Bösartiger Tumor im Brustkorb

  • Ersteller des Themas Desin
  • Erstellungsdatum

Desin

Registriert seit
08.02.2018
Beiträge
36
Gefällt mir
0
Liebe Katzenfreunde

Ich habe mich nun aus einem traurigen Grund registriert. Ich habe zwei Katzen, Balu und Anubis. Ein Geschwisterpäärchen, männlich und weiblich. Sie sind mittlerweile vier Jahre alt. Als Kätchen wurde bei Ihnen FIV diagnostiziert. Nichtsdestotrotz behielten wir sie und lebten in der ständigen angst, das virus würde ausbrechen. Sie hielten sich super und waren zwei süsse, dickliche katzen. Letztes Jahr hiess es beim tierarzt vielleicht hätten sie das virus gar nicht, da sie so munter seien.ich wollte keine weiteren tests, um mit dem funken hoffnung zu leben, sie hätten es nicht.
Nun, das weibchen nahm im letzten Jahr ab (von 5.8 kilo auf 5.1). Das gefiel mir bereits nicht. Vor ein paar wochen habe ich dann am brustkorb eine feste,
knochige ausbuchtung entdeckt. Es war zu beginn schwierig dies vom brustkorb auseinanderzuhalten. Ich ging zum tierarzt, dann der Schock. Verdacht auf ein fibrosakrom. Ich war ausser mir, da meine Katze immernoch verspielt, gesellig und normal gegessen hat. Die Puntion ergab ein zwiespältiges resultat, da es scheinbar wenig Zellen enthielt. War also nicht eindeutig ein fibrosakrom, obwohl die tierärztin weiterhin davon ausging. Nach dem Schock das röntgenbild, der tumor ist so gross, das er bereits die lunge gegen das zwerchfell drückt. Laut der tierärztin hätte ich sie sofort einschläfern sollen, da sie ansonsten erstickt. Ich habe dies nicht übers herz gebracht, da sie ja noch so fit ist. Ich kann das wirklich noch nicht, bitte verurteilt mich deswegen nicht. Ich bin seit dem nur noch am heulen. Sie ist so ein soziales kätzchen, meine süsse neugierige prinzessin. Auch ihr brüderchen wird mir so leid tun, ich kann sie nicht ansehen, ohne gleich in tränen auszubrechen.
Ich habe nun für nächste woche einen weiteren termin in der tierklinik. Mein wunsch ist es, den tumor herauszuoperieren. Da es wahrscheinlich ein gewebetumor ist, der infiltriert hat, geht es mir leider nicht mehr um die vollständige heilung, sondern zeit zu gewinnen. Ich will sie noch ein paar monate bei mir haben. Ich habe mich noch gar nicht vom schock erholt, dass sie einen bösartigen tumor hat, schon muss ich damit zurecht kommen, sie würde nicht am krebs sondern aufgrund von atemnot sterben. Mit dem wegoperieren des tumors erhoffe ich mir, zeit zu gewinnen und sie etwas besser atmen zu lassen. Sie hechelt nicht, sie schnappt nicht nach luft, daa einzige was daraufhin deutet, das sie mühe am atmen hat, ist die bauchatmung v.a. bei aufregung.
Hat jemand solch ähnliche erfahrungen??
Und wie soll ich damit umgehen, wenn es soweit ist?? Ich habe damals meinem 18jährigen kater an alterschwäche und Niereninsuffizienz verloren,und bin durch die hölle.
Was mache ich dann mit der zweiten katze? Sie wird doch auch traurig sein?
Ich kann nicht glauben, dass alles so aussiechtslos erscheint!
Mein letztes fünkchen hoffnung ist es, dass die katze operiert werden kann, und dass man sieht, dass es vielleicht doch nur ein gutarriger tumor war. Ich glaube ich halte es nicht aus 😭
 
08.02.2018
#1

Anzeige

Guest

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
romulus

romulus

Registriert seit
09.04.2007
Beiträge
16.340
Gefällt mir
12
Ach wie schrecklich!
Unbedingt eine Zweitmeinung, das wäre meine erste Handlung!
Vll. ist der Tumor operabel!
Hast Du eine gute TK in der Nähe?
 

