IBD + Nierenkrank

  • Ersteller des Themas Michael1
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Michael1

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Hallo liebe Katzenfreunde,

meine 17 jährige Trixie hat IBD (mit Verstopfung) und die Niere ist auch angeschlagen. Außerdem hat sie chronischen Katzenschnupfen (trotzt Impfung) und eventuelle seit 2 Jahren Pankreasinsuffizienz. Enzyme braucht sie, da sie sonst Durchfall hat und das Futter nicht mehr verwertet.

Von der Tierklinik Hofheim hat sie Royal Canin Multifunction Therapeutic Diet GFR AFR Feline (sowohl für Niere als auch für IBD) als Trockenfutter empfohlen bekommen. Ich denke mittlerweile, dass Trockenfutter für Nierenerkrankungen eher
schlecht ist. Außerdem habe ich 3 Mal versucht das Trockenfutter langsam auf zu dosieren, das letzte Mal mit 3 Gramm pro Tag. Schon nach den 3 Gramm habe ich es abgesetzt, da es Trixie bedeutend schlechter ging. Jetzt habe ich mich damit abgefunden, das sie ausschliesslich das Nassfutter Royal Canin Sensitivity Control bekommt. Das frisst sie gerne und es bekommt ihr. Sie hat auch wieder zugelegt auf 4,2 Kg. Das Cortison und die 5 Enzymtabletten zur Mahlzeit bekommt sie mit Kabeljaufilet. Das klappt auch super.

Jetzt stellt sich für mich die Frage, ob es sinnvoll ist das Nassfutter "aufzupeppen", z.B. mit Eiklar (hat kein Phosphor), gesundes Öl, Zusätze welche den erhöhten Harnstoff und Phosphat erniedrigen, Vitamine, Zusätze um die Verstopfung zu verbessern, etc. Da bin ich einfach überfordert, da die Ernährung für Niere und IBD (oft mit Futterunverträglichkeit) so komplex ist. Vielleicht könnt Ihr mir ein paar Tipps geben?

Medikamente bekommt sie 1 x täglich abends 5 mg Prednisolon bis zur nächsten Untersuchung Anfang Januar, 250 mcg Vitamin B12 als Tropfen und zu 5 Mahlzeiten Nortase (pflanzliche Enzyme mit weniger Nebenwirkungen als z.B. Almazyme). https://www.nortase.de

Die Zusammensetzung des Royal Canin Sensitivity Control: https://www.royal-canin.de/katzenna...sitivity-control-so-chicken-feline-pouch.html

Die Blutwerte vom 22.11. könnt Ihr unter meinem anderen Thread "Wie kann weiter behandelt werden?" anschauen. Den Befund von der Tierklinik vom 07.12. mit neuen Blutwerten kann ich bei Bedarf per PN zuschicken.
 
22.12.2017
#1

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Guest

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
Julchen94

Julchen94

Moderator
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Hallo Michael,
könntest Du vielleicht die Nierenwerte hier einstellen einschl. Referenzwerte? ::w
 

Michael1

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Werte vom 07.12.2017

Creatinin enzymatisch 2,9 (bis 1,9)
Phosphat anorganisch 4,1 (2,5 bis 6,1)
Harnstoff 84 (30 bis 68)
Eiweiß gesamt 76 (58 bis 90)
Albumin 32,1 (29 bis 45)
Globuline gesamt 43,5 (28 bis 51)
A/G Quotient 0,74 (> 0,60)
Calcium 2,3 (2,3 bis 3)
Kalium 4,2 (3,4 bis 5)

ALT und AST Leberwerte im Vergleich zum 22.11. gesunken.
Ob der Wert für die Niere relevant ist, weiß ich nicht. Wahrscheinlich Leberwert.
Alk. Phosphatase (AP) 72 (bis 86)
 
vilma

vilma

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Hallo, wenn es deiner Katze derzeit unter der besagten Fütterung und Therapie gutgeht und sie sogar zugenommen hat, würde ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht so rasend viel ändern. Die von dir genannten "Zusätze" gibt es nicht in der Form, dass sie wirklich durchschlagend bzw kriegsentscheidend wären, sonst wäre ja alles einfach! Es kommt auf die richtige Medikation und Fütterung an und darauf, dass sie hydriert bleibt.

Deine Katze ist nährstofftechnisch soweit gut abgedeckt, auch wenn das RC nicht gerade der Renner ist . B12 gibst du ja schon.

Wenn du noch Sachen wie SUC für die Nieren antesten willst, kann das eher wenig schaden. Für Appetit und Allgemeinbefinden ist es wirklich gut. Einen Phosphatbinder fände ich sehr sinnvoll, denn sie frisst keine Nierendiät oder -schonkost und der Phosphatgehalt im Futter ist damit zu hoch für eine nierenkranke Katze. Bei dieser Sorte RC ist er "geht so". Du musst natürlich sehen, ob das mit der IBD klappt. Eiklar ist auch gut, hat aber den Nachteil, dass ich keine Katze kenne, die es gern frisst.

