Daseinsberechtigung von nicht-Rasse-Kitten

Diskutiere Daseinsberechtigung von nicht-Rasse-Kitten im Grundsatzdiskussionen Forum im Bereich Katzenzucht; Ich möchte gerne die Diskussion die sich aus dem Thema von Tabby um ihre Lilly ergeben hat ausklammern, ist ja nicht uninteressant. Mir stößt auf...

Boesefriseuse

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Ich möchte gerne die Diskussion die sich aus dem Thema von Tabby um ihre Lilly ergeben hat ausklammern, ist ja nicht uninteressant.

Mir stößt auf daß manche Züchter an jedem nicht Rasse-Wurf etwas finden womit sie diesem (Wurf) und somit auch dem Tierhalter die Berechtigung absprechen eine Katze werfen zu lassen.

Es hat auch jemand doer in dem Fred geschrieben daß ja dann auch niemand Menschenkinder in die Welt setzen dürfte der nicht auf sämtliche Erbkrankheiten untersucht ist.

Viele Krankheiten treten erst auf wenn Kinder schon auf der Welt sind.
Ich habe z.B. eine Bekannte, deren Mutter hatte Chorea Huntington. Da diese Krankheit meistens zwischen 30 und 40 ausbricht waren die 3 Töchter
schon auf der Welt.
Meine Bekannte hat sich - vor über 20 Jahren - dann sterilisieren lassen.
Ihre jüngere Schwester nicht, sie hat sich - oh, wie unverantwortlich - auch nicht testen lassen. Sie hat wiederum eine Tochter und einen Sohn und kommt langsam in das Alter wo man davon ausgehen kann daß sie diese Krankheit nicht bekommt.
Die ältere Schwester ist erkrankt und geht ins fortgeschrittene Stadium.

Anderes Beispiel, in meiner Familie ist bis letztes Jahr kein Fall von Krebs bekannt geworden. Letztes Jahr bekamen meine Tante und meine Cousine gleichzeitig Krebs, mein Kind ist jetzt knapp 10, was kann ich tun?

Hat ein Kind mit Dowm-Syndrom keine Lebensberechtigung?

Und was passiert, wenn das getestete Elternpaar ein Kind mit Geburtsschaden bekommt?

Wenn man das, was manche Züchter bei Katzen vehement fordern auf Menschen umsetzt dürfte keiner mehr Kinder bekommen ohne umfangreichste Gesundheitstests und genetische Überprüfung der Gesundheit über Generationen hinweg.

Es geht mir jetzt nicht um Schwarzvermehrer, die mit keinem Aufwand Rassekitten oder -mixe ziehen um sie dann für viel Geld zu verscherbeln, sondern um Fälle wie z.B. Tabby, welche geziehlt und mMn verantwortlich ihre Katze Kitten kriegen lassen, welche ohne finanzielles Interesse in gute Plätze gehen.

Und, ist es nicht so, daß viele Erbkrankheiten bei Katzen (aber auch bei Hunden und sicher auch Pferden und anderen Arten) erst durch Zucht an sich entstehen?
Natürlich ist es gut daß seriöse Züchter bei reinrassigenTieren diese Vorsorgen treffen, aber ohne Rassen gäbe es sicher viel weniger dieser Defekte, oder?

Und warum nochmal ist es so schlimm wenn jemand eine gesunde Katze mit einem gesunden Kater zusammenbringt und die Kitten liebevoll aufzieht um sie dann in wirklich gute Plätze zu geben? (Ich möchte jetzt aber nicht den Tierschutzgedanken diskutieren, es gibt sowieso immer überall zuviele Kitten)
Jemand der sich vorher schlau macht und nicht blauäugig drauflos vermehrt um damit Geld zu machen?

Ich wünsche mir sachliche Antworten, denn diese Fragen beschäftigten mich die ganzen letzten Seiten des oben verlinkten Freds.
 
16.04.2010
#1

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Gast

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AngiKr

AngiKr

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Stell Dir Deine Fragen anders rum:
Wenn Du weißt, dass Du ein Kind mit Defekt bekommen kannst, willst Du dann auf Gedeih und Verderb schwanger werden?

Die "zu vielen" Kitten und auch die behinderten Kinder gibt es ja schon. Und das nicht erst seit gestern. Und morgen, und übermorgen.

