Daseinsberechtigung von nicht-Rasse-Kitten

Diskutiere Daseinsberechtigung von nicht-Rasse-Kitten im Grundsatzdiskussionen Forum im Bereich Katzenzucht; Gut, die Rechnung war ein Worst-Case-Szenario. Aber auch abgeschwächt explodiert die Zahl der neu gezeugten Katzen recht schnell... Im zitierten...

Vanny1984

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Doch genau um das geht es hier im Forum, den Leuten es zu verbieten und wenn sie dann noch nicht kapieren warum man sie bedrängt, wird man so richtig verbal fertig gemacht.
Die Leute die ins Forum kommen um sich zu informieren und mit den dümmsten Fragen kommen, wollen auch die Verantwortung nehmen. Einige bekommen diese Chance und einige nicht.
Gut, die Rechnung war ein Worst-Case-Szenario. Aber auch abgeschwächt explodiert die Zahl der neu gezeugten Katzen recht schnell...

Im zitierten Abschnitt geht es dir doch eher um den Umgang mit neuen Usern im Forum, richtig? Das ist ja noch mal ein
ganz anderer Teil, ein ganz anderer Aspekt. Natürlich sollte man gerade mit Neulingen freundlich und sachlich umgehen. Einfach immer schön an die Netiquette halten eben :). Und da finde ich es auch nicht schön, wenn jemand verbal runtergemacht wird, weil er sich getraut hat, in die Richtung zu fragen.

Aber ich denke, auch einem Neuling kann man - sachlich und freundlich - erklären, warum sein Plan nicht der beste ist. Und da kommen eben wieder die Sachargumente auf den Tisch, die ich oben beschrieb. Dass es eben mit voller, globaler Verantwortung einfach technisch nicht geht. Denn eine Aufklärung kann ja nicht bedeuten, dass man die Probleme verschweigt und die Idee, trotz ihrer praktischen Fehler, in den Himmel lobt...

GLG, Vanny
 

Sandra_Luzie

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Ich verstehe deinen Wunsch bei der Auswahl der Katze. Aber genau solche Kitten findet man im Zweifel auch im Tierschutzbereich, in privaten Pflege- und Aufzuchtsstellen. Quasi die "Außenstellen" der Tierheime. Katzen, die bereits nicht mehr gewollt waren und wo man demjenigen, der sie hat decken lassen, nicht die Bestätigung zukommen lässt, dass sein Handeln korrekt war. Trotzdem bekommt man hier liebevoll und gut aufgezogene Katzen. Die Wahrscheinlichkeit ist sogar höher, dass hier bei der Aufzucht ordentlich gearbeitet wurde, als bei irgendwelchen Privatleuten, die "nur mal einen Wurf" haben wollten...
Das sehe ich nicht so. Ich habe lieber eine Katze von "irgendwelchen Privatleuten", von denen ich weiß, dass sie sich liebevoll um ihre Katzen kümmern als von unbekannten Leuten, die Außenstelle von einem Tierheim sind.

Aber gut, das ist meine persönliche Einstellung. :wink:
 
Ziggie

Ziggie

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Die Freigängerkatzen sind tatsächlich für die Bedrohung der einheimischen Vogelbestände sehr stark mitverantwortlich. Hat aber meiner Ansicht nach nur bedingt mit Katzenvermehrung in dem hier diskutierten Sinn zu tun, da einfach die Gesamtzahl an Katzen hierzulande auf den möglichen Lebensraum für Beutetiere jeglicher Art zu hoch ist. Da müsste man eher diskutieren, ob Katzen überhaupt noch Freigang haben dürfen. Und das ist ja noch mal ein ganz anderer Aspekt als der hier diskutierte :).
Das liegt nicht nur an der Anzahl der Katzen, sondern auch an den Möglichkeiten in den Gärten für Vögel, Unterschlupf und Nistmöglichkeit zu finden. Da könnte man ebenso Gartenbesitzern Vorschriften machen, etwas für die Vogelwelt zu tun. Hier leben auf 300* 400 Meter gerade mal 5 Freigängerkatzen und massnehaft Vögel (Passeriformes) verschiedenster Arten.

