Babykätzchen irgendwo draußen

Diskutiere Babykätzchen irgendwo draußen im Aufzucht von Kitten Forum im Bereich Katzenaufzucht und Zucht; Hallo ihr Lieben, Meiner Schwiegermama ist vor ungefähr einem halben Jahr eine extrem scheue Katze zugelaufen, die seitdem in ihrem Stall wohnt...
Kickix

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Hallo ihr Lieben,

Meiner Schwiegermama ist vor ungefähr einem halben Jahr eine extrem scheue Katze zugelaufen, die seitdem in ihrem Stall wohnt und sich nicht anfassen lässt. Nachdem sie zum ersten Mal schwanger war und 2 Kitten bekommen hat, von
denen ich eines aufgenommen habe, wollten wir sie kastrieren lassen. Leider war es schon zu spät und sie war zum zweiten Mal schwanger. Am 20. August hat sie 2 Babies bekommen, die sie irgendwo draußen versteckt hat. Einmal fanden wir sie, da waren die beiden circa 1 bis2 Wochen alt. Einige Zeit danach hat die extrem scheue Mama die Kleinen irgendwo anders versteckt, seitdem haben wir sie nicht mehr gesehen und auch die Mama nur sehr selten.
Da es jetzt schon sehr kalt werden kann, vor allem nachts, hoffen wir sehr, dass es den kleinen gut geht.
Ist es um diese Jahreszeit zu kalt für die Kätzchen draußen? Wir haben wirklich Angst um die zwei.

Liebe Grüße
 
12.09.2019
#1

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Guest

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.

SimbaBKH

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Kalt ist es aber das sollten die schaffen. Die Mama wird wohl einen trockenen windgeschützten Platz haben (Instinkt). Ich würde die Mutter unauffällig beobachten wo sie so rumschleicht und zur not warten bis die kitten von allein raus laufen und auf Entdeckungstour gehen.
Wir hatten vor 15 Jahren so einen ähnlichen Fall und konnten die kitten erst fangen als sie angefangen sind zu laufen und zu entdecken. Aber leider sind diese dann sehr scheu und kratzen und beißen gerne da sie keinen Kontakt mit Menschen kennen. Ich drück euch also die Daumen das Ihr sie noch schnell findet.
 
KleineWölfin

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Moin Kicki und herzlich Willkommen bei den Netzkatzen 53473
Herbstkatzen haben deutlich schlechtere Karten als Frühjahrskitten. Also wenn es Dir irgend möglich ist, versuch bitte Mutter und Kind ins Haus zu holen! Die Folgen wären sonst ja nicht nur ihre fehlende Prägung auf einen möglichen menschlichen Freund, sondern auch diverse Krankheiten, die in Nässe und Kälte besonders effektiv zuschlagen.
Kannst Du das Versteck nicht finden, wäre das Einfangen der Mutter mit einer Falle und anschließendes Freilassen mit einem Tracker eine Möglichkeit.
Bitte versuch es!
Auf jeden Fall braucht die Katze jetzt sehr viel Futter und führt euch vielleicht ja doch noch zu ihrem Wurf?
 

SimbaBKH

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Deutlich schlechtere Karten ist übertrieben. Anfälliger würde ich sagen. Außerdem ist es in einem Stall in der Regel trocken und windgeschützt. Und ebenfalls ist ein richtiger Stall evtl. Mit Tieren drin (wo ich erstmal von ausgehen ) warm, zwischen Tieren und Stroh geht das. Nicht vergessen es sind Tiere mit Fell. Mutter Natur hat die Katze nicht für ein Leben auf dem warmen Sofa hervor gebracht.
 
KleineWölfin

KleineWölfin

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Aber in der nordafrikanischen Wüste, Mutter Natur hat diese Tiere überhaupt nicht für ein Leben in unseren Breiten hervor gebracht, das waren wir Menschen. Und Kicki schrieb, das Versteck sei noch dazu derzeit nicht bekannt ...
Den "Spaß" mit Calici- und Herpesviren bei menschenungewohnten Kitten willst Du ihr hoffentlich nicht schönreden?
 

SimbaBKH

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Auf Bauernhöfen werden jedes Jahr unzählige herbstkitten geboren und die sind gesund. Ich rede nichts schön. Und ich sagte ja anfälliger sind sie das stimmt. Aber man muss nicht gleich den Teufel an die Wand malen.
 
