Chronische Zahnfleischentzündung

Diskutiere Chronische Zahnfleischentzündung im Zähne Forum im Bereich Katzenkrankheiten; firstHallo liebe Katzenfreunde........., Mein Kater Sniffy ( 10 Jahre alt, Maine Coon ) hat schon seit einigen Jahren Probleme mit dem...

flowergirl

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Hallo liebe Katzenfreunde.........,
Mein Kater Sniffy ( 10 Jahre alt, Maine Coon ) hat schon seit einigen Jahren Probleme mit dem Zahnfleisch.Anfangs meinten die Tierärzte man solle warten bis es "akuter" wäre und würde dann mit Cortison behandeln.
Nunja, jetzt IST es akut und wir haben schon sämtliches probiert.
Angefangen von der Bio- Resonanztherapie, Cortison aus der Tier- wie auch aus der Humanmedizin.......... alles blieb erfolglos.
Die Rückschläge waren von Mal zu Mal schlimmer geworden.

Ich habe auch schon mehrfach mit der Tierkommunikatorin gesprochen. Sie wiederum meint, mein Kater würde seine Schmerzen "akzeptieren" .Auf meine Frage hin die Zähne vollständig entfernen zu lassen hat sie gemeint ich solle doch vorher alles probieren.Auch homöopathisch.
Da ich vor einem Dreivierteljahr umgezogen bin( auf die Ostalb )habe ich hier noch keine sooooo gute Adressen was Homöopathie bei Tieren betrifft.

Ich habe hier eine ganz tolle Tierärztin gefunden, die nun ein Mittel ( Name ist mir unbekannt, ist aber eher homöopathischer Natur) direkt an den Schmerzherd ( also in die Kieferseiten )spritzt. Hat ganz gut angeschlagen.Morgen ist der dritte Termin und gestern musste ich leider feststellen, dass er wieder anfängt Blut zu speicheln..........:(
Frage an euch, liebe Katzenfreunde : Habt ihr vielleicht noch eine Idee was man versuchen könnte?
Oder findet ihr die (Not)Lösung alle Zähne entfernen zu lassen als als gar nicht so furchtbar schlimm ??
Wäre toll wenn ihr antworten würdet.........

Lieben Dank,
Silvi und Sniffy :wink:


 
07.01.2007
#1

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Gast

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Zugvogel

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Kürzlich habe ich was von DCA gelesen, es soll sehr gut bei allen Infekten wirken, auch Autoimmunkrankheiten. Die Substanz ist natürlichen Ursprungs.

DCA = Desoxycholsäure

Zugvogel
 

Margit

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Hallo Flowergirl,

ich hätte Dir jetzt Traumeel empfohlen... aber wenn die Erkrankung schon so weit fortgeschritten ist, wird es vermutlich nicht mehr anschlagen...
und ihr habt ja wirklich schon sehr viel versucht...

(Bonnie hat leicht gerötetes Zahnfleisch und seit ich es ihr gebe ist es besser geworden) mein TA sagt auch: früher oder später werden wir wahrscheinlich nicht um eine Behandlung kommen, wenn eine Katze schlechte Zähne hat bzw. zu Zahnbelag neigt (was übrigens sehr viele Miezen -leider- haben) sollte man es (lt. Aussage von 2 TA) solange wie möglich hinauszögern, denn das kommt immer wieder...

Diese Erfahrung habe ich auch mit meinen Sternchen Muschi und Baby-Boy gehabt... als sie in der unumgänglichen Behandlung waren, weil sie das Futter verweigert haben, bekamen sie unter Vollnarkose eine Zahn- bzw. Zahnfleisch Behandlung... der Erfolg war aber nicht von langer Dauer und die Abstände wurden immer kleiner... das Ende vom Lied: alle Zähne bei Muschi mussten raus, Boy blieben noch die "Reisszähne"... und von da an war Ruhe.

Muschi wurde ingesamt 4x und Boy 3x in Vollnarkose gelegt... was für die Körperchen jedesmal eine riesen Belastung war.