Aber genau solche Kitten findet man im Zweifel auch im Tierschutzbereich, in privaten Pflege- und Aufzuchtsstellen. Quasi die "Außenstellen" der Tierheime. Katzen, die bereits nicht mehr gewollt waren und wo man demjenigen, der sie hat decken lassen, nicht die Bestätigung zukommen lässt, dass sein Handeln korrekt war. Trotzdem bekommt man hier liebevoll und gut aufgezogene Katzen. Die Wahrscheinlichkeit ist sogar höher, dass hier bei der Aufzucht ordentlich gearbeitet wurde, als bei irgendwelchen Privatleuten, die "nur mal einen Wurf" haben wollten...

GLG, Vanny
Nicht nur, dass mich generell die "Schutzverträge" aus dem Tierschutzbereich stören - es gibt auch Privatleute, die Katzen liebe- und verantwortungsvoll aufziehen. Hätte man mir Ziggie nicht privat angeboten, gäbe es hier diese Katze nicht. Die Anzahl der Singvögel würde das nur geringfügig beeinflussen.
 

Vanny1984

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Natürlich gibt es die Privatleute, die es liebevoll angehen. Aber man unterstützt bei ihnen eben, dass die Katze nicht rechtzeitig kastriert wurde oder dass der Wurf gewollt und geplant war. Und das ist eben aus Tierschutzsicht absolut contraproduktiv, um jemals das Problem der überzähligen Katzen zu lösen. Und man muss ja kein aktiver Tierschützer sein, um es nicht zu befürworten, dass und wie Katzen ihr Dasein im Tierheim fristen müssen.

GLG, Vanny
 
Ziggie

Ziggie

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Und das ist eben aus Tierschutzsicht absolut contraproduktiv, um jemals das Problem der überzähligen Katzen zu lösen. Und man muss ja kein aktiver Tierschützer sein, um es nicht zu befürworten, dass und wie Katzen ihr Dasein im Tierheim fristen müssen.

GLG, Vanny
Solange es keine "Katzenbewirtschaftung" gibt und solange jeder Katzen vermehren darf (EKH, MIXD oder Rasse - ganz egal) und solange Katzenimport aus EU-Ländern legal ist - solange wird es überzählige Katzen geben, weil
° Züchter von Rassekatzen erst damit aufhören, wenn die Preise ins Bodenlose sinken
° EU-Import von der Bundesrepublik nicht verboten werden kann
° Katzen eine von Natur aus hohe Vermehrungsrate haben, die so im Zusammenleben mit Menschen eigentlich nicht mehr erforderlich ist. Aber in 9.000 Jahren ändert sich diese generelle genetische Disposition nicht so schnell.
° Es immer mehr Leute gibt, die eine Katze halten (4-mal soviel wie vor 50 Jahren), so dass Katzenzucht/Katzenvermehrung/Katzenimport bisher noch meist ihre Abnehmer fand.

Angebot und Nachfrage regeln die Menge der Dinge. Soll es nicht mehr Angebot als Nachfrage geben, so muss der Preis höher sein - oder die Nachfrage gesetzlich beschränkt werden. Alles andere sind Illusionen.
 

Vanny1984

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Und weil das Problem besteht und kaum lösbar ist, kann man resignieren und tun und lassen, was man will? Die Probleme ignorieren und durch das eigene Handeln eventuell sogar verschärfen? Ist das der richtige Weg, Schulterzucken und den eigenen Stiefel so durchziehen, wie es einem gerade am bequemsten ist? Das kann doch einfach nicht der richtige Weg sein...

GLG, Vanny
 

Tabby

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Es erfordert nicht nur Einfühlungsvermögen sondern auch umfangreiches Fachwissen, um zwischen den jeweils berechtigten Anliegen der Katzen- und Vogelfreunde vermitteln zu können, und das ist besonders schwierig, weil leider über die Frage, „ob die Hauskatze unseren Vogelbestand gefährdet“, meist mehr mit Leidenschaft und Vorurteilen gestritten wird, als mit Sachkenntnis und dem Willen zu Objektivität.
Katzen sind gar nicht in der Lage, den Singvogelbestand ernsthaft zu gefährden, denn es gibt unter ihnen selten Spezialistinnen, die die Vögel, die sie anschleichen, auch fangen können. – Abgesehen davon zeigen Körperbau und Verhaltensweisen der Katze eindeutig, daß sie ein Bodenjäger ist, d.h., ihre Hauptbeute besteht aus Insekten, Nagetieren und anderen Kleinsäugern.
Eine tatsächliche Gefahr für die Vogelwelt liegt im allgemeinen darin, daß der Mensch mit der Umgestaltung der Landschaft Lebensräume und Lebensgrundlagen zerstört. Hinzu kommen die Nebeneffekte der menschlichen Wirtschaft – wie Vogelverluste an Bauten oder im Straßenverkehr, sowie durch Verschmutzung von Wasser, Boden, Luft und anderem mehr. Nicht zu vergessen die Vogeljäger, deren Liebe zu den kleinen gefiederten Sängern durch den Magen geht. Rund 300 Millionen Singvögel enden jährlich auf den Tellern irgendwelcher „Feinschmecker“ in Italien, aber auch in Frankreich, Belgien, Holland – und auf der Mittelmeerinsel Malta warten ganze Scharen von Vogelfängern auf ihre Beute. Hauptbeute aller Katzen sind Nagetiere. Auf ihren Fang sind die Sinne, die körperlichen Fähigkeiten und der Stoffwechsel ausgelegt.

