Daseinsberechtigung von nicht-Rasse-Kitten

Diskutiere Daseinsberechtigung von nicht-Rasse-Kitten im Grundsatzdiskussionen Forum im Bereich Katzenzucht; Der Meinung bin ich auch... bei beiden Aspekten... :wink: Aber es ist auch nicht immer ganz einfach, Streuner mal eben so einzufangen. Ich habe...

Anshaga

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Wesentlich geringer. Und man möge mich jetzt nicht gleich töten, aber ich finde jede Futterstelle, die ohne gleichzeitige Kastrationsaktionen aufgestellt wird, verantwortungslos.
Der Meinung bin ich auch... bei beiden Aspekten... :wink:
Aber es ist auch nicht immer ganz einfach, Streuner mal eben so einzufangen.
Ich habe auch mal dafür gesorgt, dass sich eine Streunerkatze auf meinem Balkon eingenistet hat. Wir
haben ihr eine geräumige Schutzbox gebaut und haben versucht, sie zumindest handzahm zu machen.
Da ging gar nichts... Sie wollte immer, war aber so ängstlich, dass sie zwar durch die geschlossene Fensterscheibe mit meiner Hand geköpfelt hat, aber anfassen konnte ich sie nie.

Aber sie hatte soviel Vertrauen zu mir, dass sie ihre Babys auf meinem Balkon geboren hat. Mit den Babys durfte ich alles machen... so konnten wir wenigstens die Kleinen schmusig und anhänglich vermitteln.
Erst nach dem 3. Wurf ist es uns gelungen, die Katze mit Hilfe einer Falle vom TH einzufangen und kastrieren zu lassen...
Manchmal ist es eben wirklich so, dass "gut Ding Weile haben will"... :wink:
 

Teufeline

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Hi,

natürlich haben alle geborenen Kätzchen recht auf ihr Leben und nach Möglichkeit ein neues Zuhause. Aber es gibt so viele davon, so dass das mit dem neuen Zuhause auch schwierig werden kann.

Von HCM und PDK habe ich hier das erste mal gehört. Was mich irritiert ist, dass ich von meiner TÄ nicht darauf hingewiesen wurde. Sind das nicht eigentlich Dinge, mit denen sie tagtäglich konfrontiert werden? Ich weiss nämlich, dass mehrere Züchter aus dem Verein in dieser Gemeinschaftspraxis "Patienten" sind...:?

Also auf FIV, FIP und LEUKOSE war Lillys Deckkater negativ getestet und er hatte ein vollständiges Impfzeugnis und Entwurmung. Das war für mich nach Anfrage beim TA so okay. Ich hab auch Lilly nicht schallen lassen. Allerdings weiss ich seit ihrem Klinikaufenthalt jetzt, dass ich eine Katze mit hervorragender Herzfunktion habe, weil sie bei der Sepsis ja komplett durchgecheckt wurde..

Das Ganze ist jetzt zwar bedauerlich, rückgängig machen kann ich es allerdings nicht. Ich kann nur hoffen, dass Lilly diesbezüglich ihre Gene weitergegeben hat. Würdet ihr eigentlich diese beiden Untersuchungen (HCM und PDK) bei jeder Rasse machen lassen?
Nur wenige TAs kennen sich mit Katzenzucht aus. Du hättest meinen mal sehen müssen als ich mit einem Antragsformular für DNA-Tests und Blutgruppe samt Katze bei ihm aufgeschlagen bin.
Das kannte er bisher nur von Grosstieren oder Hunden. Aber er zeigt sich da wirklich sehr lernwillig. Ein Tierarzt muss wirklich eine Menge verschiedener Tierarten behandeln können; das wäre wirklich so als ob ein Hausarzt Hautkrankheiten, Augenkrankheiten, Rheuma und Herzkrankheiten behandeln würde. Immerhin sind das bei Menschen alles Spezialärzte mit eigenem Fachgebiet und sie bahndeln nur Menschen.
Bei ienem TA kann da schon mal was herausfallen, wenn er sich nicht Spezialisiert hat.
Und meine Katzen sind HCM geschallt, die älteren sogar mehrfach; PKD-untersucht sind sie nicht, da es dort keinen Anhaltspunkt für die Rasse gibt. Da arbeiten alle Züchter zusammen.
Der DNA-Test ist nur für Perser und deren Abkömmlinge und nicht für andere Rassen zugelassen. Den Vater kann man jetzt immer noch testen lassen, was ich sogar empfehle:wink:
Ansonsten machst du das mit der Aufzucht gut und mir wäre es eine Ehre gewesen, wenn deine Lilly meinen Rex besucht hätte.
Die Babys hätten ausgesehen wie ganz ordinäre Hauskätzchen nur mit dem Trick, dass sie das Gen für die Rex-Frisur getragen hätten.

