Hirn-OP plus Bestrahlung Qual???

Diskutiere Hirn-OP plus Bestrahlung Qual??? im Krebserkrankungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo, bin auf der Suche nach Erfahrungsberichten auf diese Page gestoßen. Mir schmerzen schon die Augen vor Sucherei und Leserei. Am Freitag...

YolandaGoesS

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Hallo,

bin auf der Suche nach Erfahrungsberichten auf diese Page gestoßen. Mir schmerzen schon die Augen vor Sucherei und Leserei.

Am Freitag erhielt ich die Diagnose Tumor am Hirn bei meinem Miki (8 jahre). Meningeom? Keine Ahnung. Ist auch egal.
Einzige Option ist OP plus
anschließender Bestrahlung.

Wer hat das bei seinem Samtpfötchen schon mal machen lassen? Ich bin da hin und her gerissen, weil ich meinem Kater ein möglichst langes Leben ermöglichen will und auch aus purem Egoismus, weil ich ihn nicht gehen lassen will und der Angst, es wäre zu schmerzhaft zu qualvoll für das Tier.
Laut Arzt ist die Lebenserwartung zwischen 18 Monate und 3 Jahre. Natürlich kann er auch während der OP versterben. :cry:

Derzeit bekommt er Kortison und Pexion, die die Symptome unterdrücken. Einen OP-Termin habe ich vorsorglich machen lassen in der LMU. In zwei Wochen erst.
Bis dahin will ich mir das für und wider durch den Kopf gehen lassen. Auch weil ich einen Kredit bei der Bank beantragen muss.
Op-Kosten: 3.000€
Bestrahlung: 3.500€

Wer hat Erfahrung? Würdet ihr es wieder tun oder das Tier erlösen?

Grüße
YGS
 
25.08.2019
#1

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Guest

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
Eldarion

Eldarion

Moderator
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Liebe Yolanda,

zuerst einmal herzlich willkommen bei den Netzkatzen, auch wenn Dich große Sorgen hierher geführt haben.

Ich kann gut verstehen, dass Du Dich hier im Forum informieren möchtest, ob eine solche OP von Erfolg gekrönt wäre, bevor Du Deinem Miki die aufwändige OP (und Dir nicht zuletzt die sehr hohen Kosten) zumutest. Ich hoffe, dass Du hier noch ein paar hilfreiche Antworten bekommst. Wäre eine zweite Arztmeinung vieleicht noch eine Möglichkeit für Dich?

Alles Gute für dich und Deinen Miki, ich hoffe, dass ihm geholfen werden kann.

Ganz liebe Grüße
Gaby
 
MinjaundJimmy

MinjaundJimmy

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Das ist ein trauriger Anlass der dich hierher führt :-(
Ich kann mit Erfahrung nicht dienen, Gott sei Dank.

Laut Arzt ist die Lebenserwartung zwischen 18 Monate und 3 Jahre.
Trotz OP und Bestrahlung?

Welche Symptome hat er denn, die mit den Medis unterdrückt werden?
Hast du das Gefühl er leidet jetzt schon?

Falls du es noch nicht getan hast, eine Zweitmeinung würde ich auf jeden Fall einholen, da schließe ich mich Gaby an...
Ich wünsche dir viel Kraft für diese schwere Zeit...

LG Jo
 
xioni

xioni

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Liebe Yolanda,

es tut mir sehr leid, dass dein Miki so krank ist.
Ich hoffe, hier antworten dir noch Mitglieder mit Erfahrung dieser Erkrankung.
Wie hoch sind denn die Erfolgsaussichten der OP laut LMU?

Ich würde mir an deiner Stelle auch eine zweite Meinung einholen. Das Forenmitglied Kleine Wölfin hatte neulich die Praxis Wendlberger empfohlen.
Oder je nach deinem Wohnort, eine der anderen Tierkliniken? DIe Befunde kannst du ja mitnehmen, von daher sollten da keine großen Kosten entstehen.
 
Nula

Nula

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Hallo
Mir tut das so leid.
Auch das du da dich bis jetzt nicht drüber austauschen kannst.
Ich habe da nur beim Menschen Erfahrung.
Aber das ist ja leider nicht das was du suchst.

