Autoimmune Zahnfleischentzündung

Diskutiere Autoimmune Zahnfleischentzündung im Immunkrankheiten Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo Ihr Lieben, mein Kater Paul leidet unter einer autoimmunen Zahnfleischentzündung gegen die einfach überhaupt nichts hilft, außer...

Sibbi

Gast
Hallo Ihr Lieben,

mein Kater Paul leidet unter einer autoimmunen Zahnfleischentzündung gegen die einfach überhaupt nichts hilft, außer Cortison-Depots. Ich würde ihm dies so gerne ersparen und habe es mit
Homöopathie versucht. Acht Monate lang, leider ohne jeden Erfolg. Als Alternative wurde mir gesagt, man könne dem Kater die Zähne ziehen, denn wo das Immunsystem nichts mehr zu bekämpfen hat, würde es dies auch nicht mehr tun. Der Moppel ist aber erst zwei Jahre alt und ich möchte ihm eigentlich auch das ersparen, obwohl es mir auf Dauer als die bessere Alternative zu Dauer-Cortison erscheint.

Hat jemand von Euch Erfahrungen mit dieser Krankheit? Weiß jemand, ob es evtl. noch andere Behandlungsmethoden gibt, außer die genannten? Bin wirklich für jeden Hinweis dankbar.
 
30.09.2003
#1

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Gast

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solo

Gast
Hallo Sylvia,

hat man schon mal versucht, sein Immunsystem zu stärken , zum Beispiel mit einer Spritzen-Kur mit Baypamun ? Was hast Du ihm denn bisher an Homöopathischen Mitteln gegeben. Zur Stärkung seiner eigenen Abwehr ist Engystol von Heel auch ein bewährtes Mittel. Leider weiß ich sonst auch nichts, wünsche der Fellnase alles Gute.
Gruß Kerstin
 

Lilly

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Hallo Sylvia,

wir haben auch eine Katze mit einer Autoimmunkrankheit, dem Eosinophilen Granulom. Diese Erkrankung tritt bei den Katzen sehr häufig im Maul auf, Zahnfleischentzündungen sind beinahe "die Regel". Unsere Katze hat Glück im Unglück, sie bekommt "nur" juckende Pusteln auf der Haut, meistens im Gesicht oder an den Hinterbeinen (lineares Granulom).

Wir haben hier
https://www.netzkatzen.de/threads/426/

zusammen mit anderen Mitgliedern hier aus dem Forum schon so einiges zusammengetragen, z.B. die Behandlung mit Hormonen oder bei einer Futtermittelallergie die Behandlung mit Omega 3 Fettsäuren. Außerdem kannst Du auf unserer HP (in meiner Signatur) noch mehr über diese Krankheit lesen.

Aus der Ferne betrachtet finde ich Solos Tipp, das Immunsystem zu stärken, falsch. Denn bei einer Autoimmunkrankheit arbeitet das Immunsystem sowieso auf "180" und richtet sich gegen den eigenen Körper, jedes Mittel zur Verstärkung des Immunsystems verschlimmert meiner Meinung nach die Schübe.

Wir mußten unserer Katze auch bald ein Jahr lang Cortison-Depotspritzen verabreichen lassen, dazu noch mal ein Tipp. Wir lassen jährlich ein großes Blutbild erstellen, um Leber- und Nierenwerte überprüfen zu lassen. Denn die Langzeitverabreichung von Cortison kann ja leider auch zu Folgeschäden führen.

Erstmal alles Gute für Euch,
Iris
 

spiky

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Hallo,

ich komme eben vom Tierarzt, Habe einen fast sieben Monate alten Kater bei dem das Zahnfleisch, die Lyphknoten und auch de Nase (innen) geschwollen ist. Der TA erzählte auch was von Autoimmunkrankheit, Zähne ziehen, Lunge röntegen, Cortisonspritze und noch weiter gruselige Dinge. Ich bin so fertig.... Er sagte auch, dass es eben auch mit der Pubertät zusammen hängen kann(Zahnwechsel) aber dann fing er gleich wieder mit den Gruselgeschichten an. Bin total geschockt und fertig. was soll ich denn jetzt nur tun. Habe mir auch schon alle Beiträge im Forum zu diesem Thema durchgelesen. Ich glaube, jetzt bin ich noch mehr am ende :cry:
Der TA schickte mich wieder heim, ich solle in ein paar Wochen wieder kommen....
Vom Züchter habe ich den Tip, Immunsystem stärken....
Jetzt lese ich hier, nein Immunsystem stärken ist doch nicht so gut.
Bin total durcheinander. Zu dem TA gehe ich auf jedne Fall nicht mehr. Soll ich jetzt doch versuchen das Immunsystem zu stärken oder gleich zum nächsten TA. Aber erst mal einen guten TA finden. Der heute hat mir gereicht. Echt hat mir total die Angst gemacht.
Ich hoffe so sehr, dass es doch nur der Zahnwechsel ist. Aber ich denke, dass die "Geschwulste" am Unterkiefer einfach zu groß sind, als dass es nur der Zahnwechsel ist. Aber er ist doch noch nicht mal sieben Monate....

