Fortbildungsresitenz bei Katzenzüchtern?

Diskutiere Fortbildungsresitenz bei Katzenzüchtern? im Grundsatzdiskussionen Forum im Bereich Katzenzucht; Hallo Zusammen, Letzte Woche Samstag war ich auf einem Reproduktionsworkshop für Katzenzüchter. ....nicht viele waren da und die anderen beiden...

BurmaLove

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Hallo Zusammen,

Letzte Woche Samstag war ich auf einem Reproduktionsworkshop für Katzenzüchter.
....nicht viele waren da und die anderen beiden Termine sind wegen zu geringer Teilnehmerzahl ganz ausgefallen.
Aus Erfahrung kann ich sagen, das Hundezüchter Fortbildungwilliger sind. -deutlich.
...dabei schlägt einem in der Katzenzucht nicht besonders oft tiefgreifendes Wissen über Krankheiten,
Genetik, Zucht usw. entgegen.

Ist es da nicht kaum mehr verwunderlich, das den Katzenzüchtern viel öfter als Hundezüchtern vorgeworfen wird, sie wären bei der Zucht in erster Linie am Geld intressiert?
..wobei mein persönlicher Eindruck ist, viele züchten auch, um einfach diese süßen knubbeligen Fellknäulchen zu haben.

Natürlich gibt es auch unter Katzenzüchtern positive Ausnahmen (es waren ja Teilnehmer da), ...und unter Hundezüchtern negative. Aber der Anteil ist doch sehr unterschiedlich.

Ich könnte jetzt so viele Einzelbeispiele nennen...
..schon die Katerauswahl. Wie oft höre ich "ich will aber einen chocolate" ..."oder ich will einen der Verdünnung trägt" oder "ich will einen mit toller Augenfarbe" usw. .... aber nie fragt einer "ich will einen Kater ohne FCK in der Linie" oder "ich will einen, der auf GM2 getestet ist" oder "ich will einen Kater, der schon mind. einen gesunden Wurf gebracht hat" usw. :-(

Wie sind Eure Erfahrungen?

LG
Karen
 
14.12.2012
#1

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Gast

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Westpark-Nic

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Hallo Karen,
also mit Hundezüchtern kenne ich mich überhaupt nicht aus, aber vom Prinzip her vermute ich, dass es auch da genauso viele schwarze Schafe geben wird.

Den Eindruck den du von Katzenzüchtern hast ... tja - leider kann ich den nur bestätigen. Also: es gibt eine (leider sehr) kleine Gruppe, die das wirklich ernst meinen, die wirklich wissen, was Zuchtarbeit ist und auch sehr genau wissen was sie da machen ...

... und dann leider die sehr große Gruppe von - ich nenne sie mal - Vaermehrern auf höherem Niveau. Denen geht es wirklich nur um niedliche Katzenbabys ... fragst du da nach einem Zuchtziel, fangen sie an Blödsinn zu stottern und Gesundheitsaspekte? Genetik? Fehlanzeige.

Sehr schön sehe ich das auch immer an folgendem: vor ein paar Jahren habe ich angefangen Genetikseminare für Züchter anzubieten. Und hier im Ruhrgebiet bzw. akzeptabler Entfernung muss es zahlreiche Züchter geben - und jedes Jahr ´zig Neuzüchter. Ich hielt das wirklich für eine gute Idee ... naja - die Nachfrage hält sich aber doch relativ in Grenzen.

Irgendwie scheint es einfacher zu sein, in einem Forum zu fragen, als sich wirklich damit zu beschäftigen.

Grüße,
Nic
 

BurmaLove

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Hallo Nic,

Ja, das kann ich mir vorstellen.
Ruhrgebiet ist ja für mich auch noch erreichbar.
Welche Themen behandelst Du denn?

..die Hundezucht ist ganz anders organisiert. Da gibt es rassespeziefische Vereine, die auch in Zuchtfragen rein reden. Viel mehr Gesundheitschecks sind Pflicht, es gibt Ankörungen und Welpenabnahmen.
...und Welpen machen viel mehr kaputt und sind nicht so bequem stubenrein, wie Katzen. Setzen also viel mehr Leidenbereitschaft beim Züchter vorraus.
Vielleicht trägt das auch ein bischen dazu bei, die Sprau vom Weizen zu trennen.

