Hilfe bei Kampfkatze - Verzweiflung macht sich breit.

Diskutiere Hilfe bei Kampfkatze - Verzweiflung macht sich breit. im Katzen-Erziehung Forum im Bereich Katzen allgemein; Unser kleine Katze ist ca. 4 Monate alt, wir haben sie vom Land mitgenommen, wo sie im Freien lebte. Anfangs war sie sehr zutraulich und total...

deralteschwede

Gast
Unser kleine Katze ist ca. 4 Monate alt, wir haben sie vom Land mitgenommen, wo sie im Freien lebte. Anfangs war sie sehr zutraulich und total verschmust. Nachdem wie sie hier bei uns (in der Stadt) erstmal zum Tierarzt gebracht hatten, stellte der ein paar kleine Krankheiten fest, die aber bald geheilt waren.

Nur mit jeden Tag der Besserung wurde unsere Kleine immer wilder, mittlerweile ist es so, daß sie fast den ganzen Tag in der Wohnung nur noch herumtollt (was ja nicht weiter schlimm wäre), und mich und meine Freunding beißt und kratzt, und zwar in einem Ausmaß welches das "normale" Maß eindeutig überschreitet. Sämtliche Erziehungsversuche (nein
sagten, ignorieren) schlugen bis jetzt fehl, im Gegenteil, uns kommt vor ihr Verhalten wird imme brutaler.

Letzte Woche haben wir dann einen kleinen Kater (12 Wochen) dazubekommen, der von einem Hauskatzenwurf kam. Der ist natürlich das genaue Gegenteil, verschmust, zutraulich und die Krallen zieht er bei Menschen (fast) immer ein. Die Reaktion unserer Wildcat war natürlich zunächst einmal Kampf total. Die beiden bekriegen sich jetzt seit knapp einer Woche, es scheint ihr Verhältnis aber besser zu werden.

Das Problem das wir aber auf uns zukommen sehen ist unser Kätzchen, ihre Brutalität und ihr Verhalten hat mittlerweile einen neuen Höhepunkt erreicht, so wurde meine Freundin zB. heute morgen von ihren Krallen ziemlich heftig im Gesicht verletzt, und da hört sich der Spaß für mich irgendwie schon auf (va. weil das Ganze auch sprichwörtlich "ins Auge" hätte gehen können).

Wir versuchen auch unserer Wildcat soviel Zuneigung wie möglich entgegen zu bringen, es ist aber angesichts des schmeichelnden Wesens unseres "neuen" kleinen Katers seehr schwer, und wir haben laufend ein schlechtes Gewissen wenn wir IHN streicheln, weil er sich eben seine Streicheleinheiten abholen will. Aber wie gesagt, sie weicht uns immer aus, und erwidert fast jeden "Streichelversuch" mit Beißen und Einsetzen der Krallen.

Jetzt habe ich ein paar Fragen an alle erfahrenen Katzenbesitzer.

1. Vermißt unsere Wildcat die freie Natur? Sollen wir Sie notfalls bei meinen Eltern unterbringen, wo es auch eine zweite Katze und viel Garten zu erkunden gibt?
2. Wie weit darf der Spieltrieb gehen? Wie kann ich zwischen Spieltrieb und "Störung" unterscheiden?
3. Ist brutales Beißen und Kratzen wirklich nur Spieltrieb, oder streckt da mehr dahinter?
4. Kann sich das Verhalten ändern, oder müßen wir mit noch mehr "Agression" rechnen?
5. Wie kann man unseren Kätzchen beibringen, die Krallen bei Menschen einzuziehen und nicht zu attackieren?


Vielleicht hört sich das Ganze schlimmer an als es ist, aber mir tut unsere kleine Wildcat halt leid wenn Sie vielleicht die Natur vermißt, die wir ihr leider nicht bieten können.

Vielen Dank für gute Tipps und Erfahrungswerte.
 
20.09.2002
#1

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Gast

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Fischkopf

Gast
Hallo deralteschwede!

Wie kommt man denn so weit von Skandinavien weg zu so einem Namen? Witzig!