Die Beutetiere:
Zu Unrecht genießt die Katze den Ruf einer Vogelmörderin. Vögel machen bei Landkatzen gerade 5% des Nahrungsspektrums aus. In Großstädten gehören Vögel zwar häufiger zu den Opfern, doch beeinflusst das die Populationen nicht im geringsten. Im Gegenteil: Vogelforscher fanden heraus, daß da, wo Katzen Amseln, Spatzen und Meisen jagen, sie gleichzeitig Seuchen eindämmen (denn kranke Tiere werden meistens die Opfer) und rare Vogelarten zahlreicher zu finden sind. Körperbau und Verhaltensweisen der Katze zeigen aber eindeutig, daß sie ein Bodenjäger ist, dessen Hauptbeute aus Insekten, Nagetieren und anderen Kleinsäugern wie Maulwurf oder Spitzmaus besteht. So ist z.B. das Gehör darauf ausgelegt, die im Ultraschallbereich liegenden Kontaktzirptöne der Mäuse zu orten. Und schon vier Wochen alte Kätzchen werden von tischtennisballgroßen Löchern und Höhlen magisch angezogen und hangeln instinktiv mit der Pfote hinein.
Quelle:
Mit Katzen leben
Autorin: Uschi Birr
FRANCKH – KOSMOS - VERLAG
(Beitrag wurde übrigens unterstützt vom Kommitee gegen den Vogelmord e.V. /Aktionsgemeinschaft für Tier- und Artenschuzt)

Ich bin schon der Auffassung, dass Katzen Vögel schlagen und kann dazu auch meine Erfahrungen mitteilen. Meine erste Katze, die verstorbene Chinchilla, hat es nie getan (Da müsste man sich schnell bewegen.). Meine zweite, eine Maine Coon, vier mal (alles Meisen), frisst sie aber nicht (igitt!). Meine EHK, die sie mit Sicherheit fressen würde, ist schlicht zu *hust* blöd dafür, die kommt mit Mäusen... In unseren Gärten sind, nebenbei bemerkt, diesbezüglich die Elstern ein großes Problem. Manchmal kann ich zusehen, wie sie Singvögelnester ausnehmen.

Übrigens beziehen sich sämtliche Studien, die dazu existieren (wurden in der Regel in Auftrag gegeben, um den Abschuss von Katzen durch Jäger zu rechtfertigen oder zu verhindern) auf wildernde Katzen. Ich glaube, dass dort die Motivation der Katze, da sie ja jagt, um zu überleben, deutlich höher ist, als bei unseren Fellköpfchen, die ja diesbezüglich (hoffentlich) regelmässig versorgt werden.
 
Ziggie

Ziggie

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Und weil das Problem besteht und kaum lösbar ist, kann man resignieren und tun und lassen, was man will? Die Probleme ignorieren und durch das eigene Handeln eventuell sogar verschärfen? Ist das der richtige Weg, Schulterzucken und den eigenen Stiefel so durchziehen, wie es einem gerade am bequemsten ist? Das kann doch einfach nicht der richtige Weg sein...

GLG, Vanny
Komisch, dass hier immer die Extrempositionen aufgebaut werden. Man muss sich doch aber einfach mal hin und wieder die Dinge klar machen, wie sie wirklich sind, statt in Träumen zu schwelgten, wie schön das Katzenleben sein könnte.

Das Katzenleben in Europa ist nicht schön.

