Gewichtszunahme trotz Diät

  • Ersteller des Themas Andi.M.
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Andi.M.

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Hallo Zusammen,


ich brauche mal dringend Euren Rat !!!


Ich habe 3 Katzen. Davon kämpft eine schon seit Jahren gegen ihr Übergewicht an.
Phillis ist jetzt jetzt 6 Jahre alt und ein Mix aus Maine-Coon / Orientalisch Kurzhaar.
Alle 3 sind reine Wohnungskatzen.


Phillis wiegt jetzt inzwischen über 8 Kilo.
Seit 3 Jahren "diäten" wir, d.h. mit Spezialfutter
vom Tierarzt, inzwischen sind wir auf "Reduktionsdiät Adipositas von Medica Pet Balance" umgestiegen. Sie erhält genau 100 g Feuchtfutter und genau abgewogen 15 g Royal Canin Satiety Weight Management pro Tag.
In den ersten 2 Jahren hat sie mit dieser Dosierung genau 500g abgenommen (in 2 Jahren wohlgemerkt).

Und nun nimmt sie sogar zu bei dieser Menge !!!


Ich habe sie tierärztlich durchchecken lassen (was nicht gerade einfach ist, da sie total unkooperativ ist und für jede (!) Untersuchung in Narkose gelegt werden muss). Es wurden Tests auf Schilddrüsenunterfunktion, Cushing Syndrom etc. durchgeführt, die alle keine Anhaltspunkte liefern konnten. Eine Röntgenuntersuchung ergab lediglich, dass sie eine ca. 5 cm dicke Fettschicht hat !!!


Nun meine Frage an Euch: Was kann ich noch tun::?::?::????

Ich bin total ratlos. Sie tut mir auch so leid, weil das Einzige, woran sie den ganzen Tag zu denken scheint, ist: fressen, fressen, fressen ...


Liebe Grüße und ich danke Euch schon mal für Eure Hilfe !!!!::w
 

waldi

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oh ja das kenne ich von meiner Daisy, immer nur Fressen, auch wenn es zu den Ohren rauskommt und entspr. ist sie natürlich zu dick:roll:Ich füttere das Metabolica, gibt es als nass und trocken, bekomme ich über meinen TA oder auch im Netz.
Da kann ich beruhigt immer was geben, ohne daß sie zunimmt
Vl. probierst Du das einfach mal aus. Es ist sicher nicht das beste Futter, aber wenigstens platzt Daisy nicht irgendwann::bg
 
MinjaundJimmy

MinjaundJimmy

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Hallo,

bei der "Menge" Futter müsste sie ja eigentlich massiv abgenommen haben...
Und ich glaube gerne, dass sie Hunger hat :|
Was sagen denn die Tierärzte dazu?
Gibt es evtl. auch bei Katzen seltene Erkrankungen/Stoffwechselstörungen?

Warst du immer beim selben TA, oder auch mal in einer großen Tierklinik?

Ich hoffe ihr findet eine Lösung...

LG Jo
 

dreamteam

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Bei dem Trockenfutter schüttel ich mich, wenn ich mir die Inaltsangabe anschaue. Generell ist Trockenfutter sowieso schlecht fürs Abnehmen wegen der Kohlenhydrate, die die Katze meistens dick werden lässt und den Organismus mehr belastet (Katze = Carnivore). Hier fehlt auch noch Fett. Fett ist aber für Katzen ist nicht gleichbedeutend mit Fett für Menschen. Soll heißen, Fett ist für Katzen eine Energiegeber.

Euer Trockenfutter hat sehr viel Kohlenhydrate, viel Protein und wenig Fett. D.h. die Katze hat dadurch viel mit der Verdauung zu tun, wird lahm bewegt sich weniger, weil ihr die Energie fehlt, verbraucht weniger Kalorien. Und bei der Menge an Gesamtmenge an Futter befürchte ich, dass sie ständig Hunger hat, das ist doch grausam.

