Freigängerkatzen glücklicher als Hauskatze? Hat jemand Erfahrungen mit beiden Haltungsformen?

Diskutiere Freigängerkatzen glücklicher als Hauskatze? Hat jemand Erfahrungen mit beiden Haltungsformen? im Krankheiten-Innere Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Ich stelle grad ernsthaft in Frage, ob ich meine beiden Katzen (5 Jahre alt) weiterhin als Hauskatzen halten sollte. Wir wohnen an einem Feld in...

VoiceSi

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Ich stelle grad ernsthaft in Frage, ob ich meine beiden Katzen (5 Jahre alt) weiterhin als Hauskatzen halten sollte.
Wir wohnen an einem Feld in einer nicht zu sehr befahrenen Straße, ca. 250 m von der Ortsdurchfahrtsstraße entfernt.
Hatte früher 2 Freigänger und es ging immer alles gut. Sie wurden beide 17 Jahre alt und hatten am Ende andere gesundheitliche
Probleme.

Seit ich meine beiden "Neuen" hab, bin
ich aber sehr ängstlich geworden und wollte sie eigentlich nicht mehr rauslassen (evtl. Katzenhasser,
etwas "empfindliche" Nachbarn bezügl. Katzenkot im Garten, viele Hunde, die hier Gassi geführt oder laufen lassen werden, etc.).

Aber ich fühle mich jeden beginnenden Frühling und Sommer schlechter damit, ihnen den Zugang zu der Abenteuerwelt da draußen zu verwehren. :(
Eine der beiden hat zur Zeit heftige Verdauungsprobleme (starke Verstopfung, mit ausgelöst durch Haarballen, wie es scheint) und auch der Magen
will nicht so, wie er soll. Ursachenforschung tierärztlich läuft, aber es kann eben auch stressbedingt sein... Möglich, dass sie von der anderen Katze evtl. gemobbt wird gelegentlich, auf dem Klo gestört und/oder beim Fressen, etc. obwohl wir wirklich sehr drauf achten, dass beide alles haben, was sie brauchen (3 Klos in diversen Räumen selbstverständlich, viel Spielzeug überall, Katzentunnel, Katzenspielbogen, Spielmäuse, etc.).
Aber evtl. hocken sie sich dennoch zuviel auf der Pelle für ihr Empfinden?

Nun weiß ich nicht, ob ich die ganze Situation vielleicht entspannen würde, wenn beide auch raus dürften... Vielleicht wären beide ausgeglichener, weil einfach viel beschäftigter und ausgelasteter durch die vielen kleinen Dinge da draußen?

Hat jemand die Erfahrung gemacht, dass es einer bisherigen Hauskatze seit Freigang psychisch und physisch evtl. besser ging?

Lieben Dank im Voraus.
 
16.03.2021
#1
MinjaundJimmy

MinjaundJimmy

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Hi,

ja ich habe die Erfahrung gemacht.
Habe meine beiden als Kitten 2011 geholt, sie waren 3 Jahre nur drinnen. Der Kater war trotz Kunststücken üben, spielen usw. nicht ausgelastet, roch, hörte und sah die Natur draußen.
Es gibt nichts schöneres für Katzen, draußen sein zu dürfen.
Natürlich gibt es Gefahren, dass muss einem bewusst sein.
Hier ist auf der einen Seite eine extrem viel befahrene Straße so ca. 70m entfernt, auf der anderen Seite Felder etc. Sie meiden die Straße zum Glück und sind auch immer in der Nähe.
Für mich gibt es kaum was schöneres, als sie draußen über die Wiese rennen zu sehen, Bäume hoch, sich im Gras wälzen....
Gut, auf die Geschenke ab und an könnte ich gerne verzichten...
Wir haben eine Klappe eingebaut, damit sie Tag+Nacht rein und raus können wie sie möchten.

Nun weiß ich nicht, ob ich die ganze Situation vielleicht entspannen würde, wenn beide auch raus dürften... Vielleicht wären beide ausgeglichener, weil einfach viel beschäftigter und ausgelasteter durch die vielen kleinen Dinge da draußen?
Definitiv sind sie ausgelasteter, kein Vergleich zur Wohnungshaltung.
 