An Deiner Stelle würde ich die Zähne von Sniffy ziehen lassen, vorausgesetzt es ist dann wirklich Ruhe (aber das wird Dir niemand garantieren können) denn es ist möglich das es nicht allein an den Zähnen liegt, sondern am Zahnfleisch. Der Kater meiner Freundin hat alle Zähnchen draussen und ist hin und wieder beim TA weil sich sein Zahnfleisch entzündet (die Zahn-OP ist allerdings schon 2 Jahre her). Aber er muss zumindest nicht in Narkose gelegt werden, sondern bekommt "Spritzen" dagegen (welches Mittel weiss ich leider nicht)

Anmerkung: lies Dir das mal durch: https://www.katzen-links.de/katzenforum2/showthread.php?t=84225

Viele Grüße
Margit mit Bonnie
 
Zuletzt bearbeitet:

flowergirl

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Danke für eure Antworten...........

.........genau da liegen meine Zweifel "begraben".
Die Zähne ziehen zu lassen ist ja eine Sache. Ob aber das ganze Dilemma dann ein Ende hätte eine ganz andere.
Schließlich machen die ja keine Probleme sondern das Zahnfleisch........

Schwer finde ich für mich die Entscheidung treffen zu müssen.
Schließlich muss er sich später ohne Zähne durchkämpfen.Und ob er ohne Schmerzen sein wird kann mir niemend garantieren........

Jedenfalls vielen Dank für eure Antworten..........

Liebe Grüsse,;-)
Silvi & Sniffy
 

Margit

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...nochmal kurz:
falls es wirklich nur an den Zähnen liegt...
Muschi, wie gesagt hatte keinen einzigen Zahn mehr, sie futterte TroFu, brachte Mäuse und verspeiste diese... (das Zahnfleisch härtet imens aus) also deswegen musst Du Dir keine Gedanken machen...

aber wie gesagt... es kann auch "nur" am Zahnfleisch selbst liegen...
eine schwere Entscheidung und ich hoffe Du triffst die richtige.

::w
Margit mit Bonnie
 

Kabifra

Gast
Zu Zahnfleischentzündung gibt es hier viele lange Threads, aber das hilft dir momentan auch nicht weiter.

Meine Emily hatte seit ihren Kittentagen eine chronische Zahnfleischentzündung. Erst schob man es auf den Zahnwechsel, dann wurde sie behandelt: die ganze Palette. Homöopathisch, lokale Schmerzmittel, Antibiotika, immunstimulierende Mittel, Cortison usw. Es half nichts. Die Kleine hatte dauernd starke Schmerzen, ihr Zahnfleisch war teilweise blutig offen, sie frass fast nichts mehr. Schließlich hat ihr der TA nach langen Gesprächen mit mir und sorgfältiger Abwägung die oberen Zähne entfernt. Das half etwas, aber unten ging es weiter. Also nach einigen Monaten auch unten alle Zähne raus. Die OPs waren teuer, für Emily (die noch dazu eine chronische Herpesinfektion hat, die dann wieder in Form von Katszenschnupfen aufflammte) waren diese ganzen Behandlungen sicher eine Tortur. Seit drei Monaten hat sie keine Zähne mehr, sie frisst völlig norma, Trofu, Dosenfutter, hat eine gute Verdauung, ist in glänzender körperlicher Verfassung und schmerzfrei. Ihr Zahnfleisch und Gaumen ist entzündungsfrei. Seit sie keine Schmerzen mehr hat, ist sie eine ganz andere Katze geworden.

Es stimmt, die Zahnentfernung ist keine Garantie. Aber willst du deinen Kater für den Rest seines Lebens mit Zähnen, mit großen Schmerzen, Eiterherden, blutigen Stellen und einem angeschlagenen Immusnystem herumlaufen lassen? Denn die Entzündungen und der Eiter, der irgendwann folgt, die ständigen Medikamente und das Cortison belasten den Organismus und das Immunsystem sehr. Außerdem halte ich es für unvertretbar, eine Katze mit dauerhaften starken Schmerzen leben zu lassen.

Letztlich bleibt oft keine andere Wahl als die Operation.

