Aus 6 mach sieben ? - Tips zur Zusammenführung gesucht

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alex73

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Hallo & einen sonnigen guten Morgen !!

Zur Vorgeschichte :http://katzen-links.de/katzenforum2/showthread.php?t=104131

Nachdem ich gestern Linus unserer TÄ vorgestellt habe, spricht eigentlich nichts mehr dagegen, ihn bald auf unser Sixpack loszulassen ::r
(FIV /Leukose - Test negativ, erste Impfung durch, keine Parasiten).
Ich soll ihn noch wg. einer evtl. Impfreaktion bis morgen /
übermorgen separieren.

Wie stelle ich das mit der Zusammenführung am besten an ?
Zur Zeit bewohnt Linus unser Badezimmer; das ist auch der einzige Raum, den er bisher kennt. Über kurz oder lang möchte ich ihn aber ebenfalls ins Erdgeschoss (Katzenklo / Futterplatz) "umziehen" lassen.

Im Badezimmer fühlt Linus sich recht sicher; soll ich dann in 1-2 Tagen ein Fellmonster zur Zeit zu ihm lassen, die Tür vom Bad einfach öffnen oder ihn ins Erdgeschoss verfrachten (wobei ich die letzte Alternative für sehr fragwürdig halte) ???

Kastration, 2. Impfung & Chippen steht - wenn alles gut läuft - in 4 Wochen an. Könnten die anderen ihn vielleicht trotz seiner max. 16 Wochen schon als potent ansehen ??

Drückt uns bitte alle Daumen, denn von der Zusammenführung wird es abhängen, ob Linus den Pflegestatus behält !!!
So sieht "das kleine Häufchen" übrigens 3 Tage nach Einzug bei uns aus :

 
18.09.2007
#1

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Gast

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Cooniecat

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Hallo,
die Zusammenführung von erwachsenen Tieren ist immer wieder eine Herausforderung.
Ob sie problemlos verläuft oder nicht,hängt vorwiegend vom Charakter der Altkatzen ab und deren Sozialverhalten in der Gruppe.
Bei Kitten wird manchmal vom sogenannten "Kittenschutz" gesprochen,der die Eingliederung in eine bestehende Gruppe erleichtert.
Ob es direkt einen Solchen gibt,kann ich nicht sagen,aber ein Kitten hat sicher noch keinen so energischen Revieranspruch,wie ein
erwachsenes Tier.
Deshalb gestaltet sich eine solche Zusammenführung meist unproblematisch.
Da der Geruchssinn bei Katzen eine sehr große Rolle spielt,habe ich mit folgender Zusammenführungsstrategie gute Erfahrungen gemacht.
Wenn eine erwachsene Katze zu einer bestehenden Gruppe dazukommen soll,würde ich sie nicht sofort mit den Altkatzen zusammenlassen.
Sicher gibt es da auch Katzenbesitzer,die damit gute Erfahrungen gemacht haben,das setzt aber voraus,daß alle Katzen sehr verträglich sind,
ich würde lieber diese Variante versuchen,da sie streßfreier für alle Beteiligten ist.
Da die Neue ja ganz fremde Gerüche an sich trägt,wird sie von den Stammkatzen erst mal als Reviereindringling wahrgenommen.
Deshalb gibts auch Gefauche und manchmal auch Katzenkämpfe.
Für uns Menschen klingt das ziemlich gefährlich,für die Katzen ist es reine "Warnungssprache".
Deshalb bitte nicht erschrecken,das ist nichts Schlimmes.Solange es dabei bleibt,sollte man auch nicht eingreifen.
Die ersten 5 Tage würde ich die Neue erstmal separieren in einem Raum,wo sie Katzenkloo,Futternäpfe und Wasser zur Verfügung hat.
So kann sie sich streßfrei erstmal an die neue Umgebung gewöhnen und lebt sich langsam ein.
Als Liegeplätze sollten Decken,Kissen,Unterlagen und möglichst ein Kratzbaum den die Altkatzen benutzt haben,zur Verfügung gestellt werden.
Damit kann sie schonmal den Geruch ihrer zukünftigen Mitbewohner riechen und selber annehmen,was sie in den Nasen der Stammkatzen
nicht mehr nach so nach "Feind" riechen läßt.
Das erleichtert ein kommendes Zusammentreffen.
Am 6.Tag gibts die ersten Kontakte jeweils mit nur einer Katze und für ca. 10 Minuten,aber Du solltest immer dabeibleiben.
Fauchen und kleinere Tatzenhiebe sind normal und sollten geduldet werden.Später wird so auch die Rangordnung in der Gruppe ausgehandelt.
Geht alles gut,nimm die Katze nach den 10 Minuten wieder raus,es sei denn,sie akzeptieren sich und legen sich friedlich irgendwo zum Ruhen
hin,dann laß sie.
Danach erstmal wieder Ruhepause und nach 2 Stunden(oder länger,je nach Zeit von Dir) kannst Du es nochmal versuchen mit derselben Katze.
Am nächsten Tag machst Du das mit der nächsten Stammkatze,so oft,wie Du das Gefühl hast,daß es okay ist.
Am übernächsten Tag die nächste Stammkatze usw.
Jede Katze reagiert natürlich anders,aber dieses Einzeln kennenlernen ist streßfreier für die Mietzen.
Wenn sie alle mal die Neue beschnuppert haben,kannst Du einen Gruppenversuch machen,aber immer schön dabeibleiben und wie gesagt,nur
eingreifen,wenn`s in Kampf ausartet.
Sollte das der Fall sein,wieder Ruhepause von mindestens 2 Stunden und dann wieder neu versuchen.
Während dieser Phase immer mal die Liegekissen austauschen.
Zusätzlich kannst Du die Situation entspannen,indem Du Dir beim TA Felifriend oder Feliwaystecker besorgst,das entspannt die Katzen.
Der Feliwaystecker kann im Dauereinsatz immer eingesteckt bleiben.
So,das wären mal meine persönlichen Tips für Dich.Es sind meine eigenen Erfahrungen,die ich bereits mit Katzenzusammenführungen gemacht
habe.In den Fällen,die ich bis jetzt erlebt habe,hat es gut funktioniert.
Sollte gar nichts helfen,und die Situationbleibt angespannt,kannst Du es auch mit Bachblüten versuchen,die speziell für jedes Katzenproblem
zusammengestellt werden oder die Hilfe eines THP in Anspruch nehmen.
Ich wünsche Dir viel Erfolg und Ausdauer,bedenke,daß Zusammenführungen auch mehrere Wochen dauern können,da Katzen sehr sensible Tiere
sind.Die besten Mittel sind Geduld und liebevolle Zuwendung gleichermaßen für alle Katzen.
 

