Kätzchen verhält sich nach Unfall sehr distanziert

Diskutiere Kätzchen verhält sich nach Unfall sehr distanziert im Katzen-Verhalten Forum im Bereich Katzen allgemein; Liebes Forum, zunächst möchte ich mich kurz vorstellen und vorab allen Danken, die sich die Mühe machen mir zu antworten. Vor ein paar Jahren...
herrgatuso

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Liebes Forum,

zunächst möchte ich mich kurz vorstellen und vorab allen Danken, die sich die Mühe machen mir zu antworten.
Vor ein paar Jahren hatte ich mit unserem lieben zugelaufenen Kater Herr Gatuso viel Hilfe und Ermutigung aus dem Forum erfahren.
Nachdem Gattuso 2015 im Alter von 12 Jahren eingeschläfert werden musste (Nieren). Wollten wir aktiv keine neue Katze mehr.
Wir hatten soviel unerwartete Freude mit ihm und der Verlust war/ ist immer noch schwer.

Ich habe aber meiner Tochter und meiner Frau versprochen, dass falls eine Katze in Not ist / oder uns ein zweiter Streuner zuläuft, wir diesen auf jeden Fall aufnehmen. Aber ich wollte immer nur eine Katze, die sich uns ausgesucht hat.
Quasi als Vermächtnis von Gatuso. Vor 4 Monaten dann gingen meine beiden Damen spazieren und ihnen ist ein junges Kätzchen bis nach Hause gefolgt, da es unbedingt rein wollte haben wir es reingelassen sind aber am nächsten Tag zum TA, um zu sehen, ob er
gechipt ist, da er weder schlecht ernährt noch verwildert aussah. Tatsächlich gehörte er einer Familie aus der Nachbarstraße, deren Garten an den unseres Hauses grenzt. Wir haben uns dann bei Tasso gemeldet und unseren "Fund" gemeldet. Nach 3 Tagen bekam
ich dann einen Anruf, dass die Familie im Urlaub ist und erst in ein paar Tagen zurückkommt. Wir haben ihn dann solange bei uns gehabt bis die Familie aus dem Urlaub zurück gekommen ist. (Ach ja. Chico ist ein British-Kurzhaar-Kater und jetzt 1
Jahr und 2 Monate alt).Sein Verhalten war freundlich, etwas reserviert. Er hatte schnell ein paar Lieblingsplätze und ist Nachts irgendwann ins Bett gesprungen. Nachdem er abgeholt wurde haben wir ihn trotz der Nähe ca. 50 Meter durch zwei Gärten zu seinem Zuhause für 2 1/2 Wochen nicht mehr gesehen. Dann war er plötzlich wieder da und wollte rein. Die Besitzer hatten uns erzählt, dass Sie oft im Urlaub seien und Chico schon viele Problem mit Weglaufen gemacht hat. Als er bei uns war, war er allerdings pünktlich in seinen Freigangszeiten und Rückkehrzeiten. Meine Interpretation war, dass er zu oft alleine gelassen wurde und die kleine Tochter ihn zu sehr bedrängt hat, wodurch er zu viel Stress hatte. Soweit meine Ferndiagnose.

Nun zum traurigen Teil der Geschichte. Vor 6 Wochen war er auf unserer Terrasse aufgetaucht, wo er geschlafen hatte am morgen haben wir festgestellt, dass er angefahren wurde. Daraufhin bin ich zu den Nachbarn und wir waren beim TA. Dieser sagte, dass er so schwer verletzt war, dass er in eine Tierklinik zur Operation muss. Ich bin dann mitgefahren. Um es kurz zu machen. Die Besitzer waren nicht bereit die knapp 3000 Euro für die Operation (Magenabriss und Beckenbruch an zwei Stellen, einer mit Schraube fixiert) auszugeben, sodass wir eingesprungen sind und das liebe Kätzchen übernommen haben, damit es nicht eingeschläfert werden muss. Die Operation verlief so weit gut und er läuft auch schon wieder ganz passabel. Wir waren am Freitag beim TA zur Kontrolle soweit sollte erst mal alles gut sein. Wir mussten in 6 Wochen in sehr eingeschränkter Käfighaltung halten (50x70 cm). Die ersten 2 Wochen war er müde und wollte sich auch nicht viel bewegen, dann wurde es schwieriger und wir haben ihn dann nach 3 Wochen für kurze Zeit in unseren kleinen Flur gelassen wo er sich dann richtig strecken und ein paar Meter gehen konnte. Anfangs war das in Ordnung, aber jetzt ist er so fit, dass er natürlich in die ganze Wohnung will. Da er die 6 Wochen rum hat haben wir jetzt probiert ihn ins Wohnzimmer und in Schlafzimmer/Büro zu lassen. Teilweise ist er aber recht wild, sodass wir den Wohnungszugang zeitlich begrenzen und er noch ein paar Tage im Käfig schlafen muss. Leider wirkt er bei seinen "Ausflügen" unruhig und findet, trotz vieler Angebote Kartons, Höhlen und Spieltunnel und anderen Angeboten, keinen Platz, an dem er sich wirklich wohl fühlt.

