Artikel: Nierenprobleme

Diskutiere Artikel: Nierenprobleme im Harnwegserkrankung Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo zusammen ! Folgender Artikel ist in der Zeitschrift "Geliebte Katze" - Ausgabe Januar 2004 abgedruckt. Geschrieben wurde er von Frau Dr...

biggi76

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Hallo zusammen !

Folgender Artikel ist in der Zeitschrift "Geliebte Katze" - Ausgabe Januar 2004 abgedruckt. Geschrieben wurde er von Frau Dr. med.-vet. Katja Sauer.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht ihn abzutippen, da ich ihn recht interessant finde und Nierenerkrankungen ja leider sehr zugenommen haben.

"Viel Durst und wenig Appetit sind Alarmzeichen"

NIERENPROBLEME BEI DER KATZE

Katzennieren sind nur etwa vier Zentimeter lang und zwei bis drei Zentimeter dick, haben aber eine ungemein wichtige Funktion im Katzenkörper. Ihre erste und vordringliche Aufgabe ist die Entgiftung. Nicht mehr benötigte Mineralien wie Kochsalz und Kalium, aber auch Abbauprodukte aus dem Eiweißstoffwechsel und Phosphate werden auch dem Blut gefiltert und verlassen den Körper mit dem Urin. Dafür müssen lebenswichtige Stoffe wie der Energie liefernde Blutzucker und chemische Verbindungen, die den Säuregrad des Blutes bestimmen, zurückgehalten werden. Weil die funktionsfähige Niere genauso viel Wasser wie nötig ausscheidet und überdies Hormone produzieren kann, ist sie auch mitverantwortlich für die Regulation des Blutdrucks. Außerdem bildet sie einen Stoff, der die Produktion von roten Blutkörperchen veranlasst. Alle drei Funktionen sind ausgesprochen wichtig, und eine Nierenschädigung hat daher ernsthafte Folgen für den ganzen Katzenkörper.
Zunächst muß unterschieden werden zwischen akutem Nierenversagen und chronischen Nierenerkrankungen, die sich über längere Zeit hinweg entwickeln.

AKUTES VERSAGEN DROHT OFT BEI UNFÄLLEN

Die Ursache für akutes Nierenversagen ist in den meisten Fällen in einer anderen Störung zu suchen. Dazu gehören Unfälle mit Schockzustand, Blut- oder Flüssigkeitsverlust oder Vergiftungen. Daher ist es sehr wichtig, nach Unfällen die Nierenfunktion und somit als äußeres Zeichen die Urinmenge im Auge zu behalten. Die
äußerlichen oder innerlichen Verletzungen können noch so gut versorgt werden - wird ein Nierenversagen übersehen und nicht behandelt, dann ist das Risiko hoch, daß die Katze aufgrund der ausgefallenen Nierenfunktion stirbt. Auch eine Mangeldurchblutung der Nieren während einer Narkose ist in seltenen Fällen möglich. Es lohnt sich daher, den Tierarzt zu fragen, ob er begleitend zur Operation Infusionen gibt, die dieses Risiko minimieren.

Es gibt auch entzündliche oder tumoröse Prozesse in der Niere selbst, die zu einer akuten Nierenerkrankung führen können. Wesentlich häufiger ist aber bei der Katze das chronische Nierenversagen. Unter der "chronischen Niereninsuffizienz" leiden viele ältere Katzen. Die genaue Ursache läßt sich in den allermeisten Fällen nicht feststellen. Sehr häufig sind Entzündungen des Nierengewebes für die schleichende Verschlechterung der Nierenfunktion verantwortlich, deren Grund jedoch auch nicht bekannt ist. Einlagerungen von Eiweiß in die Niere können ebenso wie Tumore für die Erkrankung verantwortlich sein. Außerdem ist sie ein häufiges Begleitsymptom der Krankheit FIP. Bei Perserkatzen läßt sich oft eine erblich bedingte Zystenniere feststellen. Dabei ist ein großer Teil des Nierengewebes durch Flüssigkeit ersetzt.

