ist das mit dem Tierschutzrecht vereinbar?

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KleineWölfin

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Hallihallo,
ich muss ja heute versuchen, den verhungernden Monsterkater im Tierheim unterzubringen. Damit hab ich schon 2017 ätzende Erfahrung gemacht mit dem Resultat, dass unsere Stadtkatzen, obwohl nachweisbar ausgesetzt, nicht einmal auf der Webseite des Tierschutzvereins vorgestellt wurden, von einer Aufnahme oder Unterstützung zur Einrichtung einer Futterstelle ganz zu schweigen. Die Tierarztpraxen haben eine ebenso leidige Erfahrung mit dem zuständigen Amt gemacht wie ich. Mir wurde berichtet, dass sogar bei einer notwendigen Euthanasie um die Kosten gestritten wird. Die Folge ist, dass Tierärzte hier mit dem Finder ihre Leistung lieber zum Selbstkostenpreis abrechnen als sich mit dem Amt auseinander zu setzen. Was dem Amt auch recht ist. Ich denke, das ist sogar der Zweck.
Nun war ich eben mal auf der Webseite des Tierheims und fand folgenden Hinweis:
"Bei Fundtieren sollen / müssen die Finder zuerst das zuständige Ordnungsamt bzw. am Wochenende die Polizei telefonisch informieren.
Beim Ordnungsamt muss nachgefragt werden, ob das gefundene Tier als Fundtier anerkannt wird (hier von hängt die Kostenübernahme der Ordnungsämter / Städte ab).

In diesem Zusammenhang möchten wir erwähnen, dass uns immer wieder Anrufe wildlebender Tiere betreffend erreichen. Der Tierschutzverein kann diese Tiere nicht aufnehmen, da diese nicht weiter vermittelbar sind.
Eine große Bitte daher: Füttern Sie diese Tiere nicht an – in diesem Moment geht die Verantwortung für das Tier rechtlich auf Sie über!" Link hier
und frag mich, ob solch ein Vorgehen 1. mit dem öffentlichen Auftrag des Gesetzgebers und 2. mit Anstand und Moral von Tierschützern vereinbar ist.
Der Witz ist, dass das Tierheim anschließend an seine Bekanntgabe einen Erlass des Landes S-H zitiert, der das genaue Gegenteil dessen beschreibt was Tierheim und Behörde praktizieren, propagieren und als Recht bezeichnen. Der Erlass gibt bspw. vor, a) nicht zwischen "Fundtier" und "herrenlosem Tier" zu unterscheiden, "wildlebende" Tiere gibt es dort gar nicht. b) Da steht auch nix von einem zwangsläufigem Besitz, wenn ich ein gefundenes Tier füttere. Sondern etwas davon, dass ich das Tier zu versorgen habe bis ich es an eine zuständige Stelle abgegeben habe. Und c) muss ich den Fund laut Erlass nur anzeigen und kann dann im Notfall einen x-beliebigen Tierarzt aufsuchen, von einem Streit mit dem Ordnungsamt über die Notwendigkeit einer Hilfe steht da nichts (denn darauf läuft es hinaus, wenn ich als Finder ein ok speziell des Amtes für eine Versorgung einholen muss). d) die Aussage des Tierheims, wildlebende Katzen seien nicht vermittelbar, ist nicht nur falsch, sondern ein Armutszeugnis für Tierschützer.

Ich hab in NRW gänzlich andere Erfahrungen gemacht, wo ich als Finder tatsächlich von aller Lauferei und Nerverei entlastet werde. Hab ich ein Tier gefunden, geh ich direkt zum Tierheim, füll nen Zettel aus und die versorgen das Tier dann mit aller Liebe auch für verängstigte Tiere, die mit Menschen vielleicht keine positiven Erfahrungen gemacht haben. Mir könnte es u.U. helfen, von euch zu hören, welche Erfahrungen ihr in euren Ländern und Kreisen gemacht habt.
Und mich interessiert auch sehr, was ihr für ethische Vorstellungen von der Arbeit eines Tierschutzvereins habt in Zusammenhang mit der Befassung mit offensichtlich ausgesetzten Tieren.
Und zuletzt: wie wird es wohl dem bei mir ins Haus getrudelten Monsterkater (und nachfolgenden Tieren) ergehen, wenn ich mit der Brechstange seine Aufnahme im Tierheim durchsetze, wenn nicht mal das Tierheim mein Anliegen unterstützt. Ich hab schonmal die Erfahrung gemacht, dass mir der Tierheim-TA erst zusicherte, den von mir gebrachten Kater nur zu kastrieren und ihn dann ohne nochmaligen Kontakt wegen FIV einschläferte (identisches klinisches Bild wie bei Peter). Würdet ihr ein Fundtier in ein Heim bringen, das erklärtermaßen das Tier nicht haben will?
Ich dank euch für jede Rechtsmeinung, auch wenn sie nur aus dem Bauch kommt.
 
