Gelähmtes Hinterteil und Fieber

  • Ersteller des Themas xioni
  • Erstellungsdatum
xioni

xioni

Registriert seit
20.06.2018
Beiträge
183
Gefällt mir
3
Ort
Griechenland
Unsere Katze Motzi konnte vor 20 Tagen plötzlich nicht mehr mit den Hinterbeinen laufen. In der ersten Woche setzte sie die Hinterbeine komplett auf und konnte sich fortbewegen, seit Montag sind die Hinterbeine und der Schwanz gelähmt und sie kann sich nur noch mit den Vorderbeinen bewegen.
Nachdem sie sich die letzten Wochen versteckt hatte, habe ich sie glücklicherweise diese Woche gefunden, so dass wir jetzt eine Chance haben, ihr zu helfen ::l

Ein normales Blutbild zeigte keinerlei Auffälligkeiten, sie hatte allerdings hohes Fieber. Der Arzt
spritzte ihr ein fiebersenkendes Mittel und auf Verdacht ein Antibiotikum. Zustäzlich wurde sie in der ersten Praxis manuell untersucht: alle Reflexe auch der Hinterbeine sind vorhanden.
Der TA meint, dass sie ein Rückenmark-Problem hat.
Gestern habe ich sie beim ersten TA abgeholt und bin zu einem weiter entfernten TA gefahren. Dort wurde sie wieder komplett untersucht und unter Narkose auch geröngt. Das Röntgenbild zeigt keinerlei Auffälligkeiten, daher ist auch dieser TA der Meinung, dass es ein Problem im Rückenmark gibt. Motzi zeigte auch dort normale Reflexe, nur bei einem Rücken-Wirbel ist der Reflex sehr schwach. Da es hier leider keinerlei Möglichkeit für ein MRT gibt, versuchen wir es jetzt erst mal mit Medikamenten, sprich Antibiotikum(Zodon) und Cortison.Zusätzlich bekommt sie Ciclosporin. Laut TA könnte das Problem nämlich auch von einem Abszess oder einer Entzündung herrühren, eventuell durch den Biss einer anderen Katze.
Von gestern an war die arme Maus 21 Stunden in einer Transportbox, seit heute vormittag sitzt sie in einem eilends gekauften Hühnerkäfig. Etwas anderes ließ sich hier leider nicht auftreiben. Im Moment sehe ich aber keine andere Möglichkeit, sie im Haus zu halten, da sie selbst in ihrem jetztigen Zustand gegen Türen und Fenster springt.(Den TA hat sie gestern beim aus der Box heben jedenfalls ordentlich das Fürchten gelehrt ::bg) Alle 3 Stunden füttere ich sie, nachdem sie gestern nur noch 2,6 kg auf die Waage brachte, also in den letzten 3 Wochen gute 1,4 Kilo verloren hat. Appetit hat sie auf jeden Fall.

Hat jemand bei seiner Katze schon mal ähnliche Probleme gehabt? Soll ich ihr vielleicht noch Vitamin B geben?
 

romulus

Registriert seit
09.04.2007
Beiträge
16.200
Gefällt mir
2
Eigentlich gehört hier ein MRT her, daber wenn das bei Euch nicht geht, versuch auf alle Fälle Vitamin B. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es entscheidend hilft, aber es schadet auf jeden Fall nicht und man hat nichts versäumt.
So wie Du die Symptome beschreibst, denke ich auch, es ist am ehesten ein Schaden an der Wirbelsäule mit Rückenmarkseinklemmung (oder sonstiger -schädigung) anzunehmen.
Bestünde die Möglichkeit, ein CT anfertigen zu lassen?
 

romulus

Registriert seit
09.04.2007
Beiträge
16.200
Gefällt mir
2
Das Fieber sprcht natürlich für eine Infektion und vll. gelingt der Durchbruch mit dem AB!!!
Kannst Du mal näher beschreiben, wie Ihr sie gefunden habt?
Ich hab das nicht ganz verstanden - war sie eingeklemmt oder wie?
Ich frage das, weil das ja allen einmal passieren kann und man dann auf solche "Fallen" aufmerksamer schaut!
 