Unabhängig von der Usache verlaufen die Symptome der chronischen Niereninsuffizienz immer gleich. Erstaunlicherweise kann die Niere noch so lange ihre Funktion erfüllen, ohne daß Krankheitserscheinungen zu erkennen sind, bis etwa drei Viertel des Nierengewebes nicht mehr arbeiten.

DIE KRANKHEIT IST LANGE UNFAUFFÄLLIG

Die Abfallstoffe im Blut steigen aber schon wesentlich früher an, weil die Niere ihre Filterfunktion nicht mehr ausreichend erfüllen kann. Es ist daher von großem Nutzen, bei älteren Katzen einmal jährlich die sogenannten "Nierenwerte" im Blut zu messen. So kann eine chronische Nierenerkrankung rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

Kommt es zu einer weiteren Anhäufung von Abfallprodukten im Blut, dann ergibt sich eine Art innerliche Vergiftung. Sie führt zu einer Entzündung der Schleimhäute vor allem im Verdauungstrakt. Zahnfleischentzündungen, Erbrechen aufgrund der Magenschleimhautentzündung und Durchfall sind oft die ersten Symptome.

Vorher können jedoch oft schon mangelnde Fresslust und eine verminderte Aktivität, die auf eine Muskelschwäche aufgrund gestörter Mineralstoffverhältnisse zurückzuführen ist, auffallen.

Ein weiteres auffälliges Symptom ist der gesteigerte Durst. Weil die Niere ihre Fähigkeit verliert, ausreichend viel Wasser im Körper zu behalten, trinken die Katzen deutlich mehr als vorher. Dem Besitzer kann auch ein hellerer Urin oder ein häufigeres Benutzen des Katzenklos auffallen. Solch auffällige Symptome sind immer Grund genug für einen Tierarztbesuch ! Neben einer Nierenschwäche kann auch Diabetes den großen Durst auslösen.

Im weiteren Verlauf einer Niereninsuffizienz magern die Tiere ab, weil Eiweiß von der Niere nicht mehr zurückgehalten werden kann, bekommen ein struppiges Fell, erbrechen sich bräunlich oder kaffeesatzartig, schlafen viel und fressen wenig.

Leider gibt es keine Möglichkeit, nicht mehr funktionsfähiges Nierengewebe wieder zu heilen. Die Behandlung muß sich daher darauf konzentrieren, die Folgeerscheinungen abzuschwächen und die Lebensqualität für die Katze möglichst hoch zu halten. Die wichtigste Maßnahme besteht darin, die Katze sofort nach Erkennen der Niereninsuffizienz nur noch mit einem speziellen Diätfutter zu ernähren. Es enthält hochwertiges Eiweiß, aus dem möglichst wenig Abbauprodukte entstehen, die den Körper belasten würden, und einen geringen Phosphorgehalt, weil die Niere in diesem Stadium Schwierigkeiten mit der Phosphatausscheidung hat. Im Idealfall sind auch Kalium und die wasserlöslichen B-Vitamine in ausreichendem Maße enthalten. Ansonsten sollten sie vom Tierarzt zusätzlich verordnet werden, ebenso Carbonate, falls das Blut übersäuert ist.

Eine eigenmächtige Gabe von Vitamin- und Mineralstofftabletten ist nicht sinnvoll, weil sie zu viele der ohnehin im Blut erhöhten Mineralien enthalten. Relativ neu auf dem Markt ist eine Krebstiere enthaltender Futterzusatzstoff, der die körpereigenen Giftstoffe im Blut binden soll. (Anmerkung von Biggi76: ich gehe davon aus, daß hier z.B. das Pulver IPAKITINE gemein ist).

KEINE HEILUNG - ABER AUFHALTEN

Weil, wie erwähnt, die Niere eine wichtige Funktion in der Regulation des Blutdrucks übernimmt, kann ein Bluthochdruck auftreten, der die Einnahme gegenregulierender Medikamente nötig macht. Ein schützender Effekt dieser Mittel für das noch arbeitende Nierengewebe ist nachgewiesen, so daß mit diesen Medikamenten der Fortgang der Nierenerkrankung verzögert werden kann. Ebenfalls einen positiven Effekt haben pflanzliche und homöopathische Mitteln sowie die Akkupunktur.

