Femurkopfresektion - Erfahrungen

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Rapheli

Rapheli

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Heute wollte ich mal von meinen Erfahrungen und Minkas bisherigen Heilungserfolg nach der OP berichten.
Ich weiß gar nicht, ob ich in der Kategorie richtig bin ::? wenn nicht - ich fuchse mich noch rein :D

Kater Minka wurde am 10.11 an der Hüfte operiert. Genauer gesagt, hatte er eine Femurkopfresektion. Der Femurkopf wurde entfernt, da dieser brüchig war und sich gelöst hatte. Nun wird alles nur noch von den Muskeln gehalten.

Wie wurde es festgestellt?

Anfangs fiel MIR natürlich auf, dass er sein rechtes Bein nicht mehr belastete und humpelte. Anfangs dachte ich mir nichts dabei und wollte es erst einmal beobachten, hätte ja sein können, das er einfach ungünstig aufgekommen ist und sich das am nächsten Tag wieder gibt.
Dann fing er aber an, immer mehr abzubauen. Er lag nur noch herum, zog das Bein hinterher, belastete es irgendwann überhaupt nicht mehr und schrie förmlich, wenn man nur in die Nähe des Beines kam. Auch versuchte er (in Panik vor den Schmerzen) zu beißen, er kratze - kurzum, er war wie ausgewechselt. Dann fraß er auch nicht
mehr und nur, wenn ich es ihm direkt vor die Nase stellte, damit er im liegen fressen und trinken konnte.
Am dritten Tag (leider kam dies übers Wochenende + Feiertag am 31.10), entschloss ich mich am 01.11 zum Tierarzt zu fahren und ihn vorzustellen. Allein die Tatsache das er freiwillig in seine Transportbox ging, ließen bei mir die Alarmglocken schrillen. Ansonsten wehrt er sich mit Leibeskräften dagegen.
Beim Tierarzt kam dann auch schon der erste Verdacht auf, nachdem die Ärztin ihn sich angesehen hatte.
Das rechte Bein war verkürzt, er war extrem geschwächt und das Bein nicht mehr belastbar, geschweige das sie ihn dort anfassen konnte.
Ich musste ihn über Nacht dort lassen, wo er geröntgt wurde und ebenso eine Blutabnahme.
Am nächsten Tag kam dann die Diagnose, dass der Femurkopf gerissen war und er operiert werden muss.
Für den 10.11 bekamen wir dann einen OP-Termin. Solange konnte ich Minka mit nach Hause nehmen. Dank Schmerzmittel, ging es ihm auch besser und er fraß wieder vernünftig, wenn auch mehr liegend, wie alles andere.
Am 09.11 brachte ich ihn abends dann in die Tierklinik und am 10.11 wurde er frühs operiert und abends konnte ich ihn wieder mit nach Hause nehmen.

Heilungsverlauf

Nun, wie soll ich sagen? Ich habe einen kleinen Kämpfer hier ;) von Schonung und Ruhe hielt der Kater mal so gar nichts.
Er sollte sich schonen, nirgendwo hoch und runter springen und das am besten mindestens zwei Wochen lang.
Es endete damit, dass er bereits abends versuchte die Couch hochzuklettern, was ich gerade noch zu verhindern wusste und er fröhlich durch die Gegend schwankte. Hunger hatte er auch sofort und er stufte die angebotene Ration als zu wenig ein. Lautstarker Protest folgte und daraufhin auch etwas mehr Futter.
Der Kater war schwerer zu hüten wie ein Sack Flöhe. So bald ich nicht hinsah, sprang er irgendwo hoch (bevorzugt auf seinen Lieblingsstuhl), kletterte irgendwo drauf rum und versuchte vehement das Pflaster ab zubekommen, da er von der Halskrause mal so gar nichts hielt.
Das Bein belastete er nach drei Tagen wieder und seitdem immer mehr. Mittlerweile humpelt er kaum noch.
Er frisst und trinkt wieder vernünftig und die Schmerzen sind weg. In den ersten fünf Tagen erhielt er noch ein Schmerzmittel, mittlerweile nicht mehr und es scheint ihm bestens zu gehen. Ich kann ihn hochnehmen, er springt auch hoch und lässt sich kräftig durchkraulen.
Mittlerweile hat er wieder 1,2 KG zugenommen. Da er vor der OP noch eine Erkältung hatte, hatte er in diesen paar Tagen knapp 2,5 KG abgenommen. Aber er ist fleißig dabei, sich das wieder drauf zu futtern ;)
Am Donnerstag waren wir zur Nachkontrolle beim Tierarzt und diese war höchst zufrieden mit ihm. Nächste Woche werden dann die Fäden gezogen.

Kosten

HimmelHallelujaAlterSchwede! - Ja, ich weiß, wir sind noch gut weg gekommen, aber im ersten Moment schluckt man doch.

1. Termin Röntgen + Blutabnahme + Medikamente: 145€
2. Termin OP: 270€
3. Termin Nachkontrolle: 27€
4. Termin Fäden ziehen: Erfahre ich dann nächste Woche.

Fazit

Die OP war natürlich die absolut richtige Entscheidung!
Es geht ihm wieder viel besser und er ist auf den besten weg, sich vollständig zu erholen. Unter diesen Voraussetzungen würde ich es jederzeit wieder machen lassen.
 