xioni

xioni

Registriert seit
20.06.2018
Beiträge
183
Gefällt mir
3
Ort
Griechenland
@ Romulus:
Motzi ist eine Streunerkatze, die wir seit 1 Jahr füttern und die ihre Jungen bei uns im Garten zur Welt gebracht hat. Leider wurde sie nie so zutraulich, dass sie ins Haus kam oder sich richtig anfassen ließ.
Am Samstag vor 3 Wochen war sie morgens ganz normal zum Füttern da und alles schien in Ordnung, das nächste Mal kam sie allerdings erst zur Mitternachtfütterung und da konnte ich sehen, dass sie hinten nicht mehr richtig gehen konnte. Am Sonntag war sie morgens nochmals da, hatte allerdings einen plantigraden Gang.
Als Wildkatze siegte ihr Instinkt, sich bei Krankheit sicher vor Feinden zu verstecken und so blieb sie danach verschwunden. Allerdings haben wir sie noch 2 x nachts gesehen, als sie sich durch die Gegend schleppte. Am Montag habe ich sie in einer Kaninchenbox bei der Nachbarin auf dem Dach gefunden, in der sie sich versteckt hatte. Wenn ihr etwas zugestoßen ist, muss das also vor 3 Wochen tagsüber passiert sein. Und da ist ein Biss wahrscheinlicher, als dass sie irgendwo stecken geblieben ist.


Eine Praxis mit CT habe ich bis jetzt auf der Insel auch noch nicht gefunden. Ich werde nochmal in Foren herumfragen. Jetzt hoffe ich einfach, dass die Medikamente helfen und dass Motzi sie in ihrem schlechten Zustand auch verträgt!
 

romulus

Registriert seit
09.04.2007
Beiträge
16.200
Gefällt mir
2
Und ich hoffe ganz arg, dass Du mit Deinem Verdacht auf eine Bissverletzung richtig liegst und dass das AB nach so lange zurückliegender Verletzung noch wirkt - das ist wohl ihre einzige Chance!
 
xioni

xioni

Registriert seit
20.06.2018
Beiträge
183
Gefällt mir
3
Ort
Griechenland
Die kleine Maus erträgt ihr Käfigdasein tapfer!
In die eine Hälfte des Käfigs habe ich Pappe und Katzensand getan, dorthin robbt sie brav, wenn sie mal auf die Toilette muss. Danach zeigt sie dann durch energisches Scharren und lautes Miauen, dass ich jetzt bitte sofort sauber machen soll - auch nachts um 04:00 Uhr :lol::lol:
Die Tabletten nimmt sie brav, nur Fressen will sie nicht so recht. Im Moment gehen nur Wurst und einige Leckerli, selbst frisches und gekochtes Fleisch oder Huhn verschmäht sie. Die gesamte übrige Zeit rollt sie sich in einer Ecke des Käfigs zusammen und schläft so tief, dass sie nicht mal bei Geräuschen ein Auge aufmacht. Scheint also, als ob sie sich dort sicher fühlt und endlich mal Ruhe findet.
Einen ganz kleinen Lichtblick gab es vorhin - wenn ich saubermache, umschnurrt sie im Sitzen immer meinen Arm und reibt ihren ganzen Körper daran, eventuell auch um ihre Durchblutung anzuregen? Sich selber kann sie im Moment nicht so richtig putzen. Auf jeden Fall hat sie es dabei zweimal geschafft, sie hochzustemmen, so dass sie hinten immerhin auf den Beinen wenn auch nicht auf den Pfoten stand. Ihren Schwanz bewegt sie seit gestern Abend auch wieder vermehrt.
 

romulus

Registriert seit
09.04.2007
Beiträge
16.200
Gefällt mir
2
Was bekommt sie denn an Medikamenten - AB, Cortison und/oder Schmerzmittel oder was sonst?
 