Schreib' doch mal Isis und Fellknäuel eine PN. Sie haben auch beide jeweils eine Katze mit genau derselben Problematik und sehr viel Erfahrung. Sie können dir sicher auch Tipps geben und werden dir wahrscheinlich dasselbe sagen wie ich.

Liebe Grüße

Katharina
 

Nickl

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Hi,

du hast für dein Katerle schon viel getan.

ich schreib jetzt einfach mal dazwischen:
Anfangs meinten die Tierärzte man solle warten bis es "akuter" wäre und würde dann mit Cortison behandeln.
das ist für den Anfang sicherlich ok, wenn man nicht gleich mit AB und Cortison draufgeht

Angefangen von der Bio- Resonanztherapie, Cortison aus der Tier- wie auch aus der Humanmedizin.......... alles blieb erfolglos.
Die Rückschläge waren von Mal zu Mal schlimmer geworden.
hast du eine Ursache für die ZFE ? Herpes, Calici? oder Autoimmun bedingt?

Die Bioresonanztherapie brachte bei uns auch nichts. Wo ich jetzt etwas weitergekommen bin, ist mit Bioresonanzanalyse, da wurde nämlich eine Futtermittelallergie festgestellt und ausser einer Futterumstellung auch homöopathisch behandelt. Das bringt einen kleinen Erfolg, Cortison bekommt mein Kater leider allerdings weiterhin. Es gibt auch verschiedene Arten von Cortison, es kann sein, dass das was ihr versucht habt, evtl. nicht angeschlagen hat.

Bei Herpes z.B. ist Cortison nicht unbedingt das Mittel der Wahl.


Ich habe auch schon mehrfach mit der Tierkommunikatorin gesprochen. Sie wiederum meint, mein Kater würde seine Schmerzen "akzeptieren" .Auf meine Frage hin die Zähne vollständig entfernen zu lassen hat sie gemeint ich solle doch vorher alles probieren.Auch homöopathisch.
ja, die Katzen können die Schmerzen ganz gut verstecken und auch lernen damit zu leben, aber die Lebensfreude ist sehr eingeschränkt.

Ich hatte damals auch unendlich viel in Zusammenarbeit mit TÄ und Homöopathen herumprobiert, ja, es war eigentlich nur probieren, da die TÄ teils einfach ins Blaue hineinbehandelt haben.:? und das über fast zwei Jahre hinweg, das würde ich nie wieder tun. :(

Im März 2006 habe ich, nach einem TA-Wechsel, meinem Kater die Backenzähne entfernen lassen, dort ist die Entzündung nun komplett verschwunden. Die Zähne sassen übrigens auf Eiter und MUSSTEN unbedingt raus, der Kleine muss ziemliche Schmerzen gehabt haben. Der andere TA hat mich immer wieder hingehalten und vom Zähneziehen abbringen wollen, aber wir hätten das nie in Griff bekommen. ich bin wirklich sehr froh über diesen Schritt, mein Nickl hat danach auch eine ganz neue Lebensfreude an den Tag gelegt. Wie ausgewechselt.
Leider, nur die Entzündung im Rachen (Stomatitis) bekommen wir nicht ganz weg, deshalb die Weiterbehandlung mit dem Cortison. Aber die Zahnreihen, bzw. das Zahnfleisch dort sind nun entzündungsfrei.

Meinem Streuner habe ich auch dieses Jahr ein paar Zähne rausmachen lassen, ihm geht es nun auch viel besser. Das Zahnfleisch ist bei ihm durch diese "Aktion" auch entzündungsfrei geworden.

Du könntest untersuchen lassen, was die Ursache für die ZFE ist, z.B. Abstrich, Gewebebiobsie, Bioresonanzanalyse.

Wie hast du denn das Cortison bisher geben müssen? Depotspritzen haben bei Nickl auch nicht so gut gewirkt, eine tägliche Gabe mittels Tabletten spricht besser an, da der Cortisonspiegel im Körper immer gleich hoch ist.
Eine "Alternative" zu Cortison ist noch Ciclosporin, es fährt das Immunsystem aber komplett runter und hilft auch nicht bei jeder Katze. Ich habe mich damals dagegen entschieden.

