Diagnose CNI - worauf man (s)einen Tierarzt ansprechen kann

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mortikater

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Ich habe bei Igor sehr gute Erfahrungen mit dem Opioid Temgesic gemacht. Es wurde subkutan gespritzt und wirkt ca. 24 Stunden. Igor hatte seit Monaten (!) höchstgradig Schmerzen nach zwei verpfuschten Zahn-OPs und der daraus resultierenden Entzündung und Kiefervereiterung.

Ich finde keinen Hinweis darauf, daß es bei Nierenerkrankungen kontraindiziert ist. Natürlich ist das abschließend mit dem TA abzuklären.

http://www.netdoktor.de/Medikamente/Temgesic-r-Ampullen-Injek-100000326.html

http://www.suchtmittel.de/info/schmerzmittel/001414.php
Der Wirkstoff bei Temgesic ist Buprenorphin.
Steht oben bei mir bei den Opioiden. Das ist gut, daß Du schon mal positive Erfahrungen damit gemacht hast!
 
vilma

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Nochmal zum Buprenorphin (Temgesic), Wiki sagt dazu folgendes:

Aufgrund der überwiegend biliären Ausscheidung besteht keine Notwendigkeit einer Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion und somit auch kein Risiko einer Substanzkumulation mit Intoxikation bei Patienten mit Nierenfunktionseinschränkung (auch bei älteren Patienten).

::bg

http://de.wikipedia.org/wiki/Buprenorphin
 
vilma

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Cerenia (Maropitant)

Cerenia (Wirkstoff: Maropitant) wurde mir gegen Erbrechen bei CNI-Katzen von Prof. Dr. Reto Neiger empfohlen, der das CNI-Kapitel in Horzineks "Krankheiten der Katze" verfasste.

Er bezog sich dabei auf diese Studie:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18471143

Maropitant wird über die Leber metabolisiert, hat angeblich eine gute Wirksamkeit und muss nur 1x täglich verabreicht werden.

Mehr Infos:

http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?tak/05000000/00058031.01?inhalt_c.htm

http://www.felinecrf.info/magensaeure.htm#maropitant

Bei Bedarf gebe ich Dr. Neigers Email gern per PN weiter.
 
hexex111

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Hallo Vilma,

das kann ich nur unterstreichen, wir hatten es bei Ray schon eingesetzt und auch uns haben das unsere Ta's empfohlen.
 
vilma

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Danke noch mal für den Hinweis neulich, Moni! ::w
 
Kalimera

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Ricky hat das Cerenia auch schon bekommen. Der Vorteil ist, dass man es als Tablette geben kann. MCP-Tropfen sind so bitter, das kann ich Ricky nur spritzen. Die Cerenia-Tablette kann man deutlich besser verabreichen.
 
vilma

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Prima, noch ein Vorteil bei diesem Mittel!
 

Nickl

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Cerenia (Wirkstoff: Maropitant) wurde mir gegen Erbrechen bei CNI-Katzen von Prof. Dr. Reto Neiger empfohlen, der das CNI-Kapitel in Horzineks "Krankheiten der Katze" verfasste.

Er bezog sich dabei auf diese Studie:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18471143

Maropitant wird über die Leber metabolisiert, hat angeblich eine gute Wirksamkeit und muss nur 1x täglich verabreicht werden.

Mehr Infos:

http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?tak/05000000/00058031.01?inhalt_c.htm

http://www.felinecrf.info/magensaeure.htm#maropitant

Bei Bedarf gebe ich Dr. Neigers Email gern per PN weiter.
hi Vilma,

Danke für die Info. Die Mail hätte ich sehr gerne per PN.


Aber lt. meinen TÄ darf man Cerenia nur max 5 Tage lang am Stück geben. Vielleicht könntest du den Prof. darauf nochmal ansprechen, bzw. deswegen nachfragen. Für eine evtl. notwendige Langzeitgabe ist dann wohl MCP besser geeignet.

in deinem Vetpharm-Link wird übrigens auch auf die Begrenzung von 5 Tagen hingewiesen!


noch ein Unterschied MCP/Cerenia:

MCP lässt sich gut s.c. spritzen, Cerenia hingegen brennt beim Spritzen, so dass es meine TÄ immer in ein "Rucksack-Depot" aus z.B. Ringerlösung mit hineinspritzen.

Das Problem bei akutem Erbrechen ist ja auch, dass das Mittel in der Katze drin bleiben muss, um wirken zu können, das ist bei Tabletten oder Tropfen nicht immer gegeben, wenn es gleich wieder mit erbrochen wird, so dass manchmal das Spritzen einfach besser und wirksamer ist.

lg
Silvia
 
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vilma

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Hi Silvia,

die Mail schicke ich dir gleich. Weiter mit Fragen löchern werde ich den Prof nicht, da er zwar sehr nett war, aber sich kurz gehalten hat; er hat sicher Anderes zu tun. :wink:

Ehrlich gesagt betrachte ich keins der herkömmlichen Magenmittel als für den Langzeiteinsatz geeignet, auch MCP nicht, das übrigens auch diverse Nebenwirkungen haben kann und gar nicht so "ohne" ist. In meinen Augen sind diese "Hämmer" was für den Akutfall, für wenige Tage am Stück.

