Eine neue Freundin für 14 jährige Stuben-Katze?

Diskutiere Eine neue Freundin für 14 jährige Stuben-Katze? im Mehrkatzenhaushalt Forum im Bereich Katzen allgemein; Hallo ihr, ja ich weiß, das Thema ist für euch nicht neu... mich macht es dafür gerade ganz wuschelig, weshalb ich etwas Hilfe brauchen könnte ...
Lenore

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Hallo ihr,

ja ich weiß, das Thema ist für euch nicht neu... mich macht es dafür gerade ganz wuschelig, weshalb ich etwas Hilfe brauchen könnte :?

Also vor vier Wochen musste ich meine liebe, 14 Jahre alte Melli einschläfern lassen... zurück blieb die liebe gleichaltrige Charly, und ich bin unsicher, ob eine neue Freundin ihr noch gut täte...

Die beiden pflegten als Babys im Tierheim lockere Bekanntschaft und landeten nach acht Jahren nur zufällig gemeinsam in einer Pflegestelle, wo ich sie dann aufpickte.

Naja, innige Freundschaft schlossen die Mädels nie, haben sich aber ganz gut miteinander eingegrooved. Die verstorbene Melli war im Heim für fast alle anderen das Mobbing-Opfer, auch für Charly immer mal wieder, mit der Zeit wurde es aber weniger....
Trotzdem, die
Charly mochte nicht, wenn die Melli Spaß hatte und toben wollte. Melli tat immer lauthals kund, wenn sie einen Böller gemacht hatte oder überhaupt ihre fünf Minuten bekam - meist gab es von Charly mittendrin eins gehauen, und Ruhe war... Mit mir spielen durfte sie auch nicht wirklich entspannt. Bei der Essensausgabe wiederum wartete die Charly ganz artig, ob gemächlicher kauende Melli ihr womöglich einen Happen übrig lassen würde.
Abends war es die Melli, die rituell das gemeinsame Revier mehrmals abgeschritten ist, während Charly sich längst zum Verdauungs-Nickerchen aufs Sofa gebettet hatte.

Was aber ging: aneinander geschmiegt schlafen, meist legte sich Charly dann zu Melli, die manchmal aber dann zugehauen hat. Gegenseitiges Köpfchen-Stubsen ging, wenn sie erwartungsvoll waren... Und zusammen Blödsinn machen klappte auch super.

Als nun die arme Melli gegangen war, hat Charly sie in ihrem Karton auch beäugt und beschnuppert, hat es aber wohl nicht verstanden... Am ersten Tag schaute sie immer wieder auf Mellis Stammplätzen nach ihr, am nächsten Tag rief sie sie auch und fragte auch mich nach ihr. Klingt bisschen doof, aber den Tonfall kannte ich halt...
Charly maunzt seitdem viel öfter, sie wurde lauter und nachdrücklicher in ihrer "Wortwahl", legt sich viel öfter zu mir und lässt sich ungewohnt lange streicheln. Unabhängig von Mellis Anwesenheit beendete sie die Streicheleinheiten bisher meist viel schneller.
Interessant und verwirrend finde ich, dass nun die Charly ihrerseits abends das Revier abmarschiert... uuund, dass sie plötzlich in der selben operettenmäßigen Stimmlage, mit selben "Worten" schreit, wie früher die Melli, wenn sie bisschen Dampf ablassen will...

Zwischendurch gab es einen Versuch der Vergesellschaftung mit einem fast blinden, 3jährigen Kater aus dem Tierschutz. Den hatte sie nach einer Woche nahezu akzeptiert. Aaaber auch der überraschend quirlige Kater wurde hinterrücks angesprungen, wenn er Spaß haben wollte... weshalb er dann doch lieber wieder zurück durfte.

Könnt ihr mir aus eurer Erfahrung heraus vielleicht bei meiner Entscheidungsfindung helfen...? Ich würde dabei an ein ebenfalls eher betagtes, ruhiges Mädel denken...
Wir leben allein in einer 42qm Wohnung mit gesichertem Balkon, da gibt's halt nicht viel zu gucken... und ja, ich gebe zu, aus meiner Perspektive fehlt eine zweite Katze, hab mich selber damit behaglicher gefühlt...

Viele liebe Grüße,
Sabine
 
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13.10.2019
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Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
Pat

Pat

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Ich hole dein Thema mal hoch, damit es nicht übersehen wird …….
 
Rosi

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Hallo und herzlich willkommen im Forum. ::wgelb

Es tut mir leid, dass Du Deine Melli verloren hast. ::knuddelOb man für die zurückgebliebene Katze einen neuen Kameraden holt, hängt davon ab, wie nahe sich diese Katzen standen. Ich tendiere eher dazu, bei Katzen in dem Alter keinen Neuzugang dazu zu holen. Nach dem, was Du so über die beiden schreibst, haben sie sich geduldet und aneinander gewöhnt, waren aber keinesfalls ein Herz und eine Seele.

Aus Deinem Bericht entnehme ich, dass Charly sich alleine jetzt ganz wohl fühlt. Natürlich hat sie Melli gesucht. Die Frage, ob sie sie vermisst oder sich nur vergewissern will, ob sie tatsächlich weg ist, werden wir nie klären können. Charly möchte wohl ihre Ruhe haben und ist nicht allzu begeistert, wenn andere Katzen "ein Fass aufmachen", die bremst sie dann aus. Sie kommt jetzt länger zu Dir zum schmusen, das hat sie sich vorher wohl nicht getraut.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Katzen die Gewohnheiten übernehmen, die die andere Katze gezeigt hat. Das Revier muss beobachtet werden, dass hat Melli immer getan. Charly tut es jetzt an ihrer Stelle. Auch dieses Schreien wird wohl eine Bedeutung haben, deren Fortführung Charly wohl als nötig betrachtet, weil sie nun alleine ist. Alles in allem scheint es mir, dass Charly ganz gut alleine klar kommt.