Ich würde bei meinen Katzen, wenn ich wieder zu entscheiden hätte, nicht mehr lange zögern, sondern wieder die Zähne rausmachen lassen, wenn ein homöopathischer Ansatz nichts hilft.

So, wie Katharina schon schrieb, es ist keine Garantie, dass mit der Zahnentfernung die Entzündung verschwindet, aber sie wird auf jeden Fall besser.

Es gibt noch die Möglichkeit mit Interferon, aber ich weiss keine Katze, bei der es wirklich geholfen hätte.

liebe Grüße
Silvia
 

flowergirl

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Dankeschön für euer Interesse.....

Es fällt mir wirklich leichter über dieses leidvolle Thema nachzudenken, nachdem ich eure Antworten und Erfahrungsberichte lesen konnte.......
An dieser Stelle nochmals vielen Dank für eure Hilfe.:lol:

Wenn man diesbezüglich noch keine Erfahrungen machen konnte ist es nämlich schwer abzuwägen. Vor allem entscheidet man nicht für sich selbst sondern für einen sehr liebgewonnenen Stubentiger.........

Aber wenn ich eure Stimmen so höre scheint es doch gar nicht sooooo unmenschlich zu sein einige, bzw. alle Zähne entfernen zu lassen.
Mal sehen was meine TÄ morgen zum momentanen Zustand sagt.

Einen schönen Rest- Sonntag wünschen euch allen
Silvi & Sniffy
 

Nickl

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Wenn man diesbezüglich noch keine Erfahrungen machen konnte ist es nämlich schwer abzuwägen. Vor allem entscheidet man nicht für sich selbst sondern für einen sehr liebgewonnenen Stubentiger.........

Hallo,

das stimmt. Mir ging es damals genauso. Mir hat auch jemand, der schon viel Erfahrung auf dem Gebiet hat, dazu geraten, den TA zu wechseln und die Option Zähneziehen wirklich ernsthaft ins Auge zu fassen. Da bin ich heute noch sehr dankbar für diesen Rat.

liebe Grüße und alles Gute für den morgigen TA-Besuch
Silvia
 
mortikater

mortikater

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Liebe Silvi,

ich habe sieben Katze, vier davon mit Immunschwäche (drei Maine Coons, ein Hauskater). Diese vier haben sich jahrelang mit schrecklichen Zahnfleischentzündungen gequält. Tom, der Hauskater hat eine Gingivitis/Stomatitis mit Wucherungen im Rachenbereich, die drei Coonies Gingivitis. Speziell die kleine Naomi hatte einen lebenslangen Horrortrip hinter sich. Nur AB, Cortison, AB, Cortison. Nichts half, auch keine Interferonbehandlung. Es waren nicht die Zähne, es war das Zahnfleisch.

Naomi war unterernährt, panisch, ständig auf der Flucht vor mir wegen der Tabletten, sie hatte eitrigen Speichel, so sah auch das Fell aus.

Im August haben alle vier die Zähne rausbekommen. Tom, Mika und Marnie alle Zähne bis auf die unteren Reißzähne, bei Naomi war gar nichts mehr zu machen. Den drei Maine Coones geht es seitdem wunderbar. Besonders die kleine Naomi kann endlich essen, hat ein bißchen zugenommen und ein schönes Fell. Man merkt den Katzen überhaupt nicht an, daß sich für sie irgendetwas verändert hat, nur wenn sie Gras fressen wollen, klappt das leider nicht mehr...

In dem Bereich, wo bei Tom die Zähne waren, ist das vorher blutrote Zahnfleisch jetzt schön rosa, im Rachenbereich, wo die Wucherungen weggeschnitten worden sind, ist es noch rot, das wird wohl so bleiben.

Insgesamt kann ich nur sagen, ich bin froh, diesen Schritt getan zu haben. Man hat als Mensch erst so einen Widerwillen gegen so eine radikale Maßnahme, aber ich wünschte bei Naomi hätte ich es schon viel früher gemacht, ich hätte der Katze viel Leid erspart.
 
