Inwiefern schlägt eine Diät auf die Organe?

Diskutiere Inwiefern schlägt eine Diät auf die Organe? im Krankheiten-Innere Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo Zusammen! Wie ich heute - aus allen Wolken fallend - erfahren mußte, wiegt mein Großer "stolze" 8,5kg :cry: - dank sehr fetthaltigem...

Paskar

Gast
Hallo Zusammen!

Wie ich heute - aus allen Wolken fallend - erfahren mußte, wiegt mein Großer "stolze" 8,5kg :cry: - dank sehr fetthaltigem Premiumfutter. :?

Nun ist es natürlich so, daß ich ihn von diesem Gewicht wieder runter bringen möchte, muß (und hoffentlich auch werde) - nur frage ich mich schon, inwiefern die Organe, Muskeln und Knochen bei einer Diät reagieren/sich verändern?


Ich stelle es mir im Augenblick zumindest so vor,
daß sich vorallem die Organe durch die Dicke (auch) vergrößert haben, weil sie ja jede Menge Arbeit leisten müssen - von den Gelenken, Knochen und Muskeln mal ganz abgesehen...

Wenn ich meinen Großen nun auf Diät "setze" und zwar mit Light-Futter (~ 9% Fettanteil), wirkt sich das doch sicher auch verändernd auf alles andere aus, oder?

"Merkt" es der Katzenkörper, was sich da tut und "passt" sich an - sprich: verkleinern sich evtl. größer gewordenen Organe wieder? Entspannen sich die Gelenke, Muskeln und Knochen wieder, weil sie weniger Masse bewegen und transportieren müssen?

Zieht sich die Haut und das Fell z.B. am Bauch wieder zusammen, wenn die Fülligkeit zurück geht oder bleibt das schwabbelig?

Meine größte Sorge gilt dem Herz, der Lunge, der Leber und den Nieren - was ist bei einer Diät zu beachten bzw. was "muß" man wann beobachten können, wenn sie wirklich anschlägt?


Würde mich freuen, wenn sich unter Euch einige finden würden, die ähnliches bereits erfolgreich hinter sich und ihre Pfote gebracht haben und davon berichten.


*Fragen über Fragen* :wink:


LG Sandra


P.S.: Ja, rein theoretisch habe ich schon eine Waage, allerdings funktioniert die nicht 100%ig, man kann sich 5x drauf stellen, man bekommt 5 verschiedene Ergebnisse (obwohl die Batterien ständig erneuert wurden) :roll: - werde sie demnächst zurück geben, war ihr Geld nicht wert. :evil:
 
16.10.2003
#1

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Gast

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Leetah

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Hallo Sandra,

Würde mich freuen, wenn sich unter Euch einige finden würden, die ähnliches bereits erfolgreich hinter sich und ihre Pfote gebracht haben und davon berichten.
Hmm... tja... das nun nicht gerade... :oops:
... im Gegenteil! Willkommen im Club! :lol:
Einer von meinem Trio bringt stolze 8,25 kg auf die Waage... :roll:
Hatte mir auch mal vorgenommen, ihn auf Normalgewicht runterzubringen... muss zu meiner Schande gestehen, dass ich es nicht geschafft habe. Ist in einem Mehrkatzenhaushalt, das muss ich dir gleich sagen, gar nicht so einfach.

Aaaalso: Ernährungsberatung ist nicht mein Spezialgebiet (ich hätte damals die Möglichkeit gehabt, gleich im Anschluss an meine Ausbildung noch eine Zusatzqualifikation zu machen und Ernährungsberaterin für Tiere zu werden, habe aber gleich nach Abschluss meiner Ausbildung das Handtuch geschmissen und mich für das Studium des Grundschullehramts entschieden...).
Ich werde dir mal sagen, was ich weiß, allerdings ohne Gewähr...

Extremes Übergewicht kann der Katze auf die Gesundheit schlagen.
Es kann z.B. zu:
Diabetes, Gelenkserkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen, FUS
führen.
Soweit ich weiß, verändern (vergrößern) sich die Organe normalerweise nicht, sie müssen nur mehr Arbeit leisten. Das ist auch der Grund, warum sie eher schlapp machen können als bei einer normalgewichtigen Katze.

Wenn sich die Organe vergrößern (Herz, Leber...), dann sind dies krankhafte Prozesse. Dies kann auch normalgewichtige Miezen treffen.

