Fortain bei Eisenmangel - Erfahrungen?

Diskutiere Fortain bei Eisenmangel - Erfahrungen? im CNI Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Jetzt komm' ich schon wieder mit einer Frage! CNI-Katzen leiden ja ab einem bestimmten Zeitpunkt des Fortschreitens der CNI fast immer an...

Kabifra

Gast
Jetzt komm' ich schon wieder mit einer Frage!

CNI-Katzen leiden ja ab einem bestimmten Zeitpunkt des Fortschreitens der CNI fast immer an Anämie. Bei Micky ist es
zwar noch nicht soweit, aber ich habe aus Zufall im Lucky-Land-Shop ein Ergänzungsfuttermittel namens Fortain entdeckt, das gegen Eisenmangel helfen soll.

Kennt jemand von euch das Mittel und hat es schon mal verabreicht? Falls ja, mit welchen Erfahrungen und Ergebnissen?

Es besteht aus getrocknetem Rinderblut, soweit ich das verstanden habe (ggfs. bitte bei Lucky-Land nachlesen) und erscheint mir auf den ersten Blick für Katzen besser geeignet, um einem Eisenmangel abzuhelfen, als chemisch erzeugte Tabletten. Was meint ihr dazu?

LG

Katharina
 
16.09.2007
#1

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Gast

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Winona

Winona

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Ich kann leider nur mit theoretischem Wissen glänzen. Das Fortain ist eins der Supplimente beim Barfen - habe es jetzt gerade in erst mit bestellt.

Im Kalkulator ist Rinderblut mit 49 mg Eisen/100 g angegeben. Weiß jetzt aber nicht, ob sich das auf getrocknetes oder normals Blut bezieht. Ist bestimmt besser zu verabreichen, als die chemisch hergestellter Variante.

LG
 
Kalimera

Kalimera

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Hallo Katharina,
Die Anämie bei CNI ist in der Regel keine Eisenmangelanämie sondern resultiert aus Erythropoeitin-Mangel. Daher wird man die Anämie mit Eisengaben nicht beeinflussen können.
 

Kabifra

Gast
Erythropo.... - ist das ein Mangel an roten Blutkörperchen? Aber Eisen wirkt doch blutbildend. Nein?

Ich muss wohl erst mal googeln, was Anämie überhaupt auslöst, wie rote Blutkörperchen gebildet werden etc. :roll: Habe nämlich absolut keine Ahnung von diesen biochemischen Vorgängen in einem Organismus, geschweige denn im Organismus einer Katze. 8O

Wofür verwendet man denn das Fortain beim Barfen?

LG

Katharina
 
mortikater

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Es gibt mehrere Arten von Anämien, die nicht-regenerative, die Eva beschrieben hat, verursacht durch die CNI, aber es gibt noch eine Reihe anderer Gründe für Anämien, wie z.B. Einblutungen im Magen-Darmbereich, chronische Entzündungen oder Vitamin-B-Mangel.

In Tanyas Informationscentrum werden auch Eisenpräparate vorgestellt.

Aber dieses Rinderblut kenne ich nicht, kann dazu nichts sagen.::?
 
Kalimera

Kalimera

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Hallo Katharina,
das Fortain kenne ich nicht, dazu kann ich gar nichts sagen.

Bei CNI besteht in der Regel kein Eisenmangel. Eine Eisenmangelanämie wird z.B. durch chronischen Blutverlust (z.B. Sickerblutung im Magen-Darm-Trakt oder auch durch viel zu starke Regelblutung bei Frauen) hervorgerufen. Bei CNI besteht ein Mangel an Erythropoetin, dadurch werden zu wenig rote Blutkörperchen gebildet, auch wenn genug Eisen im Körper ist.
 

Kabifra

Gast
Ich habe mich jetzt mal zum Teil durch die Infos auf Tanyas CNI-Seite bezüglich Anämie durchgekämpft, höre aber jetzt auf, weil mich das Ganze nur frustriert und entmutigt. Das klingt dermaßen kompliziert, die Hälfte der Infos verstehe ich nicht, die Mittel, die sie empfiehlt, bekommt man hier in Deutschland nicht.