KleineWölfin

KleineWölfin

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Auf Bauernhöfen werden jedes Jahr unzählige herbstkitten geboren und die sind gesund.
Ich denke mal, dass Du noch relativ jung an Jahren und entsprechend idealistisch bist. Aber das was Du hier beschreibst, entstammt leider einer Phantasiewelt und ist durch "unzählige" calici- oder herpesverseuchte Kitten widerlegt, die Du im Regelfall auf den Höfen gar nicht zu Gesicht bekommst. Mit viel Glück haben sie den Menschen als einen potentiellen Dosi kennen gelernt und finden in den angrenzenden Siedlungen eine offene Tür, hinter der ein Mensch mit Herz und dicker Geldbörse wohnt, der mit langwieriger Prozedur und diversen OPs den kranken Findlingen ein paar wenige schöne Jahre schenkt. Nicht selten einäugig, weil der Herpes ein Auge schon zerstört hat oder zahnlos, weil Calici die Maulhöhle in eine einzige Wunde verwandelt hat.

In dem von Kicki beschriebenen Fall ist es aber noch nicht zu spät und den Kitten kann dieses grausame Schicksal erspart werden. Vielleicht hast Du ein paar Ideen, wie sie das bewerkstelligen kann?
 
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Tatjana462

Tatjana462

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Hallo SimbaBKH, ich kann das insofern alles unterstreichen, was "kleine Wölfin" schreibt, denn sie gehört genau zu den Menschen, die solche kranken Katzen aufnehmen und ihnen Hilfe - auch mit vielen finanziellen Mitteln - zukommen lässt.
Und natürlich ist es besser, wenn die Fellnasen gefunden werden und in ein warmes Zimmer kommen. Die kleinen Kätzchen können der Kälte, die bald kommen wird, nicht so viel entgegensetzen.

Hallo Kickix, wie schön, dass Du Dich um die Samtpfoten kümmerst und Dir die kleinen Kätzchen sowie die Mutterkatze nicht egal sind. Hoffentlich findest Du sie bald. Daumen werden fest gedrückt. ::l
 
KleineWölfin

KleineWölfin

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Ich will noch hinzufügen, dass die Kätzchen, die dann zufällig bei mir landeten, nicht alle durchkamen und die TÄ auch entsprechend zurückhaltend mit einer Überlebensprognose waren/sind. Ich bin jedem dankbar, der solche Schicksale zu verhindern hilft und sei es nur, die Landwirte von einer Kastration ihrer Mäusefänger zu überzeugen.
 

SimbaBKH

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Nicht jung und idealistisch sondern 30 Jahre verheiratet und zwei Kinder. Und mit den calici- oder herpesverseuchte Kitten hast du angefangen, ich hab da nie von geschrieben oder es abgestritten.ich hab ihr ja geraten die Mutter zu beobachten oder die kitten einzufangen so bald man sie laufen sieht. Ich wollte nur sagen das nicht zwangsläufig der schlimmste Fall eintreten muss. Also vertretet Eure Meinung aber reitet nicht auf mir rum
 
Harlith

Harlith

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Also vertretet Eure Meinung aber reitet nicht auf mir rum
Hallo Simba
zunächst einmal, bitte versteh meine Antwort hier jetzt nicht als ein auf deinen Aussagen rumreiten, sondern als das, was ich möchte: Ein eingehen auf deine Argumente/ Aussagen und eventuell ein Versuch der Widerlegung oder eine Darstellung meiner Meinung/Aussage.
Ich will dich nicht persönlich angreifen, sondern nur meine Erfahrung oder Meinung in Kontrast zu deinen Aussagen darstellen.

Aber man muss nicht gleich den Teufel an die Wand malen.
Bei der ganzen Diskussion ging es ja darum, wie verfährt man jetzt im Herbst mit kürzlich geborenen Kitten.
Ich versuch mal die Fakten, die wir kennen aus dem Thread zusammenzusuchen:
- Mutterkatze zugelaufen
- scheu
- lässt sich nicht anfassen
- unkastriert (wirft zum zweiten Male beim jetzigen Aufenthaltsort)
- Kitten geboren 20.08 (=> drei Wochen alt)
- Kitten wurden nach erster Sichtung vor ungefähr einer Woche nicht mehr gesehen
- Mutter nur noch selten.

