Freigänger und Hauptstraße

Diskutiere Freigänger und Hauptstraße im Katzen-Erziehung Forum im Bereich Katzen allgemein; Hallo Zusammen! Ich habe ein Problem mit meiner Katze- auch wenn sie das vermutlich nicht so sieht! Wir sind seit 3 Monaten umgezogen und meine...

Mehrkatze

Gast
Hallo Zusammen!
Ich habe ein Problem mit meiner Katze- auch wenn sie das vermutlich nicht so sieht! Wir sind seit 3 Monaten umgezogen und meine Pauline erkundet jetzt ihr neues Revier. Wir wohnen in einem Wendehammer (Sackgasse) am Stadtrand und haben als einzige große Gefahrenquelle eine Hauptverkehrsstraße in ca.
250 m Entfernung . Um ihr den Weg dahin zu erschweren, haben wir ihr nur den Ausstieg über den Balkon (EG) in den Garten gebaut. Sie hat weiten Auslauf in 3 Richtungen und wenige Katzen in der Nachbarschaft, trotzdem hat sie sich angewöhnt, über die Hauptverkehrsstraße in eine große Gartenkolonie zu spazieren. Bisher haben wir versucht, sie immer wieder nach Hause zu schaffen, sobald wir sie an oder auf der Straße oder auf der anderen Straßenseite gesehen haben. Leider fruchtet das bisher wenig. Habt Ihr eine Idee, wie man ihr das abgewöhnen kann? Ich bekomme regelmäßig einen Herzkasper, wenn ich sie, wie selbstverständlich, dabei erwische, wie sie Autos zur Vollbremsung zwingt. Es ist zwar eine 40 km/h - Strecke, aber die Straße ist immer voll befahren (auch Busse und LKW) und kaum Einer hält sich an die Geschwindigkeitsbeschränkung. Suche dringend kompetenten Rat!
Vielen Dank.
 
04.08.2003
#1

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Gast

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Inga

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erst mal herzlich willkommen hier im forum

kompetenten rat kann ich dir wohl nicht geben... abgewöhnen wirst du es ihr wohl nicht können. der balkon reicht ihr nicht? sonst würde ich den katzensicher machen. falls ihr zusätzlich noch einen garten habt würde ich sie nur dorthin lassen (auch katzensicher machen). ansonsten würde ich meine katzen unter solchen bedingungen nicht rauslassen! (würd ich generell nicht ungesichert).

vielleicht bekommst du ja noch einen rat den du lieber hören möchtest als meinen (glaub da aber nicht dran), ansonsten musst du entweder mit der gefahr und der angst um deine katze leben, oder ihr den freigang nur gesichter oder gar nicht gewähren :(
 
megabytia

megabytia

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Servus Mehrkatze :D !
Nachdem es dein 1. Posting ist, vorerst einmal herzlich willkommen im Forum :D .

Und den einzigen Rat, den ich dir geben kann, ist, den Balkon und/oder Garten katzensicher zu gestalten. Das ist bestimmt aufwendig und mit einigen Kosten und Mühen verbunden, ist aber allemal noch besser - finde ich zumindest - wenn deine Miezekatze von einem Auto überrollt wird. Du musst dir auch vor Augen halten, dass es schrecklich für eine Katze (und nicht nur für sie :cry: ) ist, wenn sie von einem Auto überfahren wird. Das Barmherzigste ist da noch, wenn sie sofort tot sind. Aber das ist leider nicht immer gleich der Fall und die Miezekatzen schleppen sich schwerstverletzt in ein Versteck um dort ganz elendiglich zu sterben. Das willst du doch nicht - oder????????
 

Jenna

Gast
Hallo!

Ich kenne das Problem mit der Hauptverkehrsstraße leider nur zu gut.
Bis wir vor ca. 3 Jahren einen Hund bekommen haben, sind uns immer Katzen zugelaufen. Das waren natürlich Freigänger, es kam bei ihnen gar nicht in Frage ihnen das abzugewöhnen. Obwohl sie um unser Haus herum ausreichend Gärten, Felder und Weiden hatten, überquerten die meisten von ihnen die Straße mehrmals täglich. Und leider sind auch 3 von den 6 Katzen schon in jungen Jahren überfahren worden. Sie waren sofort tot oder mussten wegen der schlimmen Verletzungen eingeschläfert werden. Auch wenn das jedesmal total traurig war, so hatten sie bis dahin alle ein wunderschönes Katzenleben, konnten über Wiesen laufen und auf echten Bäumen herumklettern.
Weil deine Katze auf schon an ihren Freilauf gewohnt ist, würde ich es ihr nicht wieder abgewöhnen. Du würdest sie auch mit gesichertem Freilauf nicht glücklich machen, weil sie ja schon erlebt hat wie toll die Freiheit ist.

