Freigängerkater mit Triaditis

Diskutiere Freigängerkater mit Triaditis im Bauchspeicheldrüse (Pankreas) Forum im Bereich Krankheiten-Innere; Hallo ihr Lieben, ich lese hier schon seit vielen Jahren mit und habe mich entschlossen, mich nun anzumelden um vielleicht ein paar Tipps...
sotanita

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Hallo ihr Lieben,

ich lese hier schon seit vielen Jahren mit und habe mich entschlossen, mich nun anzumelden um vielleicht ein paar Tipps, Meinungen und Erfahrungsberichte von euch zu bekommen.

Seit über vier Jahren lebt unser Herr Flausch (mit bürgerlichem Namen Max) bei uns. Er ist jetzt elf und kam mit sieben Jahren zu uns, nachdem er sich geweigert hatte, mit seiner Familie umzuziehen und daraufhin im alten Zuhause verwilderte. Wir haben ihn dann aufgenommen und wieder gezähmt und aus dem ängstlichen Wildling ist ein verkuschelter, verspielter und sehr gesprächiger Panther geworden. Max ist ein riesiger Glücksfall für uns, weil mein eigentlich katzenallergischer Mann kein bisschen auf ihn reagiert. Nachdem wir anfänglich dachten, er wäre ohnehin einer, der vorrangig im Garten lebt (der Kater natürlich, nicht der Mann), hat er sich mittlerweile zu einem Sofakater mit Zugangsrecht in alle Zimmer des Hauses entwickelt, der sogar im Bett schlafen darf. Aber er liebt es auch, rauszugehen und Mäuse zu jagen und nimmt es mit der Bewachung des Reviers sehr ernst. Wir haben den kleinen Angsthasen sehr in unser Herz geschlossen und verwöhnen ihn natürlich nach Strich und Faden.

Nun macht uns unser Panther aber ziemliche Sorgen.

Er war schon immer ein eher mäkeliger Fresser und es war nicht so einfach, ihn dazu zu überreden, hochwertiges getreidefreies NaFu zu fressen. Er ist mit Supermarkt-TroFu aufgewachsen, darum haben wir es lange auf die Umstellung geschoben. TroFu und Ramsch-NaFu gingen nämlich immer. Es war also eher normal, dass er auch mal einen Tag lang gar nichts gefressen hat, wenn ihm das Vorgesetzte nicht passte (dachten wir zumindest). Ich habe aber immer darauf geachtet, dass er spätestens am zweiten Tag wieder frisst. Notfalls gab's dann halt getreidefreies TroFu oder irgendwas weniger Hochwertiges. So viel zum Thema "hart bleiben", wie es in so vielen Ratgebern heißt. Ich gebe dann lieber nach, als eine hepatischen Lipidose zu provozieren. :unknw:

Letzte Woche ging es ihm dann aber furchtbar
schlecht. Er fraß und trank nicht mehr, lag nur noch im Bett und beachtete uns gar nicht mehr oder knurrte uns an, wenn wir ihn anfassten. Wir sind dann zum TA und der stellte Fieber und leicht geschwollene Lymphknoten fest, im Blutbild ergaben sich leicht erhöhte Leukozyten und etwas erhöhter Blutzucker. Diagnose: Virusinfektion. Sie hängten ihn den ganzen Tag an die Infusion, abends bekamen wir den Kater mit Schmerzmedikamenten (Metacam) wieder. Als Antibiotikum wurde ein Depot gespritzt. Es hieß, wir sollten uns am Montag wieder melden.

Die Nacht war die Hölle. Der Kater hatte sich bis ins Bett geschleppt und lag nun apathisch zu meinen Füßen. Ich bin jede Stunde aufgewacht und habe geschaut, ob er noch atmet. Er hat nicht wirklich geschlafen, hatte heiße Ohren und war apathisch. Irgendwann in der Nacht war er weg. Ich habe ihn erst in seinem Katzenkorb, später auf dem Sofa gefunden und bin in regelmäßigen Abständen nachschauen gegangen, wie es ihm geht. Morgens ging es ihm noch schlechter, er hat uns komplett ignoriert und sich kaum noch bewegt, aber geknurrt oder miaut, wenn ich ihn an den Schulter, am Rücken, am Bauch oder an den Beinen berührt habe. Wir beschlossen, ihn in die Tierklinik zu bringen, da kein TA hier in der Nähe übers Wochenende offen hatte und auch der Notfall-TA keinen Nachtdienst anbieten konnte.