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20.11.2016
#1

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Gast

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
Angel1911

Angel1911

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Hallo zusammen!!! Habe gerade deinen Artikel gelesen. Habe ein sehr ähnliches Problem. Mein Kater ist vor ca. 1 Jahr wahrscheinlich am Zaun hängen geblieben (meine Vermutung, da ich ihn kurz vorher dort gesehen habe). Er humpelte danach, Anruf beim Tierarzt, Termin 2 Tage später. Untersuchung, Ergebnis: wahrscheinlich Zerrung. Schmerzmittel wurde gespritzt. Einige Wochen später habe ich beobachtet, das sein Gelenk an der Hüfte immer mal wieder raus springt. Keine anderen Symtome!!! Bis er vor ca. 2 Monaten anfing: sich im Klo aufzurichten, in der Wohnung gestritzt hat mit ganzen Seen. Konnte mir das überhaupt nicht erklären. Nach und nach ist mir aufgefallen: er springt nicht mehr viel, verspringt sich öfter und zieht sich dann mit Vorderpfoten hoch. Mein Gizmo hat Schmerzen!!!!!!! Also hab ich Metacam gegeben. Und siehe da, alles gut. Piesel im Klo normal, kein stritzen mehr und er wurde wieder aktiver. Aber das ist ja keine Dauerlösung. War wieder beim TA ich dachte event. Harnkristalle, Harnsteine, aber Urin alles gut. Dann röntgen, TA meint ist nichts zu sehen, sollte Schmerzmittel reduzieren. Hab ich gemacht, 2 Tage lang und gleiche Symtome wie vorher. Geht gar nicht!!!!! Also weiter Metacam. Es ist doch keine Dauerlösung. Also Anruf Tierklinik und Termin nächste Woche Do.
Meine Frage: Hat sich die OP gelohnt???? Warst du auch in einer Tierklinik und was hat es gekostet???? Denke es ist auch dieser Femurkopf.
Nur ruhig stellen bei meinem Kater????? Er ist genau so wild wie deiner und in Box einsperren geht gar nicht. Könnte ein Zimmer räumen. Wie war der weitere Verlauf bei Deiner?????
 
Apropo

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Bei unserer Leni wurde vor ca. 2 Jahren auch eine Femurkopfresektion durchgeführt. Hat sich definitiv gelohnt. Vorher hat sie nur rumgelegen. Jetzt düst sie teilweise auch wieder die 2,20m Kratzsäule hoch.
Wir haben es in einer kleinen Tierklinik machen lassen. Kosten waren bei ca. 700 €.

Ich hatte Urlaub und habe eine Woche mit Leni im Schlafzimmer verbracht. Alles was gefährlich sein könnte raus gestellt und um das Bett jede Menge Kartons als Kletterhilfe.
Nach der Woche durfte sie wieder raus. Ich hatte an ihren Lieblingsplätzen auch wieder Kartons als Kletterhilfe aufgebaut z.B. vor ihrem Sessel.

Außerdem bin ich mit ihr zur Physio gegangen und habe auch zuhause Übungen für den Muskelaufbau gemacht.

Ich habe dazu auch hier irgendwo einen Thread wo du auch einige Videos sehen kannst. Such mal nach "Leni hat HD" falls du Interesse hast.
 
Angel1911

Angel1911

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Habe die Seiten gelesen (nicht alle, aber fast). Hab auch das Video gesehen!
Ich habe das Problem, war mehrfach beim Tierarzt (unter anderem zum röntgen und Metacam), leider ohne Befund. Unter Metacam waren zwar die Symptome weg, aber Gelenk sprang immer noch raus. War dann in der Tierklinik, nochmals röntgen (unter leichter Narkose, gestreckt), ebenfalls ohne Befund. Dann CT hinterher, lediglich eine "MIKRO KLEINE ARTHROSE", welche aber nicht die Ursache der Symptome sein kann.
Aktuell: Nachdem mein Kater bereits 5 Wo Metacam bekam und ich Angst vor Nebenwirkungen habe, bekommt er nun 3x tägl. Traumeel (je 1 Tabl) und 2x tägl. Zeel. Seit drei Tagen springt das Gelenk nicht mehr raus.
Aber es kann doch keine Dauerlösung sein, ihn mit Medis voll zu stopfen, oder.
Weder beim Tierarzt, noch in der Tierklinik wurde mir etwas von einer Femurkopfresektion gesagt. Frage mich warum nicht????? Allerdings war ich auch so mega nervös, das ich vergessen habe danach zu fragen. Allerdings erwarte ich auch vom Tierarzt, oder der Klinik das sie mir so etwas sagen könnten!!!!!!!!
 
Apropo

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Hört sich alles bisschen seltsam an. Wenn eine Femurkopfresektion nötig ist sieht man es im Röntgen, oder spätestens CT auch eindeutig. Ich würde da nochmal ganz genau nachhaken, oder sogar mit den Bildern nochmal zu einem anderen Arzt gehen bevor ich das machen lasse. Weg is weg und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Vielleicht liegt ja auch eher ein Problem mit den Bändern vor oder sowas. Weichteile kann man im CT ja nicht sehen.

Wenn es ihm unter Traumeel und Zeel ja gut geht musst du ja nichts überstürzen, auch wenn es keine Dauerlösung ist.
 
Thema:

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