Seitdem wir einen Hund haben, sind uns ja keine Katzen mehr zugelaufen. Die beiden, die wir jetzt haben, sind schon im Alter von 3 und 4 Wochen durch den Tierschutzn zu uns gekommen und haben richtigen Freilauf nie kennen gelernt. Für sie haben wir ein Gehege, was für die beiden, die die wirkliche Freiheit nicht kennen, natürlich super ist.

Aber wie gesagt: Ich würde bei dir alles so lassen wie es ist - mit allem anderen machst du deine Katze unglücklich!

Viele Grüße

Jenna
 

Anonymous

Gast
Hallo Mehrkatze,

auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum!

Wenn Du nicht Balkon oder Garten katzensicher machst/machen kannst, bleibt Dir nur das Risiko. Eine Katze davon abzuhalten, in eine bestimmte Richtung zu gehen, ist illusorisch, das klappt nicht. Meiner Erfahrung nach gibt es einfach Katzen, die mit dem Verkehr zurecht kommen, und ander, die das leider nicht tun. Wenn man das früh genug bemerkt, kann man die letzeren ggf. doch einsperren bzw. absichern. Und trotzdem kann es auch eine erfahrene Katze erwischen.

Arradon und Smilla sind unsere beiden bisherigen Freigänger. Früher in meiner Kinder- und Jugendzeit hatten wir immer Freigänger, in 50m Entfernung war eine stark befahrene Straße, aber keine unserer Katzen wurde überfahren.

Arradon und Smilla durften das erste Mal raus, als wir in einem kleinen Ortsteil mit 1600 Einwohnern wohnten. Wir dachten, da kann so schnell nichts passieren, bis wir sahen, daß immer wieder Anwohner mit 70 durch unsere Zone30-Straße rasten. Als wir bei einem Spaziergang dann mal unseren Kater JENSEITS der Bundesstraße trafen, war ich auch erstmal panisch. Irgendwas absichern wäre überhaupt nicht gegangen, kein Balkon, Freigang nur über die Haustür und mehrere Mietparteien. Trotzdem ist nichts passiert. Auch dann nihct, als wir umzogen, in einen Ortsteil von Heidelberg und direkt an der sehr befahrenen Hautpstraße wohnten. Sie sind da zwar nicht drübergeangen, aber immer wieder "gucken". Ich hab allerdings bei beiden beobachtet, daß sie einen großen Respekt vor Autos hatten und sich immer verkrochen, wenn eins kam. Und daß sie sehr gut abschätzen konnten, ob sie es noch schaffen.
Hier schließlich wohnen wir in einem Wohngebiet am Berg mit Zone 30, wo leider auch oft sehr schnell gefahren wird. Es gibt hier viele Gärten, Wald, eine Burgruine mit viel interessantem Grund. Und leider sehr enge Straßen, an denen manchmal auf der einen Seite eine hohe Mauer und auf der anderen Seite Garagen oder ein Maschendrahtzaun sind, und kaum geparkte Autos tagsüber. Da muß es unseren Arradon erwischt haben, wenn er es war (wissen wir leider nicht sicher). Und zwar wurde er von einem Moped überfahren.... ein Fahranfänger war nciht sicher darauf, fuhr wohl etwas unregelmäßig, aber auch sehr langsam. Die Katze hat sich erschrocken, wollte weg, konnte wohl nicht so schnell, wollte auf die andere Seite und ist dem Fahrer vor die Räder gesprungen. Wenn es also unser Arradon war, dann ist ihm in all dem gefährlichen Verkehr fünf Jahre lang nichts passiert, und er war weit unterwegs, obwohl er kastriert war. Und ein langsames Moped ist ihm zum Verhängnis geworden....