Tatjana462

Tatjana462

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Du hast doch so viele Antworten bereits im anderen Form erhalten, dass ich da leider nichts neues mehr schreiben kann.

Bis auf unsere Beispiele. Wir hatten nun insgesamt 6 Katzen, die alle Freigänger wurden. Ein Katerchen kam nach 2 1/2 Jahren nicht mehr nach Hause. Später erzählte mir unsere Nachbarin, dass so ein ständiges Weinen im Flachdach war, obwohl ich sie mehrfach angesprochen hatte. Sie hatte Marderlöcher, die geschlossen wurden.
Das war für das Katerchen sicher ganz schrecklich und für mich dann natürlich auch. Ich denke, das kann sich jeder vorstellen.
Die anderen 3 fühlten sich draußen wirklich wohl. Eine der Lieblingsbeschäftigungen ist das Mäuse fangen.

Nun haben wir wieder 2 Katzen, die nach anfänglicher Eingewöhnungszeit nun auch leidenschaftliche Freigänger sind.
Aber vor ca. 1 1/2 Jahr hatte unser Katerchen einen schweren Unfall auf einer 30-iger Zonen Straße. Er blieb dort in der Kälte liegen und konnte allein nicht mehr aufstehen. Nur durch eine aufmerksame Nachbarin wurde er gerade noch rechtzeitig gefunden, so dass ihm noch geholfen werden konnte. Er erhält auch heute noch Schmerzmittel. Des Weiteren gibt es Revierkämpfe mit anderen Katzen und dadurch Verletzungen, Flöhe und Würmer, so dass bestimmt viel öfter ein TA aufgesucht werden muss. Bei uns war und ist es so.

Wenn ich dann andererseits sehe, wie gern beide rausgehen, sich immer gefreut haben, wenn sie die Bäume hoch und runterklettern konnten, sich austoben, spielen und jagen, Mäuse fangen (auch wenn ich das immer schlimm finde für die Maus) etc., dann möchte ich ihnen den Freigang nicht mehr nehmen.

Das war so das Für und Wider bei Freigangskatzen. Entscheiden muss letztendlich jeder selber. Aber ich schließe mich den Beiträgen an, in denen stand, dass die Straße - eine befahrene Durchgangsstraße - schon eine große Gefahr bedeutet.
 
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VoiceSi

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Hi,

ja ich habe die Erfahrung gemacht.
Habe meine beiden als Kitten 2011 geholt, sie waren 3 Jahre nur drinnen. Der Kater war trotz Kunststücken üben, spielen usw. nicht ausgelastet, roch, hörte und sah die Natur draußen.
Es gibt nichts schöneres für Katzen, draußen sein zu dürfen.
Natürlich gibt es Gefahren, dass muss einem bewusst sein.
Hier ist auf der einen Seite eine extrem viel befahrene Straße so ca. 70m entfernt, auf der anderen Seite Felder etc. Sie meiden die Straße zum Glück und sind auch immer in der Nähe.
Für mich gibt es kaum was schöneres, als sie draußen über die Wiese rennen zu sehen, Bäume hoch, sich im Gras wälzen....
Gut, auf die Geschenke ab und an könnte ich gerne verzichten...
Wir haben eine Klappe eingebaut, damit sie Tag+Nacht rein und raus können wie sie möchten.



Definitiv sind sie ausgelasteter, kein Vergleich zur Wohnungshaltung.
Vielen lieben Dank!! Ja, wenn ich an meine beiden alten Katzen denke und insbesondere, wie sie mir draußen im Garten immer "halfen"...
Klappe würden wir einbauen, gerade weil sie so lange jetzt das sichere Haus gewohnt waren, damit sie jederzeit rein können, wenn sie
unsicher werden. <3
 

VoiceSi

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Du hast doch so viele Antworten bereits im anderen Form erhalten, dass ich da leider nichts neues mehr schreiben kann.

Bis auf unsere Beispiele. Wir hatten nun insgesamt 6 Katzen, die alle Freigänger wurden. Ein Katerchen kam nach 2 1/2 Jahren nicht mehr nach Hause. Später erzählte mir unsere Nachbarin, dass so ein ständiges Weinen im Flachdach war, obwohl ich sie mehrfach angesprochen hatte. Sie hatte Marderlöcher, die geschlossen wurden.
Das war für das Katerchen sicher ganz schrecklich und für mich dann natürlich auch. Ich denke, das kann sich jeder vorstellen.
Die anderen 3 fühlten sich draußen wirklich wohl. Eine der Lieblingsbeschäftigungen ist das Mäuse fangen.

