HILFE!!! Oxalatsteine, ich bin überfordert :-(

Diskutiere HILFE!!! Oxalatsteine, ich bin überfordert :-( im Harnwegserkrankung Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo zusammen! ::w Ich hoffe, ich bekomme jetzt ordentlich zusammenhängende Sätze zusammen, momentan bin ich ein wenig durch den Wind... Also...

Nisi3010

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Hallo zusammen! ::w
Ich hoffe, ich bekomme jetzt ordentlich zusammenhängende Sätze zusammen, momentan bin ich ein wenig durch den Wind...

Also: Vor kurzem hatte Balou eine Blasenentzündung, die aber (auch) nur durch Zufall aufgefallen ist (häufiges Benutzen des KaKlo). Es ging und geht ihm auch heute nicht (sichtbar) schlecht, er frisst, trinkt, spielt wie immer etc. Er hat auch keine (sichtbaren oder hörbaren) Probleme beim Wasser lassen.
Nur dadurch, dass ich weiterhin kleinere und mehrere "Böller" im Klo gefunden habe, hatte ich den Verdacht, dass es noch nicht ausgestanden ist. Das hat mir auch gestern meine TÄ bestätigt. Er bekommt nun
1x täglich Metacam und Ibaflin 3% Gel. Ich hatte aber darauf bestanden, dass von der Urinprobe noch ein Sediment (?) gemacht wird, da mir beim "Aufsammeln" der Urin trüb vorkam und ich kleine Kristalle gesehen hatte.
Vor einer halben Stunde kam dann der Anruf, dass man Oxalat-Steine gefunden hat. Der PH-Wert liegt wohl bei ca. 5.
Nun soll ich morgen (ohne Balou) nochmal hin, damit sie mir ein Medikament mitgibt, dass die Steine auflösen soll?! Spezialfutter kann ich wohl nicht geben, da Vinnie es nicht haben darf und die beiden ja den ganzen Tag Futter stehen haben...
Nun zu meinen Fragen:
1. gibt es irgendwelche besonderen Fragen o.ä., was ich morgen mit der TÄ besprechen sollte?
2. Ich weiß durch stilles mitlesen hier, dass ich kein TroFu mehr füttern sollte, dazu habe ich auch schon im Futter-Thread geschrieben. Nun das Problem: NaFu ist soo "Bäh", das fressen wir mal überhaupt nicht, lieber hungern wir tagelang... Ich fand die Idee mit dem "kalten Entzug" gar nicht so schlecht, aber ich bin 12 Stunden am Tag aus dem Haus, ich kann sie doch nicht so lange ohne Futter lassen??
3. Was füttern? Momentan geht - wenn überhaupt mal - nur Shesir, aber da sind ja kaum Inhaltsstoffe drin. Alles was Pastete o.ä. ist, wird völlig ignoriert. Und da ich ja wegen Vinnie kein Spezialfutter geben kann, gibt es Alternativen?
4. Nachdem ich mich nun ein wenig eingelesen habe, hab ich gesehen, dass es Oxalat-Steine und -Kristalle gibt. Was von beidem Balou hat, weiß ich gar ncicht, werde ich morgen klären. Ist da ein großer Unterschied?

Ich werde mich morgen nochmal melden, wenn ich bei der TÄ war. Im Moment fühle ich mich etwas überfordert mit allem, daher hoffe ich ein wenig auf Erfahrungsberichte von Leidensgenossen?!

Für jeden Rat bzw. jede Hilfe bin ich sehr dankbar!!

unsichere Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
24.06.2010
#1

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Gast

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.

Elmo

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Hallo,

also hmm - auflösen kann man Oxalatsteine aber meines Wissens nach nicht - ich gebe aber zu, dass ich da schon lange nicht mehr drüber nachgedacht habe (ich hatte noch keine Katze mit Steinleiden) und die Zeit, in der ich mich mal so zum Spass durch die Literatur zum Thema gelesen habe ich ist schon etwas her - vielleicht hat sich seither ja etwas getan.

