Finja und ihr unbekanntes Schmerzproblem

Diskutiere Finja und ihr unbekanntes Schmerzproblem im Bewegungsapparat Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Finja fällt immer öfter irgendwo runter, weil die Hinterbeine nicht mehr mitmachen. Eben ist sie vom Balkontisch runtergeplumpst bzw. unschön...
Kabifra

Kabifra

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Finja fällt immer öfter irgendwo runter, weil die Hinterbeine nicht mehr mitmachen. Eben ist sie vom Balkontisch runtergeplumpst bzw. unschön gefallen, weil hinten wieder die Beine eingeknickt sind. Außerdem fällt mir auf, dass sie inzwischen sehr oft am Boden liegend schläft. Auch auf dem Balkon geht sie nicht mehr rauf auf Tisch oder Stühle, obwohl Aufstiegshilfen da sind, sondern schläft/döst auf dem harten Balkonboden. Gottseidank habe ich einen Kunststoffrasen auf dem Balkon, so dass Finja
wenigstens nicht auf den kalten Fliesen liegt. Drinnen liegt sie fast gar nicht mehr auf dem Katzenbett, das scheint ihr zu weich zu sein oder zu wenig festen Tritt zu ermöglichen. Wenn sie auf dem Bettchen ein paar Schritt geht, rutschen ihr auch wieder die Hinterbeine weg.

Ansonsten war sie die halbe Nacht wieder aktiv und hat um fünf Uhr morgens lautstark Futter gefordert, entsprechend dann auch das Gabapentin sofort in Nafu mit verputzt. Immerhin. Schmerzen scheint sie unverändert wenig bis keine zu haben, nur das mit den Hinterbeinen wird laufend schlechter. Man kann fast dabei zusehen, wie es von Tag zu Tag schwieriger für sie wird.

Ich bin sehr erleichtert, dass wir nun diese blöden Feiertage in Reihenfolge hinter uns haben, wo der TA weder da ist noch Notdienst hat. Ich hätte den Tiernotrettungsdienst anrufen müssen, wenn ernsthaft was gewesen wäre. Ab morgen ist unsere Tierarztpraxis den ganzen Sommer über da und hat an den Wochenende wieder den üblichen Notdienst (telefonisch). Das heißt, wir sind zumindest diesbezüglich über den Sommer und Herbst auf der sicheren Seite, weil ich entweder unter der Woche immer hin könnte oder am Wochenende einen von den mit Finja vertrauten TÄ telefonisch erreichen könnte. Derjenige, der Notdienst hat, fährt dann auch in die Praxis, wenn es erforderlich. Beziehungsweise würde auch nachhause zum Tierbesitzer kommen, wenn es gar nicht mehr anders ginge.
 
Kabifra

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Noch ein Nachtrag, gedanklich. Sorry, wenn es lang ist, aber es muss ja keiner ganz lesen. :wink:

Der TA hat ja angesprochen, dass man Finja operieren könnte, wegen der eingeklemmten Nerven. Ich war absolut dagegen, weil ich das Finja in ihrem Alter nicht mehr antun möchte. Nun fange ich aber doch an, zu überlegen. Das Schmerzmittel braucht sie ja wegen dieser Rückensache. Ohne dieses Rückenproblem (und ohne dauerndes Schmerzmittel) wäre Finja zwar alt, aber noch lebensfroh. Die BB-Werte würden nicht gegen eine OP sprechen. Was in meinen Augen dagegen spricht: es ist eine große OP, sie muss tagelang dann an den Tropf (extrem schlechte Venen, viel Herumstocherei in den Pfoten) und stationär bleiben, sie würde auch nachher noch eine Zeitlang ein Schmerzmittel und vermutlich ein AB brauchen (wie in sie reinkriegen?), es ginge wohl nicht ohne Kragen, damit sie nicht an die Wunde herankommt, für Finja auch eine Quälerei, die sie ganz panisch und verrückt gemacht hat, als sie vor Jahren mal einen Kragen brauchte. Zudem müsste man sie vor der OP in der Praxis einer Reihe von Untersuchungen unterziehen - für meine Panikmaus Finja ein Horror und endloser Stress.

Außerdem habe ich Angst, wenn was nicht gut läuft (weiß man ja vor OPs nie), ist Finja allein in ihrer Krankenbox. Klar, es würde immer wieder jemand nach ihr schauen, aber nachts wäre sie allein, und auch am Wochenende kommt nur 2-3 am Tag jemand zum Versorgen in die Praxis zu den stationären Tieren, den großen Rest der Zeit am Wochenende wäre sie auch allein. Auch wenn es Komplikationen gäbe und sie sterben würde. Das will ich auf gar keinen Fall. Die Nieren können versagen, sie hat Asthma, in der Tierklinik hat sie sich am Anfang, als ich sie bekam, mal die Kanüle aus der Vene rausgezogen und rausgepfriemelt und sie fanden Finja dann am Morgen voller Blut überall in ihrer Box vor. Ich weiß gar nicht, ob Finja, so wie sie jetzt als altes Plüschmäuschen ist, diesen ganzen Stress und das Alleinsein überhaupt überstehen würde.