Nun haben wir wieder 2 Katzen, die nach anfänglicher Eingewöhnungszeit nun auch leidenschaftliche Freigänger sind.
Aber vor ca. 1 1/2 Jahr hatte unser Katerchen einen schweren Unfall auf einer 30-iger Zonen Straße. Er blieb dort in der Kälte liegen und konnte allein nicht mehr aufstehen. Nur durch eine aufmerksame Nachbarin wurde er gerade noch rechtzeitig gefunden, so dass ihm noch geholfen werden konnte. Er erhält auch heute noch Schmerzmittel.

Das war so das Für und Wider bei Freigangskatzen. Entscheiden muss letztendlich jeder selber. Aber ich schließe mich den Beiträgen an, dass die Straße - eine befahrene Durchgangsstraße - schon eine große Gefahr bedeutet.
Dass ich in diversen Foren frage, liegt daran, dass ich möglichst viele Erfahrungen gerne haben möchte, wie beschrieben.
Also ging es deinen Katzen als Freigänger dann besser insgesamt?
Wenn du mir in einem anderen Forum schon geantwortet hast zur Erfahrung im Unterschied Freigänger/Hauskatze, lieben Dank...
 
moritzchen16

moritzchen16

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Meine Erfahrungen dazu, ich habe 1 Freigängerin und eine Wohnungskatze. Jody die Freigängerin war es von der Vorbesitzerin gewohnt
in den Garten zu kommen, also wurde sie auch Freigängerin. Sie war 12 Wochen alt als sie zu mir kam.
Sie ist ganz brav und kommt wenn ich sie rufe, auch nach einer halben Stunde wenn ich sie in der Mittagspause rauslasse und dann wieder zum Dienst muss.
Maja kennt das nicht und möchte nicht wirklich raus, ihr reicht das Treppenhaus, abends wenn es dunkel ist.:unsure:
Sie sind beide ausgeglichen und haben ihre "narrischen 5 Minuten". Das mit der Angst ist natürlich eine andere Sache und nicht einfach,
lass es langsam angehen und sieh zu das du öfter mal nach ihnen schaust.
Ich werde schon unruhig wenn sie sich mal eine Stunde nicht blicken läßt.:sneaky:
 
Tatjana462

Tatjana462

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Also ging es deinen Katzen als Freigänger dann besser insgesamt?
Trotz der Vorfälle, Verletzungen und vielen Medigaben würde ich es für die Katzen mit "Ja" beantworten.
Dass ich in diversen Foren frage, liegt daran, dass ich möglichst viele Erfahrungen gerne haben möchte, wie beschrieben.
Ist ja auch vollkommen legitim.
Wenn du mir in einem anderen Forum schon geantwortet hast zur Erfahrung im Unterschied Freigänger/Hauskatze, lieben Dank...
Nein, einerseits hattest Du dort schon soooo viele Antworten, andererseits scheibe ich meistens hier. Aber lieb, das Dankeschön... :love:
 
Pat

Pat

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Ich bin vermutlich das absolute Gegenteil, zu all den Befürwortern von Freigang für die Katzen.

Mir ist durchaus klar und bewusst, das es das idealste für eine Katze ist, wenn sie raus und rein gehen kann, wie sie selbst es bestimmen möchte ..... aber mir ist andererseits auch bewusst, das diese Ideal-Vorstellung sich genau genommen auf die ursprüngliche Lebensart der Katzen bezieht, die aber nichts mit den heutigen Lebens-Möglichkeiten mehr zu tun hat ....... ideal war Freigang zu einer Zeit, als die Katzen in Orten und Dörfern leben konnten, oder richtiger gesagt nur dort "gehalten" wurden. als es kaum mal Autoverkehr gab und die Dörfer weit und breit nur mit Acker, Wiesen und Wäldern umgeben waren ..... da gab es zwar auch "natürliche" Feinde und Gefahren für die Katzen, aber es hatte nichts mit unseren heutigen Gefahren in Städten, oder dicht besiedelten und stark befahrenen Ortschaften zu tun.