xioni

xioni

Registriert seit
20.06.2018
Beiträge
183
Gefällt mir
3
Ort
Griechenland
Sie bekommt 2 x täglich 2,5mg Prednisolon, 22mg Zodon und noch ein zweites Antibiotikum ? ( muss den Arzt nochmal nach dem Namen fragen, sind kleine gelbe Pillen mit einem C drauf). Nachdem ich bis jetzt noch kein spezielles Vitamin B für Katzen gefunden habe, weil der örtliche Tierarzt seit Freitag wegen Umbau geschlossen hat, hatte ich ihr vorgestern mal eine Vitamin B12 Tablette von mir gegeben. Bei wasserlöslichen Vitaminen sollte das eigentlich nicht schaden.
Letzten Mittwoch wurde Blut abgenommen, aber leider sind die Werte noch beim TA. Ich weiß auch nicht, auf was er das Blut untersucht hat.

Morgen sollte der TA wieder da sein, dann weiß ich hoffentlich mehr.
 
Tina2014

Tina2014

Registriert seit
14.05.2014
Beiträge
5.981
Gefällt mir
9
Ich drücke so fest die Daumen, Ihr kämpft beide so sehr, es muss einfach besser werden ::knuddel::knuddel
 
xioni

xioni

Registriert seit
20.06.2018
Beiträge
183
Gefällt mir
3
Ort
Griechenland
So langsam wird Motzi mir unheimlich 8O
Heute Mittag nahm sie erst Wurst und Käse, dann ca. 40gr leicht angedünstetes Rindfleisch und danach noch ca. 40gr von einer Schmusy Sardinendose. Danach ging sie in ihre Toilettenecke und als ich saubermachte, erhob sie sich wieder soweit, dass sie mit den ganzen Hinterbeinen watscheln konnte und marschierte in die andere Ecke zum Wassernapf, wo sie dann ordentlich geschlabbert hat.
Es sieht fast so aus, als ob wir jetzt wieder auf dem Stand von vor 3 Wochen wären, als sie noch nicht gelähmt war aber nicht mehr richtig laufen konnte.


Dann kommt jetzt der schwerere Teil: Schlafzimmer umbauen, damit Motzi dort die nächsten Wochen wohnen kann. Denn kaum geht es ihr besser, will sie sofort aus dem Käfig heraus und am liebsten die Flucht ins Freie ergreifen. Sie muss aber drinnen bleiben, damit wir eine Chance haben, auch die Hinterbeinschäche zu behandeln. Sollte das nicht funktionieren, könnte sie auch so wunderbar leben. Nur müsste sie dazu zahm genug sein, um nach Hause zurück zu kommen. Ihre Kinder, die kleinen Racker, schlafen seit 1 1/2 Wochen jede Nacht im Haus und wollen morgens manchmal gar nicht mehr raus :lol: Tagsüber kommen sie auch immer mal ins Haus, um alles zu erkunden und gehen dann gerne wieder hinaus zum Spielen.
 
moritzchen16

moritzchen16

Registriert seit
18.03.2014
Beiträge
3.943
Gefällt mir
5
Ort
Ich freu mich sehr für euch das es Motzi besser geht, weiter so, kleine Kämpferin.::knuddel::bussi

Daumen bleiben weiterhin ganz fest gedrückt.
 

Motzkatze

Registriert seit
19.05.2018
Beiträge
29
Gefällt mir
0
Ich drücke auch die Daumen und hoffe, dass sie sich wieder erholt.
 
vilma

vilma

Registriert seit
19.06.2006
Beiträge
16.846
Gefällt mir
5
Ort
Nordharz
So langsam wird Motzi mir unheimlich 8O
Heute Mittag nahm sie erst Wurst und Käse, dann ca. 40gr leicht angedünstetes Rindfleisch und danach noch ca. 40gr von einer Schmusy Sardinendose. Danach ging sie in ihre Toilettenecke und als ich saubermachte, erhob sie sich wieder soweit, dass sie mit den ganzen Hinterbeinen watscheln konnte und marschierte in die andere Ecke zum Wassernapf, wo sie dann ordentlich geschlabbert hat.
Es sieht fast so aus, als ob wir jetzt wieder auf dem Stand von vor 3 Wochen wären, als sie noch nicht gelähmt war aber nicht mehr richtig laufen konnte.