Irgendwie kann ich jetzt gar nicht klar denken, ihr merkt das sicher auch, so wie ich hier schreibe.

Will allen einfach nur die Daumen drücken, deren kleinen an dieser Krankheit leiden.
So nun geht es mir doch schon ein wenig besser, jetzt konnte ich mir meine Sorgen wenigstens von der Seele schreiben.

Grüße von der ganz traurigen
Spiky
 
Äffchen

Äffchen

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Hallo Sylvia,

leider kann ich dir auch nicht genau sagen, welche möglichkeiten es noch gibt und ich will dir keine Panik machen, aber mein Regenbogenkater Laran hatte auch 4 Jahre lang Zahnfleischentzündungen zu kämpfen.

Bei ihm waren dafür allerdings Herpesviren verantwortlich und er hat lange Zeit von unserem damaligen TA Depo-Medrate bekommen. Als das dann in der Wirkung nachließ, haben wir uns dazu durchgerungen und ihm die Backenzähne ziehen lassen. Danach hatte er keine Probleme mehr mit dem Zahnfleisch. Dafür hat das Cortison seine Spuren hinterlassen, massive Gewichtsschwankungen und einen irrepparablen Leberschaden! (Eine regelmäßige Blutuntersuchung hielt mein TA für nicht erforderlich)

Ich möchte dir keine Angst machen, aber wenn du beim Cortison bleibst, laß regelmäßig ein großes Blutbild machen, damit eventuelle Nebenwirkungen schnell erkannt werden.

LG,
 

Zorro

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Habe einen fast sieben Monate alten Kater bei dem das Zahnfleisch, die Lyphknoten und auch de Nase (innen) geschwollen ist. Der TA erzählte auch was von Autoimmunkrankheit, Zähne ziehen, Lunge röntegen, Cortisonspritze und noch weiter gruselige Dinge.
...
Vom Züchter habe ich den Tip, Immunsystem stärken....
Jetzt lese ich hier, nein Immunsystem stärken ist doch nicht so gut.
Hallo Spiky,

wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es ja noch gar keine vernuenftige Diagnose.

Eine Immunkrankheit kann die Ursache fuer die Beschwerden Deines Kleinen sein. Aber das muss auch zweifelsfrei festgestellt werden, z.B. mittels einer Biopsie. Erst dann kann man sich ueber die weitere Behandlung sinnvolle Gedanken machen - natuerlich hilft Cortison oft gegen die Symptome, aber einer laengeren Cortisonbehandlung sollte Dein Kater nicht ausgesetzt werden. Gegen die Ursache hilft es nicht.

Wenn es tatsaechlich eine Immunkrankheit ist, dann ist es ein Fehler, das Immunsystem staerken zu wollen. Das ist dann naemlich schon auf 180, und eine Immunstaerkung wuerde alles nur noch schlimmer machen.

Also - eine solide Diagnose muss her, und zwar am besten, wie Du das ja auch vorhast, von einem anderen Tierarzt, der gewillt ist, sich etwas intensiver mit Deinem Kater zu befassen.

Zu Immunkrankheiten findest Du auch auf unserer Homepage einige Informationen - siehe Signatur.

Viele Gruesse und alles Gute,
Iris und Klaus
 

spiky

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Hallo Zorro,

Danke für deine Antwort.
Ich bin ja auch der Meinung, dass erst eine vernünftige Diagnose gestellt werden muss. War gestern einfach nur so geschockt, als mir der TA all diese Begriffe um die Ohren gehauen hat. Vor allem, weil ich ja immer noch hoffe, dass es einfach was mit dem Zahnwechsel und der "Pubertät" zu tun hat, auch wenn ich mich da an einen Strohalm klammere. Werde heute einen Termin bei einem neuen TA ausmachen.