08.04.2019
#1

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Guest

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
Rosi

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Ganz ehrlich? Nach Deiner Schilderung fürchte ich, dass, selbst wenn die den Kater nehmen, er sofort eingeschläfert wird und niemand versucht, ihn aufzupäppeln.

Leider gibt es noch mehr solcher Tierheime, habe schon von ähnlichen gehört, wo Tierfreunde Fundtiere erst gar nicht abgeben, weil sie nicht ordentlich versorgt werden.

Diese Regelung, dass man die Verantwortung für ein Tier übernimmt, wenn man es füttert, gibt es wohl. Wobei ich nicht denke, dass damit das Anfüttern gemeint ist, wenn man ein Tier einfangen will. Wie genau das gesetzlich ist, kann ich Dir nicht sagen, da müsste man sich mal schlau machen. Ich denke, das ist wohl eher für die Leute gemünzt, die frei laufende Katzen mit Futter versorgen.

Meine Erfahrungen mit den Tierheimen unserer Umgebung sind nicht mehr aktuell. Es ist bestimmt schon 15 Jahre her, dass meine Freundin dort Fundkatzen abgegeben hat. Als sie hier her zog, hat eine Katzenmutter in ihrem Keller vier Kitten zur Welt gebracht. Das Tierheim hat damals die Kitten übernommen, weil meine Freundin sich bereit erklärte, die Mama und eines der Kitten zu behalten, obwohl sie eigentlich keine Haustiere wollte. Man hat damals versucht, sie zu einer Spende zu überreden, das aber nicht zur Bedingung gemacht. Meine Freundin meinte darauf hin, es sei wohl Spende genug, wenn sie zwei der Katzen aufnimmt.
 
romulus

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Ich habe bisher zweimal Katzen in TH abgegeben - einen Kater, den wir von einer Autobahn !! gerettet und dort mit einer Falle eingefangen hatten und eine vernachlässigte und verängstigte Katze mit Jungen, die sie im Garten eines Nachbarn zur Welt gebracht hatte. Beide Male wurden die Tiere gut aufgenommen (ich habe sie dort besucht und sie wurden wirklich gut versorgt) und auch ziemlich schnell weiter vermittelt. GsD.
Die Jahre vorher hatte ich mal einen scheuen und verwilderten (?) Kater aufgenommen, an eine Fundmeldung habe ich damals gar nicht gedacht, das ist schon ca. 30 Jahre her. Ich habe ihn wegen akuter Luftnot in einer TK vorgestellt und um Hilfe gebeten, es stellte sich ein alter Zwerchfellriß heraus, die Organe haben sich in den Brustkorb verlagert und man konnte ihm nicht mehr helfen und musste ihn während der OP einschläfern.
Die (natürlich happige) Rechnung habe ich selbst bezahlt.

Wäre ich in der Situation wie Du jetzt bist mit dem schwarzen verhungernden Kater und hätte nur ein TH, das ihn nicht haben will, würde ich zuallererst meine wirklich gute TÄ fragen, was ich machen kann, wenn ich ihn nicht behalten kann. Ich bin sicher, sie würde helfen.
Aber ich würde ihn nicht in einTH geben, das ihn möglicherweise gleich einschläfert.
 
Tina2014

Tina2014

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Ich kann nur Deine Erfahrungen aus NRW bestätigen: unser TH würde sich kümmern und alles Mögliche versuchen, um dem Tier zu helfen. Wir haben wohl genug Mitglieder und spenden fleissig genug, so dass sie zum Glück nicht darauf angewiesen sind, dass die Gemeinde bezahlt.

Auch ich würde den Kater nicht dort abgeben, wo man ihm wahrscheinlich nicht helfen kann/will. Aber das sagt sich so leicht, Du kümmerst Dich ja schon um einige "Mäuse", irgendwann gehts halt nicht mehr. Bei uns gibt es parallel (und die arbeiten auch öfter zusammen:lol:) noch eine Katzenhilfe, die man fragen könnte. Gibt es so einen separaten Verein ev. bei Euch auch?

