich nicht leisten. Ich würde mich krumm machen, einen Kredit aufnehmen, was auch immer, wenn eine meiner Katzen krank ist, aber um sie anzuschaffen, das könnte ich mit mir und meiner Lebensituation nicht vereinbaren. Vielleicht auch weil mir der "Mehrwert" sorry für den Ausdruck, nicht so klar ist oder ich auch einfach nicht vernarrt genug in eine Rasse bin um sie mir zusammen zu sparen, und das müsste ich. Dazu kommt das es ja schön wäre wenns 2 sind.
Damit sage ich nicht dass sich jeder seine Rassekatzen aus dem Ärmel schüttelt, sondern das es ihm/ihr einfach besonders wichtig ist gerade diese Rasse zu haben.
 
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Simpat

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Es gibt aber auch ganz andere Gründe warum man sich eine Rassekatze zulegt, bei mir hatte es überhaupt nichts damit zu tun, dass es was besonderes ist, sie einen Stammbaum hat, eine Rassekatze und keine Straßenkatze ist.

Ich komme ja vom Land, meine ersten Katzen, zugelaufene Straßenkater hatte ich vor über 30 Jahren und natürlich auch noch alles falsch gemacht, was man so falsch machen kann, aber ich wußte es nicht besser, gute Bücher über Katzenhaltung gabs noch nicht und es gab noch überhaupt kein Internet, auch wenn man sich dass heute kaum vorstellen kann. Die beiden Kater hatte ich also nacheinander, der erste ist mir zugelaufen, der zweite kam aus einer mißlungenen Wohnungshaltung, der wollte unbedingt raus. Die wurden mit Whiskas, Kitekat und Brekkies gefüttert, waren unkastriert und Katzenstreu war Catsan, deswegen hatte ich auch Angst vor dem Geruch, bei Wohnungshaltung von Katzen.

Aber bis dahin war ein langer Weg, viele Jahre war ich der Meinung, dass man Katzen nur mit Freigang halten darf, Katzen gehörten für mich raus, es hat Jahre gedauert, bis ich meine ersten Wohnungskatzen kennengelernt habe, einen Kartäuserkater und eine Katze aus dem Tierheim, der Kater kam mit der Wohnungshaltung bestens zurecht, die Kätzin überhaupt nicht, erst als die umgezogen sind und sie Freigang bekommen hat. Es hat dann noch weitere Jahre gedauert, bis ich mich mit der reinen Wohnungshaltung von Katzen weiter befasst und angefreundet habe, hauptsächlich durch Fernsehberichte über Rassekatzen, welche von klein auf nur in der Wohnung gehalten worden sind. Also als es nach vielen Jahren endlich soweit war, dass ich mir wieder Katzen halten konnte, dachte ich natürlich an Rassekatzen. Ich wollte keiner Katze den Freigang verwehren müssen, da ich ja mitten in der Stadt wohne, sondern eine Katze die erst gar keinen Freigang einfordert, so bin ich dann bei den BKHs gelandet, welche sich wirklich bestens für die reine Wohnungshaltung eignen und auch die Ausgeglichenheit und weil sie ja nicht zu lebhaft vom Temperament sind, passten die optimal zu mir und meiner kleinen, bescheidenen Wohnung. Da ich auch nicht gerade sehr viel verdiene, habe ich dann lange dafür gespart, um genügend Geld für die Anschaffung, die Grundausstattung und Rücklagen für TA zu haben.

Dafür habe ich kein Auto. ;)
 
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AngiKr

AngiKr

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Sagen wir mal so, ich könnte mir Rassekatzen die mir gefallen, tatsächlich nicht leisten. Ich würde mich krumm machen, einen Kredit aufnehmen, was auch immer, wenn eine meiner Katzen krank ist, aber um sie anzuschaffen, das könnte ich mit mir und meiner Lebensituation nicht vereinbaren. Vielleicht auch weil mir der "Mehrwert" sorry für den Ausdruck, nicht so klar ist oder ich auch einfach nicht vernarrt genug in eine Rasse bin um sie mir zusammen zu sparen, und das müsste ich. Dazu kommt das es ja schön wäre wenns 2 sind.
Damit sage ich nicht dass sich jeder seine Rassekatzen aus dem Ärmel schüttelt, sondern das es ihm/ihr einfach besonders wichtig ist gerade diese Rasse zu haben.
Ich wollte einen Norweger. Keinen der nur so aussieht, nicht einfach nur "halblanghaar", nein, einen Norweger.
Ich kenne die Rasse schon lange.
Der "Mehrwert" ist, dass ich einen Norweger habe (ok, zwei reinrassige und eine nicht reinrassige).

