Inhalationsnarkose

Diskutiere Inhalationsnarkose im Tierarzt Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo ::w hier wird immer wieder mal die Inhalationsnarkose erwähnt, die viel schonender firstsein soll als die Injektionsnarkose - kann mir bitte...
romulus

romulus

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Hallo ::w
hier wird immer wieder mal die Inhalationsnarkose erwähnt, die viel schonender
sein soll als die Injektionsnarkose - kann mir bitte mal jemand erklären, ob das stimmt und warum die TÄ sie so selten anwenden? Ist sie teurer oder benötigt man dafür ein Equipment, das nicht jeder TA hat?
 
24.01.2008
#1

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Gast

Schau mal hier: Inhalationsnarkose . Dort wird jeder fündig!
romulus

romulus

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Schubs.....
 

Katie O'Hara

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Zitat:
Zitat von luna
Mich würde mal interessieren, warum die Inhalationsnarkose so selten angewendet wird. Offensichtllich ist es doch eine wesentlich schonendere Narkotisierung, gibts da irgendwelche Nachteile? Vielleicht kann mir das jemand erklären.::bg

Zitat:
Zitat von Juli06
Aber das Thema mit der Inhalationsnarkose würde mich
auch sehr interessieren.

Weiss da jemand Näheres drüber?

LG, Juli06::w


Für die Inhalationsnarkose wird die Katze intubiert. Die Intubation und das Rasieren des Bäuchleins erfolgen unter einer sehr sanften Kurzzeit-Schlafspritze (leider weiß ich den Namen des Mittels nicht).

Die Inhalationsnarkose kann deutlich besser dosiert werden, da die Katze für eine BauchOP zwar sehr tief schlafen muß, aber eben zeitlich nur kurz (inkl. Vor- und Nachbereitung sowie Vernähen ca. 25 min., eigentliche OP-Zeit davon nur 10 min.). Für nur 10 min. Tiefschlaf inkl. kompletter Schmerzausschaltung also muß die Narkose sehr tief sein.

Per Injektion läßt sich das bei Weitem nicht so genau dosieren: wenn das Mittel erstmal drin ist im Blutkreislauf, "haut es hammermässig zu" - und benötigt dann die entsprechende Zeit, um vom Körper wieder resorbiert zu werden.
Deshalb hängen die Patienten noch so lange durch - das Mittel ist im kompletten Körper drin, weil es vom Blut überall hintransportiert wird.

Der einleuchtende Grund, weshalb meistens die Injektion verwand wird: alle TÄ machen Kastrationen. Aber i. d. R. sind nur TK so ausgerüstet, daß sie intubieren und beatmen können.
Die "übliche Tierarztpraxis" verfügt also nicht über die nötige Ausrüstung.

Außerdem ist die Injektion etwas billiger - einerseits vom Mittel, auf jeden Fall aber von der Anwendung her. Spritze rein, bißchen warten, fertig.

Um aber hier kein falsches Bild aufkommen zu lassen, hier mal meine Abrechnung für Katie's Kastration:

Allgemeine Untersuchung Ihrer Katze 7,46
Inhalations-/Intubationsnarkose bei Kleintieren 30,68
Kastration Katze weiblich 47,97
Tätowieren der Ohren 8,40

Netto 94,52
Inkl. 19% MwSt. 112,48

Die Kastration mit Injektionsnarkose hätte € 85,- gekostet.
Für nur 17,- Euronen mehr habe ich eine fitte, sich wohlfühlende Mieze, die sich nicht erbrechen mußte, ohne zu torkeln durch die Gegend laufen konnte, gut geschlafen hat, keine Untertemperatur bekam sowie sich seit gestern abend bereits völlig normal benimmt - ALS WÄRE NIE ETWAS GEWESEN....::bg ::bg ::bg
 
Cat72

Cat72

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Ich denke mal, dass auch nur bestimmte Sachen mit Inhalations-Narkose behandelt werden können.

Zahn-OPs oder andere Sachen, die im Maulraum stattfinden werden sich nur mit normaler Narkose machen lassen.
sonst stört ja der Narkoseschlauch das Arbeits-Geschehen ::?

die Inhalationsnarkose ist schon wesentlich genauer zu dosieren und daher auch schonender.
kann aber leider wirklich nicht jeder TA.
 

ironies

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Hallo.