Wenn von zehn Schwarzzüchtern (denn DAS sind sie nunmal, ob profitgeil oder nicht. "Schwarz" ist der Begriff für etwas ohne Nachweis) sich nur einer der Argumentation öffenen und vom Vermehrungsgedanken abweicht, ist das ein guter Schritt Richtung Tierschutz. Da gibt es nunmal nix zu deuteln.
KEINE Katze ist SO schön, dass ausgerechnet nur sie die Berechtigung zur Vermehrung hätte.

Ich verstehe auch nicht, dass sie sofort eingeschnappt sind, wenn sie nicht bebauchpinselt werden. Gerade in dem von Dir genannten Beispiel ist eine Risikoschwangerschaft eingegangen worden. Bewusst und geplant, da sollte man auch mit Kritik leben können.

Ich bin in der "sorglosen" Zeit aufgewachsen als sich Katzen naturgegeben vermehrten. Dann kam die "sie müssen einmal Junge gehabt haben" Zeit. Heute weiß man selbst hier in der Pampa dass es ein Problem mit der Katzenpopulation gibt.

Es sind übrigens mitnichten alle Rassen durch Mixe "erschaffen" worden. Genau DARUM, weil es eine Naturrasse ist, liebe ich die Norweger so sehr. Da wurde noch nicht dran herumprobiert. Das "Erschaffen" von Mutationszuchten finde ich persönlich nämlich genauso pervers wie das sinnlose Vermehren ohne Ziel.
 
Modifee

Modifee

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Ich finde, das hat jeder selbst für sich und sein Tier zu entscheiden, so sagt es auch das Gesetz.
Oder sind wir hier in einem stinknormalen Katzenforum der Ethik-Rat?::?

Ich finde eine Selektierung- egal ob beim Mensch oder Tier- für wesentlich negativer! So etwas macht mir Angst!

Warum sollten nur bestimmte Rassen weiter vermehrt werden?
Und bitte kommt nicht mit den Tests der Gene?! Wer macht die schon alle?
Ich habe viele Züchter kennengelernt, die nur das "kleine Programm" machen!8)
 

cjh27

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Hi,

in dem Thread, den du da ansprichst, lese ich nicht mit, also möchte ich dazu nichts sagen :wink:.

Grundsätzlich spricht für mich nichts dagegen wenn jemand einen einzigen Wurf (oder einen Wurf alle 15-20 Jahre) mit seiner Hauskatze haben möchte- sofern das dann sorgfältig geplant ist und alle Voraussetzungen dafür stimmen (z.B. das Alter der Katze, Zeit, Geld und Platz, bereitschaft im Notfall eine Flaschenaufzucht zu machen, Kitten zu behalten wenn sich keine neuen Dosis finden lassen usw.).

Was ich da allerdings sehr sehr schade finde ist dass das zumindestens hier im Forum nur sehr selten der Fall ist- entweder es stimmen die Umstände nicht oder es ist ein Rassemixwurf.

Für mich käme ein Rassemixwurf nicht in Frage weil ich die Katzenrassen an sich für erhaltenswert finde, besonders wenn es sich dabei um eine seltene Rasse handelt. Wer also Spaß an Rassekatzen hat und eben keinen "gewöhnlichen " Hauskatzenwurf haben möchte sollte meiner Meinung nach richtig Züchten, also mit Papieren (auch wenn es nur ein Wurf sein soll).

Denn wenn man z.B. die BKH als Rasse liebt macht es für mich wenig Sinn einen Hauskatze x BKH Wurf zu machen- man verliehrt dabei das besondere der BKH ... und das Besondere der Hauskatze.