Ich drücke in jedem Fall die Daumen für den armen Kerl.
 
Krümelmonster

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den von mir gebrachten Kater nur zu kastrieren und ihn dann ohne nochmaligen Kontakt wegen FIV einschläferte
Das finde ich schockierend. Habe ich zwar schon mal irgendwo gelesen, aber trotzdem.... Katzen sind doch kein Abfall, die man ohne zwigende Indikation (Tier leidet und ist akut krank), einfach entsorgt, weil unbequem!!!! :schreien::schock::shok:

Nach Deiner Schilderung fürchte ich, dass, selbst wenn die den Kater nehmen, er sofort eingeschläfert wird und niemand versucht, ihn aufzupäppeln.
Gibt es sowas wirklich??? Das entsetzt mich total. Bin Ich naiv, auf so eine Möglichkeit wäre ich nie gekommen. Könnte so etwas dem armen Monsterchen wirklich passieren??? Oh. Mein. Gott. Niemals würde ich so ein armes Ding in ein Tierheim geben, wo ich nicht sicher bin, dass es nicht zumindest versucht wird, es zu retten.
Ich würde wahrscheinlich auch zum Tierarzt gehen, vielleicht hat der ja Verbindungen oder weiß, wo man hingehen kann. (Ich hatte mal einen Kater in Pflege, der dem Tod so gerade von der Schippe gesprungen ist. Wegen Harnsteinen musste der Penis amputiert werden, und die Besitzer wollten ihn killen lassen- op zu teuer. Der Tierarzt hat sich geweigert, Kater operiert und in seiner Praxis leben lassen, bis ich ihn bis zu seiner Vermittlung mitgenommen habe, weil er dort sehr unglücklich war....) So etwas macht mich sooo fassungslos.
 
KleineWölfin

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Vielen lieben Dank für eure Einschätzungen und Berichte.
Ich mach es jetzt mal so: Meldung beim Amt und Verweis auf die Kastration als Beleg, dass er nicht herrenlos ist, sondern entweder vermisst wird oder ein Mensch sich an ihm vergangen hat. Hinweis auf seine Zahmheit. Hinweis auf den akuten Notstand und die Nottierärztin, die ihn begutachtet hat. Dann fahr ich zum Tierheim. Gibt es deutliche Gegenwehr, belasse ich es bei der Fundmeldung und fahr weiter zur Tierärztin. Hat die keinen Platz frei, versuch ich heute Abend, das freundliche Tierheim im Nachbarkreis zu erreichen (da konnte ich schon mal einen ausgebüxten Kater zur Aufbewahrung hingeben) oder die Katzenhilfe im anderen Nachbarkreis. Dann den Streunerkatzenverein bei Quickborn. Aber sperrt sich das Amt, erklärt den Kater zur "wildlebenden" Katze und bezichtigt mich der absichtlichen Anfütterung als Inbesitznahme, denk ich an eine Anzeige/Dienstaufsichtsbeschwerde.
Und versuch mal, @vilma um eine Unterstützung anzuhauen.
Der Kater braucht ja erstmal nur jemanden, der ihn aufpäppelt und seinen Fund publiziert (sodass ein möglicher Sucher sein verlorenes Tier auch finden kann). In der Zeit kann man nach einer Lösung suchen für den Fall, dass sich niemand meldet, die Päppelei nicht gelingt oder sich der Stoffwechsel nicht genügend erholt.
 
Trulla-la

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Guter Plan bis auf...
Dann fahr ich zum Tierheim. Gibt es deutliche Gegenwehr, belasse ich es bei der Fundmeldung und fahr weiter zur Tierärztin
Dieses TH würde ich wohl nicht mehr anfahren. Lieber gleich das in Quickborn oder Katzenhilfe.
Nach dem was du dort schon erlebt hast ist ungewiss ob die ihn zwar nehmen, dann aber keine Chance geben.
Und die hat das Monsterle verdient.
 
KleineWölfin

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So. Das Amt gibt erst dann seine Freigabe, wenn die zuständige Mitarbeiterin das Tier angeschaut hat. Und die ist erst morgen früh wieder im Haus. Also bequatsch ich jetzt meine Mutter als Cheffin des Hauses, dass Monster noch ne weitere Nacht bleiben kann. Noch hat sie sich dazu nicht geäußert.
Guter Plan bis auf...

