FORL, Stomatitis und Cortison

Diskutiere FORL, Stomatitis und Cortison im Zähne Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo zusammen, ich habe mich hier angemeldet, weil ich mittlerweile ein wenig verzweifelt bin und hoffe, dass ihr vielleicht ähnliche...
Mehru

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Hallo zusammen,

ich habe mich hier angemeldet, weil ich mittlerweile ein wenig verzweifelt bin und hoffe, dass ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht habt und Tipps geben könnt :-)

Letztes Jahr im Mai war ich wegen seiner Arthrose mit meinem Kater (15 Jahre alt) beim TA und habe ein merkwürdiges Geräusch beim schnurren angesprochen. Es wurden 2 Röntgenbilder gemacht und (fälschlicherweise!) ein Lungentumor diagnostiziert. Ich war natürlich am Ende. Für die Arthrose hatte er bereits 2 Jahre in Dauergabe Metacam bekommen und auch gut vertragen, das Blutbild ebenfalls im Mai war tiptop. Nun sollten wir auf Prednisolon, eben auch wegen dem Tumor, umstellen. Irgendwie hat damit das ganze Übel seinen Lauf genommen.

Er bekam nun also 5 mg Prednisolon abends und, weil es nicht reichte um die Arthroseschmerzen zu stoppen, Onsior (ein NSAID). Eigentlich darf man ja nicht beides zusammen geben, aber mein TA und ich gingen eben davon aus, dass wir hier nur noch palliativ behandeln.

Im August hatte Amigo plötzlich Fieber, nach einem erneuten Röntgenbild wurde eine Lungenentzündung festgestellt. Der "Tumor" war nicht mehr sichtbar, den hat es wohl nie gegeben - ich denke im Mai hatten wir schon die beginnende Lungenentzündung und haben diese eben mit dem Prednisolon in den August verschleppt. Er bekam Antibiotika (Clavaseptin) und sollte weiter Prednisolon erhalten, weil seine Lunge
nicht sehr frei war. Zudem stellten wir stark erhöhten Blutdruck fest (über 200/100). Er bekam also zusätzlich Amodip, einen Blutdrucksenker. Da er nach dem Onsior immer Bauchschmerzen hatte, wechselten wir auf Previcox und damit war es dann auch viel besser.

Zusätzlich hatte er eine fiese Verstopfung, die ich nach langem hin und her dann mit Macrogol in den Griff bekommen habe.

Im Oktober hatte er dann eine Blasenentzündung. Wieder Clavaseptin und ich habe den Urin mit Methionin angesäuert (und regelmäßig den PH Wert kontrolliert).

Im November hatten wir dann die Lunge noch einmal geröntgt, weil ich vom Cortison weg wollte. Sah wieder deutlich besser aus, also habe ich angefangen es langsam auszuschleichen. Dabei zeigte sich dann eine Wucherung neben den Backenzähnen, er hörte auf zu fressen und diese Wucherung wurde teilweise so groß, dass er sich darauf biss :-( Das Cortison wurde wieder hochgefahren und er bekam erneut Antibiotika, dieses mal Suanatem für 5 Tage. Die Wucherung wurde kleiner mit dem AB, verschwand aber nicht ganz. Ein paar Tage nachdem es abgesetzt war, hatten wir erneut die Schwierigkeiten. Er bekam nochmal Suanatem, dieses mal für 15 Tage. Dieses mal veränderte sich die Wucherung fast gar nicht.

Da mein TA (den ich eigentlich wirklich sehr mag) keine andere Idee außer Cortison und Antibiotika hatte, nur Injektionsnarkosen machen kann und der Narkosefähigkeit des Katers kritisch gegenüber stand, habe ich einen Termin in der Tierklinik gemacht. Am 18.12 hatten wir da das volle Programm - Dentalröntgen, Inhalationsnarkose, 6 Zähne wurden entfernt. 4 Zähne waren bereits abgebrochen und sind schon so in den Kiefer absorbiert, dass die Wurzeln nicht mehr entfernt werden können. 4 Backenzähne oben rechts hat er noch, da hat bei der 3 stündigen OP die Zeit leider nicht mehr gereicht. Diese 4 Zähne sehen aber auch noch ok aus, auch die Reiß- und Schneidezähne hat er noch. Die Wucherungen wurden entfernt, es gab wohl 2, das auf der anderen Seite hat aber nie Probleme gemacht und ich hatte es nicht einmal gesehen. Alles wurde vernäht. Das Blutbild, dass wir zuvor gemacht hatten, zeigt einen erhöhten Leberwert ( GPT 100 U/l), der andere Leberwert GOT ist super. Der Proteinwert (TP) ist erhöht und WBC/LYM, also die weißen Blutkörperchen sind erniedrigt. Die TA ist sich nicht sicher, ob die Leukozyten wegen der vielen Entzündungen einfach verbraucht sind oder das Immunsystem durch das Cortison so im Keller ist. Die Wucherungen wurden eingesandt. Diagnose: hochgradige, chronisch-aktive, ulzerative Stomatitis