War ja nur eine Frage wegen dem Fortain. Mickys Werte sind noch normal, und wenn sie sich verändern, kann ich immer noch überlegen, was dann zu tun ist.

Tanya schreibt, dass bei CNI oft Eisenmangel vorliegt, der wiederum die Anämie begünstigt. Eisenmangel zu beheben scheint also nicht verkehrt zu sein. Aber er ist nicht die Ursache von Anämie bei CNI-Katzen. Was aber die Ursache ist, habe ich entweder nicht verstanden oder sie hat es nicht erklärt.

LG

Katharina
 
mortikater

mortikater

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...Die gesunden Nieren stellen ein Hormon her, genannt Erythropoetin, welches das Knochenmark dazu anregt, mehr Blutzellen herzustellen. Da bei CNI die Nieren nicht mehr richtig arbeiten, können sie auch nicht mehr ausreichend Erythropoetin herstellen. Dadurch wird das Knochenmark nicht mehr angeregt, Blutzellen werden nicht mehr hergestellt, und es entsteht dann ein spezieller Typ von Anämie, genannt die „nicht-regenerative Anämie"....

Hast Du den Absatz gelesen?
 

Zugvogel

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Ich hoffte, daß Mariechen Fortain-Wasser vielleicht trinken möge - falsch gehofft ::?

Das Pulver mags auch nicht über Futter ::?

Zugvogel
 
mortikater

mortikater

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Eisen ist praktisch in allen Lebensmitteln vorhanden. Probleme haben oft nur Vegetarier, weil das Eisen in vegetarischen Lebensmitteln nicht so genutzt werden kann.

Da die Katzen aber doch eher Fleischfresser sind, glaube ich, daß sie eigentlich sehr gut versorgt sind. Das Eisen aus Fleisch, Fisch und Geflügel wird auch gut vom Körper aufgenommen.

Insofern weiß ich gar nicht, ob so ein Zusatz bei einer gesunden Katze Sinn macht.::?
 

Zugvogel

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Insofern weiß ich gar nicht, ob so ein Zusatz bei einer gesunden Katze Sinn macht.::?
Genau das waren meine Gedanken auch, doch ich suchte und suche immer noch ein akzeptables Aroma, damit Mariechen auch mal Wasser süffelt.

Vielleicht hab ich zuwenig zum Wasser gemacht, um den Geschmack genügend zu aromatisieren, aus genau dem Grund, den Du erwähnst - Überversorgung.

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Lena_78

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Also Katharina, was Du zuvor gelesen hast mit dem fehlenden Erythropoeitin stimmt schon. Ohne Erythropoeitin hilft auch Eisen nichts, weil es sich nirgendswo dran binden kann.
Meine Katze hatte im Endstadium CNI eine Anämie (HCM 19,8%), der aber nach der Gabe von Fortain seltsamerweise nochmal auf 22 % gestiegen ist. Also schaden tut´s jedenfalls nicht, vor allem dann nicht, wenn die Katze eh wenig frisst. Meine hatte das Fortain im Futter gemischt mitgefressen.
Dass es nichts von dem, was Tanya auf Ihrer Homepage gegen die nicht-regenerative Anämie empfiehlt, in Deutschland gibt, kann ich so nicht stehen lassen. Es gibt ein Mittel, das heißt glaub ich Epirin, wird umgangssprachlich auch EPO genannt, das den Katzen per Injektion zweimal die Woche verabreicht wird (wenn der HCM-Wert unter 20% gesunken ist).
Ich habe ewig nach einem TA gesucht, der das gibt. Viele hatten davon noch nie etwas gehört!:x
MEIN TIPP: SUCHT EUCH GLEICH EINE TIERKLINIK, EGAL OB ETWAS WEITER WEG! DIE ZEIT RENNT...
 

Kabifra

Gast
@ mortikater

Danke für den Absatz, den hab' ich wohl überlesen oder geistig übergangen.

Trotzdem interessiert mich aus reiner Neugierde: wenn Eisen in Fleisch etc. ausreichend vorhanden ist, warum wird dann beim Barfen Fortain angeboten bzw. als Supplement hinzugefügt? Barfen ist doch Versorgung mit Rohfleisch pur!