Jetzt zu meinem Problem/Frage ich arbeite von zu Hause und bin immer in Sichtweite wir alle geben uns alle Mühe, aber das liebe Kätzchen scheint sich immer weiter von uns zu distanzieren und ich mache mir Sorgen, ob er sich außer dem Umstand, dass die notwendige Käfighaltung, natürlich kein Grund zur Freude ist, nicht wohl bei uns fühlt. Streicheln lässt er sich nur ganz selten und kurz, was völlig O.K. ist, dass war vorher auch nicht so häufig der Fall. Aber es scheint, dass er sich nicht wohl fühlt in unserer Gegenwart. Das besorgt nicht natürlich schon. Ich frage mich daher, ob das eine normales Verhalten ist und ob sich diese Distanz wieder abbauen lässt, wenn er ganz in die Wohnung darf. Ich habe keine Idee mehr, wie ich unaufdringlich eine bessere Beziehung aufbauen kann, sodass er sich wohlfühlen kann. Dies macht mir auch deshalb Sorgen, da wir ihn in ca. 6 Wochen wieder rauslassen wollen, wenn der TA grünes Licht gegeben hat und er dann vielleicht nicht mehr zurückkommen möchte. Ich setze mich zu ihm, wenn er ruft und rede ruhig mit ihm, mache seine Toilette immer sofort sauber und streichele ihn nur dann wenn er es zulässt. Leider wirkt er bei seinen "Ausflügen" unruhig ins Wohnzimmer/Schlafzimmer und findet, trotz vieler Angebote Kartons, Höhlen und Spieltunnel keinen Platz, an dem er sich wirklich wohl fühlt und putze oder entspannt lieben bleibt. Im Käfig tut er dass dann schon. Leider bin ich etwas ratlos, da ich Chicos Verhalten nicht richtig deuten kann bzw. welchen Anteil die Situation "Gefängnis" daran hat. Wenn er miaut, kann ich häufig den Grund nicht einschätzen (Langeweile, Nicht-Wohlfühlen ....).

Vielleicht hat ja jemand Erfahrung mit solchen Situationen oder einfach nur gute Ideen hat, wie man es anstellen könnte, dass er sich wohl fühlt. Ebenso würde interessieren welche Erfahrungen ihr mit Hüftbrüchen gemacht habt, die nicht fixiert wurden.

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag allen 2-und 4-Beinern
 
19.01.2020
#1

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Schau mal hier: Kätzchen verhält sich nach Unfall sehr distanziert . Dort wird jeder fündig!
Markus S

Markus S

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Erfahrung mit solchen Situationen habe ich keine, aber alle Achtung, dass ihr euch dieser Katze angenommen habt!
 
Nula

Nula

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Kann es sein das der kleine noch schmerzen hat und sich deshalb nirgends wohl fühlt?

Ich selber habe Gott sei Dank nie solche Erfahrungen sammeln müssen, andere hier im Forum aber schon.
Ich bin mir sicher das du noch brauchbare Antworten bekommen wirst.

Ich mag dir mal im Namen des Katers danke sagen.
Danke das ihr euch ihn angenommen habt und das er Leben darf.
Ich wünsche euch von Herzen das es jetzt bald nur noch Berg auf geht und euch ne lange schöne Zeit vergönnt wird.
Ihr habt es verdient.
 
xioni

xioni

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Ich finde es toll, dass ihr Chico die OP ermöglicht habt und dass er sich so gut erholt!