Die TA aus der Klinik empfahl mir nun das Cortison wieder auszuschleichen, auch wegen der verzögerten Wundheilung. Ich bin dabei - der Kater frisst aber gefühlt bei jedem Step, den ich runtergehe (5mg/1 Woche, 3,75 mg/1 Woche/2,5 mg/1 Woche) immer schlechter und seit Neujahr übergibt er sich täglich, immer ein paar Stunden nach seiner abendlichen Fütterung mit Cortison Zudem kaut er in der Luft, tatzt sich an die Schnute und würgt immer mal wieder. Am 2.2. habe ich die TA nochmal drauf schauen lassen - sie ist mit der Wundheilung zufrieden, lediglich die linke Seite wo die Wucherung entfernt wurde ist noch geschwollen und die Schleimhaut gerötet, die Fäden haben sich auch noch nicht aufgelöst. Sie sagt, dass die Heilung in dem Bereich, weil da auch so viel Bewegung drauf ist 6-8 Wochen andauern wird.

Ich habe ein bisschen Angst, dass wir die 6-8 Wochen nicht überstehen. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass uns das Prednisolon einen großen Teil von dem ganzen Mist eingebrockt hat (Blutdruck, die ganzen Entzündungen), aber es hilft ihm eben auch bei der Stomatitis. Leider ist das aber auch keine Dauerlösung und ich kann mich quasi entscheiden, ob ich meinem Kater ein Magengeschwür anfüttere oder er nichts frisst .... Momentan gebe ich ihm Hühnerbabybrei und 2x täglich 5 ml Ulmenrinde um das Erbrechen wieder in den Griff zu kriegen.

Hat jemand von euch vielleicht Erfahrungen mit Stomatitis und dem Absetzen von Prednisolon? Irgendwelche Ideen was ich für meinen Dicken sonst noch tun kann?

Liebe Grüße

Sandra
 
04.01.2020
#1

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Gast

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Mehru

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Leider hat ja scheinbar niemand Erfahrung :-( Ich schreibe hier trotzdem mal weiter - vielleicht gibt es ja jemanden mit demselben Problem für den meine Erfahrungen hilfreich sind.

Prednisolon ist seit 2 Tagen komplett abgesetzt. Katerchen hat Hunger und frisst auch, verweigert allerdings mittlerweile alle Zusätze im Futter. Er möchte kein zusätzliches Wasser mehr darin, kein Macrogol und vor allem nicht den Blutdrucksenker. In den letzten Tagen mit 0,25 Tablette Prednisolon täglich ging sein Blutdruck auch immer mehr in den Keller, so dass ich das Amodip langsam runtergefahren habe und nun weg lasse. Auch seine Atemfrequenz die mit 34 im wachen Ruhezustand grenzwertig war, ist auf ca. 30 gesunken. Das tatzen an die Schnute und kauen in der Luft ist deutlich weniger geworden. Was ich so sehen kann, sieht es in der Schnute auch gut aus.

Als er noch Prednisolon bekam ging er ca. 8x täglich pinkeln, jetzt nur noch 2x. Verdauung passt bisher, allerdings bricht er nach wie vor 1x täglich, immer nachts. Alle anderen Portionen bleiben drin und er wirkt ansonsten fit.
 
xioni

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Vielleicht schaut @KleineWölfin mal hier rein, die hat einen Kater mit Wucherungen im Maul.
Bisher hatte ich mit diesem Problem noch ne zu tun, ich hoffe aber, dass andere Forenmitglieder doch noch etwas beitragen können.