LG, Kordula
 

Tabby

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Kordula,

wenn Du das jetzt mit Deinem schicken Rex noch einmal erwähnst, stürz ich mich vor Gram von der nächsten Brücke, wegen der verpassten Chance. :wink:

Aber ich geb Dir völlig Recht, was den Wissenstand der TÄ betrifft. Ich hab jetzt schon an zwei Punkten festgestellt, dass sich die Tierärzte nur recht mangelhaft mit unseren Miezen auskennen... ziemlich ernüchternd. :?
Irgendwie wär das ja ganz nett, wenn man da Irgendwas dagegen tun könnte. Ist nämlich blöd, wenn man denkt, man hat optimal vorgesorgt und stellt dann hinterher fest, dass die Hälfte fehlt.

Aber mit der Dosi vom Deckkater red ich morgen auf jeden Fall noch mal. Nachträglich testen wär tatsächlich noch mal ne Massnahme...

LG
Mandy
 

Nekolinchen

Gast
Mandy, mal ganz sachlich und friedlich, ich finde die Einsicht toll und bin froh darüber, dass von Dir verstanden wurde was gemeint war.
Danke für Dein letztes Posting.
Ich drücke die Daumen, dass Deine Anfrage bei der Deckkater Halterin nicht auf taube Ohren stösst.
 

Moo

Gast
Und, wenn sie mit einem Test einverstanden ist (was ich sehr hoffe), wünsche ich euch natürlich von ganzem Herzen, dass der Kater PKD-frei ist und die Kitten mit gesunden Nieren aufwachsen...
 

Teufeline

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Kordula,

wenn Du das jetzt mit Deinem schicken Rex noch einmal erwähnst, stürz ich mich vor Gram von der nächsten Brücke, wegen der verpassten Chance. :wink:
ich mich auch, weil deine Katze mein persönlicher Traum ist::l und ich nicht drankomme...

Aber ich geb Dir völlig Recht, was den Wissenstand der TÄ betrifft. Ich hab jetzt schon an zwei Punkten festgestellt, dass sich die Tierärzte nur recht mangelhaft mit unseren Miezen auskennen... ziemlich ernüchternd. :?
Irgendwie wär das ja ganz nett, wenn man da Irgendwas dagegen tun könnte. Ist nämlich blöd, wenn man denkt, man hat optimal vorgesorgt und stellt dann hinterher fest, dass die Hälfte fehlt.

Aber mit der Dosi vom Deckkater red ich morgen auf jeden Fall noch mal. Nachträglich testen wär tatsächlich noch mal ne Massnahme...

LG
Mandy
Es gibt zwar eine gewisse Fortbildungspflicht für Tierärzte, aber wenn er Tierernährung sponsored bei irgendwelchen Firmen bevorzugt, kannst du es nicht ändern.
Wie oft haben hier Foris "FIP-Katzen", die wirklich nichts haben?Katzen, die wirklich kerngesund sind? Solange das TAs nicht raffen, kannst du auch kein grundlegendes Wissen über die Zucht und aufzucht von Katzen erwarten:?

Mandy, mal ganz sachlich und friedlich, ich finde die Einsicht toll und bin froh darüber, dass von Dir verstanden wurde was gemeint war.
Danke für Dein letztes Posting.
Ich drücke die Daumen, dass Deine Anfrage bei der Deckkater Halterin nicht auf taube Ohren stösst.
Ich drücke da aber auch feste die Daumen, dass es getestet wird, ist ja nicht so schwierig und auch nicht soo übermässig teuer.
Bei negativ wird euch ein Felsbrocken vom Herz plumpsen, bei positiv müsste man auch die Kätzchen testen, um die Kätzchen und deren Besitzer zu wappnen (ich kenne PKD-Katzen, die älter als 13-16 Jahre alt geworden sind) der Kater müsste dann wirklich im Interesse aller Katzen kastriert werden.
Trotzdem wünsche ich dir und deiner kleinen Katzenfamilie alles Gute und eine möglichst stressfreie weitere Aufzucht.