Solltest Du das Gefühl haben, eine Freundin wird doch gebraucht, dann sollte es auf jeden Fall auch eine Katze oder ein Kater sein, der schon älter ist. In diesem Fall würde ich sogar sagen 14 oder älter, weil agile Katzen von Charly offensichtlich gemobbt werden. Und das ist so eine Sache. Im TH zeigen viele Tiere nicht ihr wahres Wesen. Es kann also passieren, dass Du eine ruhige Katze mitnimmst, die sobald sie sich zuhause fühlt, dann doch nicht mehr ganz so ruhig ist, wie Charly das gerne hätte. ::?
 
Pat

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Schön, das du schon Antwort bekommen hast …. ich bin leider auch heute ziemlich vile unterwegs und komme daher kaum dazu hier zu schreiben …… vielleicht klappt es ja am Abend?

Nur schon mal eine Frage ….. wie denkst du denn über 2 Kater-Kitten für Charly zu nehmen?

Ich habe das ähnlich auch erlebt mit einem Kater nach den Tod seines Kumpels. Die Zusammenführung mit einem "gleichaltrigen" und gleichgeschlechtlichem Partner verlief schon sehr anstrengend in dem Alter. Es war wohl ziemlich viel Konkurrenz-Verhalten dabei, hat aber dann doch noch geklappt.

Dagegen hatten wir danach mit ihm eine Zusammenführung mit 2 Kitten-Mädchen, das war jedes mal "Liebe auf den ersten Blick", das ganze verlief völlig anders und einfacher als bei der ersten Zusammenführung der beiden Kater.

Ich denke in dem Alter spielt bei gleichgeschlechtlichen Katzen noch mehr die "Machthaberei" eine Rolle …. Kitten dagegen haben noch "keine Ansprüche" .
 
Lenore

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Hallo Rosi, hallo Pat ::wgelb

habt herzlichen Dank für eure lieben, ausführlichen Antworten.

@ Pat ...ich hatte heute selber kaum Gelegenheit, hier reinzuschauen und schreibe nur mit Handy, das erfordert bei mir ein großes Zeitfenster ;)
Anfangs dachte ich auch an Kitten - es klingt sehr verlockend, weil bestimmt viel weniger nervenaufreibend. Charly hätte letztlich etwas Kino und wäre nicht allein. Leider sind mein Geldbeutel und unsere Räumlichkeiten mit zwei Katzen ausgereizt, und mein Vermieter (Wohnungsgesellschaft) erlaubt wegen potentieller Geruchsbelästigung ohnehin nur zwei... Naja ich denke, Charly kommt damit klar.

@ Rosi ...in deinen Worten über meine Charly und ihr Verhalten erkenne ich sie tatsächlich ziemlich genau wieder.
Auch als die Melli noch lebte, hat Charly sich bei mir angekuschelt und gern mit Bauch nach oben gedöst, also ich denk Angst hatte sie nicht. Nun belegt sie dabei übrigens einen von Mellis angestammten Plätzen.
Ja, ich glaube auch, dass sie ihre Ruhe sehr schätzt... andererseits suchte sie aber auch ein wenig den körperlichen Kontakt zu Melli...?

Bisher hatte sie immer andere Katzen um sich. Das bereitet mir jetzt halt Unbehagen, wenn ich länger als sieben, acht Stunden aus dem Haus bin... In etwa wäre das auch der Zeitrahmen, wenn ich künftig wieder regelmäßig arbeiten gehe und Charly ihrer Einsamkeit frönen muss...

Du hast wohl Recht, Rosi - bei der Entscheidung zu einer neuen Zweitkatze müsste ich auf jeden Fall was betagtes, NOCH ruhigeres suchen.

Im Netz stieß ich letztens beim Tierschutz auf eine 10jährige, die als Mobbingopfer dort hin kam. Sie wählte da ein sicheres Revier von etwa 2qm - auf und in einer Quarantänebox, was mich direkt berührt hat... hey, bei uns könnte sie ihr Reich langsam erweitern, dachte ich erst... Aber als was? ...ruhige, stille Teilhaberin? oder doch eher als neues Opfer für eine völlig gestresste Charly?!

Inzwischen befürchte ich, mich tatsächlich mit einer Einzelkatze abfinden zu müssen...

Viele liebe Grüße!
 
Pat

Pat

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Es gibt auch viele Tierheime, die bewusst im fortgeschrittenem Alter einer Katze lieber (oder besser gesagt grundsätzlich) keine gleichgeschlechtlichen Katzen dazu vermitteln.
Durch die Erfahrung mit unserem Kater im Alter von damals ca. 8 Jahren (ist ein Fundkater, daher wissen wir kein genaues Alter) mit einem gleichaltrigen sehr lieben und sozialen neuen Kater-Kumpel bin ich inzwischen auch nachdenklich geworden, ob dieser Spruch "Kater zu Kater und Katze zu Katze im fortgeschrittenem Alter wirklich noch passt??
Diese "Kombination" ist durchaus noch wichtig, wenn die Katzen noch jung sind und mehr spielen und toben ….. im Alter spielt das aber doch kaum noch eine wichtige Rolle …… da genießen die Katzen doch mehr ihre Ruhe und Gemütlichkeit, aber auch ganz wichtig, das sie dann nicht alleine sind und einen "Mitbewohner" haben, der "ihre Sprache spricht", wenn sie mal ohne ihren Menschen einige Stunden allein sein müssen.