Deine HP ist echt klasse. Habe gleich mal alles zum Thema Autoimmunkrankheit gelesen. Vielen Dank für deine Antwort...

Ich werde jetzt mal abwarten, was der nächste TA sagt....

Viele Grüße

Spiky
 

Sibbi

Gast
Elendes eosiophiles Granulom

Erst mal ein ganz dickes Dankeschön an Iris. Es war genau der Artikel, den ich gesucht habe. Im Moment geht es meinem Dicken ganz gut, dank der Tabletten - die aber wg. Cortison keine Dauerlösung sein können. Ich denke ich werde Anfang nächsten Jahres mal mit unserem TA wegen des Interferon sprechen. Hab gelesen, dass die Behandlung wirklich recht teuer sein soll, aber es da auch von TA zu TA erhebliche Preisunterschiede gibt. Aber der Artikel hat mir erst mal gut weitergeholfen. Und wenn alles nichts hilft, dann werde ich ihm die Zähne ziehen lassen. Besser gesund ohne Zähne, als krank mit. Ihm wird es auf Dauer egal sein und ich hab ihn zahnlos ja auch lieb. Du hast Recht, das Immunsystem einfach nur zu stärken kann genau zu dem entgegengesetzten Resultat führen. Mein TA meinte, das Immunsystem ist ja nicht einfach schwach - sondern es arbeitet falsch, nämlich gegen den eigenen Körper. Wenn das eG also autoimmun ist und nicht von einer Allergie herrührt (worüber die Tierärzte sich ja auch nicht alle einig sind), kann man eigentlich gar nicht so viel tun.

An Spiky: Mein 2. Kater Paddy leidet auch unter eG. Und es scheint, dass er zur Zeit nicht wirklich ohne Cortison auskommt. Er bekommt Tabletten, dich ich jetzt auf 1/4. Tablette alle drei Tage runterdosiert habe. Gebe ich weniger, fängt er sich wieder an zu jucken.
Ich kann deine Verzweiflung so gut verstehen. Mir ist es genauso gegangen, zumal ich zwei autoimmun erkrankte Kater habe. Es gab Tage, an denen ich nur noch an die Krankheit gedacht habe und hätte ständig heulen können. Ich habe mich an ein Forum bei Yahoo gewandt, und da wurde mir erst mal ganz schlecht, denn es gibt da so viele schlimme Geschichten. Um Ruhe für den armen Paddy und auch für mich zu finden, habe ich mich auf die Cortisonbehandlung eingelassen und alles andere zur Seite und auf später geschoben. Ich hatte Homöopathie versucht, Omega3 Fettsäure, aber nicht hatte geholfen, es ging dem armen Tier immer schlechter und damit auch mir. Es gibt so viele Ansätze, so viele Ansichten und Versuche - das richtige für sich und das Tier herauszufinden ist schwer. Am meisten hat uns aber geholfen, dass ich nach all der Verzweiflung gelernt habe, mich damit abzufinden. Der Kater ist nun mal unheilbar krank - und daran werde ich nichts änder können. Nun geht es meinem Puschel allerdings ganz gut, er hat zugenommen, die Haut ist abgeheilt, der Juckreiz ist weg und das Fell wächst nach. Er sieht richtig gut und gesund aus und fühlt sich wohl :lol:
Ich bin für mich zu folgendem Schluss gekommen: Wenn es außer Cortison keinen anderen Weg geben sollte, dann werden wir den gehen müssen. Ich hab die Verantwortung für meine Tiere und selbst wenn Paddy durch das Cortison nicht so lange leben dürfte, wie es normal wäre, dann soll er diese Zeit in Ruhe und als glückliche lebenslustige Katze leben. Im Moment geht es gut und vielleicht werde ich bald mal was anderes versuchen. Tipps gibt es in dem Yahoo Forum genug.
Kopf hoch, lass dich nicht zu sehr verrückt machen. Auch du wirst bestimmt einen Weg finden, der für dich und deine Samtpfote gangbar ist! Ganz bestimmt! Versuch nur erst einmal zur Ruhe zu kommen und lass dich nicht irre machen.
viel Glück und alles Liebe für dich und deine Mietzekatze.
 

