CNI und was noch ??? Vorsicht lang !

Diskutiere CNI und was noch ??? Vorsicht lang ! im CNI Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo, ich bin völlig am Boden denn bei unserem Kater Michel wurde CNI festgestellt. Er ist seit 4 Jahren Diabetiker und hat schon lange erhöhte...

Gela63

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Hallo,
ich bin völlig am Boden denn bei unserem Kater Michel wurde CNI festgestellt. Er ist seit 4 Jahren Diabetiker und hat schon lange erhöhte Nierenwerte, bekam auch 2 x die Woche eine Infusion.
Nun hat er sich in den letzten Monaten langsam verändert.....es sind seltsame Symptome die ich nicht alle bei CNI finde und ich und die Täin sind ratlos.
Nach einem falschen Blutergebnis bei dem die Nierenwerte gut waren bekam Michel auch noch wochenlang AB weil ein Infekt vermutet wurde....die Blutproben wurden wohl vertauscht.
Angefangen hat es damit das ich manchmal den Eindruck hatte das Michel schwächere Hinterbeine hat...er ging hinten so schwankend.
Ausserdem hatte er nun sehr harten Stuhlgang...er hatte immer geformten weichen Stuhl und nun mache er nur noch alle 2 Tage und sehr fest.
Anfang Oktober hatte Michel einige Male einen gelben Tropfen rechts oder links neben dem After...einige Zeit davor war ihm dort Haut weggerissen, er ist manchmal ungeschickt im Kaklo und war in seine Pfütze getreten und in Panik geraten...dabei war wohl Klumpstreu am After kleben geblieben und sich entzündet. Michel bekam 5 Tage ein AB wegen den wie ich dachte Eitertropfen am After und es war wieder besser...einmal war ein ein dicker gelber Überzug an seinem Häufchen.
Dann hatte ich Mitte Oktober bei Michel einen Floh entdeckt und die Panik geschoben da wir noch eine Katze und zwei Hunde haben....die Katzen gehen nicht raus, also ging ich davon aus das alle betroffen sind, durch die Hunde reingeschleppt da wir im Garten viele Igel hatten.
Unser TA gab uns ein neues Mittel mit...Promeris...es sollte am Verträglichsten sein und Michel bekam die kleinste
Dosis...es ist ein Spot on, stink furchtbar, nicht zu empfehlen !
Wenige Tage danach fing Michel an sehr schreckhaft zu werden. Lag er bei mir im Bett reichte eine Bewegung mit dem Fuss und er raste davon mit grossen Pupillen und totaler Panik die sich auch erst nach Stunden legte.
5 x kam es zu solchen extremen Panikanfällen.....dann kam Michel nachts nicht mehr zu mir.....
Dann kamen wir einmal nach einem Kurzem Einkauf nach Hause und es waren grosse Mengen Flüssigkeit auf den Fliesen vor dem Kratzbaum und Michel war wieder so verschreckt.....da Zucker in der Flüssigkeit war, war mir klar das es Urin von Michel war.
Michel und Biene fressen auf einer Etage vom Katzbaum und einer Kommode in der Küche da die Hunde sonst alles wegfressen...
An dem Abend und in der Nacht nach dem verlorenen Urin...es war nicht eine Pfütze, sondern grossflächig verteilt...hat Michel 12 Std nicht gepieselt, ungewöhnlich für ihn als Diabetiker !
Früh morgens kam er kurz auf mein Bett gesprungen und plötzlich schoss der Urin raus im Strahl. Michel schaute nach hinten und erschreckte sehr....er rannte davon und pieselte in einem Korb weiter.
Wir dachten an einen Harnwegsinfekt, komisch war nur das Michel lange den Urin aufhielt, meist 12 Std. und dann grosse Mengen absetzte.
Ich habe mittlerweile gelesen das auch Verstopfungen die Kontrolle über den Harnschliessmuskel beeinträchtigen können ?
Jedenfalls geht Michel nicht mehr auf das Kaklo im Bad, er hat Angst dort reinzugehen....es steht nun im Flur.
Nun brachten wir Michel zur Täin, es wurde Urin untersucht...mit wenig Ergebnissen...ein paar Leukos, Ph zu hoch....kein Blut keine Kristalle...eine Kultur wurde gemacht....es kam aber nicht wirklich spektakuläres raus.
Das Röntgenbild zeigte eine grosse Blase und einen stark gefüllten Darm.
Leider kam ja vom Labor da erst einmal ein falsches Ergebnis zurück...ein Hund der Praxis hatte auch so sonderbare Werte das dann das Labor alles umsonst noch einmal machte.
Michel bekam Buscopan comp und AB. Dazu Cantharis.
Ich hatte den Eindruck das Michel Bauchschmerzen hat...streiche ich vor dem Oberschenkel am Bauch zieht er etwas die Beine an ...und leider maunzt er nicht mehr...wir haben sonst zusammen geredet, nun bleibt er still !
Immer nach dem Schmerzmittel ging es Michel etwas besser, aber sonst sah man keine Verbesserung.
Das neue Blutbild war nun sehr ernüchternd. Alle Werte recht gut in der Norm, nur der Krea auf 4,8 und Harnstoff sehr hoch.
Keine Entzündungsanzeichen, also AB abgesetzt und neue Medikation.
Es wurden nochmal die Analdrüsen ausgedrückt da ich ein Problem mit dem Klo vermute und Schmerzen...eine Seite hatte normales Sekret, eine Seite etwas gelblich/weisses....beides roch nicht.
Noch ein Röntgenbild, wieder grosse Blase und voller Darm.
Ein Ultraschall zeigte dasselbe.
Die Nieren waren leicht verschattet...nicht kleiner oder grösser.
Die Leber hatte dicke Arterien was auf hohen Blutdruck schliessen lässt.