Für unseren Flecki wollten wir nach dem Tod seines Kumpels Moritz auch zunächst keine andere Katze mehr holen.
Allerdings mussten wir dann feststellen, das er immer ruhiger wurde, kaum noch rum lief, seltener aufs Klo ging und oft nur nach 3 Tagen sein großes Geschäft machte …… das alles hat sich wieder "normalisiert" als er dann endlich mit dem Neuzugang Paulchen "seinen Frieden geschlossen hatte"......jetzt kuscheln die beiden zwar nicht miteinander und es gibt auch immer mal wieder Zoff, aber sie liegen fast immer recht dicht beieinander und können kaum mal getrennt sein.

Allerdings würde ich heute bei einer neuen Zusammenführung überlegen, ob es nicht doch besser wäre ihm eine in etwa gleichaltrige Katzendame zur Seite zu stellen .…. die dann aber auch möglichst im Charakter zu ihm passt und gut sozialisiert ist.
Ich glaube, das selbst bei Katzen das Verhältnis "Mann / Frau" eine wichtige Rolle spielt, die sind keine Konkurrenten wie zwei "Kerle" ….. oder "Zicken" ,sondern die Chemie könnte da sehr anziehend wirken.

Das erlebe ich auch jetzt hier, wie liebevoll beide Kater mit den inzwischen 2 Jahre alten Kitten-Mädchen umgehen …. die werden auch von den Katern abgeleckt …. zwischen den Katern würde das aber bei uns nie passieren.
 
Lenore

Lenore

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Hallo Pat,

beim Probelesen hier stieß ich auf einen deiner anderen Beiträge, wo du über den Flecki und seine Einsamkeit berichtest. Da fand ich die Charly und ihr derzeitiges Verhalten in großen Teilen wieder... was mich gleichzeitig ermuntert und verunsichert.

Charly ist ja nun schon bisschen älter als er damals... Aber vielleicht hat sie ja noch Jahre vor sich, in denen ich ihr womöglich sozialen Kontakt vorenthalten würde? Oder aber ich vermiese ihr ihren genüsslichen Lebensabend, indem ich ihr jemand fremdes vor die Nase setze...

Der Gedanke klingt interessant, im Zweifelsfall lieber einen betagten Kater zu ihr zu gesellen... das scheint sich ja irgendwie zu bewähren. Vielleicht wäre meine Charly früher auch lieber mit einem Kater zu mir gezogen.
Naja sie hatte schon großes Glück, dass sie damals im Heim überhaupt für den Umzug in die Pflegestelle aus der Menge gegriffen wurde. Eigentlich war ja eine andere angedacht, die sich dann aber schneller verkrümelte.
Ach wäre das manchmal schön, wenn man Tiere einfach nach ihren Wünschen befragen könnte :grübel:
 
Harlith

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Hei Lenore,
also ich kann aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass man in Tierheimen auch wundervolle ältere Katzen bekommt, wenn man feststellt, dass die eigene alte Katze oder auch man selbst (!) nicht ohne zweite Katze leben möchte.
Ich finde nämlich inzwischen, dass das eigene Bedürfnis in solche Gedanken mit einfließen dürfen oder sogar sollen. Natürlich wäre es wundervoll wenn man sie nach ihren Wünschen befragen könnte aber dann müsste man auch mit ihr diskutieren können, dass jenes Futter doch besser für ihre Gesundheit ist als jenes.
Ein klein wenig kann ich deine Situation und Gedanken nachvollziehen. Unsere Lebensgemeinschaft (zwei Zweibeiner und zwei Katzen) hat am 5.7. diesen Jahres unsern Kater verloren und danach habe ich viel hin und her überlegt, mir den Kopf zerbrochen und vor allem unsere Plüschmaus (15 Jahre) beobachtet, wie sie mit der Situation klar kommt.
Langer Rede kurzer Sinn, wir sind in unterschiedlichen Tierheimen gewesen, denn wir wollten keine anstrengenden Kitten für unser zartes Seelchen haben und wir wollten uns Zeit lassen. Aber erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt und so wohnen wir schon zwei Monate und acht Tage wieder zu viert.
Falls du Interesse hast kann ich dir unser kleines Irrenhaus mal verlinken.

LG Harle
 
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Lenore

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Hei Harlith,

hab du auch lieben Dank für deine Antwort.
Ja, mir hat sich natürlich auch schon der Gedanke aufgedrängt, ob ich nicht einfach meinem Gefühl folgen sollte, dass bei mir nun zu wenig Katzen wohnen würden.
Mein Gefühl hat aber auch Bammel vor einer neuen Zusammenführung, denn ich bin der Friede Freude Eierkuchen -Typ und ertappe mich dabei, die derzeitige Harmonie zu genießen... wenn die Kuschelplätze nicht so leer wären...
Au ja, über den Link würde ich nachher sehr gern mal einen Blick in euer Irrenhaus werfen.

Einen lieben Gruß.
 
Harlith

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Au ja, über den Link würde ich nachher sehr gern mal einen Blick in euer Irrenhaus werfen.
Einen lieben Gruß.
Dann lass ich dir gern ein Stückchen unserer Irrenanstalt hier.