Ohne Cortison scheint es deinen Kater jetzt besser zu gehen und er hat nur noch das 1 x Brechen?
Frisst dein Kater nachts? Sonst könntest du ihm abends nach der letzten Mahlzeit Ulmenrinde geben.
 
BlueCatWomen

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Wahrscheinlich ist Deine Anfrage in der Flut von Beiträgen untergegangen. Ich schubse das Thema noch mal nach oben...
 
romulus

romulus

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Hallo und herzlich willkommen!
Das hast Du prima gemacht, das Cortison auszuschleichen und auch das Amlodipin runter zu fahren, wie gut, dass Du Dich getraut hast!
Leider kann ich mit einem Erfahrungsbericht nicht dienen, ich habe zwar auch einen mittlerweile dank FORL komplett zahnlosen Kater, aber das ging alles ganz ohne Cortison.
Was hast Du denn jetzt aktuell für eine Frage, bei der wir Dir evt. helfen können?
 
romulus

romulus

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Oh ja, zum Thema Stomatitis kann Dir kleine Wölfin sicher etwas sagen!
Ich schreib sie mal an!
 

Gast49814

Gast
Moin, ich bin jetzt online und les erstmal.
Ach wie blöd, dass uns der Thread durchgegangen ist .... trotzdem auf jeden Fall ein herzliches Willkommen!!
 

Gast49814

Gast
Also Peter leidet auch seit gut einem Jahr unter Stomatitis, bei ihm durch Caliciviren ausgelöst. Er ist darüber hinaus FIV-positiv, hat(te) Ohrpolypen und sein Herz ist inzwischen angeschlagen (insuffizient). Die Wucherungen wurden im Feb mit fast allen Zähnen entfernt. Es brauchte eine zweite OP im August wegen einer Stelle. Danach erschien es gut. Bis Anfang Dezember, da fing es wieder an, wir versuchten Interferon. Das schien ihm zu helfen, trotzdem ist inzwischen der Zungengrund puterrot und geschwollen. Wir sind jetzt bei Dexadreson, das ist ein spezielles Cortison, mit dem @Mariechen197 sehr gute Erfolge hatte. Metacam ist jetzt erstmal abgesetzt. Im Moment geht es ihm bombe. Spucken musste er noch nie.
Also ein wenig ist ähnlich, vieles nicht.
Was mich stutzen ließ ist, dass Deinem Kater nur so wenig Zähne gezogen wurden. Die TK Norderstedt sagt, besser alle Zähne ziehen, sonst kommt der Scheiß wieder.
Was futtert Dein Kater? Peter sagt, am besten flutscht in Brocken geschnittenes Fleisch. Roh! In miesen Zeiten nimmt er nur das. Und etwas Soße von Fertigfutter. Aber alles Krümelige lässt ihn an die Decke gehen.
Als die Schmerzen vor der OP zu stark waren, hab ich Buprenovet für ihn bekommen. Ohne wär er eingegangen. Das ist ein Opiat, wird nicht über die Nieren verstoffwechselt und hat Peter oft regelrecht in Hochstimmung versetzt ... und zuverlässig an den Napf gebracht. Man kann es oral geben oder subkutan. Ich würde mal die TA darauf ansprechen. Ich meine, wenn Dein Kater jetzt in der Genesung ist und es ohne Schmerzreduktion nicht schafft, dann ist es m.E. Zeit, den Schrank mit den besonderen Glücklichmachern zu öffnen. Dafür sind die doch da ...
Zu der Übelkeit kann ich nix sagen, aber mit Ulmenrinde hat der Magen einen recht guten Schutz.
Ich hoffe, Dein Kater berappelt sich sehr bald! Viel Erfolg ❤
 
Mehru

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Oh, ich danke euch für die Antworten :-)

Ich meine, wenn Dein Kater jetzt in der Genesung ist und es ohne Schmerzreduktion nicht schafft, dann ist es m.E. Zeit, den Schrank mit den besonderen Glücklichmachern zu öffnen. Dafür sind die doch da ...
Er hat ja auch noch Arthrose, bekommt also sowieso und dauerhaft Schmerzmittel. In unserem Fall Previcoxx. Opiate werden wegen seiner Neigung zu Verstopfung nicht gehen? Und zudem sind sie glaube ich auch für eine Dauermedikation nicht so gut geeignet.