Desin

Registriert seit
08.02.2018
Beiträge
36
Gefällt mir
0
Ich wohne in der schweiz und ja, zum glück habe ich hier in der nähe eine tierklinik. Der termin ist aber erst am dienstag. Ich bange die ganze zeit. Zum glück habe ich ferien, den ich trau mich gar nicht nach draussen zu gehen. Möchte die ganze zeit bei meinem kätzchen sein.
 
ChicadelaPalma

ChicadelaPalma

Registriert seit
01.08.2009
Beiträge
5.282
Gefällt mir
38
Wieso erst Dienstag?
Mach mal Terror. Das geht gar ncht.
 

Bejo

Guest
Ich komme auch aus der Schweiz und habe bei beiden TK mit meiner Katze gute Erfahrungen gemacht ( Nasentumor)

http://www.aoicenter.ch --> sind vor allem auf Krebserkrankungen ausgerichtet

http://www.tierspital.uzh.ch/de/kleintiere.html --> haben auch eine sehr gute Onkologie und gleichzeitig die Möglichkeit bei Bedarf noch andere Fachgebiete beizuziehen.

Es gibt noch andere Möglichkeiten einen Tumor im palliativen Sinne noch etwas im Schach zu halten. Wäre dies bei deiner Katze möglich, würde ich dies vermutlich bevorzugen. Ein chirugischer Eingriff wie du dir vorstelltst, erscheint mir (zu?) sehr belastend.

Und hier noch ein Gedanke... Lebensqualität steht bei meinen Überlegungen immer vor Lebensquantität... auch wenn es noch so weh tut.

Ich hoffe mit dir und deiner Katze und wünsche dir alles Gute.
 
Zuletzt bearbeitet:

Desin

Registriert seit
08.02.2018
Beiträge
36
Gefällt mir
0
So, gestern hiess es in der Tierklinik, dass eine OP nicht in Frage kommt, da die katze nur schon eine längere Narkose vielleicht nicht überleben würde. Ausserdem müsste fast der gesamte Brustkorb entfernt werden.
Der Tierarzt meinte jedoch, so lange die katze essen etc würde, solle man sie doch noch nicht einschläfern (klang wesentlich beruhigender als die Erstmeinung, eo wir sie schon seit einer Woche nicht mehr hätten). Der Zustand könne sich jedoch auch schnell ändern.
Als Option wurde di bestrahlung in Hünenberg genannt. Wir werden dort ein CT machen und hoffentlich direkt mit der Bestrahlung anfangen. Dies sei jedoch nur palliativ, um die lebensqualität einigermassen zu erhalten. Die katze habe sich an die atmung gewöhnt. Ich bin zutiefst traurig, da sie erst 4 Jahre alt iszlt und solch eine Kämpferin. Ich bang jeden tag um sie.
 

Desin

Registriert seit
08.02.2018
Beiträge
36
Gefällt mir
0
@Bejo
Herzlichen Dank für deine Info. Du hast bereits geahnt, dass es nichts wird mit der OP und die beiden Optionen erwähnt.
 

waldi

Registriert seit
18.11.2005
Beiträge
6.784
Gefällt mir
7
stimmt schon, vier Jahre ist noch sehr jung:cry:
Ich kann Dir bzw. Deiner Maus nur alles Gute wünschen:|
 

Bejo

Guest
Hallo Desin

Dein Kätzchen (wie heisst es eigentlich) ist noch so jung und so eine Diagnose ist brutal und unfair. Trotz allem Schmerz sollten wir aber nicht vergessen, dass für Tiere die Lebenjahre keine Relevanz haben. Für sie ist ein schönes und liebevolles Leben das Wichtigste und genau dies hat es doch bei dir.

Ich kann gut nachvollziehen, dass sich dein Kätzchen noch nicht schwer tut mit der Atmung. Da der Tumor langsam genug gewachsen ist, konnte es sich wohl an das verminderte Lungenvolumen gewöhnen. Gleichzeitig ist es (wie du selber schreibst) wichtig zu wissen, dass es dann doch schnell und plötzlich zu einem Erstickungsgefühl kommen kann.

Mit Hünenberg hast du eine fachlich und menschlich sehr gute TK an deiner Seite. Ich habe mich dort sehr gut aufgehoben gefühlt. Notiere dir all deine Fragen und Ängste. Sie werden diese sorgfältig und ehrlich beantworten und mit dir zusammen angehen.

Vielleicht könnte auch Cortison das Tumorwachstum noch etwas vermindern und gleichzeitig ein Teil einer möglichen Schmerztherapie sein, welche ich auch als einen wesentlichen Teil einer palliativen Behandlung sehe.