Wenn man sich entschließt, seinen Katzen diese große Freiheit zu schenken, muß man mit dieser Angst im Herzen und dem Risko leben.
Das ist nicht einfach. Smilla darf weiterhin gehen, wohin sie will, und Lasse und Skrållan, die ja ab Freitag wahrscheinlich rausdürfen, sollen das ebenfalls dürfen. Auch hier ist der Garten nicht abzusichern. Wenn wir in einem halben Jahr oder so in unser neues Haus ziehen, haben wir hinten am Grundstück die Haupstraße des Ortes (wieder ein kleines Dorf) allerdings mit Böschung, Hecke und Mauer etwas abgetrennt. Wir wissen noch nicht, ob wir sie ganz frei laufen lassen oder den Garten absichern. Wenigstens haben wir dort vorerst keine Jägersorgen: der Besitzer der Jagd der Gegend ist ein über 80 Jahre alter Onkel meines Mannes, und auch mit späteren Nachfolgern werden wir uns vermutlich einigen können, da die Jäger in der Gegend keine Katzenfeinde sind. Davor hab ich nämlich genausoviel Angst.

Viele Grüße,

Neckarhex

Nachtrag: was ich noch wichtig finde, ist, daß eine Katze erst ab einem gewissen Alter ganz frei raus darf, sprich wenn sie schon etwas ruhiger geworden ist und etwas Lebenserfahrung hat, vor allem aber erst wenn sie kastriert ist. Bei Hauskatzen würde ich ca. ein Jahr sagen, bei Rassekatzen je nach Entwicklung auch erst später. Eine Zwischenlösung ist ev. kontrollierter Freigang. Das will ich bei unseren beiden "neuen" Freigängen probieren, da sie vorerst noch nicht gegen Katzenseuche geimpft werden können (sie hatten im Frühjahr Katzenschnupfen und dürfen erst wieder im Herbst geimpft werdne, sonst ist das Rückfallrisiko zu groß). D.h. ich werde sie nach den ersten ein, zwei großen Erkundungsgängen ganz am Anfang teilweise drin lassen, wahrscheinlich über Nacht nach der Abendfütterung.
 

Mehrkatze

Gast
Hallo!
Ich bin mir nicht sicher, ob mein Paulinchen "straßensicher" ist. Ich habe sie vor langer Zeit auf einer vielbefahrenen Straße aufgelesen, die aufgrund von Bauarbeiten auch noch sehr laut war. Sie hat sehr wenig Angst vor Straßen und Autos und hat früher (da hab ich noch in einer verkehrsberuhigten Zone gewohnt- ca. 5 Jahre lang) immer mitten auf der Straße am Schleusen-Deckel gelauscht (vermutlich waren da Ratten drin) und ist auch bei Annäherung von Autos nicht zur Seite gegangen. Aus der Zeit hat sie auch noch einen leichte Blessur von einem Auto, die aber geklammert werden konnte und ihr heute keine Schwierigkeiten mehr macht. Leider ist sie aber bisher nicht vorsichtiger geworden. Auch damals schon hatten wir in ca. 300 m eine Hauptverkehrsstraße mit Straßenbahnverkehr. Ich habe sie nur 2 mal an dieer Straße erwischt und nach Hause geschafft- kein Thema. Jetzt scheint sie die "neue" Straße täglich mehrfach zu überqueren!!!! Übel! Wie soll das bloß werden, wenn die Ferienzeit vorbei ist und der Verkehr auf der Straße wieder zunimmt....
Grüße an alle Katzenfreunde da draußen!
Mehrkatze
 

Anonymous

Gast
Hallo Mehrkatze,

das ist natürlich eine schwierige Situation.... steht denn katzensicherer Garten/Balkon außer Frage für Dich?

Ich hab übrigens noch was vergessen bei meinem langen Erguß, das füg ich noch unten an.

Gruß Neckarhex
 

Mehrkatze

Gast
Hallo Neckarhex!
Leider ja! Der Garten vor dem Haus gehört dem Vermieter- und der hat nur wiederwillig zugestimmt, daß wir ihr einen Ausgang über den Balkon ermöglichen. Außerdem ist sie jetzt seit 9 Jahren Freigänger und läßt sich allerlei Nettigkeiten einfallen, wenn man sie (z.B. krankheits- oder umzugsbedingt) mal auf "Heim"-urlaub setzt. Zum Anderen bin ich leider beruflich stark eingespannt und bin somit täglich mindestens 10-12 Stunden abwesend- kann mich also nur morgens und abends intensiv um sie kümmern. Und meine Maus liebt Kinder und Hunde (!) und sucht ihre Nähe- wäre also kreuzunglücklich, wenn ich ihr diesen Kontakt einschränken würde.
Naja- ab Oktober bin ich wieder mehr für sie da- vielleicht hat sie dann gar keine Lust mehr, über die Straße zu streunen.
Grüße
Mehrkatze
 

Anonymous

Gast
Hallo Mehrkatze,

ja, das klingt nach genau dem Problem, das wir auch immer hatten: absichern ist nicht möglich.

