Finja und ihr unbekanntes Schmerzproblem

Diskutiere Finja und ihr unbekanntes Schmerzproblem im Bewegungsapparat Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Ich weiß gar nicht, wo ich einen Bericht über Finja reinsetzen soll, wenn man nach den Krankheiten sortieren muss. Sie hat CNI, chronische...
Kabifra

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Ich weiß gar nicht, wo ich einen Bericht über Finja reinsetzen soll, wenn man nach den Krankheiten sortieren muss. Sie hat CNI, chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung, chronischen Katzenschnupfen/Herpes, Arthrose im Rückenbereich, Asthma, mehrere Futtermittelallergien, Probleme mit Magen und Darm, und seit ca. 2 Monaten auch noch ein starkes Schmerzproblem, das man nicht näher ausfindig machen kann, das aber inzwischen das Hauptproblem ist.
Bisher war sie immer noch trotz dieser ellenlange Liste an Krankheiten, die ihr sicher auch spürbar zu schaffen machten, eine vergnügte, agile (dem Alter entsprechend natürlich) und interessierte Katze, die stundenlang bei mildem Wetter auf dem Balkon lag, hochinteressiert alles um sich herum beobachtete, die Vögel im Blick behielt, mir die Ohren vollplauderte und täglich ihren Alltag erzählte, und natürlich ihre Mitbewohnerin Emily sorgfältig kontrollierte, dass diese nur dort saß, wo Finja gerade nicht hin wollte, und überhaupt sich untertänig genug benahm. :wink: Finja hat immer nachts neben mir im Bett geschlafen, seit fünf Jahren, es war ihr spezielles Vorrecht, das sie ausnahmslos immer in Anspruch nahm.

Seit ca. 2 Monaten aber war plötzlich alles anders. Finja zog sich fast völlig zurück, kletterte auf das höchste Bücherregal hinauf in den Korb, der dort ist, und hat
20, 22 Stunden am Tag dort verbracht, dösend oder schlafend. Sie kam nur noch zum Fressen und Klogehen runter, wirkte dann teilweise richtig benommen, und bekam diesen teilnahmslosen, müden Blick, den ich noch von meinem Kater Findus her im Gedächtnis habe und fürchte. Manchmal schrie sie zwischendurch laut, wenn ich dann zu ihr lief, sie ansprach und berührte, sah sie mich an, als müsste sie sich erst orientieren, wer ich bin. Ganz seltsam. Sie wollte von mir nicht mehr groß gestreichelt werden (was sie normalerweise liebt), wenn ich sie am Rücken berührte, vorsichtig und sie ansprechend, zuckte sie heftig zusammen und ging weg. Aber sie hat noch relativ gut gefressen, sie ging aufs Klo, und sie konnte immerhin auf den Kratzbaum und das Bücherregal klettern bzw. springen. Was sie sicher nicht getan hätte, wenn ihr das schwere Schmerzen bereitet hätte. Es war jedoch eindeutig sichtbar, dass sie fast keine Lebensqualität mehr hatte. Man sah es auch an ihren Augen und daran, dass sie an nichts mehr Interesse hatte.

Ich fand das Ganze schließlich so unerklärlich und seltsam, dass ich mit ihr wieder mal zur TÄ gegangen bin. Röntgen und Ultraschall sind bei Finja unmöglich, sie kollabiert inzwischen fast vor Panik dabei. Das große Blutbild gab seltamerweise nichts her - eine Reihe von Werten sind erhöht, aber moderat erhöht, keine Entgleisung, weder bei den Nierenwerten noch bei der Bauchspeicheldrüse noch bei den Entzündungswerten, weder Schilddrüse noch sonstwas. Auch die TÄ sind aber der Meinung, dass Finja starke Schmerzen hat, von ihrem Verhalten her zu urteilen, und - das ist unser einziger praktischer Hinweis darauf - weil sie auf Onsior relativ gut angesprochen hat, das ich ihr seit einer Woche gegeben habe. Sie ist von Tag zu Tag etwas munterer geworden und hat einige ihrer Rituale und Gewohnheiten ansatzweise wieder aufgenommen.
Nun bekam sie aber vorgestern heftigen, flüssigen Durchfall. Ob es wieder die Futtermittelallergien auslösten oder ob es auf das Onsior zurückgeht (die TÄ sagte, manche Katzen reagieren auf Onsior mit Durchfall), wissen wir nicht. Fakt ist, ich kann ihr nur noch ihr striktes Diätfutter geben, das sie verträgt, aber nicht mag und nur krümelchenweise frisst, und so kriege ich auch das Schmerzmittel (egal welche Tablette) nicht mehr in sie rein.