Ich drücke euch fest die Daumen für das CT und hoffe auf eine Behandlung welche auf Lebensqualität aufgebaut ist und euch noch eine schöne gemeinsame Zeit beschert.
 
Zuletzt bearbeitet:

Desin

Registriert seit
08.02.2018
Beiträge
36
Gefällt mir
0
Herlichen dank bejo!!!
Ich hoffe der CT ist nicht nochmals eine riesen schlechte nachricht, da ich dies nicht mehr aushalten würde. Bis jetzt war es ja eine aneinanderreihung von hiobsbotschaften. Ich hoffe sehnlichst dass ich sie so lange wie möglich bei mir habe!
Manchmal habe ich das gefühl, dass sie nur wegen mir am kämpfen ist, aus liebe, weil sie spürt dass ich noch nicht loslassen kann. Sie folgt mir nämlich immernoch überall hin und wälzt sich wenn ich mit ihr rede 😢😞
 

Bejo

Guest
Ich denke schon, dass sie deine Traurigkeit spürt. Auch wenn ich mit dir hoffe und euch eine Diagnose, welche noch für eine ganze Weile gut händelbar ist wünsche... versuche stark zu sein. Lieben heisst auch loslassen können. Deine Katze darf natürlich kämpfen... aber meiner Meinung nach nicht um den Preis, dass sie dafür für dich leiden muss. Ich hoffe du bist mir meiner ehrlichen Gedanken wegen nicht böse.

Alles Liebe für dich und deine Katze!
 

Desin

Registriert seit
08.02.2018
Beiträge
36
Gefällt mir
0
Nach dem Besuch in Hünenberg, weiss ich nun, dass nichts mehr zu tun ist. Ein CT wurde nicht gemacht, da es aufgrund der narkose, riskant gewesen wäre. Die Bestrahlung geschieht ebenfalls unter narkose und die Dosis müsste so hoch sein, dass es mehr schaden als nutzen bringen würde.
Es erfolgte ein ultraschalluntersuch, und festgestellt, dass der tumor auch flüssigkeit bildet. Die flüssigkeit wurde herausgepumpt,und cortison verabreicht. Ich fühlte mich gut aufgehoben und die leute waren unglaublich einfühlsam und freundlich.
Ich habe den abend damit verbracht zu weinen. Den es wird nicht mehr lange gehen. Mein kätzchen atmet nach dem auspumpen etwas leichter und isst wieder mehr, aber die flüssigkeit wird sich wieder ansammeln und der tumor wird wachsen. Das problem, oder das versammte pech ist, dass der tumor nicht nur nach aussen wächst, sondern sich auch im inneren ausbreitet. Es tut mir unglaublich leid und es fühlt sich an, als habe wäre ich gänzlich gescheitert. Ich kann sie nur noch unter tränen ansehen und wache angstvoll über ihr.
Ich werde versuchen, die zeit mit ihr noch zu geniessen, wobei die zeit hier zugleich mein grösster feind ist.
 

Bejo

Guest
Danke, dass du hier trotz deinem Schmerz noch weiter berichtest. Ich hätte von dir so gerne eine bessere Nachricht gelesen. Es tut mir sehr leid.

Wirst du weiterhin durch das Team in Hünenberg medizinisch betreut/menschlich begleitet? Bekommt sie noch Medikamente im palliativen Sinne?

Es ist einfach so traurig. Ich sende dir ein grosses Paket Kraft, damit auch du (ich denke deine Katze kann dies solange sie keine Beschwerden hat sowieso) die verbliebene Zeit noch ganz eng verbunden geniessen kannst.

Edit; dass du gescheitert bist denke ich keinesfalls. Katzen sind "ganz einfach" Weltmeister im Verbergen von Beschwerden. Achte bitte auch deswegen gut auf Atembeschwerden-Symptome.
 
Zuletzt bearbeitet:

Nika

Registriert seit
21.09.2003
Beiträge
8.170
Gefällt mir
1
Lies Dir bitte unsere Geschichte durch:

Mein geliebter Hund Bambi (ein Rottweiler/Stafford-Mix) erlitt aus heiterem Himmel eine Harnröhrenverlegung. Erst dachte ich, sie hätte einen Blasenstein, der die Harnröhre blockiere. Sie wurde untersucht, es wurde tatsächlich ein kleiner Blasenstein beim Ultraschall in der Blase festgestellt.