In der Klinik wurde Max sofort stationär aufgenommen, bekam wieder Infusionen und Antibiotika. Sie konnten aber nur ein kleines Blutbild machen weil auch dort nur Notfallbetrieb war. Immerhin haben sie da schon mal erhöhte Bilirubin-Werte entdeckt (Leber) und uns mit der Info nach Hause geschickt, dass es neben einer Infektion auch ein organisches Problem sein könnte; das könne man aber erst am Montag feststellen, wenn alle Kollegen wieder da seien. Nun gut. Übers Wochenende blieb der Panther also in der Klink, ich bekam regelmäßig Updates, das Fieber sank und sein Zustand besserte sich. Am Montag (gestern) bekam ich dann die Info von der zuständigen TÄ, dass Blutwerte und Ultraschall tatsächlich auf eine organische Entzündung hindeuten; offensichtlich sah man Veränderungen an Bauchspeicheldrüse und Gallenwänden. Diagnose: Triaditis. Ursache: ungeklärt bzw. mehrere Ursachen möglich. Um Tumore o.Ä. auszuschließen, müsste man punktieren usw., worauf man aber erst einmal verzichten würde. Eigentlich wollten sie eine Gastrosonde legen, weil er seit fast fünf Tagen nichts mehr gefressen hatte, aber da er sehr verstört und ängstlich war, kamen wir dann überein, dass wir ihn erst einmal mit nach Hause nehmen würden, um zu schauen, ob er in der gewohnten Umgebung zur Ruhe kommen und dann wieder fressen würde. Er bekam noch einen Appetitanreger, worauf er in der Klinik gut fraß, dann durften wir ihn heimnehmen.

Zuhause war er noch recht wacklig, unruhig und verwirrt, beruhigte sich aber über Nacht und war heute Morgen eigentlich schon recht der Alte. Über Nacht hat er auch ca. 85 g Thunfisch und 20g fettarmes Rinderhack gefressen. Morgens war er dann nur noch zu wenig Fressen zu bewegen (er hat einfach noch den Napf ein bisschen besser ausgeputzt), trotz Appetitanreger. Ein wenig getrunken hat er aber. Die Tablette gegen Übelkeit hab ich leider noch nicht in ihn reinbekommen. Zusätzlich zu diesen beiden Sachen bekommt er noch zwei Antibiotika, von denen ich ihm schon seine Morgenportion geben konnte.

Im Moment scheint er recht wach und normal zu sein, er schläft ab und zu (aber das tut er normalerweise zu dieser Tageszeit sowieso) und will unbedingt raus. Eigentlich sollte ich seinen Kot beobachten, darum ist seine Katzenklappe natürlich zu. Aber wie ich den kleinen Sturkopf kenne, kann es auch sein, dass er einfach nicht aufs Kistchen geht und wartet, bis er endlich rauskann. Was meint ihr? Soll ich ihn dann trotzdem rauslassen (und versuchen ihm überallhin hinterherzurennen, um zu sehen, wo er sein Häufchen macht)? Und was mach ich, wenn der Stuhlgang einfach nicht in Gang kommen will? Kann ich ihn irgendwie unterstützen? Wie lange kann ich abwarten? Wie lange ist es normal, dass nach so einer Zeit (und mit den ganzen Medikamenten) noch nichts so richtig geht?

Natürlich hab ich zum Thema Bauchspeicheldrüse/Galle/Leber in den vergangenen Tagen viel gelesen und bin mir bewusst, dass es eine kritische Geschichte ist.

Hat jemand Erfahrung mit ähnlichen Symptomen? Tipps, Erfahrungen?

Sollte ich mich darauf einstellen, dass wir unseren Flausch nicht mehr lange haben werden oder kann mich jemand beruhigen?

Ich hab jetzt mal fettreduziertes Futter bestellt (wobei die Sorten, die er gern frisst, eh unter 5% Fett haben) und noch ein paar Aufpäppel-Produkte dazu. Im Moment geht es ja einfach darum, ihn zum Fressen zu bringen.

Habt ihr Erfahrung mit TroFu bei Pankreas-/Galle-Geschichten? Ich hab jetzt mal eins bestellt mit 13% Fett, extra für dieses Krankheitsbild. Ist schon viel weniger Fett als sonst, aber 13% sind halt immer noch viel mehr als die empfohlenen 5%.

Und etwas macht mich noch ein wenig stutzig. Offensichtlich ist so eine Pankreatitis sehr schmerzhaft. Max hatte ja offensichtlich auch Schmerzen, was er durch sein Knurren und Miauen gezeigt hat (übrigens nie beim Tierarzt, aber da war er vor lauter Angst sicher einfach voller Adrenalin). In der Klinik hatte er natürlich Schmerzmittel intravenös, aber die Wirkung ist seit gestern Nacht ca. 24 Uhr sicher vorbei. Er scheint mir am Bauch immer noch recht berührungsempfindlich zu sein, gestern hat er auch noch mal miaut, als ich ihn kurz angehoben haben. Sollte er nicht auch ein Schmerzmedikament bekommen? Das Metacam hab ich immer noch da, aber die TÄ in der Klinik meinte, das sei nicht so gut, weil es auf die Nieren ginge. Gibt's eine bessere Alternative? Soll ich darauf bestehen, dass ich eine Alternative bekomme oder kann man erstmal abwarten und schauen, wie er sich macht?

Danke an alle, die bis hierher mitgelesen haben. Würde mich über ein bisschen Ermutigung und Hilfe freuen.

