Blinde und Alte Katze einschläfern?

Diskutiere Blinde und Alte Katze einschläfern? im Katze im Alter Forum im Bereich Katzen allgemein; Hey, mein Name ist Nikolas, bin 17 Jahre alt und trage eine enorme Bürde. Meine Katze Toffi ist nun 15-17 Jahre alt (alter ist leider unbekannt...

PROPHETnik

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Hey,
mein Name ist Nikolas, bin 17 Jahre alt und trage eine enorme Bürde. Meine Katze Toffi ist nun 15-17 Jahre alt (alter ist leider unbekannt, da sie aus dem Tierheim ist) und war von einem Tag auf den anderen komplett blind. Wir beobachteten ihr tollpatschiges Verhalten und brachten sie zum Tierarzt, der sagte, dass
es das beste wäre, sie einzuschläfern.
Die Frage ist nun ja oder nein.
Ich habe mir schon öfters den Kopf zerbrochen und komme zu keiner Entscheidung. Einerseits verstehe ich die Meinung des Arztes. Toffi ist schlagartig blind geworden und hatte keine Zeit sich dran zu gewöhnen. Ebenfalls findet sie nicht ihre Toilette was dazu führt, dass sie in ihren eigenen Urin tritt und sie das höchstwahrscheinlich nicht mag. Es ist nicht nur ein Stress für sie sondern auch für mich und es macht mich fertig. Eigentlich bin ich nicht so der emotionale Typ aber dieses Thema beschäftigt mich so sehr, da sie ein Teil von mir ist.
Anderseits ist es meine Katze. Ich liebe sie wirklich sehr und sehe sie nicht als Haustier sondern als Familienmitglied an. Ich möchte nicht dafür verantwortlich sein sie einschläfern zu lassen, denn vielleicht möchte sie weiterhin leben. Sie frisst und trinkt aber bewegt sich kaum, weint und ihre gesamt Körpersprache ist einfach nicht positiv.
Ich weiß nicht mehr weiter
 
18.11.2021
#1

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MinjaundJimmy

MinjaundJimmy

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Herzlich Willkommen Nikolas,

puhhh, mir sind jetzt fast die Tränen gekommen, da mich deine Zeilen sehr berühren...
Weiß man denn, wieso sie so schnell komplett erblindet ist, ich dachte bisher, dass ist eher ein schleichender Prozess?
Seid wann ist sie blind?
Wenn ich mir vorstelle, von einem Tag auf den anderen nichts mehr zu sehen, dass wäre eine Katastrophe.
Wichtig ist, alles so stehen zu lassen wie es zuvor war und ggf. noch ein Klo aufzustellen und sie hinzuführen.
Auch der bisherige Tagesablauf sollte bestehen bleiben, damit sie eine Struktur in ihrem Leben behält.
Im Prinzip muss man eine erblindete Katze nicht einschläfern, ich denke bei euch kommt es darauf an, wie lange es schon her ist.
Wenn es erst kürzlich passiert ist, musst du ihr bitte einen längeren Zeitraum der Umgewöhnung geben....

Wenn es schon länger her ist, macht mich dieser Satz nachdenklich:

bewegt sich kaum, weint und ihre gesamt Körpersprache ist einfach nicht positiv.
 
Kevins Mutti

Kevins Mutti

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Eine plötzliche Erblindung kann wohl auch durch erhöhten Blutdruck ausgelöst werden. Bin mir unsicher ob das wieder besser wird wenn der Blutdruck gesenkt wird aber ich würde empfehlen auf jeden Fall mal Blutdruck zu messen.
Wurde denn sonst was untersucht? Blutbild oder so?
Also ich würde auf jeden Fall erstmal Ursachensuche betreiben.
Wie lange ist sie denn schon Blind? Eine gewisse Zeit würde ich ihr schon geben sich an den Zustand zu gewöhnen. Wenn es gerade erst passiert ist, heißt es ja nicht dass sie sich mit mehr zeit nicht dran gewöhnt. Viele Katzen kommen damit ja recht gut klar.
Drück euch die Daumen 🤞 und hoffe du berichtest weiter.
 