Andererseits - Finja wegen diesem vermaleiten Rückenproblem einschläfern, weil die Hinterbeine langsam ihren Dienst versagen und sie dann nicht mehr laufen kann, wenn es evtl. noch eine Möglichkeit gibt, was dagegen zu unternehmen, fände ich auch sehr hart. Ich weiß einfach nicht, was richtig für sie ist. Was gut für sie ist. Was verantwortlich ist. Eine OP an der Wirbelsäule bedeutet für Finja extrem stressige Untersuchungen, Schmerzen, Angst und Panik (hat sie immer beim TA), Alleinsein in der Box, ohne mich, ohne ihr Zuhause, ohne die Sicherheit, die ihr das Zuhause, Emily und ich geben, es bedeutet die Nachsorge, Spritzen, Medikamente (wie auch immer, und falls überhaupt möglich) - das klingt alles nicht wirklich gut. Aber es würde eine wohl realistische Chance bedeuten, dass sie anschließend wieder laufen kann und zumindest nicht mehr dauerhaft ein starkes Schmerzmittel braucht. Gäbe es bei der OP keine realistische Chance, hätte der TA mir nicht nahegelegt, darüber nachzudenken. Er hätte die OP gar nicht angeboten. Sowas macht er nicht, wenn es keine konkrete Aussicht auf Erfolg bietet.

Wenn das mit ihren Hinterbeinen weiter so rasant schlechter wird, muss ich sehr bald eine der zwei Möglichkeiten, die es noch gibt, wählen.
 
Karin61

Karin61

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Hallo Karin!
Wenn es nur eine kleine Chance für die kleine Maus gibt, dann ergreife sie.
Untersuchungen und Fahrten kann man mit einem Beruhigungsmittel sehr erleichtern. Übers Wochenende würde ich sie nach hause holen. Vielleicht kannst Du mit dem Tierarzt ausmachen, daß Du anrufen kannst, falls was wäre und er dann zu Dir rauskäme? Vielleicht hat noch jemand eine gute Idee für Dich. Ich an Deiner Stelle würde nicht zögern...........die andere Möglichkeit ist nicht sonderlich auferbauend..........LG Karin
 

Zauberhaft

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Hallo Karin,

es tut mir sehr leid, wie deine bzw. Finjas Situation ist.

Vielleicht kannst du bei deinem TA einmal nach hochdosiertem Vit B fragen. Das hat vor Jahren meiner Maus geholfen und uns eine Rücken-OP erspart. Du hättest halt "nur" das Problem, wie du das Vit in Finja bekommst.

Wegen der Schwäche der Hinterläufe. Wäre es möglich, mit Finja muskelaufbauendes Training (altergerecht natürlich) zu machen?

Liebe Grüße
 
Josy1988

Josy1988

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Was wäre das denn überhaupt für eine OP bzw. was soll dort gemacht werden? Weiß man, was das genau für Veränderungen sind? Und wie es aktuell aussieht, weiß man auch nicht, oder? (Letztes Röntgenbild war 2018, wenn ich richtig gelesen habe?).
Würde der Arzt dann CT und OP gleich in einem Rutsch machen? Vermutlich ja, um nur eine Narkose zu haben...?
Es ist halt die Frage, wie schnell diese Veränderungen weiter gehen und wie lange die OP Wirkung zeigt oder ob die Veränderungen danach nicht doch auch wieder weiter gehen.

Schade, dass Röntgen bei ihr auch so problematisch ist, sonst wäre das vielleicht noch ne Option, dass man nochmal einen aktuellen Stand hat, wie schnell sich das entwickelt.

Ach Mensch, das ist aber auch wirklich eine blöde Situation, dass du früher oder später so eine schwierige Entscheidung treffen musst. :|
 
Kabifra

Kabifra

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Der TA hat es nur kurz angesprochen,. Soweit ich es verstanden habe, kann man die eingeklemmten Nerven an der Lendenwirbelsäule irgendwie wieder freilegen. Was wie etc. habe ich noch nicht nachgefragen können. Letztes Röntgenbild von 2018 , ja, daran sieht man im Vergleich zu 2016, dass die Veränderungen stark fortgeschritten sind (welche wie, weiß ich auch nicht genau). Er würde CT und OP in einem Rutsch machen, wegen der Narkose, so ist es. Ein neues Röntgenbild bei Finja würde nur mit Sedierung gehen, das möchte er ungern, weil er sagt, man weiß nie, ob einem so alte Katzen bei einer leichten Sedierung kreislaufmäßig "wegrutschen", wie er es ausdrückte.