Und sonst - wie du richtig erkannt hast, ist es am wichtigsten, dass ausreichend Flüssigkeit in die Katze kommt.
Wenn dein Kater nur Trockenfutter frisst, dann solltest du vor allem kein Futter nehmen, das gut gegen Struvit ist - ich bin mir nicht sicher, ob es immer noch Futtersorten gibt die den ph senken um Struvit troz mangelhafter Hydrierung zu verhindern, aber nimm bitte keines davon.

Dein Kater mag kein Nassfutter? Mag er auch kein Rohfutter? Wenn doch, dann stell ihn darauf um und wenn nein, dann lies dir einmal auf dieser Seite die Tipps zur Futterumstellung durch:

http://www.savannahcats.de/katzenernaehrung.html

Ich persönlich denke heute, dass es bei jeder Futterumstellung die "Gewöhnung an feste Zeiten" das A und O ist, bzw. nicht unbedingt das Gewöhnen an feste, sondern das gewöhnen an kurze Futterzeiten.
Von daher würde ich auch bei deinem Kater so vorgehen. Lass es (noch) bei dem Futter das er mag und kennt, aber reduziere die Zeit in der es zur Verfügung steht immer weiter, bis du letzten Endes bei drei (oder vier - ich weiss ja nicht was für dich erstrebenswert ist) festen Mahlzeiten täglich bist während der das Futter nicht länger als höchstens 5-10 Minuten stehen bleibt und dann verschwindet.

Rück die Reste nicht später wieder raus, sondern erst zur nächsten Futterzeit - egal obs Gequengel gibt oder nicht. Wenn du Angst hast "schwach" zu werden stell dir einen Wecker als Zeichen, dass du füttern möchtest und füttere nicht früher.

Wenn das geklärt ist, dann kannst du entweder beginnen langsam Nassfutter unter das Trockenfutter zu mischen oder - wenn dein Kater das nicht mag, das Nassfutter langsam anzufeuchten. Erst nur ein wenig mit einer Wasserspritze, und dann immer einen Sprüher mehr, von Tag zu Tag. Das Trockenfutter das ich verfüttere wird hier vorher mit der dreifachen Menge an Wasser übergossen und quellen gelassen bevor es verfüttert wird.

Dein Ziel sollte sein ein Futter zu verfüttern, das mindestens zu 70-75% aus Wasser besteht.

Zusätzlich kannst du Brühe und/oder Ziegenmilch anbieten.

Und du solltest kritisch überlegen, ob der Kater übergewichtig ist, wenn ja, dann wäre es günstig, wenn er auf sein "Normalgewicht" abspeckt. Zudem ists wichtig, dass er nicht zu lange am Stück schläft, sondern immer wieder Wachphasen hat in denen er spielt und so.

Ich denke, das wird schon werden, du hast das ja anscheinend ausreichend früh bemerkt, bevor sich richtige Steine bilden konnten.

Liebe Grüße
Andrea
 

kimi666

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Oxalatsteine lösen sich eigt nur sehr schwer. Und langsam vor allem.

Tw kann man die Steine, wenn sie nciht zu groß sind, über einen Katheter ablassen, bzw ausspülen.

Sonst hilft oftmals nur eine OP.


Warte erstmal morgen ab.
 
mortikater

mortikater

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Oxalatsteine werden sie nicht gefunden haben, die passen nicht durch die Harnröhre, das sind Kristalle. Ob tatsächlich Steine in der Blase sind, könnte man man ehesten mit einem Blasenschall feststellen.

Den wüde ich auch machen, denn wenn es Steine sind, ist eine OP fast unumgänglich.

Diiätfutter wie RC s/o (gegen Struvit und Oxalat) sind meiner Meinung nach - seitdem ich mich mit dem Thema beschäftige habe ich auch bei vielen Tierbesitzern gelesen, daß das nichts brachte, nicht ausreichend als Therapie.

Der saure PH-Wert, den Ihr habt, müßte alkalischer werden. Oxalat bildet sich übewiegend im sauren Milieu.

Eine Möglichkeit zur Alkalisierung ist

Kaliumcitrat + Vitamin B 6. Leider den meisten Tierärzten nicht bekannt.

Es wichtig, den PH-Wert in einen normalen Bereich zu bringen, weil sich sonst immer wieder neue Oxalate bilden.