chrisine
 

webwire

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Hm... ich glaube das Problem bei dem von dir erwähnten Thread lag darin, dass ein Perserkater genommen wurde.
Bei dieser und bei fast allen anderen Rassen gibt es ja bekanntlich Erbkrankheiten, die sich öfter als in der Natur "üblich" vererben, weil die Rassen vermutlich einen nicht so großen Genpool haben wie andere und so mancher "Züchter" "aus Versehen" die Gendefekte weitergibt, weil er sich nicht mit Genetik auskennt/auseinandergesetzt hat und ein bißchen ins Blaue züchtet. Unter diesen Umständen kann ich es gut verstehen und finde es sehr wichtig, dass Erbkrankheiten abgeklärt werden und solche Test gemacht werden.
Wie das bei den normalen Hauskatzen aussieht kann ich schwer beurteilen. Der "durchschnittliche" Hauskatzenwurf wird wohl nicht richtig geplant und der Kater ist meist irgendein Streuner aus der Nachbarschaft.
Ich denke bei Hauskatzen ist das Problem mit den Erbkrankheiten nicht so weit verbreitet wie bei Rassekatzen, ähnlich wie z.B. Mischlingshunde weniger davon betroffen sind.

Grundsätzlich ist es mir egal, ob man Rassekatzen oder Hauskatzen züchtet, solange die kleinen vernünftig aufwachsen, medizinisch betreut werden und der Halter der Mutter/Elterntiere sich genügen informiert hat und ggf. einen kompetenten Ansprechpartner (Tierarzt, Züchter etc.) zur Hand hat.

In Anbetracht der Tatsache aber, dass wir unglaubliche volle Tierheime haben und es schwarze Schafe sowohl im "Zuchtbereich" als auch in der "Hauskatzenvermehrung" gibt, finde ich es grundsätzlich immer besser die eigene Katze kastrieren zu lassen und ein Tier aus der Kittenschwemme aufzunehmen.

Leider gibt es in Deutschland weder eine Kastrationspflicht noch einen "Tierführerschein" ;-), so dass es einfach viel zu viele ungeplante Katzen(babies) gibt.

Wenn man denn unbedingt Katzennachwuchs haben muss, dann finde ich Hauskatzen genauso legitim wie Rassekatzen, solange es unter den richtigen Rahmenbedingungen und der notwendigen Betreuung stattfindet.
 
Nika

Nika

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Ich möchte jetzt aber nicht den Tierschutzgedanken diskutieren, es gibt sowieso immer überall zuviele Kitten
Ich denke, das trifft doch den Nagel auf den Kopf. Jetzt ist die Zeit, wo unzählige nicht kastrierte Katzen wahrscheinlich schwanger sind und bald eine unübersehbare Zahl von Nachwuchs werfen werden. Die Tierheime werden wieder überquellen vor Kitten. Die älteren Katzen werden in der Zeit erst recht nicht mehr vermittelt. Viele Tiere gammeln jahrelang in Tierheimen. Viele Katzen werden draussen Opfer von Krankheiten, gegen die es eigentlich Impfungen gibt - nur haben sie niemanden.

Wie will man da mit gutem Gewissen seine Katze Junge werfen lassen können ? Meine sind alle kastriert.

Zu behinderten Katzen - die kosten eine Menge Geld zusätzlich - und das bis an ihr Lebensende. Nicht jeder nimmt diese Kosten in Kauf.
 

juniper

Gast
Aber von abby wurden ja eben nicht "normale" Hauskatzen vermehrt, sondern ein Perser auf eine Hauskatze gesetzt - ohne dass sie sich der PDK-Problematik bewusst war. Da frage ich mich schon nach den Motiven.
Nekolinchen hat mMn alle Kritikpunkte zusammengefasst, daher verweise ich einfach noch mal darauf:

https://www.katzen-links.de/katzenforum2/showpost.php?p=2324424&postcount=287

Natürlich haben auch Nicht-Rasse-Katzen eine Daseinsberechtigung. Ginge es nach mir, dürften diese allerdings auch nur nach denselben Sorgfaltsprinzipien und mit denselben Gesundheitschecks verpaart werden wie Rasse-Katzen von guten, seriösen Züchtern. Dann allerdings Hauskatze und Hauskatze, der Genpool ist ja wirklich breit genug, um entsprechende Partner zu finden - und nicht Hauskatze und Perser oder Hauskatze und Siam, um ach so süße Mixe zu erhalten.

Das birgt die Gefahr, dass dann auch die Hauskatze nach Äußerlichkeiten gezüchtet wird und in Extreme abweicht, ich weiß. Allerdings schätze ich diese Gefahr nur gering ein. Und eine kontrollierte Vermehrung von EKH/Hauskatzen fände ich immer noch besser, als die Zustände, die momentan herrschen.
 