Wie lange so eine OP Wirkung zeigen würde, ob die Veränderungen erneut auftreten bzw. auch teilweise noch vorhanden wären (denn man kann Finja keine neue Lendenwirbelsäule herbeioperieren), das müsste ich alles unbedingt genau erfragen, ehe ich mich zu einer Entscheidung - so oder so - durchringen kann. Der TA ist jetzt bis Ende Juni in Urlaub. Die TÄ, die mit Finja so lieb umgeht, vertritt ihn (gleiche Praxis), würde aber definitiv nicht operieren. Für schwierige OPs ist er zuständig, und er ist ein ausgezeichneter Chirurg, über die Praxis hinaus bekannt dafür. Wenn er sagen würde, die OP wäre eine reelle Chance, dass Finja die nächsten zwei, drei Jahre dieses Lendenwirbelsäulenproblem und die Schmerzen nicht mehr hat, würde ich das zumindest ernst nehmen und nachdenken. Die Frage ist, ob ich noch so viel Zeit zum Nachdenken habe, denn wenn Finja irgendwann in nächster Zeit ihre Hinterbeine kaum mehr oder gar nicht mehr benutzen kann, kann man nicht noch Wochen überlegen und warten und das Ja oder Nein besprechen. Solange der TA in Urlaub ist, würde ohnehin nur noch ein Weg bleiben. Wenn er wieder da ist und Finja bis dahin noch einigermaßen laufen kann, werde ich versuchen, es mit ihm zu besprechen.
 
Kabifra

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Wenn es nur eine kleine Chance für die kleine Maus gibt, dann ergreife sie.
Untersuchungen und Fahrten kann man mit einem Beruhigungsmittel sehr erleichtern. Übers Wochenende würde ich sie nach hause holen. Vielleicht kannst Du mit dem Tierarzt ausmachen, daß Du anrufen kannst, falls was wäre und er dann zu Dir rauskäme? Vielleicht hat noch jemand eine gute Idee für Dich. Ich an Deiner Stelle würde nicht zögern.
Du hast aber schon gelesen, dass Finja fast achtzehn Jahre alt ist und noch CNI, IBD, Asthma und Futtermittelallergien hat sowie ein starkes Schmerzmittel zweimal täglich bekommt? Da kann man nicht einfach irgendwas zum Beruhigen geben. Außerdem habe ich ja bereits erwähnt, dass man bei Finja Untersuchungen nicht mit einer kurzen Sedierung erleichtern kann, weil dann die Gefahr besteht, dass ihr Kreislauf nicht mehr mitmacht (lt. Aussage TA, der Finja und ihre Krankheitsgeschichte sehr gut kennt).
Ich werde die kleine Chance nicht auf jeden Fall ergreifen, weil es in meinen Augen darauf ankommt, ob Finja eine solche große OP überhaupt verkraften würde, wie sie weiterbehandelt werden kann und wie die Erfolgsaussichten sind. Nur zu operieren, damit man sagen kann, man hat operiert und hat alles versucht, ist nicht mein Weg. Es geht nicht um mein gutes Gewissen, es geht um Finja und nur um sie. So sehe ich das.
Vielleicht kannst du bei deinem TA einmal nach hochdosiertem Vit B fragen. Das hat vor Jahren meiner Maus geholfen und uns eine Rücken-OP erspart. Du hättest halt "nur" das Problem, wie du das Vit in Finja bekommst.
Wegen der Schwäche der Hinterläufe. Wäre es möglich, mit Finja muskelaufbauendes Training (altergerecht natürlich) zu machen?
Finja hat einen deutlich auf dem Röntgenbild nachweisbaren Lendenwirbelschaden, sprich starke Veränderungen an den Knochen und Knorpeln (oder was auch immer da noch ist). Außerdem sind Nerven eingeklemmt. Man kann sich das in etwa vermutlich so wie einen starken Bandscheibenvorfall beim Menschen vorstellen, der ebenfalls Lähmungserscheinungen auslösen kann. Da hilft weder Vitamin B noch irgendein muskelaufbauendes Training, denn die Ursache der Beschwerden sind die durch die Knochen-/Wirbelveränderungen eingequetschten Nerven. Finja würde nur noch eine OP vielleicht helfen, wenn die Lähmungen so stark werden, dass sie nicht mehr oder kaum noch laufen kann. Aber eine Bandscheiben-OP beim Menschen ist auch nicht immer von Erfolg gekrönt und keine Sache, die in ein paar Tagen erledigt ist. Wie dann erst bei einer alten, chronisch kranken Katze? Der man noch dazu nicht erklären kann, was sie nach der OP alles nicht machen darf oder machen muss.

Es ist lieb von euch, Tipps beizusteuern, aber so einfach ist das alles leider nicht. Es hat keinen Sinn, sie operieren zu lassen, nur damit ich sagen kann, ich hätte alles, absolut alles unternommen, wenn man ihr durch eine OP noch mehr Schmerzen, extremen Stress, Angst, Panik und eine äußerst schwierige Nachbehandlung zumutet, möglicherweise noch verbunden mit Komplikationen (Nieren, Atmung) oder Wundheilungsstörungen und ohne Garantie auf Erfolg der OP. Ich könnte Finja z.B. (weiß ich aus Erfahrung von früheren OPs) nicht daran hindern, irgendwo hochzuspringen. Einen leeren Raum habe ich nicht. Überall sind Fensterbretter, Tische, Stühle, mein Bett, Couch, Kratztonne etc. Wie soll man da eine Katze davon abhalten, irgendwo hochzuhüpfen, zumal Finja sich instinktiv nach ganz oben verkriecht und flüchtet, wenn es ihr schlecht geht. Auch das Bad ist keine Option. Es ist viel zu eng und klein, ohne Fenster, und die Kaklos stehen drin. Man kann Finja nicht quasi in ihrem Kaklo einsperren, genauso wenig im Kennel. Nach einer Wirbelsäulen-OP dürfte sie aber mit Sicherheit etliche Zeit nicht springen, weder hoch und schon gar nicht runter. Wie das also gewährleisten? Wie soll ich Metacam o.ä. in Finja reinkriegen, wenn sie kaum was frisst (wie bisher schon nach größeren Behandlungen beim TA)? Es ging ja bisher schon nicht, wie dann nach einer OP? Ohne Schmerzmittel ist eine OP überhaupt kein Thema.

Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr wird mir klar, dass die OP an sich zwar möglicherweise eine gewisse Chance wäre, rein medizinisch-chirurgisch gesehen, aber von der praktischen Durchführung des Ganzen ist es nicht machbar, vor allem was die Nachbehandlung zuhause angeht. Und auch das Alleinsein über Nacht und evtl. übers Wochenende im stationären Teil der Praxis möchte ich ihr nicht zumuten. Finja ist keine Katze, die sowas wegstecken kann. Sie ist ein absolutes Sensibelchen, braucht ihre menschliche Bezugsperson, ihre sichere Umgebung, anders verkümmert sie total und gibt auf. In so einem Zustand habe ich sie vor fast sechs Jahren übernommen. Ich weiß also, wovon ich rede. Ich habe ihre Augen von damals noch im Gedächtnis, ihren hoffnungslosen Blick, ihre Resignation und Angst. Sie ist keine Katze mehr, die man vier, fünf Tage lang in eine Krankenbox sperren kann, mit Schmerzen, mit Angst, mit Panik vor dem TA-Geruch und ständig wechselnden Betreuerinnen, die alle was mit ihr machen. Wenn es nur um zwei, drei Tage geht, in denen sie am Tropf hängt, o.k., das hatten wir ein paar Mal, das hat sie überstanden. Aber eine frisch operierte Wirbelsäule und Wunde am Rücken ist eine ganz andere Hausnummer. Da ist es nicht mit ein bißchen Pieksen in der Pfote für den Kanülenwechsel getan, da muss die Wunde überprüft, gereinigt, neu verbunden werden, da braucht es AB, Schmerzmittel, ziemlich sicher einen Kragen, da ist es fraglich, ob sie überhaupt was frisst, und ebenso fraglich, ob ihre Nieren alles mitmachen und die Leber, falls sie stationär kein Futter annimmt.

Bevor ich mich entscheide, rede ich aber auf jeden Fall noch mit dem TA oder mit der Tierärztin, die momentan Finja behandelt.
 
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Krümelmonster

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Hallo, Karin. Ich will Dir weder zu- noch abraten. An Deiner Stelle würde ich sorgfältig abwägen. Mir sehr genau überlegen: Was kann mit einer OP erreicht werden? Wäre Finja schmerzfrei? Können die Lähmungserscheinungen hinten gemindert/aufgehoben werden? Wäre ein möglicher Erfolg dauerhaft? Was kann passieren, bzw. wie hoch ist eine Erfolgsaussicht besagter OP?
Vorerkrankungen von Finja? Nachsorge (was muss nach der Op gemacht werden, Medis, etc.) Wie groß wäre der Eingriff (OP Feld)? Wie lange müsste Finja dort bleiben nach der OP? Art der Narkose (CNI!). Kann durch eine OP Lebensqualität / Zeit gewonnen werden? Alter von Finja? Kosten? Ich würde mir alle Fragen aufschreiben und sehr genau mit meinem Tierarzt sprechen, der den Eingriff durchführen würde. Ethisch betrachtet, müssen die ja auch das Tier untersuchen und dann sagen: kommt in Frage oder halt auch nicht.
Wenn Du alle Infos hast, würde ich vielleicht eine Pro- und Contra Liste machen.
Du weißt ja, ich habe Krümel noch eine große Op zugemutet. Allerdings hatte sie im Gegensatz zu Finja "nur" eine CNI. Wie groß ein derartiger Eingriff wäre, kann ich nicht beurteilen. Bei Krümel wurde jedenfalls auf jegliche Verbände, Kragen, etc verzichtet, um Stress zu vermeiden, ebenso Schmerzmedis. (Was gut war, weil sie sich geschont hat).
Ob das hier möglich wäre, kann ich natürlich nicht beurteilen..... Vermute aber eher nein.

Ich wünsche Dir, dass Du eine Entscheidung findest, die für Dich vertretbar ist.
 
Rosi

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Lass Dich mal ganz lieb drücken, Karin. ::knuddel Ich kann Dich sehr gut verstehen. Irgendwann war ich bei Max damals auch an dem Punkt, an dem ich mich gefragt habe, ob ich nicht doch eine Amputation in Betracht hätte ziehen sollen. Es ist so verdammt schwer, nicht helfen zu können. Doch letztendlich glaube ich, richtig gehandelt zu haben.