Liebe Grüße
von Annie und Max
 
04.05.2021
#1

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Trulla-la

Trulla-la

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Hallo Annie
Da hat der Max aber ganz tief in die KrankheitenKiste gegriffen.
Triaditis hatte ich noch keine eigenen Erfahrungen Aber Pankreatitis, Gastritis und IBD sind mir vertraut

Ist gestern denn ein großes bzw geriatrisches Blutbild gemacht worden?
Fände ich wichtig um da bessere Übersicht zu bekommen welche Werte aus der Norm sind. Oft ist ja auch ein Zusammenspiel verschiedener Werte wichtig.
Und zweite Frage - wurde ein Ultraschall vom Bauchraum gemacht?
Wenn nicht sehe ich das auch als nötig Ein TA der fit darin ist sieht darauf vieles an möglichen Veränderungen Magen- oder Darm Wand verdickt, Pankreas auffällig, Zustand der Nieren usw. Auch einen Tumor könnte man dabei gegebenenfalls sehen.

Wenn Max eine Pankreatitis hat ist es gut ihm Metacam zu geben. Bei vorübergehender Gabe tut es den Nieren so schnell nichts. Bei langfristiger Gabe ist es gut 2x im Jahr ein BB machen zu lassen. So lange Max funktionierende Nieren hat ist Schmerzbekämpfung deutlich wichtiger. Und Metacam ist dafür ein gutes Mittel da es gleichzeitig Entzündungshemmend wirkt.

AB und Appetitanreger könntest du auch spritzen. Zumindest wenn du dir das zutraut und der TA dir die Mittel dazu gibt.
Oral ist leider häufig schwierig bei diesen Krankheitsbildern. Schon weil ja eh kaum was angenommen wird


Und zur Beruhigung..
Das ist eine Schei... Erkrankung, aber nicht gleich das Ende eures Zusammenlebens
Toll das gleich mit Infusionen gegengesteuert wurde. Das könnte man auch weiterhin tun. Ginge durchaus auch zuhause.
 
sotanita

sotanita

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Hallo Trulla-la,

danke!

Ja, genau, großes Blutbild und Ultraschall wurden gemacht. Daher auch die Diagnose. Im Befund heißt es:
  • erniedrigte rote Blutkörperchen
  • leichtgradig erniedrigte Bluttplättchen
  • Bilirubin erhöht
  • erhöhter Leberwert
  • erhöhter Muskelenzymwert (das könnte von der Anspannung kommen, weil er furchtbar nervös war - oder vom Zittern wegen dem Fieber)
  • leichtgradige mesenterale Lymphadenomegalie
  • leichtgradige generalisierte Verdickung der Dünndarmmuscularis
  • leichtgradige Pankreasveränderungen
  • leichtgradige unregelmäßige Erweiterung der ableitenden Gallenwege mit leichter Sedimentbildung in der Gallenblase
  • korpuskulärer Urin in der Harnblase
Er hat außerdem noch einen Verdacht auf ein realtiv großes Myelolipom auf der Milz und eine leichtgradige Trikuspidalklappeninsuffizienz, aber da beides keine Probleme macht, wird das im Moment nicht weiter verfolgt.

Ich hatte den Eindruck, dass sie in der Tierklinik recht fit sind in der Diagnostik. Die behandelnde Ärztin war auch Spezialistin für Innere Medizin. Eigentlich möchte ich die Behandlung aber gern bei meinem TA hier im Ort fortsetzen, einfach, weil Max Autofahren und Tierarzt so sehr hasst und ich ihn so wenig wie möglich dem Stress aussetzen will.

Als Appetitanreger bekommt er derzeit Mirtazapin als Ohrsalbe, das hat heute ganz gut geklappt. Das Cerenia gegen Übelkeit hat er vorhin glaube ich aus Versehen doch noch mitgefressen, weil es im Hackfleisch versteckt war :prima:

Die beiden ABs sind Marbocyl und Clavaseptin. Wenn ich die Tabletten weiterhin in ihn reinkriege, wäre das ja auch gut, oder? Ansonsten müssten wir halt auf Spritzen umsteigen. Ich bin zwar nicht so der Held bei medizinischen Behandlungen, aber wenn's sein muss, muss es halt sein.

Danke für die Beruhigung! Die letzten Tage waren eine emotionale Achterbahnfahrt. Ich würde mir so wünschen, dass es jetzt einfach nur noch besser wird.
 
Pat

Pat

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Hallo Annie, zunächst herzlich willkommen hier im Forum! ::wgelb

Deine Geschichte vom Herrn Flausch berührt mich sehr und es ist für ihn solch eine tolle Fügung, das ihr euch damals seiner angenommen habt und ihr euch nun so fürsorglich um ihn kümmert, das ist (trotz der jetzigen Sorgen) so toll von euch.

Zu dem Krankheitsbild kann ich dir wenig dazu sagen, da hast du ja in Tina...... und wirst du aber auf jeden Fall hier auch noch viele andere treffen,...... die dir da sicher weiter helfen können.