Wenn man heute also die Katzen "in die Städte" holt, dann sollte man auch diese neuen Gefahren voll und ganz mit berücksichtigen und dann entsprechend verantwortungsvoll handeln.
Wenn man dann das Glück hat, das man sehr einsam und wirklich stark verkehrsberuhigt wohnt, dann verringert sich das Gefahren-Risiko sehr und man muss abwägen, wie groß die Gefahren tatsächlich sind.

Ich finde es daher eine gute Lösung als Kompromiss , wenn man es so lösen kann, das man z.B. einen "ausbruchsicheren" Garten anlegen kann, der entsprechend abgesichert eingezäunt wird ..... das wäre dann ein zwar verminderter "Teilzeit-Freigang", aber ganz sicher für die meisten Katzen eine akzeptable Lösung und ich denke, das da auch bereits viele die Erfahrung gemacht haben, das ihre Katzen damit absolut auch glücklich und zufrieden sind.

Eine andere Kompromiss-Lösung ist ein ausbruchsicherer Balkon, oder ein begrenztes Freigehege, die dann beide mit direktem Anschluss zu der Wohnung sein sollten...... also auch da eine gewisse "Selbstbestimmung" für die Katzen möglich ist, ob sie drinnen sein wollen, oder draußen mal etwas unternehmen möchten.

Dabei sollte man auch unterscheiden, wie solch ein Balkon, oder ein Freigehege ausgestattet werden kann ..... da gibt es ja beim Balkon leider auch meist viele Vorgaben und daher nicht so viele Möglichkeiten, überhaupt nicht, wenn die Wohnung gemietet ist.
Bei Haus- oder Wohnungseigentum sind da schon wieder mehr Möglichkeiten, schon allein für die Stabilität der Absicherung, entsprechend kann man dann auch viel mehr Klettermöglichkeiten und Abwechslungen mit einbauen und anbieten.

Ich selbst hatte schon viele Katzen, fast alles ehemalige Streuner, aber ich konnte aus den unterschiedlichsten Gründen bisher noch keiner Freigang bieten ...... aber ich habe dabei noch bei keiner Katze erlebt, das sie daher unglücklich, oder sogar unzufrieden war ..... im Gegenteil, einige der ehemaligen Streuner haben offene Haustüren, oder die Versuche an der Leine im Garten zu sein, direkt panisch vermieden und flüchteten in die hinterste Ecke des Hauses.

Wir haben im letzten Spätherbst inzwischen für unsere 4 Katzen einen "Katzenknast" angebaut, der einen direkten Zugang über die Terassentür hat.
Genutzt wird dieses Freigehege bisher nur ausgiebiger von unserer Emma, aber auch der reicht eine Freizeit da draußen von max. mal einer halben Stunde .... das wird sicher im Sommer bei wärmeren Wetter noch ausgiebiger genutzt werden, aber die beiden älteren Kater gehen zwar auch regelmäßig da ihre "Runde", bevorzugen aber dann schnell wieder ins Haus zu kommen.

Vorteil eines Geheges ist dabei, das man viel mehr Klettermöglichkeiten und stabilere Ausstattungen schaffen kann, also ein guter Ausgleich für evtl. lanfe Weile.

Allerdings sehe ich die von dir geschilderten "Stress. oder Verdauungsprobleme" nicht unbedingt in der Ursache an mangelnden Freigang ..... da wird ganz sicher noch vieles andere dafür als Ursache angesehen werden können.

Wie ist denn bei euch die Ausgangsbasis .... wohnt ihr in einem Haus, einer kleinen, oder großflächigen Wohnung .... ist es Eigentum, oder gemietet .... habt ihr einen Balkon, oder die Möglichkeit für ein Freigehege, oder einen abgesicherten Garten?

Und du solltest eines bedenken..... Katzen sind auch sehr stark "Gewohnheitstiere", alles was sie gewohnt sind wird dabei immer mit eine große Rolle spielen.