Boesefriseuse

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Hi Angela,

wenn ich wüßte daß mein Kind sicher behindert ist würde ich es mir sicher überlegen ein Kind zu zeugen, abtreiben würde ich sehr wahrscheinlich aber nicht...
wenn ich weiß daß ich eine Erbkrankheit habe die sich vielleicht vererbt, ich weiß es nicht, ich weiß nicht mal ob ich es selbst wissen wollte, in dem von mir geschilderten Fall meiner Bekannten kann ich es durchaus verstehen, möchte ich denn mit 20 schon wissen daß ich evtl. mit 40 anfange dement zu werden?

Bei Menschenkindern weiß man doch selten vorher, also vor der Planung, ob und welche Defekte ein Kind haben kann, Down-Syndrom, andere Gendefekte, Spina-Bifida, das alles ist meistens erst in der Schwangerschaft diagnostizierbar.
Ich kenne Mütter, die ihre Kinder trotz solchen - manchmal tödlichen - Befunden bekommen haben.
Kennst Du behinderte Menschen? Wenn ja, würdest Du einen von ihnen das Recht auf Leben absprechen?

OK, wieder zurück zu den Katzen, bei aller Liebe zu den Tierchen, es sind Tiere, keine Menschen, ich habe oft den Eindruck, hier wird viel mehr rumgetüddelt als bei Menschen, das sage ich jetzt mal bewußt übertrieben, ich finde es ja gut daß gerade seriöse Züchter das ernsthaft betreiben und jegliche mögliche Gesundheitsvorsorge machen, gerade bei Rassen, aber dürfen denn andere Katzenhalter ihre Katzen deswegen keine Kitten kriegen lassen? Auch wenn sie ähnliche Gesundheitsvorsorgen treffen, sich mit TA usw. beraten, die Kittenschwemme mal außen vor, bitte, denn dann könnte man ja auch fragen ob Rassekitten sein müssen wo es doch eh soviele Katzen gibt, außerdem gibt es dafür ja schon einen eigenen Fred.
 
Trillian79

Trillian79

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Ich finde ehrlich gesagt diesen Vergleich Mensch / Katze in dem Zusammenhang absolut unpassend. Das rückt die Kastration von Katzen nämlich in meinen Augen viel zu nah an die Zwangssterilisation von Menschen.
Aber eine Katze wird nicht irgendwann am Fenster sitzen und denken "ach, wie gerne hätte ich auch mal eigene Kitten gehabt". ::?
Eine Katze macht sich auch keine Gedanken über Verhütung, sie denkt nicht vor der Paarung drüber nach, wie groß die Chance ist, dass ihre Jungen krank sind, sie legt kein Sparbuch an, um ihren Kindern ein Studium zu finanzieren.

Menschliches und kätzisches Nachwuchskriegen lässt sich in meinen Augen schlicht nicht vergleichen.
 

Boesefriseuse

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Was ich da allerdings sehr sehr schade finde ist dass das zumindestens hier im Forum nur sehr selten der Fall ist- entweder es stimmen die Umstände nicht oder es ist ein Rassemixwurf.

Für mich käme ein Rassemixwurf nicht in Frage weil ich die Katzenrassen an sich für erhaltenswert finde, besonders wenn es sich dabei um eine seltene Rasse handelt. Wer also Spaß an Rassekatzen hat und eben keinen "gewöhnlichen " Hauskatzenwurf haben möchte sollte meiner Meinung nach richtig Züchten, also mit Papieren (auch wenn es nur ein Wurf sein soll).

Denn wenn man z.B. die BKH als Rasse liebt macht es für mich wenig Sinn einen Hauskatze x BKH Wurf zu machen- man verliehrt dabei das besondere der BKH ... und das Besondere der Hauskatze.

chrisine
Hmm, ist denn die EKH (ich rede jetzt von der "gemeinen Hauskatze") nicht oft auch ein Mix von vielen?
Hier bei uns auf dem Dorf laufen Streuner rum, da denke ich oft daß da sonst noch was drin ist, und alle sind sie wunderschön.

Ich habe selbst 3 Katzen aus dem Tierschutz (und alle drei sind so verschieden wie sie nur sein können, vom Fell, Körperbau, Kopf, Ausdruck und natürlich von Charakter) und einen Rasse-Norweger.