Seine Distanz kann mehrere Gründe haben. Zum einen, wie Nula schon schreibt, kann er noch Schmerzen haben. Eventuell sprecht ihr den TA bei der nächsten Kontrolle mal darauf an. Oder bekommt er Schmerzmittel? Ihr könnt es sonst auch mal mit Traumeel versuchen, einem homöopathischen Mittel, das bei vielen Katzen sehr gut wirkt.
Zum anderen dürfte ihm als Freigänger drinnen auch langweilig sein. Spielen und Schmusen kann den aktiven Freigang nie richtig ersetzen. Durchaus möglich, dass er draußen auch Katzenfreunde hat, die er jetzt vermisst. War er denn im vorherigen Zuhause auch eine Einzelkatze?

Bei meiner eigenen, gelähmten Katze habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie auch recht distanziert war, solange sie Schmerzen hatte oder es ihr nicht gut ging. Zusätzlich hat sie das "draußen" sehr vermisst. Inzwischen darf sie fast täglich raus und ist eine sehr zufriedene Schmusekatze geworden::l

Ich drücke die Daumen, dass es bei Chico auch so ist und er, sobald er wieder seinen Freigang bekommt, ein zufriedener, zutraulicher Familienkater wird.
 
Julia_1984

Julia_1984

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Für mich klingt es erstens so als wären die Vorbesitzer keine stabilen Bezugspersonen gewesen. Wer hat sich um die Katze denn gekümmert während der vielen Urlaube? Außerdem ist so eine große Operation und so ein schlimmer Unfall sicher für eine Katze auch eine traumatische Erfahrung. Klingt für mich aber als würdest du alles richtig machen, geb Chico einfach mehr Zeit....
 
Trulla-la

Trulla-la

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Lieber Fritz
2 gemeinsame Jahre hattet ihr noch nach Hr Gatusos OP Ich hoffe ihr habt die Entscheidung dafür stets positiv sehen können Und das der Herr sein Leben genossen hat

Doch nun zu eurem Neuzugang...
Ich hatte zwar zum Glück solche Sorgen noch nie, denke aber das dem Chico eure Wohnung sehr groß vorkommt
Wenn er im Käfig zur Ruhe kommen kann ist das ein Hinweis Bei den Versuchen seinen Radius zu erweitern zeigt er Unruhe, noch ein Hinweis
Probier also ihm zwar Möglichkeiten anzubieten, aber lediglich durch öffnen des Käfigs Da du zuhause arbeitest bietet sich an das immer in demselben Raum zu tun
Dein Büro vllt?
Laß ihn dabei völlug in Ruhe. So als sei er gar nicht da. Dann kann er entscheiden was er wann versucht

Wichtig ist auch sicher zu sein das er keine Schmerzen hat. Außer der TA gibt bewusst kein Schmerzmittel weil Chico sich dann eher schont
Besprich das doch mit ihm

Toll das ihr dem kleinen Mann diese Chance gebt
 
herrgatuso

herrgatuso

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Lieben Dank euch allen!

Er war eine Einzelkatze und hatte wohl während der Urlaube jemand der in gefüttert hat bzw. eine Nachbarin bei der er geblieben ist. Insgesamt war seine vorherige Familie wohl kein stabiler Bezugspunkt. Ich denke nicht, dass er Schmerzen hat. Langeweile auf jeden Fall. Da das Miauen, dass er an den Tag legt aufhört, wenn man ihn rausläßt oder in füttert. Er hat auch leicht abgenommen, da wir ihm nicht so viel Futter geben, weil er ja weniger Aktivität hat und auch seine Knochen nicht mit Übergewicht belasten soll. TA meinte das sei gut so. Ein Teil der Beschwerden wird sich daher wohl auf das etwas reduzierte Nahrungsangebot beziehen. Schmusen kann man mit ihm nicht. Was jetzt für mich nicht so schlimm ist und er lieber in Ruhe gelassen werden will kann ich das gut akzeptieren. Spielen ist auch nur bedingt möglich, da er nicht toben soll und sich noch möglichst ruhig halten soll.