Also nun zu deinem Problem mit der Wildcat:
Ich hatte selbst auch mal so einen beißwütigen Kater, Louis. Ich glaube, das kam bei ihm daher, daß er mit 7 Wochen bereits von anderen Katzen (Mutter, Geschwister) getrennt wurde, so daß ihm niemand eine Beißhemmung beibringen konnte. Auf die Idee, daß eine 2. Katze helfen könnte, bin ich damals (schon wegen meiner 30 qm Meter Wohnung) nicht gekommen, und später konnte Louis absolut überhaupt keine anderen Katzen mehr ausstehen. Das mit dem Beißen wurde allmählich besser, wir haben feste Toberituale eingeführt (mit einem Topflappen-Handschuh), und auch das Alter machte ihn im Laufe der Jahre ruhiger. Er ist in seinen 12 Lebensjahren nie zu einem freundlichen Kater geworden :twisted: und hat immer gebissen, wenn es ihm plötzlich in den Kopf kam. Er konnte schnurren und gleichzeitig so richtig zubeißen und kratzen. Es wurde besser als wir irgendwann in ein Haus mit Garten umzogen und er sich draußen abreagieren konnte. Er hat lange Streifzüge unternommen und wurde zuhause viel viel ruhiger. Es könnte natürlich auch an seinem Alter gelegen haben (da war er so ca. 9 Jahre). Vielleicht ist deine Katze echt so ein Energiebündel, daß sie die Freiheit braucht. Kannst du das nicht eventuell mal eine Woche oder so ausprobieren? Vielleciht geht es ihr dann beser.
Daß sie mit eurem Kater kämpft, ist übrigens normal. Ich habe 2 Geschwisterkatzen, die besonders zu Anfang total viel getobt haben, allerdings immer ohne sich wehzutun, ich habe nur ein einziges Mal ein leises Quietschen gehört, als Batman Miss Sophie gezielt ins Ohr gebissen hat. Das ist wohl so harmlos, weil es eben Geschwister sind. In diesen Kämpfen lernen die Katzen, nicht doll zuzubeißen und ihre Kraft einzuschätzen. Außerdem leiten sie so viel von ihrer Energie um, weg von uns hin zu ihrenArtgenossen. Meine Katzen beißen nie und kratzen tun sie nur, weil sie ständig mit Milchtritt auf uns rumtippeln und dabei ihre spitzen Krallen ausfahren, die durch jede Jeans gehen (mal davon abgesehen, daß ich zumindest im Sommer keine Jeans trage...).

Vielleicht kannst du deineWildcat mal ein paar Tage "Ferien" im Freien anbieten.

Möglicherweise braucht dann aber euer sanfter Kater wieder einen Spielgefährten, das kannst du haben...

Ich wünsche dir viel Erfolg und noch mehr Antworten hier aus dem Forum!

Viele Grüße aus Dänemark
Martina, Miss Sophie und Batman
 

Mariechen

Registriert seit
25.11.2002
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Auch eine kleine Kampfkatze

Hallo!
Dein Beitrag hat mir aus der Seele gesprochen, weil wir auch eine kleine Kampfkatze haben. Sie beisst und kratzt auch über jede normale Maß hinaus, springt an Beinen hoch, jagd Füße oder haut ins Gesicht. Anfassen ist eigentlich gar nicht möglich, weil sie dann sofort um sich schlägt, kratzt und beißt als wenn man ihr ans Leben wollte. Anfassen ist höchstens gestattet, wenn Lucy Hunger hat.
Ich persönlich glaube, dass die These mit dem zu frühen von der Mutter abnabeln geschadet hat, denn auch Lucy kam eigentlich viel zu früh (5 1/2 Wochen) zu uns. Und ich habe auch manchmal den Eindruck, dass sie mit ihrer Rolle als Katze völlig überfordert ist und eigentlich nicht weiss, was diese ganze Streichelei und Anfasserei zu bedeuten haben soll.
Da Dein Eintrag ja schon ein wenig zurück liegt, würde ich gerne wissen, wie sich Dein kleiner Racker weiter entwickelt hat, ob Du vielleicht eine Lösung gefunden hast oder jetzt gar keinen Besuch mehr bekommst aus Angst vor der kleinen Wildcat :D (bei mir haben die Leute teilweise wirklich Angst).

Ich würde mich jedenfalls über jede Art von Feedback freuen!