Was füttert ihr denn für Nassfutter? Leckerchen und sonst gibt's nichts?


Wie sieht es mit Beschäftigung aus? Spielt sie? Verträgt sie sich mit den anderen?
 
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vilma

vilma

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Ich denke auch, du solltest bis auf drei Brösel Trofu pro Tag für die Seele alles Trockene weglassen und unbedingt die Nafu-Menge steigern. 100 g sind wirklich zu wenig und wenn sie damit auch sehr unglücklich wirkt, nimmst du ihr viel Lebensqualität. 250 g vernünftiges Nafu ohne Getreide dürfen es sein, und dann versuch sie mal zum Bewegen zu animieren. Ist sie denn eine große Katze? Bei einem Maine Coon-Mix sind 8 kg zwar viel, aber eigentlich nicht katastrophal. Oder ist sie klein?

Wie groß ist deine Wohnung? Gibt es auch Möglichkeiten, andere Ebenen zu erklimmen, zB über Catwalks? Spielt sie gern?

Ich lasse meine beiden Dreijährigen oft ihr Trofu erjagen, indem ich die Kroketten durch das Haus werfe. Dann rasen sie hinterher und haben viel Spaß. Es wird auch gern aus dem Fummelbrett geholt.
 

Andi.M.

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Hallo Zusammen,

danke für Eure Antworten !!!

Zu Waldi: Metabolic haben wir in den ersten 3 Jahren der Diät gefüttert (20 g zusätzlich zu 1 Schale TroFu). Hat gar keinen Effekt gehabt ...

Zu MinjaundJimmY: Ja, das war ja das Problem. Sie hätte mehr als 500g abnehmen müssen. Sie hat in der Zeit sehr gelitten, geklaut, was sie zwischen die Pfoten bekommen hat - und wenig bis kein Ergfolg ...
Ich habe sie dieses Jahr schon 2 x in Narkose legen lassen. Das 1. mal wurden die "normalen" Blutwerte überprüft (alles ok, glücklicherweise auch kein entwickelter Diabetes)
Das 2. mal habe ich mich vorher etwas schlau gemacht und sie speziell auf Schilddrüsenunterfunktion, Langzeitzucker und Cushing-Syndrom checken lassen - alles ok.
Beide TA sagen ganz lapidar, dass ich offensichtlich nicht genau war mit der Fütterung.
Da ich 3 Katzen habe, bin ich bei der Fütterung dabei und passe penibel auf, dass nicht einer von dem anderen nascht. Zudem habe ich die TroFu-Menge genau abgewogen und Leckerlis sind für
meine ganzen Katzen tabu.

Zu Dreamteam: Das Futter habe ich vom TA. Muss also als Laie davon ausgehen, dass er sich damit auskennt (zweifle jetzt aber). Habe dann das Nassfutter ausgewechselt mit einer Marke vom Freßnapf "Reduktionsdiät Adipositas von Medica Pet Balance".
Du hast vollkommen recht, ich finde es auch grausam, dass sie ständig Hunger hat, sie scheint an nichts anderes mehr zu denken ...
Sie bewegt sich zwar "normal", springt, spielt (hat sie aber noch nie viel gemacht). Ich habe ihr das Naßfutter dann in einen Anti-Schlingnapf getan und das Trofu muss sie sich erarbeiten (Intelligenmzspielzeug für Hunde, hat sie aber nach
spätestens 1 Minute raus) und einem Schnüffelkissen. Mit den anderen verträgt sie sich gut. Mit dem Kater ist sie zusammen aufgewachsen, so wie Geschwister.

