Er fehlt mir so

Diskutiere Er fehlt mir so im Krankheiten-Innere Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo, mein Kater Winni ist jetzt schon 1 Woche tot. Er hatte Nierenversagen. Ich komm mit dem Ganzen nicht klar und kann es einfach nicht für...

Anonymous

Gast
Hallo,

mein Kater Winni ist jetzt schon 1 Woche tot. Er hatte Nierenversagen. Ich komm mit dem Ganzen nicht klar und kann es einfach nicht für Wahr haben, dass Winni nicht mehr da ist. Wenn ich an ihn denke, kommen mir sofort die Tränen; er fehlt mir so.

Winni war uns damals zugelaufen und wir hatten ihn jetzt 7 ½ Jahre. Er hatte sich sehr schnell eingelebt und hatte sich pudelwohl bei uns gefühlt.

Von Sonntag auf Montag (15./16.12.2002) war er Nachts draußen, was er öfter so wollte. Montagmorgen kam er von draußen rein, war topfit, was mir noch besonders aufgefallen war. Als ich in der Mittagspause von der Arbeit nach Hause kam, hörte ich zwei komische Laute von Winni, schaute nach ihm und sah wie er auf den Katzenklo ging und dort urinierte. Dabei fiel mir auf, dass er sein „Geschäft“ nicht
zuscharrte und das etwas mit seinen Hinterbeinen nicht stimmte. Ansonsten konnte ich beim besten Willen nichts feststellen; er war nicht abgemagert und sein Fell war auch in bester Ordnung. Danach legte er sich wieder hin. Als ich dann abends von der Arbeit kam, lag er immer noch so da. Es kam in der Vergangenheit öfter vor, dass ihm mal nicht gut war, weil er draußen Mäuse usw. gefressen hatte. Und ich dachte, dass das mal wieder der Fall war. In der Nacht bin ich dann durch sein Schreien aufgewacht. Als ich nach ihm sah, lag er da und musste brechen. Ich war schon froh darüber und dachte, dass jetzt alles rauskommt und ihm dann wieder besser ist. Das war aber leider nicht der Fall. Ich ging dann am nächsten Tag zum TA.
Der hat ihm dann den Bauch abgetastet, was ihm schrecklich weh tat. Diagnose: „Er hat es an den Nieren; es hat ihn bös erwischt, und die Augen sind schon eingefallen“. Mir war das Ganze immer noch nicht richtig bewusst oder wollte es nicht wahrhaben. Dann hatte der TA noch Blut im Urin festgestellt. Er hatte ihm dann Antibiotika und Schmerzmittel gespritzt, ihm eine Infusion gemacht und Flüssignahrung gegeben. Er meinte dann, dass er viel Wasser trinken müsste und ich den nächsten Tag wieder kommen sollte, wenn es sich nicht wesentlich bessern würde. Mittlerweile konnte Winni keinen Urin mehr lassen. Ich bin dann sofort den nächsten Tag wieder zum TA.

Der TA sagte dann „Es sieht schlecht aus“; es gibt zwei Möglichkeiten: Einschläfern oder ein Röntgenbild und Blutuntersuchung. Ich war wie gelähmt und konnte dies alles nicht begreifen. Ich wollte nichts unversucht lassen und stimmte dem Röntgen mit Blutuntersuchung zu. Diagnose: Blutwerte außerhalb jeglichem Bereich, Krebs an Darm und Niere. Das Nierenversagen wäre eine Folge von diesem Krebs. Ich fragte dann ganz verzweifelt, ob man denn nicht operieren könnte. Daraufhin meinte er, dass man den Darm hätte operieren können, aber an den Nieren nichts zu machen sei.

Ich war total fertig, konnte nur noch weinen. Ich sah aber wie Winni so schrecklich litt, er muss unsagbare Schmerzen gehabt haben. Ich habe dann schweren Herzens eingewilligt, Winni einzuschläfern, und das war dann am 18.12.2002 – alles innerhalb 2 Tagen -. Kann man so was begreifen?

Wie seht Ihr das denn?
Hätte der TA das Röntgenbild und die Blutuntersuchung nicht schon am ersten Tag machen müssen, und nicht im nachhinein als alles schon zu spät war?
Hatte er bereits am ersten Tag gesehen, dass Winni nicht mehr zu retten ist?
Wäre ich besser in eine Tierklinik gefahren?