Millionen von Katzen im Mittelmeerraum führen ein bedrohtes Leben (und manche Menschen versuchen da zu helfen - wohl wissend, dass das Problem nicht grundsätzlich gelöst wird). Viele Katzen auch bei uns streunen in städtischen Parks, auf Friedhöfen oder in Industriegebieten - nagen am Hungertuch, wenn sie nicht gefüttert werden wie z.B. auf dem Montmartre-Friedhof mitten in Paris beim Grab von Heine und Ampere. Viele Katzen in Europa leben halbwild auf Bauernhöfen mehr oder minder gut - aber die haben immerhin eine gewisse Freiheit und Sicherheit. Viele Katzen leben in Wohnungen, werden liebevoll gefüttert und gestreichelt, aber dürfen nicht raus auch deswegen, weil sie Rassekatze sind.

Und nur eine priviligierte Minderheit - ironischerweise zumeist EKH-Katzen - hat ein Haus mit Menschen, die sich um sie kümmern und einen Garten, in dem sie rumlaufen kann und Mäuse (und ein paar Vögel) die sie fangen kann und einen weiteren Streifbereich.

Dann frage ich mich - von 100 % europäischer Katzen ausgehend - die alle gleiches Recht auf ein glückliches Katzenleben haben, nach den Prozentsätzen und auch nach dem Prozentsatz von Tierheimkatzen.
 

Vanny1984

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Soweit ich das bei einer anderen Quelle, die eher aus der Vogelschutzecke kam und dennoch versöhnlich war, verstanden habe, ist das Hauptproblem durch Katzen der Nestraub. Sie plündern Nester, machen sich über die Küken her. Das können sie auch auf jeden Fall, denn auf Bäume kletternde Katzen sind echt keine Seltenheit und Küken fliegen noch nicht davon. Deshalb wurde dort auch dazu geraten, dass Gartenbesitzer ihre Bäume mit so einer Art "Drahtkorb" versehen, der Katzen daran hindert, den Baum raufzuklettern.

Ausgewachsene Vögel sind hingegen wirklich eher seltenere Beute von Katzen und sicher trifft es hier wohl wirklich in erster Linie kranke, geschwächte Tiere. Allerdings hat unsere frühere Katze Tiger, Freigängerin und sehr geschickte Jägerin, doch so einiges an Vögelchen gefangen und vertilgt - wir fanden dann nur ein paar übrig gebliebene Federn auf dem Boden...

GLG, Vanny
 
Ziggie

Ziggie

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So wie ich das bei Ziggie beobachtet habe, fängt er wohl so drei bis vier erwachsene Vögel im Jahr. Nestraub zu verhindern ist primär eine Frage der Möglichkeiten, die ein Garten für die Vögel bietet. Je "cleaner" der Garten ist, um so schlechter. Je kleiner die Grundstücke sind, um so weniger Büsche und Bäume können die Bewohner pflanzen, ohne mit dem Nachbarn in den Clinch zu kommen und umso schlechter für die Vögel. Und wie Vanny1984 erwähnte - Elstern und andere größere Vögel. Auch Marder rauben Nester aus. Also - es ist nicht nur die Hauskatze.
 

Vanny1984

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@Ziggie: Und was schlägst du dann konkret vor, wie derjenige, der sich eine Katze anschaffen möchte, handeln soll? Du hast ja wunderbar aufgeführt, wie schlimm der Stand der Dinge ist. Was ist deine logische Konsequenz daraus?

Es gibt doch eigentlich nur zwei Wege, so in Bezug auf die Diskussion hier: entweder entscheidet man sich dazu, mit seinen eigenen, begrenzten Möglichkeiten ein ganz klein bisschen dieses Elends zu lindern, indem man eben keine weiteren Katzen produziert, sondern einer (oder mehreren) bereits vorhandenen ein schönes zu Hause gibt. Oder man schmeißt diese Erkenntnisse über das vorhandene Elend über Bord und tut, was einem gerade gelegen kommt, Spaß macht, was weiß ich, auch wenn es das Elend verschlimmert. Denn "ein bisschen trächtig" geht auch bei Katzen nicht.

GLG, Vanny
 

Tabby

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Zum Thema Freigang:
Ich bin ein großer Verfechter des Freigangs von Katzen (die kastriert sind). Das gehört für mich zur artgerechten Haltung. Katzen sind von der Natur so angelegt, dass sie über den Rasen toben, auf Bäume klettern, sich auf warmen Plätzchen sonnen und in der Nachbarschaft "Freundschaften" pflegen...

