Industriefutter

  • Ersteller des Themas diaphanos
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diaphanos

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Ich kann nicht verstehen, wie unempfindlich die meisten Haustierhalter gegenüber dem unendlichen Leid der Tiere in der Futtermittelindustrie sind. Sie streicheln ihre Katze
und gehen in den Supermarkt, um Futterdosen zu kaufen, womit sie eine grausame Massentierquälerei finanzieren. Wer Tiere liebt, sollte doch auch darauf achten, dass er die Tiere, die für das Futter gezüchtet werden, nicht unnötig leiden lässt und wenigstens Biofutter kaufen. Das Argument, dass Biofutter ja zu teuer ist, kann ich nicht nachvollziehen. Wer aus Sparsamkeitsgründen kein artgerecht produziertes Futter kaufen kann, der sollte lieber gar kein Tier halten.
 
27.10.2007
#1

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Guest

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.

Garibaldi

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Das gilt aber nicht nur für die Futtermittelindustrie ....

Und ja, die Welt ist schlecht !

Gruß

Uwe
 

Maike-ferchen

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.... wenn man so anfängt... das ist ein UNENDLICHER Kreislauf.
Nach deiner Theorie sollte auf jeden Fall mal jeder Tierhalter Vegetarier sein.
 

Claudi

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Oh je, sowas liebe ich ja, anmelden, um mit einem Beitrag gleich Unruhe zu stiften

Also mit deinen Bedenken bist du sicherlich hier an eine Menge von Leuten geraten, die zum Großteil sehr viel Wert auf die Inhaltsstoffe legen. Viele hier füttern Bio Sachen oder achten auf die Herstellung allgemein. Gerade hier heißt es nicht immer: "Je billiger, desto besser!".

Dein Aufruf wäre bei Leuten, die im Supermarkt um die nächste Ecke einkaufen, vermutlich sinnvoller.
 

Zugvogel

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Wohl dem, der in der Lage ist, sich so artgerecht zu ernähren, wie es heutzutage noch möglich ist, das gilt für Mensch und Tier.

Doch leider ist nicht jeder dazu imstande, sei es [fast immer] aus Kostengründen, sei es wegen mangelnder Verfügbarkeit oder anderer Hindernisse.

Wer Fragen zur Ernährung jedweder Art, hat sie hier gestellt und kanns immer wieder tun, um mit seinen Möglichkeiten dem Optimum nahe zu kommen, auch in dem Bewußtsein, daß das Optimum noch in weiter Ferne ist.

@ Diaphanos, wenn es Dir ein Herzensanliegen ist, daß Tiere auf von Einkommensschwachen gut und Bio ernährt werden, sei es Dir unbenommen, mit netten Futterspenden diesen Tieren zu helfen. Es gibt sehr viele davon hier in diesem Forum.

Ich wünsche Dir, daß Du immer in der Lage sein wirst, Dich und Deine Tiere so artgerecht wie möglich zu halten und ernähren, und daß Du nicht in seelische Not kommst, Deine Tiere abgeben zu müssen, wenn sich Dein Leben ändert zu Lasten der optimalen Versorgung.

Zugvogel
 
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Sass

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@Zugvogel: Du warst schneller ! Danke!

genau: und die Leute, die gerade mal so über die Runden kommen, die werden solche Hinweise dankend annehmen, sofort in den Bio-Markt rennen und für Hundi und Katzi fein frisches Biofleisch kaufen.

Ich frage mich langsam, aus welchem Grunde sich manche Leute die Dreistigkeit herausnehmen zu gedenken und mit erhobenen Zeigefinger auf ihre Mitmenschen losgehen. Dass die Industrie profitvermehrend agiert, ist uns doch nun wirklich allen bekannt. Und dass es genügend Wege gibt, die Fellies "artgerechter" oder hochwertiger zu bewirten, ebenfalls. Was für Kosmetik benutzen die meisten hier? Alles Bio? Esst Ihr ALLE ausschliesslich BIO? Jeder für sich selbst muss entscheiden, wie er leben will und was er füttern will. Ich mag solche belehrenden Posts überhaupt nicht. Solche Eingangspost jedoch zeigen mir, dass einige Leute wohl so viel Wohlstand geniessen dürfen, um sich um nichtigere Dinge keine Sorgen machen zu müssen.
 