Ich setze Dir mal einen Link auf einen Thread, wo die Forine, diese Therapie auf dem Laborbefund fand, der TA kein Wort davon weitergegeben hatte.

https://www.katzen-links.de/katzenforum2/showthread.php?t=143587

Mein Kater hat Oxalatkristalle mit Blut im Urin seit neun Monaten. Den PH-Wert haben wir dauerhaft wieder in den normalen Bereich bekommen (war auch unter 5) mit Kaliumcitrat und Vitamin B6. Mein Kater hat aber außerdem eine fortgeschrittene CNI, also eine Sonderproblematik. Er scheidet Kristalle aus, aber es bilden sich neue - bisher. Schlimmer geworden ist es allerdings auch nicht, Steine hat er nicht.

Die Urohydropropulsion, die Kimi ansprach (Blasenspülung) ist nicht ohne Risiko. Mein TA hat mir abgeraten. Es können Steine in der Harnröhre stecken bleiben.

Wofür bekommt er nun eigentlich Metacam? Ein Schmerzmittel bei Oxalatkristallen?
 
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Nisi3010

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Mist, ich bekomm das mit den Zitaten nicht hin :-(

@Andrea: ich gehe morgens um halb acht aus dem Haus und bin abends meist vor 19 Uhr nicht zu Hause. Ist diese Zeitspanne nicht zu lang um die zwei ohne Futter zu lassen? Das war bisher der einzige Grund, warum ich keine Fütterungszeiten eingeführt habe, sondern immer Futter stehen hatte...
Übergewicht hat er zum Glück nicht, mit 6 kg liegt er für einen BKH völlig im Rahmen.
Das mit dem Trinken ist zum Glück kein Problem, er trinkt recht gut und sobald ich daheim bin mache ich ihm immer die Dusche oder den Wasserhahn an, dafür lässt er alles stehen :-)
Das mit dem NaFu wird das größte Problem werden, aber ich werde es auf jeden Fall mal mit dem anfeuchten des TroFu versuchen für den Anfang.

@Petra: Danke für deine Infos, ich werd mir das jetzt direkt mal ansehen und mir noch einige Fragen für morgen notieren.
Ach ja, das Metacam bekommt er wegen der Blasenentzündung, die er außerdem noch hat.


Ansonsten werde ich mal abwarten, was die TÄ mir morgen sagt und dann werden wir weiter sehen. Bestimmt werde ich noch die ein oder andere Hilfe benötigen, ich bin in dem Bereich ja absoluter Neuling...

Vielen Dank schonmal an euch alle für die schnellen Antworten!!
 
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sungrazer1209

sungrazer1209

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Oxalatkristalle bzw. Steine lösen sich leider nicht auf.
Wie Petra schon geschrieben hat, wird er im Urin Kristalle haben. Steine sind nur durch einen Basenschall erkennbar.

Mein Kater hatte Oxalatsteine und die konnten nur durch eine Blasenöffnung entfernt werden.
Er hat vorher auch nur Trockenfutter bekommen. Das ist häufig das Problem. ich habe es vorher auch nicht besser gewusst.
Ich habe ihn komplett auf Nassfutter umgestellt. Das war nicht einfach, aber es zeigt seit 1,5 Jahren Erfolg. Wie oben schon beschrieben, sind feste Fütterungszeiten wichtig. Ich denke schon, dass Du Deine Katzen morgens Füttern kannst, dann abends, wenn Du nach Hause kommst und abends, bevor Du zu Bett gehst. Versuche eine Sorte zu finden, die er mag. Bei uns waren es gefühlte 100 bevor die richtige dabei war :wink: Darauf kannst du aufbauen und mit anderen Sorten mischen. Wenn Du konsequent bist, müßte das funktionieren.
Ich drück Dir die Daumen.
 