Eine Inhalationsnarkose lohnt sich eigentlich nur bei langer Narkosedauer, schweren Eingriffen oder stark vorgeschädigten Katzen. Es gibt ein paar Nachteile, zum einen muß die Narkose mit einer Injektionsnarkose eingeleitet werden (deren Wirkung beispielsweise für eine Katerkastra oder einfache Zahnsanierung ausreichend wäre), anschließend wird intubiert und das Narkosegas eingeleitet, der Körper muß also zwei verschiedene Narkosemittel abbauen.

Intubieren bei Katzen ist nicht ganz so einfach und es kommt verhältnismäßig häufig zu Komplikationen (http://www.mueller-heinsberg.de/html/intubation_der_katze_web.HTM ). Bei Persern zum Beispiel kann es nahezu unmöglich sein zu intubieren. Eine Intubation ist aber prinzipiell unabhängig von der Narkoseart und kann auch bei Injektionsnarkose zur Sicherheit durchgeführt werden. Ich hatte mal einen Link zu einer Studie, in der die verschiedenen Narkosearten bei Katzen in Abhängigkeit zur Eingriffslänge untersucht wurden, finde den aber grad nicht wieder.

Die Vorteile sind ganz klar, daß die Miezen schneller wieder fit sind, die Narkosetiefe steuerbar ist und zur Not die Narkose rasch abgebrochen werden kann. Alternativ könnte man eine intravenöse Narkose in Betracht ziehen, die sich ebenfalls recht gut steuern läßt.

Mein TA hat ein entsprechendes Gerät da (wie denke ich sehr viele Praxen), allerdings kam der Einsatz für mich, bei meinen Tieren, bislang nicht in Frage.

Liebe Grüße.
Mandy
 

lines

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Zitat:

Für nur 17,- Euronen mehr habe ich eine fitte, sich wohlfühlende Mieze, die sich nicht erbrechen mußte, ohne zu torkeln durch die Gegend laufen konnte, gut geschlafen hat, keine Untertemperatur bekam sowie sich seit gestern abend bereits völlig normal benimmt - ALS WÄRE NIE ETWAS GEWESEN....::bg ::bg ::bg
Genau das war bei meinen beiden vorgestern auch so. Die Inhalationsnarkose ist wesentlich besser - meine waren danach topfit! Die paar Euro mehr waren mir das wert.
 

ironies

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Genau das war bei meinen beiden vorgestern auch so. Die Inhalationsnarkose ist wesentlich besser - meine waren danach topfit! Die paar Euro mehr waren mir das wert.
Wobei man das auch mit einer gut dosierten Injektionsnarkose erzielen kann ::?. Meine beiden Ladies standen ebenfalls bereits eine halbe Stunde nach Kastra wieder und liefen nach drei Stunden rum, als wäre nie was gewesen. Haben recht schnell angefangen zu futtern und beide haben nicht ein Mal erbrochen. Dafür wäre mir das Intubationsrisiko, sowie dessen Nachwirkungen, einfach zu hoch. Hab ja nun selbst erst eine Intubation hinter mir und hatte zusätzlich zum Wundschmerz auch noch tagelang Halsschmerzen (und jetzt als Komplikation immer noch eine Rachenentzündung mit starker Mandelschwellung), das Zusatzrisiko muß denke ich bei jungen, gesunden Miezen und kurzen Eingriffen nicht sein ;-).

Liebe Grüße.
Mandy
 

lines

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Mir hat die TÄ halt erklärt, es wäre VIEL besser, weil die Narkose danach praktisch "aufgehoben" ist - also nix mehr im Körper ist. Hab das mal so geglaubt, erschien mir auch logisch ::?
 
anloki

anloki

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Bei meinem TA - die Praxis ist super ausgerüstet, liegt wohl auch daran, dass sie zudem im Nachbarort eine TK haben - wird hauptsächlich die Inhalationsnarkose durchgeführt, wenn möglich.
Und eine kpl. Narkosenachbertreuung ist auch immer inbegriffen.
Finde das klasse!

Nach keiner Kastra hatten wir lange Nachwirkungen, alle waren am frühen Abend topfit!