Und den aktuellsten Beweis von gestern Abend, dass Lebens- und Futtergemeinschaften auch noch im hohen Alter entstehen können.
Rechts: Lilltih, Sternzeichen Plüschmaus, Profession: Wischmop; Links: Lando, Sternzeuchen Motzmops, Profession: Kuschelbaby und Neuzugang
 
Lenore

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Huhu Harlith ::wgelb

Ui, in deiner Irrenanstalt trinkt man also Hafermilch im Kaffee... Willkommen im Club ;) Manchmal sind es die kleinen Dinge, die ins Auge hüpfen.
Also interessant finde ich auch zu lesen, dass Harley und Lillith eine ähnlich distanzierte Beziehung hatten wie bei mir die Melina und Charly

Nachdem ich mich vorhin also dem Studium der Zusammenführung von Plüschmaus und Motzmops gewidmet habe, bin ich einigermaßen überwältigt
:girl_impossible: ...DAS würde mich ganz wuschelig machen, trau ich mich an sowas ran?

Also wir hatten ja für eine Woche den Kater Janni bei uns. Er wurde nach fast einer Woche zwar akzeptiert, aber Charly stand die ganzen Tage unter Strom, weil sie sich ohne Ende genötigt fühlte, ihn zu überwachen... Mein ganz persönliches Highlight mit den beiden war "fast blinder Kater, der sich nicht auf den Arm nehmen lässt, turnt auf einem Kratzbaum rum, den er nicht wirklich sehen kann, während unten die Augen einer fauchenden Prinzessin bereits Funken sprühen" ...vielleicht hätten mir Kaffee und der ein oder andere Schnaps solche Momente erleichtert :shok: Charly war gestresst, was mich wiederum gestresst hat.

Ist es denn normal, dass Kater so viel wuseliger sind? Vielleicht tendiere ich sonst vorsichtshalber doch lieber zu einer älteren Dame. Ist aber total beruhigend zu lesen, dass du dich erfolgreich an die Vergesellschaftung einer sanften Seniorin getraut hast.
Eine liebe Freundin nimmt mich die Tage zu einem Gnadenhof mit, um einfach erstmal zu schauen, ob was passen könnte... Wobei meine Gedanken noch immer nicht die betagte Katze loslassen, die freiwillig nur zwei qm bewohnt.

Das Bild, was du unten beschreibst... ist aber nicht das aus deinem Profil, oder...? Ich bin gerade ein wenig irritiert.

Viele Grüße, Lenore und Charly
 
Harlith

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Hei Lenore,
also zuerst mal, alles was du da liest ... ist immer von meine eigenen Unsicherheiten, Gedanken und Befürchtungen gefärbt. Ich gehöre zu der Sorte "Sorgen machen, Gedanken machen, Panik schieben, dreimal überlegen, Sorgen machen ... " Weil ich nix falsch machen will. Dummerweise sag ich aber jedem anderen hier, dass kein Katzenbesitzer perfekt ist und es nicht schlimm ist mal nen Fehler zu machen.
Wenn du mich nach ner Woche gefragt hättest ob es die richtige Entscheidung gewesen ist, hätte ich dir keine Antwort geben können weil ich einfach so innerlich verunsichert war, aber deswegen hab ich das ja alles hier ins Forum geschrieben. Um meinen Kopf frei zu kriegen und auch Ideen, Anregungen, Ratschläge aber auch mal ein "das klappt schon" von anderen Katzenbesitzern zu lesen.
Dass bei uns die ganze Sache der Vergesellschaftung wieder mal typisch chaotisch ablief ... hätte ich mir wohl auch denken sollen, aber hinterher ist man immer schlauer. Ich glaube wichtig ist grundsätzlich, dass du jemanden findest, der dir eine gute oder sogar sehr gute Beschreibung der Katze / des Katers gibt, den du da dann vor dir hast. Allein schon damit du einschätzen kannst ob die Charaktere zusammenpassen.
Ich habe mich für den Kater, der gerade vor meiner Tastatur sitzt und mich mit dem Kopf bekuschelt, nicht entschieden, weil ich selbst auf Anhieb ihn ihn verliebt war. Er war lieb und ruhig und vorsichtig .. aber ich steh bei Katern auf "Hoppla, hier komm ich .. was kostet die Welt"-Typen ... aber diese hätten vielleicht Lillith "platt" gemacht. Also verunsichert, gemobbt, gejagt und mehr gestresst, als sie es verdient hätte. Aber dennoch hab ich schon vor ner Woche gesagt: "Er ist jetzt seit zwei Monaten hier und ich geb ihn nicht zurück" ... er tut mir gut, er tut auch meinem Mann gut. Wir lachen viel mehr, weil der Herr so viele Verhaltensweisen, Laute, Eigenschaften hat, die uns immer wieder verdutzen und dann zum grinsen bringen.
Er hat, wie ich auch geschrieben habe, unsere Katze mehr oder weniger gezwungen sich mit einer neuen Situation zurecht zu finden und sie hat sich von ihrem Charakter verändert. Ich hätte nie gedacht, dass sie mich mal nötigt mit ihr eine Stunde lang separat zu kuscheln. 😵🥴 Sie lernt, dass sie mit ihm Kommunizieren kann (anstarren, anfauchen wegdrehen), dass er ihr nicht bös gesonnen ist und dass er schräg ist. Aber das liegt wohl dran, dass sie ihn nicht immer versteht ... seine Spielaufforderungen sind aber auch zu ... schräg, aber niedlich und zum Lachen.