Wir wissen also nicht, welche Krankheiten die möglicherweise ungeimpfte Mutter an die Katzen übertragen kann, denn wir wissen nur dass sie sich schon seit sechs Monaten an einem Platz aufhält und nicht kastriert ist.
Wenn man, wie kleine Wölfin, schon lange für Katzen aktiv unterwegs ist, hat man eine ungefähre Ahnung welche Krankheiten inzwischen eher die Norm sind bei Wildgeborenen Kitten und was ein Ausnahmefall ist zumindest traue ich ihr dieses Wissen allein schon durch die vielen Antworten, die ich von ihr gelesen habe und in denen ich an Ihrem Wissen teilhaben konnte, zu.
Herpes und Calcivieren sind leider viel häufiger als ich (privat) sie gerne bei Kitten sehen würde. Erst gestern habe ich Futter und den geliehenen Kennel ins TH zurückgebracht und bekam ein "Oh cool Ture, das ist doch was für unsere Katzenschnupfenkatzen" zu hören. Seitdem ich unseren Kater vor einem Monat geholt habe ist das Tierheim nie ohne Tiere mit Katzenschnupfen gewesen und das nicht, weil sie selbst nachlässig wären, sondern weil sie immer wieder neue Tiere von außen reinbekommen und diese aufpäppeln, pflegen, medizinisch versorgen und dann, wenn diese gesund sind, weitervermitteln. Als ich unsern Kater mitgenommen habe, wollte ich ihn eigentlich noch ein paar Tage im TH lassen, damit ich unser Zuhause noch ohne ihn renovieren und somit ihm den Stress ersparen kann. Doch dann kam die Aussage, dass er dann umziehen müsse in eine andere Gruppe, denn sie bräuchten den Platz weil sie eine Gruppe von 20 in Worten zwanzig Katzen aus einem Hordinghaushalt bekommen würden in dem auch wieder Katzenschnupfen herrschen würde. 😱

Ich finds klasse, dass @Kickix und ihre Schwiegermutter die Mutterkatze kastrieren lassen wollen. Nicht nur weil es schon zu viele wildlebende Katzen gibt sondern auch weil es der Mutter vielleicht die Chance gibt sich nicht mit Katzenkrankheiten wie FELV, FIV, FIP, Katzenseuche und Katzenschnupfen beim Geschlechtsakt anzustecken.
Die Chance, dass sich die Mutter bei den letzten beiden Geschlechtsakten mit einer der Krankheiten (unter anderem Katzenschnupfen/ Herpes-,Calcivieren) angesteckt hat kann man sich ausrechnen. M = {angesteckt; nicht angesteckt} also .... und das für jede der einzelnen Krankheiten.
Und wenn man überlegt wie schnell sie wieder nach dem ersten Wurf wieder schwanger war würde es doch mit dem Teufel zugehen, wenn dies die allerersten beiden Würfe der Mutter gewesen sind. Bedeutet: 1/2* 1/2* X = Y der Ansteckung und somit die Gefahr für die Kitten.

Ich hab ihr ja geraten die Mutter zu beobachten oder die kitten einzufangen
Du hast selbst geschrieben dass du selbst erst die Kitten einfangen konnten als sie laufen konnten ...
aber leider sind diese dann sehr scheu und kratzen und beißen gerne da sie keinen Kontakt mit Menschen kennen
und um das zu vermeiden, sie so früh an pflegende zärtliche Menschenhände zu gewöhnen und ihnen auch die richtige (medizinische) Hilfe so früh wie möglich angedeihen zu lassen wäre es schon wichtiger nicht nur zu beobachten sondern aktiver zu versuchen Mutterkatze und Kitten ins Haus bzw einen geschlossenen überdachten Raum aus dem die Mutterkatze die Kitten nicht wegtragen kann zu bekommen.
Zudem wäre dann auch die Versorgung der Mutterkatze und der Kitten gewährleistet, denn die Natur ist nun mal nicht freundlich egal ob Kitten oder ausgewachsene Katze. Wenn man zu wenig zu fressen bekommt stirbt man.
Und zu guterletzt wäre es die Chance die Mutterkatze dann nach der Entwöhnung gleich zur Kastration zu "verschiffen" (vielleicht noch mit ner Untersuchung, nem Chip und ner Impfung oder nem Spoton gegen Flöhe) so dass sie dann wieder raus kann.
Es bleiben noch rechnerisch ca 2 Monate bevor man die Kitten abgeben könnte ... das sollte doch reichen um ihnen die Chance zu geben an so viele Orte vermittelt zu werden wie es geht. Also in die Wohnung, als Freigänger und auch als Bauernhofkatze.
Wäre doch schade, wenn die Katzen nur als Wildlinge oder wie ich auch schon in nem anderen TH gehört habe "Spuckies / Fauchis" vermittelt werden können. Es gibt mehr Haushalte die Wohnung oder Wohnung mit Freigang bieten als Bauernhöfe in Deutschland.
 