Wenn die eingeklemmten Nerven das einzige Problem wären, würde ich es sofort trotz ihrer 18 Jahre machen lassen, denn es könnte nur besser werden. Doch sie hat noch so viele andere Baustellen, deren Ausmaß ich aber nicht abschätzen kann. Wie lange hat sie z.B. schon die CNI? Würde sie eine OP in ihrem Zustand überstehen können? Und ob es die ganzen Schmerzen, Einschränkungen dann wert waren, kann Dir niemand im voraus beantworten, sondern nur Wahrscheinlichkeiten in die Waagschale werfen. Du stellst Dir selbst diese Fragen, deren Antworten niemand kennt auch die TÄ nicht. Frag die TÄ, ob sie es machen würden, wenn es das eigene Tier wäre.

Ich schließe mich Julia an und hoffe, Du findest eine Entscheidung, mit der Du Deinen Frieden machen kannst.
 
Karin61

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Hallo Karin!
Ja, kläre es nochmals mit Deinem Tierarzt ab. Und entscheide Dich dann. LG Karin
 
Kabifra

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Mir sehr genau überlegen: Was kann mit einer OP erreicht werden? Wäre Finja schmerzfrei? Können die Lähmungserscheinungen hinten gemindert/aufgehoben werden? Wäre ein möglicher Erfolg dauerhaft? Was kann passieren, bzw. wie hoch ist eine Erfolgsaussicht besagter OP?
Vorerkrankungen von Finja? Nachsorge (was muss nach der Op gemacht werden, Medis, etc.) Wie groß wäre der Eingriff (OP Feld)? Wie lange müsste Finja dort bleiben nach der OP? Art der Narkose (CNI!). Kann durch eine OP Lebensqualität / Zeit gewonnen werden? Alter von Finja? Kosten? Ich würde mir alle Fragen aufschreiben und sehr genau mit meinem Tierarzt sprechen, der den Eingriff durchführen würde. Ethisch betrachtet, müssen die ja auch das Tier untersuchen und dann sagen: kommt in Frage oder halt auch nicht.
Danke, Julia, für deine sachliche und realistische Einschätzung. Genau diese Überlegungen gehen mir durch den Kopf. Habe heute nachmittag um 14.30 Uhr einen extra Besprechungstermin mit der TÄ ausgemacht, also nicht nur kurz telefonisch oder zwischen Tür und Angel.
Wenn die eingeklemmten Nerven das einzige Problem wären, würde ich es sofort trotz ihrer 18 Jahre machen lassen, denn es könnte nur besser werden. Doch sie hat noch so viele andere Baustellen, deren Ausmaß ich aber nicht abschätzen kann. Wie lange hat sie z.B. schon die CNI? Würde sie eine OP in ihrem Zustand überstehen können? Und ob es die ganzen Schmerzen, Einschränkungen dann wert waren, kann Dir niemand im voraus beantworten, sondern nur Wahrscheinlichkeiten in die Waagschale werfen. Du stellst Dir selbst diese Fragen, deren Antworten niemand kennt auch die TÄ nicht. Frag die TÄ, ob sie es machen würden, wenn es das eigene Tier wäre.
Ja, so ist es, Rosi, auch dir danke für deine ehrliche Einschätzung. Du bringst die Dinge ebenso wie Julia auf den Punkt. Finja hat seit fast vier Jahren CNI. Man kann sie nicht dagegen behandeln, weil sie eben keine Medis (Tabletten etc.) akzeptiert. Was das Cortison evtl. bei den Nierenwerten verändert hat bzw. Gabapentin jetzt mit den Nieren macht, ist unklar. Mir war erst mal und vor allem wichtig, dass Finjas Schmerzen deutlich gelindert werden können. Ob sie eine OP in ihrem Zustand überstehen kann, weiß ich nicht. Ich fand es etwas irritierend, dass mir der TA erklärte, kurz sedieren (für neues Röntgen oder CT) will er nicht, weil bei so alten Katzen dann oft der Kreislauf versagt - aber was ist denn bei einer langen Narkose dann? Kommt mir unlogisch vor. Dass Finja auf dem OP-Tisch stirbt oder gar nicht mehr aufwacht, weil sich rausstellt, dass man ihr doch nicht mehr helfen kann, ist auch so etwas, was ich schlimmer finde als friedliches Einschläfern, von mir gestreichelt und mit meiner Stimme im Ohr. Mal schauen, was die Tierärztin heute sagt.
 
Krümelmonster

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Das ist noch so ein Punkt: angenommen, Du riskierst eine Op. Könntest Du Dir verzeihen, wenn es schief gehen sollte?
Ich würde vor einer eventuellen Op auf jeden Fall den Status der Nieren durch ein Blutbild (und eventuell Ultraschall, Urinuntersuchung) bestimmen lassen. Sollten die Werte zu schlecht sein, ist das Thema Op ohnehin wahrscheinlich vom Tisch.
Mein Operateur hat deswegen Bohai gemacht und wollte Krümel am liebsten sofort einschläfern lassen.... (Im Ultraschall sahen die Nieren wohl sehr schlecht aus, der Kreatinin- Wert war gestiegen, dazu der blöde, sehr große Tumor...). Er gab mir die Möglichkeit OP durchziehen oder Euthanasie.... Das war wohlgemerkt im September!