Zum Thema Vermehrung:
Ich bin ja sozusagen der "Auslöser" dieses Threads. Ich hab ja nun vier Buben. Zwei davon werden mit 15 Wochen an eine meiner besten Freundinnen gehen, die anderen beiden an die Eltern eines Schulkameraden meiner Tochter, die ebenfalls mit uns befreundet sind. Alle vier werden kastriert werden. Also werden sozusagen vier "nichtpotente" Freigänger entstehen.
Die Babys gab es, weil alle das Wesen unserer Katze so schön fanden. Weil alle wussten, wie die Babys bei uns aufwachsen würden und sie zeitig Kontakt zu ihren Schützlingen haben können, quasi miterleben können, wie die Kleinen sich entwickeln und das von der Geburt an.

Für alle, für die das Thema Geld eine Rolle spielt (es klang ja mal durch, dass Vermehrer, vorrangig, die Mixe züchten, damit das große Geld machen wollen):
Wir haben uns alle geeinigt, dass die zukünftigen Katzeneltern die Kosten für Impfung, Entwurmung und das Chippen selbst übernehmen.
Die Tierarzt- bzw. Klinikrechnung für Kaiserschnitt, Sepsisbehandlung, Gesäuge-Wundversorgung und Nachsorge, die noch nicht beendet ist, beläuft sich gegenwärtig auf etwas über 1.100 Euro...

Und trotzdem möchte ich das Glück in meinem Katzenkinderzimmer nicht missen....
 
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weirdo

weirdo

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Die Vögel sterben aus und die Freigängerkatzen sind dafür verantwortlich? Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?
Nein, nicht die Freigängerkatzen sind dafür verantwortlich, sondern der Mensch der dafür gesorgt hat, dass die Population so verdammt hoch geworden ist. Es gibt in Deutschland (nach meinem Freund und der sollte es wissen, schließlich ist er Biologe) inzwischen weit mehr Katzen als Hunde.

Durch die Kultivierung von Katzen in höherer Menge als man sie "braucht" und durch die bessere gesundheitliche Versorgung gerät die Natur aus dem Gleichgewicht. Ich rede hier nicht davon, dass die Tiere Schuld haben. Ich rede von den Menschen die nicht einsehen, ihr Tier kastrieren zu lassen bevor sie es an die frische Luft setzen.

Es würde mir auch nicht einfallen zu sagen, dass Katzen nicht raus gehen sollten - ich wäre froh, wenn meine beiden die Möglichkeit hätten raus zu gehen.
 
birgitdoll

birgitdoll

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Nein, nicht die Freigängerkatzen sind dafür verantwortlich, sondern der Mensch der dafür gesorgt hat, dass die Population so verdammt hoch geworden ist.
Das ist so auch nicht richtig.
Der Mensch, der gepflegte Gärten anlegt, in denen die Vögel nicht mehr artgerecht ihren Lebensraum finden ist daran Schuld.
Die Vögel finden keinen Platz mehr zum Nestbau.
Es sind die Unkrautvernichter Schuld, die den Tieren das Futter verderben,
so das die Eier verseucht sind und nicht ausgebrütet werden können.
Es gibt die Insekten, die diese Vögel fressen, nicht mehr in genügender Menge.
Katzen erwischen gesunde Vögel kaum,
die können fliegen

::w
 
weirdo

weirdo

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Dann sind wir uns aber im Endeffekt einig, dass der Mensch Schuld ist ;)

Gegen unkastrierte Katzen kann man aber immerhin noch mehr machen als gegen Nachbarn, die ihren Garten englisch halten ^^
 

Thaleia

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Hallo Ihr,

sorry, dass ich an eine Diskussion weiter vorne anknüpfe - Ihr seid ja gerade bei den Singvögeln..

Aber es brennt mir schon auf den Nägeln..
Denjenigen, die es befürworten Elterntiere im Vorfeld auf Erbkrankheiten untersuchen zu lassen werden hier seltsamste Argumente entgegengebracht.
Denen wird unterstellt "sie wöllten ALLES kontrollieren", "genetische High-Tech-Maschinen" kreiren und würden mal gar nicht kapieren, dass ein Tier auch mal krank werden kann und das Leben nun mal Risiken bietet..