Isis

Isis

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Liebe Silvi,

ich kann Deine Zweifel gut verstehen. Ich habe auch lange gezögert, Chicas Zähne ziehen zu lassen, ich habe so ziemlich alles durchprobiert, was auf dem Markt war, weil ich nicht einsehen wollte, einer damals noch nicht einmnal einjährigen Katze alle Zähne zu ziehen.

Bei Chica hat nichts geholfen, selbst Cortison hat nur ihre Schmerzen gelindert, aber das Zahnfleisch war immer kirschrot.

Den ersten Termin im Mai letzten Jahres habe ich dann abgesagt, weil ich Panik hatte, obwohl ich von vielen hier aus dem Forum wußte, dass das Zähne Ziehen geholfen hat.

Wir haben dann einen letzten Versuch mit Atopica (Ciclosporin) gestartet.

Die Zähne wurden Chica dann am 29.06.06 gezogen. Am 15.06. haben wir Chicas ersten Geburtstag gefeiert.

Bei der über 3-stündigen OP kam heraus, dass es allerhöchste Eisenbahn war: unter den Zähnen war alles vereitert und selbst der Knochen war bereits deformiert und musste wieder in seine alte Form gebracht werden.

Es war also die absolut richtige Entscheidung, im Gegenteil, heute mache ich mir Vorwürfe, dass ich vorher soviel herumexperimentiert habe, anstatt zu handeln. Ich habe zwar nur das beste gewollt, aber es war nicht unbedingt das Beste.

Wie geht es Chica heute - ein halbes Jahr später?

Es geht Chica viel besser als vorher, sie hat wieder ein lebenswertes Katzenleben, obwohl sie mit Sicherheit nicht schmerzfrei ist. Ihr Zahnfleisch ist nach wie vor dunkelrot und entzündet, sie bekommt täglich Cortison. Aber im Vergleich zu vorher geht es ihr gut. Sie wird nie so sein wie eine nicht kranke Katze, sie hat sich ziemlich zurückgezogen und beobachtet, hin und wieder spielt sie auch, aber selten.

Ich habe der Maus irgendwann sozusagen in ihre kleine Pfote versprochen, dass ich sie nicht mehr mit Experimenten quälen werde, sie bekommt Cortison, wohlwissend um die Nebenwirkungen bei Langzeitgabe. Aber die Nebenwirkungen für ihre Katzenseele bei weiteren Experimenten wären durchaus größer.

Zitat von flowergirl:
Habt ihr vielleicht noch eine Idee was man versuchen könnte?
Oder findet ihr die (Not)Lösung alle Zähne entfernen zu lassen als als gar nicht so furchtbar schlimm ??
Es gibt bestimmt noch das eine oder andere, was Du versuchen könntest. Aber ich bin der Überzeugung, dass das Ziehen der Zähne alles andere als eine Notlösung ist, auch wenn an den Zähnen nichts dran ist, wie Du schreibst. Das Problem ist aber, dass das Immunsystem des Körpers bei dieser starken Entzündung gegen die Zähne arbeitet und sie irgendwann abstossen wird. Und solange die Zähne drin sind, wird sich das Zahnfleisch auf Dauer nicht beruhigen.

Leider gehört meine Chica zu den wenigen Katzen, bei der das Zähne Ziehen nicht so geholfen hat, wie ich es mir gewünscht hätte. Trotzdem geht es ihr besser als vorher, wir haben uns beide arrangiert, auch mit der täglichen Tablettengabe. Sie vertraut mir wieder nach langer Zeit, und kommt inzwischen hin und wieder sogar mal zu mir ins Bett!
 
mortikater

mortikater

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Liebe Simone,

Ich habe der Maus irgendwann sozusagen in ihre kleine Pfote versprochen, dass ich sie nicht mehr mit Experimenten quälen werde, sie bekommt Cortison, wohlwissend um die Nebenwirkungen bei Langzeitgabe. Aber die Nebenwirkungen für ihre Katzenseele bei weiteren Experimenten wären durchaus größer.
Das hast Du sehr schön geschrieben, bin sehr gerührt.