Mein Profilbild zeigt Lilliht (links oben in der Ecke) und Harlekin (schwarzweiß unten rechts in der Ecke)
Das Bild oben in meinem Letzten Post zeigt Lando (grau) und Lillith von der man nur die Ohren und die rotgetigerte Stirnflamme sieht, weil sie ihre Nase gerade ins Hühnchenfutter versenkt.che

Ist es denn normal, dass Kater so viel wuseliger sind?
Ich denke es hängt immer vom Charakter des Vierbeiners und vom Alter (Lando ist laut TA ca 11 also 4-5 Jahre jünger als Lillith) ab wie wuselig er ist. Dazu kommt noch eine gute Portion Aufregung bei allen Bewohnern der Wohnung, weil die Umgebung neu ist und man sich eingewöhnen muss und noch nicht alles kennt. Wenn ich heute aus dem Haus gehe, weiß ich, dass Lando sich auf den Kratzbaum zurück zieht und da die Ruhe genießt, die ihm Lillith und wir lassen. Seine gesamte Körperhaltung ist entspannter und er lässt inzwischen zu, dass ich ihn kraule, wie ich es gerade mag und nicht wie er es kontrollieren kann. Geblieben ist die Dauerhafte Bereitschaft immer und zu jedem Moment zu kuscheln und gekrault zu werden und auch zurückzustecken wenn ich grade nicht möchte/kann oder Lillith gerade bei mir ist.

Also ich würde wohl bei Fragen nach neuer Vergesellschaftung anworten:
schau ob deine Katze eine zweite Katze vielleicht wieder braucht ...
schau ob du eine zweite Katze vllt wieder brauchst ...
wäge ab
Wenn ja .. schau dich in Ruhe um ... dein Vierbeiner weiß ja nicht, dass du auf der Suchen bist und wird nicht ungeduldig werden ...
nimm dir Zeit und wenn dann dein Bauch sagt ... der/die könnte zu uns passen weil ....
und da kommen dann nicht nur Begründungen für dich sondern auch für die Katze raus ... probier es, gib nicht nach ein paar Wochen auf und frag den Leuten hier einfach weiter Löcher in den Bauch.
Vieles hätte ich nicht gewusst, wenn ich nicht Anregungen bekommen hätte mich damit zu beschäftigen; Inklusive so praktischen Dingen wie nach Impfungen, Vorerkrankungen (FIV, FelV?) oder gar nach dem letzten Blutbild fragen im TH.
Niemand weiß ob es passt aber Katzen sind ebenso in der Lage sich neuen Situationen anzupassen und mit neuem klar zu kommen, wenn man sie dabei unterstützt. Hei Josi fährt mir Katzen im Wohnwagen durch die Lande ... das hätte ich auch vor diesem Forum eher für ein Gerücht gehalten.
 
Lenore

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Dankeschön für deine ausführliche, ehrliche Antwort 😊 ...ja, den Teil mit der Panik, der Unsicherheit und einem schlechten Gewissen kann ich ziemlich gut nachvollziehen. Ich gerate eher schnell in den Panikmodus und mache mir Sorgen ohne Ende, wenn Zuhause gefaucht, gejault und belagert wird.
Und Chaos chleicht sich bei mir irgendwie immer ein, trotz all meiner ach so fachkundigen Vorsätze und Bemühungen.

Nachdem ich nu aber fast sechs Jahre lang zwei Katzen und ihren Umgang miteinander erleben durfte, empfinde ich Charlys Sozialleben trotz der nun teils stundenlangen Streicheleinheiten momentan ein bisschen armselig... und habe wiederum deswegen ein schlechtes Gewissen. Aber nochmal will ich nichts überstürzen.
Wenn sich bei uns was tut, werd ich mich wohl wieder mit Fragen oder Hilferufen hier bei euch melden :girl_smile:

Viele liebe Grüße, Lenore
 
Lenore

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Hallo ihr,

vielleicht erinnert sich ja noch jemand von euch an mich...
Also meine betagte Charly soll auf jeden Fall wieder Gesellschaft haben, und nun gibbet zwei Katzen, zwischen denen ich mich gern entscheiden möchte. Und jetzt erzähl ich einfach mal.

Vor anderthalb Wochen wurde ich gezielt auf einen Gnadenhof zu einer bestimmten Katze chauffiert, die dort seit vier Monaten lebt. Sie ist 12 Jahre alt, sehr ruhig, sozialisiert, friedfertig, Menschen gegenüber eher etwas scheu und passte in ihrem alten Zuhause irgendwie nicht mehr dazu.
Ich hätte das arme Ding einfach aus Mitgefühl inzwischen gern in meine Obhut genommen, wenn nicht die anberaumte Vorkontrolle meiner Räumlichkeiten zweimal schlicht und ergreifend verschoben bzw verbummelt worden wäre. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, es solle nicht sein....
Zwischenzeitlich begann meine Charly chronisch zu kränkeln, ich selbst hatte ein paar Tage lang Besuch und hab das mit der anderen Katze schlusen lassen.

Einen Tag vor dem Gnadenhof besuchte ich eine andere Katzenhilfe auf der Suche nach einer älteren weiblichen Katze. Die fand ich dort nicht.... Aber einen jungen Kater mit einer Gehbehinderung, die ihm durch menschliche Grausamkeit zugefügt worden war.... der Spatz hat mein Herz irgendwo direkt berührt, einfach so. Er wird auf 1 bis 2 Jahre geschätzt, ist durch seine Behinderung für einen Jungspund auch eher ruhig, er ist friedlich und soll sehr verschmust sein. Nur, er hat es halt gut, er hat Freundschaften und wird behütet, die andere auf dem Gnadenhof wohl zwar gut versorgt, aber doch mehr aufbewahrt...

Und ich bin wieder einigermaßen verunsichert...Charly dünkt sich natürlich inzwischen immer mehr als Alleinherrscherin. Mir ist aber auch klar, dass sie Gesellschaft mag und auch total gern von anderen Katzen "abguckt" ...was meint ihr, wen würde sie (theoretisch) eher akzeptieren... Ein junges Mannsbild mit Behinderung oder eine andere ältliche, zurückhaltende Dame?