PROPHETnik

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Der Arzt sagte, dass es durch erhöhten Blutdruck passiert ist und ihre Netzhaut sich komplett abgebaut hat. Er hat uns Blutdrucktabletten mitgegeben. Diese zeigten jedoch keine Wirkung. Ihre Erblindung ist ca. 2-3 Wochen her
 

PROPHETnik

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ich habe sie in der Küche untergebracht, da es mir zu gefährlich erscheint sie im 2 stöckigen Haus alleine rumlaufen zu lassen. Ich habe ihr ein Handtuch mit Toilette in die Küche gestellt.
Ich hoffe wirklich, dass sie sich daran gewöhnt und von selbst loslassen kann, denn ich könnte es mir nicht verzeihen, sie einschläfern zu lassen
 

PROPHETnik

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Eine plötzliche Erblindung kann wohl auch durch erhöhten Blutdruck ausgelöst werden. Bin mir unsicher ob das wieder besser wird wenn der Blutdruck gesenkt wird aber ich würde empfehlen auf jeden Fall mal Blutdruck zu messen.
Wurde denn sonst was untersucht? Blutbild oder so?
Also ich würde auf jeden Fall erstmal Ursachensuche betreiben.
Wie lange ist sie denn schon Blind? Eine gewisse Zeit würde ich ihr schon geben sich an den Zustand zu gewöhnen. Wenn es gerade erst passiert ist, heißt es ja nicht dass sie sich mit mehr zeit nicht dran gewöhnt. Viele Katzen kommen damit ja recht gut klar.
Drück euch die Daumen 🤞 und hoffe du berichtest weiter.
Der Arzt sagte, dass es durch erhöhten Blutdruck passiert ist und ihre Netzhaut sich komplett abgebaut hat. Er hat uns Blutdrucktabletten mitgegeben. Diese zeigten jedoch keine Wirkung. Ihre Erblindung ist ca. 2-3 Wochen her
 
lux aeterna

lux aeterna

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Selbst spät erblindete Katzen muss man nicht einschläfern; ich habe einige Erfahrung mit blinden Tieren, und meine Katze Moira ist im Alter von 16 Jahren erblindet. Ältere Tiere haben größere Mühe, sich daran zu gewöhnen, weil z.T. auch das Hören und Tasten nicht mehr so scharf funktioniert, aber sie gewöhnen sich dran.

Eine Netzhautablösung ist leider nur zu einem frühen Zeitpunkt reversibel - ihr solltet jedoch ein Blutbild erstellen lassen, evtl. bei einem anderen TA, da sie u.U. eine chronische Niereninsuffizienz (CNI) hat, die leider häuig auftritt bei Katzen und die u.a. erhöhten Blutdruck nach sich zieht. Eine CNI gehört unbedingt behandelt!

Nun zum Umgang mit ihr:

Für blinde Tiere ist es wichtig, dass die Umgebung sich nicht oft ändert, also Möbel nicht ständig umgestellt werden etc. Sie merkt sich ihre Pfade mit der Zeit, und wird damit immer sicherer- das klappt natürlich nicht, wenn Stühle etc. auf einmal da stehen, wo sie vorher nicht standen etc. Besonders am Anfang sollte alles am Platz bleiben, bis sie sich wieder sicher fühlt.

Wenn Du in der Nähe bist und merkst, dass Toffi z.B. unruhig ist und etwas zu suchen scheint, wie Napf oder Toilette, kannst Du ihr helfen, indem Du sie mit Stimme leitest, am besten klopfst Du dabei auch mit dem Finger auf den Fußboden, so hört und spürt sie die Richtung.

Sie wird erblindet nut noch auf Möbel springen, die sie mit den Vorderpfoten abtasten kann, um zu wissen, wie hoch sie sind. Sie wird unsicher sein, wenn sie wieder runterspringen will, weil sie ja den "Abgrund" nicht sieht, aber auch da wird sie sicher werden, wenn die Gegenstände ihr vertraut sind.

Zur Toilette: Moira hat manchmal auch nicht mehr getroffen, nachdem sie erblindet war. Bei ihr war es aber auch ein Zeichen von Stress, das passierte nie, wenn sie sich im Raum sicher fühlte.

Ganz wichtig! Niemals brennende Kerzen oder andere Feuerquellen in ihrer Nähe, blinde Katzen haben kein Gespür mehr dafür, wie nah "zu nah" bei Feuer ist.