Wir haben nun angefangen einen ACE Hemmer zu geben...Michel bekommt nun Prilium in aufsteigender Dosis, sehr vorsichtig angefangen mit 0,1 ml von dem 150 er.
Dazu täglich 100 ml Ringer Lsg und SUC.

Michel frisst, aber er geht schlecht, springt nicht ( ich denke da er eventuell Bauchschmerzen hat, denn den Rücken zieht er etwas hoch), er schläft viel, geht nur zum Napf und ins Körbchen...zum Glück versteckt er sich nicht...das hat er zweimal nach sehr anstrengendem Stuhlgang gemacht.

Ich bemerkte das er sehr geqüält aussieht beim Kot absetzen. Vor ein paar Tagen kam einmal nur ein kleiner Knödel, dann etwas steinhartes mit etwas Flüssigem, dann 2 Tage nicht und Michel ging wieder zweimal hintereinander aufs Klo um einige wenige steinharte Knödel abzusetzen.
Ich gebe ihm nun Lactulose und er darf Milch trinken, wovon der früher immer Durchfall bekam.

Können die Probleme grösstenteils von der Verstopfung kommen ? Viele Symptome habe ich schon gefunden, von Hinterhandschwäche bis Harninkontinenz, Bauchschmerzen und auch die Nierenwerte können wohl schlechter werden da die nahrung viel zu lange im Darm verbelibt und die Giftstoffe ins Blut gehen.
Auffällig war ja auch immer die stark gefüllte Darm.

Michel ist nicht ausgetrocknet ! Daher kann die Verstopfung nicht kommen.
Er muss nicht brechen und frisst auch regelmässig.
Ich komme gar nicht mehr zur Ruhe da ich dauernd darüber nachdenke was ich noch machen könnte um ihm zu helfen.
Ich gebe noch B Vitamine.

Womit habt Ihr gute Erfolge erzielt um die Nierenwerte zu senken ? Was ist besser ? Renes oder SUC ?
Ich will doch nur das Beste für meinen Kleinen ! Er soll wieder fröhlich gurrend durchs Haus laufen und sein Bienchen tyranisieren.
Wenn er in seinem Körbchen liegt sieht er ganz entspannt aus, aber so geht es nicht weiter, es bewegt sich gar nichts nach vorne.