Die TÄ und ich hatten zwei lange Gespräche deswegen. Und sind nun übereingekommen, dass wir noch einen Versuch mit Cortison unternehmen. Finja als absolute Panik-Patientin ständig in die Praxis zu bringen geht nicht, wir können es nur mit einem Langzeitcortison (Spritze alle 3-4 Wochen) versuchen. In der Hoffnung, dass sie es verträgt und vor allem, dass es gegen die Schmerzen und die anderen Beschwerden hilft. Mit dem Risiko, das mit Langzeitcortison verbunden ist. Schlägt es nicht an und fängt Finja wieder an, sich völlig zu verkriechen und zurückzuziehen, muss ich wohl die letzte Entscheidung treffen. Man weiß nicht und kriegt nicht raus, was ihr so zu schaffen macht. Ich sehe nur, dass sie in dem Zustand nicht mehr kann und nichts mehr mag.

Tut mir leid, dass es so lang geworden ist, aber wie soll man ein halbes Dutzend Krankheiten und noch mehr kurz zusammenfassen .... Ich habe Angst, meine geliebte Puschelmaus bald gehen lassen zu müssen. Noch mehr Angst habe ich, die letzte Entscheidung zu früh oder zu spät zu treffen. Es ist so schwer, den richtigen Zeitpunkt dafür zu finden.
Hat von euch noch einer eine Idee, was so ein Verhalten auslösen könnte - außer starken Schmerzen? Es ist so vollkommen unüblich für Finja, ich habe das noch nie bei ihr erlebt, obwohl sie schon so oft richtig krank war und Schmerzen hatte (Bauchspeicheldrüsenentzündung z.B.).
 
Zuletzt bearbeitet:
26.04.2019
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Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.

Viererbande

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Könnten es vielleicht die Zähne sein?
Wäre Melosus als Schmerzmittel eine Alternative? Es ist flüssig, aber k.A. wie es dann mit der Bauchspeicheldrüse klappt.
 
Kabifra

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Nun ist er ja doch da, der Beitrag? Wo war er denn zwischenzeitlich? Bißchen im Forum spazierengegangen? ::bg Tja, nun habe ich die Hälfte schon im Katzentalk-Thema nochmal von vorn erzählt, weil dieser Beitrag einfach weg war. Ich setze einen Link dort rein, dass es mit dem Krankheitsthema Finja hier weitergeht.

@Viererbande
Flüssiges ist auch schwierig. Finja schmeckt es raus, wenn was im Nafu drin ist, guckt mich dann an, als würde sie sagen, du hältst mich wohl für blöd, und geht weg vom Napf. Ich kenne Melosus gar ncht. Muss man danach googeln.
Die Zähne können es nicht sein, sie hat nur noch die Reißzähne vorne, oben und unten, alle anderen Zähne mussten schon vor einigen Jahren raus.
 
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Kabifra

Kabifra

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Die TÄ meinte noch, es könnten auch starke Kopfschmerzen (wg. hohem Blutdruck sein), die würden auch durch das Onsior besser. Aber sie hält es eher für nicht ganz so wahrscheinlich, rätselt genauso wie ich herum. Denn Finjas Nierenwerte sind nicht so hoch, dass man deswegen schon auf hohen Blutdruck schließen könnte, der wiederum Kopfschmerzen verursacht. Den Blutdruck messen kann man bei ihr nicht. Sie ist so extrem aufgeregt, gestresst und panisch bei jedem TA-Besuch, dass wir schon jede Behandlung, jeden Termin äußerst sorgsam überlegen, weil Finja jedes Mal beinahe vor Stress kollabiert. Da kriegt man keinen aussagefähigen Blutdruckwert zusammen.