Versuch ihr Sicherheit zu geben, sie wird auf Deinen Stress gestresst reagieren. Kopf hoch, das wird schon noch!
 
lux aeterna

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P.S: Es ist gut, dass Du sie in einem Geschoß untergebracht hast, Treppen sind für späterblindete Katzen schwierig, und wenn es eine offene Treppe ist, mit Lücken zwischen den Stufen, sogar eine Todesfalle wegen der potentiellen Absturzgefahr.
 

PROPHETnik

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Selbst spät erblindete Katzen muss man nicht einschläfern; ich habe einige Erfahrung mit blinden Tieren, und meine Katze Moira ist im Alter von 16 Jahren erblindet. Ältere Tiere haben größere Mühe, sich daran zu gewöhnen, weil z.T. auch das Hören und Tasten nicht mehr so scharf funktioniert, aber sie gewöhnen sich dran.

Eine Netzhautablösung ist leider nur zu einem frühen Zeitpunkt reversibel - ihr solltet jedoch ein Blutbild erstellen lassen, evtl. bei einem anderen TA, da sie u.U. eine chronische Niereninsuffizienz (CNI) hat, die leider häuig auftritt bei Katzen und die u.a. erhöhten Blutdruck nach sich zieht. Eine CNI gehört unbedingt behandelt!

Nun zum Umgang mit ihr:

Für blinde Tiere ist es wichtig, dass die Umgebung sich nicht oft ändert, also Möbel nicht ständig umgestellt werden etc. Sie merkt sich ihre Pfade mit der Zeit, und wird damit immer sicherer- das klappt natürlich nicht, wenn Stühle etc. auf einmal da stehen, wo sie vorher nicht standen etc. Besonders am Anfang sollte alles am Platz bleiben, bis sie sich wieder sicher fühlt.

Wenn Du in der Nähe bist und merkst, dass Toffi z.B. unruhig ist und etwas zu suchen scheint, wie Napf oder Toilette, kannst Du ihr helfen, indem Du sie mit Stimme leitest, am besten klopfst Du dabei auch mit dem Finger auf den Fußboden, so hört und spürt sie die Richtung.

Sie wird erblindet nut noch auf Möbel springen, die sie mit den Vorderpfoten abtasten kann, um zu wissen, wie hoch sie sind. Sie wird unsicher sein, wenn sie wieder runterspringen will, weil sie ja den "Abgrund" nicht sieht, aber auch da wird sie sicher werden, wenn die Gegenstände ihr vertraut sind.

Zur Toilette: Moira hat manchmal auch nicht mehr getroffen, nachdem sie erblindet war. Bei ihr war es aber auch ein Zeichen von Stress, das passierte nie, wenn sie sich im Raum sicher fühlte.

Ganz wichtig! Niemals brennende Kerzen oder andere Feuerquellen in ihrer Nähe, blinde Katzen haben kein Gespür mehr dafür, wie nah "zu nah" bei Feuer ist.

Versuch ihr Sicherheit zu geben, sie wird auf Deinen Stress gestresst reagieren. Kopf hoch, das wird schon noch!
Vielen Dank für die Worte. Ich werde mein Bestes geben und alles umsetzten :)
 

PROPHETnik

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Herzlich Willkommen Nikolas,

puhhh, mir sind jetzt fast die Tränen gekommen, da mich deine Zeilen sehr berühren...
Weiß man denn, wieso sie so schnell komplett erblindet ist, ich dachte bisher, dass ist eher ein schleichender Prozess?
Seid wann ist sie blind?
Wenn ich mir vorstelle, von einem Tag auf den anderen nichts mehr zu sehen, dass wäre eine Katastrophe.
Wichtig ist, alles so stehen zu lassen wie es zuvor war und ggf. noch ein Klo aufzustellen und sie hinzuführen.
Auch der bisherige Tagesablauf sollte bestehen bleiben, damit sie eine Struktur in ihrem Leben behält.
Im Prinzip muss man eine erblindete Katze nicht einschläfern, ich denke bei euch kommt es darauf an, wie lange es schon her ist.
Wenn es erst kürzlich passiert ist, musst du ihr bitte einen längeren Zeitraum der Umgewöhnung geben....

