Begriff und "Beruf" Tierpsychologie

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Der Beruf des Tierpsychologen ist in Deutschland gesetzlich nicht geregelt

Begriff Tierpsychologie

Der Begriff Tierpsychologie hat in den vergangenen 100 Jahren einen äußerst wechselhaften Wertewandel durchlebt. Im deutschen Sprachraum erlangte er Ende des 19. Jahrhunderts in bewusst gesetzter Analogie zur „Menschen-Psychologie“ zeitweilige wissenschaftliche Bedeutung, als Forscher sich verstärkt darum bemühten, das innere Erleben von Tieren zu analysieren, zu verstehen und darauf praktisch einzugehen.

In den späten 1930er-Jahren war die Tierpsychologie in bibliographischen Gliederungen des Universitätsfaches Psychologie in Deutschland als eigenes Gebiet enthalten und in der Nähe der Entwicklungsbiologie angesiedelt. Seit Jahrzehnten jedoch hat die
„Tierpsychologie“ keine Verbindungen mehr mit der Human-Psychologie, und heute wird der Begriff von vielen Psychologen als irreführend empfunden.

Die Berufsbezeichung Psychologe und der akademische Grad eines Diplom-Psychologen sind in Deutschland gesetzlich geschützt und dürfen in Deutschland nur von Absolventen des universitären Studienganges Psychologie geführt werden.

Begriff „Tierpsychologe“ in Deutschland

Im Unterschied dazu ist der Begriff „Tierpsychologe“ in Deutschland nicht geschützt und kann frei verwendet werden. Deshalb sollte sich ein Rat suchender Tierhalter in Zweifelsfällen nach dem Ausbildungsverlauf des gewählten Tierpsychologen erkundigen.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tierpsychologie

„Diplom-Tierpsychologe (ATN)“

So ist beispielsweise die Werbung eines Tierpsychologen mit der Bezeichnung „Diplom-Tierpsychologe (ATN)“ wettbewerbswidrig. Im Hinblick auf die Nähe zu dem Begriff „Diplom-Psychologen“ und der Hochschulausbildung für Tierärzte liegt die Vermutung nahe, dass auch ein Tierpsychologe eine Hochschulausbildung genießt. Dies ist tatsächlich aber nicht der Fall, der Beruf des Tierpsychologen ist gesetzlich nicht geregelt. In einem von dem Landgericht Bochum (Urteil vom 7.11.2006, Az. 15 O 110/06) beurteilten Fall hatte der betreffende Tierpsychologe vielmehr sein „Diplom“ von der Firma ATN AG in der Schweiz erhalten. Das Gericht hielt auch den Zusatz „ATN“ für nicht geeignet, die Irreführung zu beseitigen und untersagte die Verwendung der Bezeichnung „Diplom-Tierpsychologe (ATN)“.
Quelle:
http://www.wettbewerbszentrale.de/de/branchen/architekten/aktuelles/_news/?id=603

Begriff "Diplom", "Master", "Bachelor"

Mit dem Begriff "Diplom", "Master", "Bachelor" oder ähnlichem ist ein Studienabschluss verbunden, der nach Absolvierung eines Studiums an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Universität, Hochschule oder Fachhochschule durch Prüfung erworben wurde. Zur Verleihung eines solchen Hochschulgrades ist nach § 34 BerlHG nur eine staatliche oder staatlich anerkannte Hochschule berechtigt.
"Diplomzeugnisse" die von Instituten verliehen werden, die nicht zur Verleihung des Grades berechtigt sind, berechtigen nicht zur Führung des entsprechenden Titels.
Quelle:
http://www.berlin.de/sen/wissenschaft/studium/anerkennung/faq.html
 
06.06.2007
#1

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Guest

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.

Katzenfan

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Gemäß Hinweis des escriva Journalistenbüros hat der VdTT die Gerichtsentscheidung nicht akzeptiert und Rechtsmittel gegen das Urteil Landgericht Bochum untersagte die Verwendung der Bezeichnung „Diplom-Tierpsychologe eingelegt.

Die VdTT Definition zum Beruf und zur Titelführung ist unter www.vdtt.org. -Tierpsychologie zu finden.


In diesem Zusammenhang erscheint es mir auch noch erwähnungswert das nicht nur die Verwendung des Titels "Diplom" in der Kritik steht, sondern der BDP bereits in den "Bindestrich-Psychologen-Titel" einen klaren Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht sieht.

Titelschutz: BDP diesmal gegen "Bindestrich-Psychologen" erfolgreich

Ausbildungen zum "Gesprächspsychologen", "beratenden Kinderpsychologen", "Schriftpsychologen" und "Tierpsychologen" sind ab sofort für das Institut Kappel Wuppertal tabu. Auf Abmahnung des BDP hin hat sich die private Heilpraktikerschule dazu verpflichtet, keine derartigen Kurse mehr anzubieten. Der BDP war eingeschritten, weil das Institut zuvor behauptet hatte, dass Absolventen dieser Veranstaltungen entsprechende Titel führen dürften. Der BDP sah darin einen klaren Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. Damit unterstreicht der BDP erneut die geltende Rechtsauffassung, dass der Titel "Psychologe" den Diplom-Psychologen vorbehalten ist und dies auch nicht durch "Bindestrich-Psychologen-Titel" umgangen werden kann, da diese ebenfalls nur Psychologen zugänglich sind.
http://www.bdponline.de/web/newsletter/2006/04.html
 

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