Blutverdünner bei RCM ja oder nein?

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dickerkater

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Hallo liebe Foris,

ich hatte ja schon einmal berichtet hier, dass mein Kater Tiger diese Herzerkrankung RCM hat.
Er bekommt regelmäßig Tabletten für sein Herz, für die Entwässerung und Blutverdünner.
Das klappt auch recht gut die Kardiologin hat ihn gut eingestellt.
Zusätzlich leide er mit einem Nasenloch an einer Rotznase. Beim niesen kommt immer
eine Eiterfahnenn mit. Habe ich alles auch schon behandeln lassen ist aber sehr hartnäckig.

Vorigen Monat nun habe ich den reinsten
Horrerfilm erlebt.
Tiger hatte ab ca 15.00Uhr plötzlich Nasenbluten was nicht mehr aufhörte.
Direkt zur Ortsansässigen Tierheilpraktikerin bei der ich einen ganze Stunde mit ihm war.
Sie gab ihm den Blutstiller den auch die Tierärzte verwenden. Es hörte nicht auf.
Er musste ständig niesen dementsprechend sah dann auch meine Wohnung aus.
Teilweise kamen dicke Blutspfrofen heraus. Als dann die Blutung bis ca. 17,00 Uhr anhielt bin ich
mit ihm in die Klinik. Habe mir nachher Vorwüfe gemacht, dass ich nicht direkt in die Klinik bin.
Dort hat man ihn dann über Nacht und auch noch am nächsten Tag dort behalten.
Sie haben die Blutung zum Stillstand gebracht und dann noch Antibiotika für die Nase bekommen.
Ferner wurden der Blutverdünner abgesetzt.

Dank des Antibiotika sieht die Nase heute super aus etwas feucht noch das wird er auch behalten
aber er niest keinen Eiterfahnen mehr raus.

Nun bin ich jedoch unsicher ob ich ihm den Bluverdünner wieder geben soll obwohl sich
das Blutgerinsel im linken Vorhof aufgelöst hat.
Die Heilpaktiker meine nein, die Tierärzte sagen vorbeugen damit sich keine neuen
Gerinsel bilden ja.
Ich weiss nun echt nicht was ich machen soll. Tiger hat nun länger keine Blutverdünner bekommen und
es geht ihm gut.

Wer hat da Erfahrung und vielleicht einen Rat für mich?

Danke Euch im Voraus.

Liebe Grüße an alle Foris
 

zizah

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Und meine Antwort nochmals an dieser Stelle, hier ist Deine Frage auch in der richtigen Rubrik:
Alle 72 h eine Viertel ASS 100, das ist die gängige Dosis in der kardiologischen Praxis bei herzkranken Katzen. Alle 3 Tage deshalb, weil es bei Katzen die „Abbaudauer“ ist. Plavix enthält Clopidogrel als Wirkstoff, also ein Blut-Plättchenhemmer. Es gibt wohl mittlerweile eine Studie, die belegt, dass herzkranke Katzen unter Clopidogrel eine längere Überlebenszeit hatten als ohne. Die Frage, ob man prophylaktisch Blutverdünner bzw. Plättchenhemmer einsetzt, sollte jedoch der Kardiologe nach Echo-Befund und Schweregrad und individuellem Thrombose-Risiko entscheiden! Im Echo sieht der versierte Kardiologe, ob bereits Verwirbelungen zu sehen sind, auch die Vorhofgröße ist ein Marker für die Thrombus-Gefahr. (Und Tiger hatte doch bereits einen Thrombus im Vorhof, oder?) Natürlich besteht dann ein gewisses Risiko für Blutungen, auch im Magen, aber da muss der Kardiologe Nutzen und Risiko abwägen. Wenn die TÄ die Blutverdünnung bei Tiger verordnet hatten, würde ich das nach diesem Zwischenfall mit dem schlimmen Nasenbluten nun keinesfalls eigenmächtig absetzen. Pänki hat jahrelang ASS bekommen und niemals eine Blutung gehabt. Bitte auf die Kardiologen hören, Elfi!!
 

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