Starke Kopfschmerzen wären insofern blöd, weil dann das Cortison - zumindest für diese Schmerzen - nicht das Mittel der Wahl wäre. Gut, das Cortison hilft bei der Arthrose (die sie laut Röntgenbild nachweislich und klar erkennbar hat, man sieht die Veränderungen deutlich), es würde gegen die Allergien, den ständigen Juckreiz und ihre fast chronische Darmentzündung helfen. Damit wäre ja auch schon viel gewonnen. Und es wäre sicher von der Schmerzfront eine Entlastung für Finja, wenn "nur" noch der Kopf, aber nicht mehr auch alles andere dauernd weh tut. Bei ihr kommt halt soviel zusammen, dass sie es wohl als Gesamtzustand langsam nicht mehr aushält.
 
Eroica

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Nun ist er ja doch da, der Beitrag? Wo war er denn zwischenzeitlich? Bißchen im Forum spazierengegangen? ::bg Tja, nun habe ich die Hälfte schon im Katzentalk-Thema nochmal von vorn erzählt, weil dieser Beitrag einfach weg war. Ich setze einen Link dort rein, dass es mit dem Krankheitsthema Finja hier weitergeht.
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Kabifra

Kabifra

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Vielen Dank für die Information! Tut mir leid, dass ich noch etwas unbeholfen im Forum herumtrampele, mir ist vieles hier ganz neu und ungewohnt. Aber ich lern's noch. :nicken:
 

Viererbande

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Melosus ist Meloxicam, also Metacam. Ich gebe es momentan unserem Cato einfach mit der kleinen Spritze ins Mäulchen. Er bekommt zusätzlich 2x täglich einen Magenschutz, damit es ihm nicht auf den Magen schlägt.
 
romulus

romulus

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Ich kann nur etwas zu Arthrose und Schmerzen sagen.
Unser Kater Socke hatte eine schwere Arthrose, schon seit Jahren, bemerkbar zunächst nur an einem Vorderbeinchen, dann überall, vor allem an der Wirbelsäule.
Er bekam 7 Jahre lang von mir täglich Metacam ins Mäulchen gespritzt, was er hervorragend vertragen hat und er hatte zeitlebens einwandfreie Nierenwerte.
Ende 2017 dann einen akuten Bandscheibenvorfall, sehr dramatisch, wurde operiert und hat sich gut erholt, aber leider entwickelte sich dann im Laufe des nächsten Jahres eine Spinalkanalstenose und wir mussten ihn im Alter von knapp 15 Jahren gehen lassen, da war keine Hilfe mehr möglich..

Im Gegensatz zu Deiner Finja konnte er aber in der letzten Zeit überhaupt nicht mehr auf erhöhte Plätze springen, wir haben ihm überall Aufstiegshilfen hingestellt.,
Von daher bin ich gar nicht so sicher, dass Finja ihre Schmerzen vorwiegend von der Arthrose hat, dann dürfte sie nicht mehr so gut kraxeln können.

Wenn der Versuch mit Cortison nicht funktioniert, wäre Metacam vll. eine Alternative?
Wirkung wie Onsior, aber flüssig und mittels Dosierspritze direkt ins Mäulchen zu geben (ist total geschmacksneutral).
 
Kabifra

Kabifra

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Danke, Edda,fürs Lesen und Antworten!

Metacam kenne ich. Es funktioniert bei Finja nicht. Sie lässt sich nichts ins Mäulchen geben, ohne sofort zu würgen und zu erbrechen. Wir haben da schon zig Versuche hinter uns, als sie Giardien, Bauchspeicheldrüsenentzündung und Darmentzündung hatte (wie oft sie die beiden letzteren schon hatte, kann ich gar nicht mehr zählen). Es geht mit ihr einfach nicht. Nicht ohne dass sie völlig verstört und ängstlich wird und davonrennt, sobald man sie auch nur streicheln will, und sich gar nicht mehr in meine Nähe traut. Außerdem hat Finja Magenprobleme und die TÄ sagte bei unserer Besprechung, wenn man ihr oral Metacam gäbe, müsste man ihr auch ein Magenschutzmittel geben. Unmöglichkeit hoch zwei also.

Mich macht das auch stutzig, dass Finja noch den Kratzbaum mehrmals täglich rauf- und runtergesprungen ist, denn ich denke ebenfalls, wenn ihr das vom Rücken her höllisch weh tun würde, würde sie das nicht machen. Trotzdem bleibt Fakt, dass es irgendwas mit deutlichen Schmerzen sein muss, denn sie verhält sich nun nach fünf Tagen Onsior und dem Cortison seit gestern wieder viel normaler, lebhafter, aufmerksamer und interessierter. Onsior wirkt vorwiegend bei Gelenk- und Knochenbeschwerden, sagten mir beide TÄ (das weiß ich auch von Emily). Ein Tumor würde zwar so ein Verkriechen und Sich-Zurückziehen von allem bewirken können (war bei Micky Grantlhuber so), würde aber laut TÄ mehr Schmerzen auslösen als man mit Onsior unterdrücken könnte.