Und warum schreibt Tanya, dass bei CNI-Katzen häufig auch Eisenmangel vorliegt, wenn Fleisch genug davon enthält?

::?

Das mit Epo habe ich gelesen. Mein TA meint, das würde dann auch nicht mehr viel nützen, vor allem, wenn jeder TA-Termin zum Spritzen mit starkem Stress für die Katze verbunden ist und/oder die Katze sich zuhause nicht spritzen lässt. Auch das Thema Zwangsernährung und tägliches Infundieren gehören dazu, beides wird bei CNI ja häufig als absolut notwendig propagiert. Mein TA sagt - meines Erachtens zu Recht -, dass man sich genau überlegen muss, was man einer kranken Katze, die beides ablehnt bzw. nur mit sanftem Zwang über sich ergehen lässt, damit antut, wenn sie, wie er es öfters schon erlebt hat, dann handscheu wird, sich nur noch panisch verkriecht, sobald der Besitzer mit der Spritze wieder kommt, und ihre letzten Lebensmonate unter extremem Stress leidet. Er meint, ab einem gewissen Zeitpunkt, der von Katze zu Katze individuell verschieden ist, muss man sich einfach überlegen, was diese Maßnahmen noch bringen, also Stress, Angst und Zwangsmaßnahmen plus etwaige Lebensverlängerung um ein Vierteljahr oder ein halbes Jahr im Verhältnis zur Lebensqualität gesehen.

LG

Katharina
 

Zugvogel

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wenn jeder TA-Termin zum Spritzen mit starkem Stress für die Katze verbunden ist und/oder die Katze sich zuhause nicht spritzen lässt. Auch das Thema Zwangsernährung und tägliches Infundieren gehören dazu, beides wird bei CNI ja häufig als absolut notwendig propagiert. Mein TA sagt - meines Erachtens zu Recht -, dass man sich genau überlegen muss, was man einer kranken Katze, die beides ablehnt bzw. nur mit sanftem Zwang über sich ergehen lässt, damit antut, wenn sie, wie er es öfters schon erlebt hat, dann handscheu wird, sich nur noch panisch verkriecht, sobald der Besitzer mit der Spritze wieder kommt, und ihre letzten Lebensmonate unter extremem Stress leidet. Er meint, ab einem gewissen Zeitpunkt, der von Katze zu Katze individuell verschieden ist, muss man sich einfach überlegen, was diese Maßnahmen noch bringen, also Stress, Angst und Zwangsmaßnahmen plus etwaige Lebensverlängerung um ein Vierteljahr oder ein halbes Jahr im Verhältnis zur Lebensqualität gesehen
Hi Kabifra, das unterstreiche ich voll und ganz und nicht nur bei CNI oder sonstigen Leiden, sondern generell. Manchmal ists wirklich nicht zu umgehen, Katzen solchen Streß zu bieten, doch ich überlege immer seeehr sorgfältig, ob Nutzen und Schaden wirklich ausgewogen sind zugunsten von Nutzen.

Zugvogel
 
mortikater

mortikater

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Und warum schreibt Tanya, dass bei CNI-Katzen häufig auch Eisenmangel vorliegt, wenn Fleisch genug davon enthält?
Man könnte vermuten, daß es nicht richtig verwertet oder zu schnell ausgeschieden wird, es würde mich auch interessieren.