Dann kommt jetzt der schwerere Teil: Schlafzimmer umbauen, damit Motzi dort die nächsten Wochen wohnen kann. Denn kaum geht es ihr besser, will sie sofort aus dem Käfig heraus und am liebsten die Flucht ins Freie ergreifen. Sie muss aber drinnen bleiben, damit wir eine Chance haben, auch die Hinterbeinschäche zu behandeln. Sollte das nicht funktionieren, könnte sie auch so wunderbar leben. Nur müsste sie dazu zahm genug sein, um nach Hause zurück zu kommen. Ihre Kinder, die kleinen Racker, schlafen seit 1 1/2 Wochen jede Nacht im Haus und wollen morgens manchmal gar nicht mehr raus :lol: Tagsüber kommen sie auch immer mal ins Haus, um alles zu erkunden und gehen dann gerne wieder hinaus zum Spielen.
Das klingt ja deutlich besser. Dann scheint ja doch eine Infektion im Spiel zu sein.


Ich kann dir folgendes Vit. B-Präparat für solche Fälle empfehlen, falls Online-Bestellung bei euch gut klappt:

https://www.amazon.de/dp/B004LB2HZU/?coliid=I38WS9C09I8FG&colid=2VF5CJHDH0W73&psc=0&ref_=lv_ov_lig_dp_it

Das Gute ist, es ist auch Folsäure enthalten und es ist gut verwertbares Methylcobalamin. Doof ist das Waldbeerenaroma, aber es scheint die meisten Katzen nicht zu stören, wenn man die Tablette in irgendwas auflöst. Die Überdosierung ist temporär kein Problem und du kannst relativ sicher sein, dass auch wirklich ausreichend resorbiert wird. Für Nervenschäden ist so eine hohe Dosierung vorzuziehen.



Wie alt sind denn ihre Kitten?
 
Zuletzt bearbeitet:
xioni

xioni

Registriert seit
20.06.2018
Beiträge
183
Gefällt mir
3
Ort
Griechenland
@ vilma : die kleinen Racker sind jetzt 6 1/2 Monate alt,so typische Halbstarke :lol:


Gestern Abend hatte Motzi plötzlich Schmerzen oder vielleicht nur Phantomschmerzen. Sie schrie schon auf, wenn ich mit der Hand nur in der Nähe von ihr war. Heute hat sie fast nur geschlafen. Als ich mittags das Zimmer umgeräumt habe, hat sie sich einmal aufgesetzt und interessiert zugeschaut. Als wir den Käfig an einer Seite mit dem Seitenschneider aufgeschnitten haben, lag sie wieder nur herum und hat danach weiter geschlafen. Ich war schon total beunruhigt, dass es ihr wieder so schlecht ging. Als ich jetzt Abends beim TA war, um Nachschub an Medikamenten zu holen und von ihr zu berichten, hat sie ihren Käfig aber verlassen! Sie hat ihre neue Toilettenschachtel benutzt, ihr Karton-Haus besichtigt und auch den von mir kunstvoll angelegten Weg in das Gerümpel unter unserem Bett gefunden. Dort habe ich eine Decke platziert, sie kann nach 3 Seiten heraussehen und hat 2 schmale Ausgänge. Und dort schläft sie jetzt total erschöpft. Teilweise robbt sie mit den Vorderbeinen, teilweise setzt sie die gesamten Hinterbeine auf und geht etwas. Wir sind schon froh, dass sie das Zimmer erkundet hat und nicht gleich panisch einen Fluchtweg gesucht hat. Damit sie nicht zur Zimmertür hinauswischen kann, haben wir von außen eine stabile Pappe gegen den Türrahmen genagelt. Wir müssen halt jetzt immer über die 80cm Hürde steigen.