Ich bin auf Facebook ausgelacht worden, als ich geschrieben habe, das ich alle meine Katzen nun auf Hypercalämie getestet habe.
...nach dem Motto "na,w enn Du meinst dafür dein Geld ausgeben zu müssen.." ... mal zu den Fakten: fast ein Drittel aller europäischen Burmakatzen sind Trägertiere. Auch wenn reinerbige Tiere nicht immer daran sterben, ist es ein langer Leidensweg und ja auch für dei neuen Besitzer nicht, das was sie sich wünschen, wenn sie eine Burmakatze kaufen.
Es bricht erst mit 3-6 Monaten aus. Also wenn das Kitten bereits verkauft ist.

Oder auch ein 'schönes' Beispiel.
Ein Kater von dem X Kitten innerhalb des ersten Jahres tot umfallen.
Bei mir hätte er noch am nächsten Tag einen Kastrationstermin.
..ein andere Züchterin dagegen, hat dagegen genau von diesem Kater eine Tochter und einen Sohn miteinander verpaart. Aus dem Wurf ist mind. auch schon ein Kitten elendig verstorben.
..da würde ich mir ja aufgeklärtere Käufer wünschen, die dann mal ordentlich Schadenersatzansprüche stellen, statt sich mit einem "Ersatzkitten" vertrösten zu lassen.

so ich steigere mich mal besser nicht weiter rein ;-)

LG
Karen
 

cjh27

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Hmm,

ich bin ja nun kein Züchter :wink:

Aber was mir immer wieder auffällt sind Züchter, die schreiben dass sie "es nicht nötig" hätten Testergebnisse auf die HP zu setzen.

Sowas würden nur Neuzüchter machen, die damit angeben wollen und sich für die besseren Züchter halten. Die würden diese Werbung brauchen, um überhaupt Kitten zu verkaufen und sich von den Schwarzzüchtern abzusetzen.

"Gute" Züchter hingegen hätten das nicht nötig, da es ja selbstverständlich sein, nur mit gesunden Katzen zu züchten und eine Garantie könne eh' keiner geben.

::?

christine
 

Westpark-Nic

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Aber was mir immer wieder auffällt sind Züchter, die schreiben dass sie "es nicht nötig" hätten Testergebnisse auf die HP zu setzen.

Sowas würden nur Neuzüchter machen, die damit angeben wollen und sich für die besseren Züchter halten.
Das halte ich jetzt für totalen Quatsch. Sicherlich muss jeder selbst entscheiden, was er auf die HP setzt und was nicht. Ich züchte jetzt seit 8 Jahren (bin also nicht mehr unebdingt der Kategorie "Neuzüchter" zu zu ordnen ... aber wann meine Katzen mit welchem Ergebnis HCM getestet werden steht bei mir definitv drauf.

OK - ich schreibe jetzt nicht drauf, dass meine Katzen regelmäßig geimpft werden ... oder wenn ich eine Katze auf FIV testen lasse, weil das ein Deckkaterbesitzer verlangt ... das steht dann auch nicht drauf.

"Gute" Züchter hingegen hätten das nicht nötig, da es ja selbstverständlich sein, nur mit gesunden Katzen zu züchten
Ja - nee - is klar ... lange nicht mehr so gelacht!!

Ruhrgebiet ist ja für mich auch noch erreichbar.
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Grüße,
Nic
 

BurmaLove

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Hallo,

Also ich setze die Testergebnisse extra drauf.
Vor allem für HK. Vielleicht ist es dem ein oder anderen Liebhaber ja doch wichtig, das sein Kitten gesund ist. ... und nur das übt Druck auf die Test-Muffeligen Züchter aus.
..und den Kittenpreis habe ich auch offen auf meiner Webseite, weil mich jemand fragte, 'wenn sie so viel testen, dann sind die Kitten bei Ihnen doch bestimmt deutlich teurer...'.
Wir sind ja eh nicht auf einem orientalischen Basar, wo der Käufer erst mal in den Laden gelockt wird, um ihm dann überteuerte Ware anzudrehen. Da habe ich auch schon von anderen Züchtern einen für drüber bekommen.

Gute Züchter haben es nicht nötig, ... woher soll dann jemand wissen, das es gute Züchter sind. Albern.
..aber machne definieren ja auch guter Züchter als "hat viele Show Winner".

