Artikel:Mit Tieren sind Kinder gesünder/Katzen können Allergien verhindern

Diskutiere Artikel:Mit Tieren sind Kinder gesünder/Katzen können Allergien verhindern im Katzenhaar-Allergie Forum im Bereich Katzen allgemein; Hallo zusammen ! In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Geliebte Katze" (Nr. 7 / Juli 2005) ist ein toller Bericht zum Thema Kinder &...

biggi76

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Hallo zusammen !

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Geliebte Katze" (Nr. 7 / Juli 2005) ist ein toller Bericht zum Thema Kinder & Allergien. Verfasserin ist Frau Jutta Aurahs.

Für Euch:

Kinder, die mit einer Katze leben, haben nach neuen Studien ein deutlich geringeres Risiko, eine Allergie zu entwickeln, als Kinder ohne Haustier.

Allergien sind kein "Kinderkram" und leider immer mehr auf dem Vormarsch. Sie machen inzwischen fast jedem fünften Kind das Leben schwer. Die Beschwerden beginnen mit den Symptomen eines Heuschnupfens, wie laufende Nase und brennende Augen, und führen im schlimmsten Fall zu Asthma: Die allergische Überempfindlichkeit breitet sich von der Nasenschleimhaut auf die Bronchien aus, die Luftwege verkrampfen sich, der Atem pfeift, und der Kranke wird von Hustenkrämpfen geschüttelt. Statistisch ist jeder dritte Heuschnupfen-Patient betroffen. Und so ein Asthma-Anfall kann lebensgefährlich sein.
So ist es mehr als verständlich, wenn Mütter versuchen, ihr Kind zu schützen, indem sie mögliche Gefahren aus seinem Leben verbannen: zum Beispiel keine Katze im Haus erlauben oder sich vor der Geburt ihres Kindes sogar von ihrem vierbeinigen Hausgenossen trennen. Doch genau das ist denkbar falsche Entscheidung !

Die Katze stärkt das Immunsystem

Neue Studien aus den USA und Großbritannien belegen, dass Mütter, die ihrem Kind aus Angst vor Allergien oder Asthma keine Katze erlauben, damit sein Risiko erhöhen, überhaupt erst eine Allergie zu entwickeln, denn sie verzichten auf das beste natürliche Gegenmittel.

Alle Untersuchungen der letzten Jahre, die der Frage nachgingen, wie sich das Zusammenleben mit einer Katze auf das Allergie- und Asthma-Risiko für Kinder auswirkt, kamen zu dem gleichen Ergebnis: Der gesundheitliche Gewinn für ein Kind durch eine Katze ist weitaus höher als das Risiko. Ist ein Kind im ersten Lebensjahr bzw. den
ersten Jahren einer Katze ausgesetzt, wird sein Risiko, eine Allergie oder Asthma zu entwickeln, deutlich reduziert. Lebt ein Kind mit mehreren Tieren zusammen, wird sein Risiko noch stärker reduziert (so eine Studie von 2.500 Kindern von 0-4 Jahren). Auch bei älteren Kindern wirken sich Katzen im Haus positiv für ihre Gesundheit aus. Eine US-Studie mit 226 Kindern im Alter von 12 bis 14 Jahren belegte: Je mehr die Kinder Katzenallergenen ausgesetzt waren, desto höher wurde ihre Menge von Antikörpern im Blut und umso niedriger ihre Sensibilisierung gegenüber dem katzen-Allergen.

Eine andere Untersuchung ging der Frage nach, ob eine Katze im Haus auch dann noch einen positiven Einfluss auf die Gesundheit eines Kindes hat, wenn es aus einer Familie stammt, in der Allergien verbreitet sind - also genau jene Familien, denen in der Regel geraten wird, vorbeugend auf Haustiere zu verzichten.
Dazu wurden 448 Kinder von ihrer Geburt bis zu ihrem fünften Lebensjahr beobachtet. Das Ergebnis war überraschend: Es hatte keinerlei Auswirkungen, ob der Vater Asthma hatte oder nicht. Litt die Mutter aber bereits unter Asthma, war auch für die Kinder das Risiko, Atembeschwerden zu entwickeln, mit einer Katze im Haus deutlich erhöht. Hatte die Mutter dagegen kein Asthma, sank für die Kinder die Wahrscheinlichkeit, Atembeschwerden zu entwickeln mit Katze im Haus um 40 %.