Der TA sagt, sie soll bis nächste Woche weiterhin die 2 Antibiotika nehmen und das Cortison. Dann schauen wir weiter.
 
xioni

xioni

Registriert seit
20.06.2018
Beiträge
183
Gefällt mir
3
Ort
Griechenland
Leider bis jetzt keine Besserung in Sicht!
Motzi verkriecht sich weiterhin unter dem Bett und kommt nur Nachts heraus, um ihre Toilette zu benutzen. Das Fressen darf ich ihr unters Bett reichen - etwas schwierig bei einem großen Doppelbett, denn so lang sind meine Arme nicht. Immerhin scheint sie wacher als vorher zu sein, wenn ich ins Zimmer komme, hebt sie jetzt jedesmal den Kopf und schaut.
Sie frißt zwar nicht besonders viel, aber da sie sich nicht bewegt, hat sie wahrscheinlich einen niedrigeren Kalorienbedarf. Leider trinkt sie seit 2 Tagen nicht mehr, wahrscheinlich um tagsüber die Toilette nicht benutzen zu müssen. Deswegen bekommt sie jetzt mindestens 1 x täglich Futter mit Soße, da sie dann brav alle Soße aufschleckt.
Ich habe das Internet rauf und runter durchsucht, um mögliche Krankheiten für ihre Symptome zu finden. Im Moment tendiere ich entweder zu einer Nervenentzündung oder einem Bandscheibenvorfall. Hier im Forum waren ja auch schon diverse Beiträge zu solchen Lähmungen.


Ich frage mich auch, ob sie kätzische Gesellschaft vermisst? Sie war bisher noch nie ohne die Gesellschaft anderer Katzen. Aber eventuell fühlt sie sich so gehandicappt wie sie ist, dann erst recht unsicher und möchte wieder fliehen?
 
Registriert seit
23.06.2014
Beiträge
696
Gefällt mir
4
Ort
NRW
Ich verfolge schon von Anfang an deine Berichte und war so froh, das du Motzi doch noch gefunden hast.
Ich wünsche nichts so sehr, als das noch ein Wunder geschieht und Motzi wieder gesund wird und laufen kann.

Hast du schon mal überlegt, ob es Motzi vielleicht motivieren könnte, wenn du mal versuchen würdest das ihre Kinder (oder zunächst erstmal nur das ruhigste Kitten) zu ihr kurzfristig in den Raum mit eingesperrt würden?
Vielleicht hilft es ja, das ihre Lebensgeister wieder erwachen und sie dadurch mehr unter dem Bett hervor kommt und dadurch mehr "auf die Beine" kommt.
Ihre Muskeln sind ja ganz sicher völlig erschlafft und es wird durch weiteres liegen noch schlimmer.
Wenn du dabei bleiben könntest um zu beobachten, dann könntest du auch besser erkennen, ob und wie weit die Lähmung ist und ihre Chancen sind, das sie irgendwann mal wieder laufen könnte.
Dadurch könntest du auch beim TA bessere Angaben machen und es könnte vielleicht hilfreich dabei sein, wie man weiter behandeln kann.

Ich würde es zumindest immer wieder mal für einen kurzen Moment versuchen und ggfls. die Zeit und Anzahl der Kinder langsam verlängern und erhöhen.

