Ehemaliger Besitzer fordert Katze zurück

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Julchen94

Julchen94

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Vielleicht hat irgendjemand von Euch das schon mal erlebt oder wir haben hier eine Forine mit ganz viel Ahnung im Tierrecht... ::w

Folgender Sachverhalt:
Vor drei Jahren wurde uns eine Katze von einer Dame übergeben, da die Besitzerin schwer erkrankt und ins Krankenhaus musste. Nach 3 Wochen glaube ich hat die Betreuerin der kranken Frau die Katze aus der Wohnung mitgenommen, und es hiess, dass die Frau sich wohl nicht mehr erholt und nicht mehr nach Hause kommen wird.

Wir haben die Katze übernommen und 6 Wochen aufgehoben. Ich habe ein paar Mal nachgefragt, ob die Frau denn eine Chance auf Genesung hat.
Ich bekam immer die Antwort: Nein, ihr könnt die Katze vermitteln.
Das haben wir dann auch getan und ein super schönes Zuhause gefunden, indem
die Katzendame mit ihren inzwischen 17 Jahren glücklich und zufrieden ist.

So - nach ca. 1,5 Jahren meldete sich die ehemalige Besitzerin bei mir, die wieder genesen und zuhause war. Sie hatte die Dame angezeigt, die die Katze bei ihr rausgeholt hat, es gab eine Gerichtsverhandlung, das Verfahren wurde eingestellt obwohl der Richter wusste, dass das Tier über uns vermittelt wurde. Ich habe Stunden am Telefon zugebracht und versucht, dieser Frau zu erklären, dass ich die neue Adresse nicht preisgebe und die Katze nach so langer Zeit auch nicht mehr aus dem neuen Zuhause reißen werde. Natürlich tat die Frau mir irgendwie leid...

Es ging hin und her, sie wollte dann ihre Katze unbedingt wenigstens noch mal sehen. Darauf habe ich mich eingelassen und ihr angeboten, dass ich die neuen Besitzer mit der Katze in die Auffangstation bestelle und sie dann dazu kommen kann - auf neutralem Boden. Das wollte sie aber nicht. Sie wollte die Adresse und hin fahren. Für mich war das Thema dann erledigt weil ich das schon nicht mehr witzig fand und es alles etwas komisch war.
Die Frau hat sich dann einen Anwalt genommen - ich hab den dann angerufen und ihm mitgeteilt, dass ich die Adresse nicht rausgeben werde.
Das ganze ist im Sande verlaufen.

1,5 Jahre himmlische Ruhe...

Vor ein paar Wochen begann die Freundin der ehemaligen Besitzerin mich telefonisch zu terrorisieren - ganz dicht sind die definitiv da alle nicht.
Ich bin irgendwann nicht mehr ans Telefon gegangen wenn ich die Nummer auf dem Display gesehen habe - es hatte sowieso keinen Sinn.
Aus einer Quelle weiß ich, dass die Freundin die ehemalige Besitzerin aufhetzt und nix besseres zu tun hat.

Nun kam heute wieder mal ein Brief von einem Rechtsanwalt. Er fordert ich auf, die Adresse der neuen Besitzer herauszugeben. Die Dame möchte ihr Tier zurück haben.

Ein Anruf beim RA, bei dem wir uns als Verein kostenfrei erkundigen können ergab erstmal, dass ich die Adresse nicht herausgeben muss und auch nicht werde und dass die Dame nach 3 Jahren wohl ihr Eigentum verwirkt hat, weil wir die Katze nicht in eine Pflegestelle sondern an neue Besitzer vermittelt haben.

Also werde ich auf diesen Brief mal passend antworten.

Weiß hier vielleicht sonst noch jemand etwas über eine derartige Situation?
Ich kriege noch die Krise.
 
24.11.2016
#1

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Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
Flora

Flora

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Oje, Sabine... da bist du wirklich nicht zu beneiden!
Zuerst investierst du viel Zeit und Arbeit und dann musst du dich noch mit so seltsamen Leuten herumschlagen :evil: .