Mein TA sagt - meines Erachtens zu Recht -, dass man sich genau überlegen muss, was man einer kranken Katze, die beides ablehnt bzw. nur mit sanftem Zwang über sich ergehen lässt, damit antut, wenn sie, wie er es öfters schon erlebt hat, dann handscheu wird, sich nur noch panisch verkriecht, sobald der Besitzer mit der Spritze wieder kommt, und ihre letzten Lebensmonate unter extremem Stress leidet. Er meint, ab einem gewissen Zeitpunkt, der von Katze zu Katze individuell verschieden ist, muss man sich einfach überlegen, was diese Maßnahmen noch bringen, also Stress, Angst und Zwangsmaßnahmen plus etwaige Lebensverlängerung um ein Vierteljahr oder ein halbes Jahr im Verhältnis zur Lebensqualität gesehen.
Ich sehe das genauso. Ich glaube auch nicht, daß ich Mika monatelang infundieren würde. Er ist ja ein sehr sanfter Kater und sehr pflegeleicht, aber ich merke jetzt schon daß die Spritzerei mit dem Neynephrin unsere Beziehung belastet. Wenn er Diabetes hätte, wäre es klar, dann müßte ich ihn täglich spritzen, aber das ist nicht der Fall. Sollte das Neynephrin eine spektakuläre Verbesserung seiner Werte bringen, würde ich evtl. damit weitermachen. Was ich aber nicht glaube. Sollte diese Verbesserung nicht da sein, werde ich auf ACE-Hemmer umsteigen, die Verabreichung wäre einfacher.

Ich werde so weit gehen wie Mika es zuläßt, ohne Stress zu haben. Wenn sein Leben dadurch einige Monate kürzer ist, dann ist das so.
 
Winona

Winona

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Habe heute das Fortain bekommen und kann Dir schreiben, was auf der Verpackung steht:

F. ist eine reine Trockensubstanz des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin von Rindern. Die organischen Substanzen des Hämoglobinpulvers bestehen fast ausschließlich aus Rohproteinen und wertvollem Eisen, sie werden in einem schonenden Verfahren sprühgetrocknet.

F. wird aufgrund der hohen Verdaulichkeit mit seiner hervorragenden Eiweißstruktur – aufgebaut aus essentiellen Aminosäuren – optimal von Hunden und Katzen verwertet.

F. vermittelt den eigentlichen "Carnivoren-Faktor", der Fertigfuttern, die meist auf einfacher, überwiegend pflanzlicher Eiweißbasis aufgebaut sind, absolut fehlt. Tierische Proteine sind in der Hunde- und Katzennahrung ein lebenswichtiger Nährstoff.

F. spielt für Welpen und Jungtiere eine wichtige Rolle für den Muskelaufbau und das Wachstum, ist durch die wertvolle Ernährungsbasis für ältere oder erkrankte Hunde und Katzen ein hervorragendes Kräftigungsmittel und trägt während der Trächtigkeit zu einer vernünftigen Entwicklung der Föten bei.
Durch zu geringe Fütterung von tierischem Eiweiß wird das Fellwachstum beeinträchtigt und sieht stumpf-glanzlos aus. Insbesondere langhaarige Hunde benötigen zur Zeit des Fellwechsels größere Mengen hochwertiges Protein.

Inhaltsstoff: Rohprotein 92 %
Fütterungsempfehlung: bis 5 kg KM – 0,5 TL, bis 10 kg KM – 1 TL täglich/regelmäßig
Internet: www.fortan.de

Vielleicht hilft Dir das ja etwas weiter.

LG
 

Kabifra

Gast
@ Winona

Danke für die genauen Inhaltsstoffe!

Ich habe jetzt mal vorerst davon Abstand genommen, Micky das Fortain zu geben, weil es ja auch hochkonzentriertes Protein enthält und er bereits das Rinderfettpulver (ebenfalls hochkonzentriertes Protein) bekommt. Das wird sonst zuviel. Zumal Micky schon soviel Zusätze kriegt, dass ich jeden Abend eine Viertelstunde dastehe und zermörsere, zerteile, in Aldi-Sticks verstecke, abmesse usw. Er bekommt Taurin, Catfortan, Hefeflocken, Lachsöl, Butter, Rinderfettpulver, Biotin und Traumeel. :roll: Natürlich nicht alles auf einmal, sondern sorgfältig dosiert und in unterschiedlichen Abständen. Plus seine zwei Medikamente täglich.

Gottseidank ist Herr Grantlhuber ein sehr pflegeleichter Gourmet und schlabbert alles erfreut weg, was nach Futter aussieht, egal was drin ist. Nur bitter darf es nicht schmecken und sehen/merken darf er es nicht. ::bg

LG

Katharina
 
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