Könnt Ihr mir helfen ? Bin wirklich durch den Wind, da selber chronisch krank und selbstständig...alle wollen noch etwas vor Weihnachten und ich denke nur über Michel nach....nun muss ich mal mit den Hunden raus.
Kriege nichts mehr auf die reihe.

Viele ratlose und verzweifelte grüsse von Angela mit michel
 
11.12.2007
#1

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waldi

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Liebe Angela,

es zerreisst mir das herz wenn ich lese, wie es dem armen Michel geht. Und ich bin auch leider sehr ratlos. Was CNI angeht, emfpehle ich Dir diese Seite:

http://www.felinecrf.info/

Da findest Du viele Infos über diese Krankheit.
Und dann lege ich Dir die Nierenkranke Katzenliste ans Herz, da mußt Du dich allerdings anmelden:

http://de.groups.yahoo.com/group/nierenkranke_Katze/

Dort findest Du 1. viele Infos in den Dateien, auch Medikation usw.
Wenn Du dort das BB postest, helfen Dir die Foris, es auszuwerten und zu bestimmen, welches Medikament das Beste für Michel ist.

Wird denn sein Stuhl jetzt weicher durch die Lactulose?
Für verbesserten Stuhlgang empfehlen die Foris hier reglemäßig ein Stück Butter. Würde evtl. nicht den DF geben, den die Lactulose auslöst.

ansonsten kann ich nur hoffen, daß sich bald andere melden und Dir helfen, daß es dem armen Kerl wieder besser geht.

Lg
Waldi
 
Mukaschka

Mukaschka

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hallo Angela und Michel,

wie ich gelesen habe bekommt er ja schon SUC, und auch Betablocker.
Das ist schon mal gut, ich habe sehr gute Erfahrungen mit SUC gemacht.
Zu der Verstopfung kann ich nur sagen das Kimba, seit er CNI hat auch Probleme mit dem Stuhlgang hat, nicht immer aber immer mal wieder, deswegen beobachte ich ihn sehr ( wenn ich kann ). Ich gebe dann immer Butter und etwas Milch, hilft bis jetzt gut.

Was fütterst du ??? vielleicht musst du auch Fett zugeben.
Das mit den schwachen hinterbeinen hatte Kimba auch, jetzt da er wieder etwas zugenommen hat, ist das auch wieder etwas besser.

Das mit dem Pisseln, war bei Kimba auch mal, er hat auf Sofa gemacht. Jetzt da es ihm besser geht, macht es das nicht mehr.

Zu den Flöhen, Kimba hatte auch Flöhe und das Spot on gar nicht vertragen. Habe sogar mit der Herstellerfirma gesprochen und sie haben mir empfohlen bei CNI keine Spot on zu benutzen.
Die Dame der Firma meinte, das die meisten CNI Katzen eh schon einen sehr empfindlichen Magen haben und durch das ständige Putzen zuviel von dem Mittel aufnehmen.

Hier gibt es aber noch viele mit mehr Erfahrung, die werden sich bestimmt noch melden.

Jetzt wünsche ich Euch alles alles liebe.
 
mortikater

mortikater

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Hoher Blutdruck und auch Verstopfung kommen sehr häufig bei CNI-Katzen vor.

Wie Steffi schon ganz richtig schrieb, ist ein fettreiches, hochwertiges Futter für eine CNI-Katze wichtig. Fett belastet die Nieren nicht. Gut wäre Lachsöl oder Butter. Mein Mika mag das nicht. Er kriegt abends halben Teelöffel Sahne und Rinderfettpulver ans Dosenfutter.