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Zugvogel

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Ich halte diese scheinbare Dreistigkeit und fastgar Überheblichkeit eher für Gedankenlosigkeit. Das aber ist lediglich eine Erklärung für den Tenor solcher Posts.

Gedankenlosigkeit gebiert sehr oft aus Unerfahrenheit, vielleicht auch ein bisschen Egoismus gepaart mit einer Spur Arroganz, weil es einem 'gut geht', vielleicht auch jugendliches Ungestüm.
Doch all das ist kein Freibrief, zu den Gegenüber verletzend oder gar kränkend zu werden. Denn das ist solche Kurzsicht öfter, als man glaubt.

Zugvogel
 

picardosi

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Sehr gut. Danke Zugvogel.

Lieber ein mittelmäßig ernährtes Tier, um das sich liebevoll gekümmert wird, als eins das ersäuft wird oder nach ein paar Jahren den Rest seines Lebens im Tierheim verbringen muss.

Nach deiner Theorie müssten eh Tierheime und Tierschutzvereine geschlossen werden, viele davon haben weder Geld noch die Manpower um Tiere wirklich artgerecht zu halten.

Wenn jeder tut, was er kann, auch um anderen zu helfen, dann sind wir ein großes Stück weiter.
 

Anfänger

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Ein wenig komisch finde ich es auch, sich anzumelden und gleich so zu starten::?

Aber nun sei es drum:
Ich habe mich auch schon öfter gefragt, warum nicht mehr Leute BIO füttern? Sorry, Petnatur kostet ~0,40€/100g, das sind mehr als 10 cent weniger als GRAU, was hier hauptsächlich gefüttert wird. Wer keine 80 cent pro Tag hat, kann das Nassfutter immer noch mit DEFU Trockenfutter ergänzen, dass senkt die Futterkosten. Bei 50/50-Fütterung landen wir bei ungefähr 0,59€/Tag.

Zum Menschen:
Ich achte persönlich darauf nur Fleisch und Milchprodukte aus Bio-Anbau zu kaufen. Für eine gesunde Ernährung braucht der Mensch ungefähr 200g Fleisch pro Woche. BioBio-Hackfleisch kostet im Plus knapp 6€ pro Kilo, Rindergulasch 10€. Im Edeka gibt es Schwein ab 11€. Ich denke bei einer Menge von 200g liegt das im Rahmen des Machbaren der meisten Menschen::?
Bei den Milchprodukten weiß ich den Preisunterschied gerade nicht::?



Ich bestelle im Dezember mit einer anderen BARFerin bei www.fleisch-shop.de , die bieten hauptsächlich Biofleisch an. Wenn man die richtigen Sorten nimmt, dann kostet es auch nicht mehr als 0,80-1,00€ pro Tag und Katze. Meine Mitbestellerin hat selbst 3 Katzen und ist Hartz4-Empfängerin. Ihr ist es wichtig und sie spart dafür an anderen Stellen etwas mehr ein.
 

Zugvogel

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Ich kenne welche, die mit sehr geringem Einkommen in Wohnblocks wohnen, einander fremd und sozial sehr kühl. Wie - bitteschön - können sie sich zusammentun, um Sonderangebote besser nutzen zu können? Das nur als Beispiel, wo überall Grenzen sein können. Ein Kühlschrank, der defekt ist, also BARF nicht möglich ist, kein Internet, um GRAU o.ä. zu bestellen ohne die Portokosten...

Ich kenne die zum teil hoffnungslosen oder verzweifelten Fragen, wie man es anstellen kann, seine Miezen gut zu nähren, wenn das Einkommen oft nicht reicht, nötige Dinge für den Alltag sich selber zu bezahlen bis hin zu den durchgelaufenen Schuhsohlen, die aufgrund der Repkosten immer weiter kaputt getragen werden.

Ich weiß, daß es immer ein unteres Ende der Fahnenstange gibt. Doch nach oben sind keine Grenzen gesetzt, wissen wir das nicht alle? Kein Reichtum kann zu groß sein, daß man ihn nicht mehr ertragen könnte.

Wir sind eine sehr große Gemeinschaft hier, wir helfen einander mit Rat und oft mit Tat - aber wir verurteilen niemanden, der seine Tiere nicht so versorgen kann, wie es oft gewünscht wird.