Zu deinen Fragen über andere "praktische Abläufe", wie z.B. ......

[QUOTE="sotanita, post: 3080013, member: 51730"]
Eigentlich sollte ich seinen Kot beobachten, darum ist seine Katzenklappe natürlich zu. Aber wie ich den kleinen Sturkopf kenne, kann es auch sein, dass er einfach nicht aufs Kistchen geht und wartet, bis er endlich rauskann. Was meint ihr? Soll ich ihn dann trotzdem rauslassen (und versuchen ihm überallhin hinterherzurennen, um zu sehen, wo er sein Häufchen macht)?
[/QUOTE]


Das würde ich auf jeden Fall auch so beibehalten und ihm den Ausgang sperren ...... es ist durch aus wichtig, das du tatsächlich den Kot siehst und dann aber auch gleich beobachten kannst, ob und wann er nun tatsächlich macht ..... wenn er so lange nichts gefressen hatte, dann kann es durchaus sein, das er erst 3 Tage nach der neuen Nahrungsaufnahme wieder Kot produziert.
Daher also besser ohne Ausgang, dafür aber eine mögliche Kontrolle ...... sein noch nicht machen muss nicht unbedingt vom "Sturkopf" sein, sondern kann auch durch den "noch fehlenden Druck" sein.

Ich würde bei "Erfolg" dann auch gleich eine Kotprobe sammeln (einfach in ein Glas mit Schraubdeckel), damit du das evtl. auch gleich für Untersuchungen zur Verfügung hast .... da auch mal in der Klinik oder Tierarzt telefonisch fragen, ob das sinnvoll ist....... dadurch bist du dann auf der sicheren Seite, das du nur "beim beobachten" nichts übersiehst.

Wenn es aber nicht in Gang kommt, dann hilft oft sehr gut "Macrogol 4000", darüber solltest du aber vorher besser mit der Klinik oder deinem Tierarzt sprechen.

Für den "praktischen Ablauf" .... stell doch einfach mal ein zusätzliches Klo von innen direkt vor die Katzenklappe ..... vielleicht animiert ihn das dann.

Ich habe auch 2 alte Kater und auch schon früher andere alte Katzen, die zwar nicht das Krankheitsbild deines Flauschis hatten, aber durch Krankheit und OP auch totale Futterverweigerer waren.

Dafür gibt es ja viele "Päppelfutter-Möglichkeiten", aber wir hatten immer die besten Erfolge mit "Bioserin"...... das führte dann auch dazu, das die Katze dadurch dann bald wieder anfing selbst besser zu fressen ...... zusätzlich zum Futter hilft es dann aber auch, wieder verlorene Kraft neu aufzubauen.

Hier mal ein Link dazu, wo du es bestellen kannst .... es gibt im Internet auch noch verschiedene andere Adressen), oder beim Tierarzt. da habe ich es immer geholt ..... und Tierkliniken führen es auch oft, das man es dort bekommen kann....... es muss dann aber gekühlt werden und kann auch portionsweise eingefroren werden, dann hat man immer eine Reserve zur Verfügung.

Das Bioserin ist einfach zu geben und hilft bei recht kleiner Menge dann bereits ausreichend ..... genaue Mengenangaben stehen auf dem Beipackzettel ..... zusätzlich hier mal ein Link, in dem auch Fragen und Erfahrungen geschrieben wurden .....

Bioserin Serumprotein wieder lieferbar | HERMKO (tiervitalshop.de)

Bioserin bei Nahrungsverweigerung/Inappetenz/Anorexie | Katzen Forum - Das große Katzenforum (katzen-forum.net)

Ich drücke euch alle Daumen, das es mit eurem Max schnell wieder aufwärts geht.

LG Waltraud
 
Pat

Pat

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weil Max Autofahren und Tierarzt so sehr hasst und ich ihn so wenig wie möglich dem Stress aussetzen will.
Dagegen könntest du dir aus der Apotheke von Bachblüten die "Rescue Tropfen" ohne Alkohol holen .... gibt es auch als Globuline ..... die sind unschädlich, bekommst du frei verkäuflich in der Apotheke (kannst du auch selbst zur Beruhigung nehmen) und helfen bei Katzen sehr vielen , das sie entspannt und ruhig in der Box und bei der autofahrt und TA-Besuch sind.

Die Tropfen werden als 4 Tropfen mehrmals vor Antritt der Fahrt entweder direkt ins Mäulchen gegeben, oder einfach auf die Pfote getropft und dann meist sofort von der Katze selbst abgeleckt ( der Fuß muss ja meist "sofort" von der Katze gereinigt werden ;-)) .

Bei vielen Katzen hilft das sehr gut ..... muss man einfach ausprobieren .... und es hat keine Nebenwirkungen.
 
Trulla-la

Trulla-la

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Die Trulla-la heißt übrigens Tina ;-)

Von der Medikation seid ihr erstmal gut aufgestellt. Wenn du sie gut in Max reinbringst spricht nichts dagegen so weiterzumachen
Das du lieber zum Haus TA möchtest kann ich gut verstehen Vllt ist er bereit im Konsil zu interagieren?