Auch die Funktion der Niere als Bildungsstätte des Stoffes, der die Produktion der roten Blutkörperchen anregt, sollte beachtet werden. So sollte kontrolliert werden, ob eine Blutarmut vorliegt, und unter Umständen kann der angesprochene Stoff von außen zugeführt werden. Diese Behandlung ist recht teuer, führt aber bei drei Viertel der Katzen zu einer deutlichen Verbesserung des Befindens. Direkt nach dem Feststellen der Diagnose kann eine Infusion sinnvoll sein, weil der Körper durch den erhöhten Wasserverlust über die Niere ausgetrocknet wird und eine Infusion auch die Mineralstoffverhältnisse sowie den Säurewert des Blutes wieder in Ordnung bringen.


Ich hoffe damit ein wenig helfen zu können.
(eventuelle Tippfehler bitte ich zu entschuldigen ... )

LG
Biggi
 
09.12.2003
#1

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Gast

Schau mal hier: Artikel: Nierenprobleme . Dort wird jeder fündig!

silbertabby

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Hallo Biggi,

herzlichen Dank für den Artikel. ::knuddel Der wird auf jeden Fall ausgedruckt und in den Katzenordner geheftet.

Meine Regenbogenkatzen sind beide an Niereninsuffizienz gestorben (im Alter von 18 Jahren). Seitdem habe ich einen Horror vor Nierenerkrankungen. :cry: Damals kannte ich mich nicht damit aus, aber um bei Felix auch kleinste Anzeichen deuten zu können, habe ich mich in der letzten Zeit sehr viel damit beschäftigt.

Liebe Grüße
 

silbertabby

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Liebe Simone,

auch an Dich herzlichen Dank für den Artikel! Er ist sehr gut und auch für Laien verständlich geschrieben und wird natürlich auch abgeheftet - man weiß ja nie .....

Liebe Grüße ::knuddel
 

biggi76

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Liebe Uschi,
liebe Simone,

bitte sehr, gern geschehen ! Ich fand den Artikel auch einfach klasse geschrieben. Informativ und doch sehr simpel, so daß ihn auch Laien verstehen können.

@Uschi: Unser Raffi ist im letzten Jahr im Alter von 5 1/2 (siehe meine Signatur) an Nierenversagen gestorben. Seitdem bin ich auch sehr an dem Thema interessiert und sauge alles in mich auf was ich darüber höre und lese.

Es ist erschreckend wie sich diese fiese Krankheit ausgebreitet hat ... :evil:

LG
Biggi
 

Anonymous

Gast
Hallo Biggi,

Es ist erschreckend wie sich diese fiese Krankheit ausgebreitet hat ... :evil:
Das stimmt und in letzter Zeit denke ich in Bezug auf die Impfungen auch immer und immer mehr über diese Sätze nach (besonders seit ich dank den Beipackzetteln weiss, dass es tatsächlich so ist, dass die Impfstoffe aus den Katzennierenzellen hergestellt werden):

Eine neue US-Studie liefert starke Indizien dafür, dass Impfungen chronische Niereninsuffizienz auslösen können. Viele Impfstoffe werden mit Katzennierenzellen hergestellt. Das kann in der Katze einen Prozess in Gang setzen, der zur fortschreitenden und schließlich tödlichen Zerstörung der Nieren führen kann.

Nachdenkliche Grüsse
 

Babs

Gast
Vielen Dank für die informativen Links.
Ich habe gestern beim Durchklicken auf Bella's Viecherl-Seite folgende Seite entdeckt: http://www.felinecrf.info
Da meine Regenbogenmiezi in diesem Jahr auch an dieser Krankheit gestorben ist, bin ich natürlich - genau wie Du Biggi, und sicherlich noch einige andere hier - besonders panisch darauf bedacht, bei meinen beiden niemals aus Unwissenheit irgendwelche diesbezüglichen Symptome zu übersehen :( .
Das Lesen hat aber weh getan, ich habe wieder so intensiv an die letzten tage meiner kleinen Miezi denken müssen.