Alles kuschelig ist gar nicht gut

Mit einer Katze zusammen aufzuwachsen ist für das Immunsystem eines Kindes also (fast) immer von Vorteil. Das Abwehrsystem wird systematisch aufgebaut und so gestärkt, dass es auch mit anderen Allergenen fertig werden kann.
Andere sehr effektive Vorbeugungsmaßnahmen bedürfen nur ein wenig Umdenkens. Im Ostteil Berlins war vor der Wende, als die DDR-Bürger auf Teppichböden in der Wohnung, mollige Zentralheizung und die Segnungen der modernen Putzmittelindustrie verzichten mussten, die Allergierate unter Kindern viermal niedriger als in Westberlein. Kindergärten, die diese leicht robuste Lebensweise weiterführen und auf gesunde Ernährung achten, die Kinder kneippen lassen und zum Mittagsschlaf auf den Balkon packen, haben deutlich weniger kranke Kinder.

Aber was machen Eltern, wenn sie feststellen müssen, dass ihr Kind eine ständig laufende Nase hat und der Verdacht auf eine Allergie sich mit einem Test bestätigt ? Muss die von allen geliebte Familienkatze jetzt schnellstens das Haus verlassen ? Sie muss nicht. Denn das löst nicht das Problem. Zum einen dauert es vier bis sechs Monate, um eine Wohnung Allergen-frei zu bekommen, und zum anderen trifft man in jedem Bus oder Klassenzimmer oft auf mehr Allergene, als im eigenen Haus herumschwirren. Mit einem einfachen Verhaltensprogramm lassen sich zudem Allergie-Symptome um 95 % reduzieren. (** siehe unten "Katze trotz Asthma").

Katze trotz Allergie ist möglich

Es ist auch möglich, dass ein Kind gegen Katzen allergisch getestet wird, es aber auf die eigene Katze nicht ist. Das sollte unbedingt abgeklärt werden.

Falls sie mit einem Kater leben, der noch nicht kastriert ist, kann dieser kleine Eingriff eine große Wirkung haben, denn potente Kater produzieren mehr "Fel d 1", das Allergen. Kastrierte Kater und Katzen sind gleich hoch in den Werten. Die höchste Konzentration des Allergens ist bei allen Katzen im Gesicht (rund zehnmal höher als am Rest des Körpers). Nicht mehr Kopf an Kopf schmusen oder küssen, das verringert sofort die Symptome.

Nicht wissenschaftlich bewiesen ist, warum manche Allergiker mit eienr Perserkatze beschwerdefrei leben können. Den lebenden Beweis hatten wir über Jahre mit einer Kollegin hier in unserer Redaktion.

Wird bei einem Kind eine Allergie auf Katze festgestellt, sollte in jedem Fall ein Facharzt, ein Allergologe zu Rate gezogen werden. Er kann am besten beurteilen, welche akute Behandlung ein Kind benötigt, ob und wann eine Hyposensibilisierung, bei der der Patient mit einer ansteigenden Dosis von Allergenen geimpft wird, möglich ist, und welche Alternativmethoden ebentuell sinnvoll sind. Dazu zählen z.B. Kneippsche Verfahren, Entspannungsmethoden, Atemübungen und Akupunktur.

Jutta Aurahs

___________________________________

** Katze trotz Asthma

Der folgende Katalog einfacher Maßnahmen wurde von der Amerikanischen Akademie für Allergie, Asthma und Immunologie aufgestellt. Die Allergie-Symptome lassen sich damit um 95 % reduzieren:
  • Entfernen Sie Einrichtungsgegenstände, in denen sich Allergene festsetzen können, vor allem aus dem Schlafzimmer
  • Vermeiden Sie Kleidung aus Wolle oder Fleece
  • Lassen Sie Ihre Katze nich tmehr ins Schlafzimmer und beschränken Sie ihren Zugang ins Wohnzimmer
  • Verpacken Sie Matrazen und Kissen in Plastikbezügen
  • Waschen Sie sich nach jedem Streicheln und Schmusen mit der Katze die Hände !
  • Lüften Sie eine Stunde am Tag !
  • Saugen Sie täglich mit einem Anti-Asthma-Staubsauger und nutzen Sie einen Luftfilter
  • Stellen Sie Katzenkörbchen nicht an Orte mit hoher Luftzirkulation (z.B. an Heizkörper)
  • Bürsten Sie Ihre Katze täglich vor der Haustür / auf dem Balkon
  • Verwenden Sie Fellpflegemittel und baden Sie Ihre Katzen, wenn möglich, einmal pro Woche
  • Wechseln Sie evtl. das Futter Ihrer Katze. Diät kann zu einer Reduzierung der Allergene führen​
___________________________________​

Ich hoffe sehr, daß es dem einen od. anderen bei den Überlegungen seine Katze w/ Allergie des Kindes abzugeben - einen Denkanstoss gibt...