LG: F
 
BlueCatWomen

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Biete Deinem Kater immer wieder distanzierten Kontakt an, damit er Vertrauen in eine Bezugsperson aufbauen kann. Bei dem Verletzungsmuster wird er noch einige Zeit Schmerzen haben, da mit Sicherheit Muskeln, Sehnen und Knochen betroffen sind. Eine alternative Behandlung mit Traumeel wäre sicher sinnvoll.

Danke, dass Ihr den kleinen Pechvogel übernommen habt!
 
Smee

Smee

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Vielleicht mag er dir ja zusehen wenn du irgendwas spannendes machst und dich dabei auf den Boden setzt. Wie bei einem kleinen Kind. Einfach mit leiser, auffordernder Stimme erzählen, was du da gerade machst und es so aussehen lassen als ob es total super ist. Falls er neugierig reagiert, auch aus der Entfernung, wäre das ein sehr guter Anfang!
 
BlueCatWomen

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Nicht lachen! Nimm ein Buch, setz Dich zum Kater in den Raum und lies ihm was vor. Zum Beispiel "Bob der Streuner"...
 
Pat

Pat

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Ich denke für das Verhalten gibt es bei eurem Katerchen ganz viele Gründe. So wie du es beschreibst, ist er von Anfang an sehr "einsam" groß geworden und hat vieles noch nicht kennen gelernt, daher auch dieses distanzierte und unruhige Verhalten...….. er muss einfach jetzt bei euch erst lernen, seine Kindheit nachzuholen.
Dafür gebt ihm bitte noch ganz viel Zeit, damit er es lernen kann, das er sich bei euch vertraut, sicher und wohl fühlen kann.

In diesen wenigen Wochen, in der er bei euch ist, war für ihn mit Sicherheit alles durch Schmerzen geprägt und daher auch wieder "bedrohlich", er konnte und kann ja den Schmerzen nicht davon laufen und um ihn herum war zusammen mit den Schmerzen plötzlich alles fremd und ungewohnt.
Normalerweise hätte er sich als gesunder Kater erstmal alle Räume und Plätze erobert und kennen gelernt ….. dadurch das er im Käfig bleiben musste, fehlt ihm diese Phase der Eingewöhnung.

Ihr könnt ihm aber bei der Eingewöhnung und auf dem Weg zu seiner inneren Sicherheit und mehr Ausgeglichenheit gut helfen und er wird dadurch dann bestimmt noch ein ganz anderes Verhalten zeigen und vielleicht sogar ein richtig anhänglicher Schmusekater werden.

Kennst du "Zylkene 75" für Katzen? Das ist ein Nahrungsergänzungsmittel und hat auch hier im Forum schon vielen Katzen geholfen, das sie sich anders im Verhalten entwickeln konnten.
Wenn du oben rechts unter "Suche" das Wort Zylkene eingibst, dann werden dir viele Beiträge zu dem Thema angezeigt.

Hier mal ein Link, wo du schon mal eine Übersicht dazu bekommst......https://www.zooplus.de/shop/hunde/hundefutter_ergaenzung/vitamine/612898

Wenn du ihm das Mittel gibst und dann auch beim TA abklärst, das er wirklich schon schmerzfrei ist (das z.B. kann ich mir nach 6 Wochen noch absolut nicht vorstellen, bei der Schwere der Verletzungen), oder ihm da noch mit Medikamenten vom Tierarzt, oder dem schon hier genannten Traumeel, die Schmerzen linderst, dann wird sich sein Verhalten bestimmt bald ändern.

Und wie es auch schon hier gesagt wurde, bietet ihm nicht gleich die ganze Wohnung an, sondern lasst ihn langsam einen Raum nach dem anderen erkunden und sich seine sicheren Plätze erstmal in Ruhe aussuchen.

Ich würde dir auch raten, bei ihm mit einem erneuten Freigang wenigstens bis zum Frühjahr noch zu warten ….. er muss erst wieder völlig fit sein und sich bei euch völlig sicher und wohl fühlen …..und das braucht jetzt erstmal eine etwas längere Zeit.

Ich bin sicher, wenn ihr es so ausprobiert, dann werdet ihr erleben, das sich euer so toller Einsatz für den verletzten Kater total "auszahlen" wird und er für euch ein tolles Familienmitglied wird.