Zu Vilma: Also ich würde sagen, sie hat den Körper einer MaineCoon und den Kopf einer orientalisch Kurzhaar.
Meine Katzen haben ein ganzes Haus zur Verfügung. In jedem Zimmer einen Kratzbaum und im Keller ein reines "Spielzimmer". Schlafen tun sie auf meinem Kleiderschrank, wo sie mit Stufen hochspringen müssen.
Bewegung wäre also auch nicht das Problem. Aber ich denke, sie bewegt sich nicht gerne, weil sie so übergewichtig ist und ist so übergewichtig, weil sie sich u.a. nicht soviel bewegt - dumme Situation, ich kann sie doch nicht
auf ein Laufband stecken ....
Was wäre denn ein vernünftiges Nassfutter ohne Getreide, habt Ihr da einen Tipp ???

Letztendlich denke ich, irgendwas stimmt nicht mit ihr. Irgendwas in ihrem Kopf sagt ihr: Fressen, fressen, fressen.
Gestern habe ich von einer Bekannten den Tipp bekommen, sie nochmal auf Giardien untersuchen zu lassen. Hatte sie mal als Baby und wäre damals fast daran gestorben.
Was wäre, wenn so ein Parasit von damals übriggeblieben ist, sie muss ja nicht zwangsläufig Symptome zeigen, oder ???

Hach, ich bin für jeden Tipp dankbar.
Ich weiss ja, dass ihre Lebensqualität nur noch aus Fressen besteht - aber das kann es doch nicht sein ..........
 
vilma

vilma

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Hmm, an Giardien glaube ich nicht. Die verursachen grausigen, stinkenden Durchfall, das ist eher nicht euer Problem, oder?

Um es mal ganz lapidar zu sagen: Die TÄ wissen auch nicht alles. Ich gehe davon aus, dass es auch bei Katzen Stoffwechselerkrankungen gibt, die nicht erforscht oder groß benannt sind.

Du siehst auf jeden Fall, wohin das Diäten euch geführt hat. Nicht essen macht Menschen dick! Offenbar auch deine Katze. :cautious: Gib ihr mehr Nafu (ich bin ein Freund von Catz Finefood, Feringa, Mac's) und reichere es mit etwas Wasser oder laktosefreier Milch an. Das streckt die Menge und schmeckt. Und lasst den Druck und Abnehmgedanken für eine Weile ganz los. Mal sehen, wohin euch das führt. ;)

Übrigens sind 15 g Trofu ziemlich viel für eine übergewichtige Katze, die zum Fettansatz neigt. Lass es am besten weg. Gib ihr morgens und abends zwei, drei Kroketten, das langt.
 

waldi

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das mit dem Metabolic meinte ich eher so, daß Phillis dann wenigstens nicht dauernd Hunger schieben muß, du ihr das geben kannst ohne Angst zu haben daß sie noch mehr zunimmt.
vl. ist es ja tatsächlich eine Stoffwechselstörung? Hier wird das mal beschrieben:

Stoffwechselstörungen bei Katzen

ich kenne die THP nicht, war nur so eines der ersten Ergebnisse die bei google kamen.

Lg
Waldi
 

dreamteam

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Ich weiss ja, dass ihre Lebensqualität nur noch aus Fressen besteht - aber das kann es doch nicht sein ..........
Wenn du Hunger hast, dann hast du nur noch einen Gedanken: (fr)essen!!! Nahrung ist existenziell, da gibt's keine Ablenkung und das hat überhaupt nichts mit Qualität zu tun, sondern mit der Angst zu verhungern, das ist eine ganz andere Ebene. Wenn ich mir anschaue, dass sie das schon Jahre aushalten muss, dann wundert es mich, dass sie überhaupt noch verträglich ist. Ich glaube, dass sich das jetzt so entwickelt hat, eben weil sie ständig hungern muss, da verliert jedes Lebewesen sein gesundes Sättigungsgefühl und frisst einfach nur noch, wenn mal was da ist.

Wäre es meine Katze, würde sie fressen dürfen, mindestens 300 g Nassfutter und mit Wasser gestreckt - und ganz egal ob sie zunimmt. Hast du mal ein Bild von deiner Katze. Kg-Angaben alleine sind nur bedingt aussagefähig, es kommt ja auch auf die Größe und die Statur einer Katze an.