Man kann eigentlich nicht sagen, ob SUC oder Renes besser ist. Mein TA sagt, nicht jede Katze spricht gleich gut auf jedes Mittel an, wenn das eine nichts bringt, muß man etwas anderes versuchen. Er sagt, daß er mit SUC in vielen Fällen gute Erfolge hat. Mika hat das zuerst auch bekommen. Sein Krea-Wert ging von 3.2 auf 2.4, aber dann hatten wir einen Absturz auf 3.5. Ich habe dann gewechselt auf Neynephrin-Spritzen, ein zytoplasmatisches Präparat. Ich war eigentlich sehr skeptisch, aber seine Werte haben sich wieder verbessert. Das SUC gebe ich ihm aber zusätzlich, weil ich finde, daß es appetitanregend wirkt, er frißt dann besser.

Bei den recht hohen Werten, die ihr im Moment habt, wäre eine Kur mit dem NeyNephrin vielleicht nicht schlecht. Spritzen läßt er sich ja als Diabetiker wohl. Es gibt NeyNephrin in verschiedenen Stärken. Normal sind I, II, III. Mika bekommt III.

Ich habe aber im CNI-Thread gelesen, daß es eine noch höhere Konzentration gibt, und das wird oft bei Katzen mit sehr hohen Werten gegeben. Das Zeug ist echt teuer, aber was soll's?

Die Laborwerte verbessern sich unter SUC zeitlich verzögert, also bis man da eine Verbesserung erkennt, dauert es meist 3-6 Monate, das subjektive Wohlgefühl der Katze verbessert sich in der Regel aber schneller.
 
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mortikater

mortikater

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Hier noch einge Infos:

Neynephrin ist ein sogenanntes zytoplasmatisches Präparat. Prof. Dr. med. Karl Theurer hat die zytoplasmatische Therapie in den 50 er Jahren eingeführt. Die Präparate werden durch Schockgefrierung aus den Organen gesunder Tiere gewonnen, verdünnt und injiziert. Neynephrin gibt es als Ampullen in den Stärken I, II, III (Kosten um die 50,- Euro für 5 Ampullen à 2 ml) und als Tropfen.

Zusammensetzung Neynephrin:

http://www.deutscheinternetapotheke....ml?pzn=3637867


Hier noch einige Links, darüber was zytoplasmatische Therapie ist und wie sie (angeblich) funktioniert und wo sie angewendet wird.

http://www.praxis-ostheim.privat.t-o...e/n_vitorg.htm

http://www.dr-schabel-tiergesundheit...zytoplasma.htm

http://www.dr-grammel.de/zytop.php
 

Gela63

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Hallo,

vielen Dank für die Antworten !!!!!
Man ist einfach durch den Wind wenn die Katze krank ist.
Mit dem Fett muss ich sehen...Michel verträgt Fett nicht so gut.
Ich füttere möglichst hochwertiges Nassfutter ohne Zucker/Getreide, wie Animonda und Miamor.
Michel hat bisher nicht abgenommen, er bricht ja auch zum Glück nicht und frisst normal weiter.
Die Lactulose habe ich erst gestern abend vorsichtig mit 0,5 ml angefangen, heute morgen nochmal 0,5 ml. Ich habe es mit Wasser verdünnt da es wohl so klebrig nicht schmeckt.
Mittlerweile habe ich noch mal unter CNI im Horzinek ( umfassendes Buch über Katzenkrankheiten) nachgelesen das diese Muskelschwäche bei CNi oft durch einen Kaliummangel kommt und man CNI Katzen wohl Kalium geben sollte. Habe auch schon mit der Täin darüber gesprochen, sie weiss nur noch kein Präparat.
In der amerikanischen CNI Info Seite wird das auch beschrieben und auch Verstopfungen kommen wohl oft durch Kaliummangel.
Die Erfolgsgeschichten über Katzen mit hohen Werten geben einem etwas Kraft.....
Michel bekommt gegen den hohen Blutdruck das Prilium, einen ACE Hemmer der die Nieren entlasten soll. Ich habe jetzt 5 Tage die kleinste Dosis gegeben und werde heute ein wenig erhöhen....es soll so langsam gemacht werden damit der Blutdruck nicht plötzlich absackt.
Das SUC gebe ich in die Infusionen mit rein...ist das ok ? So muss ich nicht mehrmals spritzen.
Das Rinderfettpulver werde ich mir bei Grau bestellen. Früher bekam Michel von Fett schnell Durchfall...seine Bauchspeicheldrüse ist ja nicht in Ordnung.
Gerade kam Michel pullern.....ich gehe öfter zu ihm und beschmuse ihn, das findet er toll ! Ansehen kann man ihm nichts, nur wenn er läuft sehe ich das er schwach ist.
Der Spot on war sicher nicht gut und dann die vielen ABs...nur weil wir von falschen Blutergebnissen ausgegangen sind...
Vielen Dank für die Unterstützung und liebe Grüsse von Angela
 