Nisi3010

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zurück vom TA

So, ich bin nun zurück, aber nicht viel schlauer als vorher...
Die Therapie sieht nun wie folgt aus: 10 Tage Antibiotika (Ibaflin 3%) und Metacam wegen der noch vorhandenen Blasenentzündung.
Zusätzlich tägl. 1 1/2 Tabletten Canosan wegen der Oxalatkristalle.
Futter habe ich auch bekommen: RC Sensitivity (Trocken und Nass) und Urinary-NaFu. Beide Futtersorten dürfen angeblich beider Kater fressen...
In drei bis vier Wochen soll Balou geröntgt werden um zu sehen, ob Steine vorhanden sind und es wird eine erneute Urinprobe untersucht.
Auf meine Fragen habe ich keine zufriedenstellenden Antworten bekommen. Die TÄ bestätigte mir zwar, dass es besser sei, Nassfutter zu geben, sagte aber gleichzeitig, dass es schwierig ist, sie nach den jahren umzustellen und ich es daher bei dem TroFu belassen sollte...
Laut Aussage der TÄ spielt der PH-Wert des Urins überhaupt keine Rolle für die Bildung von Oxalatkristallen, hier "spielen ganz viele Faktoren eine Rolle, vor allem das Futter"?!
Tja, nun steh ich hier und bin genauso schlau wie vorher, habe Futter, das vermutlich nicht das richtige ist und zwei Kater, die die Welt nicht mehr verstehen, weil kein Futter mehr da steht und sie ihr geliebtes TroFu heute nicht bekommen haben (gerade nur ein ganz bisschen von dem RC wegen meinem schlechten Gewissen).
Auch das Kaliumcitrat und Vitamin habe ich angesprochen. Hält sie für überflüssig.
Und jetzt??? Ich bin echt am verzweifeln, ich möchte nur, dass es meinen Tieren gut geht...
Und gleich muss ich ein paar Stunden weg und zum ersten Mal gehe ich, ohne meinen "Babys" ihr geliebtes TroFu hinzustellen :-(
Ich glaube, ich leide viel mehr ;-)
 
mortikater

mortikater

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Die Tierärztin macht es sich einfach.

Es gibt mittlerweile wirklich nachgewiesene Zusammenhänge zwischen Trockenfütterung und Steinerkrankungen.

Natürlich ist das Futter wichtig, aber Naßfutter sollte es schon überwiegend sein.

Die Empfehlung für Kaliumcitrat und Vitamin B6 gibt es auch von der Uni München. Ich suche am Wochenende mal einen Link raus. Es ist schade, daß die Tierärztin das nicht kennt, aber ich hatte es befürchtet.

Wenn der saure PH-Wert nichts mit Oxalat zu tun hat, dann muß man sich schon wundern, daß genau die Katzen mit Oxalatkristallen einen sauren PH-Wert haben. Wie die mit Struvit einen alkalischen.

Ich glaube, bei Oxalat mußt Du zum Einzelkämpfer werden. Es gibt relativ wenig Infos und eine Menge Tierärzte, die nichts kennen außer Diätfutter. Meistens endet es in Blasen-OP und wenn es schlecht läuft Penisamputation.

P.S.

Canosan kenne ich nicht. Ich habe mal gegoogelt.

http://www.canosan.de/Handelsformen.aspx

Was bitte soll ein Ergänzungsfuttermittel gegen Gelenkerkrankungen bei Oxalat ausrichten? Verstehe ich nicht.
 

Cooniebär

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Hallo zusammen,

zur Info wegen canosan:

manche Katzen bilden nach der Kastration weniger oder keine Glukosaminoglykane in der Blase mehr. Dadurch wird die Schleimhaut empfindlicher und leichter von Kristallen gereizt bis hin zu Blutungen. Dagegen hilft Grünlippmuschelextrakt (Hauptbestandteil von canosan).

Meine Pia – seit Jahren Struvit-/Oxalatprophylaxe – bekommt reinen Grünlippmuschelextrakt in etwas Käsepaste *örks*, weil das canosan auf die Dauer doch recht teuer ist, und hatte seitdem nie wieder Blut im Urin (auch kein okkultes per Stick nachweisbar).

Nachgewiesen ist die Wirkung allerdings nur bei kastrierten Kätzinnen, ob kastrierte Kater dieses spezielle Problem Glukosaminoglykan-Mangel überhaupt haben, weiß ich nicht.

Ich empfehle bei Oxalaten Nassfütterung und möglichst Steigerung des Flüssigkeitsumsatzes; das Futter kann etwas pflanzliche Bestandteile/Kohlenhydrate enthalten (macht den Urin alkalischer) und sollte KEIN DL-Methionin enthalten, darauf bitte achten, das säuert an.