Aber sag mal, wenn sie als Freigängerin 9 Jahre alt geworden ist, dann kann sie mit Verkehr umgehen. Sonst wäre sie schon längst tot. Und so etwas Dummes, wie es Arradon passiert ist, kann ja auf jeder Nebenstraße vorkommen... :?

....und läßt sich allerlei Nettigkeiten einfallen, wenn man sie (z.B. krankheits- oder umzugsbedingt) mal auf "Heim"-urlaub setzt.
Genauso ist es bei Smilla. Die ist inzwischen, fünf Jahre später, übrigens meist sehr gelassen, wenn ein Auto kommt, läßt manchmal Autos sogar halten, bis sie über die Straße ist. Anderseits hab ich sie bei Rasern auch schon blitzschnell wegschlüpfen sehen und mache mir deshalb keine Extrasorgen mehr, seit ich sie auf der Straße liegen sah.
Unser Lasse ist uns übrigens mal für drei Tage abgehauen, als er gerade mal ein paar Wochen bei uns war: vor kurzem kastrierter ehemaliger Zuchtkater aus schlechtester Haltung, noch nie draußen gewesen.... und wohlbehalten wieder bei uns eingetroffen, als der Hunger größer wurde als der Freiheitsdrang.

Gruß Neckarhex
 

Spooky

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Hallo!

Ich würde der Katze, die immerhin neun Jahre den Verkehr überlebt hat, den Freigang nicht einschränken. Nimm dich doch mal selber: Wenn du in einem wunderschönen Käfig mit bestem Essen, toller Unterhaltung und so weiter leben müßtest, wärst du wirklich dein Leben lang glücklich ohne Kontakt zur Außenwelt? Oder würdest du nicht nach einer Zeit jedes Risiko in Kauf nehmen, um mal etwas anderes zu sehen?
Ich denke, eine Katze, die Freigang gewohnt ist, sollte ihn auch behalten. Sie würde doch nur kreuzunglücklich. Ja, sicher, es kann sein, daß sie an- oder totgefahren wird, aber dafür hat sie ein erfülltes Leben gehabt, mit Spaß, mit langen Spaziergängen, täglich neuen, spannenden Gerüchen, immer mal einer frisch gefangenen Maus.... Klingt doch gut, oder? :wink:
Meiner Meinung nach darf man als Mensch nicht aus Angst vor einem Verlust ein Tier davon abhalten, sich in seinem normalen Lebensraum zu bewegen. Einzige Ausnahmen sind natürlich eine Wohnung mitten in der Stadt oder an einer stark befahrenen Landes- bzw. Kreisstraße, wo die Autos wirklich schnell fahren. Und das trifft auf die hier beschriebene Straße anscheinend nicht zu, oder?

Grenzen beim Freigang anerziehen wird nicht funktionieren, aber vertrau deiner Katze und den Autofahrern... es wird schon gut gehen. Und wenn nicht, dann hatte sie trotzdem ein schönes Leben in Freiheit!

LG
Alex

P.S. Meine Katze ist Freigängerin und wird es auch bleiben. Ich habe auch Angst, daß sie irgendwann mal erwischt wird, aber einsperren? NEIN!
 

Lilly

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Hallo Mehrkatze,

unsere Katzen dürfen nur noch auf die eingezäunte Terrasse.

Unsere Sita war bis vor 4 Jahren noch eine Freigängerin, irgendwann kam sie nachts mit einer aufgerissenen Seite nach Hause, alle Innereien hingen raus (und die Gegend hier ist schon katzenfreundlich) zum Glück hat sie es noch geschafft. Sie konnte in einer nächtlichen OP noch zusammengeflickt werden, wir haben schon nicht mehr dran geglaubt.

Jetzt sind wir so froh, daß unsere Katzen diesen Gefahren nicht mehr ausgesetzt sind. Sita hat es überlebt und lebt friedlich in der "Umzäunung".

Das mußt Du Dir eben immer wieder klarmachen, Freigänger haben eine sehr geringe Lebenserwartung. Und als Dosi kann man es denn Katzen in einer Wohnung auch sehr spannend herrichten, natürlich sollten sie dann auch zu zweit sein. Es gibt so viele Möglichkeiten, den Katzen die Wohnung katzengerecht einzurichten, da haben sie dann auch keine Langeweile mehr.

