Johnny allein zu Haus...

Diskutiere Johnny allein zu Haus... im Mehrkatzenhaushalt Forum im Bereich Katzen allgemein; Hallo! Johnny (8,5 J., kastriert) ist jetzt unser alleiniger Kater. Sissi starb kürzlich an Krebs. Nun überlege ich, ob ich Ihm wieder einen...

Chrisse

Gast
Hallo!

Johnny (8,5 J., kastriert) ist jetzt unser alleiniger Kater. Sissi starb kürzlich an Krebs.
Nun überlege ich, ob ich Ihm wieder einen Gefährten (Gefährtin) ins Haus hole. Wenn ja, möchte ich eine Rassekatze (Russisch Blau) holen.
Nun hätte ich da eine Bitte, bzw. Fragen:
Könnt Ihr mir Eure Erfahrungen mitteilen? Sollte ich ein Jungtier holen, oder besser eine Katze in Johnny's Alter? Ich überlege auch, ob ich eine oder vielleicht zwei (Jung-)Tiere hole, was meint Ihr?
Johnny ist zwar ein relativ dominanter Kater, aber er hat sich immer mit Sissi gut arangieren können. Außerdem ist er es seit Jahren gewöhnt, mit einem weiteren Tier zusammen zu leben. Daher vermute ich zu Beginn ein paar Probleme mit Neuankömmlingen, aber mit der Zeit wird sich das schon ins Positive wenden. Habt Ihr schon Erfahrungen in solch einer Situation? Welche Tipps könnt Ihr mir geben?
 
25.03.2003
#1

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Gast

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Anonymous

Gast
Hallo Chrisse,

bei jeder Entscheidung gibt es Vor- und Nachteile, und letztendlich kann man vorher nicht absehen, wie sich das entwickeln wird, denn jede Katze ist/reagiert da anders.
Für deine Überlegung mal folgende Anhaltspunkte:
Kommt ein kleines Jungtier dazu, könnte die Zusammenführung leichter werden, da das Kleine dann sowas wie einen Baby-Bonus hat, zumindest dem alten Kater nicht so viel Angst machen muss, wie ein ausgewachsenes Tier. Außerdem würde die Kleine sich bestimmt gut unterordnen können, weil sie in die Situation ja reinwächst. Auch der Kater kann Muttergefühle bekommen, und sich fürsorglich um die Kleine kümmern (mein Kater hat die neue kleine Wolke sogar an seinen Zitzen nuckeln lassen). Die Zusammenführung wäre also eventuell um einiges leichter. Nachteil ist, da die Kleine mit deinem Kater aufwächst, wird sie sich sehr stark an ihm binden, da wegen des Altersunterschiedes abzusehen ist, das der Kater einmal eher gehen wird, wird das für die dann zurückbleibende Katze sehr schlimm werden, und du hast dieselbe Situation wie jetzt. (So ist es auch bei mir, mein Wölkchen hängt so sehr an den 6 Jahre älteren Kater, wenn er mal gehen muss, das wird sie sicher nicht überleben). Noch ein Nachteil: Jungtiere sind ja noch sehr wild und verspielt, und das kann einem 8 Jahre alten Kater schonmal gewaltig auf die Nerven gehen, es kann halt auch sein, dass er genervt auf die Kleine reagiert oder einfach überfordert ist.

Holst du ihm ein gleichaltriges Tier dazu hast du diese Probleme zwar nicht, dafür sind erwachsene Tiere in ihren Gewohnheiten schon recht festgefahren, es kann ihnen schwerer fallen, sich an neues zu gewöhnen, und die neue wird sich auch nicht mehr einfach so unterordnen. Es wird also erstmal anfangs sicher Revierstreitereien geben, eine Zusammenführung kann problematischer und stressreicher verlaufen. Erwachsene Katzen haben auch schon ihre festen Charaktere und wenn beide sich partout nicht vertragen oder mögen wollen, hast du eine Menge Stress. Da ist dann auch nichts mehr mit Baby-Bonus oder Kümmerinstinkt, der das ganze dann abmildern könnte. Du kannst aber auch Glück haben, und die beiden sind sich auf Anhieb sympathisch bzw. verstehen sich recht schnell.