Ihrem heutigen Befinden nach bessert sich etwas bei ihr. Ob es noch die Auswirkung von Onsior ist, das sie ja seit heute nicht mehr bekommt, oder ob die Cortisonspritze von gestern schon wirkt, weiß ich nicht. Das wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Verschlechtert sich ihr Zustand wieder, ist das Cortison ein Fehlschlag und wirkt nicht gegen das, was Finja so quält. Dann wissen TÄ und ich nicht mehr weiter. Leiden lassen können und wollen wir sie auf keinen Fall. Medikamente geben geht nicht. Täglich zuhause spritzen geht auch nicht, weil sowohl TÄ als auch Chef-TA der Praxis sagen, sie dürfen Metacam oder Buprenovet (so heißt es glaube ich?) nicht Tierbesitzern nachhause mitgeben, das sei illegal und sie müssten jede Spritze damit dokumentieren. Der TA kennt mich seit fünfzehn Jahren, vertraut mir mit meinen Katzen, verhält sich immer, wo er kann, kooperativ und nicht autoritär, aber es ist nichts zu machen, er sagt, er kann und darf mir starke Schmerzmittel nicht mit nachhause geben.

Bleibt nur zu hoffen, dass das Cortison hilft. Die Langzeitrisiken sind mir egal. Finja ist fast 18 Jahre alt und mehrfach chronisch krank. Es geht bei ihr nicht mehr um Jahre. Es geht nur noch um die Lebensqualität einiger Monate.

Wenn man nur wüsste, was mit ihr los ist und was ihr solche Beschwerden macht.
 
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Kalimera

Kalimera

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Cortison würde ich ihr auch geben. Wichtig ist die Lebensqualität, das sehe ich auch so.

Wie wäre es, wenn Du zusätzlich eine Physiotherapeutin einbeziehst. Mein Ciri wird im Moment physiotherapeutisch behandelt und es tut ihm sehr gut. Wenn ihm die Muskeln gelockert wurden, bewegt er sich ganz anders als vorher. Dann legt er auch mal wieder kurze Spielphasen ein.
Dazu muss sie sich natürlich anfassen lassen, auch wenn es etwas zwickt. Ciri sitzt die ganze Zeit auf einer Decke (oder Magnetfeldmatte) auf meinem Schoß, ich halte ihn fest (anfangs mehr, zum Schluss ist er so entspannt, dass ich ihn gar nicht mehr festhalten muss). Wenn die Katze kooperativ ist, dann ist das wirklich eine tolle Sache.
 
Kabifra

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Cortison würde ich ihr auch geben. Wichtig ist die Lebensqualität, das sehe ich auch so.
Wie wäre es, wenn Du zusätzlich eine Physiotherapeutin einbeziehst.
....Wenn die Katze kooperativ ist, dann ist das wirklich eine tolle Sache.
Das Cortison ist in meinen Augen auf jeden Fall den Versuch wert. Wenn es hilft, wunderbar. Wenn nicht, haben wir es wenigstens versucht. Soviel Alternativen bleiben uns ja nicht mehr, gelinde ausgedrückt.
Die Phyiotherapie wäre eine Idee, danke für den Tipp! Meine TA-Praxis hat sogar eine Physiotherapeutin für Tiere, mit der sie zusammenarbeiten und deren Kärtchen in der Praxis ausliegen. Da muss ich mir nächstes Mal eins mitnehmen. Die Frage ist nur, ob Finja bei sowas kooperativ ist. Sie lässt sich zwar von anderen Menschen durchaus streicheln und anfassen, aber in der Praxis verkrampft sie total und schreit und wehrt sich bei jedem Anfassen. Und - vielleicht noch wichtiger - ob es wirklch nützt und nicht schadet. Ich meine, solange man nicht weiß, was mit ihr los ist, ist es schwer zu entscheiden, denn bei einem Tumorgeschehen z.B. wäre Physiotherapie doch eher verkehrt?
Ich werde auf jeden Fall am Montag die TÄ darauf ansprechen!
 
romulus

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Ich finde den Versuch mit Cortison auch vernünftig und v.a. für Finja akzeptabel, alle 3 Wochen eine Injektion ist verkraftbar.
Ich würde ihr auch zu Hause nicht mit Tabletten oder Spritzen hinterher jagen wollen, wenn es eine Injektion alle paar Wochen ist, kann man sie ruhig zum TA bringen.
 