Was mich stutzen ließ ist, dass Deinem Kater nur so wenig Zähne gezogen wurden.
4 Zähne konnten nicht gezogen werden. Sie sind wohl schon vor längerer Zeit abgebrochen, bei zweien kann man die Wurzel gar nicht mehr erkennen, die sind komplett im Knochen absorbiert. Bei den anderen beiden sieht man noch wo mal die Wurzel war. Die TA sagt man könne die Wurzel nicht mehr entfernen, sie könne nur den Kiefer öffnen und das ganze glätten. 6 Zähne wurden gezogen. Im Oberkiefer rechts hat er noch 4, die hätte sie auch weggenommen - das ging aber nicht mehr, weil er mit 3 Stunden Narkose bereits lange in Narkose war.


Aber alles Krümelige lässt ihn an die Decke gehen.
Das krümelige mag er auch absolut nicht. Deshalb matsche ich das ganze ewig mit einer Gabel klein. Er bekommt hochwertiges NaFu. Würde ihn gerne barfen, kriege dann aber wieder Schwierigkeiten mit der Verstopfung.

Das hast Du prima gemacht, das Cortison auszuschleichen und auch das Amlodipin runter zu fahren, wie gut, dass Du Dich getraut hast!
Heute Abend war sein Blutdruck wieder bei 180 :-( ... ich messe gleich nochmal und gebe im Zweifelsfall wieder Amodip dazu.

Insgesamt hängt er heute den ganzen Tag in seinem Körbchen rum, ist aber immer interessiert sobald ich in die Küche gehe und kommt dann auch angeturnt. Hab mal bei Menschen geschaut, da wird als Nebenwirkung vom Cortison-Absetzen auch oft Müdigkeit beschrieben. Er ist ja erst 2 Tage ohne, vielleicht bin ich da zu ungeduldig. Ich hätte einfach so gerne wieder eine Katze, der es gut geht. Ich weiß er ist alt, aber vielleicht haben wir noch ein bisschen Zeit.

Zu der Übelkeit kann ich nix sagen, aber mit Ulmenrinde hat der Magen einen recht guten Schutz.
Danke für den Tipp! Hatte ich ihm die letzten Tage schon gegeben, allerdings nur in warmen Wasser aufgelöst. Gestern hab ich wieder den Sirup gekocht und seine geliebte Grünlippmuschel hinzugefügt, so schleckt er es aus der Spritze. Bin gespannt wie es heute Nacht wird.
 
Mehru

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Wie lange hat das mit dem auflösen der Fäden bei euch gedauert?
 
Pat

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Wie lange hat das mit dem auflösen der Fäden bei euch gedauert?
Bei unseren beiden Kater wurden auch jeweils alle Zähne wegen Forl gezogen und auch sie hatten teilweise die Wurzeln nicht mehr entfernen, die wurden gekappt und versiegelt und der Kiefer dann genäht.
Bei beiden hatten sich die Fäden nach 3 Wochen noch immer nicht aufgelöst und unseren Paulchen störte das wohl sehr beim fressen …. da hat unsere Tierarzt die Fäden gezogen, war nur ein ganz kurzer Moment und wurde ohne Narkose gemacht ….. beide haben erst reagiert, als es schon vorbei war.
 

Gast49814

Gast
Würde ihn gerne barfen, kriege dann aber wieder Schwierigkeiten mit der Verstopfung.
Dafür bekommt Peter nach jeder Fleischmahlzeit nen Schlabber Sahne.

Über Fäden hat sich Peter gar nicht beschwert. Also leider keine Ahnung, wie lang die zur Auflösung brauchten.

Auf Dauer würdest Du vermutlich kein Opiat bekommen, die sind gut um Phasen starker Akutschmerzen abzudecken. Aber bspw. auch chronische Schmerzen nach Knochenbrüchen. Aber es stimmt, ich hatte Peter wegen Verstopfung in der Zeit auch Macrogol gegeben. Das hab ich aber bei der phänomenalen Schmerzblockade gern in Kauf genommen.
 
Flosi

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Auch mein Kater hat aufgrund von FORL alle Zähne gezogen bekommen. Die Fäden hatten ihn auch etwas gestört der letzte Rest wurde dann doch vom Tierarzt entfernt weil er sich nach 3 Wochen noch nicht aufgelöst hatten.
 
romulus

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Bei einem meiner Kater wurde auch nur der bereits abgebrochene Zahn gekappt und das Zahnfleisch darüber vernäht, weil die Wurzel schon weitgehend resorbiert war.
Hier ist das gut beschrieben - das nennt sich FORL Typ II.