Von Ölen außer ein paar Tropfen Lachsöl hier und da würde ich eher die Finger lassen.

Was ich nicht ganz verstehe: Sie hat eine exokrine Pankreasinsuffizienz und ohne Enzyme Durchfall. Wie zeigt sich dann die IBD mit Verstopfung? Das verwirrt mich etwas. Hatte Hofheim das diagnostiziert? Kannst du mehr erzählen?
 
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Michael1

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Hallo Vilma,
Vielen Dank für deine Antwort.
In Hofheim hat die Tierärztin nach der Ultraschalluntersuchung gemeint, dass es fraglich ist, ob es eine chronische Pankreasinsuffizienz ist. Es könnte auch durch die IBD Entzündung (Magen, Dünn- und Dickdarm, Leber, Lymphone zu groß) kommen. Dann bräuchten wir irgendwann keine Enzyme mehr, das müssen wir abwarten. Zur Zeit bräuchten wir aber unbedingt Enzyme, da sie sonst das Futter nicht verwertet. Ohne Enzyme hat sie den typischen stinkenden, hellen Fettstuhl. Mit Enzyme, die bei Trixie gut wirken, dann Verstopfung. Zur Zeit macht sie erst so nach 60 Stunden ihren zu harten Haufen. Tumore könne man nur durch Biopsie von Darm, Leber, Lymphen ausschließen. Da dazu eine OP mit Bauchschnitt nötig wäre, haben wir diese mit Einverständnis der Ärztin abgelehnt. Sie selber würde es an unserer Stelle bei einer 17 jährigen Katze auch nicht tun, wahrscheinlicher wäre eine reine Entzündung. Auch der relative lange Zeitraum von Trixies Problemen spricht für eine reine Entzündung. Die gesamten Dünn- und Dickdarmwände wären zu dick (im Ileum, Teil des Dünndarms bis 2,3mm Dicke). Auch der Magen wäre angegriffen.
Wieviel Tropfen Lachsöl würdest Du Ihr geben? Fisch frisst sie sehr gerne.
 
Julchen94

Julchen94

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Ich würde Lachsöl ganz vorsichtig anfangen.
Hier gibts damit ganz fix Durchfall.
 

Michael1

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Lachsöl wäre dann auch gut für die Verstopfung.
 
chilli 1

chilli 1

Moderator
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...
In Hofheim hat die Tierärztin nach der Ultraschalluntersuchung gemeint, dass es fraglich ist, ob es eine chronische Pankreasinsuffizienz ist.

...
Es wäre schon wichtig zu wissen, ob eine EPI vorliegt,

dazu gibt es den fTLI- Test, (Katze muss dafür unbedingt 12h nüchtern sein)

denn bei einer diagnostizierte EPI sind lebenslang Enzyme notwendig,
denn zerstöhrtes Gewebe regeneriert sich nicht wieder.

Mein Mäuschen hatte beides,


IBD und EPI,

sie bekam Enzyme (Kreon), Predni und Vit B12,

bei IBD langt das Vit B12 aus den Komplexmitteln meist nicht aus,

besser ist Methylkobalamin bzw Zobaline,

anfangs würde ich Vit B12 spritzen lassen.

Wurde B12 im Blut kontrolliert?

Gute Besserung und alles Liebe,




Liz
 
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Michael1

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Ja, den fTLI- Test hätten wir bei dem ersten Verdacht vor ca. 2 Jahren schon machen lassen sollen. Damals hatten wir es nicht gewusst. Ich habe auch schon gelesen, dass man bei diesem Test vorher sogar 24 Stunden nüchtern sein soll. Das ist natürlich nicht so toll, bei einer 17 jährigen geschwächten Katze, die ohne Kortison ganz schlecht gefressen hat. Vielleicht wird der Test bei der nächsten Untersuchung Anfang Januar gemacht.
Vitamin B12 (Methylkobalamin) bekommt Trixie als Tropfen übers Nassfutter - 250 mcg. Laut Tierärztin gibt es eine noch nicht veröffentlichte Studie, die belegt, dass spritzen nicht notwendig sei, oral würde auch ausreichen. Bei der nächsten Untersuchung wird dann zum 1. Mal B12 im Blut kontrolliert.
Bei den Tropfen ist ein bisschen Steviolglycoside (aus Stevia) drin. Ich hoffe ihr schadet das nicht.
Beipackzettel der Vitamin B12 Tropfen:
https://www.medikamente-per-klick.de/images/ecommerce/11/59/11594480_2016-05_de_o.pdf
 
mortikater

mortikater

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Die noch nicht veröffentlichte Studie würde mich sehr interessieren, sie widerspricht allem, was eigentlich logisch ist.