Lilly

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Hallo Sylvia,

Dein Beitrag hat mich eben sehr gerührt, so ging es mir ja auch nach Mayas Diagnose - und nur Cortison konnte helfen.

Maya bekam ihren ersten Schub mit knapp 1 1/2 Jahren, das ist bald 3 Jahre her. Bei ihr wurde es zum Glück ja gleich diagnostiziert, und auch wir haben Cortison spritzen lassen - es gab keine Alternative zu Beginn, und was noch schlimmer war, kaum Informationen über diese seltene Krankheit..

Nur mal ein Tipp nebenbei, der hier nicht wirklich hingehört:
Maya hatte mal einen Floh (eingezäunte Terrasse) und bekam das Frontline-Spot On in den Nacken geträufelt. An dieser Stelle im Nacken hat sie sich monatelang gejuckt und geleckt, heute ist sie dort kahl, es gibt keine Haarwurzeln mehr. Auch die EG-Katze unserer TÄ zeigte eine ähnliche, aber nicht so starke Reaktion-. Also besser vorsichtig sein!

In der Yahoo-Group bin ich auch, habe dort aber schon seit einiger Zeit nicht mehr gelesen.

Zum Thema Interferon wäre es vielleicht hilfreich, einen neuen Thread zu eröffnen. Ich meine, daß hier schon Miglieder Erfahrungswerte mitteilen können. Du mußt ja immer 3 oder 5 Ampullen abnehmen, und die Preise variieren wohl auch.

Eines hast Du aber vielleicht noch nicht ausprobiert, oder ich habe es überlesen - Hormone. Das ist seit ca. einem dreiviertel Jahr das Zauberwort bei uns. Darüber hast Du ja bestimmt auch schon gelesen, wenn Du möchtest, schreib mir doch eine Mail.

Die Pille für die Katze wird nach Auftreten eines Schubes 3 - 4 mal verabreicht, jeden 2. Tag eine. Tritt danach keine deutliche Besserung wie Abheilen der offenen Stellen oder des Zahnfleisches auf, wirkt sie auch nicht.

Diesen Versuch würde ich an Deiner Stelle auf jeden Fall noch vor dem Zähneziehen machen, bei unserer Katze sind die Pusteln (sie hat es ja zum Glück nicht im Maul, das Zahnfleisch regeneriert sich bei ihren leichten Entzündungen von selber) in Blitzgeschwindigkeit abgeheilt. Probieren würde ich das an Deiner Stelle unbedingt mal, beim nächsten Schub statt Cortison Hormone zu geben.

Noch ein Tipp - falls Du bei Cortison bleiben mu0t, solltest Du jährlich ein Differentialblutbild erstellen lassen, Leber- und Nierenwerte sind wichtig. Bei Mayas Blutbild waren die Leberwerte beim letzten Check nicht im grünen Bereich, das ist wahrscheinlich auf das Jahr Cortison zurückzuführen. Aber die Leber regeneriert sich ja relativ schnell.
Das würde ich an Deiner Stelle jährlich überprüfen lassen, egal ob mit oder ohne Cortison, denn Früherkennung schafft die Chance zum Gegensteuern.

So, das ist jetzt ein Roman geworden...

Liebe Grüße,
Iris
 

spiky

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Hallo,

vielen Dank Sibbi für deine aufmunternden Worte. Ich war mittlerweile beim zweiten Arzt. Da unser kleiner ja erst sieben Monate alt ist und ich ja immer noch die Hoffnung habe, dass es der Zahnwechsel ist, auch wenn der zweite TA auch meinte, dass er noch nie so arg entzündetes Zahnfleisch beim Zahnwechsel gesehen hat. Ich habe mich jetzt noch versuchsweise auf Antibiotika eingelassen, das bekommt er jetzt seit sechs Tagen (morgen ist der letze Tag), ich bilde mir ein, dass es auf der einen Seite auch besser geworden ist... Beim heutigen TA - Besuch, war der TA auch der Meinung, dass es ein ganz klen wenig besser geworden ist. Ich soll jetzt noch einmal in zwei Wochen kommen. Blutabnehmen lässt sich unser Kater nicht. Er sit das letzte Mal der TA-Helferin ins Gesicht gesprungen :oops: :oops: .
Eigentlich finde ich mich auch schon damit ab, dass es eine Autoimmunkrankheit ist, nur muss dies erst durch entsprechende Untersuchungen nachgewiesen werden, die auf jeden Fall gemacht werden, wenn er in zwei Wochen keine deutliche Besserung am Zahnfleisch aufweist. (Drückt mir die Daumen).
Aber wie Du schon geschrieben hast, auch wenn durch die Cortisonbehandlung die Lebenserwartung sinken kann, ist es auch für mich wichtig, dass unser Kater ein glückliches, schmerzfreies Leben führt. Zur Zeit frisst er noch wie ein Weltmeister (4,8 kg bei sieben Monaten 8O ) und ist aktiv und ausgelassen... ich kann also noch keine Veränderung feststellen...
Verlieren den Autoimmunkranke Katzen an Gewicht, bzw. nehmen schlecht zu?