Was ich vorhin vergaß..
Den Stuhlgang kannst du mit Quark, Joghurt, Butter u. ä. unterstützen Wenn Max unbedingt raus will würde ich ihm das nicht verwehren. Macht einfach zusätzlich Stress Hängt halt sehr von ihm ab. So lange er akzeptiert nicht raus zu können ist es gut. Ansonsten lass ihn Käckern wo er mag. Nicht das er aufhält und der Kot sich verhärtet

Und zum Futter - probier mal rohes Huhn oder Pute
Überhaupt habe ich bei Pankreatitis sehr gute Erfahrung mit reiner Rohfütterung (B. A. R. F. ) gemacht Muß man sich aber einlesen weil dann Supplemente zugegeben werden müssen
Vermeide gehacktes, daß möge einige Katzen nicht.
 
sotanita

sotanita

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Hallo ihr Lieben

Danke für die netten Worte und die vielen Tipps!

Ich versuche erstmal noch durchzuhalten mit der geschlossenen Katzenklappe. Er hat schon lautstark vor sämtlichen Ausgangstüren geschimpft und seine "kaputte" Katzenklappe mit den Pfoten bearbeitet, so dass mein Mann schon angeboten hat, ihn rauszulassen und draußen zu verfolgen. 😄 Aber ich will erstmal sehen, wie sich die Sache entwickelt. Vielleicht klappt's ja heute abend noch mit dem Kistchen. Lange werden wir es aber sicher nicht mehr übers Herz bringen, ihm seinen Wunsch abzuschlagen. Gut zu wissen, dass es tatsächlich bis zu drei Tage dauern kann. Antibiotika bringen den Darm ja auch ziemlich durcheinander, oder? (Ist zumindest bei Menschen so.)

Rohfleisch ist so eine Sache bei unserem kleinen Mäkelkater. Das einzige, das er neben Thunfisch wirklich liebt, ist Rindshackfleisch (Gehacktes). Rindergulasch oder Geschnetzeltes findet er blöd. Bei Huhn oder Pute schleckt er meistens sehr gern die Schälchen mit dem Blut/Wasser aus, aber das Fleisch selber frisst er nur manchmal. Bei Kaninchen das gleiche. Wir haben ihm schon ziemlich oft eine Freude mit einem Happen Rohfleisch machen wollen und es dann schließlich doch wegwerfen müssen. (Und das hier der Schweiz, wo Fleisch sooo teuer ist! 😩) Darum befürchte ich, dass Barfen keine so gute Idee wäre bzw. recht einseitig enden würde. Als ich mich damals genauer in artgerechte Fütterung eingelesen habe, habe ich mir auch ein paar Sachen zum Barfen angeschaut und fand die Idee eigentlich ziemlich toll. Aber es müsste natürlich auch in der Praxis klappen ...

@tina: Wie lief das denn so bei deinen Pankreatitis-Erfahrungen? Wurde das wirklich wieder gut oder war es ein ständiges Auf und Ab? Was man so in den verschiedenen Erfahrungsberichten liest, ist leider nicht immer sehr hoffnungsvoll. Und ich glaube nicht, dass ich Max eine monate- oder jahrelange TA-Odyssee mit wochenlanger Gastrosonde usw. antun kann. Er ist doch immer so schnell von allem gestresst. :to_take_umbrage:

Liebe Grüße
Annie
 
Trulla-la

Trulla-la

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Nun, ich bin beim Jery dann auf barfen umgestiegen. Von da an hat es höchstens mal gezwickt.
Vorher haben wir auch eine Achterbahnfahrt an Symptomen, starken Symptomen und symptomfreier Zeit gehabt. Mit der Zeit lernte ich ihn zu lesen und steuerte früh gegen.
Wobei wir AB nur in der akutesten Phase hatten. Ansonsten langfristig Prednisolon. Und Metacam immer wenn es arg wurde.

Besprich es mal mit deinem TA (oder der TÄ von der TK) ob Predni eine Option für euch sein kann. Bei Galle kenn ich ich mich nicht so aus.
Hier ein Link zur Dosierung, Erst Initial, nach 3-5 Tg Erhalt.
Damit konnte ich ein akutes Aufflammen gut abpuffern. Soltte dein TA da mitgehen können wir dann schauen wie du es händeln kannst

Das Max rohes nur bedingt nimmt ist doof, aber was solls
Jetzt muß der Bengel erstmal aus der akuten Phase raus. Dann weiterschauen.