Gela63

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Ach, noch ein Nachtrag.....Michel war schon immer sehr sensibel bei Medikamenten.
Da er schon länger erhöhte Nierenwerte hat habe ich auch schon verschiedene Mittel gegeben, unter anderem auch Ney Nephrin...leider hat er allergisch reagiert, er bekam feuerrote dicke Ohren und hat gebrochen.
Ich habe es zweimal versucht, es geht nicht.
Auch das renes verträgt er nur oral, nur die SUC Spritzen kann ich so geben.
Um den Harnstoff zu senken gebe ich noch Lespedeza D 12 nach der Tassenmethode.
Ich hoffe ich habe nichts wichtiges vergessen....

Liebe Grüsse von Angela
 
vilma

vilma

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Wenn Michel durch die Verstopfung so sehr gequält wird, kann vielleicht ein Klistier erstmal Erleichterung schaffen. Hat dein TA das schon mal angesprochen?

Einen Versuch wert wäre auch die Gabe von Slippery Elm Bark (SEB), also Ulmenrinde, die bei CNI-Katzen normalerweise gegen Übelkeit und Appetitlosigkeit angewendet wird. Das Mittel ist rein pflanzlich und wirkt wohl auch gut gegen Verstopfung. Man kann es mit Wasser zu einem Sirup verkochen oder das Pulver übers Futter streuen, dann evtl. zusätzlich Wasser hinzufügen. Du kannst SEB zB bei Sandras Tieroase im Internet bestellen, wenn mich nicht alles täuscht?! Mehr Infos (auch zu Rezepten) gibt es im Informationen-Thread ganz oben in diesem Forum.

Hat das Blutbild auf eine Anämie hingedeutet? Ist oft eine Begleiterkrankung bei CNI im fortgeschrittenen Stadium und kann mitverantwortlich sein für die Schwäche der Katzen und den torkelnden Gang. Falls eine Anämie vorliegt, muß sie mitbehandelt werden, da sie für eine CNI-Katze genauso gefährlich ist wie das Nierenversagen selbst.
 
Zuletzt bearbeitet:

Gwion

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Zusätzlich würde ich versuchen, den akuten "Kriegsschauplatz" Verstopfung zu behandeln. Je eher alles behandelbare kureirt wird, desto besser kann man sich auf die schwierigen und chronischen Sachen konzentrieren.

Wenn ich das richtig gelesen habe, war Hinterhandschwäche eines der ersten Symptome? Dicht gefolgt von Inkontinenz? Wurde da schon mal die Wirbelsäule angeschaut? Bzw. die dort laufenden Nerven geprüft? Ist die Schwäche noch vorhanden?

Kannst Du die Blutwerte hier reinstellen oder die wichtigsten posten?
 
Flori-Cat

Flori-Cat

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Die Muskelschwäche kann auch durch die Diabetes entstehen.
Bevor Kalium zusätzlich gegeben wird, sollte auf jeden Fall im Blutbild geguckt werden, ob es überhaupt nötig ist.
Oft ist es ein Vitamin B12 Mangel der Muskelschwäche (oder auch Krämpfe) auslöst.
 