Was ich jetzt aber noch wissen wollte, da ich mich ja auch mit den Behalndlungsmethoden auseinandersetze und von Cortison auch nicht so wirklich begeisert bin, aber es ja anscheindend das einzige ist was hilft:

Wie ist das mit Interferon? Gibt es Nebenwirkungen?

@Lilly:
Du schreibst, dass die Pille wirkt. Nun bin (noch) ich in der Katzehaltung unerfahren, ich habe einen Kater, dem kann ich ja wohl keine Pille für Weibchen geben, oder täusche ich mich :oops: :oops: 8O :oops: ???

Meint ihr, dass es besser werden würde, wenn ich ihn kastrieren lasse? Ich meine wegen der Hormonumstellung im Körper, die ja dann stattfindet?

Vielen Dank, bin echt froh, dass es dieses Forum gibt :lol:

Gruß
Spiky
 

Sibbi

Gast
Hallo Spiky,

ich habe zwei autoimmunerkrankte Kater. Der eine leidet an einem eosiophilen Granulom - das ist eine Hautkrankheit. Und der hat stark abgenommen, weil er einfach keine Ruhe mehr hatte durch den Juckreiz.

Der andere hat eine autoimmune Zahnfleischentzündung. Er ist 2 1/2 Jahre alt und hat die kleinen Schneidezähne oben in der Mitte dadurch verloren, aber er frisst gut (Trofu und Dofu) und offenbar schmerzfrei. Nur ist diese Entzündung auf die Dauer für den Körper ja nicht gut. Er hatt auch Antibiotikum bekommen und es half auch, solange er es bekam. Dann allerdings ging es wieder los. Ich halte euch die Daumen, dass es bei deiner Mietze auf Dauer hilft. Wenn es dauerhaft hilft, handelt es sich auch nicht um eine Autoimmunkrankheit - die ist nicht heilbar.

Über Interferon weiß ich selber nicht viel. Silke hat hier einige Nachrichten höher einen Link eingestellt, da kannst du über eine Studie mit Interferon nachlesen. Man kann das sogar einigermaßen gut als Laie verstehen. Ich werde erst noch mit dem TA darüber reden. Im Moment bekommt Paul Cortisontabletten und es hält sich in Grenzen. Aber Cortison hat so fiese Nebenwirkungen auf Dauer.

Der Tipp von Iris mit den Hormonen galt eher Paddy, der die Hautkrankheit hat. Hab schon oft gelesen, dass es helfen soll. Leider auch nicht bei allen Tieren, sondern nur bei denen, bei denen das eosiniphile Granulom durch Hormonstörungen verursacht wird. Ich bleibe aber da am Ball, vielleicht hilft es bei Paddy ja auch. Und das stimmt, es sind wohl die Hormone, die Katzenmädchen bekommen, damit sie nicht rollig werden.

Ich für meinen Teil bin immer dafür, dass Kater kastriert werden, wenn sie nicht gerade mit ihnen gezüchtet werden soll. Sollte es sich herausstellen, dass er autoimmun erkrankt ist, solltest du ernsthaft darüber nachdenken, ihn auf jeden Fall kastrieren zu lassen. Es ist nämlich nicht geklärt, ob diese Autoimmunkrankheiten vererbbar sind oder nicht. Mein TA nimmt es an, aber er sagt, darüber gibt es keine Studien - es ist also nicht bewiesen. Und bei den Züchtern unserer Tiere bin ich auch nicht weitergekommen. Da sollen alle anderen Tiere topgesund sein. Nur ich soll das Pech haben, zwei Söhne des gleichen Vaters (andere Mamas) erwischt zu haben. Dabei kommt der eine aus Dorsten und der ander aus Remagen udn da wird mit dem Papa auch recht viel Nachwuchs erzeugt. Ist meiner Meinung nach ein unglaublich großer Zufall.
Ich halt euch auf jeden Fall ganz fest die Daumen!!
 