Viele Grüße
Biggi
 
13.06.2005
#1

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Gast

nina

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Hallo Biggi,

danke für den tollen Artikel, finde ich sehr interessant :-)

Ich habe mich letztens mit meiner Mutter über Allergien allgemein unterhalten und wir haben auch festgestellt, dass z.b. als ich noch klein war, weitaus weniger Kinder Allergien hatten als heute. Ich bin auch überzeugt, dass diese ganze "steril" halten von Kindern eigentlich nicht gut sein kann.

Meine Arbeitskollegin hat z.b. einen ca. 4 1/2 jährigen Sohn, dem sie von Anfang an nur hinterherwischt. Also alles wird saubergemacht, was er anfassen könnte, in andere Wohnungen werden klinisch saubere Decken mitgebracht, auf denen sich der Sohn dann aufhalten muss und wenn auch irgendwo nur der Verdacht besteht, dass jemand ansatzweise Niesen muss, wird das Kind sofort "in Sicherheit" gebracht.

Ich denke auch, dass ein wenig "Dreck" nicht wirklich schaden kann und in der Beziehung wirklich eher abhärtet. Das gleiche gilt denke ich für Tiere. Zumal ich auch mal gelesen habe, dass Kinder, die mit Tieren aufwachsen sozialer sind als Kinder ohne Tiere und eher selbständig werden.

Schade, dass der Artikel in einer Katzenfachzeitschrift steht, da lesen das wahrscheinlich leider eher die Eltern, die sowieso schon Katzen haben, das sollte ruhig mal etwas verbreitet werden :-)
 
Flori-Cat

Flori-Cat

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Das ist sehr interessant und würde -vielleicht- einige Leute davon überzeugen ihre Katzen nicht gleich abzuschieben, wenn sich menschlicher Nachwuchs einstellt.
 

Miedßekadße

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schade...

...daß es bei mir nicht geklappt hat.
Immer wenn ich sowas lese werd ich richtig neidisch auf die Kinder und andere Leute, die ohne Probleme mit ihren Tieren leben dürfen. Obwohl ich von klein auf immer von Tieren umgeben war und meine Mutter ebenfalls die "Dreck härtet ab"-Theorie vertrat, bin ich zum Multiallergiker mutiert. Und daß obwohl es keinen einzigen Allergiker in der Familie gibt...
 

Alrusa

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Lonnie

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Danke das du den Bericht hier eingestellt hast!

denn ich lese keine Zeitschriften,aber das Thema finde ich recht interessant.

Vielen Dank
 

Madame Main Coon

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Geringes Risiko einer Allergie bei einer Maine Coon?

Ich habe eine Frage! Weiß jemand, ob man ein geringeres Allergierisiko bei einer Maine Coon hat? Ich selbst leide seit zehn Jahren an einer Katzenhaarallergie , und nun habe mich in eine Maine Coon verliebt! Sie ist überall mit hin gelaufen, schaute mich unentwegt verliebt an-ich sie dann natürlich auch! Allerdings merkte ich bei Ihr keinerlei Symptome. Immerhin habe ich mich vier Stunden in ihrem Lebensraum aufgehalten. Nun überlege ich, eine Fellprobe mit zum Arzt zu nehmen, um das testen zu lassen. Könnte ich eventuell auf dieses charmante Wesen nicht reagieren, jedoch dann auf eine andere Maine Coon? Vielleicht hat jemand Erfahrungen damit gemacht!? Ich hätte so gern so ein reizendes Wesen bei mir!
Für Antworten danke Euch!!!

Herzlichst,
Madame Main Coon :p
 

Nellas_Miriel

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....und wenn doch, dann kannst Du Dich mit einer klassischen Bioresonanztheapie mit Elektroakkupunkturgerät gegen die Katzenhaarallergie generell und gegen spezielle Tiere immunisieren!
unter www.regumed.de findest Du mehr Infos darüber!
Mir hat das super geholfen.....ich hatte selber eine sehr extreme Katzenhaarallergie und lebe jetzt mit zwei eigenen Katzen zusammen und 12 in der Arbeit!
lg Heidi
(und lass Dich blos nicht von Schulmedizinern kirre machen!!!!)
 
sampanthera

sampanthera

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::? Es stimmt aber nicht immer, meine Schwester und ich sind mit Katzen aufgewachsen, meine Schwester hat heute eine Hochgradige Katzenallergie und Asthma....sie mußte von zu hause ausziehen und hat jetzt ihre eigene Wohnung, trotzdem besucht sie unsere Mutter mit den Katzen, auch wenn man mit Katzen aufwächst kann man Allergien bekommen :roll:
 
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