Ich weiß nicht, ob das allgemein üblich ist, aber an Deiner Stelle würde ich mich absichern und fragen, ob sie sie im Falle der Falles (also falls die Voruntersuchungen in Narkose zu schlecht ausfallen) wieder aufwachen lassen oder nicht. Weil dieses Erlebnis hat mich echt geschockt. Im Nachhinein bin ich natürlich froh, Op durchgezogen zu haben.....
Aber frag lieber nach!
 
Kabifra

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Gespräch mit TÄ war sehr gut, sehr informativ, sie hat mir alle Fragen beantwortet, die ich mitgebracht hatte.

Es wird keine OP geben.

Die TÄ hat mir davon für Finja abgeraten und gesagt, sie würde diese OP auch bei ihrer Katze (sie hat selber alte Katzen) nicht machen lassen. Was Finja angeht, hält sie die Risiken für unverhältnismäßig hoch, wegen ihrer vielen Erkrankungen, und die Erfolgsaussichten für relativ gering bzw. nicht vorhersagbar. Es könnte sein, dass eine solche OP Finja für eine Zeit etwas entlastet, falls alles gut ginge, es kann aber auch sein, dass es kaum etwas für sie an Erleichterung bringt. Falls sich während der OP Komplikationen ergäben, würden sie Finja nicht mehr aufwachen lassen, weil das nur noch eine Qual für Finja wäre. OP ohne Schmerzmittel nachher - sie war nur entsetzt bei dem Gedanken, sagte, das würden sie niemals zulassen oder machen.

Zudem müsste Finja, wenn sie nach einigen Tagen stationärem Aufenthalt wieder nachhause dürfte, für mindestens 4-6 Wochen in einem großen überdachten Hasenstall oder Kinderlaufstall bleiben, mit Kaklo drinnen, weil sie sich kaum bewegen dürfte, bis die operierten Wirbel/Knochen etc. verheilt seien. Nicht nur, dass es für Finja Folter wäre, sechs Wochen neben ihrem Kaklo schlafen zu müssen und nicht zu Emily und mir raus zu dürfen, sie müsste auch neben dem Kaklo essen. Und sie würde noch wochenlang täglich mehrere Medikamente brauchen - was allein schon unmöglich bei Finja wäre. Vom Eingesperrtsein neben dem Kaklo mal ganz zu schweigen.

Die TÄ meinte, sie sei sich fast sicher, dass der Chef-TA mir das von der OP-Möglichkeit nur informationshalber gesagt hat, sie könnte sich nicht vorstellen, dass er für eine solche OP sei, so wie sie ihn kenne. (Ich übrigens auch nicht) Aber sie wird sich mit ihm, sobald er vom Urlaub zurück ist, diesbezüglich nochmal besprechen und mich dann anrufen.

Dass sich das mit den Hinterbeinen seit einigen Wochen ziemlich rasch verschlechtert, könnte paradoxerweise mit dem Schmerzmittel zusammenhängen. Seitdem Finja weniger bzw. mit dem Gabapentin kaum mehr Schmerzen hat, bewegt sie sich wieder viel mehr, springt rauf und runter. Dadurch kann es sein, dass die instabilen, beschädigten, evtl. verkalkten Wirbel sich noch etwas mehr verschieben, was Finja wegen des starken Schmerzmittels nicht merkt, was sich aber auf die eingequetschten Nerven und damit auf die Lähmungserscheinungen/wegrutschende Hinterbeine auswirkt. So könnte es sein, dass Finja die weitgehende Schmerzfreiheit mit dem zunehmendem Ausfall der Hinterbeine bezahlt. (Alles laienhaft-unmedizinisch von mir wiedergegeben, aber in etwa so hat sie es erklärt).

Wir sind nun so verblieben, dass Finja so lange wie möglich das Gabapentin in Höchstdosis bekommt (d.h. solange sie es nimmt) und ich ihr noch eine möglichst schöne Zeit mache, so lange sie sich schmerzfrei bewegen und noch laufen kann. Es ist ab jetzt immer jeden Wochentag die TA-Praxis offen, und am Wochenende kann ich jederzeit denjenigen per Handy erreichen, der Notdienst hat. Wenn Finja nicht mehr laufen kann, ermöglichen wir ihr ein friedliches, ruhiges Ende. Da sich die Meinung der Tierärztin völlig mit meiner eigenen Einstellung und meinem Bauchgefühl deckt, bin ich froh, mit ihr gesprochen zu haben und zu wissen, dass auch von medizinischer Seite von der OP abgeraten wird. Bei mir waren und sind es hauptsächlich andere Gründe, warum ich Finja die OP nicht antun will, medizinisch konnte ich selber die Risiken nicht recht einschätzen.
 
Kabifra

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Noch etwas: ich habe sie auch wegen der Sedierung für eine etwaige neue Röntgenaufnahme gefragt, weil doch der TA meinte, er mache das nicht bzw. nur im äußersten Notfall, weil alte Katzen da oft "wegrutschen" und ihr Kreislauf versagt. Ich wollte wissen, ob das nicht bei einer langen Narkose dann erst recht so sei. Sie sagte, ja, natürlich, das Risiko sei da noch viel größer, aber bei einer heiklen OP würde es da halt Hopp oder Topp heißen. Sprich man nimmt das große Risiko eines Herzversagens oder Kreislaufversagens hin, weil man keine andere Wahl mehr hat als die OP zu wagen, um das Leben des Tiers zu retten.