LG
Nula
 
Harlith

Harlith

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Hei Minja Ich hab dazu was online gefunden:

Behandlung (von felinen und caninen Melingeomen)
Bei Meningeomen gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten. Eine palliative (untertützende) Therapie kann mittels Steroiden zur Behandlung des Gehirnoedems und in akuten Fällen mit Mannitol und mit Antiepileptika bei Tieren mit epileptischen Anfällen behandelt werden. Dabei wird nicht spezifisch behandelt und die Überlebenszeit ist in der Regel kurz (wenige Monate).

Eine wirksame, spezifische Therapie bedingt bei Meningeomen in der Regel eine chirurgische Entfernung oder eine Strahlentherapie. Diese können auch in Kombination eingesetzt werden. Da Meningeome bei Katzen in der Regel gut abgegrenzt sind und das Gehirngewebe nicht infiltrieren, ist die chirurgische Entfernung nach Eröffnung der Schädeldecke die Methode der Wahl, wenn die Neoplasie an einem zugänglichen Ort im Bereich des Schädels liegt. Katzen mit Meningeomen im Bereich der hinteren Schädelgrube haben eine schlechtere Prognose und die Risiken von intraoperativen Komplikationen sind höher. In einer aktuellen Studie zeigten Katzen mit erfolgreicher chirurgischer Entfernung Überlebenszeiten von über 3 Jahren. Intraoperative Komplikationen sind bei geeigneter Stelle gering und betrugen in dieser Studie 6%. Die Chance eines erneuten Wachstums des Meningeoms ist je nach Studie sehr variabel und liegt zwischen 8-39%. Da in der Regel nicht alle Tumorzellen entfernt werden, muss von einem erneuten Wachstum ausgegangen werden.

Die chirurgische Entfernung bei Meningeomen bei Hunden zeigt unterschiedliche Resultate und steht im Zusammenhang mit dem histologischen Grad des Tumors. Bei invasiven Meningeomen erscheint die Strahlentherapie das Mittel der Wahl. Eine Kombination von chirurgischer Dekompression mit anschliessender Bestrahlung zeigt Überlebenszeiten von durchschnittlich 18 Monaten. Beim Hund bestehen weiterhin Unklarheiten, bei welcher Methode es sich um die Behandlung der Wahl handelt. Je nach Studie werden ähnliche mittlere Überlebenszeiten von 1.5 Jahren mit Chirurgie, Strahlentherapie oder einer Kombination dieser beiden berichtet. Bei Tumoren, die chirurgisch nicht erreichbar sind, ist die Strahlentherapie das Mittel der Wahl.

Eine chemotherapeutische Behandlung von Meningeomen ist möglich, jedoch bestehen Unklarheiten über die Medikamente der Wahl. Hydroxyurea, Lomustine und Nitrosylcobalamin werden als mögliche Optionen beschrieben, wobei sie meist in Kombination mit Chirurgie oder Strahlentherapie eingesetzt wurden. Eine rein medikamentelle Therapie erscheint aktuell weniger effizient zu sein als die Behandlung mittels Strahlentherapie und/oder Chirurgie. Klare Richtlinien zur Behandlung von caninen und felinen Meningeomen bestehen weiterhin nicht.
Also palliativ wenige Monate bis hin zur invasiven chirurgischen Behandlung von bis zu 3+ Jahren.
Ich kenn mich nicht so mit den (OP) Versicherungen für Katzen aus, aber ab wann/ welchem Zeitpunkt nach dem Abschluss greifen die im Normalfall?
 
123maus

123maus

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Hallo,

ich setze mal voraus, daß die Diagnose entsprechend gestützt ist. Krebs ändert sich leider nicht durch Meinungen, sondern wird durch Fakten fest gestellt.
Zu der Frage ob OP oder nicht, stelle Dir nur vor, diese Diagnose würde zu Deinem Kind / Deiner Lieblingsschwester o.Ä. gestellt und DU alleine hast die Behandlungsvollmacht.

Ich würde die Frage nun auch zweiteilen
A) OP ja/nein
und
B) Bestrahlung ja/nein

Zu der mögliche Restlebenszeit mal etwas allgemeines;
Jeder Patient reagiert anders,
mein Vater hat Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskopfkarzinom) mit einer Lebenserwartung nach Whipple OP (9.1.2001) , von 22 Monaten.
Er sah jeden "gewonnenen" Tag als Positiv, hat aber die empfohlene Chemo abgelehnt.
Nun nach fast 19 Jahren erfreut er sich immer noch an jedem Tag und besonders daran, daß ich ihn damals zur OP geraten habe.