Ich würde mich auch auf die Aussage "eures" Anwalts verlassen und die Adresse nicht weitergeben.
Für die vermittelte Katze wäre es sicher auch nicht toll, nach so langer Zeit aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen zu werden. Das muss ihre "Ex-Dosi" doch verstehen.

2008 hat sich die Ex-Besitzerin ihren vermittelten Kater auch wieder von mir zurückgeholt, weil "sie nicht ohne ihn leben könne" :roll: .
Naja, das ist vorbei und Geschichte *klick* , aber damals war ich auch mehr als sauer!

Das Ex-Frauchen von Charly musste ihn ja schweren Herzens hergeben, damit er weiterhin seinen geliebten Freigang hat und wollte ihn extra nicht besuchen, damit er sich schneller bei uns einlebt. Sowas verstehe ich unter wahrer "Katzenliebe" ...
 
chilli 1

chilli 1

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Habt ihr was Schriftliches, ne Verzichtserklärung zB.
 
romulus

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Sabine, wenn Ihr einen RA an der Hand habt - gib bloß nicht auf!
Nach mittlerweile 3 Jahren kann man kein Tier mehr aus seiner neuen Familie holen, das sollte jedem Richter klar sein, am ehesten eigentlich der früheren Dosi.
 
Julchen94

Julchen94

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Wir haben wie immer gar nichts.
Die Betreierin von damals hatte alle Vollmachten.

Wir haben auch mit den nötigen Papieren schon Prozesse verloren wenn der Richter ein Arschloch war.
 
romulus

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Ich versuche gerade, mich in die Situation dieser Dame zu versetzen.
Ich würde auch unbedingt wissen wollen, wie es meiner Katze geht und ob sie wirklich gut aufgehoben ist - dann nämlich würde ich sie nie und nimmer wieder da herausreißen.
Aber: ich würde schon wissen wollen, ob es ihr wirklich gut geht.
Deshalb mal ein etwas schräger Gedanke: könnte die neue Familie nicht ein kurzes Video machen von der Katze mit ihren Kumpels (ich denke, sie lebt wohl nicht allein dort) und der früheren Besitzerin damit zeigen, dass es der Katze wirklich gut geht?
Ich jedenfalls würde als früherer Besitzer darauf bestehen, wenn ich das Tier so geliebt habe, ist ja auch irgendwie verständlich.
Könnte man sich vll. darauf einigen?
 
Julchen94

Julchen94

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Das habe ich damals alles versucht. Ich hab ihr Fotos geschickt und sie hätte sie auch sehen können. Auf neutralem Boden wollte sie das aber nicht.

Und sich dann 1.5 Jahre nicht mal erkundigen und dann per Rechtsanwalt? Alles sehr seltsam.
DieFrau hat auch drei neue Katzen.
Damit kommt die alte definitiv nicht zurecht.
 
vilma

vilma

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Es gab mal einen Fall, der sich vor Gericht endlos zog, da war die Story ähnlich, nur noch etwas dramatischer. Die Frau hat ihre Katzen nicht zurückbekommen und konnte das Urteil auch nicht mehr anfechten. Die Tante in diesem Fall ist nach so langer Zeit vor jedem Gericht chancenlos, zumal die Betreuerin damals die Vollmacht hatte. Übrigens verfällt das Recht auf Eigentum nach einem halben Jahr, innerhalb dieser Zeit muss zumindest ein Tierheim auch eine vermittelte Katze wieder zurückgeben - danach nicht mehr. Ich weiß das von unserem TH, kannst das auch ergoogeln.

Insofern würde ich gar nicht mehr reagieren, auch nicht auf den Anwalt. Irgendwann wird sie die Lust am Terror verlieren, wenn keine Reaktion kommt. Solche Leute laufen mental meist nicht ganz rund und steigern sich jenseits aller Vernunft in so etwas rein. Das einzige, was hilft, ist ignorieren. Wenn sie mehr in der Hand hätte, hätte sie das längst aufgefahren, aber da gibt es nichts...