LG und alles Gute für Balou,
Petra
 
mortikater

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Danke schön, Petra, das ist sehr interessant!
 

Nisi3010

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Hallo zusammen,

danke für die Antworten. Ich habe nach alldem, was ich gelesen habe, auch die Befürchtung, dass ich da allein durch muss...
Mein erster Gedanke war, sofort zu einem anderen TA zu gehen, aber ehrlich gesagt muntern mich eure Erfahrungen da nicht gerade auf.
Also habe ich den Entschluss gefasst, dass ich vorerst die Umstellung auf Nassfutter an allererste Stelle setze (heute haben sich noch gar nichts gefressen :-() und die Medikamemte gebe. Wenn dann in drei Wochen die Urinprobe und die evtl. Röntgenaufnahme keine Besserung zeigen, werde ich es doch mal woanders versuchen.
Sollte ich denn vielleicht diese Zusatzstoffe (Kaliumcitrat und Vitamin B6) trotzdem geben, auch wenn sie es nicht befürwortet hat?
Und kann ich jedes Nassfutter (hochwertig) geben oder nur bestimmte?
Fragen über Fragen, sorry dafür, aber es folgen bestimmt weitere :-)

Die Canosan-Tabletten bekommt er übrigens tatsächlich zur Stärkung der Blasenwand.

Ich muss mich nur selbst davon überzeugen, dass es jetzt kein Weltuntergang ist und dass ganz viele Katzen mit diesem Leiden (gut und lange) leben... Das ist zur Zeit das Schwerste für mich...
 

Nisi3010

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und noch eine Frage ;-)

Da ich ja seit zwei Tagen und Nächten hauptsächlich damit beschäftigt bin, mich über diese blöden Oxalatkristalle zu informieren, hat sich noch eine Frage ergeben: Sehe ich das richtig, dass es tatsächlich keine Möglichkeit gibt, hier mit Medikamenten was zu erreichen sondern nur über das Futter?
Nicht, dass ich unbedingt darauf bestehe, meinen Kater mit Chemie vollzupumpen - im Gegenteil - nur interessiert es mich einfach mal.
 
mortikater

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Hallo zusammen,

danke für die Antworten. Ich habe nach alldem, was ich gelesen habe, auch die Befürchtung, dass ich da allein durch muss...
Mein erster Gedanke war, sofort zu einem anderen TA zu gehen, aber ehrlich gesagt muntern mich eure Erfahrungen da nicht gerade auf.
Also habe ich den Entschluss gefasst, dass ich vorerst die Umstellung auf Nassfutter an allererste Stelle setze (heute haben sich noch gar nichts gefressen :-() und die Medikamemte gebe. Wenn dann in drei Wochen die Urinprobe und die evtl. Röntgenaufnahme keine Besserung zeigen, werde ich es doch mal woanders versuchen.
Sollte ich denn vielleicht diese Zusatzstoffe (Kaliumcitrat und Vitamin B6) trotzdem geben, auch wenn sie es nicht befürwortet hat?
Und kann ich jedes Nassfutter (hochwertig) geben oder nur bestimmte?
Fragen über Fragen, sorry dafür, aber es folgen bestimmt weitere :-)

Die Canosan-Tabletten bekommt er übrigens tatsächlich zur Stärkung der Blasenwand.

Ich muss mich nur selbst davon überzeugen, dass es jetzt kein Weltuntergang ist und dass ganz viele Katzen mit diesem Leiden (gut und lange) leben... Das ist zur Zeit das Schwerste für mich...
Aber nein, es ist kein Weltuntergang und es gibt schlimmere Krankheiten, das kann man in den Griff kriegen.

Versuch mal mit dem Naßfutter loszulegen und in dem Fall muß es gar nicht so "hochwertig" sein. Die sogenannten "Bäh-Futter", Whiskas und Felix z. B. sind in so einem Fall gar nicht so verkehrt.

Bei einem Menschen würde man Protein reduzieren, also viel Obst, Gemüse und Getreide empfehlen. Das geht bei einer Katze natürlich nicht, aber die Bähfutter haben oft einen kleinen Getreideanteil und das ist in dem Fall gar nicht so verkehrt. Mein Kater hat auf einmal von alleine seine Vorlieben geändert. Das teure Porta wollte er nicht mehr, dafür gerne Felix "so gut wie es aussieht". Manchmal denke ich, die Katzen haben einen Instinkt.