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2kittenmami

2kittenmami

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Wenn man, wie kleine Wölfin, schon lange für Katzen aktiv unterwegs ist, hat man eine ungefähre Ahnung welche Krankheiten inzwischen eher die Norm sind bei Wildgeborenen Kitten und was ein Ausnahmefall ist zumindest traue ich ihr dieses Wissen allein schon durch die vielen Antworten, die ich von ihr gelesen habe und in denen ich an Ihrem Wissen teilhaben konnte, zu.
Natürlich KÖNNEN wildgeborene Kitten bereits mit der gesamten Bandbreite an Erregern infiziert sein. Aber, um der Threaderstellerin Mut zu machen, darf ich berichten, dass meine wohl wildgeborenen Findelkitten "nur" mit Schnupfen zu uns kamen. Bisher keine Anzeichen auf andere Infektionskrankheiten und auch keine Parasiten. Und Schnupfen kann man zumindest symptomatisch behandeln, eine Katze der es sonst gut geht hat gute Chancen, dass das Immunsystem die Viren besiegt.

Unsere beiden Senioren haben chronischen Schnupfen. Ohne TA würden sie die Schnupfen-Ausbrüche, die 1-4x Pro Jahr kommen wohl nicht mehr überleben, aber ABs, E-Hemmer und Interferon wirken. Der eine chronische Schnupfkater ist 16 Jahre alt und fit wie ein Turnschuh. Bei uns am Bauernhof wurden früher Katzen auch nicht geimpft, da hatte man das Geld nicht, man hatte viele Katzen und die "alte Generation" hat nicht eingesehen, dass man für eine Katze überhaupt Geld ausgibt. Heute ist das anders und die Kitten bekommen alle Impfungen, die sinnvoll sind. Unsere Senioren sind ungeimpft und leben trotzdem, hatten nie die Katzenseuche, Leukose oder sonstige Horror-Krankheiten. Unsere Katzen wurden sehr oft über 15 Jahre alt. Die letzte starb mit 16 an Diabetes. Ursachen für einen frühen Tod waren eher FIP und Unfälle als "impfbare" Infektionskrankheiten. Katzenseuche gab es früher immer wieder, die haben aber die meisten Katzen, die erkrankt sind und zum Tierarzt gebracht wurden überlebt.

Natürlich ist es möglich, dass die Kitten mit was weiß ich was infiziert sind, bei einer ungeimpften Mutter usw. Aber es ist nicht die Regel, sondern die Ausnahme. Wenn die Threaderstellerin in einer ländlichen Umgebung lebt, kann man damit rechnen, dass sie Streunerpopulation auf gute Widerstandsfähigkeit selektiert ist.

Natürlich hilft dir das alles nichts, wenn es deine geliebte Katze trifft, denn manche trifft es. Aber ich glaube man darf in so einem Fall durchaus das Beste hoffen. Sobald ihr sie erwischt, ab zum TA und schauen, dass sie genug gutes Futter bekommen. Mehr kann man da wohl nicht machen.
 
KleineWölfin

KleineWölfin

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@SimbaBKH Ich hatte Deine laxe Haltung in meinem ersten Post aus Höflichkeit gar nicht kritisiert. Du warst es, die meinte, MEINE Warnung vor den Gefahren einer wilden Aufzucht speziell im Herbst mit knappen Worten abweisen zu müssen. Und hast Dich zu der fatalen, falschen und verallgemeinernden Aussage verstiegen, Herbstkitten auf Bauernhöfen seien gesund. Und auf meinen Hinweis auf die grade für Kitten fatalen Viren mit garstigen Auswirkungen meintest Du gar, ich würde den Teufel an die Wand malen. Sagst Du das auch, wenn Dich Dein KFZ-Mechaniker auf die konkrete Gefahr eines reißenden Zahnriemens beim Auto Deines Mannes hinweist?

Es nutzt der Fragestellerin nichts, wenn wir sie hier - die Gefahr ignorierend - nach dem Motto beruhigen "das werden sie schon schaffen". Kicki ist es nämlich und nicht wir Ratgeber, die einen Umgang mit den Folgen finden muss, wenn die fauchenden und spuckenden Kitten irgendwann mit vereiterten Augen, fehlendem Geschmackssinn und kaputtem Mäulchen auftauchen sollten. Was würdest Du ihr dann schreiben? "Shit happens, ich fand es nicht nötig, Dich zur Eile anzuregen"? Bist Du dann noch hier, gibst Ratschläge, wie sie kranke (wilde) Kitten retten kann und schickst ein Care-Paket mit Medis und Spezialfutter?