Tom ist ja mehrfach geschlagen, er hat außer der Gingivitis/Stomatitis auch noch Asthma und Fellprobleme. Er bekommt eine halbe Predni alle drei Tage, also eine sehr geringe Dosis bei 7,8 kg Körpergewicht. Da er sehr lange anfallsfrei war, wollte ich auch noch mal einen Versuch machen, das Cortison auszuschleichen. Nach zwei Wochen war da wieder so ein häßliches Atemgeräusch und Hustenanfälle. Habe schleunigst wieder mit dem Cortison angefangen und mir geschworen, keine Experimente mehr zu machen. Also er muß auch damit leben, auch im Hinblick auf eventuelle spätere Probleme, sonst ist gar kein vernünftiges Leben möglich. Ohne Cortison sabberte er auch wieder.

Alles Gute für Dich und Deine süße Bande -
 
Isis

Isis

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Er bekommt eine halbe Predni alle drei Tage, also eine sehr geringe Dosis bei 7,8 kg Körpergewicht. Da er sehr lange anfallsfrei war, wollte ich auch noch mal einen Versuch machen, das Cortison auszuschleichen. Nach zwei Wochen war da wieder so ein häßliches Atemgeräusch und Hustenanfälle. Habe schleunigst wieder mit dem Cortison angefangen und mir geschworen, keine Experimente mehr zu machen. Also er muß auch damit leben, auch im Hinblick auf eventuelle spätere Probleme, sonst ist gar kein vernünftiges Leben möglich. Ohne Cortison sabberte er auch wieder.

Genauso erging es uns auch. Ich dachte, alles läuft gut, gibst mal weniger Cortison. Das ging dann leider nur kurze Zeit gut, und wir waren wieder bei einer hohen Dosis inkl. AB, weil Chica sich eine Sekundärinfektion eingefangen hat.

Das soll und darf mir nicht mehr passieren.
 

flowergirl

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Uff,.....zum grossen Glück alles gutgegangen.....!!!

Hallo Ihr lieben Katzenfreunde..................,

einige von Euch haben mir und meinem Katerchen vor ca. 14 Tagen sehr geholfen.
Nochmals vielen lieben Dank für Eure Berichte und Erfahrungen !!! :-):-)
Es ging um die grundsätzliche Entscheidung Zahn OP ja oder nein.
Nun, in unserem Fall war es nach vielen, vielen Versuchen mit anderen Methoden wirklich der allerletzte Weg.......
Dennoch hab´ich mich schwergetan einer totalen OP zuzustimmen.
Allein Eure positiven Gedanken haben mir die tiefe Scheu und Angst vor diesem Schritt genommen.

Nundenn, es ging im Grunde alles recht schnell.........
Ich musste Mo zur TÄ, und die bestätigte meine Vermutung, dass das derzeitig gespritzte Medikament nicht mehr wirkte und alles Zahnfleisch rot bis dunkelrot gefärbt war......mir kamen fast die Tränen, als ich das wieder sah .........man stelle sich die Schmerzen vor , die mein Katerchen haben musste......
Kurzentschlossen haben wir dann auf den folg. Fr einen OP Termin in der Klinik vereinbart.
Die OP dauerte wohl über 3 Std, ALLE Zähne, auch die 4Canina mussten raus............seufz.............
Am nächsten Tag erst durften wir ihn wieder abholen , und da entdeckte ich Zuhause diesen verrutschten Antibiotikadepot-Sack, der ihm links fast auf dem Boden hing................:|
Aber es klärte sich am gleichen Abend noch auf.War also nicht weiter schlimm und ist jetzt auch vollkommen verschwunden.

Meinem Sniffy ging es schon nach 1,2 Tagen überraschend gut ( zum Glück!!!),
dieses pürierte Kafu hat er allerdings total verachtet. Hatte aber immer Hunger.
Also hab´ich ihm ganz kleine Bröckchen geschnitten , die er dann anfangs sehr zaghaft, dann aber immer gieriger gefressen hat.
Heute, 1 Woche noch der OP frisst er fast ganz normal. Sein Zahnfleisch ist heute rosarot.........:lol::lol::lol:
Ich bin so froh, dass es ihm besser geht.
Seine "kleine Depression" ( schliesslich hat er ja keine Zähne mehr, und das als schöner Kater ) ist hoffentlich auch bald vollends abgeklungen.....