LG, Kordula
 
ysieben

ysieben

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Ich halte auch mehr von Aufklärung als davon, die Leute an den Pranger zu stellen.
Man könnte hier einen Merk-Post erstellen, z.B: "Eure Katze soll Kitten bekommen - welche Untersuchungen im Vorfeld machen Sinn und warum?
Das find ich ne super Idee.
Und müsste doch hier auch zu machen sein, schließlich haben wir auch den für Katzenneulingsdodis fertig bekommen.
Wer meldet sich freiwillig???::bg

Zum Thema Tierheimkatze kontra eigenem Wurf.

Da sind wir doch wieder bei der Frage, warum wird nur den Züchter zugesprochen, Nachwuchs zu produzieren???
Gäbe es keine Rassekatzen, würden diese Katzenliebhaber auch ins Tierheim gehen.
Aber das ist ja nicht Sinn und Unsinn der ganzen Sache.
Um die TH Situation zu verbessern, sollten andere Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Aufklärung, dass unkastrierte Tiere nichts im Freigang zu suchen haben. Das Katzen eben kein Dekogegenstand sind und auch mal Probleme und Kosten verursachen.
Viele Katzen im TH sind aus Streunerkolonien, von ungeplantem Vermehrungen (weil zB der TA bei Geschwisterkindern erst mit einem Jahr zur Kastration rät), von Haltern, die ihren Tieren nicht gerecht werden und sich dann wundern, warum es Problemkatzen gibt und weil eben nicht alle sich in einem Katzenforum anmelden, um sich über artgerechte Haltung ihres Stubentigers zu informieren, sondern nach wie vor wie zu Omas Zeiten die Katzenhaltung sehen.

Um zB bei einem gut vorbereiteten und durchgeführten Wurf zu verhindern, das Nachfolgedosi auch mal einen Wurf irgendwann mit den Kitten haben wöllte, gibt es ja auch noch die Frühkastration, oder?

Tabby zB hat nach bestem (ihr zu dem Zeitpunkt zur verfügung stehendem) Wissen sich auf die Deckung ihrer Katze vorbereitet. Sie hat sich Verantwortungsvoll gegenüber der Mamakatze verhalten, als sie sie beim Kaiserschnitt gleich (auch wegen der Wehenschwäche) hat kastrieren lassen, hat im vorfeld für das richtige Zuhause für die Kitten gesorgt und tut alles, damit die Kitten gut aufwachsen bis sie ihr neues zu Hause erreichen.

Solche Leute sind mir zehnmal lieber, als die, die ihre Katze unkastriert rumlaufen lassen, mehrmals im Jahr Kitten bekommen, diese so früh wie möglich abgeben, eventuell sogar ans TH.
 

Bigbumblebee2000

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Zum Thema Tierheimkatze kontra Kitten hab ich auch schon Einiges erlebt.
Wir wollten im letzten Jahr für meine Mutte (75J) eine ältere Katze aus dem Tierheim holen, da sie eine hatte einschläfern lassen müssen und die zweite danach trauerte. In den umliegenden Tierheimen stießen wir eigentlich nur auf Probleme. Entweder man wollte keine älteren Katzen vermitteln, oder man wollte sie nicht an meine Mutter vermitteln, da sie zu alt sei. Die Tatsache, daß ich immer im Hintergrund bin für Notfälle hat dort niemanden interessiert. Mal abgesehen von den ganzen anderen "Problemchen". Irgendwie hatten wir fast den Eindruck, die wollen gar keine Tiere vermitteln. Wir haben wirklich lange gesucht und schließlich dann doch 2 EKH-Kitten aus einem Privathaushalt geholt, denn die trauernde Katze brauchte DRINGEND wieder Gesellschaft. Die waren entwurmt, geimpft, gechipt und die Sache hat sich prima entwickelt!! Trotzdem hätte meine Mutter lieber ein Tier aus dem Tierheim genommen - naja - es ist jetzt wie es ist.
 

BaliCat

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... Gäbe es keine Rassekatzen, würden diese Katzenliebhaber auch ins Tierheim gehen....
Niemals, nur über meine Leiche ... Würde ich nicht irgendwo auf der Welt die von mir gewünschten Siamesen und Balinesen bekommen können, würde ich mir von irgendwo auf der Welt 2 Windhunde von einem seriösen ZÜCHTER holen ...und wenn es die dann auch nicht gäbe, hätte ich eben keine Tiere
 
ysieben

ysieben

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Niemals, nur über meine Leiche ... Würde ich nicht irgendwo auf der Welt die von mir gewünschten Siamesen und Balinesen bekommen können, würde ich mir von irgendwo auf der Welt 2 Windhunde von einem seriösen ZÜCHTER holen ...und wenn es die dann auch nicht gäbe, hätte ich eben keine Tiere
Hätte es niemals Siamesen oder Balinesen gegeben, dann würdest du sie auch nicht toll finden können ;-).