Seid lieb gegrüßt,
Lenore
 
Pat

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Hallo Lenore, schön

anderthalb Wochen wurde ich gezielt auf einen Gnadenhof zu einer bestimmten Katze chauffiert, die dort seit vier Monaten lebt. Sie ist 12 Jahre alt, sehr ruhig, sozialisiert, friedfertig, Menschen gegenüber eher etwas scheu und passte in ihrem alten Zuhause irgendwie nicht mehr dazu.
Dieses Verhalten erinnert mich ganz stark an unseren Paulchen ….. der wirkte schon im Tierheim so und ist auch bei uns durchgängig lieb und rücksichtsvoll geblieben ….. allerdings merken wir immer mehr, das bei ihm das angegebene Alter mit 7 - 8 Jahren garantiert nicht gestimmt hat …. er war damals bestimmt schon ca. 12 Jahre alt. ….. also auch da wieder ähnlich.
Paulchen ist einfach zu jedem Tier und Mensch rücksichtsvoll und liebevoll und genießt ganz doll jede Streicheleinheit.
Ich darf mir gar nicht vorstellen, wie schlecht es ihm ergangen wäre, wenn er im Tierheim hätte bleiben müssen, manche Katzen brauchen einfach mehr ihre Menschen, als manche anderen.

Von Paulchens Seite aus hat die Zusammenführung super geklappt ….. das Problem war unser Raufbold Flecki, der mutierte zum Macho. Und mit einem weniger sozialisierten Neuzugang wäre da bestimmt viel Blut geflossen, was wir vorher bei Flecki niemals vermutet hätten.

Bei euch kommt jetzt dabei die Frage auf ….. wie verträglich ist eure Charly ?
Was waren das für Probleme, das sie plötzlich "etwas scheu und passte in ihrem alten Zuhause irgendwie nicht mehr dazu." deshalb in dem Alter abgeschoben wurde?
Weißt du darüber mehr?
Hat diese ältere Katze zufällig ähnliches Fell wie eure verstorbene Melli?

Er wird auf 1 bis 2 Jahre geschätzt, ist durch seine Behinderung für einen Jungspund auch eher ruhig
Nun zu dem Jungspund ….. in welcher Art hat er die Behinderung?

Vom Alter her würde ich sagen, der passt nicht zu einer 14 jährigen Katzendame. Da käme dann wieder die Überlegung, das 2 Junge gleichaltrige Kater besser miteinander umgehen können und die Seniorin dann dadurch Abwechslung hat, aber auch ihre Ruhe wählen kann.
Jaaaa…. ich weiß, du hast ja geschrieben, das das nicht geht.

Ich kann nur aus der Erfahrung mit unseren Kitten (die inzwischen beide ca. 2 Jahre alt sind) und den Senioren sagen, das da eine 2-jährige Katze in dem Alter jetzt noch immer nicht genug ausgeglichen wäre, wenn sie nur mit den Senioren zusammen leben würde.
Die Bedürfnisse sind einfach noch viel zu unterschiedlich vom Alter her ….. sie vertragen sich gut, aber es wird immer weniger, was die Alten mit den Kleinen zusammen machen...… die brauchen einfach mehr Ruhe und schlafen auch wesentlich mehr.

Das wird eine schwere Entscheidung, aber wenn der junge Kater nicht total gehbehindert ist und daher kaum springt oder läuft, dann passt eine 14-jährige Seniorin nicht zu diesem Alter.
 
Lenore

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Hallo Pat,
hab lieben Dank für's Antworten! Och ja, so einen wie das Paulchen hätte ich auch gern...
Naja also als meine Melli noch lebte, zeigte Charly sich ganz umgänglich und oft sogar sanft, mit anschmiegen, ankuscheln auf dem Sofa, Köpfchen stubsen, gemeinsam Blödsinn machen. Sie hat auch artig gewartet, um sich um Mellis Essensreste zu kümmern. Andererseits hatte sie ja auch das Bedürfnis, Melli zu jagen und zu hauen, wenn diese ohne Charlys Erlaubnis Spaß hatte... was vielleicht auch daran lag, dass Melli ja schon früher im Tierheim für alle das Opfer war.
Ihr Fell war schwarz... leider komme ich nicht sehr weit rum und bin schon froh, wenn hier in meinem Dunstkreis wenigstens das Alter und/oder der Charakter ganz gut passen.
Über die alte Dame vom Gnadenhof weiß ich nicht viel, nur dass sie halt selber nichts zu ihrer Abgabe beigetragen haben soll... Dass sie etwas scheu ist, war vielleicht ein Grund, ich weiß es nicht. Zu mir kam sie jedenfalls gleich, und dass sie sich wohl nicht auf den Arm nehmen lässt, kenn ich schon von Charly und Melli...
Dem jungen Katerchen ist wohl so fest auf die Wirbelsäule geschlagen worden, dass er ganz neu laufen lernen musste. Sein Hüftbereich soll wieder soweit stabil sein, aber Gehen scheint für ihn eher beschwerlich und wirkt aus Katzenperspektive bestimmt einigermaßen gewöhnungsbedürftig... Er kann nicht über den Rand einer normalen Katzentoilette steigen oder auf etwas raufspringen, nur runter.

Während ich das hier schreibe, beschleicht mich trotzdem gerade das Gefühl, dass ich heute auf jeden Fall doch noch mal wegen der alten, abgeschobenen Katze nachhaken sollte...