Viele Grüße
Barbara
 

dolphin6211

Gast
Ich bin durch Zufall auf Eure Seite gestoßen und habe den Artikel sehr interessiert gelesen. Das schlimmste daran....das schleichende. Man ist machtlos, hilflos und vieles mehr. Es war schwer, das alles mit ansehen zu müssen.

Ich möchte Katzeneltern keinesfalls entmutigen und ich drücke Euch und Euren Mietzen ganz feste die Daumen. Wichtig ist die Früherkennung und "einigermaßen verträgliche" Werte.
 

Babs

Gast
Hallo dolphin,
herzlich willkommen hier. Hast Du denn eine Katze wegen dieser Krankheit verloren?

Barbara
 

dolphin6211

Gast
Hallo Barbara,

ja habe ich und es tut schrecklich weh. Gestern war der sogenannte Tag x. Es mußte sein :'(
 

Babs

Gast
Liebe dolphin,
lass Dich mal drücken. Ich weiß, wie Du Dich jetzt fühlst, ich habe das auch schon mitmachen müssen, wie so viele hier. Aber hier findest Du Trost, ganz bestimmt.
Wenn Du irgendwann magst, erzählst Du uns Deine Geschichte, ok.?
Liebe Grüße
Barbara
 
Nika

Nika

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Hallo Dolphin
 
das tut mir furchbar leid, dort, wo dein Sascha jetzt ist, hat er wenigstens keine Schmerzen mehr. Tut mir leid, ich bin schlecht im Trösten.
Trauriger Gruss
Moni
 

dolphin6211

Gast
Vielen Dank für Eure Worte. Ich liefere Euch auch noch die Werte dazu, ich habe sie alle aufgehoben.

Liebe Grüße
dolphin
 

zini

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Hallo zusammen,
weil ihr euch ja schon mehr mit diesem Thema beschäftigt habt, habe ich mal eine Frage:es gibt doch im Futternapf dieses Futter "Kattofit" für die Nierenkranke Katze(Trockenfutter) Meint ihr, es schadet, wenn man das vorbeugend gibt?Mein Perserkater ist 11Jahre, Werte sind noch alle soweit im grünen Bereich aber er schläft viel, futtert wenig , naja, ist halt kein junger Hüpfer mehr. Kann mir jemand etwas dazu sagen?
@ Dolphin
:cry: Tut mir sehr leid für dich, manchmal hilft es, seinen Kummer aufzuschreiben und hier ist immer jemand, der dir beisteht! Also wenn du dir mal Luft verschaffen möchtest, dann los.....
Lieben Gruß
Zini
 

Babs

Gast
Hallo Zini,
vorbeugend würde ich Deinem Katz das Futter nicht geben, Kattovit low protein o. ä. ist nunmal Diätfutter. Eine gesunde Katze benötigt solches nicht. Pass auf, dass Dein Kater genügend trinkt, hochwertiges Futter mit hochwertigen Eiweißquellen zu sich nimmt und lass seine Werte regelmäßig überprüfen. Viel schlafen und wenig futtern deutet nicht unbedingt auf einen Nierenschaden hin.
Viele Grüße
Barbara
 

dolphin6211

Gast
Dann werde ich jetzt mal anfangen, mir alles von der Seele zu tippseln.