Hast du ihm Metacam gegeben? Erzähl doch später mal wie er sich darunter verhält
 
sotanita

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Kleines Update: Max hat wieder gefressen (ca. 70 g Thunfisch) und wir haben gemeinsam im Garten eine Runde gedreht. Er hat sich so lautstark beschwert und fand alles andere bis auf die Haustür doof (wie gesagt - er nimmt das mit dem Revier bewachen sehr ernst!), dass ich einfach nachgeben musste. Ich habe ihn aber stets im Blick behalten und er war klug genug, nur auf unserem Grundstück zu bleiben. Markieren und Schnuppern funktionieren wunderbar, ein Häufchen gab's leider noch nicht. Habe aber auch noch mal mit der TÄ aus der Klinik telefoniert und sie meinte, der Darm sei wirklich komplett leer gewesen. Es kann also gut sein, dass es ohnehin ein paar Tage dauert und es gibt noch keinen Grund zur Sorge.

Nach zwanzig, dreißig Minuten ist er brav wieder mit reingekommen, hat gefressen und ruht sich jetzt aus. Ganz fit ist er natürlich noch nicht, das merkt man schon, wenn man ihn draußen beobachtet. Aber im Vergleich zu letztem Donnerstag ist es trotzdem ein Unterschied wie Tag und Nacht.

In ca. einer Stunde gebe ich ihm dann seine Abendmedikamente und hoffe, dass er heute dann keine Lust mehr hat, rauszugehen.

Das mit dem Prednisolon für die langfristige Behandlung hat die TÄ aus der Klinik auch schon erwähnt. Ich denke, dass das kein Problem sein sollte.

Nun, ich bin beim Jery dann auf barfen umgestiegen. Von da an hat es höchstens mal gezwickt.
Ach, das wäre wunderbar, wenn wir das auch so hinkriegen würden!

Vorher haben wir auch eine Achterbahnfahrt an Symptomen, starken Symptomen und symptomfreier Zeit gehabt. Mit der Zeit lernte ich ihn zu lesen und steuerte früh gegen.
Ja, ich glaube, das könnte ich mit der Zeit sicher auch erkennen. Ein bisschen hab ich sowas ja schon geahnt, weil er sich letzten Herbst nicht wie üblich seinen Winterspeck angefressen hat. Ich hatte im Lauf des Winters immer mal wieder das Gefühl, hinter seiner Mäkelei könnte auch mehr stecken. Er hatte nämlich oft riesigen Hunger und hat sich beschwert, ist aber vorm vollen Napf quasi zurückgezuckt. Manchmal hat er sich auch das Mäulchen geschleckt und ist dann wieder davongelaufen. Ich hab dann immer mal auf seine Zähne geschaut, wenn ich durfte (sprich, wenn er gegähnt hat - sonst geht das gar nicht!), aber mir ist nichts Ungewöhnliches aufgefallen. Dass ihm schlecht sein könnte, habe ich mir manchmal auch überlegt, aber mir fehlten einfach weitere Anzeichen für ein Verdauungsproblem wie Erbrechen, sichtbarer Gewichtsverlust, Lustlosigkeit etc. Er war halt immer fit und zufrieden und hatte ein glänzendes Fell ... Hätte ich doch früher reagieren sollen? Hätte das was genützt?

Metacam hab ich ihm bis jetzt noch nicht gegeben, weil er den Tag über recht zufrieden gewirkt hat. Er hat mehrmals richtig tief und entspannt geschlafen und sitzt bzw. liegt auch entspannt da. Ich beobachte ihn aber ziemlich genau, und sobald es Anzeichen für Schmerzen gibt, werde ich ihm eine Dosis geben, auch wenn die TÄ aus der Klinik nicht so begeistert davon ist.
 
Trulla-la

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Das klingt doch schon etwas besser Und das Ablaufen seines Revier tut sicher auch der Seele gut.

Und zu deinen Beobachtungen..
Hätte der Hund nicht gesch... hätte er den Hasen gekriegt
Oder netter ausgedrückt - man kann immer nur aus dem Moment, den eigenen Erfahrungen und dem aktuellen Verhalten heraus entscheiden Da Pankreatitis sooooo viele Gesichter hat ist ein erkennen schwierig
Mach dir also bitte keine Vorwürfe Du hast jetzt umsichtig und schnell reagiert Das zählt
 
sotanita

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Vielen Dank für deine lieben Worte. Ist auch wieder wahr. Man macht sich halt so seine Gedanken ...

Leider hat die Medikamentengabe heute Abend nicht besonders gut geklappt und der Herr ist jetzt recht sauer auf mich. Wahrscheinlich auch, weil ich ihn jetzt im Dunkeln nicht noch mal rauslasse. Das ist mir in seinem aktuellen Zustand einfach zu heikel.

Ich hoffe, ich kann ihn dazu überreden, noch ein bisschen was zu fressen. Wieviel wäre eigentlich so das Minimum pro Tag, das wir schaffen sollten? Bzw. was ist realistisch?
 