Alles Gute für Motzi und ein großes Dankeschön an dich, das du dich so intensiv und mit viel Geduld um die kleine Streunerin Motzi kümmerst!::l

LG Waltraud ::w

….. noch zu der Muskelschwäche, …..als wir unseren Kater Paulchen aus dem TH holten war er seit 6 Wochen in einer Quarantänebox die in etwa die Größe solch eines Käfigs hatte (das TH hatte zu der Zeit nicht genug Geld um alle Katzen sofort nach Aufnahme auch medizinisch kpl. zu versorgen, daher wurde er erst verspätet geimpft und die Quarantänezeit verlängerte sich dadurch).
Zum Glück war Paulchen grundsätzlich gesund und er hatte ja auch keinerlei Verletzungen oder Lähmungen.
Trotzdem war es durch diese 6 Wochen in der Box erschreckend, wie sehr seine Muskeln abgebaut hatten, da war keinerlei Kraft mehr in den Beinen und wenn er springen wollte, dann schaffte er es nicht, ihm fehlte die Springkraft in den Muskeln.
Durch diese wenige Bewegung von Motzi wird es bei ihr sicher noch mehr abbauen, daher meine Überlegungen in dieser Richtung.
Natürlich immer Voraus gesetzt, das sie die Beine überhaupt bewegen kann ….aber so könntest du den "Ist-Zustand" vielleicht deutlicher erkennen und doch etwas zur Bewegung animieren.
 
xioni

xioni

Registriert seit
20.06.2018
Beiträge
183
Gefällt mir
3
Ort
Griechenland
Liebe Waltraud,

es ist schön, dass du dir Gedanken machst und mich seelisch unterstützt.
Ich habe heute unsere Moppel mal ins Schlafzimmer gelassen, die dann auch interessiert das ganze Zimmer erkundet und sich Motzi unterm Bett genähert hat. Motzi hat aber leicht geknurrt, also kam Moppel wieder heraus.
Motzi versteckt sich auch nicht vor mir, sondern meiner Meinung nach einfach aus Instinkt, weil sie vor keiner Gefahr fliehen kann.
Heute kam sie zu zwei Mahlzeiten immer an den Bettrand und hat sich auch lange streicheln lassen. Allerdings hat sie dabei eine Bewegung gemacht, die ihre Schmerzen bereitete und legte sich dann wieder auf ihre Decke unterm Bett. Da ihr der Käfig ja eigentlich gefiel, haben wir den jetzt wieder aufgestellt, vielleicht nutzt sie den als Versteck. Immerhin war der hoch genug, dass sie gut darin stehen konnte.
Im Moment schleift sie ihre Beine auf allen glatten Böden nach, nur auf Teppich kann sie die Beine etwas kontrollieren. Ich werde jetzt mal schauen, wie ich sie dazu bringe, ihre Muskeln wieder zu trainieren und aufzubauen!

Neugierig ist sie - als ich den Käfig einrichtete, kam sie bis an den Bettrand vor, um auch alles gut beobachten zu können. Und ihr gefällt es, wenn wir die Schlafzimmertür auflassen, damit sie mehr aus dem Haus mitbekommt.



Eigentlich bin ich schon happy, dass Motzi alles aus meiner Hand frisst und daher auch alle Medikamente in einem Stück Wurst verpackt wunderbar nimmt. Ich habe auch wirklich den Eindruck, dass es ihr jetzt nach 10 Tagen Antibiotika besser geht. Also gebe ich die wie vom TA angeordnet, auch die nächsten 10 Tage. Eine Entzündung oder irgendeine fiese Mittelmeererkrankung können ja nicht ausgeschlossen werden. Außerdem nimmt sie langsam wieder zu und auch ihr Wasserhaushalt scheint sich zu erholen.


Als wir hierher zogen, war für uns klar, nie Haustiere zu haben, da wir den normalen Umgang mit Tieren hier nicht gutheißen. Aber wenn sich so eine süße Katze in dein Herz stiehlt....::l Ihre Kleinen sind inzwischen so zahm, dass sie ihre Streicheleinheiten fordern und im Haus ein- und ausgehen.