Wenn ich da an Giaci nach der Injektionsnarkose vorletzten Freitag denke (Zahn-OP), der war noch spät abends irgendwie völlig aus der Spur :|
 
Cat72

Cat72

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denke auch, da gibt es große Unterschiede.

Bei Danny hat die Narkose bei der Zahn-OP richtig eingeschlagen, der hat bis morgens gebraucht, bis er sich wieder einigermaßen berappelt hat.

Wuschel hatte letzte Woche eine Narkose wegen der Bronchoskopie und der war innerhalb kürzester Zeit wieder topfit.
Ihn konnten wir abholen, wie er angekommen ist - ohne Nachwirkungen.

Waren beides Mal Injektionsnarkosen.

Wuschel war allerdings auch in der TK wobei Danny beim normalen TA war.
Was sicherlich auch ein Kriterium ist, dass die Narkose da einfach besser dosiert war. ::?
 
romulus

romulus

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Unsere (hervorragende) TÄ kann auch Katzen intubieren (musste es schon mal machen wegen eines Atemstillstandes), aber bei den letzten OP´s wegen Zahnstein und Fremdkörper im Hals musste sie natürlich die übliche Injektionsnarkose machen und der Kater hat rund 20 Stunden gebraucht, bis er wieder fit war, das finde ich extrem lang!
Ich habe sie dann auf die Wachspritze angesprochen und sie meinte, das macht sie nicht, weil dann ganz begeisterte Tierhalter ihren Liebling glücklich ins Auto packen und unterwegs oder Zuhause, wo keine tierärztliche Hilfe möglich ist, kann es zum Kreislaufzusammenbruch kommen.
Das muss ich ja nun so glauben - aber die so elend langen Nachwirkungen bei der Injektionsnarkose machen mir schon zu schaffen :?
 

sabine.wer

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@ Romulus:

von der Wachspritze halte ich auch überhaupt nichts......... mein Caruso hat nach einer Zahn-OP eine bekommen......... er hat fürchterlich randaliert danach.......... er hatte kaum die Augen auf und wollte wirklich überall drauf, überall hin, versuchte die Treppe hochzugaloppieren usw.
Der Körper macht dann natürlich noch nicht mit......... ich fand es sehr gefährlich, ich habe ihn dann mit Utensilien ins Bad gesperrt.......... sehr kalt war er auch und hat fürchterlich gebrochen.........

ich würd sie nicht nochmal gebenlassen............

LG
Sabine
 
romulus

romulus

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Danke, Sabine - genau das wollte ich immer mal wissen ::w
 

ironies

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Mir hat die TÄ halt erklärt, es wäre VIEL besser, weil die Narkose danach praktisch "aufgehoben" ist - also nix mehr im Körper ist. Hab das mal so geglaubt, erschien mir auch logisch ::?
Jein. Vor Inhalationsnarkose wird ja eine Injektionsnarkose gegeben und die muß sehr wohl abgebaut werden. Bei der Inhalationsnarkose wird dann aber der Großteil abgeatmet, das ist richtig. Bei einer jungen, gesunden Katze ist der Abbau über Leber und Niere meist unproblematisch, bei kurzen Eingriffen kann man sich da die Intubation und die damit verbundenen Risiken meiner Meinung nach sparen. Im Notfall kann immer noch intubiert werden.

Ich habe sie dann auf die Wachspritze angesprochen und sie meinte, das macht sie nicht, weil dann ganz begeisterte Tierhalter ihren Liebling glücklich ins Auto packen und unterwegs oder Zuhause, wo keine tierärztliche Hilfe möglich ist, kann es zum Kreislaufzusammenbruch kommen.
Finde ich gut, da das Aufwachmittel ebenfalls über Leber und Niere ausgeschieden werden muß und das natürlich ebenfalls belastet. Prinzipiell gibt es aber nicht bei allen Narkosen ein "Aufwachmittel". Bei Bärchen passierte es einmal, daß das Aufwachmittel schneller verarbeitet war, als das Narkosemittel und sie dann gegen Abend wieder träger und torkelig wurde. Bei ihr ist aufgrund des Eosinophilen Granuloms im Mäulchen eine Intubation aber leider unmöglich, es muß also intravenös oder intramuskulär gehen :?.