Zwei Jungtiere wären natürlich auch ganz gut. Die beiden können ihren Spieltrieb aneinander auslassen und der Kater hätte ein wenig Ruhe vor der Wildheit, aber trotzdem Gesellschaft. Doch auch hier kann es Nachteile geben, denn die Jungtiere wachsen ja auch mal auf, und da es Geschwisterchen sind bzw. zusammen aufgewachsen, ist anzunehmen, das sie sich prächtig verstehen werden und sehr aneinandergeschweist. Dein Kater könnte dann das fünfte Rad am Wagen sein und mit Eifersucht reagieren oder sich benachteiligt fühlen.

Alle drei Möglichkeit sind möglich und realisierbar, musst du mal abwägen, was dir am besten passt, einen Tipp, welche Variante die bessere wäre, kann ich leider nicht geben. Ich habe alle drei Fälle schon miterlebt, bei allen drei Varianten klappte es mal, und mal nicht so gut.
Wenn du dich vor einer schweren Zusammenführung und Revierkämpfe fürchtest, dann würde ich vielleicht von einem älteren Tier abraten, wobei auch das ja ganz gut ausgehen kann.
Ich habe ja zu meinem älteren Kater ein ganz junges Welpe bekommen, auch da gab es Zusammenführungsstress, aber danach verstanden sie sich sehr gut. Fast zu gut, denn nun hab ich das Problem, das Wölkchen sich zu sehr an den Kater gebunden hat (ist ja ganz nett und süß, aber was ist, wenn der Kater mal nicht mehr ist, dann muss für Wölki auch wieder ein neuer Partner kommen und alles geht wieder von vorne los). Dennoch würde ich immer wieder ein Jungtier nehmen, weil ich zwei sich fremde ausgewachsene Tiere in meiner 1 Raum Wohnung nicht unbedingt aufeinander loslassen möchte.

Ich hoffe, diese Überlegungen helfen dir ein bißchen bei deiner Entscheidung.
 

Lilly

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Elke K

Gast
hallo chrissie,
ich hab zuerst den tommy gehabt (zugelaufen), als er ca. 2,5jahre alt war, hab ich kimba dazugenommen (als jungtier gequält worden, lebte als 5.rad in einem 3-katzen-haushalt) die eingewöhnung war sehr schwer, wenigstens passierten keine wilden kloppereien, aber es tat mir schon sehr leid, daß sie sich sowenig mochten...aber, mit zunehmendem alter, siehe da, es geht, sie spielen zwar nicht miteinander (oder nur, wenn ich es nicht sehe...) aber sie akzeptieren sich gut. letztes jahr im august haben wir noch sally aus den tierheim geholt (sie war da 4 monate alt, und die zwei brecher waren 10,5jahre alt). tommy liebt die kleine, spielt mit ihr, kämpft (spaßeshalber) mit ihr, kimba sehr zurückhaltend, auf jeden fall zugänglicher als damals, als er zum tommy kam. ich denke, der babybonus macht echt was aus. sally ist sehr temperamentvoll (sehr zum leidwesen meines mannes), das wirkt aber auf tommy wie ein jungbrunnen....(wie sie das 1.mal rollig wurde, schwang er sich drauf, jaja, kaum noch zähne, aber....) kimba ist auch etwas lebhafter geworden, ich hab ihn und sally auch mal dabei "erwischt", wie er ihr den hals abschleckte...
tja, du merkst es wohl, aufgrund dieser erfahrung würde ich zu einer jungkatze tendieren (und vielleicht das neue sofa erst kaufen, wenn die gröbste flegelzeit der kleinen vorbei ist.......)
liebe grüsse
 

Elke K

Gast
ps: hab vergessen: Kimba und tommy sind gleichalt, also beide waren 2,5 jahre alt, als sie zusammen kamen
sorry
 

Chrisse

Gast
Danke für Eure Antworten !

Ich habe mir auch schon überlegt, ob die Anschaffung zweier RB-Kitten sinnvoll wäre. Natürlich ist dies auch eine finanzielle Frage. Kosten eigentlich 2 (RB-) Kitten dann auch das Doppelte ?
 

Lilly

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Chrisse

Gast
Ich habe da RB Züchter in Hagen / Westf. genannt bekommen, kennt die wer :D ?
 
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