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Häng dich nicht an Mengen auf. So lange er was frisst ist erstmal okay
Wenn er 1/4 seiner normalen Menge nimmt ist es i. O.
Natürlich nicht auf Dauer, aber für 2-3 Tg erstmal

Tabletten zu verstecken ist oft einfacher.
Leber-oder Teewurst, Sticks für Hunde, Forellenfilet, Käse etc pepe Alles ist erlaubt, Hauptsache es wird genommen
Ich habe bei meinen immer ein Ritual draus gemacht.
Dieses eine besondere immer am gleichen Ort und nur zu diesem Mal. Bei Cleveren macht es Sinn 2-4 Stck vorzubereiten um den Trojaner zwischendrin zu geben.
Und - - je unaufgeregter wir Menschen damit umgehen desto besser die Chance es in die Katze zu bekommen
 
sotanita

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Okay. Mit Thunfisch, Hackfleisch, Leckerlies und TroFu kommen wir sicher auf 80g-100 g. Das ist dann also gar nicht mal so schlecht.

Wahrscheinlich würde er am liebsten einfach TroFu fressen und ab und zu mal einen Happen was anderes. Spricht da was dagegen? Ich habe gerade noch ein getreidefreies von Purizon mit 11% Fett da. Ich würde dann vielleicht noch Katzenmilch ins Wasser mixen, damit er dann auch wirklich trinkt. (Was er zwar von selbst macht, wenn er viel TroFu gegessen hat, aber ich bin halt unsicher, ob das wirklich reicht.)

Medikamente verstecken würde bei Max am besten in so trockenen Leckerlies funktionieren. Dreamies etc. liebt er. Ich werd nachher mal einkaufen gehen und schauen, ob ich welche finde, die man aufschneiden kann. Irgendwelche Tipps? Wir haben nämlich ohnehin das Ritual, dass er sich TroFu und Leckerlis fangen muss, die wir ihm irgendwohin werfen. Da könnte man das ja auch unauffällig einbauen.

In Hackfleisch verstecken hat heute Morgen überhaupt nicht geklappt. Er hat begeistert Hackfleisch gefressen, und als wir dann zu dem "Trojaner"-Kügelchen kamen, hatte er plötzlich keine Lust mehr. Wahrscheinlich, weil es halt mehr zusamengerollt war als der Rest. Er ist echt schlau ...
 
Trulla-la

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Oooh ja
Die merken scheinbar alles
Pauli war verrückt nach feiner Leberwurst Das erste Kügelchen war pur, das 2te dann mit Pille, und wenn er ganz brav war gab es ein pures zum Schluß
Aber das hat auch nicht jedesmal geklappt

Dreamies kenne ich mich nicht mit aus. Was viele gut annehmen sind die Sticks vom Penny Stückchen abknipsen, Loch rein Pille versteckt
Ging hier jedoch gar nicht. Bei Jerry mußte ich immer mal wechseln. Am besten klappte alles was zum schlecken war. Schlecksnack, Sprühsahne, Joghurt etc.

Man muß wirklich rumprobieren Und ruhig Menschenessen nutzen. Zumindest bei Wurst, Käse etc. Gibt ja nicht viel davon und wenn sie das nehmen ::?
 
sotanita

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Gute Neuigkeiten! Gerade eben habe ich wieder mit Max eine Runde im Garten gedreht. Und siehe da, es gab ein Häufchen! Ich hab jetzt seine Katzenklappe "repariert" und er darf wieder frei kommen und gehen. Ich denke, das hat er sich verdient.

Das mit dem Menschenessen ist so eine Sache mit unserem Herrn Flausch. Er ist tatsächlich sehr anständig und klaut praktisch nie, weil er das meiste von uns gar nicht mag. Wir können locker Essen in der Küche rumstehen lassen - solange es nicht Hackfleisch oder Kochschinken ist, ist das nie ein Problem. Das macht es jetzt natürlich nicht gerade einfach, etwas zu finden, mit dem ich ihm seine Medikamente unterjubeln kann.

Gestern hatte ich die Tabletten dann zerbröselt und in Sahne aufgelöst. Keine Chance. Er hat das Ganze nur angewidert angeguckt. Ich hab es dann mit der Metacam-Spritze aufgezogen und ihm ins Mäulchen gespritzt. Fand er überhaupt nicht lustig, weil wir sicher 10 Durchgänge brauchten, bis alles drin war. Aber das kann ich nicht jeden Tag machen. Er guckt mich jetzt schon ganz misstrauisch an, wenn ich ihn mit irgendwas locken will.

Naja, probieren geht über studieren. Ich geh dann mal einkaufen ...
 
Trulla-la

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Das mit dem Menschenessen ist so eine Sache mit unserem Herrn Flausch
Sei froh das er nix klaut.
Ich wollte auch lediglich sagen das man für solche Aktionen durchaus auf unser "Futter" zurückgreifen kann.
Eigentlich gehört das alles ja nicht in die Katz
Dann nutz die beiden soweit das funzt
Wie gesagt - probieren

Schön das Max Kot abgesetzt hat und dafür jetzt sein Türchen wieder heile ist

Magst du bei Gelegenheit mal Fotos von ihm zeigen?
Nicht das ich neugierig bin, aber.... :give_rose:
 
chilli 1

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Wenn du eh gerade einkaufen gehst, nimm doch mal ein Gläschen Babybrei Fleisch pur mit, da stehen viele Katzen total drauf,
eventuell gelingt es dir damit.