LG Waltraud
 
xioni

xioni

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Seit wann hast du denn deine Katzen und in welchem Alter hast du sie bekommen?
Ich könnte mir vorstellen, dass Katzen, die immer im Haus gelebt haben, draußen nicht alle Gefahren richtig einschätzen können bzw. einige Zeit dazu brauchen.
Wenn ich sehe, wie meine ( die draußen mit ihrer Streunermama aufgewachsen sind) bei Autogeräuschen sofort schauen, ob das Auto in ihre Richtung kommt und dann blitzschnell von der Straße verschwinden oder bei anderen Tieren sofort wissen, ob die eine Gefahr für sie sind oder nicht....
Natürlich ist Freigang für eine Katze toll, aber ich glaube nicht, dass jede Katze den zum Glücklichsein braucht.

Spielen deine Katzen denn miteinander? Toben sie drinnen? Habt ihr einen Catwalk oder hohe Kratzbäume?
Wenn sie bisher eher "Couch-Potatoes" waren, sind sie vielleicht auf Anhieb gar nicht fit genug für den Freigang - da muss Katze ja auch mal vor 'nem Hund wegsprinten und sich in einen Baum retten.
 

VoiceSi

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Seit wann hast du denn deine Katzen und in welchem Alter hast du sie bekommen?
Ich könnte mir vorstellen, dass Katzen, die immer im Haus gelebt haben, draußen nicht alle Gefahren richtig einschätzen können bzw. einige Zeit dazu brauchen.
Wenn ich sehe, wie meine ( die draußen mit ihrer Streunermama aufgewachsen sind) bei Autogeräuschen sofort schauen, ob das Auto in ihre Richtung kommt und dann blitzschnell von der Straße verschwinden oder bei anderen Tieren sofort wissen, ob die eine Gefahr für sie sind oder nicht....
Natürlich ist Freigang für eine Katze toll, aber ich glaube nicht, dass jede Katze den zum Glücklichsein braucht.

Spielen deine Katzen denn miteinander? Toben sie drinnen? Habt ihr einen Catwalk oder hohe Kratzbäume?
Wenn sie bisher eher "Couch-Potatoes" waren, sind sie vielleicht auf Anhieb gar nicht fit genug für den Freigang - da muss Katze ja auch mal vor 'nem Hund wegsprinten und sich in einen Baum retten.
"obwohl wir wirklich sehr drauf achten, dass beide alles haben, was sie brauchen (3 Klos in diversen Räumen selbstverständlich, viel Spielzeug überall, Katzentunnel, Katzenspielbogen, Spielmäuse, etc.).
Aber evtl. hocken sie sich dennoch zuviel auf der Pelle für ihr Empfinden?"

Wir haben sie als Kitten bekommen vor knapp 5 Jahren. Eine ein Findelkind mit 5 Wochen aus dem Tierheim, was ohne Mama an einem Teich gefunden wurde. Die andere eine Bauernhofkatze mit 3 Monaten (so lange ließen wir sie noch bei der Mama) damals.

Hattest du schon mal so eine Vergleichsmöglichkeit Hauskatze - die dann Freigang bekam?
 

Gast50113

Gast
Ich würde Katzen die 5 Jahre drinnen gelebt haben nicht zum Freigänger machen. Die sind gleich platt gefahren. Habt ihr einen gesicherten Balkon oder Freigehege?
Das ist eine schöne Abwechslung für Stubentieger. Wenn ihr noch eine Katzenklappe dazu anbietet dann ist es perfekt 👌
 
Pat

Pat

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Ich würde Katzen die 5 Jahre drinnen gelebt haben nicht zum Freigänger machen. Die sind gleich platt gefahren.
Diese Befürchtung hätte ich auch.
Wir hatten auch mal einen winziges Katerchen aufgenommen, der dann bei uns in seinem ersten Lebensjahr zunächst nur mit Hunden aufgewachsen ist ..... dabei haben wir erlebt, das es unmöglich war, ihn dann später als ausgewachsenen Kater alleine draußen zu lassen ..... er ging auf jeden Hund freudig mit dem Schwanz wedelnd zu, egal ob dieser Hund ihn anknurrte, oder sogar jagte, er hatte durch seine nur guten Erfahrungen mit unseren Hunden später einfach keine Scheu, oder Ängste vor allen Hunden und wäre dabei fast "Opfer" geworden.
Das andere Problem war bei diesem Kater, das er die Gefahr durch Autos nie einschätzen gelernt hatte, er blieb einfach mitten auf der Straße sitzen und wartete ab, das das Auto dann anhielt.
Das alles fehlte in seiner Entwicklung und als Lernbeispiel durch seine Katzenmama ..... er war einfach zu unerfahren ..... um ihn dann solche "Erfahrungen" selbst erleben zu lassen, dafür war uns das Risiko einfach zu groß ..... außerdem hatte unsere TÄ zusammen fassend festgestellt " der Kater ist nicht für den Freigang geeignet und wird das nicht lange erleben".
Diese Tierärztin war eine sehr erfahrene TÄ und betreute alle "Wild-Katzen-Arten" im Safari-Park ..... wir haben ihr sehr vertraut und unseren Kater ohne Freigang sein Leben leben lassen, er war dabei absolut glücklich und zeigte keinerlei Verhaltensprobleme.