Bei Tanya steht folgendes:

Der Hersteller empfiehlt, dass Maropitant Hunden nur über einen kurzen Zeitraum verabreicht werden sollte, maximal fünf Tage hintereinander. Einige Menschen haben es bei ihren Katzen einige Tage lang eingesetzt, dann eine Pause gemacht und es anschließend wieder eingesetzt. Plumbs Veterinary Drug Handbook weist darauf hin, dass das Medikament unter solchen Umständen mindestens 48 Stunden lang ausgesetzt werden sollte. In einer Studie mit Katzen, Safety, pharmacokinetics and use of the novel NK-1 receptor antagonist maropitant (Cerenia) for the prevention of emesis and motion sickness in cats (2008) Hickman M.A., Cox S.R., Mahabir S., Miskell C., Lin J., Bunger A., McCall R.B., Journal of Veterinary Pharmacology and Therapeutics 31(3) pp220-9, wurde es 15 Tage lang hintereinander verabreicht, ohne dass es zu Problemen kam. Ich weiß, dass nach dem Lesen dieser Studie einige Menschen ihren Katzen Maropitant über einen längeren Zeitraum als fünf Tage gegeben haben und keine Nebenwirkungen bemerkten. Lassen Sie sich von Ihrem TA über die beste Vorgehensweise beraten.
 

Nickl

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Danke Vilma,

deine PN ist angekommen. Danke für die Info.

Man muss wohl immer den besten Mittelweg finden, Nutzen und Schaden abwägen und im Sinne des Tieres soviel wie nötig und so wenig wie möglich an Medikamenten geben, wenn es nicht anders geht.

Mein Lio ist schwer herzkrank und bekommt deswegen Medikamente. Dadurch und auch durch die leider ständig notwendigen Diuretika verschlechtern sich seine Nierenwerte kontinuierlich.


lg
Silvia
 
vilma

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Silvia, das mit Lio tut mir wirklich sehr leid, scheint eine verfahrene Situation zu sein. :?

Das mit dem Mittelweg sehe ich genauso; in erster Linie geht es immer um die Lebensqualität des Tieres.
 

Oskar

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Bei Cerenia und MCP passieren beide die Blut-Hirn-Schranke.

Es soll noch ein Mittel gegen Erbrechen geben, welches dies nicht macht und daher auch nicht zu den entsprechenden Nebenwirkungen führen kann:

Domperidon

Hat das schon wer angewendet?
 
vilma

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Wobei man dazu sagen muss, dass Metacam bei korrekter Dosierung ein relativ sicheres Medi ist, das viel im Einsatz ist.

Man kann allerdings nicht genug warnen vor Überdosierungen und sollte sich ganz genau an die vom TA bzw. Hersteller vorgegebene Dosierung pro kg Katze halten. Und bei Niereninsuffizienz soll der Einsatz generell sorgfältig abgewogen werden - nur einsetzen, wenn es gar nicht anders geht!!
 
romulus

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Das Problem ist: was gibt es denn sonst an Analgetica für Katzen?
Bei Novalgin speicheln sie sehr stark und ansonsten kenne ich eigentlich nur die NSAR, also Metacam und Onsior.
Opiate sind bei degenerativen Gelenkbeschwerden eher nícht angezeigt.
 
vilma

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Tolfedine soll gegenüber Metacam bei CNI wohl die bessere Wahl sein - ob es stimmt, kann ich leider nicht aus eigener Erfahrung beurteilen. ::?

http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?tak/05000000/00055517.01?inhalt_c.htm

Wirklich nierenverträgliche Schmerzmittel, die auch wirksam sind, gibt es m. E. so nicht (abgesehen von den Opiaten, aber da gibt es keine Erfahrungen in der Langzeitanwendung). Traumeel dürfte nur bei leichten Schmerzen ausreichen.
 
romulus

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Tolfedine ist auch ein NSAR und fällt in die gleiche Kategorie wie Metacam und Onsior :x - reduziert also die Nierendurchblutung.
 
vilma

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Weiß ich Edda, deshalb möchte ich das auch nicht zu laut beschreien. Dennoch steht bei vetpharm:

Bei Tieren mit chronischer Niereninsuffizienz ist eine Anwendung ohne Dosierungsanpassung möglich, hingegen ist eine Anwendung bei Auftreten akuter Niereninsuffizienz kontraindiziert.

Bei Metacam wird von vornherein von einem Einsatz bei CNI abgeraten.
 
romulus

romulus

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Ich fürchte, das gilt nur für Hunde, Lina - wie Hexe ja oben in ihrem post verlinkt hat.
Hunde scheinen das möglicherweise besser zu verstoffwechseln, obwohl ich mir nicht vorstellen kann warum das so sein soll.
ALLE NSAR verengen die Blutgefäße an den Glomerula und verursachen eine Minderperfusion der Niere, auch beim Menschen ist das so. Deswegen glaube ich nicht, dass es bei Hund und Katze anders ist. Die Zusammenhänge sind bei allen Säugetieren gleich - die bilden genau so wie wir Menschen das Prostaglandin (kann man ja auch in Deinem Link nachlesen) das durch die NSAR gehemmt werden soll. Also ist der biochemische Ablauf der gleiche.

Naja, kann ich eh nicht ändern, bei Schmerzen MUSS man dem Tier einfach etwas geben!
 
mortikater

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Was macht man denn in der Humanmedizin mit chronischen Schmerzpatienten, Edda? Gibt es da das gleiche Problem?
 

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