Deiner Katze, die seit Jahren unter Hunger leidet, würde ich ausschließlich Nassfutter füttern. Null Rohfleisch, null Leckerchen, null Trockenfutter (Trockenfutter "errennen" ist nett, aber damit arbeitet keine Katze die Kalorien ab, die TF leider hat). Und gleichzeitig würde ich so viel wie möglich mit ihr spielen, anstrengend für den Menschen, aber am effektivsten, wenn's ums Abnehmen geht.
 
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vilma

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Wenn du Hunger hast, dann hast du nur noch einen Gedanken: (fr)essen!!! Nahrung ist existenziell, da gibt's keine Ablenkung und das hat überhaupt nichts mit Qualität zu tun, sondern mit der Angst zu verhungern, das ist eine ganz andere Ebene. Wenn ich mir anschaue, dass sie das schon Jahre aushalten muss, dann wundert es mich, dass sie überhaupt noch verträglich ist. Ich glaube, dass sich das jetzt so entwickelt hat, eben weil sie ständig hungern muss, da verliert jedes Lebewesen sein gesundes Sättigungsgefühl und frisst einfach nur noch, wenn mal was da ist.

Wäre es meine Katze, würde sie fressen dürfen, mindestens 300 g Nassfutter und mit Wasser gestreckt - und ganz egal ob sie zunimmt. Hast du mal ein Bild von deiner Katze. Kg-Angaben alleine sind nur bedingt aussagefähig, es kommt ja auch auf die Größe und die Statur einer Katze an.

Deiner Katze, die seit Jahren unter Hunger leidet, würde ich ausschließlich Nassfutter füttern. Null Rohfleisch, null Leckerchen, null Trockenfutter (Trockenfutter "errennen" ist nett, aber damit arbeitet keine Katze die Kalorien ab, die TF leider hat). Und gleichzeitig würde ich so viel wie möglich mit ihr spielen, anstrengend für den Menschen, aber am effektivsten, wenn's ums Abnehmen geht.
Na ja, wenn die Katze ungern spielt, stehst du auf verlorenem Posten, da kannst du noch so viel herumhampeln. Trofu zu errennen führt natürlich nicht zu einer Abnahme, aber Bewegung regt nun mal den Stoffwechsel an und kann Spaß machen - wobei Andis Katze wahrscheinlich kein Freund davon wäre. Zumal man das Trofu wirklich auf wenige Kroketten am Tag reduzieren und wenn, dann auch ein anderes nehmen sollte.

An Rohfleisch ist nichts auszusetzen, im Gegenteil. Ich würde mir sogar überlegen, (teil-) zu barfen, denn rohes Fleisch sättigt gut, schmeckt den meisten Katzen und macht nicht dick. Es gehört halt einiges an Informationsbeschaffung dazu, wobei Teilbarf mit Fertigsupplementen nicht sehr schwer und eine gute Alternative wäre.
 

dreamteam

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An Rohfleisch ist nichts auszusetzen, im Gegenteil. Ich würde mir sogar überlegen, (teil-) zu barfen, denn rohes Fleisch sättigt gut, schmeckt den meisten Katzen und macht nicht dick. Es gehört halt einiges an Informationsbeschaffung dazu, wobei Teilbarf mit Fertigsupplementen nicht sehr schwer und eine gute Alternative wäre.
Wenn ich meine Katzen päppeln möchte, dann bekommen sie Rohfleisch. Klappt super, geht ganz schnell.

Das liegt daran, dass Rohfleisch einen sehr viel höheren Nährwert hat, die Katze aber in der Umstellungsphase längere Zeit braucht, bis sie das registriert. Dann erst spielt sich die Menge ein und wird deutlich weniger als bei Nassfutter. Bei Teilbarf wird das um ein Vielfaches schwieriger, weil immer wieder hin- und her geswitched wird; bei einer Katze, die kein gesundes Sättigungsgefühl mehr hat, so gut wie unmöglich. D.h. sie wird und muss aus der Angst heraus, weiterhin zu verhungern, große Mengen fressen. Wenn diese Mengen aus Rohfleisch bestehen, das sehr viel mehr Nährwert hat, wird sie auseinandergehen wie ein Hefekloß - leider.