Sie sagte, das Risiko, dass Finja wegen ihres Alters, ihres Zustands und des hohen Stress vorab durch die Narkose auf dem OP-Tisch bleibe/sterbe, sei absolut realistisch und möglich. Auch bei aller sorgfältigen Überwachung und Vorbereitung.

Nein. Meine Plüschmaus soll noch eine gute Zeit zuhause haben, mit Emily und mir, sie darf mit Genuß futtern, was sie möchte, sie wird ohne Ende beschmust, wann immer sie will, und ich stehe extra um 4.15 Uhr schon auf, um in Ruhe morgens das Gabapentin in sie reinzukriegen. Die TÄ und ich hoffen gemeinsam, dass es noch enige Monate gut geht. Falls nicht, darf Finja friedlich ohne OP über die Regenbogenbrücke gehen.
 
Josy1988

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Liebe Karin, es freut mich, dass das Gespräch mit der Ärztin so aufschlussreich war und ihr eine Entscheidung getroffen habt.

Mit dem "Nicht-Sedieren-wollen", aber "große-Narkose" bin ich auch drüber gestolpert. Klar, bei einem akuten Notfall nimmt man das Risiko eher in Kauf.
Aber ich hätte wohl auch so entschieden und ihr lieber versucht über das Schmerzmittel längere Zeit Lebensqualität zu geben, als zum einen die OP zu riskieren und dann eben das Ganze "Hinterher" mit wochenlang Käfig etc.

Die Erklärung mit ihren Beinchen und dem Schmerzmittel klingt jetzt auch logisch.
Insofern bleiben die Daumen gedrückt, dass sie weiter brav das Mittel futtert und die Bein-Problematik sich nicht mehr verschlechtert. ::knuddel
 
Kabifra

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Insofern bleiben die Daumen gedrückt, dass sie weiter brav das Mittel futtert und die Bein-Problematik sich nicht mehr verschlechtert.
Danke für die gedrückten Daumen, Josy, die kann Finja gebrauchen. Sie macht noch einen relativ entspannten = schmerzreduzierten Eindruck, aber insgesamt fühlt sie sich nicht mehr wohl. Das merkt man ihr deutlich an. Laufen ist mühsam (immer auf den Unterschenkeln hinten inzwischen), sitzen geht, aufrecht liegen nicht mehr gut, längelang hinlegen geht, aber dann kommt sie nur mit Mühe wieder hoch und verdreht sich regelrecht, um sich wieder auf die Pfoten zu stemmen. Am angenehmsten ist für sie offenbar, auf hartem Untergrund lang ausgestreckt zu liegen. Zusammenkringeln tut sie sich gar nicht mehr. All das lässt mich schlußfolgern, dass das Gabapentin zwar so weit und gut hilft, dass die schlimmsten Schmerzen weg sind, aber Finja trotzdem weiterhin nicht unerhebliche Schmerzen hat. Die für sie aber offenbar so weit erträglich sind (was immer das bei Katzen auch heißt!), dass sie gut frisst, schmust, mit mir "redet" und auch noch interessiert an ihrer Umgebung ist. Sie sitzt auch ab und zu mal am Fensterbrett und schaut raus, aber so wirklich fasziniert sie das nicht mehr. Balkon ist nur noch dafür gut, sich auf den harten, kalten Boden zu legen und in dieser unbequemen Haltung zu dösen oder zu schlafen. Sie will auch nicht am Rücken berührt oder gestreichelt werden, da weicht sie sofort aus. Auf dem Katzenkissen neben mir schlafen tut sie schon seit langem nicht mehr, und auch gegenüber Emily verhält sie sich seltsam, die Chefin Finja hat aufgegeben und Emily die Chefin-Position überlassen. Wenn Emily kommt, geht jetzt Finja weg und überlässt Emily jeden Platz. Auch das macht mir Sorgen, denn es ist völlig unnormal für Finja und zeigt überdeutlich, dass ihre Kräfte und ihre Energie schwer nachlassen. Emily ist immer friedlich, sie begrüßt Finja, sie schaut nach ihr, wo sie ist, sie wartet teilweise sogar, welchen Platz sich Finja raussucht, aber es ist ganz offensichtlich, dass nun Finja die Schwächere und Nachgiebigere ist und auch von sich aus aufgegeben hat.

Außerdem hat sie wohl wieder Bauchweh, denn sie liegt nur noch mit weit vorgestreckten vorderen Pfötchen/Beinchen, wenn sie sich nicht gleich auf die Seite legt. Mir gefällt das alles gar nicht. Finja ist noch nicht/nicht wieder am Limit des Erträglichen, aber es geht ihr definitiv nicht mehr gut. Es ist so ein Scheiß-Zwischenstadium, wo man nicht mehr machen kann als man schon tut, wo es aber auch noch nicht an der Zeit ist, sie zu erlösen. Dafür ist sie im Moment noch zu aufmerksam, zu lebendig und zu aktiv - wenn man mit "aktiv" gut fressen, normales Klogehen, herumlaufen und schmusen meint. Mir tut es im Herzen weh, mitansehen zu müssen, wie Finja fast alles aufgibt, was so lange Jahre für sie so wichtig war, und wie sich alles für sie immer mehr reduziert, weil sie es nicht mehr kann oder wegen Schmerzen nicht mehr aushält.