Ich habe grade (9.8.19 - 03:15 Uhr) meine alte Dame "verloren".
Seit Ostern war sie am sterben, ich bin dann mit ihr bis zu ihrem Tod (sie ist friedlich in meinen Armen eingeschlafen) mit dem Wohnmobil durch Deuland gefahren.
Meist stand sie moderat unter Morphium, die letzten 2 Wochen lebte sie mit Sauerstoffgerät, aber sie war auf jedem neuen Stellplatz glücklich auf dem Gras in der Sonne und hatte eine Lebensfreude für 3 gezeigt (auch wenn sie schon gut 2 1/2 Liter Gewebewasser mit sich schleppte).

War das jetzt eine Quälerei (ich kann auch noch Bilder einstellen), oder hat sie noch schöne 3 Monate erleben dürfen, für die der Aufwand berechtigt war ?

Ich denke, wenn Du Deine Katze liebst, ist jede lebenswerte Verlängerung gerechtfertigt.

LG Josi
 
MinjaundJimmy

MinjaundJimmy

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Das ist ja keine so gute Prognose trotz der ganzen Maßnahmen die man ergreifen könnte :-(
Ich denke der Egoismus muss in so einem Fall weit hinten anstehen, ob man seinem Tier diese ganzen Strapazen zumuten will...
Ich hatte einen Hund mit bösartigem Tumor, er durfte gehen als ich merkte es war an der Zeit. Aber er war schon recht alt...
Ohne das ich jetzt in deiner schlimmen Situation stecke, so wie es sich jetzt hier dar stellt, würde ich ihn palliativ betreuen, solange er noch ein lebenswertes Leben hat.

OP Versicherung greift glaub nicht, wenn man sie erst abschließt bei schon bekannter Erkrankung...
 
xioni

xioni

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..ich setze mal voraus, daß die Diagnose entsprechend gestützt ist. Krebs ändert sich leider nicht durch Meinungen, sondern wird durch Fakten fest gestellt.
Die Frage ist nur immer, wie gesichert die Diagnose Krebs ist und was als Behandlung empfohlen wird:
-bei meiner Schwester wurde in jungen Jahren Krebs diagnostiziert, sie hatte dann eine schwere OP mit hohen Risiko einer Nervenverletzung......und es war NIX
-bei meinem Vater wurde Krebs von mehreren Ärzten und Kliniken ausgeschlossen, er ließ sich trotzdem operieren - es war ein bösartiger Tumor
Nur die Diagnose beim Hund meiner Schwester ( Lyphdrüsenkrebs, gesichert durch Biopsie) stimmte. Da haben wir ihm die letzten Wochen mit allen möglichen und unmöglichen Medikamenten dank einer sehr guten TÄ so angenehm wie möglich gemacht.

Die Kosten für die OP und die Bestrahlung sind sehr hoch und Yolanda schrieb, dass sie einen Kredit aufnehmen müsste....
In so einem Fall würde ich einfach eine weitere Meinung wollen, wie gut die Chancen wirklich stehen für Miki.
 
Hiyanha

Hiyanha

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Ich würde die Frage nun auch zweiteilen
A) OP ja/nein
und
B) Bestrahlung ja/nein
Ich würde die Frage sogar dreiteilen:
C) Wie werde ich mit dem Tod der Katze umgehen können, wenn ich es nicht versucht habe?

Klar steht hier ganz deutlich das im Vordergrund, was für die Fellnase das Beste ist - aber Du bist ja auch noch da. Und für Dich wird es definitiv ein "danach" geben, egal, wie Deine Entscheidung ausfällt.
Bist Du der Typ Mensch, der sich ewig Vorwürfe macht, wenn Du jetzt mit einem "Nein" entscheidest, oder kannst Du eine einmal getroffene Entscheidung auch im Nachhinein noch akzeptieren und Deinen Frieden damit machen?

Ich selber habe so eine Entscheidung bisher zum Glück noch nie treffen müssen, aber ich kenne Menschen, die sich im Nachhinein jahrelang mit ihrer Entscheidung gequält haben und mit dem Tod ihres Tieres nicht fertig wurden. :?
Diesen Aspekt solltest Du vielleicht nicht ganz aussenvor lassen.

Ich wünsche Deiner Mietze und Dir ganz, ganz viel Kraft für die kommende Zeit. ::knuddel
 
Barbarossa

Barbarossa

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Hallo JGS,

als bei meiner Maxi 2014 ein Adenokarzinom in den Nasennebenhöhlen diagnostiziert wurde, musste ich mich auch mit der Frage - Was ist vertretbar, was nicht? - auseinander setzen.