Dieses TH würde ich wohl nicht mehr anfahren. Lieber gleich das in Quickborn oder Katzenhilfe.
Nach dem was du dort schon erlebt hast ist ungewiss ob die ihn zwar nehmen, dann aber keine Chance geben.
Und die hat das Monsterle verdient.
Recht haste, hab auch ein mulmiges Gefühl. Also funk ich mal in die Runde und hoffe, dass jemand zuschlägt und ja sagt.
 
Trulla-la

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Sag deiner Mom Prinz Peters NKF Feen erbitten weiteres Asyl für den Schwatten
 
romulus

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Was macht denn der ausgehungerte Schwarze aktuell, frisst er hoffentlich reichlich?
 
KleineWölfin

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Das schwarze Monster futtert, schleckt die Päppelpaste vom Finger, aber alles nicht so reichlich wie erhofft. Liegt jetzt gaaanz weich auf dem Reservebett, aber das Liegen ging auch erst, nachdem ich ihm ne Runde Metacam spendiert hab. Er spricht mit mir und streckt jetzt auch sein Köpfchen, wenn ich ihn unterm Kinn kraule. Sein Gesamteindruck ist deutlich schlechter als Peter zu dessen schlimmster Zeit. Und das hier hab ich dann in seiner Iris entdeckt:
190408 Monster Irismelanom.jpg
Irismelanome, die - wenn nicht schon geschehen, was seinen Gesamtzustand mit erklären könnte - rasch zu Leber und Pankreas streuen und nur bei rascher Augenentfernung geheilt werden können. Ich bin ja ohnehin ein großer Schwarzseher, aber dieses Mal ist es kohlrabenschwarz.
 
romulus

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Oh Sch.....
der arme Kerl hat auch viele böse Baustellen!
Hoffentlich kannst Du ihn bei einer engagierten Katzenhilfe unterbringen, die sich kümmert, denn seine Chancen stehen wohl ausgesprochen schlecht!
 
KleineWölfin

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Meine Mutter hat sich in ihr Schicksal gefügt und ich werde dem Schönen heute Nacht alle Leckereien der Welt spendieren. Es ist die dritte Katze in 2 Jahren, die mir kastriert und ausgehungert ins Auto oder jetzt ins Haus gelaufen kam. Ich verfluche nicht nur die Täter, die sich womöglich nicht viel dabei denken, wenn sie einem Tier den Futternapf und das Dach überm Kopf entziehen. Mehr noch verfluche ich die Leute, die es wissen und anstatt zuzupacken oder wenigstens intensiv aufzuklären, ein ausgesetztes oder verlaufenes Tier einfach als herrenlos bezeichnen und es damit als "nicht der Mühe wert" aus dem gesetzlichen Schutz rauswerfen. Mit dem Stempel der Ordnungsgewalt. Das ist staatlich organisierte Grausamkeit unter dem Deckmantel des sonst reichlich im Mund geführten Tierschutzes.
 
romulus

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Ich stimme Dir in jedem einzelnen Punkt zu!
 
Kalimera

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Ach je, das arme Katerchen. Das sieht wirklich nicht gut aus. Toll, dass Du Dich kümmerst.
 
Rosi

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Das schwarze Monster futtert, schleckt die Päppelpaste vom Finger, aber alles nicht so reichlich wie erhofft.
Ich denke, das ist auch gut so. So ausgehungert wie die arme Katze ist, würde sie größere Portionen gar nicht drinnen behalten. Der Magen muss sich erst wieder daran gewöhnen, gefüllt zu werden. Nach ein paar Tagen sollte sich das ändern. Es ist toll, dass Du Dich kümmerst. Ich drück ganz doll die Daumen, dass der bestimmt einmal hübsche Schwarze sich berappelt und wieder zu einer stattlichen Schönheit wird. Er hat sicher massive Leberprobleme wegen der unfreiwilligen Fastenkur und wer weiß, was sonst noch. Es wäre nicht das erste Tier, das einfach vor die Tür gesetzt wird, weil man sich nicht mit einer Krankheit befassen wollte oder die Kosten scheut. :-(
 
KleineWölfin

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Ich möchte hier mal einen Zwischenbericht geben mit vielen Abzweigungen.