Anonymous

Gast
Hallo Sylvia,

ich möchte Dir zum Thema "zahnlose Katze" kurz von unserem Lasse erzählen. Er kam, ca. 4-5jährig, im März aus einer Schwarzzucht zu uns und hatte ein total vereitertes Gebiß. Zudem hat er uns Katzenschnupfen eingeschleppt.
Es mußten ihm alle Zähne bis auf einen Fahngzahn gezogen werden. Ab dem Zeitpunkt hat er den Katzenschnupfen locker weggesteckt und war kerngesund, und er fraß schon ab ein paar Stunden nach der schweren Zahn-OP wie ein Scheunendrescher - und zwar seither alles, was erreichbar war, egal wie groß das Trofu war. Ich habe es zwar leider nur ein halbes Jahr beobachten können, bevor er durch einen Unfall starb, aber in dieser Zeit hat ihn das Fehlen der Zähne in keinster Weise beeinträchtigt, vor allem nicht beim Fressen. Bloß Mäuse konnte er nicht fangen und hat sie deshalb immer seiner "Schwester" geklaut :wink:

Liebe Grüße,

Neckarhex
 

Sibbi

Gast
Hallo Neckarhex,

ja, solche Geschichten habe ich schon öfter gehört. Auch, dass alles gefressen wird, selbst Trofu. Und Mäuse braucht Paul ja nicht zu fangen, ich schlepp ihm das Futter schon ran.

Im Grunde ist es wahrscheinlich mein eigenes Schönheitsempfinde, was mich noch immer so zögern lässt. Dem Dicken wird es wahrscheinlich egal sein, ob er wirklich schön ist oder nicht. In letzter Zeit habeich auch den Eindruck, dass er nicht immer richtig sieht. D. h. er sieht, aber er scheint Entfernungen beim Springen nicht immer richtig abschätzen zu können. Ich nehm an, dass die Entzündung auf die Augen schlägt. Ob das sein kann?

Tut mir Leid, dass deine Mietze bei einem Unfall ums Leben kam. Leider geht das bei meinen Eltern schon seit Jahren so. Von allen Katzen, die sie hatten, sind nur zwei eines natürlichen Todes (Alterskrankheiten) gestorben. Die anderen waren alle überfahren, erschlagen,vergiftet oder sonst wie verunglückt. Einfach schlimm.

Danke für deine Geschichte!
 

Anonymous

Gast
Hallo Sylvia,

wenn "nur" Dein Schönheitsempfinden Dich vorm Zahnziehen zögern läßt, dann wirf Dein Herz über den Zaun und laß es machen!
Chronische entzündliche Prozesse schädigen Organe und das gesamte System, das dadurch in seiner Funktionsweise beeinträchtigt ist. Was sich für Spätfolgen ergeben, kann man nie sagen.


Gruß Neckarhex
 

Lilly

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Hallo Sylvia,

PN ist unterwegs.

Hallo Spiky,

nach der Kastration (wir mußten bald ein Jahr lang damit warten, weil Maya ständig Cortison bekommen mußte) ging es Maya erheblich besser, die Schübe traten immer seltener auf - heute hat sie wohl aber einen neuen Schub bekommen :cry: .
Die Pille für die Katze ist eigentlich eine Pille zur Unterdrückung der Rolligkeit, aber in unserem und auch Deinem Fall geht es um die Hormongabe, egal ob Katze oder Kater. Einen Versuch ist es immer wert...

Hier noch mal ein interessanter Link zum Lesen:

http://www.ligne-bleu.de/Chartreux/kartaeuser.html

Liebe Grüße,
Iris
 

spiky

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Hallo,

ein paar Tage dachte ich bei meinem Kater würde das Zahnfleisch besser werden, aber habe heute gesehen, dass es noch genauso schlimm aussieht.

Kastrieren lassen werden wir ihn auf jeden Fall.