Wir waren in der TK Hofheim, die bekannt für ihre moderne Onkologie ist. Eine OP kam nicht in Frage. Maxi hätte anschließend praktisch kein Gesicht mehr gehabt. Bestrahlung wäre möglich gewesen, aber zur verlängerten Lebenserwartung konnte die Klinik aufgrund fehlenden Monitorings nur schwammige Aussagen treffen: Es könnten Wochen sein, vllt. auch 12 Monate. Dann vllt. erneute Bestrahlung. Aber das waren alles ungesicherte Aussagen. Was gesichert war, die Infos zu den möglichen gravierenden Nebenwirkungen. In Erinnerung geblieben sind mir Verbrennungen im Gesicht, Verlust des Augenlichts, Verlust des Geruchs- und Geschmacksinnes. Der Verlust der Sinne trifft ein Tier sicher noch viel härter als uns Menschen. Tiere müssen sich nicht bis zum Letzten quälen. Tiere dürfen zum Glück gehen. Dafür habe ich mich sehr schweren Herzens, aber in Maxis Sinn letztlich entschieden.

Ich wünsche dir, dass du die richtige Entscheidung für deinen Miki treffen kannst.
 
KleineWölfin

KleineWölfin

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Moin Yolanda,
zu allererst mein absolutes Mitgefühl für Deine Situation. Ich war vor einem halben Jahr in einer etwas vergleichbaren Lage und bin über Wochen nur im Sechseck gesprungen.

Prinz Peter, damals gerade dabei, als Streunerchen unser Haus für sich zu entdecken, bekam bei einer geplanten Zahnbehandlung die Diagnose Zungengrundkrebs mit Aufforderung, ihn direkt einschläfern zu lassen. Eine weitere TÄ bestätigte die Diagnose. Ich veranlasste eine Biopsie, nach langen Tagen ohne ausreichend Schmerbehandlung bekamen wir die Bestätigung "kein Krebs",jetzt endlich auch passable Medis und später die OP zur Behandlung der Wucherungen.

Meine Zweifel an den ersten Diagnosen wurden unterstützt durch einen Superarzt der Praxis Wendlberger in München (Strahlentherapie), Kontakt über Mail und Telefon. Ohne dessen engagiert und begründet vorgetragene Zweitmeinung wär Peter womöglich nicht mehr am Leben. Für eine Tumorbehandlung hätte ich eine ähnliche Summe wie Du auf den Tisch legen müssen; da es dann ja doch keine bösartige Wucherung war, hab ich summa summarum "nur" ca. 2.300 € bezahlt.

Ob ich 7000 € plus 800 km Anfahrt nach München hätte organisieren können, wage ich zu bezweifeln. Strahlentherapie ist hier im Norden nicht zu haben, es wäre im Fall eines bösartigen Tumors vermutlich auf Palliativ-Medizin hinausgelaufen, wobei es extrem schwer geworden wäre, hier die nötigen Morphine zu bekommen. Hätte ich nahe München gewohnt, hätte ich aber wahrscheinlich versucht, um den Preis zu verhandeln.

In Deinem Fall ist das Gehirn betroffen. Barbarossa hat es auch schon angedeutet ... da kann es je nach Tumorlage zu verschiedenen Ausfällen kommen. An Deiner Stelle würde ich die Diagnoseunterlagen mit der Münchner Praxis besprechen; die geben sehr offen, ehrlich, herzlich und absolut bezahlbar Auskunft über ihre Sicht der Risiken. Keine Ärzte, die einen Tierhalter als Goldesel melken wollen. Und ich denke, sie können Dir auch einen Vorschlag zur Palliativ-Behandlung machen.

Ich wünsch Dir, dass Du einen quallosen Weg durch die nächsten Wochen findest. Bitte erzähl doch bei Gelegenheit, wie Mikis Geschichte weitergeht 😽
 
Harlith

Harlith

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Ich würde die Frage sogar dreiteilen:
C) Wie werde ich mit dem Tod der Katze umgehen können, wenn ich es nicht versucht habe?
Ich glaube aus dieser Erweiterung ergeben sich noch mehr Gedanken:
Wie gehe ich mit dem Tod wenn die Versuche fehlschlagen?
Wie gehe ich mit den Folgen des Kampfes um das Katzenleben um, insbesondere wenn die geliebte Fellnase aufgrund von OP und/oder Bestrahlung Fähigkeiten und Verhaltensweisen verliert, vielleicht sogar eine Wesensänderung durchmacht.
Mein Bruder starb trotz OP und Chemo innerhalb von anderthalb Jahren an einem zufällig entdeckten Hirntumor. Nach der ersten OP und dann auch mit den folgenden Chemos hat er immer mehr von seiner Persönlichkeit verloren, was ihm Gottseidank nicht auffiel aber allen anderen drumherum, neben dem Verlust seiner anderen Fähigkeiten im Werken und Alltagsagieren.
Aber auch: Wie gehe ich, im Falle der Entscheidung für eine Palliativbehandlung, mit dem Sterbeprozess selbst um?