Was sicherlich auch ein Kriterium ist, dass die Narkose da einfach besser dosiert war. ::?
Das ist der Punkt. Eine exakt dosierte und auf die Katze abgestimmte Injektionsnarkose würde ich bei kurzen, unproblematischen Eingriffen immer bevorzugen. Bei etwas längeren Eingriffen empfinde ich die intravenöse Narkose als gute Lösung. Bei alten, geschwächten oder kranken Katzen würde ich auch eine Inhalationsnarkose in Betracht ziehen, sofern möglich. Ich habe es aber auch schon erlebt, daß ein TA etwas zu großzügig mit dem Narkosemittel war und die Katze länger als einen Tag neben der Spur war :?.

Liebe Grüße.
Mandy
 
hexefrech

hexefrech

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Ich hab die Erfahrung gemacht, seitdem ich jedes Tier, egal ob Katze, Zwergkaninchen oder Meerschweinchen, vor einer geplanten Narkose grammgenau wiege und das Gewicht in der Praxis mitteile, die Narkose anscheinend besser dosiert wird. Seitdem waren alle immer recht schnell fit, haben gefressen, nicht erbrochen....
 

arany

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Ich hab die Erfahrung gemacht, seitdem ich jedes Tier, egal ob Katze, Zwergkaninchen oder Meerschweinchen, vor einer geplanten Narkose grammgenau wiege und das Gewicht in der Praxis mitteile, die Narkose anscheinend besser dosiert wird. Seitdem waren alle immer recht schnell fit, haben gefressen, nicht erbrochen....
Eigentlich sollte man doch davon ausgehen, dass beim TA vor der Narkose auf jeden Fall gewogen wird? Mhmm, scheint wohl nicht überall so zu sein.

Was mich interessiert: Warum wird anscheinend so selten, gerade bei älteren Katzen, infundiert während der OP?

Der Zahntierarzt mit dem ich Kontakt aufgenommen habe macht das wohl immer, damit erstens damit die Durchblutung aller lebenswichtigen Organe besser gegeben ist und zum zweiten wird das Narkosemittel dann wohl auch schneller aus dem Körper transportiert.

Ich mach mir nämlich auch gerade so meine Gedanken, weil Ätna ja irgendwann vllt. doch wieder eine Zahnop braucht und nun Nierenprobleme hat.
 

Alannah

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Was mich mal interessieren würde: Wird bei Katzen die Muskulatur während der OP nicht lahmgelegt? Das ist ja bei großen OPs bei Menschen üblich, damit sich auf dem OP-Tisch nichts bewegt. Da auch die Atemmuskulatur ausgeschaltet wird, ist eine Intubation unumgänglich. Wie ist das bei Katzen, ist war da noch nie bei einer OP dabei. Wie wird da eine Bewegung verhindert, wenn sie ja kein muskellähmendes Medi bekommen?
 

Katie O'Hara

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Wobei man das auch mit einer gut dosierten Injektionsnarkose erzielen kann ::?. Meine beiden Ladies standen ebenfalls bereits eine halbe Stunde nach Kastra wieder und liefen nach drei Stunden rum, als wäre nie was gewesen. Haben recht schnell angefangen zu futtern und beide haben nicht ein Mal erbrochen. Dafür wäre mir das Intubationsrisiko, sowie dessen Nachwirkungen, einfach zu hoch. Hab ja nun selbst erst eine Intubation hinter mir und hatte zusätzlich zum Wundschmerz auch noch tagelang Halsschmerzen (und jetzt als Komplikation immer noch eine Rachenentzündung mit starker Mandelschwellung), das Zusatzrisiko muß denke ich bei jungen, gesunden Miezen und kurzen Eingriffen nicht sein ;-).

Liebe Grüße.
Mandy

Ich habe meinen großen Hund operieren lassen müssen (aus medizinischen Gründen mußten die Wolfskrallen an den Hinterbeinen entfernt werden - da diese voll ausgeprägt waren sowie der Hund ausgewachsen, kommt es der Amputation eines menschlichen Daumens gleich).
Er hat stundenlang in der Aufwachphase gefiept, war völlig neben der Spur, die OP war vormittags, und noch am nächsten Tag war er morgens/vormittags benommen. Obwohl genau dosiert wurde sowie vorher gewogen.

Meine Hündin wurde kastriert: das gleiche Drama.