Nicht falsch verstehen, ich halte Barf für die beste Ernährungsform. Aber für eine Katze mit dieser Problematik muss dann die Ernährung kpl. auf Barf umgestellt werden oder man lässt es ganz. Alles dazwischen wird ihr Gewicht erhöhen.
 
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Wenn ich meine Katzen päppeln möchte, dann bekommen sie Rohfleisch. Klappt super, geht ganz schnell.

Das liegt daran, dass Rohfleisch einen sehr viel höheren Nährwert hat, die Katze aber in der Umstellungsphase längere Zeit braucht, bis sie das registriert. Dann erst spielt sich die Menge ein und wird deutlich weniger als bei Nassfutter. Bei Teilbarf wird das um ein Vielfaches schwieriger, weil immer wieder hin- und her geswitched wird; bei einer Katze, die kein gesundes Sättigungsgefühl mehr hat, so gut wie unmöglich. D.h. sie wird und muss aus der Angst heraus, weiterhin zu verhungern, große Mengen fressen. Wenn diese Mengen aus Rohfleisch bestehen, das sehr viel mehr Nährwert hat, wird sie auseinandergehen wie ein Hefekloß - leider.


Nicht falsch verstehen, ich halte Barf für die beste Ernährungsform. Aber für eine Katze mit dieser Problematik muss dann die Ernährung kpl. auf Barf umgestellt werden oder man lässt es ganz. Alles dazwischen wird ihr Gewicht erhöhen.
Hmm. Irgendwas an deiner Argumentation erscheint mir nicht logisch. Rohfleisch selbst hat ja erstmal außer viel Protein, Wasser und einer Menge Phosphat nicht so viel Nährwert - von der Fleischsorte ist der Fettgehalt abhängig, aber du erreichst ja eine Vollwertigkeit erst durch Supplementierung. Und die angebotene Menge reguliert ja der Halter. Es mag stimmen, dass die Katze davon erstmal genauso viel davon fressen will wie vom Industriefutter. Aber dass ein Wechsel zwischen beidem per se dick machen soll, glaube ich so nicht. Ich habe hier auch mal teilgebarft und konnte nichts dergleichen beobachten. Wobei der Kater kein großer Esser war.

Einig sind wir uns mit dem Trofu. Das lässt sich aber sicher auch durch Trocken-/Gefrierfleisch ersetzen, wenn sie ein paar Brösel zwischendurch haben soll.
 

dreamteam

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Hmm. Irgendwas an deiner Argumentation erscheint mir nicht logisch. Rohfleisch selbst hat ja erstmal außer viel Protein, Wasser und einer Menge Phosphat nicht so viel Nährwert - von der Fleischsorte ist der Fettgehalt abhängig, aber du erreichst ja eine Vollwertigkeit erst durch Supplementierung. Und die angebotene Menge reguliert ja der Halter. Es mag stimmen, dass die Katze davon erstmal genauso viel davon fressen will wie vom Industriefutter. Aber dass ein Wechsel zwischen beidem per se dick machen soll, glaube ich so nicht. Ich habe hier auch mal teilgebarft und konnte nichts dergleichen beobachten. Wobei der Kater kein großer Esser war..
Ja, ich verstehe schon, was du meinst. Wahrscheinlich sind meine Begrifflichkeiten bei Barf auch so nicht ganz korrekt, ich bin keine Barftante (leider).