Allerdings will ich nicht, das es diese Katzen nicht mehr gibt.
So sollte meine Aussage nicht verstanden werden.
Ich wollte nur ausdrücken, dass es nicht nur an FWW-Liebhaber festgemacht werden kann, die TH zu entlasten.
Will ich ne Rassekatze, darf ich zum Züchter gehen, will ich ne FWW sollte es nur das TH sein ::?.
 

BaliCat

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Hätte es niemals Siamesen oder Balinesen gegeben, dann würdest du sie auch nicht toll finden können ;-)...
Stimmt auffallend. Dann hätte ich nur ein paar orientalische Windhunde (am liebsten Salukis sonst auch Sloughis, Azawakhs oder Afghanen) und orientalische Pferde (Vollblutaraber oder Shagya Araber).... aber die Siamesen gehören ja mit zu den ältesten Katzenrassen der Welt ;)
 
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Cypria

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Auf den Folgenden Teil des Erstposts möchte ich mal etwas erzählen:

Zitat: "Und, ist es nicht so, daß viele Erbkrankheiten bei Katzen (aber auch bei Hunden und sicher auch Pferden und anderen Arten) erst durch Zucht an sich entstehen?"

Ich hab jahrelang Meerschweine gehabt. Ohne zu Züchten, da es mich aber durchaus interessiert hat, einfach aus Prinzip hab ich mich eingelesen.

Bei Meerschweinen gab es irgendwann mal eine natürliche Mutation. Die sich dann mit und ohne Züchter weitervererbt hat. (Dalmatiner-Zeichnung bzw. selbe Problematik bei Schimmel-Zeichnung) Das Gen das diese Fellzeichnung hervorruft beinhaltet einen Lethalfaktor. Das heisst Wenn sich zwei Tiere mit diesem Gen paaren kommt mit recht hoher Wahrscheinlichkeit 25 - 50% Totgeburten oder Nicht-lebensfähige Tiere bei heraus. Das ist furchtbar. Aber Züchter können die Tiere so Verpaaren, das das eben nicht passiert. Bei Wald und wiesen Meerschweinen ist die Chance auf nichtlebensfähige Tiere, bei Tieren wo weiblein und männlein auch nur ein weisses Haar beinhalten, durchaus immer Vorhanden. Weil man eben nicht weiss was drin steckt.

Solche Tücken gibt es sicher bei allen Tierarten. Und ich habe durchaus Verständnis dafür das man solche krassen Fälle möglichst unwahrscheinlich halten will. Züchter haben meiner Meinung nach durchaus daseinsberechtigung.
 
Modifee

Modifee

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Es ist nicht so, das sich nur Menschen, die einen Wurf (EKH) Katzenbabys haben, angegriffen fühlen.

Nein, auch Züchter werden angegriffen und hören Sätze wie: "Wozu Rassekatzen?" "Gibt es nicht genug arme Kreaturen in Tierheimen?"

Und Vereinszüchter hören: "Warum sind SIE denn so teuer, woanders (Tiermarkt?) kosten genau solche Katzenkinder weniger als die Hälfte und die bringen mir das Tier sogar nach Hause!"

Nicht Vereinszüchter sind Schwarzzüchter, obwohl sie niemandem etwas beweisen müssen und oft mit Herzblut züchten und ihre eigenen Ziele haben, die manchmal viel besser sind als Satzungen.

Züchtet einer eine alte Rasse, dann gab es die schon immer, und man tut etwas für den Artenschutz, gegen das Aussterben.

Es werden armselige Kreaturen gezüchtet ohne Tasthaare, mit Faltohren, Knickschwänzen, zu kurzen Beinen, mit Lethalfaktor- Gen, ohne Fell, ohne Nasen, oder mit Dauerwelle, das wiederum Züchter, die jahrelang nur die Besten und Gesundesten für die Zucht ausgewählt und vermehrt haben
zum Erbrechen bringt....