Ich danke euch für die Tips mit der Pille, Kastration usw. Da wir ja jetzt eh nächste Woche wieder zum TA fahren, werde ich dort wieder dem armen Arzt Löcher in den Bauch fragen.

Eine Sache interessiert mich dennoch. Kann dieses Krankheit durch einen Blutabnahme erkannt werden? Da der TA Blut abnehmen wollte um sicher zu gehen, dass er an keiner Virenkrankheit leidet. Nur hatte da unser Spiky andere Pläne :oops: :oops:

Oder müssen andere Test gemacht werden?

Danke
Spiky
 

Lilly

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Hallo Spiky,

diese Krankheit kann ganz sicher über eine Hautbiopsie und ein Differentialblutbild diagnostiziert werden.
Die Biopsie dürfte ja bei einer Zahnfleischentzündung kaum möglich sein, leider.
Anhand des großen Blutbildes lesen sich bestimmte Werte typisch für eine Autoimmunkrankheit, z.B. sind die Werte der eosinophilen Granulozyten deutlich erhöht, bei Maya liegen sie bei 8, der Labordurchschnittswert gibt 0 - 6 an. Die Lymphocyten liegen bei ihr bei 52 (Laborreferenzwert 15 - 38 ), also sind Mayas Werte erhöht. Die Segmentkernigen wiederum liegen bei ihr deutlich unter dem Refernzwert, und diese Kombination verschiedener Werte läßt auch eine Diagnose zu.

Ich drücke Euch die Daumen,
Iris
 

spiky

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Hallo Lilly,

danke für deine schnelle Antwort. Dann wird mein Kleiner auf jeden Fall nächste Woche Blut abgeben. Mir graut es jetzt schon. Beim ersten Versuch hat er geschrien wie ein Wilder hat dann sein Füßchen dem Tierarzt entrissen (die Nadel steckte schon drin), beim zweiten Versuch ist der der TA-Helferin auf den Kopf gesprungen.... :oops:
Und ich war nach der ganzen Prozedur mindestens genauso fertig wie mein Kleiner.

Danke für die gedrückten Daumen.

Dass mit Maya tut mir sehr leid. Ich hoffe der Rückfall ist nicht arg zu schlimm und dass es bald besser wird! Drücke dafür dann ebenso die Daumen :lol:

Grüße
Spiky
 

Lilly

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Hallo Spiky,

Maya mochte sich beim vorletzten TA-Besuch auch kein Blut mehr abnehmen lassen, sie hat einfach "die Nase voll".

Nach dieser Prozedur habe ich mir eine Tablette zur Beruhigung für Mayas zweiten Blutabnahmetermin mitgeben lassen, Vetranquil. Die Dosierung wird wie auch eine Narkose nach Gewicht berechnet. Eine leichte Narkose wollte ich ihr nicht so gerne spritzen lassen, die Tablette hat dann bei ihr ausgereicht. Allerdings verändern sich manche Blutwerte nach einer Medikamenteneingabe oder Narkose, besonders die Leberwerte. Aber das weiß Dein TA ja auch. Vielleicht ist das eine Möglichkeit, den nächsten TA-Termin streßfreier für Euch alle zu überstehen?

Liebe Grüße und viel Erfolg beim "Anzapfen",
Iris
 

Tiger

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Hallo Spiky,

viel Glück nächste Woche beim Doc-Termin. Und Kopf hoch, das wird schon. Unsere Aimee hat ebenfalls ein EG, und ich mußte mich erst einmal langsam daran gewöhnen. Iris und Klaus haben mir damals sehr geholfen. Danke nochmal an diese Adresse.

Man muß lernen, diese Krankheit zu akzeptieren, und damit leben. Das hört sich schrecklich an, aber es hat sonst eh keinen Zweck. Ich wäre damals fast wahnsinnig geworden, und bin ständig in Tränen ausgebrochen, wenn ich die "Dicke" nur angeschaut habe.

Ich habe bei Aimee die Vermutung, das ihre Schübe mit unter anderem von Stress verursacht werden. Und mir graust es vor Sylvester. Seit Sommer haben wir keinen mehr gehabt *aufHolzklopf* das es so bleibt.

@Iris,

ich hab gesehen, das Maya wieder einen Schub hat. Ich hoffe ihr bekommt das schnell wieder in den Griff. *KnuddelEuchmal*

Ganz liebe Grüße
Cerstin
 
Thema:

Autoimmune Zahnfleischentzündung

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