Mein Kater wurde kastriert: dito. Obwohl anderer TA. Sorgfältige Dosierung, Überwachung des Katers beim TA bis 17.00 Uhr (OP war 9.00 Uhr).

Allen Tieren war übel, sie wollten/konnten anfänglich nicht fressen, sind getorkelt, waren desorientiert, usw.....

Das Intubationsrisiko ist sehr gering, wenn ein TA versiert ist sowie keine Anomalie (wie z. B. bei Persern) vorliegt.
Mit "menschlicher" Intubation ist die bei Tieren nicht vergleichbar.

Katie hat überhaupt keine Reaktion gezeigt - denn hätte sie Halsschmerzen o. ä., würde sie ja nicht essen wollen. Aber im Gegenteil, gleich gestern abend hat sie sich förmlich drauf gestürzt - obwohl sie auf ärztlichen Rat nur einen Löffel voll bekommen sollte (und bekommen hat).

Man kann ja auch das Empfinden der Katze nach Kastration nicht mit einer Blinddarm-OP beim Menschen vergleichen. Der Mensch ist ungleich schmerzempfindlicher, läuft tagelang gekrümmt und hat Beschwerden.
Wenn ich mir meine Katie da so anschaue - der geht es prima. In keinster Weise auch nur ähnlich mit meinem damaligen Zustand nach Appendix-Entfernung (obwohl mein Bauchschnitt auch winzigstklein ausgefallen ist).

Also mein Fazit: bei fachlich guter Durchführung und bei im HNO-Bereich normal entwickelten Katzen ist die Inhalationsnarkose auf jeden Fall vorzuziehen - die kurzzeitige Injektion vor Intubation ist wesentlich flacher, daher deutlich schneller abgebaut, das inhalierte Mittel selbst kurz nach dem Absetzen bereits abgeatmet.
Für den gesamten Körper auf jeden Fall deutlich schonender, da das Gehirn mit all seinen Funktionen bei Weitem nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen wird und somit das Tier deutlich schneller zu ganz normalem Wohlbefinden ohne all die (teils fürchterlichen) Nebenwirkungen kommt.

Vor allem das Risiko der Narkose selbst, welche ja unmittelbar auf das ZNS wirkt und somit auch schwerste Schädigungen nach sich ziehen kann, ist so deutlich geringer, daß ich immer wieder dazu raten würde. (außer bei Kontraindikation wie bspw. Zahnsanierung)
 

Iset

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Unsere (hervorragende) TÄ kann auch Katzen intubieren (musste es schon mal machen wegen eines Atemstillstandes), aber bei den letzten OP´s wegen Zahnstein und Fremdkörper im Hals musste sie natürlich die übliche Injektionsnarkose machen und der Kater hat rund 20 Stunden gebraucht, bis er wieder fit war, das finde ich extrem lang!
Hi Romulus, das stimmt so nicht, aber die TÄ erzählen anscheinend gern, dass es bei Eingriffen im Kiefer- und Halsberreich nicht funktioniert.
Mein Sternenkater Pauly hat immer extrem unter den Nachwirkungen der normalen Narkosemittel gelitten und ich natürlich mit ihm.
Ich habe mit ihm öfter den TA gewechselt, weil ich nie so richtig zufrieden war.
Den letzten TA, wo wir waren (ein ganz gewöhnlicher mit einer eher kleinen Praxis) hab ich dann ganz ohne Hoffnung darauf, dass er sowas hat, auf die Inhalationsnarkose angesprochen und er meinte nur "natürlich würde er die Gerätschaften haben und gerade bei älteren Katzen gerne einsetzen" 8O Ich war ganz baff, vor allem, weil es um eine Zahngeschichte ging.
Aber, ich war selbst bei der OP dabei und habe zugesehen, man kann diese Narkose offenbar auch bei Eingriffen im Mäulchen verwenden. Pauly wurden damals etliche Zähne gezogen und ein Geschwulst im Hals entfernt.

Er bekam die ganze Zeit über eine Infusion und es ging ihm später wesentlich besser als nach den anderen Narkosen. Gefressen hat er auch noch am selben Abend, trotz der Geschwulstentfernung.

Ich würde nur noch diese Art der Narkose bei meinen Katzen haben wollen, egal ob alt oder jung!

LG Iset
 
Thema:

Inhalationsnarkose

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