Angefangen......bzw. bemerkt, dass mit unserem Sascha etwas nicht stimmt war Ende September. Er war ein Prachtexemplar von Kater mit einem Gewicht von ca. 5 kg. Sascha war ein Freigänger und der Sommer war zu schön für ihn. Er kam nach Hause zum Fressen. Aber er fraß wenig, sein Wassernapf blieb unberührt. Dann bemerkten wir, dass er abgenommen hatte. Aber wir schoben das auf das heiße Wetter, weil unsere anderen 4 Stubentiger auch nicht den übergroßen Hunger zeigten. Ende September streichelte ich über seinen Rücken und mir fuhr fast der Schreck in die Glieder. Ich spürte jeden einzelnen Wirbel an der Wirbelsäule. Durch sein dichtes und flauschiges Fell fiel es überhaupt nicht auf. Tierarzt angerufen und nix wie hin. Die Waage zeigte 3300 g. Als erstes stellte er extremen Mundgeruch fest. Er tastete auch die Nieren ab, diese waren nicht glatt wie sonst üblich, sondern höckrig. Das Gesicht des Tierarztes sprach Bände. Er nahm Blut ab und schickte dieses sofort ins Labor (Uni Freiburg). Als Medikament bekam er Antibiotika verordnet. Nun hieß es auf das Ergebnis warten. Am übernächsten Tag wieder hin und ab zum Ultraschall. Es konnten aber keine Auffälligkeiten festgestellt werden. Wieder 2 Tage später......endlich.....die Ergebnisse sind da. Harnsäure 290, Creatinin über 6. Jetzt wurde zusätzlich mit Cortison behandelt, es sollte (was es auch tat) den Appetit anregen. Zusätzlich zu den Medikamenten bekam er jetzt fast jeden Tag Infusionen, damit er nicht austrocknet. Sascha trug somit immer einen Rucksack mit sich herum. Das ganze Zeug, zeigte bald Wirkung. Die nächsten Laborwerte wurden in der Praxis erstellt. Harnsäure 240, Creatinin 5,9. Also weiter mit den Infusionen und Cortison, dass ihn dann beim Tierarzt gegeben wurde. Sascha war kein guter Patient wegen der Medikamenteneinnahme. Diätfutter nahm er nicht an. So wurde dann ein Pulver (Ipakitine) verschrieben, dass ich dann in das normale Futter mischte (mittlerweise weiß ich von fast jedem Katzenfutter den Proteinwert). Zwischendurch lies er da mit sich reden, aber nicht jeden Tag. Inzwischen hatten wir dann die Harnsäure auf 174 und den Creatinen auf 4,79 gebracht. Wir verfuhren mit der Behandlung weiter wie bisher und Sascha erholte sich von Tag zu Tag. War unternehmungslustig und zu Späßen aufgelegt. Zwischenzeitlich November geworden, wieder Tierarzttermin. Das war auf den heutigen Tag 6 Wochen her. Das Ergebnis ließ sich sehen. Harnsäure 124, Creatinin 4,19. Die Werte hoch, aber man muss auch den Ausgangswert betrachten. Der Tierarzt freute sich schon wie ein Schneekönig und wir hatten alle die Hoffnung ihn vielleicht auf erhöhte Werte zu bringen. Er hatte dann sogar zugenommen. Gewicht 3400 g. Er fraß wieder normal und verputzte am Tag eine große Dose. Die Wirbel waren fast nicht mehr spürbar. ....... Dann vor einer Woche, ließ er sein Fressen stehen. Gewichtsabnahme war deutlich zu sehenAlles ausprobiert, irgendwas in ihn reinzubekommen. Keine Chance. Dann am 19.12. am späten Nachmittag wieder zum Tierarzt. Kein Maunzen auf der Fahrt, gar nichts. Als erstes Laborwert. Harnsäure 258, Creatinin 4,98. Der Tierarzt machte uns nicht viel Hoffnung. Wir wollten ihm den ganzen Stress nicht mehr aussetzen. Das ständige Gepiekse und alles ist vergebens. Man merkte dem Tierarzt an, dass es auch ihm weh tat. Er war ja schließlich sein Sorgenkind. Also entschlossen wir uns, ihn einschläfern zu lassen. Außerdem hat er es nicht verdient, noch länger leiden zu müssen. Auch die Angst nach Hause zu kommen und er vielleicht allein ist, wenn es passiert, war einfach zu groß. Der Tierarzt spritzte intravenös. Ich habe ihn dabei gestreichelt und er wusste, dass er nicht allein ist. Der Tierarzt sagte uns sogar, dass irgendwann auch die Medikamente nicht mehr geholfen hätten.

Nun liegt unser geliebter Sascha an seinem Lieblingsplatz neben der Garage. Es war schön ihn bei uns gehabt zu haben.....vor allem die letzten Wochen, in denen es ihm sichtlich besser ging.
Unsere anderen 4 Samtpfoten werden uns darüber hinweghelfen, aber seinen Platz können sie nicht einnehmen.