Wir sind nicht arrogant, sondern demütig, wenn wir etwas mehr Geld und Güter haben, als die ganz Armen und versuchen, mit einem Scherflein die allerärgste Not zumindest zeitweise zu lindern.

Zugvogel
 

Anfänger

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Zugvogel, ich denke wir reden aber von den normalen "Durchschnittsmenschen" und auch eher von den Leuten hier im Forum. Also haben die schonmal einen Internetzugang und es ist möglich auch Dinge im Internet zu bestellen.

Es geht mir persönlich nicht darum, es nun am äußersten sozialen Rand zu fordern, da würde ich als Allerletztes ansetzen. Da ist allerdings auch die Frage ob eine ausreichende Versorgung der Tiere gewährleistet ist::?
Wenn es mir schon an den Mitteln des Alltages fehlt, was mache ich dann erst bei TA-Rechnungen im höheren Bereich? Die meisten haben es als Tierhalter schonmal erlebt, dass plötzlich eine Erkrankung kam, die mehrere hundert Euro verschlungen hat :?
Ich stelle mir auch immer die Frage, warum einige mit Hartz4 gut über die Runden kommen und sich solche Dinge leisten können und andere nicht::?


Trotzdem bin ich der Meinung, dass sich sicherlich 85-90% der Katzenhalter eine Biofütterung ab 60cent pro Tag leisten könnten.
 

Garibaldi

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Ich habe ohnehin das Gefühl, dass der Threadersteller nur provozieren wollte. Welcher ernsthafte Forumsteilnehmer meldet sich denn an und haut, ohne sich vorzustellen, einfach einen Beitrag ohne tieferen Sinn ins Forum.

Und für mich hat dieser Beitrag keinen Sinn ... Von dieser Art von Statement könnte ich hunderte basteln und damit immer eine Gruppe von Menschen angreifen !

Gruß

Uwe
 

Gwion

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Zumal das Thema hier eh schon zig mal aus-, um- und querdiskutiert wurde - bei so was kommt man nie auf einen grünen Zweig. Ein typisches Streitthema halt.
Ich denke, diejenigen, die sich der Problematik bewußt sind, versuchen ohnehin schon alles was in ihren Möglichkeiten steht, um der Massentierhaltung entgegenzuwirken. Sogar wenn sie nur sehr wenig Geld zur Verfügung haben. Diejenigen, denen es egal ist, wird so ein Beitrag nicht kümmern. ::?

Und zum Bio(dosen)futter möchte ich anmerken, daß es meines Wissens nach keine unabhängigen Prüfstellen für Bio-Industriefutter gibt. Wenn "geprüft" wird, ist es meist eine von der Herstellerfirma bezahlte oder eingesetzte Stelle. "Bio"-Whiskas würde ich z.B. so weit vertrauen wie mein Kater es ausspucken kann .. und das ist nicht sehr weit.
Biofleisch ist natürlich was anderes .. hoffe ich jedenfalls sehr.
 

Anfänger

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Und zum Bio(dosen)futter möchte ich anmerken, daß es meines Wissens nach keine unabhängigen Prüfstellen für Bio-Industriefutter gibt.
Nein, für das Endprodukt gilt nur die aktuelle Futtermittelverodnung. Allerdings werden die Ausgangsprodukte sehr wohl überprüft, da sie ja aus biologischem Anbau stammen. Der Inhalt ist also trotzdem bio.

Ab 2009 soll auch eine einheitlich Bio-Futtermittelverordnung in Kraft treten, die Biofutter komplett abgrenzen soll, ähnlich wie die EG-Öko-Verordnung beim Menschen.
 

Gwion

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Hm, kann sein. Sicher wär ich mir da nicht.
Das ganze ist aber eh rhetorisch, denn was nützt das schönste Biofleisch, wenn im Industriefutter dann Magen, Darm, Huf, Haut und ähnlicher Kram landen.
 

Anfänger

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Das ganze ist aber eh rhetorisch, denn was nützt das schönste Biofleisch, wenn im Industriefutter dann Magen, Darm, Huf, Haut und ähnlicher Kram landen.
Naja, soviele Biofertigfutter gibt es ja nicht.
Yarrah deklriert schlecht, da hast du recht. Von irgendwelchen Supermarkteigenmarken wie Domino von Edeka und Whiskas Bio mal ganz zu schweigen.