Wie Du siehst, bin ich gegen den Freigang, zumindest bei unseren Katzen...

Liebe Grüße,
Iris
 

Anonymous

Gast
Hej Iris,

ich kann Dich gut versehen. Aber es gibt einfach Freigänger, denen kannst Du die Wohnung oder "nur" die Terasse mit nichts schmackhaft machen. Könnte es bei Sita sein, daß sie aufgrund der schrecklichen Erfahrung des Unfalls nun mit der Terasse zufrieden ist?

Ich teile sonst auch die Auffassung, daß bei unternehmungslustigen Freigängern das Riskiko eines Unfalls oder totgefahren zu werden das Glück, frei stromern zu dürfen, nicht aufwiegt. Wobei es definitif auf die Katze ankommt. In Jugendtagen hatten wir ein Schwesternpärchen, deren eine nur unterwegs war, während die andere kaum von der Terasse runter ist und selbst den riesigen Garten kaum besucht hat, außer um aufs Klo zu gehen. Sie hat das von Kindesbeinen an gemacht und hat auch nie etwas Schlimmes erlebt.

Wir haben ja von 01 bis 02 ein Jahr bie den Schwiegereltern in einem Ortsteil von Heidelberg gelebt, zwar im eigenen Haus mit kleinem Vorgarten, aber an der Hauptverkehrsstraße und rundum mit relativ wenig Gärten und Grün und vielen Straßen. Als klar wurde, daß wir länger als die geplanten 2 Monate dort bleiben müssen, haben wir die Katzen schwersten Herzens rausgelassen. Da die Unternehmungsmöglichkeiten für sie offenbar sehr eingeschränkt waren, waren sie viel zuhause und haben geschlafen, aber beide waren trotz des Freigangs irgendwie unglaublich schlecht drauf. Haben schlecht gefressen, kamen regelmäßig nachts und haben mich geweckt und regelrecht "rumgemeckert". Ich hab das lange nicht verstanden. Als wir dann hierher kamen und sie wieder rausdurften, waren sie wie umgewandelt.... graben, buddeln, Mäuse finden, im Baum sitzen oder unter dem Busch lauern.... andere Katzen treffen. Ich werde das Gefühl nicht los, daß es ihnen in Heidelberg trotz Freigang nicht sonderlich gefallen hat; sie waren da in 24 Stunden höchstens 3 unterwegs. Hier ist es fast andersrum, von 24 Stunden sind/waren sie oft nicht mehr als 4-6 zuhause.... allerdings wird viel im Garten geschlafen.

Viele Grüße,

Neckarhex
 

Mehrkatze

Gast
Jepp. Meine Pauline ist ständig unterwegs. Hing sie früher oft in der Nähe des Hauses herum, so sehe ich sie jetzt relativ selten- meist nur in den Morgen- und Abendstunden. Sie hat mir auch schon wieder Mäuschen gebracht- finde ich ganz lieb- habe nur ein kleines Problem damit: früher war Haus- und Wohnungstür zwischen Pauli mit der lebendigen Maus und Wohnung- und meist hat sie mir dann doch ein totes Exemplar präsentiert, wenn ich endlich nach Hause kam. Jetzt steht sie mit der (lebenden) Maus mitten im Wohnzimmer und wundert sich, warum ich sie einfach so laufen lasse..... Glücklicherweise hatte ich bisher immer noch schnell genug Kehrschaufel und Besen bei der Hand und die Maus war so geschockt, daß sie sich problemlos auf die Schaufel fegen ließ- und dann ab über die Balkonbrüstung.... Trotzdem werde ich vorsichtshalber in der Pauli-freien-Zeit mal eine Mausefalle aufstellen- Wer weiß wie viele sie schon unbemerkt nach Hause gebracht hat (eine Freundin hat es auf 3 eingeschleppte Mäuse gebracht, die ihre zwei Racker nach Hause gebracht hatten). Obwohl es bisher kein Geraschel und angefresse Lebensmittel gegeben hat....
 