@Harlith hat es gut aus ihrem Tierheim berichtet. Mit richtig guter Pflege bekommt man zwar viele der erkrankten Kitten über den Berg, wieder ganz gesund werden allerdings die Allerwenigsten. Und wenn es dann noch distanzierte Spuckies sind, ist an eine Vermittlung nicht zu denken. Sind die wilden Kitten schon zu alt, werden sie von manchen Tierheimen erst gar nicht mehr aufgenommen. Entweder findet sich dann ein Privatmensch mit Ahnung, Geld und Herz oder ...

Das ist unsere Realität der Bauernhofkatzen, die Deiner Ansicht nach so gesund sind. Ich bitte Dich, in Zukunft Fragesteller nicht mehr so in die Irre zu leiten. Dann reite ich auch nicht auf Dir herum. ;-)

@Kickix Ich würde die Mutter noch 2 Wochen an regelmäßiges Futter und Menschennähe zu gewöhnen versuchen und ihr natürlich vorsichtig folgen. Notfalls mit Tracker versuchen, die Kitten zu finden. Eine Falle kannst Du Dir im Tierheim leihen. Je früher sie ins Haus kommen, desto größer die Chance, dass sie nicht ernsthaft erkranken und Menschen als Dosi und Betüddeler annehmen.

@2kittenmami Für Erwachsene ist das so richtig, was Du beschreibst. Kitten haben Schnupfenviren aber nichts entgegen zu setzen wie ältere Tiere (und selbst da können die Erreger kräftig wüten). In unserer sehr ländlichen Gegend sind die genannten Viren weit verbreitet, da hat keine Selektion die Widerstandskraft gesteigert. 2/3 der gefundenen Katzen sind Virenträger teils mit heftigen Symptomen, die schon mal eine Euthanasie zur Folge haben können. Bei den Streunern ist hier eine gesunde Katze die Ausnahme. Kommen Kälte und Nässe wie jetzt im Herbst hinzu und dann noch der Stress, den junge Wildlinge mit den sie behandelnden Händen haben, ist die Behandlung langwierig und ein Erfolg nicht gewährleistet. Deshalb, je früher die Mietzen ins Haus kommen, desto größer sind ihre Chancen.
 
2kittenmami

2kittenmami

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Deshalb, je früher die Mietzen ins Haus kommen, desto größer sind ihre Chancen.
Stimmt absolut, aber was soll sie denn tun, wenn sie nicht weiß wo sie sind? Natürlich, Anlocken mit allen Möglichkeiten und die Kitten ins Haus holen wäre der beste Weg. Würdest du in so einer Situation es als "geringeres Übel" betrachten, dass die Kitten zu Waisen werden und aufgezogen werden müssen? Ich kann mir vorstellen, dass es für die scheue Katze echt unschön wäre eingefangen, eingesperrt und gleich auchnoch kastriert zu werden. Wird sie sich da weiter um die Kitten kümmern?
 
Tatjana462

Tatjana462

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Kicki ist es nämlich und nicht wir Ratgeber, die einen Umgang mit den Folgen finden muss, wenn die fauchenden und spuckenden Kitten...
Genau das haben wir hier im Haus selber erlebt. Wir haben 2 auf der Straße eingefangene Kitten aufgenommen. Da sie nicht an Menschen gewöhnt waren, hatten sie panische Angst vor uns. Und ja, wir wurden auch richtig gekratzt, als wir sie hochnehmen wollten. Bis heute - nach fast 6 Jahren - können wir der weiblichen Katze die Angst nicht ganz nehmen. Sie hat einen Schaden fürs Leben davon bekommen, weil sie zu spät mit Menschen zusammenkam. Von den vielen Krankheiten, die auftreten können, wenn die Tiere nicht versorgt werden, will ich gar nicht mehr eingehen.
Bitte verstehe es als einen Hinweis, wie es laufen kann.
Welche Kätzchen würdest Du den aus dem TH holen, die schmusend auf Dich zukommen oder die vor Angst sich in der Ecke verkriechen? Frag Dich einfach mal selber...
 