Ich habe gestern zu meiner Freundin gesagt (die Finja von Anfang an kennt und mich bat, ich solle nicht zu lange warten), dass es wohl wieder so laufen wird wie bei Micky und Findus, nämlich dass man den richtigen Zeitpunkt nicht erwischt und Finja sich mehr und länger quält/quälen muss, als man von außen erkennen kann und sie als Katze zeigt. Weil man es von außen nicht wirklich genau erkennt, was für sie noch erträglich und was für sie schon Qual ist. Ich hätte momentan rein vom Bauchgefühl und intuitiv noch kein gutes Gefühl, sie zu erlösen. Aber es ist auch kein gutes Gefühl zu sehen, wie sie sich mit Gehen und Aufstehen und Liegen plagt und wie sie all ihre Vorlieben und Rituale aufgibt.Was bleibt, ist jetzt nur noch das möglichst gute und genaue Beobachten, was sie tut, wie sie sich verhält, und was für sie noch geht. Und hoffentlich die richtigen Schlußfolgerungen daraus zu ziehen. Die ihr das Leben noch so lang, wie es noch irgendwie vertretbar ist, ermöglichen, und ein friedliches Ende gewährleisten, wenn es nicht mehr geht. Was noch geht und was nicht mehr geht, ist leider unglaublich schwer zu erkennen. Ich wünschte so sehr, sie könnte es mir sagen.
 
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Kabifra

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Wir haben morgen wieder einen TA-Termin. Finja mag, seit das Cortison nicht mehr wirkt, nicht mehr richtig fressen, mäkelt stark, schleckt mal über eine Portion Nafu, frisst ein wenig, mag den Rest nicht mehr, frisst zwei Stunden später von einer anderen Sorte ein bißchen was - insgesamt ist es noch genug, aber es ist unmöglich, das Gabapentin auf diese Weise richtig zu dosieren, denn man sieht der Nafu-Portion (und wenn es nur ein kleiner Esslöffel voll ist) nicht an, wieviel Pulver in welchem Krümelchen ist, und wieviel Gabapentin Finja abbekommen hat. Mehrmals geben kann ich es ihr auch nicht, dann bestünde die große Gefahr, dass sie eine absolute Überdosis davon abkriegt.
Außerdem wird es mit den Beinen schlimmer. Finja kann sich nun kaum mehr am Kopf kratzen, weil sie das Hinterbein nicht mehr so weit nach vorn biegen kann, sie fängt an, auch mit den Vorderbeinen auf dem Unterschenkel zu laufen, hat Krämpfe in den Beinchen, und die Vorderbeine sind manchmal ganz seltsam "verbogen". Sie liegt fast nur noch auf der Seite mit lang ausgestreckten Beinen, sitzen geht auch, aufrecht liegen mit untergeschlagenen Pfötchen geht offenbar gar nicht mehr. Irgendwas stimmt mit den Beinen inzwischen überhaupt nicht mehr, hinten und vorne. Finja nagt und schleckt inzwischen auch ständig an ihren Beinen herum, vor allem an den Hinterbeinen. Die TÄ, die ich heute abend angerufen habe, meinte, das könnte ein Hinweis auf starke Sensibilitätsstörungen sein und sogar dazu führen, dass Finja sich die Beinchen aufbeisst.

Die Tä sagte, was man noch machen könnte, wäre erneut ein Cortisondepot spritzen, damit Finja wieder zuverlässiger und besser frisst und man das Gabapentin richtig und ausreichend dosiert in sie reinkriegt. Gegen die Schmerzen scheint es noch zu helfen. Aber was nützt das, wenn Finja bald kaum mehr sitzen und laufen kann, sich nicht mehr normal putzen oder kratzen kann? Der TÄ gefällt das Ganze auch überhaupt nicht mehr, und sie meinte von sich aus heute, man müsse überlegen, wie lange bzw. ob das alles, was wir tun können, noch Sinn macht. Ich weiß es nicht. Finja macht immer noch einen recht lebendigen Eindruck, aber das Problem mit ihren Beinen macht ihr sichtbar immer schwerer zu schaffen. Jetzt nagt und schleckt sie schon wieder gerade an ihrem Hinterbein herum ..... :cry:
 
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Krümelmonster

Krümelmonster

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Ach Mensch, das tut mir so leid... In der Tat klingt nicht gut, wie Du das beschreibst... Ich drücke euch trotzdem für morgen die Daumen.
Und Dich auch. ::bussi
 
Josy1988

Josy1988

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Ohje, das klingt wirklich nicht so schön...

Das Cortison zum "Hunger-fördern" ist sicher ne Option, aber vielleicht gäbe es da auch noch irgendwas anderes, was man deswegen könnte? ::?
Drücke euch für morgen ebenfalls die Daumen ::knuddel
 
Flosi

Flosi

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Ich drücke euch für morgen ganz feste die Daumen ::knuddel
 
Thema:

Finja und ihr unbekanntes Schmerzproblem

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