Gela63

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Hallo Ihr Lieben,

zuallererst die gute Nachricht !
Michel hat heute nacht endlich ein grösseres Häufchen gemacht...teilweise steinhart mit vielen Haaren und teilweise recht normal.
Juhu ! Danach ging es ihm so viel besser das er zu mir kam...ich schlafe auf dem Sofa da er nicht ins Schlafzimmer kommt im Moment, so bin ich in seiner Nähe.
Jedenfalls kam er zu mir, sprang recht gut hoch und legte sich neben mich, liess sich ordentlich beflirten und loben, streicheln und ich habe ihm mal wieder etwas vorgesungen...ganz leise, das mag er....
Er war sehr entspannt, hat dann nochmal gefressen, denn es war dann schon mess und Spritzzeit für Insulin.
Sein Diabetes ist recht gut eingestellt, der Fructosamin ist nur 3 Punkte über der oberen Norm.
Eine Anämie hat Michel nicht, Erys Hämatkrit, Eisen u.s.w. alles mittig...darauf achtet die Täin sehr.
Leider kann man einen Kaliummangel nicht im Blut feststellen. Fehlt K im Blut dann entzieht der Körper das K aus dem Gewebe damit es im Blut vorhanden ist. Im Gewebe fehlt es dann und daher kommt oft Schwäche und Verstopfung...habe gefunden das es sogar zu Darmlähmungen kommen kann.
Seit gestern bekommt Michel eine winzige Dosis zusätzlich ...ich weiss es kann aufs Herz gehen wenn zuviel K gegeben wird, daher geben wir nur eine geringe Unterstützung...in Ringer ist auch K enthalten.
Die Inkontinenz war nur zweimal im Oktober, da hat er auch Urin aufgehalten...vielleicht wegen der Verstopfung ? Schmerzen auf dem Klo ?
Gestern haben wir auch das Prilium wieder ein wenig erhöht...wir sind ja noch nicht auf der Enddosis.
Jedenfalls sieht es heute schon besser aus, Michel hat schon wieder das Sofa mit den Krallen bearbeitet und den Kratzbaum, jetzt schläft er.
Vielleicht kann ich ein wenig aufatmen ! Ich gebe weiter Lactulose um den Stuhlgang zu fördern..ich habe gelesen das kann auch die Ausscheidung von Harnstoff und Krea fördern ?
Die Ulmenrinde habe ich auch im Haus, nur war mir das nicht durchschlagend genug für den Anfang....jetzt brauchte Michel mehr abführende Wirkung um ihm ein Klistier zu ersparen.
Ganz lieben Dank an Euch alle ! Ich zittere seit Tagen...gestern habe ich etwas zur Beruhigung genommen da die Täin noch sagte das die Prognose schlecht sei....ich wusste kaum noch was ich tat.
Heute denke ich Positiver, muss aber leider heute auch viel arbeiten um vieles aufzuholen...wir haben eine kleine Firma und ich habe zuhause das Büro....jetzt muss ich erstmal mit den Hunden laufen....

Nochmals ganz lieben Dank für die Unterstützung...ich bin dankbar für jeden Tipp !
Liebe Grüsse von Angela
 

Gwion

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Das sieht ja schon viel besser aus.

Laß Dich nicht verrückt machen von all den Prognosen, Symptomen und möglichen Ursachen und Krankheiten, die man im Netz oder anderswo findet.
Die TA scheint zu wissen, was sie tut, das ist schon mal Gold wert.