Traurige Grüße
Mona
 
26.12.2002
#1

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Gast

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Kathy

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Hallo, Mona!
Erst einmal möchte ich dir sagen, wie leid mir die Sache tut.
Fühl dich einfach feste gedrückt. Nun, diese Überlegungen sind etwas gemeines. Man fühlt sich schuldig, hat aber letzendlich das Richtige getan.
Aus der Distanz betrachtet denke ich schon, daß der TA etwas zu lax war. Hängt natürlich auch damit zusammen, wie ihm die Symtome geschildert wurden usw. Eine Blutprobe ist etwas, womit man unter Umständen sehr schnell eine Ursache finden kann. War der TA noch sehr unerfahren?In einer Tierklinik sind oft die notwendigen Gerätschaften, sie sind 24 Stunden für dich da. Aber eine Garantie ist es nicht immer, daß dort alles richtig gemacht wird.
Gram dich nicht zu sehr. Selbst mit einer sofortigen Diagnose endet es häufig so wie bei dir. Auch wenn es dich nicht unbedingt tröstet: Winni hatte keinen langen Leidensweg, du hast alles für ihn getan.
 

raggycat

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Liebe Mona,
um deinen Winni tut es mir sehr leid und ich kann deine Trauer sehr gut nach fühlen.
Quäle dich aber nicht mit solchen Gedanken, du hast dein bestes gegeben und ich denke mal das selbst wenn der Ta das am selben Tag gemacht hätte mit dem röntgen......wäre es nicht mehr gegangen. Du warst doch sicher schon öfters bei dem Arzt und hast im dein Vertrauen geschenkt....hast du bisher gezweifelt??? Du hast dein bestes gegeben und ihm deine Liebe geschenkt. *drückdichganzfeste*
 

Anonymous

Gast
hallo Kathy,
hallo Sylvi,

danke Euch beiden für die tröstenden Worte. Ich kann im Moment mit sonst niemanden reden, denn es schnürt mir sofort die Kehle zu und fange an zu weinen. Es ist alles so leer ohne meinen Winni.

Danke nochmal
Eure Mona
 

Anonymous

Gast
he du,

das ist echt schlimm, tust mir echt voll leid und dass auch noch vor weihnachten. aber mach dir keine vorwurfe. Es bringt jetzt echt nichts mehr zu überlegen "was wäre wenn"....du hast getan was du konntest und warst so fair ihn zu erlösen. jeder muss gehen und das tut weh.
aber kopf hoch ich weiss das beste mittel gegen deine einsamkeit:

es warten 1000 von katzen und kätzchen im tierheim oder bei der katzenhilfe und sie warten nur auf dich und deine liebe... das hilft dir und den kleinen....

also kopf hoch, anja
 

biggi76

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Liebe Mona,

das tut mir unendlich leid für Dich !!! Ich leide mit Dir und drück Dich hiermit mal ganz doll !!

Wir haben unseren Raffi (ähnlich wie Du) am 13.10.02 verloren - auch an Nierenversagen. (allerdings hatte er keinen Krebs) Das alles passierte quasi von heute auf morgen ohne jegliche Vorwarnung. (Raffis ganze Geschiche kannst Du, wenn Du magst, hier im Forum "Der letzte gemeinsame Weg" nachlesen. Titel: In Erinnerung an Raffi )

Es gibt nichts was einen so wirklich trösten kann und nichts was den Schmerz weg nimmt. Hier habe ich gelernt daß die Zeit tatsächlich Wunden heilt. (so blöd sich das auch anhört). Der Schmerz wird irgendwann weniger aber auch heute 2 1/2 Monate nach seinem Tod fehlt er mir schrecklich. :cry:

Mach Dir keine Vorwürfe ! Ich weiß das es leichter gesagt als getan ist - glaub mir.

Winni geht es jetzt gut. Er hat keine Schmerzen mehr und wird Dir sehr dankbar sein für die wunderschöne Zeit die er bei Dir verbringen durfte. Und auch dafür daß Du ihn erlöst hast.

Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Liebe !

Viele Grüße
Biggi
 

Anonymous

Gast
Liebe Mona,
es tut mir unendlich leid, aber es gibt einfach Situationen, da sind wir hilflos und vor allem machtlos.
Unsere Inka starb im August an Darmkrebs, auch in uns ist eine Welt zusammengebrochen. Die richtige Diagnostik hat 5 Wochen gedauert, aber was nützt es uns, wenn wir uns fragen ob wir etwas versäumt haben, ob wir was falsch gemacht, ob wir hätten anders reagieren/handeln müssen.
Je mehr Du darüber nachdenkst, um so schlechter trocknen die Tränen.
Mch Dich nicht weiter verrückt, lebe Deine Trauer intensiv, rede soviel wie möglich darüber, es hilft, glaube mir.
Selbst nach über 4 Monaten weine ich noch um unsere Maus, aber die Tränen werden weniger, die Gedanken an sie zaubern mir heute oft ein Lächeln ins Gesicht.
Versuche in Freude an die jahre mit Deinem Fellnäschen zu denken. Es war eine Zeit, die tief in Deinem Herzen bleibt und die Dir niemand auf der Welt nehmen kann.
Tröste Dich mit dem Gedanken, daß Dein Winnie auf der Regenbogenbrücke auf Dich wartet und diese Zeit gesund und fröhlich mit allen unseren Fellnäschen verbringt.