Wenn es schon länger her ist, macht mich dieser Satz nachdenklich:
Der Arzt sagte, dass es durch erhöhten Blutdruck passiert ist und ihre Netzhaut sich komplett abgebaut hat. Er hat uns Blutdrucktabletten mitgegeben. Diese zeigten jedoch keine Wirkung. Ihre Erblindung ist ca. 2-3 Wochen her
 
MinjaundJimmy

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Das ist gut gemeint, aber ich würde ihr das gesamte UG zur Verfügung stellen, denn genau dieses Einsperren, könnte für noch mehr Stress sorgen...
Ich würde mich auch beraten lassen für geeignete Bachblüten für Tiere, damit kann man ihr diese schweren Zeiten ggf. auch erleichtern, vor allem bzgl. des Stresses....
 
Borathos

Borathos

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Hi Nikolas, herzlich willkommen hier zu diesem traurigen Anlass !

Ich wünsche euch beiden das Allerbeste aber würde dir raten dass du die Zeit die du mit deiner Katze noch hast innig nützt ! Achte auf die Körpersprache und den Gemütszustand deiner Katze , als Faustregel würde ich sagen wenn es noch mehr gute als schlechte Tage für deine Katze gibt dann brauchst du sie noch nicht erlösen , wenn sich das Blatt aber wendet dann zögere - ihr zuliebe , nicht mehr zu lange , Leid hat kein Lebewesen verdient und schon gar keines das man lieb hat und einen fast das ganze Leben begleitet . 😿
Bei meinem 18 jährigen Blindgänger war es so dass er sich nach ein paar Tagen damit abgefunden hat aber seine Lebensqualität war halt sehr eingeschränkt und nach drei Wochen hat er mir gezeigt dass er nicht mehr wollte und konnte (er wurde aber nicht wegen Blutdruck sondern langsamen Nierenversagen blind) .
Es geht nicht mehr ums Buch der Rekorde dass man einen neuen Lebensjahr Rekord mit einer Katze knackt , es geht nur mehr um Lebensqualität für dein Tier . Toffi wird es dir danken !
 

PROPHETnik

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Hey,
danke für die ganzen lieben Antworten. Es hat sich wirklich gut angefühlt es mal loszulassen. Toffi findet ab und zu die Toilette und darauf bin ich stolz. Sie frisst und trinkt ebenfalls und es passt alles. Jedoch hat meine Mutter einen Termin beim Tierarzt vereinbart. Über was genau geredet wird, weiß ich nicht aber ich denke über Toffi natürlich und ihre Lebensumstände. Meine Mutter ist stetig dafür sie einzuschläfern und übt unnormalen Druck auf mir aus. Dies hat zwar hier in einem Katzenforum nichts zu suchen aber darüber anonym zu reden und ebenfalls mit Leuten, die mir zuhören erleichtert es mir damit umzugehen. Meine Mutter lässt vieles an mir aus. Nicht physisch aber psychisch. Ich kann es ihr nie recht machen und Schuld trage immer ich. Einmal ging es so weit, dass sie mir drohte Toffi einschläfern zu lassen, wenn ich mich gehen COVID-19 impfen lasse, obwohl dies zwei komplett belanglose Dinge sind. Ich hab aber immer mein bestes getan, um es zu ignorieren und irgendwie klappts immer.
Wie gesagt ist meine Mutter der festen Entscheidung Toffi einschläfern zu lassen und mein Mitspracherecht wird erst rentabel sein, wenn ich ihr zustimme.
Ich wollte es einmal mit Katzenwindeln ausprobieren und ob Toffi sich dran gewöhnt aber meine Mutter meint, dass sei Tierquälerei, denn es sagte der Arzt.
Ob und was, geschweige denn wie viel ich machen kann, steht in den Sternen geschrieben. Ich kann nur abwarten
 