alex73

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@ Cooniecat : Vielen Dank ersteinmal für Deine Tipps !!

Das spezielle "Problem", was ich bei dieser Zusammenführung habe, ist, daß Linus blind ist und dementsprechend die Körpersprache der anderen nicht so ohne weiteres verstehen wird :(
Mit Rangeleien / Kämpfen rechne ich immer (und die habe ich auch immer wieder), Feliway ist seit Monaten im Dauereinsatz, Decken, Kissen & Co. der anderen Miezen hatte ich Linus bereits am Freitag in sein Separé gebracht - vice versa noch nicht, da ich bis gestern abend nicht wußte, ob er vielleicht irgendeine ansteckende Krankheit hat.
Bachblüten habe ich mir bereits einmal von Pipsi & jetzt gerade von einer befreundeten THPlerin mischen lassen, Rescuetropfen (hauptsächlich) für mich habe ich seit längerem im Haus :wink:
Zur Zeit läuft hier noch eine weitere Zusammenführung (Tigger), die sich schon über fast 3 Monate hinzieht und nicht unproblematisch ist :(
 

Cooniecat

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Hm,mit blinden Katzen hab ich keine Erfahrung,könnte mir aber vorstellen,daß es nötig ist,länger zu separieren,hängt natürlich auch von der Sozialisierung Deiner anderen Katzen ab.
Die blinde muß aber auf jeden Fall den Hausgeruch angenommen haben,deshalb warte lieber noch ein bischen,oder
probiere ihn erstmal nur mit einer Katze zu vergesellschaften,immer nur Zeitweise und mit Rückzugsmöglichkeit.

Glaub mir,mit Geduld wirst Du das hinkriegen.
Habe hier auch gerade einen erwachsenen Kater eingegliedert und es funzt bestens.
 

alex73

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Der erste Versuch

Nachdem ich gestern nochmal mit Frau Zernack gesprochen habe, habe ich Kleo (in der stillen Hoffnung, sie könne sich noch an ihre Babys erinnern) mit zu Linus ins Schlafzimmer genommen.
Sie hat erstmal alles ausgiebigst beschnuppert, um dann genüßlich die Reste aus Linus´Napf zu vernaschen (verfressenes Weibstück:wink: ) & anschließend eine Runde mit seinem Spielzeug zu drehen.
Linus hat sich währenddessen in seinem Versteck unter dem Bett ganz groß gemacht & neugierig gelauscht, wer / was da so schmatzt, grunzt & schnurrt :-) .
Als er angefangen hat, ebenfalls Laute von sich zu geben (eine Mischung aus Schnurren, Fauchen & Miauen) , hat Kleo endlich kapiert, daß sie nicht alleine im Zimmer ist :roll: .