Ich bin mit Dir traurig, aber auch sicher, daß auch Deine Tränen irgendwann versiegen werden.
Seit zwei Monaten haben wir zwei neue Bengels bei uns und glaube mir, eine bessere Therapie gibt es nicht, allerdings laße Dir ausreichend Zeit Deine Trauer zu verarbeiten, für uns waren die zwei Monate ohne Katze wichtig um das Erlebte einigermaßen zu verstehen und frei für die Liebe zu einem neuen Fellnäschen zu sein.

Traurige Grüße
Marion
 

Monella

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13.09.2002
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Liebe Mona,

es tut mir so leid.
Aber bitte quäle Dich nicht mehr. Du hast das Richtige getan und Winni von seinen Schmerzen erlöst.
Laß Deinen Schmerz raus und weine, wenn Dir danach ist. Dein Winni wird immer in Deinem Herzen und Deinen Erinnerungen weiterleben.

Ich wünsche Dir viel Kraft.

Liebe Grüße
Monella
 

Tapsi

Gast
Hallo Mona,

als ich Deine Zeilen las, mußte ich weinen. Am 19.12.02 ist auch meine Tapsi wg. Nierenversagen eingeschläfert worden. 3 Wochen hat der Kampf gedauert und die Ursache, warum der Wert der weißen Blutkörperchen so anstieg konnte nach etlichen Untersuchungen nicht geklärt werden. Da sie vor einem Jahr ein Tumor entfernt bekam, gehen wir davon aus, dass sie Metastasen oder Tumore in sich hatte, die einfach zu klein waren um erkannt zu werden.

Auch ich stellte die Frage, warum nicht gleich alle Untersuchungen durchgeführt wurden. Erst Bluttest, dann Röntgen nächstes Mal Ultraschall. Aber der Tierarzt meinte, es wäre zuviel Streß für Tapsi gewesen, alles auf einmal zu machen und da ich eh fast täglich da war, wurde alles nach und nach gemacht. Auch um erstmal einen Test abzuwarten, damit vielleicht eine andere Untersuchung nicht durchgeführt werden braucht.

Fühl Dich ganz fest gedrückt!!!

Julia
 

Anonymous

Gast
Hallo Mona,
es tut mir sehr leid um Deine Mieze.
Ich habe vor 2 Monaten meinen Kater verlohren. Francis hatte wahrscheinlich einen Gehirntumor. Er war erst 5 Jahre alt. Ich kann das sehr schlecht akzeptieren. Ich habe so lange um ihn gekämpft. Das ok zu geben, Deine Katze einzuschäfern war richtig, aber es ist eine sehr schwere Entscheidung. Ich weiß nur zu gut, wie weh das tut. Es tut jeden Tag weh, aber es wird besser. Es gibt im Internet einen Tierfriedhof. Ich habe Francis dort virtuell beerdigt und kann dort um ihn trauern, da mein Kater bei meinen Eltern beerdigt ist und ich da nicht so häufig hin kann. Wir haben leider keinen Garten. Es ist eine gute Sache und dort trauer ich um ihn. Falls Du es Dir mal anschauen willst: www.tier-friedhof.net
Vielleicht ist es auch etwas für Dich.
Denk daran, dass es ihm jetzt gut geht und er wird immer in Deinem Herzen bleiben.
Liebe Grüße und alles Gute, Sophia
 

Sunflower

Gast
Hallo!
Ich kann deine Situation gut verstehen. Kurz nach Weihnachten musste mein Hund wegen Krebs eingeschläfert werden. Ich bin immernoch total traurig deswegen, meine zwei Katzen können mich noch nicht wirklich darüber hinweg trösten. Aber Billy war 14 Jahre alt und es war besser für ihn. Auch der eine Tag hätte bei Deine Katze leider nichts verändern können. Bei meinem Hund habe ich gesehen, über welche Zeit sich der Krebs entwickelt (war tastbar aber nicht operierbar). Darum - Deine Entscheidung war richtig. So traurig es ist, manche Krebsarten zeigen erst sehr spät Symptome und auch der beste Tierarzt kann nichts mehr ausrichten. Mit meinem Hund waren wir auch in Hannover in der Tierklinik und die haben uns auch nur gesagt, dass die Operation nur Quälerei wäre. Laut der Ärztin würde das Leben um wenige Tage (!) bis paar Wochen verlängern können. So schön die Zeit mit einem Tier ist, so traurig ist der Abschied.
Liebe Grüße-Silvia
 
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