Verzeih mir liebe Yolanda, dass ich hier eher sachlich klingen mag.
Das hat eher was damit zu tun, dass ich selbst noch nicht ganz über einen Kater hinweg bin.
Ich wünsche dir, egal für was du dich entscheiden wirst, ganz viel Kraft,
Harle
 
Julchen94

Julchen94

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Ich klinge jetzt trotz riesengroßem Katzenherz auch mal ganz sachlich.
Wäre es meine Katze würde ich die ihr verbleibende Zeit so schön wie möglich gestalten und damit wäre es gut.
Der OP und nachfolgender Strahlentherapie mit ungewissem Ausgang würde ich sie definitiv nicht aussetzen, so schwer das auch alles ist.
Ich wünsche Dir viel Kraft für die richtige Entscheidung.
 

Pat

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Ich teile darin voll und ganz die Meinung von Julchen!

Wir hatten vor 5 Jahren einen Kater mit Zungengrund Tumor. Als uns der TA alle Möglichkeiten und auch die möglichen dann folgenden Auswirkungen erklärt hat, da haben wir uns entschlossen unseren Moritz ohne weitere Qualen und Schmerzen friedlich einschlafen zu lassen.
Wir haben ihn daher erlöst und über die Regenbogenbrücke gehen lassen.
Mein Herz sagt auch heute noch oft "hättest du nicht doch noch ….", aber mein Kopf "erklärt" mir dann ganz sachlich die nüchternen Tatsachen und ich kann dann immer wieder neu meinen Frieden mit der damaligen Entscheidung machen.

Moritz war zu der Zeit auch ungefähr in dem Alter, in dem dein Miki jetzt ist.
 
Tatjana462

Tatjana462

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Ich teile ebenso die Meinungen von Julchen und Pat. Der Unterschied zwischen nahestehenden Menschen, der hier schon erwähnt wurde, ist folgender: Die betreffenden Menschen wissen, was auf sie zukommt und entscheiden sich selber bewusst, ob sie das alles auf sich nehmen wollen oder nicht.
Das kann man einem Tier nicht vermitteln. Es weiß nicht, warum es solchen Torturen ausgesetzt wird. Nicht nur die Folgen der OP werden für die Katzimaus sehr belastend sein, auch die Chemo wird sehr verschieden vertragen. Manche erbrechen sich ständig danach. Das bedeutet, Deine Maus hat lange Zeit mit Sicherheit kaum Lebensqualität. Und wenn dies alles überstanden ist - was sehr lange dauern kann - weiß man nicht, ob der Tumor nicht bereits gestreut hat und wiederkommt. Dann würde alles von vorn beginnen.

Meine Mutti hatte Krebs und hat sich bewusst gegen eine OP entscheiden. Als ich es erfuhr, war es leider zu spät. Ich konnte sie noch ein Jahr bei mir aufnehmen mit der Gewissheit, sie wird gehen. Meine Schwester hat sich operieren lassen und ist trotzdem nach ca. einem Jahr verstorben. Die Folgen der OP waren aber sehr belastend. Ihr Arm war dick geschwollen, weil auch die Lymphknoten mit entfernt wurden. Es gibt also keine Gewissheit, wie es mit OP ausgeht. Das gebe ich zu bedenken.
Der OP und nachfolgender Strahlentherapie mit ungewissem Ausgang würde ich sie definitiv nicht aussetzen, so schwer das auch alles ist.
Ich wünsche Dir viel Kraft für die richtige Entscheidung.
Deshalb kann ich mich diesen 2 Sätzen nur uneingeschränkt anschließen.
Alles Liebe und viel Kraft, das wünsche ich ebenfalls. Mach es Deinem Miki noch so schön wie möglich - auch wenn es für Dich sehr schwer sein wird. :herz::herz::herz:
 
MinjaundJimmy

MinjaundJimmy

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