Bei einer übergewichtigen Katze wird Fett ins Gewebe eingelagert, die Mieze wirkt "größer". Deshalb werden aber nicht die Organe auch größer, sie müssen nur mehr leisten, um den "großen" Körper zu versorgen.

Das einzige Organ, das sich bei Übergewichtigen Katzen vergrößert, ist m.W. der Magen. Durch die zahlreichen, üppigen Mahlzeiten dehnt er sich aus. Die Mieze muss, um ein Sättigungsgefühl zu verspüren, mehr fressen als andere Katzen. Und manchmal verspüren diese Tiere schon wieder ein Hungergefühl, noch bevor der Magen wieder völlig leer ist.
Das ist wohl das Hauptproblem bei übergewichtigen Tieren (und auch Menschen :wink: ).
Dicke Tiere haben in der Regel auch keine so gute Kondition wie normalgewichtige. Das wirkt sich negativ auf den Spieltrieb aus, das Tier bewegt sich ungern bzw. ist schnell erschöpft.
Ein Teufelskreis, den man durchbrechen muss!

Light-Futter zeichnet sich dadurch aus, dass der Kalorienanteil reduziert ist. Durch die verminderte Kalorienzufuhr greift der Körper die Fettreserven an und baut sie nach und nach ab. Um den Erfolg der Diät zu unterstützen, solltest du viel mit deiner Mieze spielen (besonders Laufspiele). Dadurch wird der Körper mehr Kalorien verbrennen.

Was das Gewebe angeht: das ist von Katze zu Katze verschieden. Manche Katzen entwickeln schon nach einer "simplen" Kastration einen Hängebauch, bedingt durch den Bauchschnitt und dessen anschließende Vernarbung, andere kann man x-mal am Bauch operieren, ohne dass man hinterher etwas sieht. Genauso ist es bei einer Diät: bei der einen schwabbelt die "leere" Haut, bei der anderen sieht man nichts.
Generell sollte man darauf achten, dass man keine "Crash-Diät" mit der Mieze macht. Lieber ganz langsam die Pfunde abbauen, damit das Gewebe Zeit hat, "mitzuschrumpfen".
Auch für den Kreislauf ist eine langsame Gewichtsreduzierung schonender.

Wg. der Organe würde ich mir an deiner Stelle bei der Diät keine Sorgen machen. Es wird dem Körper der Mieze nur guttun, wenn sie weniger auf die Waage bringt und die Organe & Gelenke entlastet werden.

Wenn du mehrere Katzen hast, wird´s mit der Fütterung problematisch... leider ist das Light-Futter nicht so schmackhaft wie das normale... :?
Das wird Nerven kosten... :roll:

Nun nochmal zurück zu meinem "Schwergewicht" Tommy: Nach mehreren gescheiterten Diätversuchen haben wir beschlossen, vorerst v.a. darauf zu achten, dass er nicht weiter zunimmt. Das Übergewicht brachte er bereits von seinen Vorbesitzern mit. Solange meine TÄ zurückdenken können (Tommy ist jetzt 12 Jahre alt, vor 7 Jahren wurde er bei meinen TÄ zum ersten mal vorgestellt), hatte er schon immer dieses Übergewicht.
Es geht ihm (bis jetzt) trotzdem sehr gut, bis auf die FUS-Erkrankung vor 1 1/2 Jahren war er nie ernsthaft krank (man sagt, FUS werde durch Übergewicht begünstigt. Ich hatte, bevor ich Tommy übernahm, einen normalgewichtigen Perserkater, der auch FUS hatte...).
Tommy auf Diät zu setzen kam für uns fast einer Tierquälerei gleich: Wir mussten ihn separat füttern mit Diät-Futter, das ihm überhaupt nicht schmeckte. Als er dann aus seinem Separeé wieder rausdurfte :wink: , roch er in der Küche ganz genau, dass unsere beiden anderen viiiiiel schmackhafteres Futter bekommen hatten. Er lief zu deren Näpfen und leckte die letzten Reste aus und leckte und leckte und leckte...
... dann maunzte er ganz herzzerreißend und hörte nicht auf :( .
Immer, wenn jemand in die Küche ging, lief er erwartungsvoll maunzend hinterher und maunzte umso leidender, wenn wieder nichts für ihn abfiel. Das Diätfutter verfaulte derweil in seinem Napf...
Er war der einzige, der keine Leckerlis mehr bekam, was ihn so auf die Palme brachte, dass er begann, sich den beiden anderen gegenüber aggressiv zu verhalten, sobald er an ihnen roch, dass sie etwas bekommen hatten... :(