Lilly

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ich kann Dich gut versehen. Aber es gibt einfach Freigänger, denen kannst Du die Wohnung oder "nur" die Terasse mit nichts schmackhaft machen. Könnte es bei Sita sein, daß sie aufgrund der schrecklichen Erfahrung des Unfalls nun mit der Terasse zufrieden ist?
Hallo Judith,

schön wärs gewesen, wenn Sita so weit hätte denken können :)
Nein, so war es leider nicht und nach diesem Unfall durfte sie ja auch noch eine kurze Zeitlang raus, bis die Vermieter dann das Verbot ausgesprochen haben, weil sie deren Katze immer verprügelt hat.

So sind wir dann überhaupt zu unserer ersten Rassekatze gekommen, Sita war als plötzlich eingesperrte Katze ohne Perspektive - zumindest in dieser Wohnung, wo wir auch noch so lange bleiben möchten, bis wir was eigenes haben - jemals wieder rauszukommen, ungenießbar.

Fast ein halbes Jahr lang schrie sie ununterbrochen vor den Türen, bis dann Maya zu uns kam. Maya kannte keinen Freigang, kaum ein Züchter verkauft seine Tiere auch in den Freigang, und Sita hatte plötzlich was zu tun - sie mußte ein Kitten erziehen und die Chefin spielen.

Heute bin ich einfach nur froh, daß es sich so entwickelt hat, ich bin für Freigänger zu ängstlich geworden nach diesem Unfall.

Jeder muß es ja für sich selber entscheiden, und ich bin mir sicher, daß Sita den Freigang mindestens ein halbes Jahr lang fürchterlich vermißt hat, aber nun gibt es ja auch noch Billie in der Wohnung und Abwechselung ist garantiert. Der Nachteil ist, daß sie ungefähr ein Kilo Übergewicht bekommen hat :cry:

Liebe Grüße,
Iris
 

Anonymous

Gast
Hej Iris,

ach so, das hatte ich nicht gewußt.
Ja, es ist nicht einfach, einen Freigänger an "drin" zu gewöhnen. Wir haben es nicht geschafft, obwohl es von vorneherein nicht für länger geplant war...

Gruß Neckarhex
 

gipsy

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hallo ihr lieben,

tja, das ist wirklich so eine sache mit dem freigang. ich hatte schon immer freigaenger/innen. bereits meine erste stupsy (die mir im alter von 12 jahren zulief) wurde ueberfahren (damals eine "nebengass" und es gab noch keine 30er zonen), nachdem mein vater sie an nachbarn gegeben hatte.

meine spaetere inci (ich war zu ihren lebzeiten im alter von 20- 32 jahren und auch sie war mir zugelaufen) ueberlebte den verkehr auf unserer ca. 50 m entfernten hauptstrasse, musste jedoch wegen starker krebsgeschwuere nach 12 jahren eingeschlaefert werden. danach nahm ich felix aus dem tierheim bei mir auf. er wurde entweder auf der 30er zone vom auto erwischt oder - was ich eher annehme - hat sich selbst vergiftet, der junky (knabberte wirklich an aaaalemmm da draussen rum). er wurde leider nur gut 2 jahre alt. dann nahmen wir scotty im zahrten alter von 8 wochen bei uns auf. er wurde leider keine 2 jahre und liess sein leben auf der hauptstrasse, weil er sich so sehr vor hunden aengstigte und wohl diesen weg gewaehlt hatte, wobei er nicht mehr sicher zurueckkam. nun lief uns unsere schwangere cicus aus der nachbarschaft zu.........................

trotz all dieser erfahrungen moechte ich keines der 5 kitten ohne freigang abgeben und auch unsere cicus darf raus, ist bisher aber auch in der garten-richtung und angrenzenden unterwegs. gott sei dank und ich hoffe, das wird anhalten!

ich sehe es wirklich auch so: trotz aller negativer erfahrung moechten wir keiner HAUS-katze eine haltung in der wohnung antun - vorausgesetzt, man hat eeenigermassen bedingungen. da muessen unsere menschen-herzen und -seelen einfach durch. man koennte natuerlich auch der meinung sein, dass eine hauskatze ganz einfach nicht in die stadt gehoert - auch nicht in eine kleinstadt. naja...sie kamen ja schliesslich auch aus der steppe... es tut immer weh, wenn ein geliebtes tier geht, aber die freiheit ist meiner meinung fuer eine katze das groesste.

schade, dass wir katzenliebhaber nicht in einem spaeteren zeitalter leben: PLAEDIERE FUER "BARRIERE" á la startrek...aber leider gibt es sowas ja leider noch nicht :cry: .

ich wuensche unseren freigaengern alles glueck dieser erde.

die gipsy
 
Thema:

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