Ich verstehe einfach oft diese Vehemenz nicht mit der allen Katzen und deren Haltern abgesprochen wird Kitten zu haben.
Ich meine jetzt natürlich die Fälle hier im Forum wo für alles gesorgt ist und nicht die welche halbwilde Katzenrudel haben um die sich niemand kümmert.
 

Boesefriseuse

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Ich finde ehrlich gesagt diesen Vergleich Mensch / Katze in dem Zusammenhang absolut unpassend. Das rückt die Kastration von Katzen nämlich in meinen Augen viel zu nah an die Zwangssterilisation von Menschen.
Aber eine Katze wird nicht irgendwann am Fenster sitzen und denken "ach, wie gerne hätte ich auch mal eigene Kitten gehabt". ::?
Eine Katze macht sich auch keine Gedanken über Verhütung, sie denkt nicht vor der Paarung drüber nach, wie groß die Chance ist, dass ihre Jungen krank sind, sie legt kein Sparbuch an, um ihren Kindern ein Studium zu finanzieren.

Menschliches und kätzisches Nachwuchskriegen lässt sich in meinen Augen schlicht nicht vergleichen.
Hallo Anke,

an den Vergleich habe ich primär nicht gedacht, denn ich bin auch klar dafür Katzen, vor allem frei- und/oder wildlaufende zu kastrieren. Als Halter bin ich natürlich für das vermehrungsverhalten meiner Katze verantwortlich.

Mir ging es jetzt um die Tatsache ob denn ein verantwortungsvoll geplanter und aufgezogener Kittenwurf nicht auch seine Berechtigung hat.

Manchmal habe ich allerdings schon den Eindruck daß hier Katzen Kindern ähnlich gleichgesetzt werden, bzw. für Katzen wesentlich mehr Aufwand gefordert wird wie für (Menschen-) Kinder und deswegen meine Frage mal rückwärts :wink:
 

Powerlizzy

Gast
Wenn man denn unbedingt Katzennachwuchs haben muss, dann finde ich Hauskatzen genauso legitim wie Rassekatzen, solange es unter den richtigen Rahmenbedingungen und der notwendigen Betreuung stattfindet.
Diese Aussage ist die Essenz meiner Meinung.

Es mag Gründe geben, keine weiteren Katzen in die Welt zu lassen. Es mag Gründe geben, es doch zu tun. (die werden ja gerne immer wieder diskutiert und muss für mich nicht nochmal erfolgen).

Einen Unterschied zwischen Rassekatzen und Hauskatzen sehe ich da absolut nicht.

Eine Katze ist eine Katze ist eine Katze - und somit eine mehr.

Mir persönlich sind Hauskatzen lieber und WENN ich also gefragt würde, wo man mit dem Reduzieren anfängt, würde ich klar mit "Bei den Rassekatzen" antworten. Da ich aber weiß, dass mein Geschmack nicht das Maß der Dinge ist, lasse ich anderen andere Vorlieben. Von der Katzenmenge bleib sich's aber eindeutig gleich, ob Rassekatze oder Hauskatze.

Wissentlich eine kranke Katze Nachwuchs bekommen zu lassen, halte ich für unverantwortlich.

Aber jede einzelne Fortpflanzung zweier gesunder Katzen mit gesunden (soweit bekannt) Verwandten mit ärztlichen und genetischen Intensiv-(Vor-)untersuchungen zu flankieren, ist in meinen Augen ziemlich übertrieben. Krankheiten würden immer noch vorkommen - übrigens vermutlich im ziemlich gleichen Häufigkeitsgrad (oder sind geprüfte Rassekatzen nachweislich lebenslang gesünder und brauchen seltener einen Tierarzt als verantwortlich, gut ernährt und beschützt aufgezogene Hauskatzen aus "freien Verpaarungen"? Glaub' ich irgendwie nicht).
 
Joyce&Luna

Joyce&Luna

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Ich habe nichts gegen Leute die ihre Katzen mal Junge bekommen lassen. Aber wenn dann sollen sie sich vorher über alle Risiken informieren.