Röntgen ist nicht so sinnvoll. Es Blasenschall wäre die geeignete Untersuchung. Die Blase muß voll sein (!) und dann sieht man beim Ultraschall kleine Teile rumschwimmen, wenn welche da sind.

Viel Trinken ist wichtig. Den Diätfuttern ist, wenn ich mich recht erinnere, auch mehr Salz zugesetzt, damit die Katzen mehr trinken.

Ich suche Dir am Wochenende mal ein paar seriöse Links über die Behandlung mit Kaliumcitrat raus und die würde ich der Tierärztin dann noch mal vorlegen und sie bitten, sich damit auseinander zu setzen. Auf eigene Faust würde ich Kalium nicht geben. Das sollte auch anhand von Blutbildern kontrolliert werden. Das Kalium wird in der Blase gebraucht, um den Urin alkalischer zu machen. Wird es aber nicht (mehr) gebraucht, steigt der Kaliumspeigel im Blut. Bei uns ist das gerade passiert. War aber erfreulich, weil CNI-Katzen eher einen zu niedrigen Kalium-Spiegel haben und weil es eben zeigt, daß das Kalium nicht mehr komplett in der Blase gebraucht wird. So hat es mir mein TA erklärt.

Bei Sandras Kater (Sungrazer) hat es ja auch allein durch die Umstellung auf Naßfutter geklappt.

Laß den Kopf nicht hängen, das wird wieder!
 
mortikater

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Da ich ja seit zwei Tagen und Nächten hauptsächlich damit beschäftigt bin, mich über diese blöden Oxalatkristalle zu informieren, hat sich noch eine Frage ergeben: Sehe ich das richtig, dass es tatsächlich keine Möglichkeit gibt, hier mit Medikamenten was zu erreichen sondern nur über das Futter?
Nicht, dass ich unbedingt darauf bestehe, meinen Kater mit Chemie vollzupumpen - im Gegenteil - nur interessiert es mich einfach mal.
Das ist richtig. Oxalatsteine lösen sich im Gegensatz zu Struvitsteinen nicht auf. Weder durch Futter noch durch irgendwelche Medikamente.

Kristalle können auf natürlichem Weg ausgeschieden werden, wenn sie durch die Harnröhre passen.

Durch geänderte Fütterung verhindert man lediglich eine Neubildung.
 
sungrazer1209

sungrazer1209

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Lass den Kopf nicht hängen, dass bekommst du ganz sicher in den Griff. Mein Tion ist doch ein Paradebeispiel.
Hast du schon mehrere Sorten Nassfutter ausprobiert? Wenn Du eine findest, die ihm schmeckt, dann schaffst Du den Rest auch. Ich habe schon 2 absolute Trockenfutterjunkies umgestellt. Es zerrt an den Nerven, aber es geht.
Du hast Royal Canin sensitiv als Trockenfutter vom TA bekommen? Das hat mein Tion vorher immer bekommen, bis zu seinen Oxalatsteinen :roll:

Was auch noch wichtig ist, ist viel Bewegung. Wenn die Katze viel schläft, bleibt der Urin länger in der Blase. Ich habe unsere Dachterrasse eingenetzt( Petra, Du liest richtig :wink:) , so können die Katzen immer raus. Sie sind wesentlich mobiler.

Das Katzen selber den richtigen Riecher haben beim Futter, kann ich nur bestätigen. Ich habe eine ganze Zeit das Real Nature verfüttert. Tion hat das nie gerne gefressen. Sonst frisst er mittlerweile so ziemlich alles. Darin ist Vitamin C enthalten und das ist nicht gut bei Oxalat.

Verhält der Kater sich so als wenn er Schmerzen hat? Metcam ist ein Schmerzmittel, was ziemlich starke Nebenwirkungen haben kann. Du könntest ihm statt dessen Traumeel geben.
 