Alles Gute damit es weiter aufwärts geht und falls es doch mal zu einem Rückschlag kommt, nicht die Nerven verlieren, sondern hier den Kummer von der Seele posten. :)
 

SandraSana

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Bitte um Hilfe

Hallo zusammen,

ich habe mich gerade erst in diesem Forum angemeldet und weiß gar nicht, ob ich jetzt hier richtig bin oder nicht - Fakt ist, dass ich momentan einfach nur sehr beunruhigt bin.
Mein Kater Jackomo hat seit einigen Monaten immer wieder einen Verschluss, sodass er kein Wasser lassen kann. In seiner Blase bilden sich Nierensteine und irgendwann verstopfen sie den Ausgang und er kann nicht mehr pinkeln - was man an seiner krampfhaften Haltung merkt und dass er "schreit" wenn man ihn anfasst. Es ist ein Stubenkater, kastriert und ca. 7 Jahre alt. Das erste Mal hatte er das vor 3 Jahren, dann wurde ein Katheter gelegt und die Verstopfung gelöst. Seitdem erhält er das Futter Urinary und seit ein paar Monaten kann ich jeden Monat mit ihm zum Doc gehen, weil er wieder "zu" ist. Vor drei Wochen habe ich mich mit einer homöopathischen Dame in Verbindung gesetzt, keine Ärztin, aber seit 10 Jahren im Geschäft mit Heilung von Hunden, Katzen und Pferden.

Jackomo hat dann Kügelchen bekommen, Globuli, und das ging auch ganz gut, bis heute. Heute morgen musste ich ihn wieder abliefern und der Tierarzt war von dem neuem Therapievorschlag, den die homöopathische Dame gemacht hat, nicht sehr begeistert. Ich soll jetzt umstellung auf NeyNephrin, bis das andere Mittel - NeyNerin - Ende Januar auf den Markt kommt. Mein TA hat mir jedoch davon abgeraten, weil er meinte, dass diese "Frischzellenkur" erst gut funktioniert und dann aber andere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden und die Tiere oft nach ein paar Monaten gestorben sind. Das will ich natürlich auf jeden Fall vermeiden!

Hat jemand Erfahrung mit NeyNephrin? Bin so unsicher was ich machen soll und für jeden Ratschlag dankbar!

Ach ja - und wenn jemand einen heißen Tipp hat, wo dieser Beitrag hätte eingestellt werden sollen bin ich natürlich auch hierfür dankbar :-)

Liebe Grüße, Sandra
 
vilma

vilma

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Hallo Sandra,

am besten postest du im Harnwegsforum (hier), da kann man dir bestimmt helfen.

Erfahrungen mit NeyNephrin hat hier übrigens mortikater, deren an CNI erkrankter Kater seit einiger Zeit damit behandelt wird. Schick ihr doch einfach eine PN.

Wurde bei deinem Kater denn schon mal ein Blutbild erstellt und die Nierenwerte geprüft?

Alles Gute für euch!
 

Cecilia99

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Hallo Angela,

ich wünsche dir alles Gute für Michel, viel beitragen kann ich leider nicht, mit Verstopfung o.ä. hatten wir zum Glück noch nicht zu tun.

Eine Frage in eigener Sache: Du schreibst ihr infudiert Michel täglich 100ml - ich nehme mal an subkutan? Läßt er sich das problemlos gefallen oder habt ihr da ein paar Tricks?
Wir infudieren nämlich auch (Sterofundin, zusätzlich gibt's Renes Viscum und Nux vomica), und das geht mal mehr, mal weniger gut...

Viele Grüße,
Silke
 

SandraSana

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Hallo Vilma,

vielen Dank für den Tipp, werde ich gleich mal ausprobieren!

liebe Grüße,
Sandra
 

SandraSana

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Danke!

Hallo Vilma,

vielen Dank für den Tipp, werde ich gleich mal ausprobieren!