Grundsätzlich wird orales Vitamin B12 schon viel schlechter resorbiert als gespritzt. Um Vitamin B12 aufnehmen zu können, wird ein Transportmolekül benötigt, der sogenannte Intrinsic Factor und der wird bei der Katze nahezu ausschließlich durch das exokrine Pankreas bereitgestellt. Für eine Katze mit Bauchspeicheldrüsenentzündung ein Problem.

Aber wenn Vitamin B12 getestet wird, wird man ja sehen, wie der Wert ist.

In der Regel ist bei der Katze Folsäure erhöht, wenn Vitamin B12 erniedrigt ist. Normalisiert sich von alleine wieder, wenn Vitamin B12 steigt. Ich glaube, beim Menschen ist es nicht so.

P.S. Ich würde zu dem Royal Canin Nassfutter unbedingt einen Phosphatbinder geben. Ein Kreatininwert von 2.9 erfordert dringend eine phosphatreduzierte Ernährung.
 
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Michael1

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Ich kann Anfang Januar nochmals nachfragen. Die Studie soll bald abgeschlossen sein.
Wahrscheinlich gibt man deshalb oral täglich 250 mcg Vitamin B12. Eine gesunde Katze braucht nur ca. 1,4 mcg täglich aus dem Futter.
 

Michael1

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Hier der Befund der Tierklink mit Blutbild, Ultraschall des Herz sowie Ultraschall des Magen-Darm-Trakts, Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse, Niere, Milz, Blase. Röntgen soll auch lt. Befundbericht mitgemacht worden sein. Wir haben das gar nicht mitbekommen, obwohl wir während der gesamten Untersuchungen mit anwesend waren. Ist es möglich mit einem modernen Ultraschallgerät gleichzeitig zu röntgen - ohne Schutzvorkehrungen - wegen der Röntgenstrahlung?
 

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Michael1

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Welcher Phosphatbinder ist bei Trixies Werten sinnvoll?

Ist SUC und/oder Neynerin besser?

Welches Lachs- oder Fischöl ist sinnvoll? Da gibt es anscheinend qualitative Unterschiede und unterschiedliche sinnvolle Zusätze, z.B. Vitamin E
 

Michael1

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Hallo liebe Katzenfreunde,

ich bräuchte Eure Hilfe. Trixie hat eine schlimme Verstopfung (Steinkot). Von 6 bis 10 Uhr hat sie unter starken Schmerzen versucht zu koten. Erst als ich Microlax besorgt hatte - beim 1. Versuch ging nur sehr wenig in den Darm - hat sie 2 kleine Brocken gemacht. Beim 2. Microlax, den wir vollständig in den Darm bekommen haben, hat sie schon ein bisschen mehr gekotet. Inzwischen hat sie 8 Gramm Nassfutter mit einer 0,75 Kapsel Lachsöl gefressen. Jetzt liegt sie unter einer Decke auf dem Wohnzimmersofa.
http://www.sanhelios.de/index.php/lachsol-850-omega-3/
Was soll ich noch tun? Einen Tierarzt zu sprechen ist heute nicht möglich, in die Tierklinik mit Trixie will ich eigentlich nicht, da Trixie sehr viel Angst davor hat.
Lactulose zu geben trau ich mich nicht, da es die Darmwand angreifen kann und Trixie IBD hat und nierenkrank ist.
 
Julchen94

Julchen94

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Ich nehme für meine Katzen entweder Sahne oder Obstinol für Kinder. Das hilft gut. Der Kot muss ja raus.
 
vilma

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Entschuldige, ich wollte dir längst geantwortet haben.

Wenn sie nach dem Klistier noch immer nicht richtig koten kann, würde ich das auf jeden Fall spätestens morgen tierärztlich abklären lassen. Du kannst parallel Macrogol (Pulver) geben, das sollte hoffentlich bald etwas helfen.

Aber wie gesagt: nicht länger als morgen warten. Sie muss Kot absetzen. Beim TA können sie ihr noch mal ein Mikroklist geben bzw notfalls den Darm manuell ausräumen. Das nützt leider alles nichts, wenn sie das Zeug nicht selber rausbekommt.
 

Michael1

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Ich denke auch, das der Kot raus muss. Heute Abend will ich nochmals einen Klister einführen. Aber was gebe ich auf Dauer, dass es nicht noch einmal so schlimm wird. Sind deine Vorschläge auch für Dauer geeignet?
 
vilma

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Als Phosphatbinder kannst du erstmal Ipakitine versuchen, der ist auf Calciumbasis. Falls sie den nicht verträgt, gibt es Alternativen. Ihr Calciumwert lässt das aber zu.

Ob SUC oder Neynerin kann man nicht pauschal beantworten. Ich würde mit SUC anfangen und schauen, ob du nach zwei bis vier Wochen subjektive Verbesserungen feststellst.

Ich habe immer Lachsölkapseln für den Humangebrauch gekauft, die angestochen und das Öl separat auf einem Tellerchen serviert. Etwa 2 Kapseln die Woche...
 

Michael1

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Danke Vilma und Julchen für Eure Tipps. Macrogol könnte die Lösung für Dauer sein.
 

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