Kabifra

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Ich finde den Versuch mit Cortison auch vernünftig und v.a. für Finja akzeptabel, alle 3 Wochen eine Injektion ist verkraftbar.
Ich würde ihr auch zu Hause nicht mit Tabletten oder Spritzen hinterher jagen wollen, wenn es eine Injektion alle paar Wochen ist, kann man sie ruhig zum TA bringen.
Danke, Edda, das tut gut, deine positive Einschätzung zu lesen.
Alle drei Wochen eine Injektion geht. Da kriege ich sie auch in den Kennel rein, ohne sie allzu sehr stressen zu müssen, und wenn es in der Praxis nur "pieks" macht, nimmt sie das auch relativ ruhig hin. Vor allem bleibt ihr Zuhause in ihrem Erleben sicher und angstfrei. Das ist mir sehr, sehr wichtig, dass Finja nicht auch noch zuhause Angst bekommt, weil ich ihr nachjage oder sie jeden Tag für irgendwas festhalten und ihr was reinzwingen muss. Das alte Mädchen soll nicht auch noch ihr Vertrauen verlieren.
 
romulus

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Wenn ich das Metacam bei meinem Arthrosekater nicht so problemlos in ihn hineinbekommen hätte, hätte ich mir auch etwas anderes einfallen lassen. Einem Tier hinterher zu jagen, um ihm gegen seinen Willen etwas einzuflößen und das auch noch dauerhaft, geht gar nicht. Da wäre im Nu alles Vertrauen verspielt.
Ich hoffe, das Cortison bringt Euch den erhofften Erfolg!
 
Kabifra

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Es geht ihr besser! Finja "is on the road again"! ::j

Das Cortison schlägt offenbar an. Finja hat heute nacht wieder neben mir im Bett geschlafen, jedenfalls die meiste Zeit, hat mir gestern abend beim Computern zugeschaut und wieder versucht, mit ihrer Pfote ganz beiläufig die Tastatur mitzubenutzen, sie hat sich um Mitternacht ihren nächtlichen Snack am Futterautomaten geholt, wie vor der schweren Krise, und danach noch eine Zeitlang aus dem Küchenfenster die Geschehnisse in der Nacht draußen beobachtet, sie hat gut gefressen, Emily eins auf die Mütze gegeben und auf dem Klo ein perfekt geformtes Würstchen produziert. Außerdem redet sie wieder und kommentiert Dinge, die ihr mißfallen, oder teilt mit, dass sie gerne Butter hätte! (Die bekam sie zwischendurch mal, als hinten gar nichts mehr ging. Seitdem betrachtet sie es, bis sie sich so verkrochen hat, als ihr Naturrecht, täglich ein Stück Butter zu bekommen. Die ich ihr aber nicht mehr gebe, wegen Durchfallgefahr und Magenproblemen, die die fette Butter verursachte.) :lol:

Und fast das Beste von allem: als ich heute morgen die Balkontür zum Lüften aufmachte, saß die Puschelomi unterm Couchtisch, untergezogene Pfötchen, und guckte etwas verschlafen drein. Fünf Minuten später war keine Puschelomi mehr da. Ich suchte sie, und wo war sie? Auf dem Balkontisch vorne an der Brüstung, ließ sich völlig ungerührt vom Sprühregen nass regnen, und sah sich hochinteressiert und konzentriert die Gegend an! ::bg

In dem Moment wusste ich: das Cortison wirkt. Denn all das Geschilderte hat sie seit mindestens 2 Monaten nicht mal mehr ansatzweise gemacht, und auf dem Balkon war sie seit mehr als einem Vierteljahr nicht mehr. Ich bin so froh und erleichtert, dass ihr das Cortison augenscheinlich wirklich hilft! Wenn sie so wie jetzt sich verhält, hat sie wieder ein Stück Lebensqualität und vor allem auch wieder ein bißchen Lebensfreude, das sieht man ihren Augen an. Sie schaut mich nicht mehr so müde, resigniert und teilnahmslos an, sondern hat wieder einen klaren, wachen, aufmerksamen Blick. Was auch immer es ist, das ihr so schwer zu schaffen macht (diese nicht genau bestimbaren Schmerzen irgendwo im Körper), momentan rutscht das wieder auf ein Level, dank des Cortisons, das Finja offenbar relativ gut aushalten kann. Denn weg ist das Ganze ja nicht durch das Cortison, nur (hoffentlich deutlich) gedämpft und eingeschränkt.