Hab gerade gesehen, die Katze ist schon 17 Jahre alt. Tickt die Frau noch richtig? Offenbar nicht.
 
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Julchen94

Julchen94

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Und sie hat in ihrem Zuhause den Himmel auf Erden.
Dem Anwalt muss ich schon antworten.
Der Brief kam per Einschreiben und mit Frist.
Oder meinst Du nicht?
 
vilma

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Doch, ich glaube, das muss man, aber mehr nicht. Kann euer Anwalt ggfs das Schreiben verfassen?
 
romulus

romulus

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Ja, Sabine - da würde ich schon innerhalb der Frist entsprechend antworten, sonst bekommst Du möglicherweise Ärger.
 
ChicadelaPalma

ChicadelaPalma

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Das ist unglaublich, Sabine:evil:
Also meiner Meinung nach muss niemand auf so ein Schreiben antworten.
Steht da eine Frist drin?

Also eine Frist ist drin und du mußt nicht antworten.
Dann sollen sie doch klagen.
 
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Julchen94

Julchen94

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Frist ist der 2.12.
Bin gespannt ob sie klagen.
Ich werde kurz und knapp antworten und das Schreiben dem Anwalt unserer Dachorganisation zum Lesen schicken.
 
Rosi

Rosi

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Ich denke, auf den Brief musst Du auf jeden Fall reagieren, um weitere Aktionen im Keim zu ersticken. Kann das nicht Euer RA machen, ansonsten würde ich mich darauf beziehen, dass ein Anwalt bestätigt hat, dass hier kein Anspruch mehr auf Rückgabe besteht.

Ist ja wohl schon als sturen Egoismus zu bezeichnen. Jeder dem etwas an seiner Katze liegt, würde ihr das nicht antun und wäre damit zufrieden zu wissen, dass es dem Tier gut geht. Verstehe die Dame nicht.
 
Julchen94

Julchen94

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Sechs Wochen oder sogar noch länger haben wir sie damals aufgehoben. Dafür habe ich nicht mal eine Rechnung geschrieben.
Mal schauen was wird
 
saurier

saurier

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Ich würde an deiner Stelle keinesfalls selber antworten, sondern alles über den RA laufen lassen!

Viel Erfolg ::bussi!
 
Julchen94

Julchen94

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Ich rufe morgen früh unseren Anwalt an.
 
AngiKr

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Ich würde das auch nur über den Anwalt machen.
Was mir an der Geschichte etwas Bauchdrücken verursacht ist, dass die Katze damals nicht von der Besitzerin abgegeben wurde. Die Betreuerin mag ja "alle Vollmacht" gehabt haben, aber ob das auch für eine dauerhafte Abgabe der Katze galt? Und dann habt ihr die Katze "zu früh" vermittelt. Die Frist zur Vermittlung ist 6 Monate in denen ein Besitzer auch Besitzer der Katze bleibt. Wenn der gegnerische Anwalt sich darauf beruft, dass ihr als Verein die Katze vor diesem Zeitraum vermittelt habt- und dann noch die Betreuerin unter plötzlicher Amnesie leidet- wirds schwer. Insbesondere, da ja offenbar nichts schriftliches vorliegt. Das wäre mir zu heikel. Denn offenbar ist die Vorbesitzerin ja sehr hartnäckig.
Ich würde ganz sicher nicht das Schreiben des Anwaltes ignorieren, aber mich dann auch auf "gleicher Höhe"- eben auch mit Anwalt begegnen wollen.
 
Tatjana462

Tatjana462

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So ähnlich war auch mein erster Gedanke, dass die Besitzerin letztendlich kein Einverständnis gegeben hat. Und die Katze unter diesen Umständen nach 6 Wochen weiterzuvermitteln, könnte mit Sicherheit hinterfragt werden.

Klar, sind wir uns einig, dass es für die Samtpfote schon ein tiefer Einschnitt wäre, wenn sie aus der jetzigen Umgebung herausgerissen werden würde.

Deshalb würde ich Euch als Verein auch nur raten, über den Anwalt zu gehen.
 

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