Liebe Grüße, Lenore
 
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Leider sind mein Geldbeutel und unsere Räumlichkeiten mit zwei Katzen ausgereizt
Da du diesen Satz bereits von selbst geschrieben hast …..da solltest du dich bei dem jungen Kater nochmal ganz genau erkundigen, was er tatsächlich für Schäden am Rücken behalten hat.
Bei solch schwerwiegenden Verletzungen gönne ich wirklich allen Tieren der Welt ein so liebevolles und fürsorgliches Zuhause ……. aber ich habe auch immer wieder gelesen, wie teuer oftmals Folgebehandlungen werden ….. und wie gut man dann auch mobil sein muss, um vielleicht des Öfteren zum Tierarzt zu kommen. da benötigt man schon ein Polster in der Geldbörse.
Rücken-Wirbelsäulenverletzungen können immer wieder sehr schmerzhaft sein und kosten in der Behandlung auch viel Geld, überhaupt wenn dann noch OP dazu kommen.

Natürlich kann das dir bei jeder Katze passieren und überhaupt wird mit älteren Jahrgängen (aber das hast du ja mit deinen beiden sicher bereits erfahren)
auch schnell mal ein Tierarztbesuch nötig...…. das alles solltest du aber mit in deine Entscheidungen einbeziehen.

Falls die alte Katzendame wirklich so scheu ist, durch evtl. schlechte Erfahrungen oder man hat sie nie gefördert, da kann man ganz sicher auch etwas unterstützend helfen, das preislich gut zu händeln ist.

Hast du dafür schon mal von "Zylkene" gehört? Das hat hier schon mancher Katze geholfen, um diese Art Probleme in den Griff zu bekommen.
Wenn du oben unter "Suche" Zylkene eingibst dann wirst du einige Erfahrungsberichte finden und lesen können.

Bei uns haben wir es durch Zylkene bei Flecki geschafft, das er sein Macho-Gehabe abgelegt hat (manchmal spielt er Paulchen gegenüber auch jetzt noch gerne "dicker Maxe", aber das ist auch Kater-Art und jetzt schnell wieder bei einem lauten NEIN vorbei) …….

Karin z.B. hat es bei ihrer Mausi damit geschafft, das ihre scheue und ängstliche Mausi jetzt eine selbstbewusste und schmusige Katze geworden ist ….. und das, nach dem sie schon einige Jahre bei ihr war und diese Angst nie abgelegt hatte.

Viel Glück bei deinen Entscheidungen.

…… und meine Frage nach der Fellfarbe ….. bei uns muss Flecki mal in seiner unkastrierten Streunerzeit mit einem schwarzen Kater schlechte Erfahrungen gemacht haben …..sein Kumpel Moritz dagegen war auch unkastriert und hatte Tigerfell und die beiden waren immer verträglich zusammen ……. da war dann der schwarze Paulchen wohl eine Schock-Farbe für Flecki.

Dank Zylkene haben wir es dann aber doch gesachafft, das er nun mit Paulchen trotz schwarz zusammen liegt, naja mit einigen Zentimeter Abstand dazwischen...… die schwarze Lotte wurde danach dann gleich voll akzeptiert.
 
Harlith

Harlith

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Hallo ihr,
vielleicht erinnert sich ja noch jemand von euch an mich...
Also meine betagte Charly soll auf jeden Fall wieder Gesellschaft haben, und nun gibbet zwei Katzen, zwischen denen ich mich gern entscheiden möchte.
Schön dich wieder hier zu lesen. Ich freu mich für dich, dass du dich für eine zweite Katze entschieden hast und schon auf der Suche bist.

Beim Durchlesen des Textes kamen mir ein paar Gedanken:
Deine Beschreibung der alten Dame mit ruhig und sozialisiert und friedfertig wäre mir im Falle deiner Charly zu wenig. Wäre mir auch damals für meine alte Katze zu wenig gewesen.
Mir war wichtig Charaktereigenschaften mitgeteilt zu bekommen, die mir Schlüsse auf das Zusammenleben zwischen dem "neuen" alten Kater und meiner Katze geben konnten. Ich war und bin bezüglich meiner Katze überprotektiv aber ich war mir halt sicher, dass sie untergehen würde, wenn ich ein dominantes oder gar mobbendes Tier mit heimgebracht hätte. Sie hat sich mit dem alten Kater nie auseinander setzen müssen und hätte das auch nicht können.
Also war es mir wichtiger, wie der Kater mit den Katzen im Tierheim klargekommen ist. Man hat mir damals erzählt, dass er gemobbt wird und wir haben ja ne Stunde in dem Katzenzimmer mit allen neun Katzen damals verbracht. Er lies sich gerne kraulen, aber war immer auf "hab acht"-Stellung und hat sich sofort abgewendet, wenn eine der anderen Katzen ankam und die Streicheleinheiten forderte. Dieses "zurückstecken" und "Konfrontation mit anderen Katzen vermeiden" waren Eigenschaften, die ihn für mich sehr sympathisch machten. Schlussendlich war es dann das Quäntchen Mitleid, mit dem Prachtburschen, der sich trotz seiner stattlichen Gestalt von 5/8Kg von einer Minikleinen Perser hat Ärgern lassen und sich lieber zurückgezogen hat anstatt ihr mal mit einer seiner Pranken eine Lektion zu erteilen.