Sie ist dann auf ihn zugegangen, hat ihn angeschaut & ihm einen Nasenstüber gegeben ::bussi . Linus war so erschrocken, daß er erstmal gefaucht hat und zurückgewichen ist. Daraufhin hat Kleo auch gefaucht, sich 1m neben Linus hingelegt & den Rest des Abends geschlafen.

Als wir dann ins Bett gegangen sind, haben wir sie erstmal "rausgeschmissen", bis sie um 04:00 Uhr herzzerreissend miauend wieder herein wollte. Bis zum Frühstück um 06:30 haben Linus & Kleo friedlich mit etwas Abstand (wieder ca. 0,5m) nebeneinander geschnurrt & gepennt.
(Ich würde fast behaupten, daß da durchaus Potential für ein Miteinander - zumindest schonmal bei den beiden- vorhanden ist)
 

schiller

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Klasse, jetzt hoff ich das es bei den anderen genauso gut klappt.

So ein bißchen Babybonus hat klein Linus ja auch.
 

Cooniecat

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Hallo Alex,
das klingt doch schon nicht schlecht.
Bevor Du es mit der zweiten Katze versuchs,laß die beiden sich erst richtig aneinander gewöhnen.Am besten so lange,bis sie nicht mehr fauchen und die gegenseitige Nähe widerspruchslos akzeptieren,sprich:bis Frieden eingetreten ist:wink: .
Erst dann die Zweite Katze dazuvergesellschaften,Schritt für Schritt.
Immer anfangen dem leichterem Charakter.
Den Schwierigsten,der gerne den Chef raushängen läßt,nimmst Du zum Schluß.
Ich drück die Daumen::w
 

alex73

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Kleo macht überhaupt keine Probleme mehr (abgesehen davon, daß sie nach 4-5 Std. die Nase voll davon hat, im Schlafzimmer mit Linus und mir separiert zu sein & satt ist :lol: ).

Ich habe daraufhin gedacht, Elly mit ihrer unbedarften Art könnte die nächste sein... aber, "Pustekuchen" : Elly kann (Katzen)Mimik genausowenig interpretieren wie Linus und hat erstmal fleissig ausgeteilt :( Klein Linus hat gefaucht wie ein Grosser & ständig ins Leere gehauen......

Vorhin ist mir dann Tigger (mein "Sorgenkater") ins Schlafzimmer gehuscht und ich dachte schon, ich müßte Kissen / Decken oder Co. griffbereit haben , aber der Kerl ist ohne Kommentar durchs Zimmer gelaufen, hat neugierig geschnuppert, hat Linus gesehen & wollte dann- ebenfalls kommentarlos wieder ´raus ::?
 

schiller

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Welche Charaktere hast du denn sonst noch im Angebot?

Und wieso ist Tigger ein Sorgenkater? Naja, immer wieder zum Kleinen lassen ist sicher gut.

Ich drück weiterhin die Daumen.
 

alex73

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Welche Charaktere hast du denn sonst noch im Angebot?
Kurze Charakterbeschreibung gefällig ?:wink:
Miezie (19 Jahre) : total ängstlich
Filou ( 14 Jahre) : auf mich fixiert, recht dominant
Elly (8 Jahre) : scheinbar mit einem Hund aufgewachsen, kann Katzensprache schlecht deuten & ausdrücken, total verspielt
Kleo (4 Jahre) : 2 Mal zur Zucht "missbraucht" - leicht traumatisch & unsicher
Balu (3 Jahre) : ein "Sch...er vor dem Herrn", der jetzt dank Rescue & Elly lernt, ein wenig offener & zutraulicher zu werden
Tigger ( 3 Jahre) : Balus Bruder - ebenfalls recht dominatnt, hat aber keine Hemmschwelle & haut "einfach" drauflos....

Und wieso ist Tigger ein Sorgenkater? Naja, immer wieder zum Kleinen lassen ist sicher gut.
Ich drück weiterhin die Daumen.
Tigger ist zu dominant in der Gruppe - er verprügelt einfach jeden, (es fliesst eine Menge Blut,) selbst vor seinem Bruder macht er keinen Halt & ablassen von den anderen tut er erst, wenn Handtücher / Kissen seitens der Dosis geworfen werden :cry: :cry:
( - Kurzfassung - )
 

Cooniecat

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Ich hab noch ne Idee,schicke Dir PN:wink:
 

alex73

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@ coonicat : habe ich Dir schon beantwortet :wink:
 
Thema:

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