BlueCatWomen

BlueCatWomen

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Hallo Nikolas,

auch psychisch ausgeübten Druck ist Gewalt! Gemein, subtil, furchtbar schmerzhaft, brennt sich tief in eine junge Seele und hinterlässt empfindliche Narben. Ich kann Deine persönliche Situation von hier aus nur schwer beurteilen, aber ich erkenne zwischen den Zeilen einen grossen Leidensdruck. Ganz salopp würde ich Dir empfehlen: "Nimm Deine Katze und such das Weite!" Mir ist bewusst, dass Du mit Deinen 17 Jahren in einem engen Abhängigkeitsverhältnis zu Deiner Mutter stehst und meine Empfehlung, einen gesunden Abstand zu suchen, kaum zu realisieren ist. Steck jetzt bloss nicht den Kopf in den Sand, prüf Deine Möglichkeiten, such Dir Unterstützung! Vielleicht gibt es in Deinem Umfeld eine Vertrauensperson, mit der Du Dein Problem thematisieren kannst. Ich weiss nicht, ob Du Deiner Katze noch helfen kannst, aber bitte hilf Dir selbst und werde aktiv!

Wenn es Dir in diesem doch sehr öffentlichen Rahmen zu persönlich werden sollte, stehe ich Dir gerne auch via PN zur Verfügung...
 
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PROPHETnik

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Hallo Nikolas,

auch psychisch ausgeübten Druck ist Gewalt! Gemein, subtil, furchtbar schmerzhaft, brennt sich tief in eine junge Seele und hinterlässt empfindliche Narben. Ich kann Deine persönliche Situation von hier aus nur schwer beurteilen, aber ich erkenne zwischen den Zeilen einen grossen Leidensdruck. Ganz salopp würde ich Dir empfehlen: "Nimm Deine Katze und such das Weite!" Mir ist bewusst, dass Du mit Deinen 17 Jahren in einem engen Abhängigkeitsverhältnis zu Deiner Mutter stehst und meine Empfehlung, einen gesunden Abstand zu suchen, kaum zu realisieren ist. Steck jetzt bloss nicht den Kopf in den Sand, prüf Deine Möglichkeiten, such Dir Unterstützung! Vielleicht gibt es in Deinem Umfeld eine Vertrauensperson, mit der Du Dein Problem thematisieren kannst. Ich weiss nicht, ob Du Deiner Katze noch helfen kannst, aber bitte hilf Dir selbst und werde aktiv!

Wenn es Dir in diesem doch sehr öffentlichen Rahmen zu persönlich werden sollte, stehe ich Dir gerne auch via PN zur Verfügung...
hey
vielen Dank für deine Antwort. Empathie in solch einer Situation zu zeigen ist kompliziert ich verstehe das. Ich würde gerne mit Toffi weglaufen und irgendwo leben, jedoch geht es nicht. Ich mache gerade mein Abitur und meine Entscheidungen treffen meine Eltern. Eine Vertrauensperson habe ich nur leider wohnt sie nicht in der Nähe. Sie ist sowas wie eine Brieffreundin nur auf Social Media. Den Abstand habe ich schon aufgebaut. Ich wollte schon ein normales Mutter Sohn Verhältnis aber nun habe ich eine Art Schutzwall aufgebaut und agiere mit meiner Mutter nur wenn ich muss. Sie ist an sich keine schlimme Frau. Sie gibt mir viele Freizeiten und sorgt sich um das Finanzielle. Ich glaube, dass sie aber einfach nicht weiß, wie sie mit mir umgehen soll. Aber naja ich ziehe bald aus, da ich nach meinem Abitur eine Ausbildung anfangen werde
 
BlueCatWomen

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Hallo Nikolas,

Weglaufen ist nicht wirklich eine Lösung des Problems und solange Du Deine Füsse unter ihren Tisch setzt, wird Deine Mum auch viele Entscheidungen treffen. (Es gibt da so einen blöden Spruch, den auch ich mehr als einmal gehört habe und ich bin nicht grundlos mit 16 daheim ausgezogen...) Aber Du bist jetzt in einem Alter, wo auch sie akzeptieren muss, dass Du persönliche Entscheidungen triffst. Pass einfach nur auf, dass Du Deinen "Schutzpanzer" auch wieder ablegen kannst und Dir der Zugang zu Deinen Emotionen erhälst. Bei den meisten jungen Erwachsenen wird das Verhältnis zu den Eltern, nach dem Auszug, etwas entspannter. Für das Abitur und die bevorstehende Ausbildung drücke ich Dir ganz fest die Daumen.