Ja, so ist es und es ist nicht gut so!
Jeder darf züchten!
Jeder darf mit seiner Katze Nachkommen habe und es geht niemand anderen etwas an!
Jeder sollte sich an das Gesetz halten.
Jeder sollte das Tier respektieren und für sein Wohl da sein!
Und Mensch sollte nicht, nur weil es Mensch ist, über den Tieren stehen!
Dann wäre schon vieles einfacher!!!
 
saurier

saurier

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Und jeder darf sich aussuchen, wo er die Stammbäume seiner Tiere malen lässt - daher: Holzauge sei wachsam, bei wem man kauft ::w.
 

Cypria

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Ich weiss nicht wie es bei Katzen ist. Vermutlich ist der Züchtermarkt bei Katzen sehr unübersichtlich. Bei Meerschweinen ist das zum Glück nicht so schlimm. Entweder man hat eine wirkliche Zucht, die Züchter tauschen sich auch viel und gerne mit anderen über Foren und Meerschweinausstellungen aus, oder es ist wirklich schnell erkennbar wenn es sich um eine "unsachgemässe" Vermehrung handelt.

Ist das bei Katzen nicht so gut überschaubar, bezüglich das es Anhaltspunkte gibt an denen man Züchter von Vermehrern unterscheiden kann?

Ich finde es übrigens vollkommenen Quatsch Züchter ob der Preise anzuprangern. In gewisser weise "weiss" man ja was man bekommt dafür. Und man kennt die Rassespezifischen Risiken.

Von der Warte derer die sich ein Tier anschaffen bin ich allerdings eher auf der Seite der Erstmal-im-Tierheim-schauen-Leute. Finde allerdings das Züchter durchaus sinnvoll sind.

Bzgl. der Ansicht das durch Züchter "gefährliche" Gene weitervererbt werden:
Bei Lethal-Genen ists halt so, wenn es die Züchter nicht gibt, gibts dann halt Totgeburten, Verkrüppelte, Nicht-lebensfähige etc. Nein dann vererbt sich das Gen sicher nicht weiter. Aber besser ist es sicherlich nicht.
 

cjh27

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Ist das bei Katzen nicht so gut überschaubar, bezüglich das es Anhaltspunkte gibt an denen man Züchter von Vermehrern unterscheiden kann?
Nein, für jemanden, der einfach nur eine nette Katze kaufen möchte ist es nicht leicht zu erkennen, welcher Züchter wirklich gut ist und welcher nicht.

Letztendlich muss man um ein guter Züchter zu werden nicht nur das Herz am rechten Fleck haben - sondern auch eine große Bereitschaft dazu haben, sich in Sachen Genetik, Stammbäume und der eigenen Katzenrasse ständig weiter zu bilden.

Es braucht viel Wissen und Erfahrung, um einen Stammbaum richtig lesen zu können. Also um die einzelnen Vorgänger am Namen zu erkennen und zu wissen, welche Probleme es in dieser Linie gab.

Es werden neue Gentests / andere Gesundheitsvorsorgetests entwickelt, bei denen sich jeder einzelne Züchter selbst Gedanken über deren Sinn und Aussagekraft machen sollte.

Dann sollte ein guter Züchter auch den Genpool der Rasse im Blick haben - wie viele und welche Katzen aus der eigenen Zucht sollten an andere Züchter abgegeben werden? (Dazu müsste der Züchter auch wissen, welche anderen Züchtern man eine Katze anvertrauen kann).

Genetikwissen: wie berechne ich einen Inzuchtkoeffizienten? Wie vererben sich nicht nur die Farben sondern eben auch Schwächen und Erbkrankheiten?


Also, ich fände das alles andere als einfach, wenn ich züchten würde ::? (und ich vermute, dass es bei Meerschweinchen nicht wirklich anders ist)

In der Regel sieht der Käufer das alles nicht - sondern nur das hübsche Kitten.

christine
 
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Cypria

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Auch bei Meerschweinen zeichnet sich ein guter Züchter sehr viel durch Wissen aus. Bei Meerschweinen ist es jedoch so das, wenn man schon minnimal sich wissen über die Haltung von Meerschweinen aneignet kann man relativ leicht Züchter von Vermehrern unterscheiden.
Dazwischen scheint es, meiner Erfahrung nach, wenig zu geben.
Also so gut wie kein Züchter der nicht genug weiss. Wobei mein Eindruck sicher daher kommen kann das evtl. auch nur die Guten sich austauschen und sich da druch auch durchaus Publik machen.

Wenn man ein Meerschwein oder zwei (keine Einzelhaltung bei der Tierart) besichtigt bekommt man ja auch durchaus Einblick in die Haltung.