liebe Grüße,
Sandra
 

Gela63

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Hallo,

ich wollte kurz berichten....Michels verstopfung haben wir nun gelöst, mit 1 ml Lactulose zweimal täglich...ich verdünne es mit Wasser bis auf 2 ml, dann findet Michel es nicht so ekelig.
Michel ist soweit stabil, er macht nun alle 12 Stunden ein Häufchen, frisst...heute nicht so gut...aber er schläft sehr viel.
Ich denke seit er das Prilium bekommt ist er müder. Wegen dem Prilium habe ich ja jetzt auch so grosse Angst...teilweise bin ich hier fast am durchdrehen....erhöht es den ohnehin viel zu hohen Krea noch weiter und gibt Michel den Rest ????
Heute abend kommt die Täin für eine Blutentnahme her, das erspart Michel die Panik beim Autofahren.
Bis wir dann die neuen Werte haben werde ich am Rad drehen...
Seit gestern infundieren wir morgens und abends je 100 ml, einmal NaCl, einmal Ringer Lsg.
Michel ist ein aussergewöhnlich kooperativer Patient. Allein würde ich die Infusion nicht geben, aber wenn ich die Butterflynadel gesetzt habe lasse ich eine Hand auf der Seite liegen und mein Mann hält die Flasche oder wechselt die Spritzen.
Oft will sich Michel richtig räkeln und sich auf den Rücken drehen...das geht natürlich nicht, aber ich finde die Butterfly wesentlich angenehmer als die Spritzen. Sie sind nicht so lang...können die Katze auch nicht so leicht verletzten wenn sie sich wehren sollte und ich kann damit besser einstechen.

Bitte, bitte, kann mir jemand einmal berichten wie lange es bei Euren Katzen gedauert hat bis sie sich sichtlich wohler gefühlt haben, wieder lebhafter wurden und wann die Werte besser waren ????
Die Täin hat mir Cimetidin gegeben, aber Michel bricht gar nicht...sollte ich es trotzdem geben ???

Zittrige aber dankbare ( für all die Unterstützung !)Grüsse von Angela
 

Cecilia99

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Bitte, bitte, kann mir jemand einmal berichten wie lange es bei Euren Katzen gedauert hat bis sie sich sichtlich wohler gefühlt haben, wieder lebhafter wurden und wann die Werte besser waren ????
Hallo Angela,
da ist natürlich jede Katze anders, aber ich versuche dir einen kurzen Überblick über unsere "Entwicklung" zu geben:
Wir haben Mitte September mit regelmäßigen Infusionen angefangen, der BUN ist schon nach wenigen Tagen *etwas* gesunken, CREA stieg aber weiter (6,99 bei Ref. 1,8 ).
Mitte Oktober ist der CREA auf 5,3 gesunken und die Bereitschaft zum selber fressen stieg langsam an (vorher haben wir sie ausschließlich per Spritze gefüttert). Sie fraß um die 20gr. am Tag, Rest wurde weiter zugefüttert.
Ende November lag der CREA bei 5,08 und sie frißt mal eine halbe, mal ca. zwei Drittel ihres Tagesbedarfs selbsständig.

Richtig mies ging es ihr eigentlich nur ganz am Anfang im August, als sie mit einer schweren Anämie zu kämpfen hatte (da wollte sie eine Praxis auch einschläfern). Nachdem die Blutwerte sich wieder eingekriegt hatten ging es ihr besser - sie fraß bloß weitere 1 1/2 Monate nicht. Im Moment sind ihre Werte ja auch nicht Gold, aber sie springt rum als wäre sie kerngesund, wofür ich sehr dankbar bin.

Alles Gute für euch!
Gruß, Silke
 

Gela63

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Hallo Silke,

danke für Deine Erfahrung !
Wir haben nach einer Woche neue Blutwerte machen lassen um zu sehen ob der Krea unter dem Prilium womöglich steigt.
Hier der Vergleich :
Krea in einer Woche von 4,95 auf 3,8 gesunken
Harnstoff von 46,6 auf 27,6
Wir haben täglich 100 ml infundiert....danach sogar noch 5 Tage 200 ml.
Dazu SUC und Lespedeza gegeben und Prilium angefangen.
So darf es weitergehen.
Leider hat Michel immer noch Schmerzen am Penis, siehe bei Harnwegserkrankungen und ist daher sehr still.....aber Appetit hat er ja die ganze Zeit und frisst sehr gut, kein Erbrechen, die Verstopfung geht auch so.

Liebe Grüsse von Angela
 
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CNI und was noch ??? Vorsicht lang !

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