Mein Angebot, via PN Kontakt zu mir zu halten, bleibt selbstverständlich erhalten.

Gruss BlueCatWomen Antje
 
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PROPHETnik

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Hallo Nikolas,

Weglaufen ist nicht wirklich eine Lösung des Problems und solange Du Deine Füsse unter ihren Tisch setzt, wird Deine Mum auch viele Entscheidungen treffen. (Es gibt da so einen blöden Spruch, den auch ich mehr als einmal gehört habe und ich bin nicht grundlos mit 16 daheim ausgezogen...) Aber Du bist jetzt in einem Alter, wo auch sie akzeptieren muss, dass Du persönliche Entscheidungen triffst. Pass einfach nur auf, dass Du Deinen "Schutzpanzer" auch wieder ablegen kannst und Dir der Zugang zu Deinen Emotionen erhälst. Bei den meisten jungen Erwachsenen wird das Verhältnis zu den Eltern, nach dem Auszug, etwas entspannter. Für das Abitur und die bevorstehende Ausbildung drücke ich Dir ganz fest die Daumen.

Mein Angebot, via PN Kontakt zu mir zu halten, bleibt selbstverständlich erhalten.

Gruss BlueCatWomen Antje
hey
danke für deine Glückwünsche. Das Wegrennen ist für den Moment entspannend aber auf langzeit wirkt es sich negativ aus. Ich plane bald auszuziehen, denn weiterhin hier zu leben macht einen fertig. Oft fühlt es sich so an, dass ich nur gut bin, wenn ich Haushaltsaufgaben mache. Doch sogar wenn ich es mache, muss ich mir Standpauken anhören, was für ein schlimmer und schlechter Sohn ich sei und wie toll die Söhne von ihren Freundinnen sind. Es schmerzt wirklich immer mit anderen verglichen zu werden und wenn ich dann mal gegenspreche ist entweder mein Laptop oder meine PS4 weg. Heute hat sie sich wieder aufgeregt, dass Toffi in die Küche gepinkelt hat und ließ es an mir aus. Ich habe ihr versucht zu erklären, dass es nun so ist und ich das jeden Tag wegputze. Als antwort bekam ich nur *das ist mir egal. Wenn der Arzt sagt, dass ihr Leben nicht mehr rentabel ist, werden wir sie einschläfern*. Ich frage mich, wie kaltherzig man um das Leben eines Tieres agieren kann. Das hat mich schon beschäftigt und mir wieder den Abend versaut. Deswegen habe ich beim Abwasch ein bisschen geseufzt. Daraufhin sagt sie *geh mir jetzt nicht auf die Nerven*. Was soll ich denn machen? Ich bin ihr Boxsack an dem sie ihren gesamten Frust auslässt und meine Gefühle sind ihr egal. Ebenfalls hatte sie vor kurzem Geburtstag und ich habe sie mit einem Kuchen überrascht. Später konnte ich mir anhören, dass ich lieber hätte Blumen kaufen sollen, da sie nicht so viel Süßzeug mag. Bei solchen Sachen denke ich mir einfach, dass ein Danke einfach reichen würde. Meine Mutter ist überfordert mit der Aufgabe eine Mutter zu sein und ich bin der Schuldtragende.
 
BlueCatWomen

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Hi Nikolas,

ja, chronisch unzufriedene Menschen sind super anstrengend. Leider nehmen sie in ihrem Selbstmitleid, Frust und dem ewigen Suhlen in der Opferrolle nicht wahr, wie belastend/ verletzend sie für ihr direktes Umfeld sind. Du wirst Deine Mutter nicht ändern können. Du kannst nur versuchen (vorerst innerlich) Abstand zu nehmen und einen Umgang damit zu finden. Was sagt denn Dein Vater dazu? Da Du ihn in den vergangenen Zeilen nicht erwähnt hast, gehe ich davon aus, dass Deine "Mum" alleinerziehend ist. Du darfst mich gerne in dieser Annahme korrigieren. Halte durch und such Dir, wenn es "zu dicke" kommt Unterstützung! Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel ein Termin bei einem auf Kinder und Jugendliche spezialisierter Gesprächstherapeuten. Du hättest die Möglichkeit, Deinen seelischen Ballast los zu werden und Strategien im Umgang mit dieser, auf Dauer ungesunden, "Mutter- Sohn- Kiste" zu entwickeln. Übrigens auch Therapeuten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht. Sie dürfen Deiner "Mum" nichts erzählen.