Was auch auffällt: sie niest nicht mehr, sie kratzt sich bei weitem nicht mehr so exzessiv wie vor der Cortisonspritze, sie hustet nicht mehr, und ich darf sie wieder am Rücken berühren und streicheln, ohne dass sie zusammenzuckt. Jetzt kann ich nur ganz fest hoffen, dass das mit den 3-Wochen-Cortison-Spritzen noch möglichst längere Zeit so bleibt und sie das Cortison verträgt, also nicht irgendwelchen Nebenwirkungen davon entwickelt, die dann auch wieder Probleme machen würden.
 
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romulus

romulus

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Das freut mich von ganzem Herzen, das gibt doch wieder Mut!
Ich rechne nicht mit Nebenwirkungen des Cortisons, für die Entwicklung eines Diabetes braucht es höhere Dosen über längere Zeit, das steht eher nicht zu befürchten.
Hoffentlich bleibt diese segensreiche Wirkung lange erhalten!
 
Tina2014

Tina2014

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Das liest sich ja wunderbar:lol:, Puschelomi:love: is back :lol:

Ich freue mich sehr, dass es ihr und damit Dir so viel besser geht ::knuddel
 
Kabifra

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Danke euch!
Ich hoffe auch so sehr, dass diese gute Wirkung noch länger anhält. Vielleicht kann man ihr damit noch ein halbes Jahr oder länger Zeit schenken, in der sie sich wenigstens einigermaßen wohl fühlt. Wegen dem Diabetes-Risiko meinte die TÄ auch, das wäre erst bei längeren Zeiträumen ein Risiko, und es seien auch nur 2 von 10 Katzen statistisch überhaupt davon betroffen. Ich mache mir eher Gedanken, dass das Cortison vielleicht nicht lange so gut wirkt und der Körper sich dann daran gewöhnt? Aber man muss es abwarten. Jetzt steht erst mal der Termin mit der TÄ am Montag an, dann höre ich ja, was sie dazu sagt. Hauptsache, es geht Finja wieder besser. Ich hätte es nicht ertragen, sie genauso wochenlang leiden zu sehen wie Findus damals. Seine qualvollen letzten Wochen gehen mir bis heute, fast sechs Jahre später, noch nach und belasten mich in der Erinnerung.
 
Rosi

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Ich oute mich mal als stille Mitleserin. Leider konnte ich zu dem Thema nichts hilfreiches beitragen. Es freut mich sehr, dass die Omi mit dem Cortison jetzt wieder aufblüht. Mein Max hat 5,5 Jahre lang Cortison bekommen und nie eine Diabetes entwickelt. Da sehe ich auch kein Problem und das Wichtigste ist doch, das Finja wieder Freude am Leben hat.
 
Kabifra

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Ich oute mich mal als stille Mitleserin. Leider konnte ich zu dem Thema nichts hilfreiches beitragen. Es freut mich sehr, dass die Omi mit dem Cortison jetzt wieder aufblüht. Mein Max hat 5,5 Jahre lang Cortison bekommen und nie eine Diabetes entwickelt. Da sehe ich auch kein Problem und das Wichtigste ist doch, das Finja wieder Freude am Leben hat.
Hallo, Rosi! ::wgelb
Das zu lesen macht Mut, dass dein Max über 5 Jahre Cortison bekommen hat. Hat er Tabletten gekriegt oder auch diese Depotspritzen? Und was hast du bei ihm beobachtet, hat er mehr gefressen, wurde er müder durch das Cortison? Gegen was hat er Cortison bekommen? Ich frage so neugierig, weil es mich wirklich interessiert und es ist für mich auch wichtig jetzt, von anderen deren Erfahrungen zu hören, um vielleicht selber manches dann richtig oder anders einschätzen zu können.
 
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