Worin zeigt sich denn deiner Meinung nach bei euch, das euer Kater Stress haben könnte?

Vielleicht magst du ja auch noch auf die anderen bisherigen Fragen etwas näher eingehen?

(3 Klos in diversen Räumen selbstverständlich,
Falls du meinst, das es auf den Klos Probleme gibt, dann mal eine Frage ..... hast du schon mal probiert, das due beide Katzenklos direkt nebeneinander stellst (und das dann möglichst Klos ohne Haube, sondern offen) , so dicht nebeneinander, das die Katze einfach nach dem sie in einem Klo z.B. gepillert hat, dann direkt nach nebenan ins andere Klo wechselt und dort dann ihr großes Geschäft macht?
Viele Katzen trennen ja auf jeden Fall Pipi und Kot .... aber sie gehen dazu dann nicht extra unbedingt gerne in einen anderen Raum um dort neu anzufangen .... oder sie "wählen" erstmal hin und her zwischen den Klos, bevor sie sich dann entscheiden .

Spielt ihr selbst auch oft und viel mit jeder der Katze, damit sie genug Bewegung haben und ausgepowert sind?

Wie verhalten sich denn die beiden miteinander .... rennen und spielen sie auch mal gemeinsam oder nur selten?
 
MinjaundJimmy

MinjaundJimmy

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ch würde Katzen die 5 Jahre drinnen gelebt haben nicht zum Freigänger machen. Die sind gleich platt gefahren.
Das muss nicht sein... Meine waren wie gesagt die ersten 3 Jahre drinnen und lebten damals dann direkt an einer sehr viel befahrenen Straße.
Sie sind sehr vorsichtig mit Autos, evtl. weil sie sie gar nicht von Anfang an kannten.
Hier in dem Fall ist eine wenig befahrene Straße ein ganzes Stück entfernt.
 
Tatjana462

Tatjana462

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Wir wohnen an einem Feld in einer nicht zu sehr befahrenen Straße, ca. 250 m von der Ortsdurchfahrtsstraße entfernt.
Also um es richtig zu verstehen:
Ihr wohnt direkt an einer nicht zu sehr befahrenen Straße. Wenn die Katzen rausgehen, sind sie gleich auf der Straße - und das ist sicher nicht die gleiche, wie die Ortsdurchgangsstraße ca. 250 m entfernt? Unter einer Ortsdurchgangsstraße stelle ich mir eine vielbefahrene Straße vor. Deshalb oben meine Antwort:
Entscheiden muss letztendlich jeder selber. Aber ich schließe mich den Beiträgen an, in denen stand, dass die Straße - eine befahrene Durchgangsstraße - schon eine große Gefahr bedeutet.
 
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VoiceSi

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Also um es richtig zu verstehen:
Ihr wohnt direkt an einer nicht zu sehr befahrenen Straße. Wenn die Katzen rausgehen, sind sie gleich auf der Straße - und das ist sicher nicht die gleiche, wie die Ortsdurchgangsstraße ca. 250 m entfernt? Unter einer Ortsdurchgangsstraße stelle ich mir eine vielbefahrene Straße vor. Deshalb oben meine Antwort:
Noch genauer beschrieben, wohnen wir am Ende einer Sackgasse in einem Wohngebiet. Die Ortsdurchfahrtsstraße ist, wie schon geschrieben, 250 m entfernt und hinter dem Haus ist ein Garten und anschließend ein großes Feld, weiter oben dann nur noch Waldrand. An einer stark befahrenen Durchgangsstraße würde ich solche Überlegungen gar nicht anstellen. Wie ebenfalls ganz oben geschrieben, wir hatten 17 Jahre lang zwei Freigänger, denen nichts passiert ist. Es ging mir auch wirklich jetzt einfach darum, Erfahrungen zu hören, wie es Katzen erging, die vorher im Haus waren und dann Freigang bekamen... Möchte rausfinden, ob es für meine zwei einen Benefit haben würde, denn dann möcht ich ihnen das alles da draußen nicht mehr verwehren.