Ich versuch's nochmal andersrum zu erklären. Mein Kater brauchte 250-300 g Nassfutter, um sein Gewicht zu halten. Bei Barf spricht man von 25-30 g pro kg/Katze, im Fall meines Katers waren das 150-180 g Rohfleisch. Anfangs brauchte er einige Zeit um festzustellen, dass er mit weniger Menge Rohfleisch genauso satt war wie bei mehr Menge an Nassfutter. In dieser Zeit fraß also seine mind. 250 g Rohfleisch und nahm zu. Am Fett konnte das nicht liegen, er war schwerst krank und verweigerte Fett, es war also reines Protein und Fertigsupplemente. Mit der Zeit ging er mit der Menge runter, sein Körper hatte verstanden, dass er vom Barf weniger brauchte, und damit hielt er dann auch sein Gewicht und das war tatsächlich zwischen 25-30 g pro kg/Katze.
Jetzt kann man natürlich sagen, das war Zufall, aber ich habe diese Erfahrung bei meinen anderen Katzen auch gemacht, allerdings wurden die nur einige Monate gebarft aufgrund von Erkrankungen und weil ich ihr Gewicht hochbringen wollte, und das hat hervorragend funktioniert. Ähnliches lese ich auch immer wieder von anderen "Umstellern".

Vielleicht können Katzen mit gesundem Sättigungsgefühl und einer entsprechend längeren Zeit der Umstellung auf u.a. Barf (also Teil-Barf) auch lernen, die Menge automatisch zu reduzieren. Aber hier ist eine Katze, die überhaupt kein gesundes Sättigungsgefühl mehr hat - und da bin ich mir jetzt tatsächlich zu 100 % sicher, dass das hier der Fall ist. Damit sie das aber überhaupt wieder spüren kann, müsste sie eigentlich ab sofort und unrationiert soviel vernünftiges Nassfutter bekommen, wie sie fressen mag, um diese Grundangst (zu verhungern) zu verlernen und Vertrauen aufbauen zu können, dass ab sofort immer genug Futter da ist. Auf diese Art und Weise würde sie natürlich schon alleine durch die anfangs sehr große Nassfuttermenge zunehmen. Wenn diese Menge jetzt aber teilweise auch noch aus Barf besteht, das (und jetzt kommen Begrifflichkeiten, die ggf. nicht stimmen) viel mehr Nährwert/Kalorien/wasauchimmer als normales Nassfutter hat, dann geht das Gewicht, das schon alleine durch die größere Menge an normalem Nassfutter nach oben geht, bei Barf noch mehr nach oben (100 g Nassfutter entsprechen ca. 70 g Rohfleisch). Die Problematik ist ja hier erst mal, dass das Tier die Angst vor dem Hungern verlieren muss, bevor sie körperlich erkennen/spüren lernt, wann sie tatsächlich satt ist (und nicht, wann der Bauch einfach nur randvoll ist), und sich dann auch die Menge anpasst und das kann viele Monate dauern. Wenn man in dieser Zeit mit Nassfutter und Barf hin- und herswitched glaube ich nicht daran, dass das gutgehen wird. Dann lieber auf eine Futterart beschränken.

Hab ich das jetzt irgendwie verständlich rübergebracht? :o
 
vilma

vilma

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Ich denke, ich verstehe dich schon :D Du meinst wahrscheinlich vor allem, dass Barf besser vom Katzenkörper verwertet und verstoffwechselt wird, weil es der natürlichen Nahrung sehr nahe kommt.
Was ich mich frage, ist ob Andis Katze ein psychisches (Angst vorm Hungern) oder tatsächlich ein körperliches Problem (unerkannte Stoffwechselstörung) hat. Das werden wir leider nicht rausfinden können.

Wahrscheinlich fährt man am besten mit Ausprobieren, wie es mit reichlich NaFu (250 - 300 g) klappt. Ich finde das Strecken durch etwas Wasser, selbstgekochte Fleischbrühe oder laktosefreie Milch wichtig, damit der Bauch sich auch voll anfühlt. Zudem ist zusätzliche Flüssigkeit für Katzen nie verkehrt.
 

Andi.M.