Aber die anderen Biofutterhersteller sind sehr offen was die Deklaration angeht:
Auenalnd:
Zusammensetzung:
Bio-Geflügel (Huhn) mind. 70%, Reis* und Karotten*, kaltgepresstes Rapsöl, Vitamine, Mineralstoffe.

Zudem wurde mir schriftlich bestätigt, das es sich ausschließlich um Muskelfleisch handelt.

Petnatur:
[FONT=arial,helvetica,sans-serif]Zusammensetzung:[/FONT]
[FONT=arial,helvetica,sans-serif]Rind-, Lamm- und Geflügelherzen, Euter, Geflügelmägen (alles von EU-zugelassenen Bio-Schlachthöfen), Mineralstoffe und Taurin. Zusatzstoffe: Vitamin E 20mg./kg.[/FONT]

Biopur:
Zusammensetzung:
BIO-Geflügelfleisch (40%), BIO-Reis (16%), BIO-Geflügelleber, Mineralien, BIO-Sonnenblumenöl (aus 1. Pressung).


Terra Pura:
Zutaten: Rindfleisch* 47%, Rinderleber* 8,5%, Haferflocken*, Karotten*, Äpfel*, Grüne Mineralerde von Terra-Soleil, Kalziumkarbonat

"Das Katzenfutter":
ca. 90%: Putenmuskelfleisch, Putenherzen, Putenmägen und Putenleber mit Bioland-Zertifikat.
Zusätze: Bio-Schweine- und Gänseschmalz, glutenfreie Bio-
Getreide, Bio-Karotten und Tomaten, Lachsfilet, Bio-
Weizenkeimöl, Mineralstoffe, Lachsöl, Nachtkerzenöl,
Seealgenmehl, Taurin.



Alle 5 Hersteller deklarieren so klar wie kaum ein konventioneller Hersteller von Alleinfuttern. Die einzigen mir bekannten Hersteller wären GRAU, Tigermenü und ZiwiPeak.
 

Sass

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....ich würde gerne öfter Rohes verfüttern, habe aber ein Problem mit industriellen Supplies. Zum einen. Zum anderen: Ich habe zwei Coonie-Damen, die gerne mal pro Katz 250g Rindergulasch PRO Mahlzeit vertilgen. Ihr schreibt, eure Fellies würden so an die 90 g pro Ration schaffen. Das ist ein gewaltiger Kosten-Kalkulationsunterschied. Bei Dosenfutter seh ich keinen Unterschied.
Ich glaube auch nicht, dass nach einem Gewöhnungseffekt weniger Frisches benötigt werden würde. Die Fellies bekommen pro Woche an die 4 Portionen Rindergulasch. Nu Ihr::r
 

Anfänger

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Ich glaube auch nicht, dass nach einem Gewöhnungseffekt weniger Frisches benötigt werden würde.
Doch, das können dir wirklich sehr viele bestätigen.
Wieviel fressen sie denn bei DoFu pro Mahlzeit?

Ich denke für deine Katzen ist Fleisch derzeit einfach ein Festschmaus, da langt man gern mal mehr zu (kennt man ja von sich selber, siehe Weihnachten:lol:).
Bei DB fressen die meisten Katzen wirklich zwischen 25g bis 40g Fleisch pro kg Körpergewicht/Tag.

habe aber ein Problem mit industriellen Supplies
Was genau ist da dein Problem?
 

Sass

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naja, also grosse Katze, grossen Hunger. Da müsste man eher mal die Coonie-Barfer fragen.....Denk ich mir. Die beiden wiegen übrigens zwischen 4-5 kg. (sind fast 2 Jahre)

Je nach Dofu fressen sie je 200-300g. Grau (leider eher selten beliebt), Porta, Lux, Bozita, Schmusy. Leider ist die Petnatur - Vet-Concept - Phase vorbei. Ich war doooo stolz, dass die diese Sorten mochten. Nu nicht mehr.

Mir wäre wohler, wenn ich mit natürlichen Ergänzungsstoffen arbeiten könnte. Ich find synt. Mineralien, Vitamine nicht so prall. Nehm so etwas selber nicht.
 
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