Und wenn man sich minimal mit dem Tierbesitzer austauscht kann man auch durchaus fragwürdige Vorgehensweisen mitbekommen. Z.b. sowas wie :" Die Tiere hatten nun Milben, ich hab nun schon seit nem Monat versucht die mit dem Mittel *hier einfügen* wegzubekommen aber sie kommen immer wieder" und Madame geht trotzdem nicht zum Tierarzt. Sowas ist schon fragwürdig.

(Kleine anmerkung: K.a. wies bei Katzen ist aber bei Meerschweinen ist ein gewisses Maß an selbstmedikamentation wenn man Tiere und Standard-Probleme kennt durchaus Üblich, in Grenzen, auch eine Hausapotheke)
 

Jana89

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Prinzipiell ist es mir egal ob ein Rasse Kitten oder eine normale Hauskatze gezüchtet wird. Aber wer züchtet muß wissen was er tut und sachkundig sein. Aber das sind nur die wenigsten. Und damit habe ich ein Problem. Die meisten die einfach nur vermehren haben doch keine Ahnung von dem was sie tun. Die Katzen sind weder geimpft, noch entwurmt und so weiter. Die nehmen sich auch in der Zukunft nichts an, und wenn sie nicht alle Tiere loswerden, dann verschenken sie sie einfach oder wollen sie im Tierheim abgeben. Und das kann es nicht sein. Viele ALG2 Bezieher sehen das Vermehren als gute Einnahmequelle. Ich habe selber 2 Leute im größeren Bekanntenkreis. Für die sind 50 Euro für ein kitten viel Geld. Um mehr geht es denen nicht.
 

cjh27

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Auch bei Meerschweinen zeichnet sich ein guter Züchter sehr viel durch Wissen aus. Bei Meerschweinen ist es jedoch so das, wenn man schon minnimal sich wissen über die Haltung von Meerschweinen aneignet kann man relativ leicht Züchter von Vermehrern unterscheiden.
Wie geht das denn? Man kann seine Tiere artgerecht halten und wirklich lieben und um sie besorgt sein - und trotzdem absolut keine Ahnung von deren Genetik haben.

Das ist in der Katzenzucht gar nicht so selten.


Dazwischen scheint es, meiner Erfahrung nach, wenig zu geben.
Also so gut wie kein Züchter der nicht genug weiss.
In der Katzenzucht habe ich eher das Gefühl, als ob die meisten zu wenig Wissen besitzen. Da könnten doch viele durchaus etwas in einem Genetikkurs für Katzenzüchter dazulernen.

Hier ist z.B. ein Online-Kurs für Anfänger, falls dich das interessiert:

http://pawpeds.com/pawacademy/beginnerscorner/breedingalitter/index_de.html

und Gesundheitsprogramme:


http://pawpeds.com/healthprogrammes/index_de.html

Wobei mein Eindruck sicher daher kommen kann das evtl. auch nur die Guten sich austauschen und sich da druch auch durchaus Publik machen.
Mit Meerschweinchen kenne ich mich nun nicht besonders gut aus - aber ich würde darauf tippen, dass ein Großteil der Meerschweinchen im Zoogeschäft gekauft (= Vermehrerzuchten) werden oder im Kinderzimmer vermehrt werden.

Wenn man ein Meerschwein oder zwei (keine Einzelhaltung bei der Tierart) besichtigt bekommt man ja auch durchaus Einblick in die Haltung.
Wie gesagt, es gibt genügend Katzenzüchter, deren Haltung gut ist - die aber ihre Katzen nicht testen lassen. Man kann auch Katzen gut halten - aber z.B viel zu oft belegen lassen oder ständig die gleiche Verpaarung wiederholen, weil eine Fremddeckung teurer wäre.


(Kleine anmerkung: K.a. wies bei Katzen ist aber bei Meerschweinen ist ein gewisses Maß an selbstmedikamentation wenn man Tiere und Standard-Probleme kennt durchaus Üblich, in Grenzen, auch eine Hausapotheke)
Von Selbstmedikamentation halte ich nicht sehr viel. Hausmittelchen sind in Ordnung, solange es sich nur um ein kleines Wehwehchen handelt und die Behandlung durch den Tierarzt deswegen nicht hinausgezögert wird - aber verschreibungspflichtige Medikamente sollten auch von einem Tierarzt verschrieben werden, der sich das Tier angesehen hat.

Christine
 
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Daseinsberechtigung von nicht-Rasse-Kitten

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