(Sollte bei Dir jetzt eine gewisse Skepsis aufkommen, kann ich Dich beruhigen. Ich habe beruflich auch mit Kindern und Jugendlichen in Krisensituationen zu tun. Auch ich unterliege der beruflichen Schweigepflicht.)

Kopf hoch und halte die Ohren steif!
 

PROPHETnik

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Hi Nikolas,

ja, chronisch unzufriedene Menschen sind super anstrengend. Leider nehmen sie in ihrem Selbstmitleid, Frust und dem ewigen Suhlen in der Opferrolle nicht wahr, wie belastend/ verletzend sie für ihr direktes Umfeld sind. Du wirst Deine Mutter nicht ändern können. Du kannst nur versuchen (vorerst innerlich) Abstand zu nehmen und einen Umgang damit zu finden. Was sagt denn Dein Vater dazu? Da Du ihn in den vergangenen Zeilen nicht erwähnt hast, gehe ich davon aus, dass Deine "Mum" alleinerziehend ist. Du darfst mich gerne in dieser Annahme korrigieren. Halte durch und such Dir, wenn es "zu dicke" kommt Unterstützung! Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel ein Termin bei einem auf Kinder und Jugendliche spezialisierter Gesprächstherapeuten. Du hättest die Möglichkeit, Deinen seelischen Ballast los zu werden und Strategien im Umgang mit dieser, auf Dauer ungesunden, "Mutter- Sohn- Kiste" zu entwickeln. Übrigens auch Therapeuten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht. Sie dürfen Deiner "Mum" nichts erzählen.

(Sollte bei Dir jetzt eine gewisse Skepsis aufkommen, kann ich Dich beruhigen. Ich habe beruflich auch mit Kindern und Jugendlichen in Krisensituationen zu tun. Auch ich unterliege der beruflichen Schweigepflicht.)

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hey,
danke für die Antwort. Meine Mutter ist alleinerziehend. Das stimmt. Meine Eltern haben sich geschieden als ich ca. 4 Jahre alt war. Deswegen kenne ich es nicht anders. Mein Vater ist auf meiner Seite und stärkt mir täglich den Rücken. Er ist der beste Vater und sehr verlässlich. Ich hab ihn gern. Mein Vater hat mir schon öfters erzählt, dass meine Mutter genau so wie sie zu mir ist, sie zu ihm war und ihn schlecht behandelt hat. Er hat ihr alles ermöglicht, sogar ein Haus gebaut, mit meinem Großvater. Er hat ihr die Ausbildungsstelle ebenfalls bezahlt. Schlussendlich entriss meine Mutter ihm sein Zuhause, sein Kind und seine Frau und er ist wirklich durch die Hölle gegangen. Er war zwischendrin arbeitslos und hatte kein Auto. Meine Mutter meinte nur, dass wenn er sein Kind sehen wolle, er es abholen müsse. Deswegen sind wir zusammen mit dem Zug gefahren. Ich bewundere ihn wirklich sehr, denn manch einer hätte womöglich aufgegeben. Wenn mein Vater näher wohnen würde, dann wäre ich schon längst umgezogen, jedoch wohnt er eine gute Distanz, von meiner Schule entfernt, weg. Aber trotz allem hat er mich immer zum Lachen gebracht und hat mir alles ermöglicht. Manchmal habe ich sogar geweint wenn ich wieder nach Hause musste, worauf meine Mutter sehr eifersüchtig wirkte. Am nächsten Morgen musste ich mir anhören, dass ich einfach zu meinem Vater ziehen könne. Ich war erst 6-7 deswegen hatte ich Angst ihr zu widersprechen. Ich ziehe meinen Vater ungern in Angelegenheiten zwischen mir und meiner Mutter rein, weil es ihn ebenfalls stresst. Wenn ich meinen Vater nicht hätte, wäre ich wahrscheinlich untergegangen und so geworden wie meine Mutter.
 
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