Danke für den Link.
Das wäre dann aber Farbgenetik. ..da bin ich schon fit.
Mich würde es noch intressieren mehr über Populationsgenetik zu lernen.

LG
Karen
 

Jutta

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hi!

Das kann ich leider nur bestätigen!
Da hört man dann Aussagen wie "du hast doch einen roten Kater oder? Ich will mal bunte Babys haben"
Wie ich dann gefragt habe, was sie denn für ihre Katze "brauche" wurde ich ganz unverständlich angesehen.

Da werden einfach Katzen nur verpaart weil die Leute halt gerne Katzenbabys haben wollen. Man hat schon den x-ten Wurf, aber alle Deckkater waren nur aus einem Radius von 10km, und dann natürlich nur von "Allesdeckern".

Oder dann Züchter die nicht wissen warum eine Katze trotz Pille trächtig werden kann....
Oder Züchter die den Suprelorin Chip geben, nicht wissen das es 2 verschiedene Größen gibt, und der eine andere Wirkungsdauer hat als bei Hunden...
Oder Züchter die nicht verstehen warum denn beide Eltern auf HCM geschallt werden müssen...
Oder Züchter die zig Würfe schon haben und trotzdem noch immer den "Farbrechner" brauchen....

Dann gibt es ein Genetikseminar, das wirklich sehr günstig ist, tolle Vortragende hat - und was ist? 15 Leute sind Vorort.

Jutta
 

BurmaLove

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Ja, kenne ich leider auch sehr, sehr viele.
Eigentlich kenne ich umgekehrt nur 2 Burmazüchter, die auch den Genpool der Rasse ansich im Blick haben.
..und das wo uns gerade eine Genetikerin analysiert hat, das unser Genpool zu eng ist und wir kaum genetische Varianz mehr haben.
Alls stürzen sich auf die gleichen Linien.

Man sieht e s auch bei facebook.
Die Gruppen, wo über Farben diskutiert wird, haben schnell über 200 Mitglieder. Die wo über den Genpool diskutiert wird dümpelt bei 20 rum und aktiv sind nur 3 oder 4. Genauso die Gruppen zu den typischen Krankheiten und Gendefekten, mit denen wir zu kämpfen haben.

Bei Burmakatzen ist vor allem der GM2 und der HK test wichtig.
Eine Züchterin, der ich es vorher erklärt habe, hat tatsächlich zwei Katze, die sich später als Träger heraus gestellt haben miteinander verpaart.
Sie meinte noch 'meine Katzen sind gesund, die brauche ich auf sowas nicht zu testen'..

Im letzten Vortrag fand ich vor allem den Seminarteil über Polygene Vererbung intressant.
Wir haben in der Burma eine Belastung mit FCK von 3%. Was ka erst mal nicht nach viel klingt.
Bei polygenen Erbgängen bedeutet das aber schon, das ca. 70% die krank machenden Gene anteilig tragen.
Da kann auch kein Züchter tönen, 'Ich hatte das noch nie, meine Katzen tragen das nicht' ... denn wenn die Krankheit z.B. aus der Kombi von 5 defekten Genen ensteht, dann kann es sein das dessen Katzen 4 davon tragen und er kann Inzucht machen so viel er will, solange das Gen Nr. 5 nicht dazu kommt, hat er nie ein FCK.
..aber wenn nun das 5. Gen in der übrigen Population weit verbreitet ist, steuert er ohne es zu ahnen in eine Sackgasse.
Wenn nun aber ein anderer Züchter Zuchtkatzen mit dem übrigen karnken Gen Nr. 5, aber ansonsten gesunde Gene 1 bis 4 hat, und die beiden machen einen Katertausch, dann fallen plötzlich FCK, weil Kitten entstehen wo alle 5 krank machenden Gene aufeinander prallen.
Jeder wird also die kranken Kitten sehen und sagen, rauß mit den Eltern aus der Zucht, alle Geschwister müssen kastriert werden....
Dabei wäre nun endlich auch die Chance, das in der gleichen Verpaarung Kitten fallen, wo alle 5 Gene gesund sind...
Gegen solche polygenen Defekte hilft nur 'rauß aus der Inzucht', denn dann sinkt die Wahrscheinlichkeit, das alle 5 krankmachenden Gene sich zufällig in einem Individuum treffen, rapide.

So genug gemeckert,
jetzt arbeite ich mal weiter ;-)

LG
Karen
 
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