Und da komm ich schon zum nächsten Gedanken.
Mitleid ist manchmal ein schlechter Berater, wenn es um Katzen geht, die ein bestehendes Wohnungs"rudel" (oder heißt es Rotte?) ergänzhen sollen.
Bei Freigängern ist das so ne Sache, die können sich aus dem Weg gehen und wenn die Wohnung groß ist auch. Wir beide haben ähnlich begrenzte Verhältnisse in dem m².
Und deine Charly scheint sich ja immer mehr zur Diva zu entwickeln. Da wäre es vielleicht auch wichtig eine Katze zu finden, die nicht die nächste Opfermelli wird, sondern schon klar sagt: "Bis hier hin und nicht weiter"

Daher würde ich dir damit
Während ich das hier schreibe, beschleicht mich trotzdem gerade das Gefühl, dass ich heute auf jeden Fall doch noch mal wegen der alten, abgeschobenen Katze nachhaken sollte...
zustimmen. War die Dame vielleicht einfach die ganze Zeit schon ein Opfer der anderen? Oder "nur" zu alt? Wie kann es sein, dass man ein Tier abgibt, weil es nicht reinpasst, das aber selbst aktiv nicht dazu beigetragen hat nicht reinzupassen?
Vielleicht ist das nur mein eigenes "Gerechtigkeits"-Denken aber ich glaube ich würde immer eher einen "Mobber" abgeben als eine Opfer. Ein Mobber findet eher mal eine Katze, die ihn/sie in die Schranken weist als das Gegenteil. (mein überprotektives denken 😉 )
Wenn die alte Dame direkt zu dir kam ist das ja ein Anfang diese Menschenscheu ja weiterhin abzubauen. In der Hinsicht wäre Hopfen und Malz nicht verloren.

Die fand ich dort nicht.... Aber einen jungen Kater mit einer Gehbehinderung, die ihm durch menschliche Grausamkeit zugefügt worden war.... der Spatz hat mein Herz irgendwo direkt berührt, einfach so. Er wird auf 1 bis 2 Jahre geschätzt, ist durch seine Behinderung für einen Jungspund auch eher ruhig, er ist friedlich und soll sehr verschmust sein. Nur, er hat es halt gut, er hat Freundschaften und wird behütet, die andere auf dem Gnadenhof wohl zwar gut versorgt, aber doch mehr aufbewahrt...
Ach da war das Thema von eben wieder: Ist es Mitleid mit dem armen Kerl, weil er mishandelt wurde? Wenn er schon wieder sehr verschmust ist, scheint er die Mishandlung dem/den Menschen gegenüber nicht nachzutragen. Vielleicht wenn
Ich glaube das Katerchen bemitleidet sich nicht selbst. Es lebt mit seiner Behinderung weiter und nimmt jeden Tag wie er kommt. Katze halt.
Ihn jetzt aus Mitleid mitzunehmen ... lieber fragen ob sein Charakter passt. Würde er von Charly untergebuttert werden, weil er unbeweglicher ist? Würde er sich behaupten können oder gar sie vertrimmen?
Wenn er 1-2 ist, hat er sehr viel Energie, trotz Behinderung, die er an irgendwem oder irgendetwas ausleben will. Wäre Charly da die Richtige Partnerin oder wäre sie von seinen Spielauffoderungen so genervt, dass sie ihm die Mittelkralle zeigen würde?
Du schreibst er Kater hat Freundschaften .. wie spielen diese dann miteinander und ihm?
 
Lenore

Lenore

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Du hast Recht... und mögliche Tierarztkosten hab ich auch schon angedacht und würde in Betracht ziehen, Katerchens Arzt befragen zu wollen. Und ja, meine Charly ist auch gerade wegen Darmentzündung in Behandlung und bekommt Luxusfutter zur Ausschlussdiät, jippieh.... Für die alte Katze könnte ich sogar einen Vertrag mit Übernahme von Tierarztkosten abschließen.
Wegen Mellis schwarzem Fell... naja es hätte ja auch sein können, dass Charly eine andere schwarze Katze direkt wieder als Mobbingopfer ansieht.
Vom Zylkene habe ich gerade zum ersten Mal gelesen, es klingt ja fast wie ein Wundermittel. Am Donnerstag sind Charly und ich wieder in der Tierklinik, dann frag ich mich auch wegen der Inhaltsstoffe vorsichtshalber mal schlau.
Was darin hat denn die positive, harmonisierende Wirkung auf die Katzen...?
 
Pat

Pat

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Was darin hat denn die positive, harmonisierende Wirkung auf die Katzen
Hier mal die Erklärung des Herstellers dafür …..

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Und hier noch der Link für den gesamten Artikel, da kannst du dann auch bei den einzelnen unterschiedlichen "Problem-Punkten" anklicken und dort noch weiteres nach lesen.
Ich kann dir da zwar nichts fachlich über die Zusammensetzung sagen und erklären ….. aber ich kann dir sagen, das es bei den meisten Katzen tatsächlich hilft um die unterschiedlichsten Probleme zu lösen ….. muss wohl so eine Art Wohlfühlgefühl erzeugen und helfen Ängste zu besiegen.

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Ich kann mir bei euch z.B. durchaus vorstellen, das es sehr hilfreich für eine Zusammenführung wäre, wenn du deiner Charly bereits jetzt schon diese Zylkene gibst, dann kann sie schon ganz entspannt in die neue Situation gehen ….. außerdem wird ihr es auch in der momentanen Situation mit dem plötzlich als Katze allein sein gut tun.
Damit könntest du dir eine Zusammenführung durchaus erleichtern und alles entspannen.
Manchmal benötigt bei Zusammenführung nur eine Katze Unterstützung, manchmal brauchen das dann aber auch beide Tiere ….. und das verrückte dabei ist, das es in den verschiedensten Verhaltensformen hilft …. mal bei Angst, bei der anderen aber auch gegen Aggressionen..... vermutlich hat alles einfach mal irgendwann eine "Fehlentwicklung" genommen, die dann dadurch wieder "normalisiert" wird.
 
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