Worum geht es eigentlich?
Momentan ist der Wissenstand so, dass Erkrankungen wie HCM und PKD (vielleicht gibt es noch einige, die rassespezifisch sind) vererbt werden.
Was spricht bei einem Vermehrungswunsch dagegen, mit den Elterntieren zum TA zu gehen und hierauf untersuchen zu lassen?
Egal ob Rassekatze, Mix oder EKH.
Das ist etwas aufwendiger als die regelmäßige Impfung. Das sollte es einem aber doch wert sein.

Wem die Phantasie und Empathie fehlt, sich vorzustellen wie bitter solche Erkrankungen sind, der kann doch mal in den HCM- Rubriken oder Foren nachlesen.
Wie lustig muss das sein, wenn die gerade mal 1-2 jährige Katze plötzlich krampft und tot umfällt.
Oder mit 4, 5 Jahren mit Wasser volläuft und jämmerlich nach Luft schnappt.

Braucht oder wünscht sich das jemand für die Kitten seiner tollsten und hübschesten Mieze?

Ich halte auch mehr von Aufklärung als davon, die Leute an den Pranger zu stellen.
Man könnte hier einen Merk-Post erstellen, z.B: "Eure Katze soll Kitten bekommen - welche Untersuchungen im Vorfeld machen Sinn und warum?

Das ändert nicht die Welt, aber erreicht den einen oder anderen vielleicht - Ein Anfang
Und neben dem Wunsch, dass dann weniger belastete Kitten zur Welt kommen habe ich auch die Hoffnung, dass der eine oder andere von seinem "Will so schöne Kitten haben Wunsch" Abstand nimmt und die jährliche Kittenschwemme etwas eingedämmt wird.
 

Sandra_Luzie

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Momentan ist der Wissenstand so, dass Erkrankungen wie HCM und PKD (vielleicht gibt es noch einige, die rassespezifisch sind) vererbt werden.
Was spricht bei einem Vermehrungswunsch dagegen, mit den Elterntieren zum TA zu gehen und hierauf untersuchen zu lassen?
Dagegen spricht überhaupt nichts. Nur, wenn der Katzenbesitzer schreibt, er habe das machen lassen, kommen noch gefühlte 23 andere Fragen, ob dieser und jener Test denn auch gemacht worden sei. Und selbst wenn auch alle jener Tests gemacht worden sind, kommt man garantiert auf einen, der nicht gemacht wurde. Man sucht die Nadel im Heuhaufen, denn irgend einen Fehler macht man bestimmt bei der Kittenaufzucht.

Und da frage ich mich so oft: Muss denn das sein?
 

Cooniecat

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Momentan ist der Wissenstand so, dass Erkrankungen wie HCM und PKD (vielleicht gibt es noch einige, die rassespezifisch sind) vererbt werden.
Was spricht bei einem Vermehrungswunsch dagegen, mit den Elterntieren zum TA zu gehen und hierauf untersuchen zu lassen?
Egal ob Rassekatze, Mix oder EKH.
Das ist etwas aufwendiger als die regelmäßige Impfung. Das sollte es einem aber doch wert sein.

.
Ehrlich gesagt,wenn jemand vor der Deckung seiner FWW-Katze mit ihr und dem Deckkater zum HCM/PKD-Schall gehen würde,beide noch auf FIV/Leukose testen würde,dann würde ich das absolut als akzeptabel betrachten.
Die EKH ist eine wunderschöne Rasse,die leider aber auch von diversen Erbkrankheiten heimgesucht wird.
Leider bin ich bisher nur keinem Besitzer einer Solchen begegnet,der diese Tests in Vorbereitung auf Nachwuchs durchführen lies.
Meist heißt es nur:habe alle von meinem TA empfohlenen Tests machen lassen.Das bezog sich aber bisher aber nur auf:
Abhören,Abtasten,Nachsehen ob Parasiten vorhanden sind und mit etwas Glück eine Blutprobe.
Aber ich bin immer noch guter Hoffnung,daß sich hier mal jemand meldet,der seine FWW-Katzeneltern auch schallen läßt.
Vielleicht gibt es sie ja..........? ::w
 