Man nennt es auch nicht Schwarzzucht, sondern eher Vermehrer. Denn wer Schwarz züchtet, will viel Geld verdienen und produziert am laufenden Meter.

Wer nur 1-2 mal Kitten haben möchte, ist für mich auch kein Vermehrer, sondern eher einer der gerne Kitten haben will.

Über Leute richten, die diesen Wunsch sich gerne erfüllen wollen, finde ich so manchmal völlig daneben.
Sicher gibt es jedes Jahr reichliche Kitten, die teils in den Heimen oder sonst wo landen.
In ein paar Städten, wird schon verlangt das Freigänger kastriert werden müssen. Ich hoffe das es dann mal weniger irgend wann mal wird.

Anke
 

Sandra_Luzie

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Wenn ich mir das so genau überlege: Darf nicht nur jemand als "Schwarzzüchter" bezeichnet werden, der Katzen verbotenerweise züchtet?

Ein Schwarzarbeiter ist ja auch nicht ein Arbeiter, der seine Arbeit ungenau macht, sondern jemand, der z. B. keine Arbeitserlaubnis hat und trotzdem für seine Arbeit Geld nimmt?

Braucht man fürs Katzenzüchten eine Erlaubnis? Nein, also kann es folglich auch keine Schwarzzüchter geben. :wink:
 
Joyce&Luna

Joyce&Luna

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"Vermehrer" sind nun aber wieder alle, die etwas - hier: Katzen - vermehren, auch die anständigen Züchter.

Ich denke eher, man muss unterscheiden zwischen Profizüchtern, Hobbyzüchtern und völlig ahnungslosen Züchtern.
Das kommt darauf an wie man es betrachtet, denn sie verfolgen alle das gleiche Ziel oder?
Denn es gibt gute Züchter und es gibt auch sehr schlechte Züchter.

Anke
 

Sandra_Luzie

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Was ich mir die ganze Zeit überlege:

Es scheint Rassen zu geben, die man auf gar keinen Fall miteinander verpaaren darf und welche, bei denen es gewünscht ist, dass sie sich verpaaren.

Ziemlich konfus für einen Laien, denn was würden die Katzen machen, wenn sie sich in freier Wildbahn begegnen würden? Sie würden sich vermutlich kreuz und quer verpaaren.

Kann daran nicht allein der Mensch schuld sein, dass es mittlerweile Rassen gibt, die sich nicht miteinander "vertragen"?

Das kommt darauf an wie man es betrachtet, denn sie verfolgen alle das gleiche Ziel oder?
Genau, Anke. Sie verfolgen alle das gleiche Ziel. D. h. alle sind Vermehrer, nur manche sind gut und manche grottenschlecht und manche dazwischen.
 

Maya Maus

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Das kommt darauf an wie man es betrachtet, denn sie verfolgen alle das gleiche Ziel oder?
Denn es gibt gute Züchter und es gibt auch sehr schlechte Züchter.

Anke

Genau!
Nicht alle "Züchter" die im Verein sind,sind gut und auch nicht immer so gut wie sie vorgeben.

Was ich auch nicht unterstützen möchte,wäre,das man eine Freigängerin auch nicht unkastriert einfach draussen in der Gegend rumlaufen lassen soll,keine Frage.
Aber es ist doch ein gewaltiger Unterschied,ob man es gut plant,oder einfach mal drauf los macht.

Ich kenne viele Leute,die 1000mal lieber einen Mix haben möchten,als eine Rassekatze vom Züchter.

Manchmal habe ich den Gedanken,das die Züchter es nicht gut heißen wegen den "armen Katzen" sondern,weil die Mixe ja bevorzugt werden könnten. ::?

Ich kenne einige Züchter und die machen zu 100% nicht alle diese Untersuchungen.

Den Begriff Schwarzzüchter finde ich absolut hart,echt.
Man sollte mal überlegen,was man einem Menschen vorwirft,wenn man ihn so bezeichnet.
"Schwarz-züchter-arbeiter" machen sich strafbar,denn sie arbeitem am Staat vorbei.Das wäre strafbar.Ich würde mich da nicht soweit aus dem Fenster lehnen.

Für mich sind es einfach "Hobbyzüchter" bumsausfertig.
 
Thema:

Daseinsberechtigung von nicht-Rasse-Kitten

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