Zum Thema "raus wollen": Sie sitzen des öfteren am gekippten (selbstverständlich GESICHERTEN...) Fenster und schnuppern raus, wenn dort ein bisschen Luft zu vernehmen is... Das sieht mir einfach sehr nach Sehnsucht aus jedesmal.
 
Hiyanha

Hiyanha

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Ich bin vermutlich das absolute Gegenteil, zu all den Befürwortern von Freigang für die Katzen.
Ich schließe mich an und werfe ein, bei Katzenbesitzern gerne mal außenvor gelassenes Thema, nämlich den Vogelschutz, ein.

Es gibt in unseren heimischen Gefilden ohnehin schon immer weniger (Sing-)Vögel und da sind Freigängerkatzen eine zusätzliche, große Belastung für den Bestand.
Bitte lest euch dazu mal ein bisschen schlau. Es gibt genug neutrale, nicht von Katzenhassern stammende und dennoch informative Seiten zu diesem Thema im Netz.

Auch als Katzenliebhaber sollte man nicht nur das Wohl seiner eigenen Katze im Blick haben, sondern auch mal über den Tellerrand hinaus schauen.

Meiner Meinung nach haben Hauskatzen draußen, in ungesichertem Freigang, absolut gar nichts verloren. Es gibt dort schon viel zu viele verwilderte Katzen, denen gar nichts anderes übrig bleibt, als ihren täglichen Lebensunterhalt erbetteln und erjagen zu müssen.
Die Natur braucht da nicht obendrein auch noch gut genährte Hauskatzen, die in die selbe Kerbe schlagen.


P.s.:
Katzen schnuppern an verführerisch riechendem Menschenessen übrigens genauso genussvoll, wie an offenen Fenstern. Trotzdem lässt man sie nicht alles fressen.
Weil man als Katzebesitzer eine Verantwortung hat. Und zwar nicht nur für das Wohl seiner Katzen, sondern auch für das, was die eigene Katze anrichten kann.



Das Problem der Freigänger-Katzen

Katzen für den Vogelschutz reinholen - Oberhessen-Live

Naturtipps - Hauskatzen und Artenschutz
 
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MinjaundJimmy

MinjaundJimmy

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Ich schließe mich an und werfe ein, bei Katzenbesitzern gerne mal außenvor gelassenes Thema, nämlich den Vogelschutz, ein.
Das ist ein endloses Diskussionsthema... Und du hast recht, sollte man auch nicht außen vor lassen.
Nach über 6 Jahren Freigang, kann ich nur sagen, der Kater fängt phasenweise viele Mäuse.
Die Katze fängt ganz selten mal einen Vogel. Da beide immer in der Nähe sind, bringen sie alles mit nach hause. Es sind bei 2 Katzen 2-5 Vögel im Jahr bisher.
Und wesentlich mehr Mäuse. Und das, obwohl ich hier massenhaft Vögel füttere das ganze Jahr.
Ich hatte darüber auch Studien gelesen, Katzen sind nicht an erster Stelle was das Vogelsterben betrifft, dennoch sterben natürlich Vögel durch Katzen und das ist sehr traurig.
Ich persönlich würde meine deshalb nie einsperren, wenn die Mögl. eines Freigangs gegeben ist. Die 2-5 Vögel sind schlimm, aber ich helfe dafür rund ums Jahr mit gutem Futter bei den Wildvögeln und auch bei der Aufzucht der Jungen. Denn die Nahrung ist nicht mehr so leicht zu beschaffen wie es einmal war.
Was man machen kann/sollte, die Katzen in der Jungvogelzeit am frühen Morgen und Abend nicht raus lassen.
 
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