Es ist schon komisch, auch bei sovielen Katzen.....unser Haus ist leerer geworden.

Liebe Grüße
dolphin
 

zini

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Liebe Dolphin,
wenn man etwas sehr lieb hat, ist es schwer, loszulassen. Aber das ist wohl mit der größte Liebesbeweis, den man bringen kann. Sascha durfte wenigstens noch diesen herlichen Sommer als Freigänger genießen und ist jetzt in deinen Armen friedlich eingeschlafen. Keine Schmerzen mehr.Laß dich von deinen Fellnasen trösten, manche haben dafür ja eine ganz besondere Begabung. In deinem Herzen wird Sascha immer einen Platz haben und du wirst bald mit einem Lächeln an ihn zurückdenken.
Fühl dich gedrückt,
lieben Gruß
zini
 

Babs

Gast
Liebe/r dolphin,
es tut mir sehr leid, dass die Geschichte mit Eurem Sascha nicht gut ausgegangen ist. Leider sagen mir die ganzen Werte, die Du aufgeschrieben hast, überhaupt nichts. Aber hier gibt es viele Leute, die sich besser damit auskennen. Als meine Miezi starb, kannte ich dieses Katzenforum noch nicht und habe mich mit ihrer Krankheit inhaltlich nicht großartig auseinandergesetzt, will heißen, ich habe meinem TA, seinen Empfehlungen und meiner Intuition vertraut. Den Ausdruck mit Miezis Werten habe ich irgendwann weggeworfen.
Mir kommt es im Moment so vor, als nähmen die Nierenerkrankungen bei unseren Katzen zu.

Es ist gut, dass Deine 4 Samtnasen Dir helfen werden, die Leere nicht allzugroß werden zu lassen.
Wie Moni Dir schon schrieb: da, wo Dein Sascha nun ist, spürt er keine Schmerzen mehr. Ich denke, auch Du wirst auf Dein Gefühl vertraut haben und, was wichtig war, Du hast ihn auf seinem letzten Weg zur Regenbogenbrücke begleitet! Er war nicht alleine.

Ich kann gut verstehen, dass Euer Haus nun irgendwie leerer geworden ist...
Viele liebe Grüße
Barbara
 

noreia

Gast
Hallo,

bei meinem Kater Schröder ca 17 Jahre alt wurde am Mittwoch Nierenversagen festgestellt. Er hatte die letzten Tage kaum was gefressen, hat sich immer unter dem Bett verkrochen und hat ziemlich viel abgenommen. Seitdem bekommt er vom TA täglich Infusionen.
Irgendwie habe ich aber das Gefühl, das ihm das ganze nicht wirklich viel hilft, er frisst zwar wieder, aber nicht viel. Er ist auch nicht einmal freiwillig unter dem Bett vorgekommen und wenn ich ihn auf den Arm nehme und streicheln will, dann will er eigentlich nur runter und wieder unters Bett.
Der TA meinte am Mittwoch, wir sollten überlegen, ob es nicht besser wäre ihn einzuschläfern, da die Blutwerte wohl auch ziemlich schlecht sind.
Heute ist Sonntag und ich weiß einfach nicht, was besser wäre. Einerseit würd ich ihn wirklich gern erlösen lassen, aber andererseits ... ich weiß es einfach nicht. Wie würdet ihr entscheiden?
Morgen muss er wieder zur Infusion kommen .... die würd ich ihm aber gerne ersparen.

LG
noreia
 

dolphin6211

Gast
Hallo Noreia,

ich glaube, Du hast in Deinem letzten Satz die Antwort Dir schon selber gegeben. Ich weiß, dass es schwer ist und unendlich weh tut. Hast Du vielleicht die Werte vom TA mitbekommen??

Liebe Grüße
dolphin

PS.: Vielen Dank an diejenigen, die mich gestern getröstet haben. So langsam siegt der Verstand über das Herz und ich weiß, dort wo er ist, geht es ihm gut und er hat keine Schmerzen.
 
Thema:

Artikel: Nierenprobleme

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