Sie bekam ein Medikament, dass die etwas verdickte Blasenwand zum Abschwellen brachte, des Weiteren etwas zum Ansäuern, da Struvitkristalle im Urin gefunden wurden und es ging ihr für 3 Wochen wieder gut. Alles war wieder normal. Mein Hund war damals 8 Jahre alt, sie sah aus wie das blühende Leben.

Nach diesen drei Wochen erlitt sie ihre zweite Harnröhrenverlegung. Auch hier war ich noch optimistisch und dachte, jetzt ist der Stein so klein geworden und hängt in der Harnröhre fest. Erneut Klinik, Ultraschall – der Stein schwamm jedoch noch in der Blase herum. Weitere Diagnostik wurde gefahren – erschütterndes Ende vom Lied – Übergangsepithelkarzinom in der Harnröhre. Inoperabel. Alternative: Chemo mit sehr vorsichtiger Prognose.
Bis das Karzinom und das Gewebe drum herum durch das Humanpräparat in der Harnröhre abschwoll, musste ich 2 Mal täglich mit ihr zur Blasenpunktion in die Klinik. Die haben dort noch nie so einen tapferen Hund erlebt. Diese eine Woche, bis sie wieder selbst Urin lassen konnte, hat sie sich bei den dortigen Ärzten in alle Herzen gezaubert. Ich war für einen kurzen Moment wieder glücklich.

Zwar konnte sie jetzt wieder Pipi machen, dafür machte der Magen nach ein paar Tagen nicht mehr mit – massive Blutungen. Die Prognose – ganz schlimm. Absetzen der Chemo – keine weitere Behandlungsansätze, sie bekam jetzt hoch dosiert Cortison gespritzt, damit das Gewebe nur langsam wieder anschwoll, soff dadurch wie ein Pferd und ich musste permanent die wieder abgegebene Urinmenge im Verhältnis zur aufgenommenen Menge messen, um sicherzustellen, dass genügend Flüssigkeit wieder aus ihr rausfloss. Jeder Tag, an dem genügend Urin aus ihr floss, war ein toller Tag. Jeden Abend dankte ich Gott für diesen geschenkten Tag mit meinem geliebten Hund. Jedes Mal, wenn Pipi kam und die Menge passte für die nächsten 4 Stunden, freute ich mich wie blöd mit meinem Hund.

Weitere 4 Wochen wurden mir so mit meinem Hund geschenkt. Ich habe damals nach der schlimmen Prognose sofort meinen Jahresurlaub genommen, unsere Zeit ganz intensiv miteinander verbracht. Sie war so glücklich, immer am Strahlen, wir kamen uns unendlich nahe. Wir hatten eine ganz besonders innige Mensch-Hund-Beziehung.
Zum Weinen bin ich wirklich manchmal in den Keller gegangen, damit mein Hund nur ja nicht spürt, wie verzweifelt ich doch war. Über wirklich jeden ml Urin war ich happy. Wir waren so viel in der Natur. Ich konnte sie ja jetzt auch nicht mehr lange alleine lassen, da ich immer die Blase im Focus haben musste, die entlastet werden musste. Also waren wir viel unterwegs.
Nach eben dieser vier Wochen von jetzt auf gleich wurden die Urinmengen weniger, der Hund musste wieder vermehrt pressen. Zeigte sich aber wie sonst – unbeschwert und so unendlich glücklich. Sie vertraute mir ja – ich hatte es ja auch bisher immer gut wieder hingekriegt.

Sonntagsmorgens kam dann nichts mehr, auch Kot konnte sie da nicht mehr absetzen. Es war vorbei. Ich konnte die immer dicker werdende Blase fühlen. Ich hasste diesen gemeinen Tumor so sehr. Ich hatte so eine Panik auf einmal, dass die Blase platzt, mein geliebter Hund leiden müsste, alles zu lange dauert. Und sie hat mich nur angestrahlt und war so voll unendlichem Vertrauens. Ich war ihr Ein und Alles. Und sie meines. Auf mich hat sie sich immer verlassen können.
Meine TÄin war sofort bereit, in die Praxis zu kommen. Sie kannte meine Bambi von Welpenbeinen an und für sie war sie eine der wenigen Hunde, die ihr auch gefühlsmäßig nah kommen durfte. So saßen wir beide in der Praxis, mein Hund spielte mit seinem Lieblingspüppchen mal mich, mal sie an und es gab keine Alternative mehr.