Wären wir in Deutschland, würden wir jetzt einfach ein MRT bei Motzi machen lassen, um Gewissheit zu bekommen und die Kosten wären uns egal. Hier auf der Insel gibt es aber nicht mal ein CT für Tiere, sondern nur ein paar Strellen auf dem Festland. MRT für Tiere wird gar nicht angeboten, weil diese Kosten niemand für ein Tier ausgeben würde, wenn man sich das teilweise nicht mal als menschlicher Patient leisten kann.
 
Trulla-la

Trulla-la

Registriert seit
09.07.2012
Beiträge
8.667
Gefällt mir
11
Ort
Rhein-Neckar-Kreis
Du kannst sie mit gezielten Übungen unterstützen.

Stell Näpfe erhöht so das sie sich auf die Hinterpfoten heben muß (unbedingt etwas wie Teppich drunter damit sie mit den Krallen zur Not Halt hat)
Genauso kannst du sie durch Leckerlie, deine Hand oder worauf sie so reagiert dazu bringen.

Je öfter sie in Bewegung kommt wo der Untergrund ihren Hinterläufen Halt gibt kann sie beginnen es zu koordinieren.

Wenn es etwas besser geht, gib ihr Anreize auf Sofa, Bett etc. hoch zu wollen. Dabei muß sie ja auch auf die Hinterläufe kommen. Und das hilft deren Muskulatur zu kräftigen..
Wichtig ist das man dosiert agiert. Wenn es zu viel ist erschöpft es und sie verliert u.U. die Lust

Für später...
Wenn sie mitmacht kannst du auch ein Handtuch o.ä. nehmen, unter den Hinterläufen durch, die Enden oben zusammen nehmen und sie damit beim Laufen unterstützen (du hebst den Hinterbau leicht an, mehr nicht).

Wichtig ist kontinuierliches Training, aber eben lieber öfter als 1x zu lange.


Viel Glück und weiter die Kraft und Ausdauer unter euren Umständen mit ihr zu kämpfen.
 
Registriert seit
23.06.2014
Beiträge
696
Gefällt mir
4
Ort
NRW
Ich habe mir gerade nochmal in deinem Album die Bilder von Motzi und ihren Kindern angeschaut, es sind alles total süße und wunderschöne Katzen.
Bei Motzi fällt dabei ja auf, das sie auch nach der Geburt recht zierlich und vermutlich ein "Leichtgewicht" war.
Da ist es ja auch kein Wunder, das sie bei dieser schlimmen Krankheit und der tagelangen Unterversorgung in ihrem Versteck so viel Gewicht verloren und abgebaut hat und daher bestimmt noch stärkeren Muskelabbau hat, als es vielleicht sonst (durch welche Ursache auch immer) passiert wäre.

Du hast erwähnt, das sie das Antibiotika jetzt erst 10 Tage bekommt …… das ist wahrhaftig noch keine lange Zeit, nach dem sie sich ja zunächst tagelang versteckt hatte und man nicht sofort behandeln konnte.
Diese 20 Tage solltest du daher tatsächlich erstmal einhalten und vergehen lassen...….. vielleicht wäre es ja sogar ratsam, wenn du sogar noch länger, mindestens 4 Wochen das Antibiotika gibst (natürlich mit Absprache deines TA).

Als wir unseren Paulchen aus dem Tierheim geholt haben, da hatte er einen ziemlich heftigen Katzenschnupfen und hatte bereits schon im TH seit 1 Woche Antibiotika bekommen und wir sollten noch weitere 10 Tage weiter geben.
Dieser Katzenschnupfen ist bei ihm durch die Impfung im TH so stark ausgebrochen, vermutlich hatte er schon früher heftigste Problem damit.
Wir sind dann gleich nach seinem Einzug bei uns zu UNSERER TÄ mit ihm gegangen.
Die hat uns dann dringend geraten und angeordnet, das er nicht nur diese weiteren 10 Tage Antibiotika bekommen sollte, sondern von seinem Einzug an nochmal genau 4 Wochen. Nach den Erfahrungen dieser TA-Praxis, sind schon langfristig bestehende Erkrankungen die mit Antibiotika behandelt werden müssen, durch diese extra lange Eingabezeit besser wieder aus zu kurieren und beständiger im Griff zu behalten, als bei kürzerer Anwendung.
Ich bin heute noch froh, das wir auf diese TÄ gehört haben und es so gemacht haben.
Unser Paulchen ist jetzt 4 Jahre bei uns und hat nie wieder solch einen heftigen Rückfall von Katzenschnupfen gehabt. Nur einmal hatte er einen Infekt, der dann aber in recht kurzer Zeit wieder im Griff war.