Liebe Sandra, stell dich drauf ein, dass euch u.U. eine schwere Zeit bevorsteht. Ich weiß nicht, wie verwöhnt deine Miezen futtertechnisch sind. Vielleicht nimmt dein "Dickerchen" das Light-Futter ja ohne Probleme an. Ich wünsche es dir, denn andernfalls wird die kommende Zeit ziemlich anstrengend werden. Du wirst sehr hart bleiben und sehr viel Durchhaltevermögen zeigen müssen, um dein Katerchen von seinen 8,5 kg auf "Normalgewicht" (ca. 5 kg) runterzubringen.

Zum Schluß noch ein Wort zum Premiumfutter:
Ich spreche den Premiumanhängern nicht ab, dass dieses Futter sehr hochwertig ist. Allerdings, das habe ich in einem anderen Thread bereits erwähnt, halte ich überhaupt nichts von sog. Fütterungsempfehlungen! Man bekommt hier immer wieder folgende Argumentation zu lesen: "Hochwertiges Futter zeichnet sich dadurch aus, dass man weniger füttern muss, um die Katze mit allen nötigen Nährstoffen zu versorgen. Je niedriger die Fütterungsempfehlung, desto hochwertiger das Futter!"
Fütterungsempfehlungen sollte man m.E. mit großer Vorsicht genießen. Man kann nicht von der "Otto-Normalverbraucher-Katze, die 4 kg wiegt", ausgehen. Der Kalorien- bzw. Energieverbrauch und folglich auch der -bedarf schwankt von Tier zu Tier. Er ist u.a. abhängig von:
-Wohnungshaltung oder Freilauf?
-Geschlecht?
-Alter?
-Gesundheitszustand?
-Rasse?
-Charakter (spielfreudig oder nicht)?
-individuellen Gegebenheiten (langsame oder schnelle Verdauung, guter
Futterverwerter oder nicht)?
-evtl. Erkrankungen oder Unverträglichkeiten?

Ich habe hier schon manchmal von Miezen gelesen, die von der Premiumfütterung nie satt wurden, weil die Futtermenge zu gering war. Andere wurden zu dick (wie Sandras Katze). Wieder andere vertrugen das Futter nicht, obwohl es eigentlich ziemlich hochwertig ist. Dann gab es wieder welche, denen das ewige einerlei zu eintönig wurde, die das Futter nach einiger Zeit verweigerten.

Sollte man vielleicht im Auge behalten...

Liebe Sandra, ich wünsche euch alles Gute für die Diät deines Katerchens!

Gruß

Leetah
 

Paskar

Gast
Hallo Claudia!

Herzlichen Dank für deinen ausführlichen Bericht. :wink:

Da Pascha von Haus aus ein recht robustes Kerlchen ist, wäre ich schon froh, wenn wir 6 - 6,5 kg schaffen.


Die bisherigen Futterrationen waren eigentlich alles andere als üppig und zahlreich: morgens uns abends je ~ 30gr Felidae oder California, welche Dose halt grad auf dem Schrank abgefüllt stand.
Und alle heilige Zeiten mal Maltbits - Paste mögen meine nicht.


Ich bin am Freitag nochmal losgestiefelt und habe neues Futter geholt - fürs erste bekommt Pascha allerdings Urinary von RC Vet, da er seit Donnerstag mit der Blasenentzündung zu kämpfen hat... :roll:


Und, was ich jetzt auch beobachten darf... :roll: :roll: ... jetzt wo Pascha anderes Futter bekommt, möchte der Kleine das Felidae - wenigstens noch für die Umstellungszeit zum mischen mit anderem - auch nicht mehr. :?


Die Gradwanderung wird wohl eher bei meinem Kleinen stattfinden, da sich Pascha leichter auf Neuerungen einstellen kann, als der Kurze.
Zumindest kann ich schon sagen, daß Oskar weniger Fett im Futter gar nicht so lecker findet, aber das bekommen wir hoffentlich auch noch hin - ich muß nur aufpassen, daß er sich nicht mal länger wie einen Tag verweigert...


Na, denn wollen wir mal sehen, was das noch alles wird.

LG Sandra
 
Thema:

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