Ich lachte und herzte sie, aber mein Herz schrie – jetzt wirst Du Deinen Hund töten lassen. Liebevoll setzten wir uns zu ihr auf den Boden, sie ließ sich kommentarlos die Narkosespritze setzen, lehnte ihr Köpfchen mal an mich, mal an meine Tierärztin. Mir und auch ihr liefen so schlimm die Tränen, und ich herzte sie, küsste sie. Dann kuschelte sich Bambi eng an mich, legte ihren Kopf auf mein Bein, schaute mich noch einmal erstaunt an, und schlief ein.
Sie hat mir so vertraut. Ich habe im Auto meinen unendlichen Schmerz rausschreien müssen. Ich dachte, ich werde vor Schmerz verrückt, mein Herz zerreisst. Eben noch hat sie mit uns gespielt, und jetzt ist ihre Seele aus dem Körper, der langsam kalt und fest wird.

Warum ich Dir das alles schreibe ? Ich dachte auch, ich sei gescheitert. Ich dachte auch, hätte ich die Chemo doch weiter gemacht, vielleicht hätten die Magenblutungen ja aufgehört. Hätte ich mehr machen können ? Ich habe sie belogen, um sie dann zu töten.

Heute, mit längerem Abstand wundere ich mich über meine wochenlang anhaltende Kraft. Meinen Optimismus, nur damit mein Hund die letzten Tage unbeschwert erleben kann. Heute weiß ich, ich habe genau richtig gehandelt. Die Zeit mit ihr genossen, ihr keine Angst mit meinen Gefühlen gemacht. Bis vor kurzem hielt ich mich noch für schwach, aber ich war unheimlich stark. Weil ich dieses Wesen so sehr liebte. Also mache Dir keine Vorwürfe, sondern sauge die gemeinsame Zeit, die Euch noch bleibt, tief in Dich auf. Damit Du noch lange Zeit die Nähe Deines geliebten Tieres spüren kannst.
Ich wünsche Dir die gleiche Kraft, die ich damals von meinem Hund und seiner Liebe geschenkt bekam. Alles, alles Gute Dir und Deinem samtpfotigen Schatz.
 

Bejo

Guest
Danke für deine traurige und wunderschöne Geschichte einer unendlichen und wunderbaren Liebe Nika. Eure gemeinsame Zeit und der Weg des Loslassens berühren mich sehr.
 

Desin

Registriert seit
08.02.2018
Beiträge
36
Gefällt mir
0
Ich danke euch von ganzen Herzen für eure lieben worte!!!!
@bejo: sie hat cortison erhalten, dass für 2 wochen ausreichen sollte. Ich hab dann gefragt, ob wir in 2 wochen erneut für das auspumpen und das cortison kommen sollen. Dann der schlag: sie wolle mir keine falschen hoffnungen machen, es könnte dann schon vorüber sein 😭😟. Ich wollte dies hier gar nicht reinschreiben, weil mir die ehrlichen aber doch einfühlsamen worte, unglaublich angst machen.
Sie läuft mir, seit sie ein kätzchen ist, immer nach. Wenn ich am duschen bin sitzt sie auf der geschlossenen kloschüssel, beobachtet mich, sitzt auf der wanne, wenn ich mir die zähne putze, ist am morgen die erste, die mir entgegenläuft und mit mir spricht. Das tut sie alles immer noch...

@nika: es hat mir das herz zerissen, deinen text zu lesen. Ich musste unglaublich weinen, weil ich jedes einzelne wort so gut nachvollziehen kann. Du hast deinem hund ein wunderschönes und liebevolles leben geschenkt, und einen seeligen und glücklichen abschied, auch wenn es für dich so unglaublich schwierig war! Du hast gebangt und gekämpft.. und die liebe lässt einem so situationen mit kraft überstehen!!!
 

Bejo

Guest
So eine grosse Nähe. Deine Liebe wird das Abschiednehmen mit grossem Herzschmerz, aber auch mit sehr viel Kraft überstehen.