"In fortgeschrittenen Typ-2-Fällen, in denen die Wurzel bereits durch Knochengewebe ersetzt wurde, kann auch nur die Zahnkrone abgetragen werden. "
 
Pat

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Unsere hatten dann offensichtlich Forl Typ I und auch Typ II, besonders Paulchen.
Bei beiden wurden bei mehreren Zähnen die Wurzeln gekappt und dann die Oberfläche, die im Kiefer verbleiben musste, lt. TA Spezial versiegelt und dann von oben das Zahnfleisch zugenäht, damit keine Luft dran käme und er dadurch schmerzfrei blieb.
Bei den von Typ II waren die Wurzeln teils schon am zerbrechen, die hat er seitlich am Kiefer in Einzelstückchen raus geholt und dann auch seitlich den Kiefer genäht …… als Beweis hat er mir diese ganzen Zähne und Splitter-Stückchen aufbewahrt und "geschenkt" …… und dann auch alles genaustens auf den digitalen Röntgenbildern von vorher und nachher auf dem riesigen Bildschirm gezeigt und erklärt.

Morgen sind Emma und Lotte beide um 8.40 Uhr zur Zahnsanierung bei diesem Tierarzt dran.
Beide haben Zahnstein und einen dünnen rot entzündeten Zahnfleischrand...… zeigen aber keinerlei Schmerzen oder sonstige typische Verhaltensweisen wie bei Forl.
Nach der Terminanmeldung (das war zwischen den Feiertagen bei seinem angestellten Arzt) rief mich der TA-Chef im neuen Jahr selbst an um zu erfragen, ob auch digital geröntgt werden dürfe und wir hatten zunächst die Zustimmung für Mehrkosten je Katze bis zu 300 - 500 Euro erlaubt.
Durch seine PC-Probleme rief er Freitag nochmal an um den Termin zu bestätigen, da haben wir nochmal alles durchgesprochen und das digitale Röntgen zunächst wieder gestrichen, also wird nur der Zahnstein und sichtbare Defekt gemacht.

Keine Ahnung, ob das jetzt ein Fehler war ……. aber beide sind ja erst gerade 2 Jahre alt und haben keinerlei Symptome das da Forl mit im Spiel ist …...zur Not müssen wir dann bald wieder hin und noch digital röntgen lassen.
Wir mussten jetzt nur vorab erstmal reinigen lassen, weil mein Mann in 2 Wochen operiert wird und dann vermutlich länger keine Autofahrten zum TA machen kann.
Das hätte auch je Katze ca. 300 Euro nur für Röntgen gekostet und wenn dann noch entfernt worden wäre bis zu 1.000 Euro je Katze ….. damit war ich bei "ohne Anzeichen für Forl" im Moment doch irgendwie überrumpelt und will erstmal neu beobachten, wie sich das Zahnfleisch nach der Reinigung verhält.
 
romulus

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Dann drücke ich Dir erstmal die Daumen, Waltraud, dass es wirklich "nur" das ZF ist.
Ich habe meine TÄ damals fast 2 Jahre lang immer wieder rangelassen mit Zahnreinigung und AB für den roten ZF-Rand, der sich unter dieser Behandlung nie gebessert hat.
Dann bin ich kurz entschlossen einfach zu einer Zahn-TÄ gegangen und siehe da, es lag FORL vor und die meisten Zähne mussten entfernt werden.
Ich hoffe, das ist bei Deinen Katzen nicht so und es ist wirklich nur eine Reinigung nötig!
 
Pat

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Edda, wie alt war dein Kater als das mit der Zahnreinigung anfingß

Paulchens genaues Alter wussten wir da ja nicht, er sollte angeblich 7 Jahre alt gewesen sein, als er zu uns war ….und nach knapp 2 Jahren wurden bei den ersten Zähnen Forl beim digitalen Röntgen festgestellt und die ersten Zähne entfernt …… 1 Jahr später die nächsten und vor knapp 2 Jahren dann der Rest.