Als Erstes: ich hab den besten Beistand und der schwarze Kater die beste Patenfee bekommen, die ich mir nur wünschen konnte. Und seither geht mir ein Name für den schwarzen Monsterkater durch den Kopf: Remus. Und damit ist es raus: seine Patenfee heißt ... Edda :give_rose::give_heart2:
Aus Kollisionsgründen mit FIV-Prinz Peter, aber auch seit gestern zunehmender Futterverweigerung wünschen wir uns für den Kerl aber die bestmögliche klinische Versorgung samt Tropf, weil es echt eng um ihn steht. Sollte sich nach der Päppelei kein Platz für ihn finden, könnte er vielleicht in unserem Gartenschuppen einziehen. Wir glauben aber, dass in seinem verfilzten und zerlöcherten Mantel ein wunderschöner schwarzer Liebling steckt und er einen sichereren Platz als den Holzschuppen bekommen kann. Also Holzschuppen ist nur der Reservekanister.

Zweitens: die Straßentiger Quickborn waren sofort bereit, den Schwarzen (Remus?) aufzunehmen. Ich bringe ihn also nachher zu der Ärztin (die auch schon Prinz Peter dem Sensenmann geklaut hat) und hoffe auf die Wirkung eines Tropfs, die richtige Eingebung der Ärztin und eine günstige Stellung von Mars und Saturn.

Drittens: dann kam eine Rückmeldung vom Amt Büsum-Wesselburen, dass jemand vom Tierheim den Kater abholen würde. Dafür hab ich mich dann bedankt, aber erklärt, dass ich einen Platz bei den Straßentigern ergattern konnte und die gerade bei solch einem kritischen Fall für kompetenter halte und das Tierheim selber auch aussagt, dass sie mit solch einem "wildlebenden" nichts zu tun haben wollen, in der Vergangenheit offenkundig ein Kümmern um ausgesetzte Tiere komplett abgelehnt haben. Das Amt sagte dann, dann würden sie auch keine Kosten übernehmen, sie hätten einen ausschließlichen Vertrag mit diesem Tierheim. Sie könnten denen auch nicht vorschreiben, dass sie eine Fundkatze auf ihrer Webseite bewerben. Auf meine Frage nach der rechtlichen Grundlage konnte die Dame nur auf ihren Chef verweisen. Da hak ich später mal nach.

Viertens: die fb-Gruppe von Regina hat möglicherweise den Menschen von unserem schwarzen Monster gefunden. Er kommt wohl erst heute Abend nach hause und bei schwarzen Katzen besteht eine hohe Verwechselungsgefahr. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und es wäre das allergrößte Glück für den Kater, der dann Arnold hieße und 19 Jahre alt wär. Ich steck nachher dem Menschen von Arnold einen Zettel in den Briefkasten und hoffe, er greift den Faden auf. Sonst schau ich auf der Rückfahrt nochmal bei ihm vorbei. Der Kater muss schon lange unterwegs sein, er hat fette Filzknoten im Fell.

Fünftens: ich konnte das schwarze Remus-Arnold-Monster vorhin überzeugen, freiwillig etwas Lachs zu sich zu nehmen. Er ist aber deutlich klappriger als Sonntag Abend und meiner Erfahrung nach ... es braucht noch einmal ein Wunder.

So, ich muss uns und das Auto dann gleich fertigmachen. Melde mich, wenn ich zurück bin, was spät werden kann (20:00 Uhr plus klingeln beim möglichen Besitzer).
 
Tina2014

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Oh Mann, jetzt weiß ich, warum Du Nachtschicht gemacht hast. Das ist ja Wahnsinn, was Du nun schon alles erreicht/erledigt hast. Hut ab ::knuddel::knuddel
Du kämpfst wirklich wie eine Wölfin :lol:

Ich hoffe, hoffe und drücke wie verrückt die Daumen für ein Happy End für Remus-Arnold !
 
romulus

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Du machst das großartig und ich freue mich, dass ich Euch beide unterstützen kann, gemeinsam müssten wir ihn doch auch dem Sensemann von der Klinge holen können!
Alles Gute und viel Erfolg - bis später dann, ich bin sehr gespannt und kann mich kaum von dem thread losreißen!
 
romulus

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Ich habe übrigens gleich den Streunerhilfe-Verein für mein amazon-smile-Konto gemeldet, d.h. sie bekommen bei jedem Einkauf von mir (und ich kaufe viel dort) 0,5% des Kaufwertes.
Ist zwar nicht so viel, aber ich bin ja hoffentlich nicht die einzige, die sowas macht und in der Summe lohnt es sich dann.
 
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