Ich denke an euch 😔
 
Tina2014

Tina2014

Registriert seit
14.05.2014
Beiträge
6.115
Gefällt mir
15
Jetzt brauchte ich erstmal ganz schnell ein Taschentuch :cry::cry::cry:

Zwei so traurige Schicksale, das Kätzchen ist erst vier Jahre alte und schon so krank:cry::cry::cry:. Und Moni, Deine Geschichte ist einfach nur zum Mitweinen:cry::cry::cry::cry: Unglaublich, dass ein Tier so krank sein kann und noch spielt und kuschelt und, und...

Dir Desin, wünsche ich alle Kraft der Welt, es wird sicher eine sehr schwere, aber auch sehr intensive Zeit für Euch werden. Mit meinem Speedy war es auch so, er hatte auch Krebs und lebte nach einer Woche in der Tierklinik noch vier Wochen, in denen wir wussten, dass es nicht mehr lange gut geht:cry:.

Nun hat auch mein Nino so eine schlimme Diagnose bekommen:cry:.

Aber Deine Maus ist noch dazu soooo jung :cry::cry: Es tut mir unendlich leid ::knuddel::knuddel

Traurige Grüße.
 

Desin

Registriert seit
08.02.2018
Beiträge
36
Gefällt mir
0
Ich glaube, heute muss ich sie erlösen.
Seit einer woche versuche ich zwanghaft sie zum essen zu bringen. Ich gebe ihr aufbaufutter, und alles mögliche. Sie isst nur ganz wenig und wiederwillig. Trinken tut sie kaum noch was und zum kisten läuft sie auch nicht mehr. Sie versteckt sich und verkriecht sich seit twei tagen nur noch. Ich beobachte sie dabei, wie sie schnell aus einem versteckt kommt und bereits zum nächsten springt. Ich kann es nicht mehr aushalten. Letzte nacht habe ich nicht geschlafen und mir gerungen, ob ich es heute mache. Wenn sie mich mit ihren grossen kulleraugen anschaut, wage ich nicht mal daran zu denken. Doch dann wenn sie ihr köpfchen zur seite dreht, wenn ich mit futter komme, halte ich es nicht mehr aus.
Ich nehme an, es ist so was von an der zeit, nicht wahr? 😞 Ich konnte nicht glauben, dass es so schnell gehen wird. Nach dem Auspumpen des wasser legte sich die atmung ein wenig, weshalb ich mir blöderweise wieder hoffnung gemacht habe. Doch jetzt scheint der krebs sie mir wegzufressen. Ich denke die ganze zeit daran, was für eine tolle katze sie war. Wie sie mit ihrem spielzeug gespielt hat,morgens gemauzt, immer vor der tür gewarte, wenn ich nachhause kam. Und jetzt sehe ich sie wie sie sich verkriecht und versteckt. Morgen werde ich mein kätzchen nicht mehr haben ... Der gedanke bringt mich um. Vor 2 monaten war alles noch in ordnung und sie hat wie verrückt mit meinen haargummis gespielt. Ich hatte in meinem Leben leider schon viele Verluste, seien es Menschen oder Tiere. Dass mich das so aus der bahn wirft mag vielleicht verrückt wirken, aber es ist wieder mal ein zusätzliches Datum, das ich mir schmerzlich in erinnerung halten werde. Ausserdem hatte ich nur tiere, zu denen ich eine unglaubliche nähe und verbindung hatte.
Ich werde es kaum aushalten über sie in der vergangenheitsform zu reden. Mich packt auch die wut, weil ich es so unglaublich unfair finde, dass sie so jung so was schreckliches hat und nichts tun war, obwohl ich bereit gewesen wäre alles zu tun. Ich würde auch jetzt sie alle 3 stunden füttern, zum klo bringen, zum tierarzt rennen.. aber es bringt alles nichts mehr.. und für sie ist es nur eine qual. Ich tue diesen schritt nur ihr zu liebe, weil sie es verdient hat, nicht noch mehr zu leiden,abzumagern, .. sie war eine katze voller mitgefühl und würde. Ich versuche mir einzureden, dass dies das einzige was ich noch aus liebe tun kann. Und mir.. mir wird es schrecklich weh tun. Ich werde morgen bereits bereuen, diesen schritt gegangen zu sein, weil ich sie noch im arm halten könnte und sie vielleicht doch noch nicht so weit war.
 

Ähnliche Themen


Stichworte

,

kätzchen tumor rechte seite

,

youtube ängstliche katze augentropfen

,
d mannose bei katzen
, wie lange braucht eine katzen blase um gefüllt zu sein
Seitenanfang Unten