Bei Flecki fing es auch im Alter von ca. 7 Jahren an, da dann auch 2 x Behandlung und voriges Jahr vor Weihnachten dann der gesamte REst ….. also auch alles im Alte von 6 / 7 Jahren bis zu 11/ 12 Jahren.

Emma und Lotte sind aber erst mal gerade 2 Jahre und haben auch keinerlei Anzeichen, bis auf das etwas entzündete Zahnfleisch und bei Lotte Mundgeruch, Emma hat keinen Mundgeruch.

Wenn sich auch danach nur der geringste Verdacht zeigt, dann kommen beide wieder dran …… jetzt werde ich erstmal "vor untersuchen" lassen, damit ich klarer sehe …. erst kommt jetzt mein Mann dran, der bekommt eine neue Herzklappe, da muss ich für vorher und nachher alles andere organisieren, halt daher aúch bei den Katzen …. auch mit Futter-Vorrat und Katzenstreu …. dabei halt auch die planbaren Tierarztbesuche.
 
Flosi

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Bei Ernie fing das mit den Zähnen erst mit viel Zahnstein mit 5 Jahren an und rückblickend betrachtet der rote Zahnfleischrand mit 8 ein Jahr später seit letztem Sommer ist er zahnlos.
Wir hatten anfangs Zahnreinigung ohne digitales Röntgen. Und im letzen Sommer war es so schlimm dass die Zähne beim ziehen zerbrachen.
 
romulus

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Waltraud, ich habe meinen Kater Winnie mit etwa 4 Jahren bekommen, da hatte er schon den roten ZF-Saum und meine TÄ hat sich vergeblich daran versucht und auf meine Nachfrage behauptet, das sei mit Sicherheit kein FORL. Damals wusste ich noch nicht so viel darüber und habe mich damit begnügt.
Die Diagnose FORL wurd dann im Alter von etwa 6 bis 7 Jahren bei der Zahn-TÄ gestellt, da wurden 8 Zähne entfernt und der Rest folgte dann 1-2 Jahre später.
 
Pat

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Daher denke ich ja auch, das es bei unseren beiden mit 2 Jahren noch etwas Zeit hat, um gleich bei beiden alle Zähne für sehr viel Geld digital Röntgen zu lassen...… nur erstmal so zur Kontrolle, denn die haben überhaupt keine Beschwerden.
Wenn nach der Zahnsteinentfernung noch der rote Rand bei Lotte bleibt und sich nichts bessert, dann werde ich digital röntgen lassen, bei Emma ist sowieso alles nur ganz schwach gerötet und auch weniger Zahnstein…….. nur so zur Vorbeuge finde ich es jetzt noch nicht nötig und dafür recht teuer …… ich will ja nicht dem Doc sein teures Gerät einfach mal so finanzieren.

Bei Flecki und Paulchen haben wir Forl 3 x behandeln lassen und jede Behandlung kostete je Katze zwischen 400,-- und 800,-- Euro..... je nach dem wie viele Zähne dann wie raus operiert werden mussten …… und das war bei 2 verschiedenen Zahn-Tierärzten.

Die eingetragene Zahn-Tierärztin hört nach 2 Stunden auf jeden Fall auf, dann gibt es erstmal lange Zeit Antibiotika für die noch nicht entfernten Zähne, dann nach 3 Monaten die nächste OP …. das finde ich auch nicht gerade prickelnd.

Unser Haus-Tierarzt ist auch ausgebildeter Tier-Fachzahnarzt, steht aber bewusst nicht in dem Register, weil er sonst überlaufen wäre, denn er macht auch andere Überweisungs-Operationen, wäre also dann mit Terminen überlaufen.
Der ist aber sehr versiert durch diese vielen OP´s und operiert auch bei Forl so lange, bis alle Zähne raus sind, oder alles fertig ist ….. bei Flecki z.B. über 3 Stunden hintereinander.
Er operiert ja auch nicht alleine, sondern hat seinen angestellten Arzt mit dabei für die Narkose-Überwachung und sonstige Hilfe und muss nicht alles alleine überwachen, daher kann er auch länger operieren.

Solch eine OP ist dann zwar teurer, aber es erspart die Folge-OP und man braucht keine erneute Narkose..... also ziehe ich diesen TA vor. daher war er wohl auch jetzt von meiner Entscheidung ohne digitales Röntgen ziemlich irritiert und fragte nochmals nach.
 
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FORL, Stomatitis und Cortison

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