Ähnlich verhält es sich ja auch bei Borreliose nach einem Zeckenstich. Wenn man da nicht mindestens die 3 Wochen einhält und so lange das Antibiotika gibt, dann bleiben die Folgeschäden meist für immer vorhanden.
Übrigens ist mir bei den Symptomen von Motzi immer wieder der Gedanke an einen Zeckenstich und dadurch die Infektion einer Borreliose gekommen, sieh mal hier https://www.parasitenportal.de/katzenkrankheiten-durch-zecken/

und hier …. http://zeckenbiss-behandeln.de/borreliose-bei-katzen/

Man kann auch bei Katzen durch eine Blutuntersuchung feststellen lassen, ob es eine Borreliose-Infektion ist.
Als wir letztes Jahr Ende November unsere Emma von draußen aufgenommen haben, da wunderten wir uns über ihren ständigen Juckreiz, konnten zunächst aber nichts erkennen.
Flöhe, oder Flohkot, fanden wir auch nicht bei ihr.
Ich habe sie dann mal an genau den Stellen, an denen sie immer wieder so heftig kratzte, mit der Lupe untersucht.
Da dachte ich mich trifft der Schlag, denn nur durch die Lupe waren winzigste ganz helle Punkte, die fest in ihrer Haut steckten, zu erkennen.
Emma hat hellrotes bis beiges Fell, da konnte man mit bloßem Auge von diesen hellen Punkten überhaupt nichts davon sehen.
Beim TA (da war sie aber vorher bereits schon gewesen und der hatte auch nicht erkannt) wurde dann nochmal alles untersucht und es stellte sich raus, das es winzigste Zeckennymphen waren, also Zecken in ihrer 1. und 2. Entwicklungsstufé…, die sind dann nur ca. 1 mm groß… https://www.google.de/search?source.......0...1c..64.psy-ab..0.0.0....0.W7D2iqWKlW4

Emma hat dann sofort ein Spot on dagegen bekommen , trotzdem habe ich bei ihr dann noch so ca. 50 Tiere mit der Pinzette entfernt, die dann sogar noch lebten.
Ich habe dann darauf bestanden, das eine Blutuntersuchung auf Borrelien gemacht wurde, zum Glück war es bei ihr negativ und sie hat keine Folgeerkrankung dadurch.
Die TÄ fand das zunächst überflüssig, da es sehr selten vorkommt, das sich Katzen durch Zecken an Borreliose infizieren. Das Blut wurde dann aber in ein Speziallabor (die auch tatsächlich solch eine Untersuchung machen konnten) geschickt, kostete dann ca. 100 Euro, aber das war es mir wert, damit ich nicht womöglich eine dabei notwendige Antibiotika Behandlung versäumte.
Bei Immunschwachen Tieren kann es aber doch manchmal passieren, aber leider wird das von Tierärzten zu wenig beachtet.

Bei Borreliose Infektionen ist es wichtig, das ein Antibiotika mindestens 4 Wochen lang gegeben wird http://www.tierbedarf-bieker.de/borreliose-bei-katzen/ .

Vieles was du von Motzi beschreibst, könnte auf eine Borreliose hinweisen, lies dir mal die eingefügten Links durch.
 

Ähnliche Themen


Stichworte

katzenlins

,

katzen-links

,

atzenlinks

,
katzenlinks
, katzenlionks, netzkatzen, katzenforum
Seitenanfang Unten