Also alles in allem war es wirklich das Beste für ihn und allen die ein ähnliches Problem mit ihrem Liebling haben,sollten die Zahn OP nicht in weite Ferne schieben.

Mit lieben Grüssen an Euch alle........,
einen guten Wochenstart wünschen Euch ::w

Silvi & Sniffy
 
Isis

Isis

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Hallo Silvi,

schön, dass alles so gut geklappt hat.

Du wirst sehen, Dein Katerchen wird auch ohn Zähne ein wunderhübscher, stolzer Kater sein.
Und vor allem: schmerzfrei und glücklich!
 

Nickl

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Hallo,

das freut mich für dich und deinen Sniffy.
Dein Sniffy wird auch ohne Zähne ein hübscher Kater sein, Hauptsache ist doch, gesund und schmerzfrei.

alles Gute weiterhin

liebe Grüße
Silvia
 

fenneke

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Hallo liebe Katzenfreunde,

mein erster beitrag ist leider eher traurig. soeben war ich mit meinem mainecoon katerchen bei meiner sehr guten ta. kaum den mund geöffnet wurde das ehlend sichtbar. sie meinte er habe chronische granulomatose, also chronische zahnfleischentzündung. alles kirschrot und ein paar eitrige stellen. blue ist gerade mal 1,5 jahre alt. nachdem ich von euch gelesen habe, dass das zähneziehen der letzte aber wirklich hilfreiche weg sei, bin ich sehr pessimistisch gestimmt. blue hat eine cortisonspritze bekommen. in vier wochen soll ich noch einmal zur nachuntersuchung vorbeikommen. nun frage ich mich, macht es wirklich sinn sich auf eine lange odyssee mit cortison und arztbesuchen vorzubereiten, oder sollte man sich gleich mit einer op anfreunden. er ist sehr schüchtern, allein der besuch beim arzt versetzt ihn in regungslose angst. cortison, kontrolle, cortison, kontrolle. all dies würde ich ihm gerne ersparen. gibt es denn eine wirkliche chance mit cortison, oder läuft es zwangsweise auf zahnausfall oder op hinaus? die ta meinte, dass sie ihm ungern in seinem alter die zähne ziehen möchte, da die wurzeln scheinbar intakt seien. erst möchte sie abwarten und beobachten.

:cry:

danke

fenneke
 
Isis

Isis

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Hallo fenneke,

erst einmal herzich willkommen hier im Forum!

Also, wenn Ihr noch gar nichts gemacht habt, würde ich nicht sofort die Zähne ziehen.

Ich würde erste einmal versuchen, die Ursache für die Entzündung zu ermitteln.

Es gibt ja durchaus noch andere Mittel als Cortison, und ich finde es schon sehr heftig, dass Deine TÄ die Behandlung sofort mit Cortison beginnt. Das war für uns die allerletzte Möglichkeit.

Ist Blue auf FIP und FIV getestet?

Falls nicht, sollte das zuerst einmal stattfinden.

Hat Blue Zahnstein? Wenn ja, entfernen lassen.

Dann würde ich eine Gewebeuntersuchung in Auftrag geben, um festzustellen, ob Blue Calici oder Herpes hat. Hier könnten dann Mittel wie Traumeel oder L-Lysin sinnvoll sein.

Wurde Blues Entzündung bereits schon einmal mit einem Antibiotikum behandelt? Das muss meiner Meinung nach sein, da er bestimmt auch eine Sekundärinfektion hat.

Vielleicht genügt eine Zahnreinigung und ein AB und Blue hat erst einmal wieder Ruhe?

Man könnte auch noch einen Immunstatus bestimmen, um festzustellen, ob es sich vielleicht um eine Autoimmunerkrankung handelt.

Ich würde die Untersuchungen sicherlich nicht überstrapazieren, wenn ich noch einmal vor der Frage stünde, aber ich würde definitiv auch nicht als allererstes die Zähne ziehen!
 
mortikater

mortikater

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Hallo Fenneke,

grundsätzlich würde ich Simone in allem zustimmen, was sie geschrieben hat. Es ist sicher richtig, das Zähneziehen als letzte Option ins Auge zu fassen.