LG Waltraud
 
herrgatuso

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Vielen Dank für die vielen Ideen. Wir haben hier alle nur einen Wunsch, dass er wieder ganz gesund wird und sich wohl fühlt. Aber manchmal fühle ich mich ein wenig hilflos, weil ich nicht weiß, ob ich es richtig angehe. Zeit und Geduld ist kein Problem und er muss auch kein Schmusekater werden. Da ich derjenige bei uns war, der ihn immer aus dem Käfig gehoben hat, bin ich vielleicht etwas in "Ungnade" gefallen. Freigang bekommt er natürlich erst dann, wenn er wieder fit ist. Ich denke auch, dass er als junges Kätzchen nicht genug Zuneigung bekommen hat und daher nicht so schnell vertrauen aufbauen kann. Ich hoffe nur, dass sich das korrigieren lässt.
Liebe Grüße euch allen F.
 
Smee

Smee

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Das wird, keine Sorge. Viele von uns haben "solche" Katzen mit Vergangenheit aus oft schlimmer Haltung. Es braucht einfach nur Zeit, Ruhe und Gelassenheit. Eines Tages gibt er dir dann einfach ganz selbstverständlich Köpfchen als wäre es nie anders gewesen.
 
herrgatuso

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Das macht Mut! vielen Dank. Liebe Grüße F.
 
Smee

Smee

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Ganz wichtig ist es, eindeutige Signale auszusenden. Also nicht aus falscher Rücksichtnahme auf das Katerchen extra vorsichtige Bewegungen machen oder ähnliches. Das verunsichert die meisten Katzen extrem. Einfach ganz normal und wie immer dem Tagesablauf nachgehen und dabei dem Kater die Gelegenheit geben, euch zu beobachten und einschätzen zu lernen. Gerne mal etwas vorlesen oder wie oben beschrieben "interessante" Dinge tun, die ihn zum Mitmachen oder Nachschauen animieren könnten....
 
Pat

Pat

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Ich kann dir auch noch mal dringend raten, das du dich mit dem Thema "Zylkene 75" möglichst bald beschäftigst ….. das könnte euch vieles erleichtern.
Wie stehst du und deine Familie zu dieser Art von Hilfe durch Zylkene ?

Du bekommst es übrigens beim Tierarzt oder auch im Internet. Da es ja ein Nahrungsergänzungsmittel ist, ist es auch nicht verschreibungspflichtig.
 
Brummi

Brummi

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Bei Amazon ist Zylkene zur Zeit am günstigsten.
Die Großpackung Zylkene 75mg kostet 41, 77 €
 
Smee

Smee

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Übrigens: Wer hier Fotos seiner Katzen zeigt, dem wird ganz besondere Magie durch die Forenfeen zuteil. :angel:
 
KleineWölfin

KleineWölfin

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Ich denke auch, dass er als junges Kätzchen nicht genug Zuneigung bekommen hat und daher nicht so schnell vertrauen aufbauen kann. Ich hoffe nur, dass sich das korrigieren lässt.
Moin! Wie alle anderen auch schon geschrieben haben: auch ich bin mir sicher, dass sich Chico mit der Zeit noch als liebevoller Schmuser entpuppen wird. Sein Start ins Leben war suboptimal, aber er ist noch jung und bei euch hat er Zeit und Freunde, dass er äußerlich und innerlich heilen kann.