Aber ich habe sehr wohl auf den Preis geguckt. Ich finde durchaus, dass nicht jeder Preis gerechtfertigt ist nur weil sich jemand "seriöser Züchter" nennt.
Ich habe für Smørre- der durchaus nicht mehr SO klein war (7 Monate) 450 Euro bezahlt, und Smilla als Gesellschaft von der Züchterin umsonst mitbekommen.
Ida war eine Notvermittlung und hat 300 Euro gekostet, wobei sich ihre Ursprungszüchterin an der Kastra beteiligt hat (weil noch nicht kastriert, da sie Zuchtkatze werden sollte).

D.h. 750 Euro für 3 Norweger. Zwei reinrassig, eine nicht.

Dazu noch die zwei "Noramlos"- die im Übrigen KEINE "Alibi"- Katzen sind. Ich hatte immer welche und finde sie toll!

Ich habe hier mal aufgeschrieben, was eine Katze kostet, die nicht s kostet.

Ob das alless wirklich "billiger" ist? ::?
 
Guinan

Guinan

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Frage ich aber: "Kann eine Katze reinrassig sein, wenn sie zwar keinen Stammbaum hat, die Elterntiere aber durch Stammbaum über 4 Generationen ihre Reinrassigkeit nachweisen können?"

Ja, aber ich kann den Begriff Rassekatze nicht verwenden und ich kann die Katze nicht als reinrassig verkaufen.
Das habe ich anders verstanden: Den Begriff "reinrassig" darf man verwenden. Es geht um die Begrifflichkeit "Rassekatze". :roll:

***

Sagen wir mal so, ich könnte mir Rassekatzen die mir gefallen, tatsächlich nicht leisten
Könnte ich auch nur schwerlich - unter Entbehrungen für längere Zeit.
Und ich glaube, da geht es vielen Menschen so.

Ob dadurch dieses Auf- und Abschauen entstanden ist?

***

Mir persönlich ist das nie aufgefallen (ich befasse mich eigentlich auch gar nicht damit - jetzt nur losgetreten durch die interessanten Threads, die hier zeitgleich laufen)
Ich hatte Mixe, und wurde dafür auch nie angegriffen -
möglicherweise, weil ich bei Beiden die 2.Besitzerin war...
keine Ahnung ::?
Jetzt ist tatsächlich eine Rassekatze dazugekommen.
Und? Es ändert sich dadurch nichts - allerhöchstens die Sorgen,
was alles noch kommen kann, durch die Krankheitsbilder, für die die Rasse bekannt ist.
Ein Status sicher nicht *kopfschüttel*

***

Jetzt nochmal zur Diskussionskultur, die Hamidu in Gefahr sieht:
Ganz ehrlich - ich finde alle zeitgleich laufenden Threads momentan sehr moderat. Ich "spüre" da auch nicht das Bemühen um Sachlichkeit - es IST sachlich. Emotionale Kriegsschauplätze zwischen einzelnen Usern sollten genau das bleiben: zwischen den Usern - ich kann da gut drüber weglesen...
...wieso können wir uns in einem Forum nicht genauso unterhalten, wie wir uns unterhalten würden wenn wir im echten Leben aufeinanderträfen?

Allein der Zusatz "Ich denke../Meine subjektive Meinung ist.../Meinst du nicht es wäre besser..." können da schon viel bewegen und tun doch keinem weh.
Ersteres mache ich - von niemand Anderem kann ich nun sprechen -
doch bitte verlange nicht diese Wischi-waschi-Zusätze - MIR täten diese tatsächlich weh... ich rede NIE so. Schon bei der Vorstellung bekomme ich Zahnweh (das ist für mich wie dieses "wie gehts", wo niemand eine echte Antwort erwartet - das ist nix für mich)
 
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