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Hallo Zusammen,

danke nochmals für Eure Antworten und Anregungen !!!

Auf Stoffwechselerkrankungen ist sie ja auch schon untersucht worden. Sie hat weder eine Schilddrüsenunterfunktion (wobei der TA dazu meinte, das gäbe es gar nicht bei Katzen ... bitte?) noch das Cushing Syndrom (Gott sei Dank).
Das Ganze ist auch nur auf meinen Wunsch hin getestet worden, weil der TA ganz lapidar meinte, das "Problem" liegt an meiner unkonsequenten Fütterung ... kein Kommentar ...

Aber es gibt auch etwas Positives zu berichten:
Ich habe sie heute morgen gewogen: ganze 200 Gramm Gewichtsabnahme !!!
Ich füttere seit ca. 1 Woche nämlich ein bisschen anders: sie bekommt jetzt 1 Tag das Weich-Reduktionsfutter (ohne Hartfutter) und den 2. Tag eine Dose reinen Thunfisch ohne Öl.
Hartfutter, Diät oder nicht, lasse ich jetzt auf Euer Anraten noch ganz weg.
Spricht etwas gegen die Fütterung von Thunfisch?
Also ich habe den Eindruck, es sättigt sie mehr und sie fängt (gaaaaanz langsam) an, auch schon etwas aktiver zu werden.

Mal sehen, ob wir mit dieser Methode auch weiterhin Erfolg haben ...
 
vilma

vilma

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In der Häufigkeit, sprich jeden 2. Tag, spricht eine Menge gegen Thunfisch! Erstens ist es ein Thiamin-Räuber, was böse Konsequenzen haben kann, zweitens fehlen alle wichtigen Nährstoffe wie Taurin, Calcium etc., er ist also ganz und gar nicht vollwertig. Jeden 2. Tag der Katze alle Nährstoffe vorzuenthalten ist absolut nicht empfehlenswert, deshalb würde ich ein normales Nafu füttern und Thunfisch nur als Leckerei zwischendurch in Maßen geben.

Gib ihr bitte unbedingt mehr als nur 100 g Nafu am Tag. Es dürfen ruhig 250 - 300 g sein. Wenn sie zu sehr hungert, besteht bei Katzen immer die Gefahr einer potenziell tödlichen hepatischen Lipidose... das möchtest du nicht haben.

Dein TA hat übrigens unrecht, es gibt SDU bei Katzen, nur im Vergleich seltenr als SDÜ und oft nicht sofort erkannt. Dass keine der bekannten Stoffwechselerkrankungen bei ihr zutrifft, heißt ja nicht, dass trotzdem alles in Ordnung ist. Mein Tipp: 2. Meinung einholen.
 

waldi

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also ich würde auch auf jeden Fall eine zweite Meinung einholen, ich bin nicht so sicher daß Du da einen versierten TA hast.
LG
Waldi
 

dreamteam

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@vilma: ja, ich glaube, wir sind uns sehr einig :)


@Andi:
- Wenn du Gewissheit wegen der Schilddrüse haben möchtest, dann lass neben dem T4 auch noch den freien T4 und den TSH testen. In dieser Kombination kann man dann wirklich erkennen, ob da alles in Ordnung ist.
- Ich empfehle dir auch, nicht mehr so zu füttern, wie du das gerade im Moment machst. Damit gefährdest du ernsthaft die Gesundheit deiner Katze.
- Zur Fütterung und Empfehlungen wurden dir ja schon geschrieben.
- Auch ich würde eine Zweitmeinung einholen.
 

Andi.M.

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Ja, werde noch zu einem 2. TA gehen, dieser kam mir auch nicht sehr kompetent vor ...
Zu der Fütterung, ok, werde den Thunfisch reduzieren und lieber 2 Schälchen Weichfgutter füttern, dann hat sie vielleicht mehr Sättigungsgefühl.
Werde berichten, wenn wir beim 2. TA waren.
LG
 

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