KleineWölfin

KleineWölfin

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Würdest du in so einer Situation es als "geringeres Übel" betrachten, dass die Kitten zu Waisen werden und aufgezogen werden müssen? Ich kann mir vorstellen, dass es für die scheue Katze echt unschön wäre eingefangen, eingesperrt und gleich auchnoch kastriert zu werden. Wird sie sich da weiter um die Kitten kümmern?
Das ist so oder so ne Gratwanderung und die würde ich je nach Situation beurteilen. Ich hatte schon eine Katze, die sich draußen nicht anpacken ließ und dann in mein Fenster sprang und direkt mein Bett zu ihrem machte. Und anders herum unsere erste Katze (als ich selber noch ein Kid war), die panisch wurde, sobald die Tür verschlossen war. Ich hatte meist Mutterkatzen, die klug und besonnen den Unterschlupf für ihre Kitten wählten. Aber es war auch eine dabei mit sehr schlichten Ansichten darüber, was kleinen Kätzchen gut tut und was nicht. Hätte sich diese Katze nicht überzeugen lassen, ins Haus zu ziehen, hätte ich ihre Mietzen besser selber groß gezogen (sie meinte, der schmale trockene Streifen unter einem Dachüberstand sei ausreichend als wetterfestes Nest und schleppte ihre Kids noch dazu laufend planlos durch die Gegend).

Auf jeden Fall würde ich versuchen, die Mama kurz einzufangen und ihr nen Tracker verpassen. Sodass ich spätestens bei drohender Gefahr die Kleinen schnell in Sicherheit bringen könnte. Aber auch, um sie wenigstens ab und zu mal an meine Brust zu drücken und zu bespaßen. Und einen Versuch würde ich natürlich auch machen, Mama von den Vorzügen meiner 4 Wände zu überzeugen.

Das, was Helga von ihrer Maya geschrieben hat, hab ich schon oft gehört und zweimal auch selber erlebt. Wenn die Hauptprägephase abgeschlossen ist, haben viele Katzen ein gewaltiges Problem, mit einem Menschen 100%ig warm zu werden.
 
Kickix

Kickix

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Hallo ihr Lieben,

erst einmal danke für die vielen Antworten und die "wilde Diskussion" ;)
Um euch auf dem laufenden zu halten.. bisher konnten wir die Kleinen leider noch nicht wieder finden und auch die Mama Katze zeigt sich so gut wie gar nicht.

Beim ersten Wurf der Mutter habe ich einen Kleinen Kater bei mir zu Hause aufgenommen, den wir auch erst gefunden haben, nachdem er schon von selbst aus der Scheune getapst ist. Wir waren mittlerweile zum zweiten Mal beim Tierarzt zum impfen und entwurmen und der 4 Monate alte kleine Mann ist kerngesund und absolut kuschelig, obwohl er erst ab der ca. 4. bis 5. Woche den ersten Kontakt zu Menschen hatte.
Aus dem zweiten Wurf wollte ich ein zweites Kätzchen zu uns nehmen, damit unser "Großer" sich nicht einsam fühlt, wenn er allein ist und mein Mann und ich in der Arbeit sind.
Sobald es möglich ist, wird die Mutti der Süßen zum Tierarzt verfrachtet und alles Nötige getan, um für ihr Wohlergehen zu sorgen.

Wir hoffen einfach ganz fest, dass die Kleinen noch auftauchen bzw. zu finden sind und auch wohlauf sind.

Der Stall ist nicht "geschlossen", es gibt zwar viele warme Ecken wo sie vielleicht sein könnten, auch einen Dachboden, aber wo die Kätzchen raus können, können auch andere Tiere, zum Beispiel Marder, rein kommen.
 
KleineWölfin

KleineWölfin

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Moin Kicki,
fein, dass Du Dich weiter kümmerst!

Ich frag mich, wie die Mama sich derzeit ernährt ... normalerweise müsste sie euer Futterangebot gerade jetzt in der Stillzeit auch dann annehmen, wenn sie wegen euch "Menschen" Bedenken hat. Die Kleinen sind ja ewig hungrig. Kommt sie denn gar nicht zum Futtern?
4. bis 5. Woche ist absolut ausreichend, da beginnt die eigentliche Prägephase erst. Entdeckt ihr sie erst später, wird es immer schwerer, die Wusel zu packen. Sie verstecken sich dann meist und sind flink wie die Wiesel, siehste ja an eurem Kitten. Mit 12 Wochen schließt sich das Fenster dann langsam aber sicher.

Ich hoffe, der kleinen Familie geht's gut und Mama zeigt euch noch den Weg.(y)
 
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