Als ich unseren Prinz Peter vor gut 3 Jahren kennen lernte, war er etwa so alt wie euer Kater. Peter kannte kein Haus von innen und wirkte immer etwas autistisch ... kontaktarm, träge; wenn´s hoch kam, dann rieb er sich kurz an meinem Bein, wenn ich eine Futterdose in der Hand hatte. Mehr nicht, aber er war immer zur Stelle, wenn draußen der Napf gefüllt wurde. Meine Schwester meinte damals, er sei eben etwas dumm ... affektarm. Aus heutiger Sicht: Peter hatte chronische Schmerzen in beiden Ohren (Ohrpolypen), kannte Menschen nur beiläufig und musste sich draussen gegen einen 8-Kilo-Kater-Macho behaupten.
Ich hab ihn lange nur lokal behandelt, später mal AB oder Cortisontabletten, er blühte etwas auf, fand auch durchs Fenster den Weg ins Haus. Der Durchbruch kam, als er durch eine gute Ärztin von seinen Schmerzen (Ohren und Maul) zuverlässig befreit wurde und ich ihn im Haus einsperrte. Peter fraß als gäbe es kein Morgen, war mit gespitzten Ohren dabei, wenn Bibi mit der Quietschmaus spielte, saß plötzlich auf der Couch und schmiegte sich nachts lang ausgestreckt an mich. Nach seiner Maulsanierung wurde es wieder weniger mit seinem Kontaktbedürfnis, seine chronische Ohrentzündung konnte ich nur mit Metacam zügeln ... Peter wird immer darunter leiden. In den letzten Wochen zog er sich dann wieder zurück. Seit 10 Tagen bekommt er Cortison gespritzt; und prompt ist Peter wieder da. Entspannt und herzlich, quatscht auch mal wieder und schnurrt, wenn ich ihn auf meinen Schoß ziehe, bearbeitet den "Kratzteppich" mit Leidenschaft.
Oder nimm den Kater, den Julia @Krümelmonster vor 2 Monaten von der Straße geholt hat. Meista hatte viele Wochen mächtig Respekt vor Julias Revier, residierte lange unter der Heizung oder unterm Stuhl. Und wo ist er jetzt zu finden? Im Bett :giggle:
Was ich sagen will: a) Chico ist noch unsicher was euer Haus als sein Revier betrifft. Und b) solange er noch Schmerzen hat, wird er auch kein lockerer und euch zugewandter Bursche sein. Dass er EUER Kater sein will, dafür hat er mit seiner Zuflucht auf eurer Terrasse und mehrmaligem Folgen bis zu eurem Haus ein klares Statement abgegeben. Lass ihm doch beim nächsten Kontrolltermin probehalber eine anständige Dosis Buprenovet geben (mind. 0,01 mg/kg). Damit sollte er für 12 bis 24 Stunden schmerzfrei sein und kann sich dann endlich mal auf die Eroberung seines Reviers (und seiner Zweibeiner) konzentrieren.
Ich finde es einfach toll, dass ihr Chico mit einem kleinen Vermögen und Riesenverständnis seinen zweiten Start ermöglicht!
 
2kittenmami

2kittenmami

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Schön, dass ihr die kleine Fellnase gerettet habt!

Ich habe in den letzten Monaten leider auch einiges an Erfahrung sammeln dürfen mit Katzen in grenzwertigen Situationen. Das Verhalten des Kleinen erinnert mich an unser fast verhungertes Streunerchen Ilvy. Wir haben sie als komplett scheue, bisher wildlebende Katze mit einer Katzenfalle gefangen. Beim TA stellte sich heraus, dass sie mit 6 Monaten nur 1,5 kg hatte. Sie hatte ein Hungerödem (Wasser im Bauch durch Nahrungsmangel), war massiv verwurmt und dann hatte sie auchnoch die Katzenseuche.

Infolge dessen musste sie auch einige Wochen in einem Kaninchenkäfig verbringen. Seit kurzem darf sie das Badezimmer unsicher machen. Sie hat schon viel Vertrauen gewonnen, aber in ihrer Komfortzone ist sie auch noch lange nicht angekommen. Sie lässt sich zwar streicheln, schnurrt auch und freut sich wenn man mit ihr mit der Angel spielt, aber sie rennt gestresst herum und flüchtet oft ganz plötzlich in ein Versteck wenn wir in der Nähe sind. Folgendes würde ich dir aus meiner Erfahrung mit dieser Katze raten:

1. Lass ihn keinesfalls nach draußen, sonst ist er vielleicht weg.
2. Schau, dass er keine Schmerzen hat und gib ihm Zylkene. Zusätzlich kann auch ein Feliway-Stecker helfen.
3. Beschränke seinen Aktionsradius vorerst auf 1 Zimmer. Wenn er sich damit wohlfühlt, kannst du die Türe öffnen und schauen ob er von selbst ins nächste Zimmer geht (soweit sind wir bei Ilvy gerade - sie traut sich hinaus, geht aber bald wieder zurück in ihre vertraute Umgebung).
4. Bedenke, dass sich im Käfig seine Muskeln zurückgebildet haben und der Kleine wahrscheinlich am ganzen Körper Muskelschmerzen hat, wenn er sich zu sehr anstrengt. Auch deshalb würde ich seinen Aktionsradius auf ein Zimmer mit passenden Beschäftigungs- und Versteckmöglichkeiten beschränken.
 
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