Ich nutze eher die Hau Ruck Methode,
Katze rücklings zwischen die Oberschenkel, Mäulchen auf, Medi rein,
wehrhafte Katzen werden eingewickelt.
 
Nula

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Hey
Zu Max seinen Gesundheitlichen Problemen kann ich leider (oder zum Glück) nix sagen.
Da bist du aber auch schon "in guten Händen".

Was die Tablettengabe angeht, da habe ich hier auch so eine Kandidatin in die ich die Tabletten nur mit "sanfter Gewalt" reinbekomme.
Ich greife sie dann im Nacken mache das Maul auf, Tablette rein und streichel dann über die Kehle.
Nach nem Moment lasse ich sie dann wieder los.
Das hört sich jetzt erstmal ziemlich hart an, ist für meine Katze aber weniger stressig als wenn ich sie zwei Stunden lang verfolge und es immer wieder versuche.
 
sotanita

sotanita

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Danke euch!

Ich bin jetzt mit vielen leckeren Dingen nach Hause gekommen und hab schon ein paar verteilt, damit der misstrauische Herr nicht meint, bei mir gäbe es nur noch eklige Tabletten. Er hatte schon angefangen, auf Durchzug zu stellen, wenn ich ihn gerufen habe ... Jetzt hat er ein paar Leckerli bekommen und war ziemlich begeistert davon.

Am besten scheint mir der Liquid Snack von Vitakraft zu funktionieren. Damit hab ich ihn gerade dazu gebracht, freiwillig eine Dosis Metacam zu essen und sogar die Spritze abzuschlecken, die er seit gestern sehr feindselig betrachtet.

Er ist wohl definitiv ein Kandidat, den man austricksen muss.

Ich greife sie dann im Nacken mache das Maul auf, Tablette rein und streichel dann über die Kehle.
Nach nem Moment lasse ich sie dann wieder los.
Ich nutze eher die Hau Ruck Methode,
Katze rücklings zwischen die Oberschenkel, Mäulchen auf, Medi rein,
wehrhafte Katzen werden eingewickelt.
Das mit der Hau-Ruck-Methode hatte ich beim ersten Mal gemacht. Das hat auch noch durch das Überraschungsmoment geklappt. Leider war er dann schon beim nächsten Mal sehr misstrauisch und hat sich gewehrt. Da war leider auch eine eklige Tablette dabei, so dass er buchstäblich geschäumt und mir hinterher erstmal gar nicht mehr über den Weg getraut hat. Ich muss noch dazu sagen, dass wir ihn ziemlich traumatisiert und verängstigt übernommen haben und ihm vermutlich aufgrund seiner Erfahrungen in der "Wildniszeit" das Grundvertrauen in Menschen etwas abhanden gekommen ist. Wir haben die letzten vier Jahre hart daran gearbeitet, dass er mir und meinem Mann und meiner Schwiegermutter vertraut. Bei Fremden ist es immer noch sehr schwierig, aber man merkt, dass die bekannten Menschen ihm dann mittlerweile Sicherheit geben (zumindest, solange wir in der vertrauten Umgebung sind). Ich bin seine wichtigste Bezugsperson und darf ihn als Einzige hochheben usw. Trotzdem ist die Sache recht fragil und ich habe den Eindruck, dass sogar ich es mir schnell mit ihm verscherzen kann, wenn ich das so weitergeht.

Darum probieren wir es jetzt lieber mit Trick17. Hoffe, es klappt.

Magst du bei Gelegenheit mal Fotos von ihm zeigen?
Nicht das ich neugierig bin, aber.... :give_rose:
Natürlich, gern.

Das Bild ist von heute Nachmittag, direkt nachdem er den Nachbarskater mit einem strengen Blick in die Flucht geschlagen hat. :girl_haha: Immer noch ein stolzer Kater, der sein Revier voll im Griff hat, auch wenn er gerade ein bisschen angeschlagen durch die Gegend schleicht.

20210505_174423a.jpg

Falls jemand noch mehr Fotos sehen möchte - ich habe ein Album mit Namen "Max Flausch" erstellt. Da dürft ihr gern reinschauen. (Hoffe, es funktioniert!)

Übrigens - habt ihr eine Idee, wie ich die bittere Cerenia (gegen Übelkeit) verabreichen kann, ohne dass er die auf der Zunge spürt? Die muss echt furchtbar geschmeckt haben. Er hat geschäumt, sein Mäulchen hinterher so richtig eisern zugekniffen und sich erstmal verkrochen. Wenn mir keine gescheite Idee dazu kommt, lass ich die wohl lieber weg.
 
chilli 1

chilli 1

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Es gibt sogenannte Trojaner, Easypill, da kann man die Pillen einkneten, haben glaube ich Hühnchen Geschmack.
ist so geleeartig.
 
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Freigängerkater mit Triaditis

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