Nisi3010

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Nisi3010

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Ich habe schon 2 absolute Trockenfutterjunkies umgestellt. Es zerrt an den Nerven, aber es geht.
Wie hast du das gemacht? Gerade habe ich ihnen etwas von ihrem geliebten TF gegeben, aber mit etwas Wasser. Wird natürlich auch nicht gefressen... NF hab ich so ziemlich alles durch, sie fressen es einfach nicht. Das einzige, was einigermaßen geht, ist Schesir... Aber Balou frisst auch das fast gar nicht... Diese Sache mit dem langsamen anfeuchten des TF find ich nicht schlecht, aber dauert das nicht viel zu lang in diesem Fall? Er soll doch eigentlich das Spezialfutter bekommen?? Oh man, es ist erst ein Tag und ich bin schon am verzweifeln...
 

Elmo

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Hi,

Wie hast du das gemacht? Gerade habe ich ihnen etwas von ihrem geliebten TF gegeben, aber mit etwas Wasser. Wird natürlich auch nicht gefressen....
Versuch einfach daran zu denken, das Trockenfutter nach spätestens 30 Minuten weg zu nehmen. Füttern kann man, auch wenn man so lang weg ist wie du (das Problem hat ja so ziemlich jeder Arbeitnehmer) proclemlos dennoch dreimal, das wurde ja schon erwähnt.

Das ist ein Anfang, die Katzen müssen lernen, dass sie fressen müssen wann immer es kommt. Das ist der erste Schritt. Wenn sie in "freier Wildbahn" ne Maus fangen und die nicht halbwegs zügig auffressen ist die auch bald verschwunden, daher lernen Katzen das recht zügig.

Wenn sie das gelernt haben dann müssen sie als nächstes lernen, dass sie fressen müssen was immer auch kommt. Das bedeuetet, wenn du etwas weg nimmst, das nicht gefressen wurde, dann stell das kurz danach nicht noch einmal hin (auch nicht kurz danach etwas anderes), sondern erst ganz normal zur nächsten Mahlzeit (da aber bitte etwas "essbares" - die Katzen sollen während der Umstellung ja nicht ausgehungert werden). Die nächste Mahlzeit sollte dann aber auch nicht "doppelte" Ration sein, sondern die Menge, die laut "Plan" dran wäre.

Das Trockenfutter würde ich nicht gleich mit Wasser mischen, sondern erst einmal den ersten Punkt "abarbeiten".

Und wenn du dann beim zweiten Punkt bist, dann kannst du entweder anfangen mit der Wasserspritze das Futter anzu"nebeln" für den Anfang oder schauen ob sie dann nicht sogar gleich bereit sind etwas Trockenfutteruntermischung zu ertragen (um da mal "Anfangsmengen" zu verdeutlichen: ich denke, eine Katze braucht pro Mahlzeit etwa 15 g Trockenfutter (so pi mal Daumen). Wenn du da Anfangs noch 1g Nassfutter untermischst, dann ist das ausreichend für den Anfang.

Liebe Grüße
Andrea
 

Nisi3010

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Danke! Ich find es immer wieder super, wie einem hier geholfen wird...

Also, ich habe das Futter vor einer guten halben Stunde weggeräumt, obwohl beide nichts gefressen hatten. Hat mir ja schon ein bisschen weh getan ;-)
Da ich nachher nochmal weg muss, wird es das nächste erst heute Abend gg. 21 Uhr geben, bis dahin sollten sie wohl genug Hunger haben, denke ich.

Dann werde ich es also erstmal bei dem bekannten Futter belassen, da sie das Diätfutter ja nicht anrühren. Vielleicht versuche ich mal ein bisschen davon unterzumischen, obwohl ich ja nach den letzten Beiträgen sowieso nicht mehr davon überzeugt bin, dass es nützlich ist...

Zusätzlich werde ich heute abend dann mal wieder das Schesir "auf den Tisch" bringen, das ist wenigstens nass und wird meist hier gefressen. Evtl. kann man da auch mit der Zeit was untermischen?!

Ich hoffe nur, dass die ganzen Aktionen keine Ewigkeiten dauern, damit Balou bald seine Kristalle los wird bzw. damit es nicht noch schlimmer wird!
 
mortikater

mortikater

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Kannst Du Balou eigentlich mit der Einwegspritze ein bißchen Wasser zusätzlich "eintrichtern"? Läßt er sich so was gefallen?

Das wäre gut, um das Harnvolumen zu steigern.
 
Thema:

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