Moo

Gast
Das ist dann aber von der Natur mit einkalkuliert...
Wer weiß, wie groß die Katzenpopulation tatsächlich wäre, wenn der Mensch nicht eingreifen würde... ::?
Wesentlich geringer. Und man möge mich jetzt nicht gleich töten, aber ich finde jede Futterstelle, die ohne gleichzeitige Kastrationsaktionen aufgestellt wird, verantwortungslos.
Hier werden doch Anforderungen an die Erbgesundheit von Katzen gestellt, die nur bei kommerzieller Zucht relevant sind (Gewährleistung).
Ist das wirklich nur bei kommerzieller Zucht relevant? Bzw. haben Kitten aus seriöser Zucht ein größeres Anrecht auf ein gesundes Leben als Kitten aus Einmalwürfen?
Die Erbgesundheit betrifft die Kitten. Und zwar direkt.
Aber muss ich bis ins kleinste Deteil testen?
Das verlangt doch gar keiner. Aber zumindest die relevanten Dinge sollten schon drin sein. Wie Cooniecat schon schrieb, HCM, PKD, FIV, FeLV. Zum Beispiel.
Die Idee mit dem eigenen Kater dazu ist nicht ganz verkehrt, aber nicht immer realisierbar, zumindest wenn man auch von den Kitten selbst ein oder zwei behalten will.
Naja - das ist dann halt Pech, ganz ehrlich.
Ich würde einen Teufel tun und mit meiner Katze zu einem Deckkater ohne Stammbaum gehen, der von seinen Leuten ganz sicher nicht aus purer Menschenfreundlichkeit potent gehalten wird. Und noch viel weniger zu einem mit Stammbaum, der gegen den Kaufvertrag potent gehalten wird. Schon allein deswegen, um so etwas nicht zu unterstützen.
So wie es sich hier darstellt, kommen die Leute besser weg, die dann in ihrem Thread schreiben: "Ohh, meine Katze ist kurz vor der Kastra entwicht und nun bekommt sie Babies". Da kann man Mitleid haben. Nicht aber mit einem geplant durchdachten Wurf.
Bei diesen Threads komme ich mir noch viel veräppelter vor. Keine Katze "entwischt" einfach. Schon gleich gar keine Wohnungskatze. Und gleich dreimal keine rollige Wohnungskatze kurz vor der Kastration, weil man da im Regelfall einfach besonders aufpasst. Außer, man drückt mal alle Augen zu, macht die Tür auf und wartet ab.

° Züchter von Rassekatzen erst damit aufhören, wenn die Preise ins Bodenlose sinken
Nö, das glaube ich nicht. Im Regelfall können die sich es nämlich gar nicht leisten, einen neuen Wurf zu haben, wenn der alte noch nicht komplett vermittelt ist. Da liegt das Problem nicht. Diese Katzen werden (solange sie von seriösen Züchtern gezüchtet werden) nämlich nicht gezüchtet, wenn nicht genug Nachfrage da ist.
 
Ziggie

Ziggie

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@Ziggie: Und was schlägst du dann konkret vor, wie derjenige, der sich eine Katze anschaffen möchte, handeln soll? Du hast ja wunderbar aufgeführt, wie schlimm der Stand der Dinge ist. Was ist deine logische Konsequenz daraus?
Erst einmal richte ich meinen Garten so ein, dass Vögel eine Chance haben, darin zu nisten und sichere Plätze zu haben. Wer sich dann von einer Katze fangen läßt, war unvorsichtig. Gibt auch Molche in zwei Teichen, weil ich die als schöne Tiere empfinde. Die vermehren sich aber so, wie sie wollen.

Wenn ich eine Katze haben möchte, dann hole ich mir eine. Eine EKH. Die sehe ich mir an und wenn mein Unterbewußtsein mir sagt, das ist o.k., dann ist es o.k.. Was danach passiert ist Schicksal und unterliegt meiner Verantwortung. Meine Katze läuft frei rum, weil ich ihr in der Tat zumute, die Mäuse wegzufangen. Tut sie auch. Sie ist kastriert und freut sich des Lebens. Wenn sie krank wird, kommt sie zum Tierarzt, wenn sie stirbt, werde ich traurig sein.

Ich biete eine Planstelle für eine Freiläufer-EKH. Wenn es sich anbietet, auch für Wurfgeschwister. Ging bei Ziggie aber nicht, weil die schon umgebracht worden waren. Und nur Kater. Das ist mein Beitrag gegen das Katzenelend und ich bewundere alle Leute, die mehr oder viel mehr tun. Allerdings lasse ich mich da auch nicht moralisch unter Druck setzen. Das Leben besteht aus mehr als Katzenhaltung.
 
Thema:

Daseinsberechtigung von nicht-Rasse-Kitten

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