Mariechen
 

fredda

Gast
Hallo,
ich wünsche euch viel Erfolg, bei mir gab es einen tragischen Ausgang.
Meine Hatty ist auch einfach immer wieder auf Leute, Beine, Füße und Gesichter los gegangen. Einmal lag ich auf dem Sofa , wollte ein Nickerchen machen, auf einmal hatte ich vier Karallenpaare am Hinterkopf und wurde auch noch gebissen. Ein anderes mal hat sie mir die Krallen übers Auge gezogen, wärend wir beide ruhig auf dem Sofa lagen. Keine Vorwarnung , nichts. Naja, streicheln ließ sie sich aber und so dachten wir da sie noch jung war, will sich sicher noch austoben.
Denkste. Sie ist etwas über ein Jahr nur geworden, sie hatte einen Tumor in der Nähe der Lunge. Das wußten wir allerdings erst an ihrem Todestag, in einer Tierklinik (teurer Tod-260DM) Davor als sie anfing schlscht zu atmen meinte der TA ist eine Bronchitis, sie bekam Spritzen und Medikamente, hat aber natürlich nichts geholfen.
Ich hoffe bei euch legt sich das einfach und es ist wirklich das Alter, mein jetziger Kater war am Anfang auch gerne mal am beißen, kratzen und Füße jagen, aber das hat sich nun nach knapp 2 Jahren gelegt, er schnappt zwar,aber es tut nicht weh und er packt zu läßt aber die Krallen drin wenn er nichts festhalten will.
Viel Glück noch, und Geduld.
Melanie Richter
 

Anonymous

Gast
Kampfkatze Nachtrag

Jetzt haben wir unsere zwei Katzen ja schon länger.... also hier ein kleiner Nachtrag wie sich die Situation weiterentwickelt hat:

Zunächst einmal gleich die positive Meldung: es wurde besser. Die zwei Katzen vertragen sich eigentlich sehr gut, es gibt zwar nach wie vor Raufereien, aber eindeutig spielerische... aber auch mehr als genug gegenseitiges Schmusen.

Unsere "Wildcat" ist zwar noch immer nicht eine Schmusekatze, aber mittlerweile haben sich alle irgendwie arangiert, dh. wir sind bei unserer Wildcat vorsichtiger und lassen sie in Ruhe, streicheln sie nur, wenn sie es zuläßt - damit scheint sie ganz gut zurechtzukommen, und wir auch..

Ich habe gelernt das halt auch Katzen sehr verschiedene Charaktere haben können, und habe kein schlechtes Gewissen mehr, wenn die wildere Katze weniger Aufmerksdamkeit/Schmuseeinheiten bekommt.

Der jüngere, verschmuste entwickelt sich mittlerweile mehr als prächtig und hat schon fast so etwas wie ein Aufmerksamkeitsproblem...
wenn man sich nicht andauernd um ihm kümmert. gibt es extreme Schmuse- und Schnurrattacken (tw. mit Kralleneinsatz)... aber da ist ja jetzt wirklich nicht soo schlimm.

Irgendwie ist es auch schön mit zwei so unterschiedlichen Katzen zusammenzuleben.


:)
 

Laurin

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09.11.2002
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Ein Hilferuf hinterher von mir, ich hab 1 Kater und 1 Katze, mittlerweile knapp 4 Monate alt. Und mit Carrie hab ich auch das Problem, dass sie mich beißt und kratzt. Sie kann auch ne superliebe Schmusekatze sein, wenn wir abends auf der Couch liegen, lässt sie sich kraulen, rennt mir hinterher wie ein Hund etc. Aber vor allem nachmittags, wenn ich heim komme oder am PC sitze, dann springt sie an mir hoch, krallt sich fest, beißt mir in die Zehen. Und das sind Schmerzen, das kann ich euch aber sagen. Meine Beine solltet ihr sehen, okay, mittlerweile hab ich immer ne Decke zum Schutz auf meinen Beinen. Aber kann es das denn sein, gibts denn gar nix, womit ich ihr das Abgewöhnen kann? Runtersetzen hilft nix, weil innerhalb von 2 Sec. hängt sie wieder auf mir, rutscht meist ab und schon hab ich wieder ein paar Schrammen mehr. Cody ist da ganz anders, er klettert auch auf mir rum, aber benutzt nicht so oft die Krallen. Mach ich was falsch, widme ich ihr zu wenig Aufmerksamkeit? Sie sind auch Bauernhofkatzen, hatten wohl nie ne Mami, oder wenn, dann sehr kurz, kamen schon mit 8 Wochen zu mir! Wäre für jede Hilfe echt dankbar...
 
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