Andererseits hat meine Naomi einen vierjährigen Leidensweg hinter sich gebracht. Wir hatten alles hinter uns, immer wieder AB und Cortison. Zwei Wochen Behandlung, nach einer Woche war alles beim alten. Auch eine Interferon-Behandlung hat nichts gebracht.

Naomi ist sehr klein, ich weiß nicht, ob sie dadurch im Wachstum zurückgeblieben ist oder ob das genetisch bedingt ist. Sie ist eine Maine Coone und sieht aus wie eine kleine Perserkatze, wog im Sommer 3,2 kg. Das schlimmste war, daß sie mich durch die ganze Quälerei als ihren Erzfeind sah, sie ist ein Leben lang vor mir geflüchtet. Heute habe ich sie gewogen, sie hat seit der Zahn-OP 800 g zugenommen und hat ein hübsches rundes Bäuchlein. Das schönste ist, daß sie in den letzten Monaten zutraulicher geworden ist und jetzt zum Schmusen und Kraulen kommt.

Ich bereue es echt, die OP nicht früher gemacht zu haben.

Ich würde die Schritte unternehmen, die Simone Dir genannt hat, aber wenn Du damit keinen Erfolg hast, warte nicht so lange wie ich. Und wenn Du Dich dazu entschließen solltest, hab keine Angst und sei nicht traurig. Für die Katze kann es ein echter Segen sein, siehe oben, ein Leben ohne Schmerzen.
 

fenneke

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Vielen Dank für die Antworten!
@Isis
Ich hatte meine TÄ auch gefragt, ob gleich der `Cortisonhammer` nötig sei, da ich selbst solche Medikamente als letztes einnehmen würde. Sie meinte jedoch, dass der Zustand sehr schmerzhaft für Blue sei. Bei jedem Biss würde er sicherlich leiden. Dies habe ich die letzten Tage selbst beobachten müssen. Er rannte in freudiger Erwartung zum Fressnapf, jedoch fraß er dann wenig. Anfangs dachte ich seine Liebe zu seinem Lieblingsessen hat sich geändert, jedoch verhielt er sich bei vielen unterschiedlichen Sorten gleich.
Auf FIP und FIV wurde getestet, zum Glück nichts! Von Zahnstein war keine Spur zu sehen. Dein Hinweis auf Callci und Herpes untersuchen zu lassen, finde ich gut und werde es auch machen. Er wurde bisher noch nicht mit AB behandelt, meinte die Dame, von der wir Blue haben. Die TÄ meinte sofort, dass es eine Autoimmunerkrankung sei. Ich konnte mir auch nicht erklären, wie sie so schnell eine Diagnose stellen konnte. Um dies zu klären werde ich sein Blut untersuchen lassen.

@mortikater
Der Leidensweg von Naomi geht schon beim lesen ins Mark.
Wir haben Blue erst seit zwei Monaten. Er ist sehr,sehr scheu und traut sich erst in der Nacht unter dem Schrank hervor. Dann ist er jedoch der größte Schmuser, den ich je kennenlernen durfte. Anfangs dachte ich, er sei nur extrem verschüchtert und ich müsste (wie beim kleinen Prinzen und dem Fuchs) lange gedult haben. Wir haben ihm auch ein eigenes kleines Zimmer zum eingewöhnen eingerichtet. Er machte jedoch nur winzige Schritte nach vorn. Zwei vor, einen zurück. Mittlerweile glaube ich, dass Blue von Anfang an gelitten hat und daher so ängstlich ist. Diesbezüglich werde ich die Vorbesitzerin zur Rede stellen. Da sie meinte, dass Blue extrem ängstlich sei und von dem anderen ranghöheren Kater unterdrückt wurde. Leider muss ich vermuten, dass er sich bei ihr versteckt hielt, weil er vermutlich krank war. Sollte dies so gewesen sein, wäre das schändlich!
Blue soll nicht einen langen Leidensweg beschreiten. Sollten die Medikamente nicht helfen, werde ich schneller einer OP zustimmen.
 
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